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Verein für Gartenbau und Landespflege Moosbach

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Gisela Schedlbauer

Hochackerweg 8
94267 Prackenbach

Telefon (09944) 1280

 

 


Aktuelle Meldungen

20 Jahre Verein für Gartenbau- und Landespflege – Rückblick und Jahresplanung mit Bildern – 2 neue Mitglieder

(25.03.2017)

Gisela Schedlbauer bleibt Gartlerchefin – 2. Bürgermeister Michael Kellermeier lobt rührigen Verein

 

Moosbach. Beim Verein für Gartenbau- und Landespflege standen bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung am Samstag-Abend satzungsgemäß Neuwahlen an. Vorsitzende Gisela Schedlbauer, die ihr Amt nach neun Jahren gerne zur Verfügung gestellt hätte, mit der Begründung, ein neuer Besen würde wieder besser kehren, ließ man ihr jedoch keine Wahl und so wurde ihr das absolute Vertrauen ausgestellt. Im Übrigen geht der Verein mit kleinen Veränderungen geschlossen in die nächsten vier Jahre.

 

Zur Versammlung im Gasthaus Freund begrüßte Schedlbauer neben 34 Mitgliedern das Ehrenmitglied Arthur Wasner, den 2. Bürgermeister Michael Kellermeier, (der 1. Bürgermeister ließ sich entschuldigen) und Pfarrer Josef Drexler. Auch die Leiterin der Kindertanzgruppe Laura Hackl war gekommen, die von ihrer Arbeit mit den Kindern berichtete.

Schedlbauer bat um eine Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder, von denen man im letzten Jahr kein Mitglied zu Grabe geleiten musste.

 

In ihrem umfangreichen Rückblick berichtete Schedlbauer von zwei Neuzugängen (Andrea und Anton Voitl) und einem Austritt, so dass der Verein mit 117 Mitgliedern im Kreisverband auf 15 von 32 Vereinen steht. Außerdem bemerkte Schedlbauer, dass der Verein mittlerweile noch zwei Tanzgruppen mit Mädels vorweisen kann. Sie besteht aus einer Gruppe mit 12 kleineren Mädels und 1 Gruppe mit drei größeren Tänzerinnen. Sie werden von Laura Hackl geleitet, der Schedlbauer ein großes Dankeschön für ihre Mühen aussprach.

 

Weiter erinnerte Schedlbauer in ihrem Bericht daran, dass der Verein am 29. April 20 Jahre alt wird. Nach Rücksprache mit Kreisfachberater Klaus Eder sei es üblich, erst mit 25 Jahren eine Vereinsehrung auszusprechen. Trotzdem sprach Schedlbauer ein großes Dankeschön an alle Mitglieder für die langjährige Treue aus.

Im Vereinsjahr 2016/17 wurden sieben runde Geburtstage besucht, bemerkte Schedlbauer und erinnerte in ihrem Rückblick an die Frühjahrs- und Herbstwanderung, an den Besuch der offenen Gartentür und bemerkte, dass 2018 bei Ingrid Hackl wieder ein Tag der offenen Gartentür stattfindet. Das Gartlerfest war ein Riesen Erfolg, wobei Schedlbauer noch einmal allen Helfern dankte. Auch der Jahresausflug zur Landesgartenschau war ein Erlebnis und ausnahmsweise nicht verregnet. Zwei Vorträge wurden organisiert: Thema der Darm mit Apothekerin Plach und Schädlinge bei Pflanzen mit dem Referenten Klaus Eder.

 

Schließlich hat der Verein einige Feste im Gemeindebereich besucht und an kirchlichen Terminen teilgenommen. Auch war man beim Gartlerfest in Rattenberg präsent. Vielen Dank für die Hilfsbereitschaft zollte Schedlbauer auch den Helfern, die sich an den siebenmaligen Pflegemaßnahmen um die Kirche beteiligten.

 

Schatzmeisterin Marianne Schreiner berichtete von einem soliden Kassenbestand. Harald Eder und Christine Schedlbauer hatten die Aufzeichnungen geprüft und eine einwandfreie Kassenführung bilanziert. Der Schatzmeisterin wurde einstimmig Entlastung erteilt, wobei diese in ihrem Kassenbericht auch über einige Spenden informierte.

 

Ins Jahresprogramm wurden folgende Termine aufgenommen: Am 1.4. um 13.00 Uhr Palmbuschenbinden und Verkauf am So. 2.4. und So. 9.4.17. Frühjahrsausflug am 21.5. Fahrt mit der Waldbahn nach Bayerisch Eisenstein, Besichtigung der Ausstellung der NaturparkWelten mit Josef Ettl. Am 25.6. Tag der offenen Gartentür von 10.00 bis 17.00 Uhr. 30.7. Gartlerfest, 12.8. Jahresausflug zur Staudengärtnerei am Innkreis nach Abstimmung. Auch eine Herbstwanderung steht am 3.9. wieder auf dem Programm und am 16.9. interne Gartenbesichtigung bei Ingrid Hackl. Zudem wird am 7.11. ein Vortrag von Josef Ettl angeboten zum Thema Unglaubliche Phänomene in der Natur und das Jahr schließt mit der Weihnachtsfeier am 8.12.17.

 

Bevor Michael Kellermeier als Wahlleiter per Akklamation die Wahlen abwickelte, sprach er dem rührigen Verein ein großes Lob aus, wo die Frauen in der Überzahl sind. Er bemerkte auch, dass die Jugend stark gefördert und dass der Ort durch den Verein mächtig in Schuss gehalten wird. Speziell Pflegemaßnahmen wie um die Kirche müsste sonst der Bauhof erledigen. Er dankte der neuen Vorstandschaft und hofft, dass es noch länger so bleibt.

 

Das neue Team besteht weiterhin aus der 1. Vorsitzenden Gisela Schedlbauer, Ihr Stellvertreter ist Erich Achatz, als Schatzmeister kümmert sich für Marianne Schreiner Hermann Raab, das Amt des Schriftführers hat weiterhin Josef Ettl inne und als Kassenprüfer fungieren Harald Eder und Christine Schedlbauer. Als sieben Beisitzer treten an: Christl Buerschaper, Gabi Schedlbauer, Sylvia Eder, Anneliese Altmann, Josef Schedlbauer, Marianne Raab und Franziska Holzapfel. Bei den ausscheidenden Beiratsmitgliedern Irmgard Bernhard und Marianne Schreiner bedankte sich die Vorsitzende mit einem Geschenk.

 

Gisela Schedlbauer dankte Kellermeier für die Leitung der Wahl und Ettl für die Zusammenstellung der wunderschönen Bilder vom ganzen Jahr, die er im Anschluss zeigte. Bevor Schedlbauer die Versammlung beendete, dankte sie allen für ihr Kommen mit der Hoffnung auf weiterhin gute Zusammenarbeit und merkte noch die Teilnahme an drei Veranstaltungen an: Die Schützen laden vom 31.3.-2.4. zur Dorfmeisterschaft im Luftgewehrschießen ein, der SV Moosbach bittet um Teilnahme an ihrem Starkbierfest am Samstag, 1.4. ab 19.00 Uhr. Auch ist der Verein wieder zu Pflegemaßnahmen am 30.9. in den Kreislehrgarten eingeladen.

