Mulberry-Ranch Prackenbach

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Mulberry Ranch feiert 15-jähriges Bestehen

(22. 11. 2022)

Ein Leben wie in freier Natur – 40 Pferde leben derzeit im Aktivstall

 

Prackenbach. „Der Boden im Haus vibriert regelmäßig morgens um fünf, da wird man wach“, sagt Roland Geiger (57 Jahre) und rollt gespielt genervt mit den Augen. Dann galoppieren die 40 Pferde geschlossen von der Koppel heim in die Liegehalle oder zu den Futterspendern. „Ein ganz normales Verhalten, denn dann kommen die Fliegen, die ärgern sie“, fügt seine Frau Karin Geiger nickend hinzu. „So leben Pferde in freier Wildbahn.“ Das Ehepaar betreibt den HIT-Aktivstall Mulberry Ranch bei Prackenbach.  Heuer konnten sie das 15-jährige Bestehen feiern.

 

„Der Start war damals, 2007, nicht einfach“, erklärt die 51-jährige Frau mit blondem Pferdeschwanz und Brille. Fast ein ganzes Jahr lang gab es nur einen Einsteller. Der neue Ansatz der Pferdehaltung in einem Aktivstall – ähnlich dem Leben in der freien Natur – habe einige eher abgeschreckt. „Es hat gedauert, bis die Leute registriert haben, dass das das Beste für ihre Lieblinge ist, frei nach dem Sprichwort `Was der Bauer nicht kennt,...!`“ Mittlerweile hat sich die naturnahe Form der Pferdehaltung in Prackenbach und Umgebung etabliert, es leben derzeit 40 Pferde auf der Ranch. Die Anzahl schwanke immer wieder einmal – „Einer kommt, einer geht.“

 

Ähnlich einem Familienverband

 

Auf die Herde habe das mal mehr, mal weniger Auswirkungen, erklären die beiden. Es herrsche eine strikte Rangordnung, an die sich alle zu halten hätten. „Was wir zum Beispiel beobachten, ist, dass sich ranghohe Tiere seltener hinlegen als rangniedrige“, bemerkt Karin Geiger. Sie hätten eine gewisse „Wächter-Rolle“. Vor kurzem verließ der bisherige Herdenchef den Stall, das sei nicht einfach gewesen. „Das war, als ob eine ganze Familie auseinanderbrechen würde. Es hat wochenlang gedauert, bis eine neue Rangordnung hergestellt war und alles wieder halbwegs normal ablief“, beschreibt sie. In der Regel müsse der Rangoberste nur mit den Ohren wackeln und alle Streitigkeiten unter Rangniedrigeren würden beigelegt. Auch wenn ein Pferd altersbedingt sterbe, merke man den festen Zusammenhalt unter den Tieren, „das A und O“, so Karin Geiger. Ihr Mann fügt hinzu: „Das ist eine einfache Geschichte: Auch als Mensch ist man nicht gerne alleine.“

 

 

Karin Geiger gehören zehn der insgesamt 40 Pferde. Doch sie mache keinen Unterschied. „Ich bezeichne alle als meine Pferde und möchte, dass es allen so gut wie möglich geht“, sagt die Pferdeliebhaberin. Sie hat selbst einige Ausbildungen gemacht, unter anderem Phytotherapie, Alternativmedizin, Lasertherapie und Vitalblutanalyse. Für viele Zwischenfälle fände man selbst eine Lösung, „wenn wir wirklich mal den Tierarzt rufen, dann weiß er, dass es schlimm ist und schnell gehen muss.“ Zum Beispiel steht den Pferden auf der Mulberry Ranch eine „Solebox“ mit Ultraschallvernebler zur Verfügung. Durch verschiedene Aromazusätze könne man damit die Heilung positiv beeinflussen.

