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Viel Lob für eine kleine Wehr

Prackenbach, den 06.01.2018

Sieben Einsätze und 19 Ausbildungen – Zahlreiche Ehrungen

 

Krailing. Die Feuerwehr Ruhmannsdorf traf sich am Dreikönigstag zu seiner ordentlichen Dienst- und Generalversammlung und ließ dabei die Aktivitäten des letzten Jahres wieder Revue passierten. Die Bilanz wies neben vielen gesellschaftlichen Verpflichtungen sieben Einsätzen aus, wobei die Aktiven insgesamt 19 Ausbildungsveranstaltungen incl. 13 Übungen meisterten.

 

Im Gasthaus Fleischmann in Krailing konnte der Vorsitzende Mathias Eckl zur 145. Generalversammlung neben 26 Kameraden die Ehrenmitglieder Erich Hastreiter bzw. den Ehrenkommandanten, sowie Hans Wühr und Wolfgang Gierl und den Ehrenkommandanten Franz Geiger begrüßen. Sein besonderer Gruß galt dem 1. Bürgermeister Andreas Eckl, KBI Christian Stiedl und KBM Thomas Penzkofer. Bei einer Gedenkminute, bei der sich die Anwesenden von den Plätzen erhoben, gedachte man der verstorbenen Mitglieder.

 

In seinem Rückblick berichtete Vorsitzende Mathias Eckl über den aktuellen Mitgliederstand von 111 Personen und erinnerte neben internen Veranstaltungen auch die Beteiligung an der Kreisfeuerwehrverbandsversammlung. Sechs Ausschusssitzungen wurden abgehalten, an 10 Festen und zwei Christbaumversteigerungen war man bei den Gemeindevereinen präsent.

Herzlich bedankte er sich bei den Kameraden, die bei den Veranstaltungen tatkräftig mitgeholfen haben und an den auswärtigen Veranstaltungen anwesend waren. Leider seien es dabei immer die gleichen Gesichter, so dass von Seiten Eckl die Überlegung besteht, das Gartenfest nicht mehr abzuhalten und die Mitgliederbeiträge anzupassen.

Sein Dank galt auch den zahlreichen Spendern, welche die Arbeit der Feuerwehr finanziell unterstützen. Schließlich bedankte er sich herzlich für die gute und reibungslose Zusammenarbeit mit den Kameraden der Vorstandschaft.

Der Bericht des Schriftführers Christian Eckl vom letzten Jahr wird ab diesem Jahr nicht mehr vorgetragen und liegt zur Einsichtnahme auf den Tischen auf, so der Vorsitzende. Es gab dazu keine Einwände.

Die Kasse wurde von Patrik Weber wie immer einwandfrei geführt, bestätigte Hans Wühr, der mit Paul Früchtl die Aufzeichnungen geprüft haben. Dem Schatzmeister wurde Entlastung erteilt.

 

Der 1. Kommandant Andreas Früchtl hieß die Ehrengäste herzlich willkommen und berichtete, dass die Ruhmannsdorfer Wehr aus 20 Aktiven, davon 2 weibliche und 3 Jugendlichen besteht. Der aktuelle Ausbildungsstand besteht aus 27 Erste-Hilfe-Kursteilnehmern, acht absolvierten eine Absturzsicherung und 19 einen Sprechfunkerlehrgang. Weiter verfügt die Wehr über 3 Atemschutzgeräteträger, 15 Motorsägenführer, 15 Maschinisten und 7 Gruppenführer.

 

Die Ausbildung verfügte im Jahr 2017 über 13 Übungen auf Standortebene nach Übungsplan mit den Themen: Eisrettung, Gerätekunde, Verkehrsunfall, Hochwasser, Waldbrand, Gasaustritt, Brandbekämpfung, Übung bei Wasserentnahmestellen, Übung im Digitalfunk und UVV bei jedem Thema

Die Gemeinschaftsübung am 1. Mai ging heuer beim Anwesen Vogl in Rattersberg über die Bühne, dem Früchtl herzlich dankte. Auch eine Einsatzübung am 8. September stand auf dem Programm, wo die Aktiven bei einem Forstunfall beim Höllensteinkraftwerk eine eingeklemmte Person zu retten hatten. Des Weiteren hatten die Übungsteilnehmer am 19. September beim Sägewerkbrand in Untergschaidt (LK Chram) beim Abkuppeln unter Druck zu kämpfen. Zudem standen drei Atemschutzübungen auf dem Plan.

Früchtl erinnerte auch an sieben Einsätze, zu denen die Wehr gerufen wurde. Es waren dies die Verkehrssicherung in Krailing beim Maibaum umlegen, beim Maibaumtransport und Aufstellen.

