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Zum Tode von Alois Schedlbauer Wiedenmühle

Prackenbach, den 28.01.2019

Ein liebevoller Familienvater, fleißig, hilfsbereit, gesellig und Rechtschaffen in Ehrfurcht vor Gott

 

Prackenbach. Groß war am Freitag die Teilnahme der Bevölkerung und der vielen Vereinskameraden, um dem allseits geschätzten und beliebten Alois Schedlbauer die letzte Ehr zu erweisen, der am 17. Januar abends in seinem Zuhause friedlich und ruhig eingeschlafen ist und sein Leben nach 91 Jahren in Gottes Hände zurückgab.

In der Todesanzeige haben die Angehörigen den Heimgang ihres Gatten, Vaters, Opas und Uropas in einem Vers sehr treffend drucken lassen, was besagt, dass der Tod auch freundlich zu den Menschen kommen kann, die alt sind, deren Hand nicht mehr festhalten will, deren Augen müde werden und deren Stimme nur noch sagt: Es ist genug. Das Leben war schön.

 

„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag“. Mit diesem Lied eröffnete der Kirchenchor Prackenbach/Krailing unter der Leitung von Ramona Preiß-Höcherl das Requiem für den Verstorbenen, das Pfarrer Johann Christian Rahm mit Pfarrer Tomy und Diakon Andreas Dieterle zelebrierten und Pfarrer Rahm bei der Begrüßung bemerkte, dass wir von einem braven Mann Abschied nehmen müssen, der friedlich in die Ewigkeit abgerufen wurde und er es sich nicht nehmen ließ, für ihn die Hl. Messe mitfeiern zu dürfen. So vertrauen wir ihn dem Auferstandenen an und rufen ihn hinein ins ewige Leben.

 

Nach der Lesung, die Mesnerin Gerlinde Zweck vortrug, erzählte Diakon Dieterle im Evangelium das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, was mit dem Reiche Gottes verglichen wird und bemerkte in seiner beeindruckenden Traueransprache, dass dieses Evangelium von den Arbeitern im Weinberg ganz hervorragend zu unserem Verstorbenen passt. Denn Gottes Reich ist mitten unter uns bereits angebrochen und dazu braucht es Mitarbeiter, so meinte es Jesus zu dieser Erzählung.

Auf das Leben unseres Verstorbenen schauend, dürfen wir ihn ganz sicher zu den Arbeitern der ersten Stunde rechnen, bemerkte der Diakon.

 

Alois Schedlbauer wurde 1927 als ältestes von drei Kindern den Eheleuten Alois und Anna Schedlbauer in Wiedenmühle bei Prackenbach geboren, wo er mit zwei Zwillingsschwestern aufwuchs. Seine Eltern ermöglichten ihm nach der Schulzeit in Prackenbach eine Lehre für das Schmiedehandwerk in Rötz, dessen Beruf er in Rötz und im Steinbruch Igleinsberg ausübte, wo zum Schärfen der Eisen ein zuverlässiger Handwerker gefragt war. Anschließend war er noch von 1972 bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1986 als Kanalbauer in München beschäftigt.

 

1952 hat der Alois seine Rosa, eine geborenen Probst aus Rattenberg geheiratet, die ihm die Kinder Rosalinde und Martin und später dann noch seine vier Enkel und drei Urenkel schenkte. Mit großem Fleiß hat das Paar 1959 das alte Elternhaus durch ein schmuckes neues ersetzt und während sich der Alois auswärts sein Brot verdiente, stand Rosa oft tief in die Nacht im Sägewerk, bis ihr der Gatte am Wochenende beistand, die Schnittaufträge in seiner Säge mit dem selbst gebauten mächtigen Mühlrad zu bewältigen, das er seit 1969 zusammen mit Rosa betrieb. Sie hat auch alleine Holz geschnitten, nur bei langen Stämmen hat er an den Wochenenden wieder zugepackt, was er im Jahre 2008 in der Zeitung „Schöner Bayerischer Wald“ verriet.

 

Trotz der vielen Arbeit ging dem Alois die Familie über alles, hatte seine Kinder, Enkel und Urenkel gerne um sich und war sehr stolz, dass sie alle ihren Weg durchs Leben gingen. Ein liebgewonnenes Hobby des Verstorbenen war das Fußballspiel, wenn die Prackenbacher antraten, beim Stockschießen und auch bei Fahrten mit den Veteranen, die seine Geselligkeit sehr schätzten. Auch war er 30 Jahre Mitglied bei der MMC, engagierte sich bei den Handwerkern und bei der Feuerwehr. Auch Schicksalsschläge, wie der frühe Tod seiner Eltern und der beiden Schwestern meisterte er tapfer, weil er fest im Glauben verwurzelt war, auch als er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Kirche kommen konnte. Doch sein größter, unsichtbarer Dienst für die Kirche und Pfarrei war wohl, dass er über Jahre hinweg unzählige Stunden auf seine Rosa verzichtete, dass sie ihren Dienst als Mesnerin verrichten und sich um Pfarrhof und Pfarrer kümmern konnte, wofür man ihm zu großem Dank verpflichtet ist. Bei aller menschlichen Schwäche, die es sicher auch im Leben unseres Verstorbenen gegeben hat, macht uns zuversichtlich, dass Gott ihm nun den versprochenen Lohn geben wird, die ewige Freude im Himmel.

 

Nach den Gebeten der Geistlichen trat Wolfgang Schnitzbauer an den Ambo und nahm im Namen von drei Vereinen Abschied von ihrem langjährigen Vereinskameraden.

75 Jahre und somit längstes Mitglied war Alois bei der Feuerwehr, 65 Jahre und ebenso längstes Mitglied beim Krieger- und Reservistenverein. Beim Handwerkerverein war er 49 Jahre und in jedem Verein war Alois Ehrenmitglied. Dem Kriegerverein ist Alois 1954 beigetreten, von 1965 bis 1989 war er im Ausschuss aktiv, ehe er 1989 für zwei Amtszeiten als 2. Vorstand den Verein mitführte und war 1985 beim 100-jährigen Gründungsfest mit Fahnenweihe mit Freude dabei. Seine Verbundenheit zum Verein brachte er ebenso zum Ausdruck, dass seine Frau Rosa 1985 als Fahnenmutter und 2010 als Ehrenfahnenmutter fungierte und wenn der Verein Hilfe brauchte, war Alois mit Rat und Tat zur Stelle.

Wir verlieren in Schedlbauer einen lieben Mitmenschen, geschätzten Kameraden und den letzten Kriegsteilnehmer im Verein, bemerkte Schnitzbauer. Als Zeichen dankbarer Erinnerung und der Verbundenheit und ihm zu Ehren begleiteten den Verstorbenen beim Abschied mit dem „letzten Salut“ während ihm die Kapelle den „guten Kameraden“ widmete, die Kameraden eine Schale niederlegten und die Fahnen sich in das Grab senkten.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Zum Tode von Alois Schedlbauer Wiedenmühle

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