 

Foto: Christl Buerschaper, Gisela Schedlbauer, Erich Achatz, Sylvia Eder, Marianne Raab, Anneliese Altmann, Hermann Raab, Josef Ettl, 2. Bürgermeister Michael Kellermeier

Foto zu Meldung: 20 Jahre Verein für Gartenbau- und Landespflege – Rückblick und Jahresplanung mit Bildern – 2 neue Mitglieder

Ohne ausreichende Gartenpflege kein ansprechendes Obst und Gemüse

(16.02.2017)

Kreisfachberater Klaus Eder referierte beim Gartenbauverein

 

Moosbach. Bei der Startveranstaltung des Vereins für Gartenbau und Landespflege Moosbach in diesem Jahr konnte die Vorsitzende Frau Gisela Schedlbauer fast 30 Interessenten begrüßen. Referent dieses Abends war Klaus Eder, Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege vom Landratsamt Regen. Mit dem Thema Krankheiten und Schädlinge an Pflanzen konnte Herr Eder deutlich machen, dass ohne ausreichende Kenntnis und Pflege der Pflanzen nur selten befriedigende Erträge und Qualitäten zu erzielen sind. Besonders durch gezielte Hygienemaßnahmen im Haus- und Obstgarten kann vielen Problemen vorgebeugt werden. Befallene Pflanzenteile, aber auch Fruchtmumien oder erste Befallsnester von Schädlingen oder Krankheiten sollten rechtzeitig entfernt werden. Dies setzt aber voraus, dass eine laufende Kontrolle erfolgt. Dies gilt auch für Pflanzen, die im Haus überwintert werden. So überwintern an solchen Pflanzen oft Blattläuse, Spinnmilben, Tripse oder die weiße Fliege. Mit verschiedenen Präparaten wie Kaliseife, Rapsöl, Knoblauchöl oder Neem-Produkten kann eine Bekämpfung erfolgen. In geschlossenen Räumen sollte aber keinesfalls eine chemische Bekämpfung beispielsweise mit dem hochgiftigen Chrysanthemen-Wirkstoff Pyrethrum oder der synthetischen Variante der Pyrethroide erfolgen. Besonders in den Kleingewächshäusern kann durch den Einsatz von Nützlingen der Schädlingspegel niedrig gehalten werden. Zu den Nützlingen zählen beispielsweise Marienkäfer, Schwebfliegen, Schlupfwespen, Florfliegen oder Raubmilben. Viele dieser Nützlinge können heute käuflich erworben werden und dann gezielt im Gewächshaus eingesetzt werden. Damit eine solche Bekämpfung aber einen guten Erfolg erzielt, sind ausreichend Kenntnisse für einen gezielten Einsatz erforderlich.

 

Herr Eder sprach im Folgenden eine Vielzahl von Problemen in Obst und Gemüsekulturen an und zeigte, soweit dies möglich ist, auch Maßnahmen zur Vorbeugung wie zur Bekämpfung auf. Besonders behandelt wurden dabei Probleme an Rosen, Lilien, Rhododendron, Buchsbaum, Kirschen, Äpfel und verschiedenen Gemüsearten. Als ein neues Problem im Obstbau sprach er etwas ausführlicher die Ausbreitung der Kirschessigfliege an. Dieser Schädling, der aus Asien eingeschleppt wurde, stellt eine große Gefahr für viele Obst- und Beerenkulturen dar. Im Gegensatz zur Kirschfruchtfliege legt dieser Schädling bis zu 50 Eier pro Frucht ab und macht die Früchte wie Kirschen, Weintrauben oder Himbeeren völlig unbrauchbar. Da eine direkte Bekämpfung nicht möglich ist, spielt die Hygiene eine sehr große Rolle. Ganz wichtig ist die Beseitigung aller befallener Früchte, damit die Vermehrung gebremst wird. Eine frühzeitige Ernte kann das Problem auch entschärfen. Wie bei vielen anderen Schädlingen kann eine rechtzeitige Abdeckung der gefährdeten Kulturen mit einem Flies oder Netz den Befall verhindern. Da dieser Schädling strenge Winter weniger gut verkraftet, hofft Herr Eder, dass in diesem Jahr das Problem vielleicht nicht so groß ist.

Eder sprach dann noch das Problem beim Einsatz chemischer Präparate in Haus- und Kleingärten an. Zum Einsatz kommen dürfen nur Kleinpackungen mit dem Aufdruck „Zugelassen für Haus- und Kleingärten“. Selbst wenn bei dieser Bekämpfung professionelle Hilfe beispielsweise durch einen Gärtner erfolgt, darf dieser auch nur die zugelassenen Kleinpackungen für Haus- und Kleingärten verwenden.

Zum Schluss der Veranstaltung bedankte sich Gisela Schedlbauer mit einem kleinen Geschenk herzlich bei Herrn Eder für den sehr interessanten Vortrag. Dann wies sie noch auf die nächsten Termine des Vereins hin. Am Samstag, den 25. März findet im Gasthaus Freund in Moosbach die Mitgliederversammlung des Vereins statt. Bei dieser Veranstaltung werden auch die Wahlen zur neuen Vorstandschaft durchgeführt. Es wird um eine zahlreiche Beteiligung durch die Vereinsmitglieder gebeten. Am Samstag, den 01. April werden um 13.00 Uhr im alten Schulhaus wieder Palmbuschen gebunden. Wer Palmzweige zur Verfügung stellen kann, soll sich bitte bei den Vorstandsmitgliedern melden.

Foto: von re. Kreisfachberater Klaus Eder und Gisela Schedlbauer

Foto zu Meldung: Ohne ausreichende Gartenpflege kein ansprechendes Obst und Gemüse

Der Darm, das unbekannte Wesen in uns

(27.11.2016)

Apothekerin Johanna Plach ging mit über 60 Zuhörern auf die Reise durch den Darm

 

Moosbach. Lange Zeit wurde dem Darm wenig Beachtung geschenkt. Mittlerweile stellen der Darm und seine Gesundheit ein sehr aktives Forschungsfeld dar. Mit seinen 300 – 500 qm (etwas so groß wie ein Tennisplatz) ist der Darm das größte Immunsystem des Menschen. Seine Gesundheit entscheidet über unser Wohlbefinden, Krankheit und Stimmung, weshalb man sogar vom Darm als zweites Gehirn spricht.

 

Über dieses außerordentlich interessante Thema sprach Referentin Johanna Plach aus Furth im Wald, die von der Gartenbauvorsitzenden Gisela Schedlbauer bei der Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Frauenbund herzlich begrüßt wurde, die über die vielen Besucher angenehm überrascht war.

Die kompetente Apothekerin machte mit den Anwesenden eine Reise durch den etwa 7 bis 8m langen Darm, der das größte Organ unseres Körpers ist. Kein Wunder, dass da manchmal etwas nicht gut geht. Er stellt nicht nur unser Verdauungssystem, sondern auch wichtiger Bestandteil unseres Abwehrsystems dar, erklärte die Referentin. Nach neuesten Erkenntnissen sind ca. 80 % des Immunsystems im Darm lokalisiert.

Einen entscheidenden Einfluss auf die Stabilität dieses Ökosystems hat die Darmflora. Das sind Bakterien, die dort in Symbiose mit den Menschen leben. Wenn dieses System aus seinem Gleichgewicht gerät, stellen sich gesundheitliche Probleme ein, ließ die Referentin wissen.

 

Für ein gesundes Immunsystem ist vor allem die physiologische Bakterienflora des Darms von großer Bedeutung, die man grob in drei Bereiche einteilen kann. Nämlich in die Schutzflora, die Immunflora und die Fäulnis-Pilzflora. Aufgabe der Schutzflora ist es, durch Verstoffwechselung von Ballaststoffen zum einen die Energieversorgung der Darmschleimhaut zu sichern und zum anderen durch die dabei entstehenden Stoffwechselprodukte ein unterstützendes Milieu für die Immunflora zu schaffen. Ebenso führt dieses Milieu zu einer Zurückdrängung und Regulierung der Fäulnis- und Pilzflora.

 

Die Immunflora hat die Aufgabe, das Immunsystem zu stimulieren, durch Präsentation bestimmter Antigene zu aktivieren und eine ausreichende Antikörperproduktion zum Schutz der Schleimhäute (Atemwege, Nase, Ohren, Mund, Scheide) anzuregen.

Die Fäulnis- und Pilzflora hingegen bereitet dem Körper durch vermehrte Gasprodukton sowie belastende Stoffwechselprodukte eher Beschwerden.

Dies kann zu vermehren Infektanfällen, Verdauungsbeschwerden, Verstärkung chronischer Schmerzen oder rheumatischer Beschwerden, Migräneanfällen bis hin zu chronischer Müdigkeit und Leistungsabfall führen.

