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Pfarrgemeinderat Moosbach

Maria Rackl

Racklstraße 9
94267 Prackenbach

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Aktuelle Meldungen

Fatima – Wegweisung für unsere Zeit

(07.06.2018)

Gemeinschaftsveranstaltung mit Pfarrer Josef Schemmerer

 

Prackenbach/Moosbach. Zum Bildungsabend der KEB am Donnerstag im Pfarrheim St. Georg konnte Karin Vogl, eine der Bildungsbeauftragten im neuen Pfarrgemeinderat, 51 Teilnehmer begrüßen. Dazu waren auch Pfarrer Josef Drexler, Diakon Andreas Dieterle, die Kirchenpfleger Ferdinand Klement, Frank Hornberger und Peter Fleischmann gekommen sowie auch die früheren Bildungsbeauftragten Josef Ettl und Antonie Preisler, Vereinsabordnungen der Pfarrei Prackenbach und Moosbach, der Frauenbund Moosbach/Altrandsberg, des Müttervereins Prackenbach die MMC und der Gartenbauverein Moosbach. Nicht zuletzt die Pfarrgemeinderatssprecherinnen Maria Rackl aus Moosbach und Margit Eidenschink aus Prackenbach.

 

Auch Pfarrer Drexler freute sich, dass sich neben einem harten Kern aus der Pfarreiengemeinschaft auch fremde Gesichter nach Prackenbach verirrt hatten und erwähnte dankend die beiden Bildungsbeauftragten Karin Vogl und Birgit Schedlbauer, welche die Nachfolge von Josef Ettl und Antonie Preisler übernommen haben.

 

Als Referenten konnte man Pfarrer Josef Schemmerer aus Chammünster gewinnen, der zum1. Mal in Prackenbach weilt und mit dem früheren Pfarrer Johann Christian Rahm im selben Weihekurs war und zugleich aus der gleichen Heimat stammt. Er war überrascht, dass man das wichtige Thema der Erscheinung von „Fatima“ ausgewählt hat, bei dem es um die Gottesmutter geht, die drei Kindern von 6/7 und 9 Jahren am 13.Mai 1917 über einer Steineiche das erste Mal erschienen ist und die Kinder anhielt, täglich den Rosenkranz zu beten und Opfer für die Sünder zu bringen.

 

Nach einer Einführung von Pfarrer Schemmerer zeigte er den Gästen eine 45 min. Dokumentation über die ersten Erscheinungen, den Botschaften, welche die Gottesmutter den Kindern aufgetragen hat, die Unwahrheiten, die den Kindern angedacht wurden, bis zur Glaubwürdigkeit durch die Geistlichkeit, die schließlich zur Seligsprechung durch Jacinta und Francisco im Jahre 2000 führte. Lucia, das älteste Seherkind erreichte als einziges das Erwachsenenalter. Sie wurde Ordensfrau und starb erst 2005 im Alter von 98 Jahren. Francisco starb mit 10 Jahren und Jacinta ebenfalls mit 10 Jahren.

 

Vor 100 Jahren war Fatima ein unbedeutendes Nest im Westen Portugals. Doch dann wurden 50.000 Menschen Zeuge eines außergewöhnlichen Naturschauspiels, das Sonnenwunder im Oktober 1917, das drei Monate zuvor von den Hirtenkindern Luca, Jacinta und Francisco angekündigt worden war. Nach einem Regenguss brachen die Wolken auf und die Sonne schien sich zu drehen.

