Schriftgröße ändern:   
normale Schrift einschalten große Schrift einschalten sehr große Schrift einschalten
Website durchsuchen:
 
Newsletter abonnieren:
 
 

AOK-Gesundheitstipp

Prackenbach, den 29.12.2017

Freizeitkrankheit:

Warum wird man ausgerechnet im Urlaub krank?

 

Viele Menschen freuen sich schon auf ihren Urlaub. Ärgerlich, wenn man gerade an den ersten freien Tagen krank wird. In einer repräsentativen Online-Umfrage der Internationalen Hochschule Bad Honnef-Bonn (IUBH) gaben 22 Prozent von rund 2.000 Befragten an, an freien Tagen schon einmal krank geworden zu sein. Dieses Phänomen hat auch einen Namen: Leisure Sickness oder übersetzt, die Freizeitkrankheit. Dabei ist es nicht die freie Zeit, die krank macht, sondern der lang anhaltende Stress davor. Betroffen sind vor allem beruflich stark belastete Menschen. „Viele merken erst in den Erholungsphasen, wie sehr sie sich körperlich und geistig angestrengt haben“, so Maria Schmid, Gesundheitsfachkraft bei der AOK-Direktion Bayerwald. Sie sind oft ehrgeizig und pflichtbewusst und bekommen die Arbeit nicht aus dem Kopf. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass sie ständig erreichbar sind.

 

Erholungsphasen bewusst einplanen

Auf die ungewohnte freie Zeit reagiert der Körper mit Symptomen wie grippalen Infekten, Halsschmerzen, Fieber, Müdigkeit sowie Kopfschmerzen und Übelkeit. Oft leiden die Betroffenen auch unter Schlafstörungen. Sogar schwere Erkrankungen wie Herzinfarkte können vorkommen. Die Ursache liegt im Stresssystem des Körpers. Bei Stress arbeitet das Immunsystem auf Hochtouren. „Hört der Stress auf, produziert das Immunsystem weniger Abwehrzellen, sodass Krankheitserreger leichteres Spiel haben“, sagt Maria Schmid. Berufstätige sollten lernen, Erholungsphasen bewusst in ihren Arbeitsalltag einzubauen. Vor allem der Feierabend sollte der Erholung dienen, sei es bei einem gemütlichen Abendessen mit der Familie oder Freunden, einem Buch oder mit ruhiger Musik vor dem Einschlafen. Regelmäßige Bewegung und sportliche Aktivitäten in Maßen gehören zu den besten Gegenmitteln gegen Stress. Es hilft zum Beispiel schon, dreimal pro Woche 30 Minuten lang in schnellerem Tempo spazieren zu gehen. Auch Entspannungsmethoden wie Yoga, Meditation, Tai-Chi, Qigong oder andere Techniken tragen dazu bei, den Kopf freizubekommen. „Wer Entspannungstechniken erlernen will, kann entsprechende Kurse aus unserem aktuellen AOK-Gesundheitsprogramm buchen“, empfiehlt Maria Schmid.

 

Entspannt in den Urlaub starten

In den Urlaub startet man am besten, indem man sich ein oder zwei Tage Ruhe und Nichtstun gönnt, möglichst ohne Hektik am Urlaubsort ankommt und am ersten Tag früh schlafen geht. Überstunden vor dem Urlaub sind kontraproduktiv, weil sich sonst das Stressniveau noch weiter erhöht. Der Erholung schadet es auch, die freie Zeit mit Aktivitäten vollzupacken – statt des Arbeitsstresses erfährt man dann Erlebnisstress. Es kann viel erholsamer sein, auch einmal spontan zu entscheiden, welche Unternehmungen man heute machen will. Smartphone und Laptop sollten besser ausgeschaltet bleiben.

 

Internet-Tipps:

www.aok-gesundheitskurse.de

 

www.aok.de > Gesundes Leben > Gesund

im Alltag > Erholung und Entspannung

 

www.aok-business.de/gesundheit