 

Antibiotika sind oft notwendig, aber sie zerstören dieses wichtige physiologische Gleichgewicht der Darmbakterien und können dadurch das Immunsystem langfristig schwächen. Chronische Störungen der physiologischen Bakterienflora des Darmtraktes können vielfältige, oft diffuse Beschwerdebilder auslösen oder verstärken. Einige Beispiele dafür sind Infektanfälligkeit, Hauterkrankungen, Chronische Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Verdauungsstörungen wie saurer Magen, Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Reizdarm. Auch Rheumatische Beschwerden des Bewegungsapparates, Migräne, Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Allergien sind möglich.

 

Weiter legte die Apothekerin den aufmerksamen Zuhörern ans Herz, dass vom Darm das Leben ausgeht und auch der Tod. Darum müssen wir den Darm pflegen, was Aufgabe der Darmflora ist, denn er ist schließlich der Hauptsitz unseres Immunsystems. Alles, was wir zu uns nehmen über Ernährung, Medikamente und Umwelteinflüsse, gelangt früher oder später auch in unseren Darm, wo in etwa einer Billiarde Mikroorganismen mit der Gesamtmasse von 1 kg für Ordnung und Struktur sorgen. Bei zu viel Eiweiß und Fett steigen die Giftstoffe im Magen. Wenn ich zu viel im Magen habe, wird die Leber müde. Auch braucht der Darm nachts Ruhe, behauptet die Referentin. Also ist Obst, das gärt, nicht Förderlich für eine ruhige Nacht. So gehört zu einem leistungsfähigen Immunsystem die Entgiftung. Diese erreicht man durch viel Bewegung, richtige Ernährung und gesunde Darmflora. Im Übrigen reagiert der Körper viel stärker auf das Hormon Insulin. Also sind wir auf Gedeih und Verderb auf zwei Kilo Darmbakterien abhängig. Sechs Wochen ungesunde oder einseitige Ernährung und in großen Mengen Tabak reichen aus, um die Darmflora so zu zerstören, dass von der ehemals einen Billiarde Mikroorganismen nicht mehr viel übrig bleibt.

 

Gerät die Ökologie in unserem Verdauungsgarten aus dem Gleichgewicht, sprießen oft Erkrankungen hervor, die auf dem ersten Blick nichts miteinander gemein haben. Denn wenn der Darm nicht mehr richtig arbeitet, können nicht nur Krebs entstehen, auch Allergien nehmen immer mehr zu und Autoimmunerkrankungen stehen mehr als früher auf der Tagesordnung.

Johanna Plach riet den Zuhörern, bei diesbezüglich Gesundheitsprobleme zu einem Stuhltest. Außerdem rät die Apothekerin zu einen gestörten Darm Präparate und Entgiftungskuren für die Leben an.

Eine rege Diskussion entstand und viele Fragen wurden noch gestellt, welche die Apothekerin bereitwillig beantwortete.

Hedwig Plötz vom Frauenbund bedankte sich bei der Referentin für den interessanten Vortrag mit einem Präsent und lud die Gartenbaumitglieder für 2. Dezember um 19.30 Uhr zur Weihnachtsfeier ins Gasthaus Freund ein. Zudem sind die Frauenbundmitglieder ebenfalls für 6. Dezember um 19.00 Uhr zum Rorate in die Pfarrkirche und zu einer anschließenden Adventfeier ins Gasthaus Kerscher eingeladen.

 

Foto: Johanna Plach mit FB Vorstandssprecherin Hedwig Plötz

Foto zu Meldung: Der Darm, das unbekannte Wesen in uns

Herbstwanderung durch den Vorderen Bayerischen Wald

(04.09.2016)

Moosbach. Die traditionelle Herbstwanderung des Gartenbauvereins Moosbach ging diesmal nach Haibach in den Vorderen Bayerichen Wald. Zu dieser Wanderung konnte die Vorsitzende des Vereins, Gisela Schedlbauer 33 Teilnehmer begrüßen. Erstes Ziel war der Hofberg, südlich von Haibach, auf dem sich eine Burgruine und ein Museum befindet. Entlang des Weges zum Hofberg wurde ein Geschichts- und Naturlehrpfad angelegt. Informationstafeln liefen Hinweise zur Geschichte der Burg sowie zur Pflanzenwelt des Hofberges. Wie bei vielen anderen Burgen des Vorderen Bayerischen Waldes wurden auch hier um 1100 n.Chr. die Burgrechte zur Besiedlung des Bayerischen Waldes von den Grafen von Bogen ergeben. Das Rittergeschlecht der Haybecken erbaute auf dem Hofberg eine Burg. Nachdem die Burg im 30-jährigen Krieg zerstört wurde, wechselten die Besitzer der wieder erbauten Burg mehrmals. Ab dem 19. Jahrhundert ließ man die Burg immer mehr verfallen. Erst ein Förderverein von Haibacher Bürgern kümmerte sich ab 1986 wieder um den Erhalt der Burgruine. Dabei wurde auch das angrenzende Stallgebäude zu einem Heimatmuseum umgebaut. Verschiedene Aktionen, wie Theateraufführungen, Burgfeste und Sonnwendfeuer bringen wieder Leben in diese historischen Gemäuer. Vom Hofberg aus hat man einen schönen Rundblick zu den Bergen des vorderen Bayerischen Waldes, wie auch nach Süden in das Donautal. Entgegen dem Wetterbericht blieb es bei der Wanderung weitgehend trocken, einen erhofften Weitblick bis zu den Alpen gab es jedoch nicht.

 

Auf einem ausgeschilderten Wanderweg ging es anschließend südlich des Berges hinab in das Menachtal. Die Menach, die östlich von Konnzell entspringt, hat sich im Bereich Haibach bereits zu einem breiten Bach entwickelt. Entlang des Weges gab das Vereinsmitglied Josef Ettl immer wieder Hinweise zu interessanten Beobachtungen. Wie in vielen Teilen Bayerns kann man auch hier beobachten, wie sich die problematischen Greiskräuter immer mehr ausbreiten. Diese Pflanzen sind vor allem für Pferde sehr giftig und können aber auch Rinder gefährden. Entlang der Menach hat sich auch das Drüsige- oder Himalaya-Springkraut massiv ausgebreitet. In vielen Teilen des Baches bildet es inzwischen einen regelrechten Urwald und hat viele heimische Pflanzen wie die Brennnessel total unterdrückt. Als weitere Problempflanze ist auch immer häufiger die Zaunwinde zu finden. Besonders auf nährstoffreichen Böden kann diese Pflanze selbst größere Sträucher total überwuchern. Landwirte sollen durch das Greeningprogramm des Staates für eine buntere und attraktivere Landschafsgestaltung sorgen.

Der Wanderweg führte auch an so einer interessanten Fläche mit Senf, Ölrettich, Phacelia, Sonnenblumen und Buchweizen vorbei. Hier wurde schnell deutlich, wie gut diese Fläche von den Insekten wie Bienen und Schmetterlingen angenommen wurde.

Den Abschluss der Wanderung bildete die Einkehr im Landhotel Weingarten. Die Vorsitzende des Vereins Gisela Schedlbauer bedankte sich bei allen für die zahlreiche Teilnahme an dieser Wanderung und wünschte einen guten Nachhauseweg. Ein besonderer Dank ging an Josef Ettl, der die Wanderung wieder organisiert hat und immer wieder lehrreiche Hinweise und Beobachtungen gab.

 

Foto: 10. von re Gisela Schedlbauer

Foto zu Meldung: Herbstwanderung durch den Vorderen Bayerischen Wald

Landesgartenschau bot „Musik für die Augen“

(07.08.2016)

Der Gartenbauverein in der Nördlichen Opferpfalz

 

Moosbach. Zum diesjährigen Jahresausflug konnte die Vorsitzende des Vereins für Gartenbau- und Landschaftspflege Moosbach, Gisela Schedlbauer 50 Teilnehmer begrüßen. Mit dem Bus ging es über Weiden und die nördliche Oberpfalz nach Bayreuth zur Landesgartenschau. Diese steht unter dem Motto „Musik für die Augen“ und soll auch an die Musikstadt um Richard Wagner erinnern. Klaus Hübner, ein versierter Führer gab vormittags laufend Hinweise auf dem Weg durch diese Gartenschau.

