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Ein schönes zweifaches Geburtstagsfest

Prackenbach, den 01.07.2018

28 Vereine machten am Sonntag dem SV ihre Aufwartung

 

Moosbach. Strahlend blauer Himmel überspannte am Sonntag das schmuck herausgeputzte, am herrlichen Südhang gelegene Dorf am Fuße des Pfahls, das am Wochenende ein zweifaches Jubiläum beging. Bei einem wahrlich prächtigen Fest feierte der Sportverein seinen 50. Geburtstag und 40 Jahre Damenriege und viele Besucher aus Nah und Fern gratulierten. 28 Gastvereine waren am Sonntag gekommen und die Stadtkapelle Viechtach war bereits um 7.30 Uhr beim Standkonzert auf dem Festplatz.

 

Nach dem Einholen der Ehrengäste und der Vereine vom Moosbacher Dorfbrunnen bzw. am Pfahl wurden sie ins Festzelt begleitet, wo bei einem zünftigen Weißwurstfrühschoppen Festleiter Mirko Penzkofer die Gelegenheit nutzte und alle Anwesenden herzlich begrüßte und den vielen Helfern und Organisatoren für ihren Einsatz dankte.

Um 9.45 Uhr formierte sich der Kirchenzug mit Ehrengästen und Vereinen, angeführt von einer Kutsche, die von vier prächtig gezogenen Pferden der Familie Florian Hackl aus Viechtafell gezogen wurden, worin der Schirmherr Theo Lorenz, Ehrenmitglied Theo Klingl sowie die noch lebenden Gründungsmitglieder Ludwig Klingl, Josef Eckl und Erich Meindl Platz genommen hatten, dabei waren besonders die Festdamen, wie die Patenbräute (Lena Hofer, Alexandra Fleischmann, Lisa Kuffner und Verena Maier) mit ihren Begleitkindern eine wahre Pracht. Der imposante Zug führte über den Pfahl zur herrlich geschmückten Pfarrkirche St. Johannes, wo Pfarrer Josef Drexler und Diakon Andreas Dieterle das feierliche Hochamt unter anderem für die verstorbenen Sportsmitglieder zelebrierten und die Weihe der Patenbänder vornahmen.

Musikalisch wurde der Gottesdienst sehr vom Kinder- und Jugendchor gemeinsam mit dem Kirchenchor mitgestaltet, das mit dem Eingangslied „Brüder singt ein Lied er Freude, ihr habt Grund zur Dankbarkeit“, passend gewählt wurde.

Die Lesung übernahm Patenbraut Alexandra Fleischmann und die Fürbitten trugen die Patenbräute und zwei Fahnenbegleiterinnen (Lena Hofer, Alexandra Fleischmann, Lisa Kuffner, Verena Maier sowie Magdalena Vogl und Anna Bartl) vor.

 

Nach der herzlichen Begrüßung der Festbesucher galt der besondere Gruß von Pfarrer Josef Drexler den Mitgliedern des Sportvereins mit der Damenriege und gab zunächst eine Einführung zu dem mehrtägigen Fest, bei dem auch die Kirche vor Ort mitfeiert und den beiden Vereinigungen Glückwünschte. Er freue sich, dass auch der Pfarrer von Anfang an ins Boot geholt wurde, wohl wissend, dass ein Mensch nicht nur Nahrung braucht für seinen Leib sondern auch für seine Seele. Der Mensch braucht sportliche Betätigung so lange wie möglich, bemerkte er, aber auch gepflegt werden will und der besonderen Sorge der Kirche anvertraut ist. Und deshalb könne es niemals heißen, „Sport oder Kirche, sondern es muss immer heißen, Sport und Kirche“, dessen sich die Gründungsmitglieder wohl bewusst waren. Denn von ihnen und von so manch anderen war bekannt, dass sie nicht nur begeisterte Sportfreunde waren, sondern auch engagierte Christen.