Die Muttergottes war damals ganz weiß gekleidet, als sie auf einer kargen Hochebene bei Fatima nördlich von Lissabon erschien und sich über den Gottlosen Zustand in der Welt beklagte. Anschließend zeigte sie sich den Kindern am 13. jeden Monats, wobei sie den 2. Weltkrieg und das Attentat im Jahre 1981 auf Papst Johannes Paul II vorhersagte. Allerdings konnte nur Lucia die Sprache der Gottesmutter hören. Damit alle glauben könnten, verspricht sie ein großes Wunder zu wirken und offenbart bei der letzten Erscheinung ihren Namen, als sie sagte. „Ich bin die liebe Frau vom Rosenkranz.“

 

Von den Botschaften und Ermahnungen nannte die Gottesmutter besonders die Bitte, täglich den Rosenkranz zu beten um den Frieden in der Welt und Opfer zu bringen für die Sünden und ermahnte die Mitmenschen zur Umkehr und zur Buße. Das Ergebnis war, dass die Polemik im August 1917 veranlasste, einen Haftbefehl gegen die Kinder auszustellen. Lucia sagte in ihren Aufzeichnungen, dass es kein Problem gibt, das nicht durch Maria und unser Opfer gelöst werden kann.

 

Die 3. der Prophezeiungen der Muttergottes sind als die Geheimnisse von Fatima bekannt geworden, denn die Kinder durften die 1917 noch nicht veröffentlichen. Erst in den 40er Jahren schrieb Lucia auf, was die Gottesmutter ihnen gesagt hatte. So sagte sie einen weiteren Krieg nach dem Ende des 1. Weltkrieges voraus. Die zweite Weissagung bezog sich auf die Bekehrung des kommunistischen Rußland. Der 3. Teil wurde erst 83 Jahre später vom Vatikan veröffentlicht, das die Vorhersage des Attentats auf Papst Johannes Paul II 1981 beinhaltete. Der Papst hat überlebt, denn die Kugel ist auf wunderbare Weise aus dem Körper ausgetreten.

 

Weiter berichtete Pfarrer Schemmerer, dass die Seligsprechung der beiden Kinder Francisco und Jacinta am 13.05.2000 durch Papst Johannes Paul II die Kirche eine neue Ära eröffnet wurde. „Sie sind zwei Lichter, die Gott entzündet hat, um die Menschen in ihren sorgenvollen Stunden zu erleuchten“, so der Hl. Vater.

 

Papst Franziskus ist der 4. Papst, der Fatima besuchte. Er hat am 13.05.2017 die zwei Seherkinder Francisco und Jacinta Marto heiliggesprochen. Das für die Heiligsprechung erforderliche Wunder betraf ein sechsjähriges Kind aus Brasilien, das 2013 vom 3. Stock auf die Straße gefallen war und sich Hirn- und Schädelverletzungen zuzog. Es wurde völlig geheilt.

 

Die Botschaft von Fatima ist ein himmlisches Licht und Gelegenheit für Göttliche Gnade und Rettung für das 20. Jahrhundert, schreibt Bruder Michael von der Hl. Dreifaltigkeit. Sie hat an Aktualität nichts verloren. Im Gegenteil. Der eingetretene weltweite Glaubensabfall hat die Menschen an den Abgrund geführt und haben sich vom Wort Gottes und der Lehre Jesu Christi bereits entfernt, so Bruder Michael.

Unsere liebe Frau von Fatima, die Königin des Friedens ruft uns alle auf zu beten und entschieden einzutreten, dass ihre Bitten in der Botschaft von Fatima endlich vollständig erfüllt werden.

Jeden von uns Menschen guten Willens ermahnte Pfarrer Schemmerer, täglich den Rosenkranz zu beten und den 13. Gedenktag zum unbefleckten Herzen Marias zu feiern. Denn die Mutter Gottes hält ihr Versprechen, denn es geht um die Erneuerung des Glaubens, so der Redner.

Nicht umsonst pilgern Gläubige in Scharen nach Fatima. Sie tun Buße und bitten die Gottesmutter um Vergebung.

Nach seinem interessanten Vortrag dankte Pfr. Schemmerer den Anwesenden für die Aufmerksamkeit. Machen wir uns auf den Weg und bat weiterhin um Zusammenhalt.