 

Rund 30 Kilometer legen die Pferde am Tag zurück

 

Im Aktivstall hat jedes Pferd einen Chip, auf den der Futterspender reagiert und die passende Menge Kraftfutter ausgibt. Wann gefressen wird, entscheiden die Tiere selbst. Zugang zu Heu, Rauhfutter nennt man das in der Fachsprache, besteht 24 Stunden am Tag. Vor allem für Rangniedrige gibt es zusätzlich Heudosierer, die mittels Chip funktionieren. „Hier können sie geschützt vor den anderen Pferden in Ruhe zusätzlich Heu abrufen“, so Karin Geiger. Rund 16 Stunden fressen, dementsprechend auch Bewegung und zwischendurch eher kurze Pausen, so sei der Organismus eines Pferdes ausgelegt. Je kälter es wird, desto mehr Heu brauchten die Tiere, auch für die Bildung des Winterfells. „Sie haben einen eigenen Ofen im Körper, könnte man sagen. In der Fachsprache: Thermoregulierung“, legt sie dar. Auf drei Koppeln mit insgesamt zehn Hektar haben die Pferde im Sommer freien Zugang, es ist ihnen selbst überlassen, wo sie sich aufhalten. Im Winter ist es ein Hektar. „Wie schon vor tausenden von Jahren machen die Tiere dann Pause und fahren den Stoffwechsel herunter.“ Trotzdem bewegen sie sich rund elf Kilometer am Tag, im Sommer sind es 30 bis 40.

 

Entwicklung der Ranch

 

Die Idee, einen Stall zu bauen sei nur logisch gewesen, denkt das Ehepaar amüsiert zurück. Frau und Tochter waren regelmäßig reiten, dem Mann war das zu teuer. „Dann bauen wir eben selbst einen Stall und halten Pferde“, war seine Lösung. Nach einigem Hin und Her mit dem Landratsamt habe er eine Genehmigung bekommen, aber nur für mindestens 25 Pferde. „Dann gleich für 30 und mehr, hab ich gesagt, gerade extra“, so Roland Geiger. 2006 wurde gebaut, 2007 eröffnet. Schon damals sei klar gewesen, dass nur der Stall ohne Lokal nicht funktioniere. „Die Einstellerpreise sind so knallhart kalkuliert, dass man davon nicht leben könnte.“ 2009 begann man mit dem Bau des Lokals Nashvilla, 2012 folgte die Eröffnung. Seither kamen noch eine Reithalle, ein Boxenstall, eine Ferienwohnung, das eigene Haus auf dem Gelände sowie ein Saal und ein Wintergarten im Lokal hinzu. So ungefähr habe der Ursprungsplan schon von Anfang an ausgesehen, „aber wir haben nicht gewusst, ob das alles finanziell machbar ist.“ In kleinen Schritten habe man sich aber angenähert und sei sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Auslastung.

 

Momentan sei eher ein Problem, dass das Interesse am Handwerk in den letzten Jahren drastisch gesunken sei, fällt beiden auf. Roland Geier, der sich hauptsächlich um das Lokal kümmert, sucht händeringend Koch und Küchenhilfe. Karin Geiger, zuständig für den Stall und alles drumherum, war lange auf der Suche nach Rancharbeitern. Und eine weitere Entwicklung: „Wir haben früher einen ganzen Kuhstall ausgemistet, nur um dann die Kühe striegeln zu dürfen. So bin ich aufgewachsen“, erzählt sie augenzwinkernd. „Heute wäre es vielen Kindern am liebsten, wenn sie ein geputztes, gestriegeltes Pferd hingestellt bekommen zum Ausreiten und es dann einfach wieder abgeben könnten.“ Mit der Mulberry Ranch und dem Lokal Nashvilla hat sich das Ehepaar selbst verwirklicht. „Wir hätten nicht gedacht, dass uns immer wieder was Neues einfällt“, sagen beide grinsend. „Und wir sind sehr zufrieden mit der Auslastung und froh, dass auch unsere Einsteller ihre Pferde als Familienmitglieder sehen!“

 

Dieser Bericht wurde von Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

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Nashvilla und Mulberry-Ranch feierte sein 10 jähriges Bestehen

(01. 09. 2017)

Country-Abend mit dem Duo Daniel T Coates aus Amerika bzw. Ungarn

 

Prackenbach. In der Originalen Mulberry-Gaststätte mit der Bezeichnung „Naschvilla“ feierte am Freitag-Abend Roland und Karin Geiger ihr 10-jähriges Bestehen und es wurde ein einmalig beschwingter Country Abend, wobei der Saloon bis auf den letzten Platz gefüllt war.