 

Nach dem Evangelium, das Diakon Andreas Dieterle vortrug, baute er das Thema von der Fußball- Weltmeisterschaft in Russland in seine beeindruckende Predigt ein, eine Zitterparty und nichts für schwache Nerven, meinte er. Diese WM Erfahrungen haben unsere Fußballer vom Jubelverein SV Moosbach wohl auch schon mal gemacht, bemerkte er. Ärgerlich ist es dann, wenn es ein wichtiges Spiel ist, von dem eine Menge abhängt. Ob beim Fußball, oder in der Gymnastikabteilung, jeder der weiterkommen will, muss üben, trainieren und viel Zeit investieren und trotzdem gibt es auch nicht nur Siege, sondern Niederlagen und Enttäuschungen. Davon können auch Petrus, Jakobus und Johannes aus dem Evangelium sprechen, sie hatten sich die ganze Nacht abgerackert und doch mit leeren Händen dagestanden.

Leider gehören solche Erfahrungen zum Leben dazu, bemerkte der Diakon. Sie sind nicht nur negativ, man kann ihnen auch etwas Positives abgewinnen. Es geht mit einem verlorenen Spiel die Welt nicht unter, tröstete er und nur wer gelernt hat, mit Niederlagen richtig umzugehen, der wird sich dann auch bei einem großen Erfolg richtig freuen können.

Ein sportlicher Wettkampf ist wie im richtigen Leben: Ohne Fleiß, kein Preis. Auch wenn der SV in den Jahren nicht nur Siege, sondern auch sportliche Niederlagen eingefahren hat, kann man heute behaupten: Dass es diesen Verein gib, ist ein Volltreffer, ein Gewinn für unsere Dorfgemeinschaft. Und darum dürfen wir voller Freude das Gründungsfest feiern und dankbar auf 50 Jahre Sportverein und 40 Jahre Damenriege blicken.

Über fünf Jahrzehnte ist der Verein nun aktiv und im besten Sinne ein Volltreffer. Denn in all den Jahren hat er für eine lebendige Gemeinschaft bei uns in Moosbach besorgt, denn Gemeinschaft ist ein wichtiges Ziel, so der Diakon. Er erwähnte dabei die Gründungsmitglieder, die den Verein vor allem aus dem Zweck gegründet haben, um den Zusammenhalt zu stärken und das Gemeinschaftsleben im Dorf zu bereichern. Dies sei ihnen gelungen und ist heute noch der Fall, die vielen Angebote und Veranstaltungen sind ein Zeichen dafür. Noch weitere Volltreffer nannte der Redner, die der Verein leistet, dazu gehört die wertvolle Kinder- und Jugendarbeit und das großartige persönliche und ehrenamtliche Engagement vieler einzelner Menschen. Denn jeder Verein kann nur bestehen und lebendig sein, so lange sich Menschen mit ihrer Zeit, ihrer Arbeitskraft und ihrem Herzblut einbringen und erwähnte die Gründungsmitglieder, die sich nicht auf dem Erreichten ausgeruht haben, sondern versucht haben, den SV Moosbach voranzubringen.

Schließlich bot der Diakon den SVlern an, sie dürfen vor allen vor den Spielen kommen, den Gottesdient mitfeiern und beten. Unsere Türen stehen euch immer offen, denn ihr seid ein Teil unserer Pfarr- und Dorfgemeinschaft, Dann wünschte er ihnen von Herzen Gottes Segen.

Bevor Pfarrer Drexler das Tedeum anstimmte, segneten die beiden Geistlichen die Patenbänder, welche die Patenbräute anschließend im Festzelt überreichten.

 

Nach der Begrüßung im Festzelt durch Mirko Penzkofer hieß auch Bürgermeister Andreas Eckl die Anwesenden herzlich willkommen, insbesondere Pfarrer Josef Drexler und Diakon Andreas Dieterle und die Ehrengäste MdB Alois Reiner, Minister a.D. Helmut Brunner sowie Heinrich Schmid. Er bemerkte, dass er ab 14.00 Uhr die Senioren ins Festzelt eingeladen hat, dass auch sie an so einer Feierlichkeit teilhaben sollen. Es ist ein wunderbares Fest, wo Kameradschaft hoch geschrieben ist und bemerkte, dass er glücklich sei, Moosbacher Bürgermeister zu sein.