 

Pfarrer Josef Drexler dankte seinem Glaubensbruder für die aufschlussreichen Worte und das große Hintergrundwissen und meinte, jeder hat an seinem Heil zu arbeiten. Es gibt auch Tage wenn man scheitert, Menschen, die sich aus Gott nichts machen und Gleichgültigkeit sich breit macht. Lassen wir uns nicht entmutigen, denn viele könnten gerettet werden.

 

Pfarrer Drexler übergab an den Referenten ein kleines Präsent und die Bildungsbeauftrage Karin Vogl eine Spende für Priester, denen eine Ausbildung in Deutschland ermöglicht werden kann.

 

Foto: Diakon Andreas Dieterle, Karin Vogl, Pfarrer Josef Schemmerer, Pfarrer Josef Drexler, Birgit Schedlbauer

Foto zur Meldung: Fatima – Wegweisung für unsere Zeit
Foto: Fatima – Wegweisung für unsere Zeit

Großes Interesse am Islamvortrag

(03.03.2015)

Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad hatte als profunder Kenner der Materie viel zu berichten

 

Prackenbach/Moosbach. Zum Bildungsabend der Pfarrgemeinden Moosbach und Prackenbach mit Krailing konnte Pfarrer Josef Drexler fast 60 Teilnehmer begrüßen. Eingeladen haben zu dieser Gemeinschaftsveranstaltung neben der KEB-Regen, den Pfarrgemeinderäten auch der Frauenbund Moosbach-Altrandsberg, die MMC-Moosbach und die Gartenbauvereine Moosbach und Prackenbach. Referent dieser Veranstaltung war der neue Dekan und Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad aus Viechtach.

Seine Ausführungen zum Thema „Christentum und Islam: Bruder oder Feinde?“ zeigten sehr schnell, dass er als profunder Kenner der Materie viel Interessantes zu berichten hatte. Viele fühlen sich heute durch den Islamismus, dieser extremen Richtung des Islams bedroht. Die Medien berichten laufend einseitig von grausamen Exzessen verschiedenster Islamistisch geprägter Terrorgruppen. Die volle Wahrheit bleibt aber dabei auf der Strecke. Die weitaus größte Zahl der Moslems ist friedlich und wünscht sich ein vernünftiges Miteinander. Vergleicht man das Christentum mit dem Islam, so gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber auch deutliche Unterschiede. Beide Religionen haben denselben Anspruch und sind deshalb Konkurrenten, was dazu führte und noch führt, dass sie immer wieder verfeindet sind.

 

Vergleicht man beide Religionen, so gibt es im Grundverständnis einige deutliche Unterschiede. Während das Christentum ihre Werte und Grundsätze an die Erfordernisse der jeweiligen Zeit angepasst hat, ist dies im Islam nicht erlaubt. Der Koran als Urbekenntnis des islamischen Glaubens darf nicht verändert werden. Alle Anpassungen an geänderte Gegebenheiten sind ungültig. Prophet Mohammed hat nur die wichtigen Glaubensgrundsätze des Korans weitergegeben. Der Koran als Sprachrohr Gottes war schon zu Beginn der Schöpfung da und ist damit älter als alle anderen Religionen der Welt. Alle Menschen haben sich dem Willen des Islams zu unterwerfen. Der Koran darf nicht nur nicht verändert werden, sondern muss in der Liturgie auch in arabischer Sprache gesprochen werden. Dies gilt auch für die Länder, die eine ganz andere Sprache sprechen.

Ähnlich war es auch im Christentum, wo jahrhundertelang die lateinische Sprache im Gottesdienst vorgeschrieben war.

