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Nachhaltigkeit – was ist das?

Prackenbach, den 08.01.2019

Brigitta Schlüter vom Weltladen in Viechtach klärte auf – Valentinsfahrt des FB am 12.Februar

 

Moosbach/Altrandsberg. Der Kath. Frauenbund Moosbach hatte am Dienstag zu einem ersten, sehr interessanten Vortrag in diesem Jahr eingeladen, zu der die Moosbacher Vorstandssprecherin Hedwig Plötz im Gasthaus Kerscher fast 30 Frauen begrüßen konnte.

 

Mirco Kerscher spendierte eingangs einen Hugo und man wünschte sich ein Prosit Neu-Jahr, bevor sich die Referentin Brigitta Schlüter vorstellte. Sie ist im Schwarzwald geboren, von Beruf Lehrerin und lebt seit 35 Jahren im Bayerischen Wald. Ehrenamtlich arbeitet sie mit rund 20 weiteren Frauen im Weltladen in Viechtach, der eine Filiale des Vereins Solidarität in der einen Welt e.V. ist und managt unter anderem den Verkauf und kümmert sich um die Deko.

 

Das Wort Nachhaltigkeit stammt von dem Verb nachhalten und ist im Wesentlichen von drei Bedeutungen zu unterscheiden und zwar unter anderem als „forstwirtschaftliches Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann“ oder auch nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen oder künftig wieder bereitgestellt werden kann. Auch die Lebensgrundlagen sind für die künftigen Generationen zu bewahren, so die Referentin.

 

Weiter bemerkte die Referentin, dass Im September 2015 193 Staaten in New York die Agenda 2030 beschlossen haben. Kernstück sind 17 globale Ziele mit 196 Unterzielen, wobei 3 Dimensionen der Nachhaltigkeit berücksichtigt sind und zwar unter anderem Soziales, Umwelt und Wirtschaft.

 

Dann erwähnte sie das Jahr 2015 mit dem Aufruf zur „ökologischen Umkehr (Laudato si) im Juni 2015, im September die Agenda 2030 und die Weltklimakonferenz in Paris vom 30.11. – 12.12 2015 und im Jahre 2016 beschloss schließlich die Bundesregierung die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung für uns und für künftige Generationen.

Auch der Freistaat Bayern bekennt sich in den entwicklungspolitischen Leitsätzen der Bayerischen Staatsregierung zu seiner Verantwortung gegenüber den Aufgaben, die er gegenüber der Weltgemeinschaft zu leisten hat, bemerkte die Referentin.

 

Was die Frauen besonders interessierte war natürlich der Anbau von Kakao auf den Plantagen der Elfenbeinküste und Ghana, wo schätzungsweise 2,1 Millionen Kinder arbeiten wobei die Supermärkte an einer Tafel Schokolade am meisten verdienen.

 

Im weiteren Vortrag ging die Referentin auf den Fairen Handel ein, dessen Prinzipien viele die Ziele seit 40 Jahren verwirklichen. Es existieren 11 Regionale Fair-Handelszentren in Deutschland, 800 Weltläden, ca. 6000 Aktionsgruppen und Online-Shop und es ist so vieles besser geworden, seit es die Genossenschaft gibt. Der Faire Handel unterstützt Kleinbauern und sicheres Einkommen. Er legt Wert auf Gleichberechtigung der Geschlechter und sichert menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Zudem solide Existenzgrundlagen für Bauern und gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne. Eine Kaffeebäuerin zum Beispiel bemerkte, dass sie alle ihre Kinder in die Schule schicken kann und sie durch die Mitgliedschaft bei ACPCU habe sie gelernt, wie sie mehr und besseren Kaffee produzieren kann.

Weiter zeigt der faire Handel wie nachhaltige Wirtschaftspraktiken und Unternehmensverantwortung funktionieren, er fördert klimafreundliche Produktionsweisen, unterstützt den Aufbau demokratischer Strukturen und verbindet unter anderem Partnerschaften, um Ziele zu erreichen.

 

Unternehmen und Politik müssen faire Wertschöpfungsketten etablieren sagt schließlich Gerd Müller (CSU) Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Labels für nachhaltig hergestellte Produkte wie Jeans, Bananen, Kaffee usw. ein Zwischenschritt zu einer gerechteren Globalisierung sind.

Zum Schluss stellte Schlüter noch eine Zusammenfassung von Fair-Handel –Läden vor, wo unter anderem fair gehandelte Produkte angeboten werde, stellte die Marken der anerkannten Fair-Handels-Importeure vor sowie Produktsiegel, welche fair gehandelte Produkte vertreiben und stellte empfohlene Siegel für faire Herstellung vor. Deutschlands nachhaltiges Produkt 2018 ist Bio Cafe, naturmild, Cafe Misereor, entkoffeiniert und Cafe Bohne.

 

Der Weltladen in Viechtach ist im Raum im Haus der Bücherei untergebracht und wird von 20 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen betreut. Neben Gutscheinen, Geschenkkörben werden unter anderem Kommissionswaren für Pfarreien angeboten, ein Caritativer Adventsmarkt und bietet am 1. Samstag im Monat am Bauermarkt seine Waren an.

Der Weltladen hat sein Geschäft in der Mönchshofstraße 1 am Dienstag von 15.00 -17.00 Uhr, Mittwoch von 8.30 – 11.00 Uhr, Donnerstag von 15.00 -17.00 Uhr und Freitag von 9.00-11.00 sowie 15.00 -17.00 Uhr geöffnet.

Schließlich läuft unter der Schirmherrschaft von Dr. Beate Merk, Bayer. Staatsministerin über das Eine-Welt-Netzwerk, Bayern eine Handy-Aktion, wo gebrauchte Handys gesammelt werden.

 

Hedwig Plötz bedankte sich zum Schluss bei Brigitta Schlüter für den interessanten Vortrag und lud zur Valentinsfahrt am 12. Februar 2019 ein.

 

Foto: Hedwig Plötz und Brigitta Schlüter

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Nachhaltigkeit – was ist das?

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