 

Ihr dürft wirklich stolz sein auf euren Bürgermeister, bekräftigte Alois Reiner die Aussage und gratulierte dem Jubelverein zu ihrem Geburtstag und zollte den Patenvereinen großes Lob, dass sie sich für dieses Amt zur Verfügung gestellt hatten. Sport ist wichtig für die Gesundheit, bekräftigte er und wünschte noch eine gute Zeit und überrichte ein Erinnerungsgeschenk.

 

Auch Staatsminister a.D. Helmut Brunner begrüßte alle Festbesucher sehr herzlich und überbrachte dem Jubelverein die herzlichsten Glückwünsche. Respekt zollte er zu einem den Gründungsmitgliedern und den jetzigen Mitgliedern für ihren tatkräftigen Einsatz beim Sport, er bringt Lebensfreue und Lebensglück. Er könne Bürgermeister nur glücklich schätzen in einer solchen großen Familie. Mit einem Geschenk an den Festleiter wünschte er weiterhin noch eine tolle Stimmung und dankte für diese tolle Organisation.

 

Anschließend hefteten die einzelnen Patenbräute ihre gestifteten Bänder mit Prologen an die jeweiligen Fahnen an. Gedankt wurde Pfarrer Josef Drexler und Diakon Andreas Dieterle, allen Organisatoren unter anderem Florian Hackl für das Pferdegespann, Mesnerin Margarete Früchtl mit den Ministranten, der Landjugend für den Blumenteppich, den verschiedenen Kapellen für ihren Einsatz und nicht zuletzt dem Kinder- und Jugendchor in Zusammenarbeit mit dem Kirchenchor in der Gesamtleitung von Walter Stöger.

 

Ab 14.00 hatte Bürgermeister Eckl die Senioren aus der Gemeinde ins Festzelt eingeladen, die mit Kaffee und Kuchen bewirtet wurden. Zu ihrer Unterhaltung traten die Kleinen des Kindergarten auf, welche die Senioren mit dem Lied „guten Tag“ erfreuten: „A kloana Mensch, so unvobogn und echt, is sowas Liabs, das ma fast moana möchte, ma schaut durchs Schlüsslloch ins Paradies“.

Für Unterhaltung sorgte ebenfalls der Gstanzlsänger Hermnn Fleischmann, der für seine witzigen Posen die Lacher auf seiner Seite hatte. Musikalisch unterhalten durch eine Kapelle aus dem Schwarzwald.

Auch für die Kinder wurde für eine Menge Spaß gesorgt. Auf der Wiese unter dem Zelt war bei einem Lebendkicker-Turnier, wo Jung und Alt mitmachen konnte, mächtig was los. Die Verantwortlichen sorgten für eine Auswahl von Gutscheinen für die Besten: Kanufahren, Pizzaessen, Eisessen und vieles mehr.

Am Abend wurden dann die schönsten Trachten gekürt. Als Favoriten gingen Karin Altmann und Robert Egner hervor und die Kapelle „Die Woidrocker“ haute noch kräftig auf die Pauke.

An den Festtagen boten Schausteller, im Schießwagen und auch Süßwaren an sowie im Streichelzoo mit Miniponys war für jeden etwas dabei.

Um 22.00 Uhr war die Ziehung der Tombola-Hauptpreise. Die nicht Anwesenden werden benachrichtigt

 

Fotos: 1 – Olympiade, 2 – Festdamen, 3 – Zug mit Kutsche, 4 – Zug mit Lena Hofer und Alexandra Fleischmann, 5- Zug mit Festdamen, 6- Zug mit Prackenbach, 7 – Fürbitten der Damen, 8 – Patenbänder, 9 – Segnung der Bänder, 10 – Ehrengäste, 11 – Anheften der Bänder hier an die Prackenbacher Fahne, 12- KG-Auftritt, 13- Streichelzoo, 14 – Hermann Fleischmann und Diakon Andreas Dieterle, 15- Sonntag-Abend, 16 – Trachtenpaar

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Ein schönes zweifaches Geburtstagsfest

Fotoserien zu der Meldung


50-jähriges Gründungsfest SV Moosbach - Festsonntag (01.07.2018)