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Moosbacher Gartler auf der Burg Lichteneck

Prackenbach, den 06.10.2019

Moosbach

Der Verein für Gartenbau und Landespflege Moosbach war diesmal bei der traditionellen Herbstwanderung an der Südseite des Hohen Bogens unterwegs. Zu dieser Wanderung konnte die Vorsitzende des Vereins Frau Gisela Schedlbauer 23 Teilnehmer begrüßen. Organisiert und geleitet wurde die Wanderung wieder von Vereinsmitglied Josef Ettl. Gestartet wurde die Wanderung bei der Pfarrkirche St. Michael in Rimbach. Der Kirche, die vor kurzem ihr 300-jähriges Bestehen feierte, wurde ein kurzer Besuch abgestattet. Interessant war für die Gartler auch der Altar der Kirche, der reichhaltig mit Erntegaben zum Erntedankfest geschmückt war. Über dem etwa 5 Kilometer langen Burgweg um die Burgruine Lichteneck ging es durch verschiedene Waldtypen, vom reinen Fichtenwald, dem typischen Bergmischwald, bestehend aus Buchen, Tannen und Fichten, sowie artenreichen Laubwäldern um die Burg mit Bergahorn, Buchen, Ulmen und Eschen. Herr Ettl wies darauf hin, dass das Wandern durch die Wälder wieder neu eine Beliebtheit erlebt. Unter den Begriff Waldbaden wollen immer mehr heraus aus der hektischen Welt, um im Wald eine Entschleunigung zu finden. Außerdem bringt das Wandern in der freien Natur Bewegung in der frischen Luft, Erholung und eine geistige Entspannung. Für die Waldbauern ist aber derzeit die Situation in den Wäldern alles andere als erfreulich. Die Schäden durch den Borkenkäfer vor allem bei den Fichten sind gewaltig. Aber auch an vielen anderen Bäumen treten, teilweise bedingt durch die Klimaerwärmung, verschiedene Schäden auf. Selbst bei der robusten Eiche machen der Prozessionsspinner und Pilzkrankheiten erhebliche Probleme. Ohne einen Waldumbau, hin zu einem artenreichen Mischwald wird es auf Dauer nicht gehen.

Entlang des Weges konnte man viele verschiedene Pilze entdecken. Trotz des relativ trockenen Sommers wachsen dieses Jahr die Pilze so zahlreich, wie schon viele Jahre nicht mehr. Besonders häufig sind Steinpilze, Rotkappen, Birkenpilze und Maronenröhrlinge zu finden. Auf den Wiesen gibt es auch jetzt noch viele Wiesenchampions zu ernten. Dabei ist aber besondere Vorsicht geboten, damit es zu keiner Verwechslung mit dem giftigen Knollenblätterpilz kommt. Höhepunkt dieser Wanderung war der Besuch der Burgruine Lichteneck. Vom Burgturm aus hatte man einen schönen Rundblick in Richtung Lamer Winkel und Kötzting, sowie auf die Bergkette des Hohen Bogens. Während der Bayerische Wald geologisch weitgehend aus Granit und Gneis besteht, gehört der Hohe Bogen zur Böhmischen Molasse, bestehend aus Gabbro und Amphibolit. Im zweiten Weltkrieg wurde am Hohen Boden auch Asbest abgebaut. Die Stollen sind heute noch zu sehen.

Die Burg Lichteneck wurde etwa im 13. Jahrhundert durch Heinrich von Lichteneck erbaut. Bereits um 1425 wurde die Burg durch die Hussiten zerstört. Ein vollständiger Wiederaufbau ist nicht mehr erfolgt. Heute dient die Burg im Sommer auch als attraktive Kulisse für die Burgfestspiele. Von der Burg führte die Wanderung über Lichteneck zurück nach Rimbach, wo zum Abschluss noch eine Einkehr im Bayerischen Hof erfolgte. Frau Gisela Schedlbauer bedankte sich zum Schluss bei Josef Ettl, der wie immer als unentbehrlicher Wanderführer gilt. Er hat die traditionelle Herbstwanderung organisiert und durchgeführt hat. Gisela Schedlbauer bedankte sich auch bei allen sehr herzlich bei allen und wünschte eine gute Heimfahrt.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Moosbacher Gartler auf der Burg Lichteneck

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