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Erntedank und Amtseinführung des neuen ständigen Diakons Andreas Dieterle

Prackenbach, den 01.10.2017

Eindrucksvoller Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Georg – Stehempfang mit vielen Gratulanten

 

Prackenbach. Die Pfarrei St. Georg feierte am Sonntag ein doppeltes Fest und obwohl es das Wetter nicht gerade gut mit den Prackenbachern meinte, war es für alle ein feierlicher und ergreifender Sonntagsgottesdienst und ungewöhnlicher zugleich. - Andreas Dieterle, seit 2011 als Religionslehrer und Schulpastoral und seit sechs Jahren als Schulbeauftragter – steht er nun mit der Dalmatik (Messgewand) bekleidet am Altar der Prackenbacher Pfarrkirche.

 

Nach vierjähriger und intensiver Vorbereitung hat er am Samstag im Beisein von vielen Pfarrkindern der Pfarreiengemeinschaft Moosbach, Prackenbach und Krailing,- seinem künftigen Wirkungskreis - aus der Hand von Bischof Rudolf Voderholzer in St. Emmeran, mit Rupert Loichinger, die Diakonenweihe empfangen und am Sonntag in der Pfarrkirche St. Georg in sein Amt eingeführt und durfte das erste Mal bei der Hl. Messe den Dienst als Diakon verrichten.

 

Ein langer Kirchenzug mit sämtlichen Ortsvereinen, kirchlichen und politischen Vertretern, Kinder und Gäste angeführt vom Musikzug Ruhmannsfelden und den Ministranten geleiteten die Geistlichkeit in die Kirche, dessen Altarraum ein wunderschöner Erntealtar mit einer Erntekrone zierte. Er wurde ergänzt mit den niedlich gefüllten Körbchen der Kinder und einem Blumengebinde, das ebenfalls den Volksaltar und die Stühle im Kirchenschiff schmückten. Auf der Empore postierte sich der Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Alexandra van Beek, die musikalisch sehr gekonnt den Gottesdienst begleiteten, instrumentalisch ergänzt von Eva Maria Eidenschink am E-Piano und Simon Eidenschink auf der Gitarre.

 

Pfarrer Josef Drexler, der Hauptzelebrant und künftige Dienstherr von Dieterle, hieß zu Beginn Pater Markus aus der Abtei Windberg, alle Anwesenden mit Bürgermeister Andras Eckl herzlich willkommen und begrüßte insbesondere den neuen Diakon, seine Frau und die Familie im Namen der Seelsorgegemeinde sehr herzlich willkommen und wünschte ihm Gottes Segen in seinem neuen Amt.

 

„Einen ersten Gruß am neuen Ort“ überbrachte dann Alexander Braun dem neuen Diakon und meinte „sei uns willkommen, lieber Diakon“. Es freuen sich hier Groß und Klein, mög´unser Dorf dir Heimat sein. Und mit einem Blumenstrauß meinte er: Was heute wir empfinden soll´n diese Blumen künden.

Ebenso ein „herzliches Grüß Gott“ übermittelte die Pfarrgemeinderatssprecherin Margin Eidenschink dem künftigen Diakon, der ja schon einige Jahre als geschätzter und engagierter kirchlicher Mitarbeiter bekannt ist, so dass sie froh sind, dass die Diakonstelle in Moosbach/Prackenbach –Krailing durch einen so liebenswerten Menschen besetzt werden kann, der unserem Herrn Pfarrer in vielen Bereichen zur Hand gehen kann, bemerkte sie. Obwohl ihn ein großes Spektrum an Arbeit erwartet, hat Dieterle schon mehrfach betont, dass er sich auf die Arbeit freut, „und wir freuen uns auch“ ergänzte sie. In diesem Sinne freut sich die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat auf die gute Zusammenarbeit und mit einem Vergelt´s Gott, dass sie sich ihrer annehmen überreichte der Kirchenpfleger Ferdinand Klement als Willkommensgeschenk in Form einer Dalmatik.

 

Bevor man mit dem Gottesdienst fortfuhr verlas Pfarrer Josef Drexler im Auftrag des Bischofs die Anerkennung von Andreas Dieterle zum ständigen Diakon im Hauptberuf zum 30.09.2017 in die Pfarreien Moosbach und Prackenbach im Dekanat Viechtach. Unmittelbarer Dienstvorgesetzter ist PfAdm. Josef Drexler, gezeichnet Prälat Michael Fuchs, Generalvikar.

 

Nach den Eingangsgebeten trug Margit Eidenschink die Lesung vor und im Anschluss schritt Andreas Dieterle mit hoch erhobenen Evangelienbuch zum Ambo und verkündete erstmals die Frohbotschaft von den zwei ungleichen Söhnen im Weinberg.

 

Bei der anschließenden Predigt zitierte Pfarrer Drexler den Hl. Franz von Assisi, der seinen Mitbrüdern für die Predigt die Anweisung gab: „Predigt das Evangelium! Wenn es sein muss, auch mit Worten“, denn Franziskus war davon überzeugt, dass es nicht in erster Linie die Worte der Prediger sind, welche die Herzen der Menschen anrühren, sondern dass das Verhalten der Prediger, kurz ihr Tun, viel mehr und viel nachhaltiger ihr Herz für das Evangelium öffnet. Auch im heutigen Evangelium geht es um Wort und Tat, bemerkte der Prediger. Zu Dieterle gewandt, sagte er, dass dieses Worte des Hl. Franziskus auch für sie gelten. Denn diese Worte in unseren Predigten werden den Leuten wohl schwerlich in Erinnerung bleiben. Was sie jedoch in Erinnerung behalten werden, ist zum einen unser mitbrüderliches Verhalten zueinander und zum anderen unser liebevolles Verhalten ihnen gegenüber den uns anvertrauten Menschen.

