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Jesus, die Brücke zu Gott

Prackenbach, den 15.04.2018

7 Kinder der Pfarrei St. Johannes haben am Sonntag ihre Erstkommunion gefeiert

 

Moosbach. Die Pfarrei St. Johannes in Moosbach feierte am Sonntag, dem dritten in der Osterzeit, mit 7 jungen Christen einen sehr festlichen Tag, als sechs Buben und ein Mädchen das erste Mal die Hl. Kommunion empfangen durften. „Jesus, die Brücke zu Gott“, lautete der Leitspruch der Kinder, den sich auch der Jugendchor als Motto über die musikalische Gestaltung gesetzt hatte und sie in ihrem Eingangslied vom Eckstein sangen, der uns zusammenhält.

 

Nach dem feierlichen Einzug in die, mit weißen und gelben Blumen ausgeschmückten Altarraum begrüßte Pfarrer Josef Drexler neben Diakon Andreas Dieterle Eltern, Angehörige, Gäste, Lehrer und Kirchenbesucher insbesondere aber die Kinder, die heute zum ersten Mal den gekreuzigten und auferstandenen Herrn in Gestalt der Hostie als Speise einverleiben dürfen.

 

Viele Wochen haben sich die Kommunionkinder, oft zusammen mit den Prackenbacher Kindern, auf ihren großen Tag vorbereitet. Sie haben unter anderem die Kommunionkerze mit Unterstützung von Gundula Wiefling gestaltet, haben Brot gebacken, Kreuzweg gebetet und Gottesdienste mitgefeiert. In der Schule erhielten sie Unterricht von Pfarrer Drexler und der Religionslehrerin Elisabeth Ziereis und auch Diakon Andreas Dieterle fügte sich in die Vorbereitung mit ein.

 

Im weiteren Gottesdienst trug die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl die Lesung von der Offenbarung des Johannes vor und Diakon Andreas Dieterle zitierte aus dem Evangelium nach Johannes die Worte: „Ich lebe und auch ihr sollt leben! Ich lebe und ich will, dass auch ihr lebt!“

 

Zurückgreifend auf einen Film, den Pfarrer Drexler vor Jahren mit den Kindern und Jugendlichen zur Vorbereitung auf Kommunion und Firmung angesehen hat zum Thema: „Sakramente- Liebeserklärungen Gottes“, bemerkte er, dass wir nicht nur Worte brauchen, die uns erklären, dass Gott uns liebt, sondern auch die körperliche Erfahrung der Liebe Gottes, so der Geistliche in seiner Predigt. Mit diesen Gedanken sind wir schon beim Sakrament der Hl. Kommunion angekommen, denn sie ist das intimste/das innigste aller Sakramente, denn während bei den anderen Sakramenten die körperliche Erfahrung mehr äußerlich bleibt, geht die Kommunion voll nach innen, so Pfarrer Drexler. Jesus wollte für alle Zeit auch in ihnen sein, untrennbar verschmolzen, als er beim letzten Abendmahl den Jüngern seinen Leib und sein Blut als Speise und als Trank gab. Dann kommt uns Jesus so nahe, wie niemand anderer uns jemals nahe kommen kann. Sie könnten jetzt fragen, so Pfarrer Drexler, wenn mir Jesus ein einziges Mal in Fleisch und Blut übergeht, brauche ich denn das immer wieder? Auf diese Frage gab Jesus beim letzten Abendmahl die Antwort. „Tut dies immer wieder zu meinem Gedächtnis“.

Zum Schluss erläuterte Pfarrer Drexler den Mädchen und Buben noch das Kommunionmotiv „Jesus unsere Brüche zu Gott“. Jesus verbindet uns nämlich in der Kommunion auch untereinander auf das Engste. Ihr gabt gut daran getan, die Brückenpfosten auf eurem Motiv, die eure Fotos tragen, durch Seile miteinander zu verbinden. Wer Jesus empfangen hat, trägt ihn nun in sich. Das sollte uns mit ganz neuem Respekt im Umgang miteinander anspornen und mit einem ganz großen Gemeinschafts- und Verantwortungsbewusstsein füreinander erfüllen, der ja will, dass jeder von uns das große Ziel des ewigen Lebens erreicht.

Nach dem Taufgelübte war Maria Rackl noch einmal mit Fürbitten in die Messfeier eingebunden und bat Gott, er möge allen Menschen, die gut zu den Kindern sind, Gesundheit und Wohlergehen an Leib und Seele schenken und im Namen der Kommunionväter, Gott möge bei schönen, manchmal auch schweren Aufgaben bei der Erziehung der Kinder helfen oder er möge namentlich der Kommunionmütter den Kindern nicht nur vergänglichen materiellen Wohlstand bieten, sondern auch für ihr ewiges Seelenheil Sorge tragen. Schließlich bat sie im Namen der Pfarrangehörigen noch für die Kinder und Jugendlichen, die heute größeren Versuchungen ausgesetzt sind als früher.

 

Beim Opfergang trugen die Erstkommunionkinder einen Kelch, Wasser und Wein, eine Schale mit Hostien und die Bibel nach vorne und stellten es auf den Volksaltar. Anschließend hielten sie sich mit den Geistlichen an der Hand und sangen gemeinsam das Vaterunser-Lied.

Dann kam für die Kinder der große Moment, als sie, um den Altar gereiht, das erste Mal die Hl. Kommunion empfangen durften.

 

Bevor Pfarrer Josef Drexler den Schlusssegen spendete und die Kirchengemeinde das Großer Gott wir loben dich anstimmten, bedankte er sich in aller Namen bei Diakon Andreas Dieterle, der viel Zeit für die Kinder investiert hat sowie der Religionslehrerin Elisabeth Ziereis, bei den sehr engagierten Tischmüttern Stefanie Raith und Heidi Gregori sowie der Kommunionmama Katrin Preiß für die Hilfe beim Blumenschmuck in der Kirche. Großes Lob zollte er dem Jugendchor unter der Leitung von Tanja Jänicke-Stöger und dem Orgelspieler Matthias Jänicke für die einmalige Gestaltung des Gottesdienstes sowie der Mesnerin Margarete Früchtl für die Vorbereitung vieler Einzelheiten und wünschte noch eine schöne weltliche Feier im Kreise der Verwandtschaft.

 

Foto: Angelo Baumert, Leo Rabenbauer, Jonas Raith, Johannes Preiß, Jonas Derr, Bastian Gregori, Jasmin Klein mit Diakon Andreas Dieterle und Pfarrer Josef Drexler