 

Der Islam kennt verschiedene Glaubensrichtungen, berichtet der Referent weiter. Die größten Gruppen sind Sunniten und Schiiten, die sich seit Jahrhunderten immer wieder heftig bekämpfen. Die weltweite islamische Religionsgemeinschaft teilt sich in mehrere Gruppen, von denen die der Sunniten die mit Abstand größte ist: Etwa 90 % der Muslimen weltweit gehören dieser Gruppe an. Der Begriff Sunniten leitet sich von dem Wort Sunna – ab. Für die Sunniten beinhaltet Sunna die Überlieferungen und Verhaltensnormen, die auf den Propheten Mohamed und seine früheren Anhänger zurückgehen. Der Begriff Schiiten bezieht sich auf den Kalif Ali, einem Neffen und Schwiegersohn des Propheten Mohammed. Ali übernahm nach dem Tod der ersten drei Nachfolger des Religionsgründers Mohammed im 7. Jahrhundert als vierter weltlicher und geistiger Führer die Leitung der noch jungen islamischen Gemeinde. Die Schiiten betrachten ihn als den damals einzigen legitimen Nachfolger Mohammeds.

 

Der Islam galt im Gegensatz zum Christentum im Mittelalter als sehr tolerant, fortschrittlich und offen, erzählt Dr. Konrad. Als eine führende Weltkultur hat er in dieser Blütezeit Kultur, Philosophie und Wissenschaft bestimmt. Im Laufe der Neuzeit wurde diese Kultur jedoch von den westlichen Ländern immer mehr überholt und bevormundet. Kolonialmächte des Westens übernahmen im Laufe der Zeit sogar die Macht in den Ländern des Orients. Ab diesem Zeitpunkt gab es mit den Islamisten eine Gegenbewegung zu den westlichen Kulturen. Diese Barbaren des Westens werden als dekadent betrachtet, die bekämpft werden müssen. Wenn die Sunniten und die Schiiten sich auch laufend gegenseitig bekämpfen, so eint sie doch der Hass gegen den Westen. Ein Ausweg aus dieser Gewaltspirale ist nur durch Aufklärung und Bildung möglich. Es wäre völlig falsch, die weitgehend gemäßigten Moslems beispielsweise in unserem Lande auszugrenzen und in die Arme der weinigen Extremisten zu treiben. Die Werte des christlichen Abendlandes, wie Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit können hier eine wertvolle Hilfestellung bieten. Toleranz gegen Extremisten ist jedoch nicht angebracht. Außerdem ist es nicht verkehrt, die einseitig auf Kapitalismus ausgerichtete Gesellschaft in unserem Lande kritisch zu hinterfragen.

 

Zum Schluss bedankte sich Pfarrer Josef Drexler und die Sprecherin des Pfarrgemeinderates von Prackenbach, Margit Eidenschink sehr herzlich bei Pfarrer Dr. Werner Konrad für den äußerst interessanten und fundierten Vortrag.

 

Foto Pfarrer Drexler und Dr. Konrad

Foto zur Meldung: Großes Interesse am Islamvortrag
Foto: Großes Interesse am Islamvortrag

Beim Pfarrausflug ins Frankenland gereist

(22.09.2012)

Bamberg und Vierzehnheiligen - zwei sehenswerte Wallfahrtsorte

 

Moosbach. „Wenn Engel reisen, lacht bekanntlich der Himmel“, so heißt es in einem Sprichwort. Beim Pfarrausflug am Samstag nach Oberfranken hingen beim Start um 7.00 Uhr trübe Regenwolken am Himmel und es regnete, bis man in Bamberg den Bus verließ und im Laufe des Tages zeigte sich sogar die Sonne und das Wetter bescherte den gut 40 Teilnehmern einen schönen Herbstanfang.

 

Die Fahrtroute führte auf der B 85 über Cham – Schwandorf auf die Autobahn, wo man nach einem Zwischenstopp um 10.00 Uhr Bamberg erreichte. Pfarrer Josef Drexler, der den Pfarrausflug organisierte, kannte sich bestens aus in Bamberg, denn er absolvierte dort eine Zeit seines Studiums. Er übernahm die Führung in der Domstadt, wobei ihm Josef Ettl einige Arbeit abnahm und sich über Bamberg kundig machte, so dass er Pfarrer Drexler bei der Führung unterstützte und viel Wissenswertes über die mittelalterliche Stadt erzählte.