 

Unter diesem Motto „Musik für die Augen“ entstand hier im Talraum des Roten Mains eine neue und naturnahe Parkanlage – die Wilhelminenaue mit etwa 45 ha Größe, auf der die Landesgartenschau angelegt wurde. Benannt nach der Symbolfigur und „Gastgeberin“ der Gartenschau, Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth. Die Markgräfin (1709-1758) wurde als Lieblingsschwester von Friedrich dem Großen finanziell für ihre künstlerischen Aktivitäten in Bayreuth unterstützt. Ihre Tätigkeiten sind auch heute noch überall in der Stadt und der Umgebung von Bayreuth sichtbar. Ihre Visionen und die in ihrer Zeit geschaffenen barocken Grünanlagen und Bauten wie das UNESCO-Weltkulturerbe Markgräfliches Opernhaus, die Eremitage oder das Lustschloss Fantasie mit dem ersten deutschen Gartenkunstmuseum prägen noch heute Stadt und Region und inspirierten damit auch die Planer der Landesgartenschau bei der Gestaltung. Einige Teilnehmer nutzten den Stadtbus, um nachmittags diese Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Während vormittags die Teilnehmer der Fahrt durch eine Führung auf viele Besonderheiten hingewiesen wurden, konnten sie nachmittags vieles auf eigene Faust erkunden.

 

Entlang des Roten Mains schlägt die Gartenschau eine Brücke zwischen historischer Innenstadt, Hofgarten und Eremitage. Mit dem Aushubmaterial des ca. 2 Hektar Hammerstätter Weiher wurde die Umgebung des Weihers moduliert. Auf einem etwa 2 Kilometer langem Rundweg entlang des Roten Mains und dem Weiher gab es eine Vielfalt von neu geschaffenen Sehenswürdigkeiten. Vieles von diesen geschaffenen Anlagen soll nach der Gartenschau für die Bevölkerung erhalten bleiben. 

 

Von der Blumenschau bis zur Seebühne, vom Regionalpavillon „Mainauenhof“ bis zum Lebensweg der Bayreuther Kirchen oder den Objekten der Partnerstädte von Bayreuth gab es viel zu erkunden. Die insgesamt über 100 Ausstellungspunkte im Landesgartenschaupark zogen auch an diesem Wochenende wieder viele Besucher an. Auch das angenehme Wetter war nach den vorhergehenden Regentagen optimal für den Besuch dieser Gartenschau. Um alles ausführlich zu besichtigen, hätte man sicher mehr als einen Tag benötigt. Mit vielen neuen Eindrücken ging es abends wieder nach Hause. Gisela Schedlbauer bedankte sich noch bei allen für die Teilnahme und Pünktlichkeit und wies auf die nächsten Termine hin. Dies sind das Oldtimerfest in Prackenbach am kommenden Wochenende und die Herbstwanderung am Sonntag, 4. September.  

 

Foto: Führer mit Schirm Klaus Hübner, 2.v.li Gisela Schedlbauer

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Gartlerfest war wieder ein voller Erfolg

(31.07.2016)

Moosbach. Trotz der regnerischen Witterung war das Gartlerfest des Vereins für Gartenbau und Landespflege Moosbach wieder ein voller Erfolg. Die Vorsitzende des Vereins Gisela Schedlbauer konnte neben Pfarrer Josef Drexler auch viele Abordnungen der Ortsvereine und der Umgebung begrüßen.

Auch eine Pflanzentombola mit attraktiven Preisen war wieder ein toller Renner. Silvia Eder und ihre Schwester Ingrid Hackl konnten sich beim Losverkauf über eine mangelnde Nachfrage nicht beklagen. Auch Harald Eder musste zuweilen aushelfen. Auch sonst waren viele Vereinsmitglieder wieder aktiv daran beteiligt, um die vielen anfallenden Arbeiten bewältigen zu können.

Erstmals zum Einsatz kam der Grillwagen der Landjugend. Damit wurde etwas mehr Platz frei im Sportgebäude des SV Moosbachs für die Besucher und für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen, wobei die angebotenen Aktionen sehr stark angenommen wurden.

Franziska Holzapfel und Linda Ehbauer boten beim Schminken und Haarstyling vor allem für Mädchen viele Gestaltungsmöglichkeiten an. Im Basteleck zeigte Christl Buerschaper wie verschiedene Bastelmöglichkeiten die Kreativität fördern können. Dazu gehörte etwa das Basteln von Blumen aus Servietten, oder die Gestaltung eines Stempels aus Salatköpfen zum Erstellen von Rosenblüten sowie die Gestaltung von verschiedenen Malvorlagen. Von den Kindern und Jugendlichen wurde in der kurzen regenfreien Zeit auch das Büchsenwerfen mit Tennisbällen sehr stark genutzt. Diese mussten in den Fenstern einer Hausattrappe Blechbüchsen treffen.

 

Ein besonderes Highlight war wieder der Auftritt der Tanzmädels des Vereins. Wegen des Regenwetters konnten die Aufführungen nicht wie gewohnt auf dem Sportplatz des SV stattfinden. In zwei Altersgruppen zeigten die Mädels unter dem Dach des VereinsGebäudes beeindruckende Aufführungen. Einstudiert wurden diese Darbietungen von Johanna Preiß, die für die Kinder ein besonderes  Händchen hat.

Zum Schluss bedankte sich Giesela Schedlbauer bei allen, die dazu beigetragen haben, dass dieses Fest wieder ein voller Erfolg wurde. Ohne dem Engagement vieler Vereinsmitglieder wäre die Durchführung eines solchen Festes nicht möglich gewesen. Der Dank galt aber auch den vielen Besuchern, die den Veranstaltungen des Gartenbauvereins seit vielen Jahren die Treue halten.

 

Foto: Ingrid Hackl etwas verdeckt und Harald Eder

Foto zu Meldung: Gartlerfest war wieder ein voller Erfolg

Gartler am Drachensee bei Furth im Wald

(05.06.2016)

Frühjahrswanderung war wieder ein tolles Erlebnis

 

Moosbach. Zur Wanderung am Sonntag konnte die Vorsitzende des Gartenbauvereis Moosbach Gisela Schedlbauer und der Organisator der Frühjahrswanderung Josef Ettl gut 30 Teilnehmer begrüßen. Obwohl es vormittags noch geregnet hatte, ist pünktlich zur Wanderung der Himmel aufgeklart.

Am Drachensee angekommen, wurde die Wandergruppe von Heribert Mühlbauer, den wohl besten Kenner dieses Gebietes, begrüßt. Als langjähriger Kreisvorsitzender des Landesbundes für Vogelschutz Cham hat er sich schon bei der Planung des Sees dafür eingesetzt, dass der Naturschutz in diesem Bereich nicht zu kurz kommt. Dieser See wurde als Hochwasserrückhaltebecken bereits in den 1970er Jahren geplant und genehmigt. Erbaut wurde er aber erst von 2003 bis 2009. Insgesamt ist der See in vier Zonen untergliedert. In der Betriebszone befindet sich der Damm und das Kraftwerk. Etwa die Hälfte des bis zu 175 Hektar großen Sees umfasst die Freizeitzone. Im Bereich der nördlichen Ösbühler Bucht befindet sich die Naturerlebniszone. Die Ökozone mit einem großen Flachwasserbereich und Sumpf- und Feuchtwiesen macht etwa die zweite Hälfte des Gebiets aus.

Die Freizeitzone und die Ökozone ist durch einen Schwimmsteg getrennt. Damit sich die Natur in diesem Bereich auch genügend und ungestört entwickeln kann, ist weder die Jagd oder das Fischen erlaubt.

Auf dem Bereich dieses Flachwassersees hat man 30 Inseln angelegt, die den Vögeln als Nist- und Rastplatz dienen können. Was sich innerhalb dieser relativ kurzen Zeit alles in diesem Gebiet entwickelt hat, wurde auf dem etwa 5 Kilometer langen Rundwanderweg deutlich.

