145. Heimkehrerwallfahrt

Prackenbach, den 05.05.2019

Ein großes Zeichen für den Frieden

 

Neurandsberg, Moosbach, Altrandsberg. Eiskaltes Wetter umschattete heuer die Heimkehrerwallfahrt der drei Krieger- und Soldatenvereine Moosbach, Rattenberg und Altrandsberg, als sie am 1. Sonntag im Mai ihr Versprechen abhielten und zur Muttergottes hinaufpilgerten, um für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege aber auch für die zum Teil glückliche Heimkehr zu danken.

 

Wie jedes Jahr versammelten sich wieder die drei Vereine vor dem Burggasthof, um zur Bergkirche Mariä Geburt hinauf zu pilgern, angeführt von der Blaskapelle Konzell, um einen Gedenkgottesdienst zu feiern, zelebriert von Pater Jacob.

Da die Neurandsberger Kirche wegen Bauarbeiten das ganze Jahr gesperrt ist, fand der Wallfahrtsgottessdienst in einem Zelt statt, das genau die Soldaten fasste. Auf dem überdachten Podium, unter den Linden, feierte Pater Jacob eine Feldmesse, die von der Blaskapelle mit der Schubermesse musikalisch umrahmt wurde.

In seiner Ansprache bemerkte er, dass die Mitglieder nach so vielen Jahren immer noch zum Beten und zum Singen zusammen kommen, um der Toten der Weltkriege zu gedenken, was ein großes Zeichen für den Frieden ist, was er den Soldaten und hier insbesondere den Rattenbergern hoch anrechnete, dass man trotz der aufgetretenen Schwierigkeiten wegen der Kirche den Gedenktag feierte.

Pfarrer Jacob ging auch auf „die Woche des Lebens“ ein. „Keine Angst ich bin bei dir, zitierte er Jesus und er spricht es auch zu uns, wenn wir krank, aus der Bahn geworfen, verletzt, enttäuscht und mutlos sind.

 

Nach dem Gottesdienst trafen sich alle am Kriegerdenkmal. Anwesend war Bürgermeister Dieter Schröfl, Rattenberg und 2. Bürgermeister Michael Kellermeier aus Prackenbach, dazu 2. Vorsitzender Hans Miethaner, Alexander Kollmer, 1. Vorsitzender Altrandsberg und Joachim Menacher, 1. Vorsitzender Rattenberg.

 

Nach drei Vater unser am Heimkehrerkreuz legte Menacher einen Kranz nieder, während die Kapelle Konzell den guten Kameraden und das Deutschlandlied spielten und die Mitglieder der Kriegervereine salutierten.

Es soll eine immerwährende Mahnung sein, den Frieden zu bewahren, im Großen, wie im Kleinen bemerkte Menacher in seiner Ansprache. Diese schlimmen Kriegszeiten dürfen sich nicht wiederholen, die in der Heimat, in Deutschland und Europa, ja fast in der ganzen Welt großes Unheil angerichtet haben. Man kann die Vergangenheit nicht ungeschehen machen, aber für die Zukunft sich stark machen, den Frieden zu erhalten, so der Sprecher. Auch der Pfarrer und die Ministranten waren am Kriegerdenkmal anwesend, dem man für die Feier einen Dank aussprach sowie der Kapelle für die würdige Mitgestaltung.

Ein gemeinsames Mittagessen im Burggasthof rundete die Feier ab.

 

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