 

Ausgerechnet war an diesem Tag das Duo Daniel T Coates aus Amerika bzw. Ungarn auf der Durchreise zwischen Pullmann City und Michelsneukirchen. Verena Ellerbeck, bei deren Hochzeit sie bereits aufspielten, hat zwischen Roland Geiger und dem Duo Kontakt hergestellt und schon wurde ein Country-Abend auf die Beine gestellt. Sie spielten sehr flott auf und die selbstgezimmerten Melodien und Texte kamen bei den Gästen gut an, so dass einige sogar das Tanzbein schwangen, denn aus ihren Instrumenten „Kontrabass“ und „Gitarre“ holten sie alles heraus, was das Zeug hält.

 

Begonnen hat alles, dass Roland seit frühester Jugend in der Gastronomie tätig war und er ohne Gastgewerbe nicht leben kann und seine Frau Karin närrisch auf Viecher ist. So entstand der einzige und größte Hit-Aktiv-Stall im Bayerischen Wald, der am 08.09.2007 seine Türen öffnete und von dem bereits Staatsminister Helmut Brunner bei der Eröffnung beeindruckend behauptete: „Ein mutiges Konzept, wobei beim Pferdesport die Besonderheit noch darin liegt, dass große Leistungen nur dann erbracht werden, wenn zwischen Mensch und Pferd volle Harmonie besteht.“

Mittlerweile leben 33 Pferde und ein Esel zufrieden in diesem Areal. Ein Zeichen, dass der Aktiv-Stall bereits 2014 zum 2. Mal in Folge von der LAG eine Höchstauszeichnung mit fünf Sternen erhalten hat.

 

Fünf Jahre später wurde „Nashvilla“ der Country-Saloon eröffnet. Er ist wie ein großes gemütliches Wohnzimmer mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und vermittelt ein Dahoam-Gefühl. Mit Stolz können sie behaupten, einen Ort geschaffen zu haben, an dem jeder zur Ruhe kommt und der ein sehr herzliches heimeliges Ambiente bietet. Wenn es auch ein harter steiniger Weg war, so heißt es doch so schön, (Motto von Karin) hebe sie auf und bau was Schönes“ – denn überall steckt ihr Herzblut drin. Schließlich muss noch erwähnt werden, dass allgemein ihre drei Kinder Daniel, Celina und Karl in der Mithilfe eine sehr große Rolle spielen.

 

Foto: Gabor Bardfalvi (Ungar) Roland Geiger und Daniel T.Coates (Amerikaner)

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So ging es früher im Wirtshaus zu

(19. 05. 2016)

Gastwirt Roland Geiger erzählt von „Kampftrinkern“ und ungewöhnlichen Schlafplätzen

(Quelle: Viechtacher Anzeiger / Kötztinger Zeitung, von Lisa Wieland)

Prackenbach. So richtige, alte Wirtshausgeschichten sind immer wieder gern gehört und für einen Lacher gut. Einer, der diesbezüglich einiges erzählen kann, ist Gastwirt Roland Geiger. Als Neffe des früheren Brauereibesitzers in Prackenbach hat er bereits als Kind so manches mitbekommen und nach der Übernahme im dazugehörigen Wirtshaus selbst seine Erfahrungen gesammelt. Mittlerweile hat er sich nach einem Brand die Mulberry-Ranch mit dem Country-Lokal „Nashvilla“ in Prackenbach aufgebaut.