Im ersten Teil dieses Weges gab Ettl einige Hinweise zur Pflanzenwelt und zur Geologie. Anders als in den meisten Gebieten des Bayerischen Waldes sind hier nährstoffreichere Böden anzutreffen. Das Ausgangsgestein dieses Gebietes gehört zur böhmischen Molasse und enthält deutlich höhere Nährstoffwerte von Phosphor, Kalk und Magnesium. Dies wird auch an der höheren Pflanzenvielfalt deutlich. So sind in diesem Gebiet beispielsweise Märzenbecher, Türkenbundlilien oder verschiedene seltene Orchideen zu finden. Entlang des Sees gibt es nährstoffärmere Blumenwiesen aber auch fettreiche Graswiesen.

Ab der Schwimmbrücke gab Mühlbauer viele Informationen zur Naturentwicklung und vor allem zu den vielen Arten wieder, die sich inzwischen am See angesiedelt haben. Für Mühlbauer ist es sehr wichtig, dass die Leute möglichst viele Arten kennen. Nur das was der Mensch kennt, ist er meist bereit, auch zu schützen. Um die Besucher an die Naturvielfalt heranzuführen, wurden drei Naturbeobachtungspunkte eingerichtet. Neben Amphibien, Reptilien, Fledermausarten und vielen verschiedenen Insektenarten, haben sich vor allem viele Vogelarten angesiedelt oder benutzen diesen See bei ihrem Durchzug als Rastplatz. Schon anhand der Vogelarten wird deutlich, dass der Klimawandel die Artenvielfalt beeinflusst. So sind mediterrane Arten wie Mittelmeermöwe, die Nilgans, der Seidenreiher, der Löffler oder der Bienenfresser zu beobachten. Aber auch andere ornithologische Besonderheiten wie den Seeadler, Fischadler, verschiedene Gänsearten oder Kraniche können zu bestimmten Zeiten beobachtet werden.

Die eingeplante Zeit reichte bei weitem nicht aus, um all die interessanten Dinge zu erkunden. So stellte sich am Schluss dieser Wanderung heraus, dass es nur ein erstes Reinschnuppern in dieses Gebiet sein konnte.

Giesela Schedlbauer dankte Heribert Mühlbauer und Josef Ettl für diesen erlebnisreichen Nachmittag. Zum Ausklang setzte man sich noch im Drachensee-Caffee zusammen, wo man über die gewonnenen Eindrücke diskutierte.

 

Foto: Wandergruppe am Drachensee mit Heribert Mühlbauer vorne rechts

Foto zu Meldung: Gartler am Drachensee bei Furth im Wald

Die Gartler blickten zurück – Nächstes Jahr kann der Verein sein 20. Gründungfest feiern

(09.04.2016)

Der Verein hat wieder viel geleistet – Jahresplanung und Rückblick in Bildern

 

Moosbach. Dank der rührigen Vorsitzenden Gisela Schedlbauer und der Zusammenhalt ihrer Helfershelfer floriert der Verein für Gartenbau- und Landespflege auch im 19. Jahr der Gründung. Und obwohl im letzten Jahr zwei Austritte und zwei Sterbefälle zu verbuchen waren, steht Moosbach mit seinen 116 Mitgliedern von den 32 Vereinen im Landkreis an 16. Stelle.

Diese erfreuliche Tatsache kam am Samstagabend bei der Jahreshauptversammlung zu Tage, als man von den vielen Aktivitäten in Wort und Bild berichtete und die umfangreiche Jahresplanung für das anstehende Vereinsjahr vorstellte.

 

Zur Versammlung im Gasthaus Freund begrüßte die 1. Vorsitzende neben 30 Mitgliedern das Ehrenmitglied Arthur Wasner sowie Pfarrer Josef Drexler und bat um eine Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder, insbesondere für Alois Vogl und Ludwig Fleischmann, die man im letzten Jahr zu Grabe geleiten musste.

 

In ihrem Rückblick erinnerte Schedlbauer an mehrere Wanderungen unter anderem zum Klostergarten in Neukirchen beim Hl. Blut, nach Neunußberg und auch der Jahresausflug nach Gensleiten gehörte zum Programm. Für die Organisation war jeweils Josef Ettl verantwortlich, dem die Vorsitzende herzlich dankte. Die offenen Gärten haben einige Mitglieder besucht und das Gartlerfest war wieder ein schöner Erfolg, wobei Schedlbauer allen Helfern ihr Lob aussprach. Schließlich haben wieder 16 Frauen Palmbüschel gebunden, wobei man erfreulicher Weise die 300 €-Marke überschritten habe. Allen gebührt ein großes Dankeschön, so Schedlbauer. Nicht vergessen dürfe man den sehr lehrreichen Vortrag über die Verwendung von Heilkräutern von Erika Stelzl, den man mit dem Frauenbund organisierte. Schließlich besuchte eine große Abordnung von Mitgliedern am Sonntag den Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche.

 

Schedlbauer erinnerte auch an die Pflanzung von je einem Baum für die Familien Dötzlhofer und Holzapfel zur Geburt ihrer Kinder. Auch verschiedene Feste im Gemeindebereich wurden besucht, Pflegemaßnahmen um die Kirche getätigt, 10 runden Geburtstagen gratuliert und die Kreisverbandssitzung in Viechtach besucht.

Schedlbauer bemerkte zum Schluss, dass die Kindertanzgruppe mit 20 Mädels unter Johanna Preiß weiter besteht  und dankte der früheren Leiterin Franziska Holzapfel, die dafür sorgte, dass man für sie einen Ersatz fand.

 

Schatzmeisterin Marianne Schreiner berichtete über einen soliden Kassenbestand. Harald Eder und Christine Schedlbauer haben die Kasse geprüft und eine einwandfreie Kassenführung bilanziert. Der Schatzmeisterin wurde einstimmig Entlastung erteilt, wobei diese auch über einige Spenden informierte.

 

Ins Jahresprogramm wurden folgende Termine aufgenommen: 5.6.2016 Wanderung und Führung um den Drachensee, 26.6. Tag der offenen Gartentür, 31.7. Gartlerfest, 6.8. Jahresausflug. Als Ziel entschied man sich durch Vorschläge zur Landesgartenschau nach Bayreuth, 4.9. Herbstwanderung, Ziel noch offen, 10.11. Vortrag durch Apothekerin Johanna Plach zum Thema „Der Darm – Sitz der Gesundheit“, 2.12. Weihnachtsfeier. Im April und Oktober werden um die Kirche Pflegemaßnahmen durchgeführt, Termine werden durch Aushang und Presse bekannt gegeben.

Auf die Frage einiger Mitglieder wies Gisela Schedlbauer auf einen Praxiskurs für Sommerschnitt und Sommer-Veredelung an Obstgehölzen hin. Er findet am 16.7.16 um 15.00 Uhr im Kreislehrgarten mit Kreisfachberater Klaus Eder statt.

Silvia Eder bat die Mitglieder zudem, Blumen oder Ableger für das Gartlerfest zu sammeln.

Zum Schluss dankte Gisela Schedlbauer Josef Ettl für die Zusammenstellung der wunderschönen Bilder vom ganzen Jahr, die er im Anschluss zeigte und den Mitgliedern für ihr Kommen.  

Foto zu Meldung: Die Gartler blickten zurück – Nächstes Jahr kann der Verein sein 20. Gründungfest feiern

„Verwendung von Heilkräutern“

(23.02.2016)

Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Gartenbauvereins und des Frauenbundes

 

Moosbach. Heilpflanzen, Drogenpflanzen oder Arzneipflanzen waren wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen für eine lange Zeit das Einzige, das der Mensch gegen Krankheiten, bei Wunden und Verletzungen und zur Linderung von Krankheiten verwendet hat.   

 

Die Vorsitzende des Gartenbauvereins Gisela Schedlbauer konnte zu dem interessanten Vortrag am Dienstag im Gasthaus Kerscher 45 Zuhörer begrüßen und hieß die Referentin Erika Stelzl, 1. Kräuterpädagogin von Niederbayern aus Obergschwandt bei Rattenberg, herzlich willkommen.