Zum Brand in Rattersberg/Schönau wurde man alarmiert, ebenso bei einem Waldbrand in Allmannsdorf, bei einem Traktorunfall in Ahrain und schließlich war man beim Brand im Industriegebäude (Rehau) in Viechtach präsent.

Dankesworte gingen an Gerätewart Manuel Weber und Jugendwart Patrick Weber.

Dieser ist auch als Jugendwart für drei Jugendliche verantwortlich. Sie haben sich bei den Übungen mit den Aktiven beteiligt. Weber appellierte an die Erwachsenen, dass sie sich bemühen sollten, dass sich wieder mehr Jugendliche der Feuerwehr anschließen sollten.

 

Nach einem nachträglichen Neujahrswunsch bedankte sich Bürgermeister Andreas für die Arbeit, die die Feuerwehr, die gut aufgestellt ist, das ganze Jahr geleistet hat. Wenn die Einsätze nicht so viel waren, sind die landwirtschaftlichen Unfälle etwas mehr. Ein großes Thema sei das Jugendhaus, wobei man nach einer durchgeführten Feuerbeschau festgestellt hat, dass dieses wieder hergerichtet werden muss. Neben dem Brandschutzbereich, der Außentreppe, Dachgeschoss und Türen steht sehr viel an Reparaturen an. Eine Ausschreibung wird im Frühjahr getätigt, gemeinsam mit dem KJR will man die Angelegenheit lösen. Eckl dankte allen, die das ganz Jahr im aktiven Dienst tätig sind. Der Nachwuchs fehlt zwar, gut, dass wir die 63 – 65-järigen wieder haben, die ausrücken können, wenn Not am Mann ist. Für die weitere Zeit wünschte er unfallfreie Einsätze.

 

KBI Christian Stiedl entschuldigte sich für das etwas verspätete Erscheinen. In seinen Ausführungen erwähnte er die Rückläufe bei den Einsätzen im ganzen Landkreis, nicht nur in Ruhmannsdorf. Ihr seid nicht allein, bemerkte er. Bei den Mitgliederzahlen gibt es ein auf und ab. Auch die Altersgruppen wurden angehoben. Es ist schön, wenn sie bei der aktiven Mannschaft aushelfen, zusammenhelfen und zusammenrücken, dass wir die FW attraktiv halten können. Für die Zukunft wünschte er der Truppe, dass sie bei ihren Einsätzen gut nach Hause kommen.

 

KBM Thomas Penzkofer legt großen Wert, dass er mit den Leuten der Wehr reden kann und hatte großes Lob parat, dass der Ausrückungsstand bei der FW Ruhmannsdorf stets mit 10 – 12 Mann immer sehr gut sei. So manche große Feuerwehr könne sich da dabei ein Stück abschneiden. Es komme schon mal vor, dass eine Gruppe nicht ausrücken kann, weil sie keinen Fahrer haben. Auf die UVV-Übung zurückgreifend, meinte er, dass man solche Übungen nicht vernachlässigen darf. Über den Industriebrand bei der Rehau bemerkte Penzkofer, dass die Lüftung abgebrannt wäre, so etwas kann Viechtach nicht alleine löschen. Man braucht die kleinen Feuerwehren. Jeder wird gebraucht, jeder ist wichtig, ob kleine oder große Feuerwehren, man soll nur wieder gesund nach Hause kommen.

 

Ehrungen:

Für langjährige Treue zum Verein wurden geehrt:

Für 65 Jahre Ferdinand Fleischmann und für 60 Jahre Ferdinand Schreiner

Für 50 Jahre : Anton Pellkofer, Johann Kollmer und Wolfgang Gierl sen.

Für 40 Jahre: Rudolf Eckl und Wolfgang Gierl jun.

Für 30 Jahre: Martin Wühr, Andreas Vogl, Helmut Stöger, Robert Schreiner, Robert Mothes, Stefan Hastreiter und Andras Fuchs.

 

Einstimmig wurden die bisherigen Stefan Geiger und Michael Kellermeier wieder als Fahnenjunker gewählt.

Zum Schluss dankte Mathias Eckl den Mitgliedern für ihr Kommen, schloss die Versammlung um

20.15 Uhr und genehmigte jedem Mitglied einen Liter Bier und eine Brotzeit.

 

Foto: Ehrungen und Funktionäre: KBI Christian Stiedl, Ferdinand Schreiner, Michael Fleischmann, Vorsitzender Mathias Eckl, Andreas Fuchs, Andreas Vogl, Wolfgang Gierl jun., KBM Thomas Penzkofer, Rudi Eckl und Bürgermeister Andreas Eckl

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Viel Lob für eine kleine Wehr