 

Bamberg ist eine kreisfreie Stadt mit 120.000 Einwohnern im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken. Sie ist Universitätsstadt, Schul- und Verwaltungsstadt, wichtiges Wirtschaftszentrum und Sitz des gleichnamigen Erzbistums. Wegen seiner Lage auf sieben Hügeln wird Bamberg auch als Fränkisches Rom bezeichnet. Die Otto-Friedrich- Uni gehört mit mehr als 12.000 Studenten zu den mittelgroßen Universitäten Bayerns. Seit dem Wintersemester 2010/2011 ist in Bamberg auch die Hochschule für angewandte Wissenschaften – Private Hochschule für Gesundheit ansässig. Die Altstadt wurde zudem 1993 in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen. Darüber hinaus ist Bamberg für seine vielfältige Biertradition (Rauchbier) bekannt.

 

Der Bamberger Dom St. Peter und St. Georg gehört zu den Kaiserdomen und ist mit seinen vier Türmen das beherrschenste Bauwerk des Weltkulturerbes Bamberger Altstadt. Im Innern musste man sich an diesem Tag durch die Menschenmassen zwängen, da die Diakonweihe von vier Diakonen stattfand. Neben vielen Figuren bewunderte man den Bamberger Reiter. Er wurde um das Jahr 1230 aus mehreren Schilfsandsteinblöcken hergestellt und zeigt einen unbekannten Herrscher. Beeindruckend stand man auch vor dem Kaisergrab, das in den Jahren 1499 bis 1513 in der Werkstadt Tilman Riemenschneiders angefertigt wurde. Es ist ein marmornes Hochgrab des Kaisers Heinrich II. und der Kaiserin Kunigunde. Auf den Seitenwänden waren Legenden aus ihrem Leben zu bewundern. Auch das einzige Papstgrab Deutschland´s und nördlich der Alpen beherbergt der Kaiserdom.

 

Nach einem fürstlichen Mittagessen, organisiert von Josef Ettl im Brauereigasthof „Drei Kronen“ in Memmelsdorf, außerhalb Bamberg´s, ging´s zur Basilika Vierzehnheiligen, einer herrlichen Wallfahrtskirche, die nach den Plänen von Balthasar Neumann von 1743 bis 1772 erbaut wurde. Sie ist eine der vier Wallfahrtsbasiliken des Erzbistums Bamberg. Das einzigartige Rokoko-Gotteshaus ist den heiligen Vierzehn Nothelfern geweiht und empfängt etwa eine Million Besucher pro Jahr.

 

Die Wallfahrt geht auf eine Erscheinung im Jahre 1445 zurück, als dem Schäfer Hermann Leicht aus Langheim dreimal das Jesuskind erschien. Später wurde das Wunder vom Frankentahler Kinderkranz durch ein weiteres Wunder bezeugt. Die Zisterzienserabtei Langheim gab dem Drängen nach und errichtete für die unmittelbar einsetzende Wallfahrt eine Kapelle zu Ehren der vierzehn Nothelfer erbauen. Die Wallfahrt blühte in der Folge auf und nach den Zerstörungen während es Bauernkrieges 1525 und des Dreißigjährigen Krieges wurde jeweils eine größere Kirche errichtet.

 

Zwölf der Vierzehn Nothelfer sind am Gnadenaltar nach vier Himmelsrichtungen angebracht; Barbara und Katharina stehen an den beiden seitlichen Altären. Der Rokoko-Altar steht frei im Raum über dem Ort der Erscheinungen des Schäfers Hermann Leicht und wird umgeben von einem geschwungenen Kommuniongitter. Von der Hochaltarseite aus kann man das Kind mit dem Stern besichtigen.