 

„Kampftrinker“ am Stammtisch

Ganz normal war es früher, dass bereits am Mittag die Stammtische voll besetzt waren, erinnert sich der Gastwirt. Der Begriff „Bauernwirtshaus“ komme daher, dass der Bauer sich nach dem Mähen erst mal „a Mass“ gekauft hat. In Dreierreihen saß man um den Stammtisch, damit kein neuer angefangen werden musste. „Und wenn einer nur fünf Halbe getrunken hat, hat es geheißen: ‘Dürstet dich etwa heute nicht?’“ Ein 75-Liter-Fass am Tag war der normale Verbrauch, „da sind schon richtige Kampftrinker dabei gewesen“.

 

Der Wirt unterm Pantoffel

Generell trank der Wirt früher auch nur einen „Pfiff“, also keine ganze Halbe. Seinen „Rausch“ hat er trotzdem bekommen, „weil 35 Pfiff eben auch zehn Halbe sind“, so Geiger grinsend. Meistens hatte aber die Wirtin „die Hosen an“ und die Hand darauf, wie viel Bier ihr Mann trinken durfte.

Doch der war einfallsreich und hatte eine Lösung parat: Der Wirt ging mit einem Gast nach draußen, gab ihm etwas Geld, mit dem der Gast ihn dann einlud und bei der Wirtin zwei Mass bestellte. Dagegen konnte sie schlecht etwas sagen, sie wollte ja Geld verdienen. Der Wirt durfte auch noch einen trinken, er war schließlich „eingeladen“.

 

„Toter“ erschreckt Betrunkenen

Weiterhin sei es früher nicht so abwegig gewesen, dass auch mal betrunken Auto gefahren wurde, erinnert sich der Gastwirt. Einem Gast wurde dadurch ein richtiger Schrecken eingejagt: Nach ein paar Bier hatte er keine so gute Kontrolle mehr über seinen Wagen und fuhr gegen einen Stall, in dem eine frühere Leichenkutsche untergestellt war.

Durch den Aufprall gingen deren Türen auf und ein „Toter“ rutschte heraus, woraufhin der Betrunkene seine Beine in die Hand nahm und sein Auto einfach mit laufendem Motor stehenließ. Wie sich am nächsten Tag herausstellte, war der „Tote“ aber noch am Leben und hatte sich nur in der Leichenkutsche ein Quartier gesucht, wo er seinen Rausch ausschlafen konnte, so Geiger mit einem Grinsen.

 

Gebiss als „Goaßmass“-Schutz

Als der Trend mit den „Goaßmassen“ begann, wurde auch ein alter Brauch wiederbelebt. Musste man auf die Toilette, warf man einfach sein Gebiss hinein, damit keiner auf die Idee kam, die Mass derweil auszutrinken.

Bei einem Gast hat das allerdings nicht so gewirkt, wie erwartet. Seine Freunde rannten während seiner Abwesenheit ins Nachbarhaus, holten das Gebiss einer alten Frau und tauschten es aus. Als der Gast wieder kam und das Gebiss einsetzte, wunderte er sich, dass es nicht passte, und wurde den ganzen Abend von seinen Freunden „derbleckt“.

 

Foto: Im Lokal von Roland Geiger hängt heute noch ein Schild der ehemaligen Prackenbacher Brauerei Eidenschink, die seinem Onkel gehörte...

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Tag der offenen Stalltür in der Mulberry-Ranch - Einziger Hit-Aktiv-Stall im Bayerischen Wald

(04. 09. 2011)



In vier Jahren auf 33 Einsteller angewachsen

 

Prackenbach. „Nur was man gerne macht, macht man gut“, das ist das Motto der Familie Geiger, die in ihrer Mulberry-Ranch am Prackenbacher Ortsrand seit vier Jahren die derzeit artgerechteste Pferdehaltung betreiben und das nicht nur mit Liebe, sondern vorbildlich und zielstrebig. Obwohl viele Leute noch vor Jahren über diese Art der Pferdehaltung etwas skeptisch waren, sind heute mittlerweile 33 Einsteller mit der Haltung und allem was dazu gehört, mehr als zufrieden. Für 2012 ist für 10 Plätze eine Erweiterung geplant.