 

In ihrem fast zweistündigen Vortrag stellte Erika Stelzl den aufmerksamen Zuhörern viele Kräuter vor, von denen es hunderte von Sorten gibt, erwähnte ihre Wirkungsweise für den menschlichen Organismus und klärte die Zuhörer über die Haltbarmachung auf. Dazu merkte die Referentin drei verschiedene Arten an, nämlich Trocknen, in Alkohol oder Essig einlegen und Einfrieren. Gut durchgetrocknet und dunkel aufbewahrt bzw. eingefroren, halten die Kräuter bis zur nächsten Saison.

Ernten und haltbar machen sollte man die Kräuter generell dann, wenn man sie braucht. Um die Mittagszeit, an sonnigen Tagen ist der Gehalt an Inhaltsstoffen z.B. ätherische Öle am Höchsten. Glasgefäße mit Schraubverschluss sind ideal zum Aufbewahren, bemerkte Erika Stelzl. Ideal wäre, wenn die Gläser braun sind, damit die Kräuter lichtgeschützt sind. Blechdosen, Papiertüten und Säckchen sind ebenfalls geeignet.

 

Von den vielen Heilkräutern nannte die Referentin zunächst den schwarzen Hollunder. Ihm sagte man früher nach, er sei so gesund und heilsam, dass man den Hut vor jeder Staude abnehmen müsse. In der Kategorie Heilmittel ist der Hollunder als Saft aber auch als Tees zu verwenden, ist bei Erkältung, Nieren- und Blasenleiden gefragt und hat sich bei Herz- und Kreislauferkrankung bewährt. Man verwendet vom Hollunder die Bllüten und Beeren und stärkt durch seine vielen sekundären Pflanzenstoffe unser Immunsystem. Wichtig ist jedoch, dass die Beeren nicht roh verzehrt werden.

Arnika ist eine geschützte Pflanze. Man sollte sie deshalb nicht in der freien Natur ernten, sondern im Garten anpflanzen oder getrocknet kaufen. Arnika mit Alkohol angesetzt und dunkel gelagert, sollte nur äußerlich bei Verletzungen angewendet werden. Mit dem Inhaltsstoff Helanin ist er innerlich angewandt für uns giftig. Beinwell wird als Tinktur oder Salbe bei Knochenbrüchen Versensporn verwendet. Baldrian wirkt beruhigend, hilft bei Schlaflosigkeit, Nervosität, Magenkrämpfen, Migräne und bei Wechseljahren Beschwerden. Die Brennnessel wird bei Blasenentzündungen angewendet und entwässert den Körper. Der Tee soll nicht länger als drei Wochen getrunken werden, so Stelzl. Der Beerlauch, ein sehr wohlschmeckendes Kraut, kann jedoch mit Maiglöckchen und dem Aronstab verwechselt. Bei hohem Blutdruck genossen, ist er sehr hilfreich. Frauenmantel und Schafgarbe sind entzündungshemmend, Thymian ist Schleimlösend und Blutwurz ist gut für den Magen, erklärt die Kräuterpädagogin.

Noch viele weitere Heilkräuter stellte Erika Stelzl vor, wie Johanniskraut, in Öl (Rapsöl) angesetzt hilft unter anderem bei Nervenschmerzen  und Ischias und  Löwenzahn fördert die Verdauung. Wer mit Sodbrennen geplagt ist, sollte Löwenzahnblätter lange kauen. Auch die bewährte Ringelblume gehört in jeden Haushalt und der Wurmfarn wurde früher bei Wurmbefall angewandt.

Schließlich stellte Erika Stelzl den Anwesenden noch einige selbst hergestellte Tinkturen, Crems oder Öle vor und ließ auch einen Hollunderlikör verkosten.

 

Für den interessanten Abend dankte Gisela Schedlbauer der Referenten mit einem kleinen Präsent.

Zu den nächsten Terminen des Frauenbundes und des Gartenbauvereins luden anschließend die beiden Vorsitzenden Hedwig Plötz und Gisela Schedlbauer ein.

 

Weitere Termine: Freitag, 26.2. Mitgliederversammlung vom Kreisverband um 19.00 Uhr im Blossersberger Keller, Palmbüschelbind am Samstag, 12.3. um 13.00 Uhr im ehemaligen Schulhaus, Jahreshauptversammlung am Samstag, 9.4. um 19.30 Uhr ist Gasthaus Freund. Zudem stehen wieder Pflegemaßnahmen um die Kirche an, Termine werden im Aushang oder in der Presse bekannt gegeben

 

Der Frauenbund lädt am 8.3. zum Kreuzweg um 19.00 Uhr in die Schlosskirche Altrandsberg ein,

anschließend Jahreshauptversammlung im Gasthaus Laumer, Osterkerzenverkauf am 26.3., gemeinsam mit dem Gartenbauverein wird am 12.4. um 19.00 Uhr gebastelt und am 10.5. steht wieder die Maiandachtfahrt an.

 

Foto: 1 – Hewig Plötz, Gisela Schedlbauer und Erika Stelzl, 2 – Erika Stelzl mit einigen haltbar gemachten Kräutern

Foto zu Meldung: „Verwendung von Heilkräutern“

Jahresmitgliederversammlung beim Garten- und Kulturverein mit Rückblick

(23.10.2015)

Kreisgartenfachberater weckte in seinem Vortrag die Sehnsucht nach dem nächsten Frühjahr

 

Prackenbach/Krailing. Wenn es auch in der letzten Zeit den Anschein hatte, dass der Garten- und Kulturverein vor dem „Aus“ steht, der hat weit gefehlt, denn die im Dezember 2014 neu gewählte Vorstandschaft unter dem Vorsitz von Heinrich Gierl hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Verein zu erhalten und einen Neustart durchzuführen.

 

Am Freitag hatte der Vorsitzende ins Gasthaus Bergbauer eingeladen, wo er eine Schar  Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung begrüßen konnte. Besonders freute es ihn über die Teilnahme des zweiten Bürgermeisters Michael Kellermeier und über den Kreisgartenfachberater Klaus Eder aus Regen.

 

Schriftführerin Regina Englmeier verlas das Protokoll der letzten außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezember 2014, als nach einer ergebnislosen Wahl erneut Neuwahlen stattfanden, wobei die jetzige Vorstandschaft festgelegt wurde.

 

Anschließend berichtete der Vorsitzende Heinrich Gierl über das abgelaufene Jahr und gedachte dem verstorbenen Mitglied Hans Engl. Er teilte den Anwesenden mit, dass die Mitgliederzahl erfreulicher Weise fast konstant bleib. Zwei Vorstandssitzungen wurden abgehalten und wie jedes Jahr pflegte Josef Preisler im März in gewohnter Sorgfalt den Obstbaumschnitt im Schulgarten. Dabei wurden einige Interessierte in die Materie des Obstbaumschnittes eingeführt.

 

Schatzmeisterin Regina Englmeier verlas den Kassenbericht. Xaver Kilger und Beate Götthans-Gierl hatten die Kasse geprüft und Kilger bat die Versammlung zur Entlastung der Kassierin und der Vorstandschaft, die erteilt wurde.

Der Vorsitzende nahm dann den Tagesordnungspunkt Mitgliedbeitrag auf. Er berichtete von der guten Kassenlage und schlug eine Senkung des Beitrages auf 11.00 € für Vollmitglieder mit Bezug der Gartenbauzeitung und einen Euro für Familienmitglieder vor. Nach einer kurzen Diskussion wurde der Vorschlag einstimmig angenommen.

Unter Wünsche und Anträge wurde über die weiteren Aktivitäten beratschlagt. Sowohl das Ausrichten von Fachvorträgen und das Organisieren einer Lehrfahrt zu gartenbaulichen Objekten schlugen die Anwesenden vor.

 

Heinrich Gier bedankte sich noch bei den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern mit einem Präsent. Diese waren die Beisitzer Xaver Kilger, Erich Hastreiter und Hedwig Weber. Antonie und Josef Preisler, die seit der Gründung des Vereins die Vorstandschaft tatkräftig unterstützt haben, waren leider verhindert. Gierl bedankte sich bereits im Vorfeld persönlich bei den beiden. Bei der scheidenden Vorsitzenden Manuela Lummer bedankte sich Gierl für die acht Jahre erfolgreicher Vereinsführung mit einem Blumenstrauß und einer Damengartenschere.