Bevor die Reisegruppe wieder die Heimreise antrat, nahmen sie noch an einem Wallfahrtsamt teil, das eine Pilgergruppe aus Geltmann zwischen Bamberg und Schweinfurt bereits zum 20. Mal wiederholten. Das Amt zelebrierte Pfarrer Thomas Klemm mit Pfarrer Josef Drexler als Konzelebrant.

 

Auf der Heimfahrt dankte Pfarrer Drexler Josef Ettl für Hilfe bei der Vorbereitung des Ausfluges und im Namen aller dem Haimerl-Chef Dorostkar für die umsichtige Fahrt sowie allen für die Mitfahrt, die ihrerseits von dem informativen Ausflug sehr angetan waren.

 

Foto: Am Domplatz in Bamberg     

Foto zur Meldung: Beim Pfarrausflug ins Frankenland gereist
Foto: Beim Pfarrausflug ins Frankenland gereist

Große Ehrung von Bischof Gerhard Ludwig zum 80. Geburtstag von Maria Rackl

(01.02.2011)

Pfarrer Drexler überreicht Bischof-Sailer-Medaille

Viehhändlerin – Pfarrgemeinderatssprecherin – in vielen Vereinen eingebunden und stets fidel und freundlich

 

Moosbach. Den ganzen Tag rissen bei Maria Rackl die Gratulanten nicht ab, die am Dienstag ihr 80. Wiegenfest feiern konnte und obwohl sie schon viel Schweres verkraften musste, ist sie immer fidel und freundlich und strahlt eine geistige und körperliche Vitalität aus, dass sie so manch Jungen in den Schatten stellt.

 

Am Abend hatte sie ins Gasthaus Freund eingeladen, wo an die 60 Gäste der beliebten Rackl Marl, die seit nunmehr 55 Jahren mit ihrer zweiten Heimat Moosbach verwurzelt ist, Ehrungen und Dank zuteil werden ließen. Zu den Gratulanten zählte unter anderem Pfarrer Josef Drexler, Bürgermeister Xaver Eckl, Abordnungen des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung, des Frauenbundes und Gartenbauvereins. Auch Mesnerin Margarete Früchtl und Reimund Seidl von der GenoBank waren gekommen sowie Verwandte, Nachbarn und viele Freunde. Nicht zuletzt ließ der Schützenverein Edelweiß, bei denen Maria Rackl 1968 als Fahnenmutter fungierte, hoch leben und überraschten sie mit den drei Musikanten Florian, Erich und Adi, die den ganzen Abend zünftig aufspielten.

 

Nach dem gemeinsamen Abendessen hatte Pfarrer Drexler die ehrenvolle Aufgabe, im Namen des Diözesanbischofs der Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl, die ihr Amt bereits seit 10 Jahren gewissenhaft inne hat, die Bischof-Johann-Michael-von-Sailer-Medaille, überreichen zu dürfen. Der Bischof würdigte mit der Verleihung ihre jahrzehntelangen Verdienste in der Pfarrei St. Johannes und für die Kirche überhaupt.

 

Die Jubilarin ist seit 1968 – so lange es Pfarrgemeinderäte in der Diözese Regensburg gibt – im Pfarrgemeinderat und stand – auch heute noch – den Pfarrern Albert Zahnweh gottselig (10 Jahre,) Erwin Zach (31) und nun schon eineinhalb Jahre Pfarrer Drexler mit Rat und Tat zur Seite. „Ich schätze ihre Mitarbeit sehr“, gesteht er, weil ich weiß, dass sie, obwohl sie heute ihr 80. Lebensjahr vollenden, in ihrem Herzen jung und dynamisch geblieben sind, so wie es unsere fortschrittliche Pfarrei braucht, in der Altes und Neues nicht als Widerspruch empfunden wird, sondern organisch die Hände reichen.“

 

Anschließend brachte Alexandra Wittenzellner, (Enkelin von Mesnerin Früchtl), ein Gedicht für die Jubilarin zu Gehör, in dem sie viele Ereignisse aus dem oft sehr stressigen Alltagsleben der Jubilarin schmunzelnd verriet. Auch Schützenmeister Hermann Fleischmann war in seinem Element und gab so manche Anekdoten aus dem Viehhandel preis, welche die Jubilarin mit ihrem Mitarbeiter Xaver Wenzl erlebte.

