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Seinen Lieben ein fürsorglicher Gatte, Vater und Opa und tatkräftig im Einsatz für das Gemeinwohl

Prackenbach, den 05.02.2018

Der Austragsbauer Johann Engl aus Viechtafell starb mit 72 Jahren

 

Viechtafell-Moosbach. Äußerst groß war die Anteilnahme der Bevölkerung und der Vereinskameraden, die dem beliebten und geschätzten Johann Engl, genannt dem „Krah-Hans“ aus Viechtafell am Montag beim Requiem die letzte Ehre erwiesen.

Ganz plötzlich und unerwartet gab er infolge eines tödlichen Herzinfarktes sein Leben an seinen Schöpfer zurück, tief betroffen von seiner Familie, die es in ihrem Spruch auf dem Sterbebildchen sehr treffend zum Ausdruck brachten: „Zu schmerzlich war für uns dein Scheiden, zu bitter dein zu früher Tod! Doch bist du nun befreit von Leiden, befreit von jeder Erdennot“.

 

Wir sind zusammengekommen, um dem Verstorbenen den letzten Liebesdienst zu erweisen und für ihn die Hl. Messe zu feiern, bemerkte Pfarrer Drexler in seinen Begrüßungsworten. „Doch wenn uns auch Johann Engl vorausgegangen ist, werden wir mit ihm durch das Messopfer in steter Verbindung bleiben“, bemerkte er tröstend.

Die Lesung wurde von Maria Rackl vorgetragen und im Evangelium nach Lukas erinnerte Diakon Andreas Dieterle an die Worte Jesu, der zu den Gesetzeslehrern auf die Frage, was sie tun sollen, sagte: Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit all deinen Kräften und den Nächsten wie dich selbst und danach zu handeln. Der Gottesdienst wurde vom Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger musikalisch ausgeschmückt, der noch zum Schluss das Marienlied „Segne du Maria“ anstimmte.

 

In seiner Traueransprache zitierte Pfarrer Drexler Albert Schweitzer, der als großer Wohltäter bezeichnet wurde: „Das Einzige, das zählt, sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir eines Tages gehen“. Diese Spuren von Johann Engl seien unübersehbar und zahlreich, die man nur kurz erwähnen könne, so der Geistliche.

In seiner Ansprache bezeichnete er Johann Engl in erster Linie als einen Familienmenschen, der 1945 in Heitzelsberg in eine sehr religiöse Familie hineingeboren ist, aus deren Familie die Missionsschwester Massia hervorging. Auf dem elterlichen Hof wuchs er in Viechtafell mit seinen beiden Schwestern Gunda und Annerl auf. Mit der Ehefrau Marille, die er 1971 ehelichte, übernahm er diesen und führte ihn mit viel Leidenschaft und Fleiß weiter. Mit ihr trauern besonders die vier Töchter Sonja, Claudia, Anita und Heidi, seine neun Enkel und Urenkelin Sandra um den treusorgenden Familienvater und Gatten, Vater, Opa, Schwiegervater und Bruder.

 

So manche Schicksalsschläge musste der Krah-Hans meistern, als ihm 1982 sein Hof abbrannte und er im Jahre 2007 einen landwirtschaftlichen Unfall erlitt, von dem er sich nicht mehr richtig erholte. Doch fand er sich, Dank seiner Frau Marille und Tochter Heidi mit Familie, die mittlerweile das Anwesen übernommen hat, in besten Händen. Der Zusammenhalt mit seiner großen Familie war ihm sehr wichtig, wobei er die Sonntäglichen Zusammenkünfte sehr liebte. Machen sie in diesem Sinne weiter, meinte Pfarrer Drexler, „wenn er auch nicht mehr da ist, wo er war, aber er ist überall da, wo ihr seid“, heißt es treffend auf dem Sterbebild.

Auch bezeichnete Pfarrer Drexler den Krah-Hans als einen sehr religiösen Menschen, der als eifrigster und treuester Kirchgänger und zudem als Initiator und Förderer bei der Errichtung der Dorfkapelle vor 35 Jahren galt. Wir werden ihn künftig sehr vermissen, wenn er am Sonntag nicht mehr auf der Empore steht, so der Geistliche. Im Übrigen ließ er jedem, der ihn gekannt hat, seine Freude am Glauben durch eine gute Portion christlichen Humors, die ihm zu eigen war, spüren.