 

Nach der Ehrung beschloss Gierl die Mitgliederversammlung und bat Kreisgartenberater Klaus Eder mit dem Thema „Jetzt pflanzen, was im Frühjahr blühen soll“ Tipps für die restliche Gartenarbeit in diesem Jahr zu geben.

In seinem wie immer interessanten Vortrag zeigte Eder Bilder von üppig blühenden Frühjahrsblühern in Gärten und Parks. Um dieses zu erreichen, ist natürlich eine geeignete Bepflanzung auf dem richtigen Standort notwendig. Mit Topfpflanzen ist dies grundsätzlich das ganze Jahr über möglich. Zwiebeln, wurzelnackte Pflanzen haben einen besonderen Erfolg, wenn sie im Herbst gepflanzt werden und somit die Winterfeuchte ausgenutzt wird.

Die Jahreszeiten werden nach dem Phänologischen Kalender eingeteilt. Der Vorfrühling wird von der Blüte der Schneeglöckchen und des Leberblümchens bestimmt, der Erstfrühling von der Forsythie und der Narzisse, der Vollfrühling bringt die Blüte des Flieders und der Apfelbäume.

 

Für die Zwiebelpflanzung gilt die Faustregel: Pflanzloch doppelt so tief wie der Durchmesser der Knolle. Bei Wühlmausgefährdung ist eine Pflanzschale mit Verbssschutz von unten und der Seite sinnvoll. Für die Frühjahrsblüher Goldregen und Blauregen gilt die Giftigkeit zu beachten. Es sind alle Pflanzenteile, im Besonderen die Samen in den Schoten giftig. Aufgrund der starken Schlingwirkung sind Bepflanzungen von Fassaden nicht zu empfehlen. Für die Apfelblüte kann ein Zierapfel von der Sorte „Royality“ einen wunderschönen roten Farbklecks bringen. Wer genügend Platz hat, dem sei eine Streuobstwiese zu empfehlen, die im Frühjahr mit üppigen Blüten erfreut. Für kleinere Gärten sind blühfreudige Sträucher wie Zierkirsche, Flieder, Magnolien, aber auch Azaleen und Rhododendren anzuraten. Sie blühen dann im Vollfrühling. Besonders hob Eder Wildrosen wie Mandarinrose (Rosa mojesi) Büschelrose (Rosa multiflora) und Gebirgsrose (Rosa pendulina) hervor, die nicht nur das Auge erfreuen, sondern eine hervorragende Bienenweide abgeben. Die Gebirgsrose erfreut zusätzlich noch im Herbst mit länglichen, intensivroten Hagebutten.

Klassiker, wie das tränende Herz, die Frühlingsaster mit der Sorte „Dunkle Schöne“, Waldgeißbart und die Sibirische Schwertlilie stellte Eder mit eindrucksvollen Bildern vor. Als besonderes Highlight nannte Eder die Strauchpfingstrose, die sich inzwischen zu einer Liebhaberstaude entwickelt hat.

 

Gierl schloss die Versammlung mit der Bemerkung, dass Klaus Eder nun eine große Sehnsucht an die vielen Blüten und Farben im nächsten Frühjahr geweckt hat.

 

Fotos: Ehrung beim Gartenbauverein: Erich Hastreiter, Xaver Kilger, Hedwig Weber, Manuela Lummer und Vorsitzender Heinrich Gierl

Foto zu Meldung: Jahresmitgliederversammlung beim Garten- und Kulturverein mit Rückblick

Herbstwanderung des Gartenbauvereins

(06.09.2015)

Ziel war die Burgruine Neunußberg und das Golddorf Schönau

 

Moosbach. Zu der diesjährigen Herbstwanderung des Vereins für Gartenbau- und Landespflege Moosbach konnte die Vorsitzende Gisela Schedlbauer bei idealem Wanderwetter 25 Wanderfreunde begrüßen. Ausgangspunkt der Wanderung war die Burgruine Neunußberg, wo man vom Turm aus eine herrliche Aussicht auf die nähere und weitere Umgebung hatte. Wanderführer Josef Ettl gab einige Hinweise zur Burg und den jährlich stattfindenden Burgfestspielen.

Der Baubeginn für die Burg war bereits im Jahre 1340 durch das Rittergeschlecht der Nußberger. Im Jahre 1466 lehnten sich 41 Ritter überwiegend aus dem Bayerischen Wald gegen den Bayerischen Landesherren Herzog Albrecht IV auf. Im Böcklerkrieg von 1469 bis 1470 wurden die rebellischen Ritter besiegt und verloren ihre Privilegien. Die bereits seit 1968 stattfindenden Burgfestspiele erinnern an diese historischen Begebenheiten. Die Burg und die dazugehörende Burgkapelle wurden mit dem eingenommenen Geld aus den Festspielen durch den Bayerwaldverein der Sektion Viechtach saniert und erhalten.

 

Auf einem gut beschilderten Wanderweg ging es alsdann talwärts nach Schönau. Schönau war eine ehemalige Gemeinde im heute zum Landkreis Regen zählenden Altlandkreis Viechtach, die am 1. Mai 1978 in die Stadt Viechtach eingemeindet wurde. 1971 war das Gemeindegebiet der Gemeinde Wettzell einverleibt worden, ehe es 1978 zu Viechtach kam. Das Gebiet der einstigen Gemeinde umfasste die beiden Kirchdörfer Schönau und Neunußberg sowie die Dörfer Bärndorf und Rattersberg, 4 Weiler und 12 Einöden. Das Dorf Schönau wurde 2007 durch die Auszeichnung mit der Goldmedaille auf Bundesebene beim Wettbewerb „unser Dorf hat Zukunft“ bekannt. Die von 1996 bis 2005 stattfindende Dorferneuerung und das ungewöhnliche Engagement der Bürger haben diese Auszeichnung möglich gemacht. Bei einem Gang durch das Dorf konnte man sich viele Anregungen holen, wie man Haus und Garten naturnah gestalten kann.

 

In der Gastwirtschaft Piller, Schönau gab Gisela Schedlbauer kurze Hinweise zu einem Angebot aus Elefantengras. Dieses Hächselgut von Miscanthus kann auf vielfältige Weise im Garten eingesetzt werden. Nach einer kurzen Rast in der Dorfgaststätte ging es auf dem etwa 8 Kilometer langem Rundwanderweg über die Weiler Rittmannsberg und Kager zurück nach Neunußberg. Bei diesem Wanderweg hatte man immer wieder schöne Ausblicke auf die Umgebung. Auffällig waren auf dem Rundweg die vielen Kapellen, Kreuze und Totenbretter am Wegesrand. Sehr positiv wurde auch gewertet, dass man auf verschiedenen Wiesen noch Rinder auf der Weide sehen konnte. Dies ist inzwischen auf dem Bayerischen Wald nicht mehr so häufig wie früher.

In Neunußberg angekommen  bedankte sich Gisela Schedlbauer bei allen, insbesondere bei Josef Ettl, der die Herbstwanderung wieder vortrefflich organisiert und durchgeführt hat und wünschte eine gute Heimfahrt.

 

Foto: li. Josef Ettl, 8.v.re. Gisela Schedlbauer

Foto zu Meldung: Herbstwanderung des Gartenbauvereins

Der Kaffeenachmittag war wie immer Spitze am 19. Juli 15

(19.07.2015)

Garanten waren eine reichhaltige Pflanzentombola, Basteln und Tanzaufführungen

 

Moosbach. Sommerliche Temperaturen und immer wieder eine leichte Prise sorgten am Sonntag beim Sommerfest des Vereins für Gartenbau und Landespflege für ideale Wetterbedingungen, so dass es wieder eine Erfolgsveranstaltung wurde, doch hauptsächlich war es wie immer die Tatsache, dass sich der Kaffeenachmittag seit Jahren zu einer beliebten Unterhaltungsveranstaltung für Jung und Alt entwickelt hat und der Verein sich auch heuer wieder über nahezu 250 Besucher freuen konnte.