Schließlich genoss die Geburtstagsgesellschaft noch einige Aufnahmen aus dem Leben der Jubilarin, die Tanja Jänikcke-Stöger aus dem Projektor an die Leinwand zauberte und Ludwig Klingl gab noch einen Jodler zum besten.

 

Die Jubilarin freute sich sehr über das Kommen der Gäste und bedankte sich schließlich gerührt für alle guten Wünsche und Geschenke.

 

Maria Rackl erblickte 1931 in Beckendorf bei Bad Kötzting das Licht der Welt. Auf dem landwirtschaftlichen Anwesen ihrer Eltern Max und Anna Vogl wuchs sie mit einem Bruder auf und besuchte in Kötzting die Schule. 1956 gab sie dem Landwirt und Viehhändler Josef Rackl das Jawort und hielt Einzug in Moosbach.

 

Von Kindheit an ans Arbeiten gewöhnt, packte die Jubilarin überall an, ob im Haus, Stall oder auf dem Feld. Nicht zuletzt begleitete sie ihren Gatten zum Viehhandel, was ihr in späterer Zeit von großem Nutzen sein sollte. Denn nach 30-jähriger glücklicher Ehe starb völlig unerwartet ihr Gatte mit erst 62 Jahren.

Dieser Schicksalsschlag traf die tapfere Frau bis ins Mark. Allein war sie nun auf sich gestellt. Um sich abzulenken und unter Menschen zu kommen, führte die Jubilarin den Viehhandel weiter und betreibt ihn heute noch mit Leib und Seele.

 

Mit großem Interesse nimmt Maria Rackl am öffentlichen Leben Anteil, übernimmt Lektorendienste und ist im Pfarrgemeinderat und in vielen Vereinen durch ihre Aufgeschlossenheit und ehrliche Art aber auch ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sehr geschätzt. 

 

Ja die Jubilarin ist ein Begriff im Ort und darüber hinaus. Schon im Ordinariat in Regensburg, als Pfarrer Drexler den Namen Maria Rackl aussprach, wusste man sofort Bescheid.

Erwähnenswert sei auch, dass neben ihrem Viehhandel und den ehrenamtlichen Tätigkeiten in der Pfarrei auch die Familie von Maria Rackl ihren Tribut forderte, als sie zuerst ihre Mutter pflegte und dann ihren Bruder Max nach seinem Schlaganfall sechs Jahre bei sich aufnahm und sich um ihn sorgte. Auch bei ihrem Neffen im Elternhaus packt sie immer noch an, dass man sich fragen muss, wie sie das schafft und wer ihr diese Kraft und Energie verleiht.

 

So wünschte die ganz Pfarrgemeinde, die sie schätzt und liebt, der Rackl Marl zu ihrem Ehrentag von Herzen weiterhin Gesundheit, Gottes Segen und noch viele zufriedene Jahre.

 

Foto: Maria Kolmer (FB) Gisela Schedlbauer (Gartenbauverein) Franz Xaver Pongratz (Kirchenverwaltung), Christl Buerschaper (Gartenbauverein), Josef Lorenz (Kirchenpfleger), Hermann Fleischmann (Schützen), vorne Maria Rackl mit Pfarrer Josef Drexler und BM Eckl

Foto zur Meldung: Große Ehrung von Bischof Gerhard Ludwig zum 80. Geburtstag von Maria Rackl
Foto: Große Ehrung von Bischof Gerhard Ludwig zum 80. Geburtstag von Maria Rackl

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