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Maiandachtfahrt führte in den niederbayerischen Landkreis Straubing/Bogen

Prackenbach, den 09.05.2017

Das Ziel des Frauenbundes – das Kircherl in der Einöde zum Gallner

 

Moosbach/Altrandsberg. Es gehört schon seit vielen Jahr zur Tradition des Frauenbundes, im Mai eine benachbarte Wallfahrtskirche oder Kapelle anzufahren, um dort eine Maiandacht zu feiern. Auch Pfarrer Josef Drexler und die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl gehörten am Dienstag zu den 52 Teilnehmern, die den Bus der Firma Ebenbeck bis auf den letzten Platz füllten, welche die Vorstandssprecherin aus Altrandsberg Irmi Meindl sehr herzlich begrüßte.

 

Das Ziel war heuer das gepflegte Kircherl in der Einöde zum Gallner, ein Ortsteil der Gemeinde Konzell unweit der Ortschaft Denkzell. Schon anno 1490 ist die Gallner-Kirche in einer römischen Urkunde genannt. Da also das Gotteshaus damals schon stand und die Kunde von seinem Vorhandensein bis nach Rom gedrungen war, muss die Erbauungszeit viel weiter zurück liegen.

 

Die bestehende Kirche auf dem Gallner ist eine spätgotische Anlage aus der Zeit von 1840 mit Veränderungen in die Barockzeit. Der Hochaltar ist neugotisch und stammt aus dem Jahre 1853. Im Mittelschrein befindet sich die Holzfigur, die den Hl. Sixtus zeigt, der als Kirchenpatron seine schützende Hand über die Bergkirche hält. Die Seitenaltäre sind in neugotischem Stiel gehalten, wobei im südlichen Teil die Hl. Barbara und im nördlichen eine Marienfigur thront. Die Kirche ist mit einer Flachdecke ausgestattet und die Fenster im Chorhaupt sind Spitzbögig, während die übrigen Fenster Rundbogen haben.

 

Seit jeher ist das sagenhafte Kirchlein auf dem 1. der 3 Gipfel des 709 m hohen Gallnerberges, ein beliebtes Wallfahrts- und Ausflugsziel. Jedes Jahr am Pfingstmontag findet beim Gallnerkircherl das traditionelle Gallnerbergfest statt.

 

In der wunderschönen Kirche feierte Pfarrer Josef Drexler mit den Marienverehrern eine stimmungsvolle Maiandacht zum Thema „ Maria, Mutter der Schöpfung und Mutter des Lebens. Im Laufe der Andacht legten Vereinsmitglieder einen Birkenzweig, einen Krug mit Wasser, eine Schale mit Erde und einen blühenden Zweig und Blumen am Marienaltar nieder und in einem Gebetstext wurde ein von Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato Maria als Mutter und Königin der Schöpfung besonders verehrt. Nach verschiedenen Marienliedern wie „Freu dich du Himmelskönigin“, „Es blüht der Blumen eine“ und das Schlusslied „den Engel des Herrn“ wurde die Andacht ausgeschmückt und Pfarrer Drexler entließ zum Schluss die Gläubigen mit dem Segen.

 

Nach der Andacht erzählte Mesner Andreas Urban, der sich besonders um die geschmackvolle Gestaltung der Kirche bemüht und sich seit langem um die Belange der Kirche bemüht, Interessantes von der Geschichte und Ausstattung der Kirche. Erwähnenswert sei, dass sich neben den vielen Spendern bei der Restaurierung besonders Dr. Aubelle aus Konzell große Verdienste erworben hat.

 

Beim Landgasthof Schedlbauer in Denkzell kehrten die Marienverehrer noch zu einer gemütlichen Brotzeit ein und auf dem Heimweg dankte Hedwig Plötz Pfarrer Drexler, dass er sich Zeit genommen hat und Alois und Marianne Laumer für die Organisation. Ihr Dank galt auch Hilde Gierl und Irmi Meindl welche die Anmeldung übernahmen und erwähnte dankend die Hilfe bei der Osteraktion. Plötz lud auch zu zwei weiteren Terminen ein: Blumenteppich gestalten für Fronleichnam mit der Hilfe um Helfer und Blumen besorgen. Zudem hat sie zu einem Vortrag am 20.6. um 19.00 Uhr ins Gasthaus Kerscher eingeladen zum Thema „Klimakterium“ mit der Referentin Dr. Kiss aus Schwandorf. Alle Frauen und Mitglieder vom Gartenbauverein und FB und auch Nichtmitglieder sind willkommen.

Pfarrer Drexler bedankte sich bei allen für ihr Kommen und bei Alois Laumer für die gute Fahrweise und beim gesamten Frauenbund-Vorstandsteam.

 

Foto: Gruppe der Wallfahrer mit Pfarrer Drexler