 

Im Oktober 2007 haben Roland und Karin Geiger nach achtmonatiger Bauzeit die Mulberry-Ranch mit vier eigenen Pferden eröffnet. 13 ha umfasst das ganze Gelände, das vollständig in die einzelnen Bereiche eingezäunt ist. Davon sind 120 000 reine Weidefläche und 10 000 qm offener Bereich (Hoffläche und Fütterungsbereich). In dieser Art von Pferdehaltung können sich die Pferde 24 Stunden frei bewegen und können selbst bestimmen, wo sie sich gerade aufhalten wollen. Die tägliche Bewegung liegt im Durchschnitt bei mind. 15 km. Die Fütterung erfolgt per Computer an den Heu – und Kraftfutterstationen, bis 24 Mal am Tag. Das ist der enorme Unterschied zu einem herkömmlichen Offenstall, denn hier gibt es zum einen die Möglichkeit unterschiedliche Pferderassen ob groß oder klein individuell zu füttern und zum anderen einen ständigen Bewegungsanreiz zu schaffen.

Diese und noch andere Vorteile waren ausschlaggebend, dass die LAG den Stall im vergangenen Dezember mit der höchsten Auszeichnung von fünf Sternen auszuzeichnen.

 

Von den zahlreichen Besuchern bekamen die Betreiber Roland und Karin Geiger viel Lob zu hören. Andere, die den Aktiv-Stall bereits kannten, vor allem die Pferdehalter, die ihren Vierbeiner bei Geiger´s untergebracht haben, konnten nur immer wieder bestätigen, dass die Pferde wahrlich in einem Paradies leben. Sogar den Besuchern, die eigentlich nichts mit Pferden zu tun haben, ist aufgefallen, wie zufrieden und ausgeglichen die Tiere sind.

 

Im Laufe des Tages wurden den Besuchern ständig Führungen angeboten, dazu gehörte auch ab 10.00 Uhr am Reitplatz die Landeszuchtschau des Thaics e.V. Gekürt wurde ebenfalls der bayerische Landessieger der Tinker/Irish Cobs. Eine Attraktion stellte auch ein Showprogramm des bekannten Westerntrainers  Bernd Hackl aus Ruhmannsfelden dar, der den interessierten Gästen seine Arbeit mit seinem Hengst Fips vorstellte. Im Übrigen gibt er auch zuweilen bei Geiger Unterricht für die Einsteller.

 

Für das leibliche Wohl war den ganzen Tag reichlich gesorgt und außerdem hatten die Pferdehalter den ganzen Tag Gelegenheit, ihr Pferd nach Voranmeldung wiegen zu lassen.

 

 

 

 

Foto zu Meldung: Tag der offenen Stalltür in der Mulberry-Ranch - Einziger Hit-Aktiv-Stall im Bayerischen Wald

Die Zukunft der Pferdehaltung

(26. 09. 2010)

Tag der offenen Tür in der Mulberry-Ranch – Einziger Hit-Aktiv-Stall im bayerischen Wald

 

Prackenbach. “Nur was man gerne macht, macht man gut“, das ist das Motto der Familie Geiger, die in ihrer Mulberry-Ranch am Prackenbacher Ortsrand die derzeit artgerechteste Pferdehaltung betreiben und das nicht nur mit Liebe, sondern vorbildlich und zielstrebig.

 

Am Sonntag besuchten beim „Tag der offenen Tür“ trotz schlechter Witterung gut 500 Interessierte die Mulberry-Ranch. Das Wagnis der Betreiber, Roland und Karin Geiger, eine in dieser Gegend bis dato völlig unbekannte Art der Pferdehaltung durchzuziehen, wurde durch die zahlreichen Besucher positiv angenommen und bekamen viel Lob zu hören. Aussagen wie „das sollte überall so sein“, „so gehören die Pferde gehalten“, „ein wahres Paradies für Pferde“ waren immer wieder zu hören. Manche waren sogar dermaßen begeistert, dass sie für ihr Pferd einen Platz im Aktivstall reserviert haben.

