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Aus der Gemeinderatssitzung am 16.12.2021 (Teil 1)

Prackenbach, den 20. 12. 2021

Fairer Handel in Moosbach

Im Dorfladen sollen Produkte mit dem Label „Fairtrade“ angeboten werden

 

Die Gemeinde Prackenbach möchte eine „Fairtrade-Gemeinde“ werden. In der Sitzung am Donnerstagabend hat der Gemeinderat einstimmig befürwortet, dass sich Prackenbach um die Teilnahme an der Kampagne „Fairtrade-Towns“ bewirbt, um dieses Zertifikat zu erhalten.

Vor der Abstimmung referierte Gudrun Reckerziegel von der Arberland REGio GmbH ausführlich zum Thema „fairer Handel“ und vor allem über die aktuelle Umsetzung im Landkreis Regen. Um an der Kampagne „Fairtrade-Towns“ teilnehmen zu können, müssen einige Kriterien erfüllt werden. Beispielsweise müssen in lokalen Einzelhandelsgeschäften Produkte aus fairem Handel angeboten werden.

Das ist für den Dorfladen Moosbach geplant. Dort soll neben regionalen Lebensmitteln auch Ware angeboten werden, die unter dem Label „Fairtrade“ gelistet sind.  Das Fairtrade-Siegel erhalten nur Produkte, die den Anforderungen der internationalen Fairtrade-Standards entsprechen. Dieses steht unter anderem für stabile Mindestpreise, Umwelt- und Klimaschutz oder dem Verbot von Kinderarbeit und Gentechnik.

Bürgermeister Andreas Eckl empfahl dem Gremium eine Bewerbung für das Zertifikat „Fairtrade-Gemeinde“, um ein Zeichen zu setzen – der Gemeinderat unterstützt den Vorschlag einstimmig. Folglich sollen die Kriterien umgesetzt und eine Bewerbung durchgeführt werden. Auf Nachfrage erklärte Gudrun Reckerziegel, dass es mittlerweile umfassende Möglichkeiten gibt, sich über die nachhaltige Beschaffung von Waren zu informieren, und offizielle Gütesiegel externer Unternehmen diesbezüglich eine große Hilfestellung sind.

Bürgermeister Andreas Eckl freute sich über den positiven Beschluss und dankte der Referentin für die ausführliche Information. Anschließend überreicht er einen kleinen Präsentkorb des örtlichen Imkerbetriebes Muhr.

 

Hundesteuer wird um 15 Euro erhöht

Für das laufende Jahr hat es in der Gemeinde Prackenbach keine Steuererhöhung gegeben. Allerdings kündigte Bürgermeister Andreas Eckl in der Haushaltssitzung im Mai dieses Jahres an, dass diese im kommenden Jahr unumgänglich sein werde.

Am Donnerstagabend hat der Gemeinderat nun mehrheitlich einer Erhöhung der Hundesteuer zugestimmt. Hundehalter zahlen ab dem 1. Januar 2022 pro Hund 35 Euro. Bisher lag die Hundesteuer seit dem Jahr 2004 bei 20 Euro. Ein Vergleich der Hundesteuern im Landkreis Regen habe ergeben, dass die Gemeinde Prackenbach gemeinsam mit der Gemeinde Zachenberg den niedrigsten Steuersatz aufweist. Die durchschnittliche Hundesteuer im Landkreis Regen (ohne Prackenbach) betrage 40,68 Euro.

Die unmittelbar angrenzenden Gemeinden in den Nachbarlandkreisen Straubing-Bogen (Konzell und Rattenberg) und Cham (Miltach und Blaibach) weisen einen durchschnittlichen Steuersatz von 23,50 Euro aus.

Bei der Haushaltssitzung des Haupt-, Finanz- und Personalausschusses zum Haushaltsplan 2021 wurde vorgeschlagen, die Hundesteuer ab 2022 zu erhöhen. Grund hierfür ist in erster Linie, dass der Aufwand, den die Gemeinde Prackenbach für das Aufstellen und Befüllen der Tütenspender sowie das Leeren der Hundetoiletten betreibt, gestiegen ist, und durch die zusätzliche Anschaffung von drei weiteren Hundetoiletten noch weiter steigen wird. Ein Teil des erhöhten Aufwands soll durch eine Erhöhung der Hundesteuer aufgefangen werden. Zudem wurde auch bei der überörtlichen Rechnungsprüfung bereits im Jahr 2018 empfohlen, den Hundesteuersatz zu überdenken und gegebenenfalls anzupassen.

Der Prackenbacher Gemeinderat folgte mit 13:1 Stimmen dem Vorschlag des Bürgermeisters, die Hundesteuer um 15 Euro zu erhöhen, um sich dem Landkreisdurchschnitt anzunähern.

Der Steuersatz für Kampfhunde entspricht bereits dem Landkreisdurchschnitt und soll daher unberührt bleiben. Dieser liegt bei 150 Euro.

 

Wechsel bei den Feldgeschworenen

17 Jahre war Johann Haimerl als Feldgeschworener in der Gemeinde Prackenbach tätig. Da er diese Aufgabe aus Altersgründen und aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr vollumfänglich ausführen kann, teilte er dem Gemeinderat im August mit, dieses Amt zum Jahresende niederlegen zu wollen. Am Donnerstagabend wurde Johann Haimerl offiziell verabschiedet. Bürgermeister Andreas Eckl zollte Haimerl großen Respekt und Dankbarkeit für seine Tätigkeit als Feldgeschworener. Er sei stets zuverlässig gewesen und die Zusammenarbeit brachte stets Freude mit sich. Andreas Eckl überreichte Johann Haimerl eine Dankurkunde und einen Gutschein für den künftigen Dorfladen in Moosbach.

Im Anschluss an die Verabschiedung von Johann Haimerl wurde dessen Nachfolger Johann Klein vereidigt. Der Bürgermeister dankte ihm, dass er sich für das Amt als Feldgeschworener zur Verfügung stellt.

 

Dieser Bericht wurde am 18.12.2021 von Redakteur Aaron Graßl im Viechtacher Bayerwald-Boten veröffentlicht.

 

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