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Volkstrauertag in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing am 14. 11.2021

Prackenbach, den 14. 11. 2021

Moosbach/Prackenbach/Krailing:

Der Volkstrauertag an dem man der Gefallenen und der Vermissten der beiden Weltkriege gedenkt, ist auch in diesem Jahr Corona bedingt ohne die üblichen Ortsvereine und ohne der sonst üblichen Musikkapelle abgehalten worden. Da im vorigen Jahr zum Volkstrauertag – wegen der Hygienevorschriften – auch keine Ansprachen stattfinden konnten hat in diesem Jahr der erste Bürgermeister Andreas Eckl am Ende des Gottesdienstes mahnende Worte in der Kirche gesprochen.

 

So begrüßte Pfarrer Josef Drexler zu Beginn des Gottesdienstes alle sehr herzlich. Sein besonderer Willkommensgruß galt den Vertretern der Vereine und der Öffentlichkeit, allen voran Bürgermeister Andreas Eckl. Fast am Ende des Kirchenjahres werden die Christen erinnert, dass Jesus Christus am Ende der Tage mit Macht und Herrlichkeit wiederkommen wird um Gericht zu halten über Lebende und Toten. Wir sollen dies nicht als Bedrohung empfinden wohl aber als herrliche Mahnung, um so zu leben, dass wir sein Gericht einmal bestehen können, wenn er kommt, um von uns Rechenschaft zu fordern für unser Tun und Unterlassen, so Pfarrer Josef Drexler in seinen einführenden Worten.

 

Der Lesungstext wurden aus dem Buch Daniel und das Evangelium nach dem Evangelisten Markus entnommen.

 

In seiner Predigt erinnerte Diakon Andreas Dieterle an die Texte aus Lesung und dem Evangelium, die für diesen Sonntag berichten, dass alles vergehen wird. Große Not wird kommen, die Sonne und Mond werden nicht mehr scheinen.
Da werden wir auch an die Schrecken der Kriege zum Volkstrauertag erinnert. Wie viele junge Menschen aus unserer Pfarreiengemeinschaft wurden dadurch ihres Lebens beraubt.

Das Evangelium will uns nicht Angst machen. Zur Zeit der Aufschreibung dieses Evangeliums stand das Heilige Land in Schutt und Asche. Der Evangelist sagt: das Ende wird kommen aber lasst euch nicht entmutigen. Alles kommt von Gott und was von Gott kommt ist gut. Und der Menschensohn wird kommen und es wird alles gut. Gott wird nie das zerstören was er geschaffen hat, er wird alles verwandeln und neu machen und vollenden. Was Gott liebt lässt er nicht untergehen. Sondern das Heil trägt er, damit es wirklich leben kann. Leben in Ewigkeit in seinem Reich, das ist größer als wir uns das je vorstellen können, so Andreas Dieterle in seinen Ausführungen.

 

Nach den Vermeldungen bat Pfarrer Josef Drexler den ersten Bürgermeister Andreas Eckl um ein Wort zum Volkstrauertag.

 

Eingangs bemerkte Bürgermeister Eckl das er es bedauere, dass das Gedenken für die Opfer von Krieg und Gewalt nicht wie gewohnt vor dem Kriegerdenkmal abhalten werden kann. Trotz der Pandemie ist es im ein persönliches Anliegen nach dem Gottesdienst einen Kranz am Kriegerdenkmal niederzulegen.

 

Aufgrund der nationalsozialistischen Vergehen wächst uns eine besondere Verantwortung zu. Das Licht der Menschlichkeit in unserem Land und weiten Teilen Europas war von Waffengewalt verdeckt. Das nationalsozialistische Deutschland hielt die Welt in Angst und Schrecken. Es gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben, diese zu vermitteln und das Bewusstsein für das Ausmaß der geschichtlichen Erfahrung wach zu halten. Die Verbrechen der Unmenschlichkeit, Gewalt, Folter, Verschleppung und Ermordung. Bürger aller Schichten, menschliche Nationalitäten, jeder religiösen Glaubensanschauung, jeder Weltanschauung aufzuzeigen. Wenn wir uns heute der Opfer des Nationalsozialismus erinnern, dann aus dem Bewusstsein heraus die Entwürdigung von damals wieder ins Recht zu setzen.

Eine Frage stellt sich für unsere Generation, so Bürgermeister Eckl: Wie hätten wir gehandelt? Diese Frage verdeutlicht was eine Gesellschaft braucht um die Freiheit zu sichern. Eine konsequente Haltung und jegliche Form der Ausgrenzung. Für uns heute lautet die Lehre: Wir müssen Unrecht gleich in welcher Form der uns begegnet von Anfang an entschlossen entgegentreten. Totalitarismus wie er sich in Deutschland 1933 entwickelte ist keine wiederholbare Entgleisung. So ist auch jede Form von Antisemitismus unerträglich. Hetze und Gewalt dürfen in unserer Gesellschaft keinen Raum haben gegen wen sie sich auch richtet. Wer Hass schürt beugt die Ängste von Menschen auf. Friede wird es immer, mit der Achtung jedes Menschen, in allen Bereichen seines Lebens. Deshalb fordert Artikel 1 unseres Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wir alle müssen für diese Haltungen einstehen. Jeden Tag aufs Neue. Für ein Leben in Frieden in unserem Land in ganz Europa, so Bürgermeister Andreas Eckl in seinen Ausführungen.

 

Anschließend zogen Pfarrer Josef Drexler, Ministranten, Bürgermeister Eckl, sowie eine Fahnenabordnung des Krieger- und Reservistenverein Prackenbach zum Kriegerdenkmal. Dort legte Bürgermeister Eckl zum Gedenken im Namen der Gemeinde Prackenbach einen Kranz nieder.

 

Pfarrer Drexler sprach dort ein Vater unser. Danach sprach der Vorsitzende des Krieger- und Reservistenverein Prackenbach, Wolfgang Schnitzbauer noch einige Worte.

Nach fast zwei Jahren, so Schnitzbauer, kann der Krieger- und Reservistenverein Prackenbach wieder seiner Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege gedenken aber auch derer die ihr Leben für Volk und Vaterland geopfert haben. Seit 76 Jahren herrscht Frieden in unserer Heimat. Das ist auf der Welt nicht immer so. Damit der Frieden bestand hat ist es wichtig, dass wir uns an das Leid und die Opfer, die die Kriege mit sich bringen, erinnern und das wir nicht vergessen das Frieden und friedliches Miteinander nicht selbstverständlich ist. Der Volkstrauertag soll Mahnung und Hoffnung zugleich sein für alle die Verantwortung tragen. Dabei zitierte er Bertolt Brecht:

 

… Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen,
damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!
Lasst uns die Warnungen erneuern,
und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!
Denn der Menschheit drohen Kriege,
gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind,
und sie werden kommen ohne jeden Zweifel,
wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten,
nicht die Hände zerschlagen werden.“

 

Dann dankte Schnitzbauer Pfarrer Josef Drexler und Diakon Andreas Dieterle für das Messopfer. Anschließend legte er im Namen des Vereins einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder während drei Salutschüsse durch den Ort hallten.

 

In Moosbach legte nach dem Gottesdienst Bürgermeister Andreas Eckl und zweiter Bürgermeister Johann Miethaner einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder.

 

Bild zur Meldung: Volkstrauertag in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing am 14. 11.2021

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