 

Bereits in der Lesung heißt es: Einander in Liebe Zuspruch geben, auch auf das Wohl des Anderen bedacht sein und den Anderen höher schätzen als sich selbst. Einfach alles tun nach dem Beispiel Jesu, des Gottgleichen, der sich aber für alle zum Diener/zum Diakon gemacht hat.

An den Weihespruch von Andreas Dieterle anknüpfend: „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“ der ihn für sein Wirken zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen leiten soll, fasst dies alles und wunderbar zusammen. Wenn wir das beherzigen, wird unser gemeinsamer Dienst für die uns anvertrauten Menschen und für uns selber ein Segen sein, so der Prediger. Gestern bei der Diakonweihe durften wir wieder miterleben, dass sich alles wirklich Große ohne Worte, sondern in der Tat vollzieht.

Den Erntedank noch einmal ins Gedächtnis rufend, meinte Pfarrer Drexler, dass geradeso wie sich auch in der Natur alles wirklich Große und Beeindruckende völlig still und ohne Worte vollzieht. Daran sollten wir immer dankbar, staunend danken – nicht nur an Erntedank.

 

Nach der Predigt trat wiederum Margit Eidenschink an den Ambo und bat in den Fürbitten für die Kirche, der das Werk der Versöhnung in Verkündigung und Sakrament aufgetragen ist, für die Priester und Diakone, die deutlich höheren Ansprüchen ausgesetzt sind, für die vielen Menschen dieser Welt, die an unseren reichen Erntegaben nicht teilhaben können und für unsere Verstorbenen, die auf ein ewiges Leben hoffen.

 

Am Ende des Gottesdienstes trat Bürgermeister Andreas Eckl an den Ambo und begann sein Grußwort mit dem gleichen Satz, welcher Tags zuvor zur Eröffnung der Diakonenweihe in Regensburg war, nämlich: „heute ist ein froher, festlicher Tag“, wenn wir unseren neuen Diakon Andreas Dieterle bei uns in der Gemeinde Prackenbach begrüßen und empfangen können. Er merkte an, dass sich ja jeder Diakon ein biblisches Zitat zur Diakonweihe aussuche, bei Diakon Dieterle war dies: „Alle was ihr tut, geschehe in Liebe“, was wie die Faust auf Auge zu unserer Gemeinde passt, so der Bürgermeister, haben wir doch in der Gemeinde lauter liebevolle Familien mit netten Leuten. Zudem dankte er auch allen, die rund um die Kirchen St. Georg in Prackenbach, Sankt Peter und Paul in Krailing und St. Johannes in Moosbach viel ehrenamtliche Arbeit für Pfarrei, Pfarrer und nun auch für den Diakon leisten werden.

Als Willkommensgruß überreichte er im Namen der Gemeinde Prackenbach Diakon Dieterle, den seit der 900-Jahrfeier entstandenen Gemeindekrug als Symbol dafür, dass er auch gesellschaftlich bei uns willkommen ist in einer Gemeinde mit vielen Vereinen und Aktivitäten. Auch seiner Ehefrau überreichte er einen Blumenstrauß und dankte ihr schon jetzt dafür, dass sie so viel Verständnis und Unterstützung mitbringe, für das neue Amt ihres Mannes.

 

Im Namen seiner Vereinskollegen freute es Markus-Penzkofer-Ecker, dass er für seine heutige Rede einen erfreulichen Anlass gebe, was meist nicht zutrifft. Aus diesem Grund begrüßte er Diakon Andreas Dieterle ganz herzlich in Prackenbach mit der Hoffnung, dass er sich schnell einlebt und wohl fühlt mit der Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit und wünschte für seinen weiteren Lebensweg alles Gute.

 

Bevor das gemeinsam gesungene „Großer Gott wir loben dich“ von der Kirchengemeinde erklang und Pfarrer Drexler alle mit dem Segen entließ, dankte Andreas Dieterle allen für diesem wunderschönen und für ihn ergreifenden Gottesdienst mit einem herzlichen Vergelt´s Gott.

Das Wohlwollen und die Zuneigung, die ihm entgegen gebracht wurde, hätte er sich nicht vorstellen können. Alles, was ihr tut geschehe in Liebe, heißt sein Wahlspruch und dies würde ihm sehr leicht gemacht. Er dankte Pfarrer Josef Drexler, der ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Sein Dank ging an die Vertreter der politischen Gemeinde mit Bürgermeister Andreas Eckl und an alle Ehrengäste. Er dankte auch dem Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung mit Margit Eidenschink und Ferdl Klement und allen, die den wertvollen Beitrag zu dem Gottesdienst geleistet haben. Er vergaß nicht die Mesnerinnen, die Ministranten und den kirchlichen und weltlichen Vereinen für ihr zahlreiches kommen.

Schließlich erwähnte er dankend noch alle, die den Stehempfang vorbereitet haben, er freue sich auf die Begegnung mit allen und dann bemerkte er: Packen wir es gemeinsam an, nehmen sie mich in Anspruch.

Auch Pfarrer Drexler dankte zum Schluss allen, die sich an den Feierlichkeiten nützlich gemacht hatten und allen, für ihr Kommen. Dann ließ er durch die Ministranten an den Ausgängen im Rahmen des Erntedankfestes Brötchen für die Gottesdienstbesucher verteilen.

 

Foto: Andreas Dieterle, BM Eckl, Heike Dieterle, Pfr. Drexler