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Ausflug in eine beeindruckende Klosterkirche

Prackenbach, den 09.08.2017

Senioren besuchten Oberalteich und waren von der prunkvoll ausgestatteten Kirche angetan

 

Moosbach. Das Wetter meinte es am Mittwoch gut mit den mind. 40 Junggebliebenen, die auf Einladung und Organisation von Franz Xaver Pongratz und seiner Frau Helga bei einem Ausflug nach Oberalteich unterwegs waren. Dabei konnte er auch den Urlaubsgeistlichen Pater Bettoy Joy Kalathinal und die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl begrüßen.

 

Oberalteich ist ein Stadtteil der Stadt Bogen von Ndby. und die Türme der Klosterkirche St. Peter und Paul, das Ziel des nachmittäglichen Ausflugs, waren schon von weitem sichtbar. Dort angekommen, wartete der Kirchenführer Georg Denk bereits auf die Seniorengruppe, der ihnen viel Wissenswertes über die Geschichte des ehemaligen Klosters, der Gründung und der wunderschön ausgestatteten Klosterkirche erzählte. Sie gilt heute als die größte Kirche des Landkreises Straubing/Bogen und gehört auf Grund ihrer Architektur und ihrer Ausstattung zu den beeindruckendsten Kirchen des niederbayerischen Raumes.

 

Man betritt die Kirche durch ein Doppelportal, dessen Schauseite mit pompöser Architektur und aufwendigen Steinmetzarbeiten auffällt. Bis man ins Innere der Kirche gelangte, machte Führer Georg Denk die Besucher auf eine Kalksteintafel aufmerksam, die an das Elende des 30-jährigen Krieges aus dem Jahre 1622 erinnert.

 

Aus der Geschichte des Klosters geht hervor, dass es um 1100 durch den Grafen Friedrich von Bogen gegründet wurde, der auch Domvogt von Regensburg war. Der 1. Abt Egino stammte ebenso wie seine Nachfolger bis 1170 aus dem benachbarten Kloster Niederalteich. Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die ehemalige Klosterkirche wurde 1803 Pfarrkirche.

 

Nach den fast totalen Zerstörungen im Verlaufe des 30-jährigen Krieges wurde die Kirche 1622 bis 1630 nach Plänen des Abtes Veit Hösers neu erbaut. Die reiche Innenausstattung entstand von späten 17. bis Ende des 18. Jahrhundert. Aus Anlass der 1000-Jahrfeier der legendären Erstgründung im Jahre 731 wurde der Innenraum völlig neu gestaltet.

Der barocke Hochaltar stammt aus dem Jahre 1693. Er nimmt die gesamte Höhe und Breite des Mittelschiffes ein. Das Hauptbild des Mittelschiffes zeigt die Darstellung der Weltapostel des Benediktinerordens. Die riesen Holzfiguren des Hl. Benedikt und des Hl. Augustinus stehen links bzw. rechts vom Altarbild.

 

Es gibt unendlich viel in diesem Gotteshaus zu sehen, sei es der Marienaltar, Josephsaltar, Albertuskapelle, Kanzel, Kruzifix, die acht Nebenaltäre an den Langhauspfeilern oder die Seelenkapelle mit einer Fegefeuerdarstellung des Hl. Michael im Kampf gegen den Täufel oder die spätgotische Holzskulptur von Maria mit dem Kinde auf der rechten Seite des Altarraumes und hunderte von Engel sind in dieser Kirche zu entdecken - die Senioren waren von diesem einmaligen Kulturgut sehr beeindruckt.

 

Nach der Führung im historischen Kirchengemäuer führte der Busfahrer die Teilnehmer zum Winkelmeier Hof in Reibersdorf, wo sich die Senioren eine gemütliche Brotzeit gönnten. Dort traf man überraschender Weise den Pastoralassistenten Andreas Dieterle, den künftigen Pfarrei-Mitarbeiter, der mit einigen Gästen aus Sossau unterwegs war, wo sie den früheren Stadtpfarrer von Viechtach Berthold Helgert besucht hatten. Dieterle ging von Tisch zu Tisch und wechselte sehr freundliche Worte mit den Moosbacher Ausflüglern, bei denen er ab September seinen neuen Wirkungskreis antreten wird.

 

Auf der Heimfahrt dankte Franz Xaver Pongratz den Teilnehmern für ihr Mitfahren, insbesondere Pater Bettoy Joy, Maria Rackl und dem Busfahrer und lud zum nächsten gemütlichen Beisammensein in den Gemeinschaftsraum der Schule ein.

 

Foto: Führung in der Klosterkirche durch Kirchenführer Georg Denk