 

Möge ihm Gott, der auch 30 Jahre Mitglied als Sodale bei der MMC war, mit ewigem Leben belohnen. Die Hinterbliebenen jedoch tröstete er mit den Worten des Hl. Augustinus: „Ich sterbe, aber meine Liebe für euch stirbt nicht. Ich werde euch vom Himmel herab lieben, wie ich euch hier auf Erden geliebt habe.

 

Bleibende Spuren der Liebe hinterließ der Verstorbene auch bei vielen anderen Menschen und auch in der breiten Öffentlichkeit, wovon die übergroße Trauergemeinde zeigte.

So trat am Ende des Gottesdienstes Florian Hackl an den Ambo und nahm als 1. Schützenmeister und Nachbar im Namen der Vereinskameraden und Freunde in rührenden Worten Abschied von Hans Engl, „seinem 2. Papa“, wie er bemerkte.

 

Als Gemeinderat brachte sich Johann Engl vom 01.05.1990 bis 30.04.2002 zum Wohle der Gemeinde ein und hat sich dabei viele Verdienste erworben. Er war auch nach dem Ausscheiden in der Gemeinde ein sehr guter Ansprechpartner, was Bürgermeister Andreas Eckl an ihm sehr schätzte, da er viel Positives von ihm erfuhr, bemerkte Eckl bei einer Rücksprache.

Zur gleichen Zeit war er Mitglied der Kirchenverwaltung Moosbach, die ihm die Sorge für den Pfarrwald anvertraute, der er stets gewissenhaft nachkam. Schließlich bekleidete Engl 24 Jahre das Amt als Jagdvorsteher und war seit Jahren Mitglied des VdK Ortsverbandes.

 

Das Vereinsleben hatte einen hohen Stellenwert, die er in jeder Hinsicht unterstützte.

Er war Gründungsmitglied des 1968 aus der Taufe gehobenen Sportvereins und wurde beim 40-jährigen zum Ehrenmitglied ernannt. Bei der Feuerwehr war Hans Engl 56 Jahre, davon 40 Jahre als aktives Mitglied. Als 1997 der Gartenbauverein gegründet wurde, war er seit der ersten Stunde dabei.

Sein Hauptverein waren jedoch die Edelweißschützen. Zahlreiche Auszeichnungen von BSSB und vom Schützengau wurden ihm zuteil. Nicht zuletzt war er acht Jahre als 2. Schützenmeister im Amt und gehörte 2001 dem Festausschuss an. Zu seinem 70. Geburtstag wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

 

Erwähnenswert sei auch die große Lücke, die er im Dorf Viechtafell hinterlässt. Beim Bau der Dorfkapelle war er in vollem Einsatz, stiftete nicht nur das Bauholz und war mit Sachspenden und Tatkraft stets präsent. Auch ist er Gründungsmitglied des Dorfvereins, der 2012 aus der Taufe gehoben wurde.

Engl war stets ein hilfsbereiter Nachbar und guter Freund, so Hackl. Die Bank, wo er gerne gesessen ist, wird nun leer bleiben, bemerkte Florian Hackl mit tränenerstickter Stimme und niemand sagt mehr. „By by Flori“. „Hans, mir wern die nie vergessen, in unseren Herzen bleibt die dankbare Erinnerung an einen großartigen Menschen“ so Florian Hackl am Schluss seines Nachrufs, was die Trauergäste mit Applaus bekräftigten.

 

Nach dem Rosenkranz, den Diakon Dieterle vorbetete, verließen die Trauergäste betroffen das Gotteshaus und die meisten traten noch ans Grab von Krah-Hans, der bereits am Samstag im engsten Familienkreis bestattet wurde und schenkten dem stets freundlichen und unvergessenen Viechtafeller noch ein Weihwasser und ein Stoßgebet.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Seinen Lieben ein fürsorglicher Gatte, Vater und Opa und tatkräftig im Einsatz für das Gemeinwohl

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