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Emma Höferer starb mit 87 Jahren eines plötzlichen Todes

Prackenbach, den 14.03.2017

Sie war eine gute Mutter und treue Vereinskameradin

 

Prackenbach/Grub. Groß war die Teilnahme der Bevölkerung und der Vereinskameraden/innen der Schlossschützen Krailing und des Frauen- und Müttervereins, die der beliebten und geschätzten Emma Höferer aus Grub in diesen Tagen bei der Beerdigung die letzte Ehre erwiesen und Tag´s zuvor beim Rosenkranz den Angehörigen ihre Anteilnahme bekundeten. Nach 87 Jahren, von denen sie die letzten 17 Jahre überwiegend bei ihrer Tochter Hildegard in Bodenmais zubrachte, gab sie durch einen plötzlichen Herzinfarkt mit Schlaganfall ihr Leben an ihren Schöpfer zurück.

 

„Müh und Arbeit war ihr Leben, treu und fleißig deine Hand; Ruhe hat ihr Gott gegeben, denn die hat sie nie gekannt“, diesen Spruch, den die Angehörigen auf die Todesanzeige drucken ließen, war treffend für Emma Höferer, für die Pfarrer Drexler das Requiem mit Beerdigung zelebrierte und der Kirchenchor unter der Leitung von Ramona Preiß-Höcherl ausschmückte und ihr zum Schluss noch das Marienlied „In des Lebens letzten Stunden“ widmete.

 

In seiner Traueransprache bezeichnete Pfarrer Josef Drexler Emma Höferer als tiefgläubige Frau, die Gott die Treue gehalten hat, obwohl dieser ihr in ihrem langen Leben auch so manch Schweres zugemutet hat. Bezeichnend für ihren Glauben sei auch, dass die Verstorbene trotz des Aufenthalts bei ihrer Tochter in Bodenmais bei einer gemeinsame Feier der Krankensalbung in Prackenbach dabei sein wollte und sie es sich nach einigen Wochen nicht nehmen ließ, mit den Erstkommunikanten eine Maiandacht mitzufeiern und ihre Kapelle in Grub auf das Schönste ausschmückte.

 

Der Lebenslauf der Emma Höferer begann 1929, als sie als fünftes Kind von sieben Schwestern auf dem landwirtschaftlichen Hof von Alois und Josefa Preiß in Höllenstein geboren wurde. Nach der Schulzeit und der Arbeit im elterlichen Betrieb verehelichte sie sich 1953 mit dem Landwirt Josef Höferer, aus deren Ehe eine Tochter und zwei Söhne hervorgingen. 1979 musste sie einen ersten Schicksalsschlag hinnehmen, als ihr Sohn Ludwig bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kam, worauf die Eheleute eine Kapelle erbauten, die 1984 eingeweiht wurde und sie unter den Segen der Gottesmutter stellten.

Ein weiterer Schicksalsschlag klopfte an die Tür der tapferen Frau, als der Mann Josef 1992 durch einen Herzinfarkt von ihr genommen wurde. Doch sie gab nicht auf und half von da an ihrer Tochter Hildegard im Bodenmaiser Hotelbetrieb und ihrem Sohn Josef in der Landwirtschaft, so lange es ihre Kräfte schafften. Während sie 12Jahre im Hotelbetrieb mitarbeitete, hat die Tochter ihre Mutter die letzten fünf Jahre gepflegt, wobei sie in der letzten Zeit mehrere Aufenthalte im Krankenhaus auf sich nehmen musste.

 

Am Ende des Requiems trat die Vorsitzende des Frauen- und Müttervereins Helga Schnitzbauer an den Ambo, die ihrem verstorbenen langjährigen Mitglied in einem dankbaren Nachruf einige Worte widmete. So war Emma 1989 dem Verein beigetreten und begleitete den Verein zu allen Anlässen, Fahnenweihen, Gartenfesten, Maiandachten und Gottesdiensten. Die Lohbäurin war sehr beliebt, ein gern gesehener Gast und ihr Schmalzgebackenes sprachen Bände. Die Landwirtschaft verlangte ihr viel Mühe ab, dennoch kam nie eine Klage über ihre anstrengende Arbeit. Der Mütterverein sprach ich nochmals ein Vergelt´s Gott für ihre langjährige Vereinstreue aus und er wird ihr Andenken im Gebet und Messopfer bewahren.

 

Nach dem Trauergottesdienst begleiteten die Vereinskameraden/innen der Schlossschützen und des FuMV mit ihren Fahnen sowie Pfarrer Drexler und die Angehörigen den Sarg mit der Verstorbenen zum Grab, wo sie an der Seite ihrer verstorbenen Angehörigen zur letzten Ruhe gebettet wurde.

Während sich die Fahnen über das offene Grab senkten, würdigte auch Schützenmeister Rudolf Fisch die Verdienste der Verstorbenen, die Gründungsmitglied und Ehrenmitglied war, ständig den Verein unterstützte, ob bei Gartenfesten oder Spenden.

Aus Dankbarkeit legten abschließend die Schlossschützen und der FuMV eine Schale am offenen Grab nieder und sprachen den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.