 

Roland und Karin Geiger freuen sich außerordentlich, dass sich immer mehr Pferdebesitzer wirkliche Gedanken über die artgerechte Haltung dieser Tiere machen. Studien belegen, dass Bewegungsställe den natürlichen Ansprüchen der Pferde entsprechen. Wirklich gefreut haben sich die Betreiber, dass sogar den Menschen, die eigentlich sonst nicht viel mit Pferden zu tun haben, aufgefallen ist, wie zufrieden und ausgeglichen ihre Tiere sind. Selbst der Menschenauflauf hat sie in keiner Weise gestört. Und dass Pferde durch so eine Haltung menschenscheu werden, konnte man wirklich nicht bestätigen.

 

Die Bewerber werden auf jeden Fall auch künftig zu 100 Prozent hinter diesem Konzept stehen und sie freuen sich – bestätigt durch die positive Veränderung gerade der ehemaligen Boxenpferde – über jeden Einzelnen, der sein Pferd nicht mehr im Käfig hält. Ein weiterer Ausbau ist geplant – Platz dafür ist genügend vorhanden.

 

Im Oktober 2007 haben Roland und Karin Geiger nach achtmonatiger Bauzeit die Mulberry- Ranch mit vier eigenen Pferden eröffnet. Mittlerweile fühlen sich 32 Pferde und Esel im Aktiv-Stall wohl und es ist auch noch Platz für weitere vorhanden. Das Gelände der Mulberry-Ranch umfasst eine Fläche von 130 000 qm, davon sind 120 000 qm reine Weidefläche und 10 000 qm offener Bereich (Hoffläche und Fütterungsbereich). Der Reitplatz (20 x 40 Meter), ist mit dem Allwetterbelag von Swingground ausgestattet und deshalb ganzjährig zu benützen. Zwei Mal monatlich können bei einem bekannten Westerntrainer Reitstunden gebucht werden. Zudem ist eine große Sattelkammer vorhanden und ein urgemütliches Reiterstüberl steht für Besitzer und Reiter zur Verfügung. Als weitere Baumaßnahmen ist eine Wanderreiterstation, eine Ausflugsstation und eine Wohnung für die Betreiber geplant. 

 

Bei dieser Art von Pferdehaltung können sich die Pferde 24 Stunden am Tag frei bewegen und selbst bestimmen, wo sie sich gerade aufhalten wollen. Egal ob Koppel, Liegehallen, die mit Softbetten ausgestattet sind, Sandauslauf oder Hofinnenraum. Sie sind im Durchschnitt mind. 15 km in Bewegung. Die Fütterung erfolgt per Computer an den Heu- und Kraftfutterstationen, bis 24 Mal am Tag.

Nach über zwei Jahren mit Pferden aller Rassen und jeden Alters können Roland und Karin Geiger den positiven Effekt auf Psyche und Körper der Tiere nur bestätigen.

 

Die Besucher und besonders die Kinder, die am Ponyreiten ihren Spaß fanden, waren von der einzigartigen Einrichtung voll begeistert. Alle, die diesen Termin der „offenen Tür“ am vergangenen Sonntag nicht wahrnehmen konnten, haben am Sonntag, 3. Oktober 10 von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr nochmals die Möglichkeit, die Mulberry-Ranch zu besuchen. Ab 13.00 Uhr zeigt der Pferdeosteopath seine Behandlungsmöglichkeiten.

 

Roland und Karin Geiger bedanken sich bei ihren Einstellern, die sie in den drei Jahren so unterstützt und, obwohl sie sozusagen Pioniere mit ihrem Stall sind, sie immer wieder bestätigt haben.

Foto zu Meldung: Die Zukunft der Pferdehaltung