 

Wie jedes Jahr haben die Verantwortlichen ein abwechslungsreiches Programm  mit einer reichhaltigen Pflanzentombola mit 200 Preisen, Tanzaufführungen durch die quicklebendigen Kinder- und Jugendgruppen und Bastelübungen für Kinder auf die Beine gestellt.

 

Vorsitzende Gisela Schedlbauer hieß schon am Mittag und auch am Abend alle Besucher herzlich willkommen. Neben Bürgern aus Moosbach und Prackenbach und vielen Vereinsmitgliedern der Orts- und Nachbarvereinen waren  auch Bürgermeister Andreas Eckl mit Freundin Manuela und Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl gekommen. Mit einer großen Abordnung war wieder der Obst- und Gartenbauverein Rattenberg und vielen Mitgliedern des SV Moosbach. Für das leibliche Wohl war schon ab Mittag mit leckeren Braten und Würsteln und am Nachmittag mit feinsten Kaffee und Kuchen und Schmalzgebäck gesorgt.

 

Das Highlight des Nachmittags besorgten 20 Mädels der Kinder- und Jugendgruppen (14 KIDS und 6 TEENs). Heuer hatten die KIDS  „99 Luftballons“ und Donikkl´s Fliegenlied auf dem Programm. “Fireball – Turn me on“,  „Rock me“ und  „ Uptown Funk“ und  als Zugabe „Staying Aliove“ hießen die Titel der TEEN´s. Die Zuschauer zeigten in ihrem stürmischen Applaus, was die Mädels wieder alles gelernt hatten. Einstudiert hatten die Tänze Johanna Preiß für Franziska Holzapfel die sich zur Zeit in Baby-Pause befindet.

 

Großes Lob spendete Gisela Schedlbauer den Tänzerinnen für ihren Auftritt und spendierte einen Verzehrgutschein. Mit einer weiteren  Attraktion warteten Renate Hoffmann und Sylvia Eder mit einer reichhaltigen Pflanzentombola auf, bei der jedes Los ein Treffer war und in einer Bastelecke entstanden unter der Leitung von Christl Buerschaper bemalte Stofftaschen und Mobile mit Muscheln.

 

Zum Schluss dankte die Vorsitzende den Pflanzen- und Kuchenspendern, den Gärtnereien sowie dem fleißigen Team und den vielen Helfern vor und hinter der Theke, so dass das Fest ohne Probleme von statten ging.

 

Foto: die quicklebedigen Tänzerinnen

Foto zu Meldung: Der Kaffeenachmittag war wie immer Spitze am 19. Juli 15

Einen Hibiskus für Baby Karl

(07.07.2015)

Moosbach. Eine schöne Einrichtung hat sich da der Verein für Gartenbau- und Landespflege ausgedacht und pflanzt bzw. spendet zur Geburt eines Erdenbürgers, deren Eltern Mitglied des Vereins sind, zur Erinnerung einen Baum.

 

Am 5. Mai hat Baby Karl, der 2. Sohn von Franziska und Michael Holzapfel das Licht der Welt erblickt. Die Eltern hatten sich als Glückwunschgeschenk einen Hibiskus ausgesucht. Er wurde bereits im Eingangsbereich ihres schmucken Hauses mit dem wunderbar angelegten Garten eingebaut.

Am Mittwoch fand die offizielle Übergabe des Vereins durch 2. Vorstand Erich Achatz statt.

Die Eltern bedankten sich für das schöne gesunde Hibiskus Bäumchen und freuen sich mit dem Gartenbauverein schon heute, wenn er gedeiht und vor allem über die ersten Blüten, die der Hibiskus hervor bringt.

 

Foto: steh. Paul und Papa Michael Holzapfel, Erich Achatz und Baby Karl mit Mama Franziska Holzapfel

Foto zu Meldung: Einen Hibiskus für Baby Karl

Einen Apfelbaum für Baby Elias Michael Dötzlhofer

(04.07.2015)

Der Gartenbauverein war aktiv

 

Viechtafell. Der Verein für Gartenbau- und Landespflege hat am Samstag-Abend für das Baby Eilias Dötzlhofer in Viechtafell in deren Obstgarten einen Apfelbaum von der Sorte „Kaiser-Wilhelm“ gepflanzt.

Die Gartler haben es sich zur Aufgabe gemacht, für jedes neugeborene Kind, dessen Eltern Mitglied in ihrem Verein sind, einen Baum nach ihrer Wahl zu pflanzen.

Auf Wunsch der Eltern Stefanie und Michael Dötzlhofer, die schon bei der Geburt von Baby Simon vor drei Jahren einen Birnbaum erhielten, sollte es ein Apfelbaum sein, welchen die Vorsitzende Gisela Schedlbauer und Josef Schedlbauer mit Hilfe von Papa Dötzlhofer und klein Simon pflanzten. Sowohl der Gartenbauverein als auch die Eltern hoffen auf guten Ertrag.

 

Mittlerweile sind es schon 12 Kinder (mit Baby Karl Holzapfel) von denen die Eltern zur Geburt ihres Babys vom Gartenbauverein ein Erinnerungs-Präsent erhalten, über das die jungen Erdenbürger später und die ganze Familie ihre Freude daran haben.

 

Foto: v.re. Stefanie und Michael Dötzlhofer mit Baby Elias und Simon

v.li. Gisela Schedlbauer und Josef Schedlbauer vom Gartenbauverein

Foto zu Meldung: Einen Apfelbaum für Baby Elias Michael Dötzlhofer

Die Gartler in den Bayerischen Alpen

(20.06.2015)

Trotz ständiger Regenschauer ein erlebnisreicher Tag

 

Moosbach. Der Verein für Gartenbau und Landespflege hatte heuer bei seinem Jahresausflug kein Glück mit dem Wetter, denn unaufhörlich wurden die Teilnehmer am Samstag den ganzen Tag mit Regenschauern konfrontiert.

 

Doch unerschrocken, aber „Sonne im Herzen“ bestieg man um 6.30 Uhr den Bus der Firma Ebenbeck, der die 48 Gartler über Deggendorf – München dem Ziel der Bayerischen Alpen näher brachte. Zunächst jedoch stärkte man sich an der Raststätte Höhenrain an der Garmischer Autobahn mit Kaffee, Brezen und einer Handwurst bis man das Freilichtmuseum Glentleiten ansteuerte. Josef Ettl, der den Ausflug organisierte hatte nämlich angekündigt, bei schlechtem Wetter die Route zu ändern und statt dem ersten Ziel der Gondelfahrt zum Herzogstand anschließend Schloss Linderhof oder Kloster Benediktbeuren ins Programm auf zu nehmen.

 

In Gentleiten angekommen, erkundeten die Gartler das größte Freilichtmuseum Südbayerns, das auf einer Fläche von 38 ha über 60 historische Häuser, Werkstätten, Mühlen und Almen beherbergt. Das ganze Gelände mit seinen historischen Sehenswürdigkeiten ermöglicht einen umfassenden Einblick der Menschen Oberbayerns in ihre Baukunst und Arbeitswelt. So mancher erinnerte sich zurück in die früheren Bauernhäuser samt ihren Einrichtungen aus längst vergangener Zeit.

Bei dem Umgang, der sich bis zu drei Stunden ausdehnen kann, konnte man auch Gärten, Wälder und Weiden mit alten Tierrassen besichtigen und Themenbereiche wie „Korn und Brot“, altes Handwerk wie Knappen, Köhlern und Kesselflicken bestaunen. In der Museumsgaststätte „Starkerer Stadel“ kehrten die Gartler im Selbstbedienungsrestaurant zur Mittagszeit ein. Auch im Kramerladen gab es typische Spezialitäten, kleine warme und halte Gerichte der Saison.

 

Weiter ging die Fahrt zum Schloss Linderhof, wo zunächst eine Führung in der Venus-Grotte eingeplant war, die mit dem Bau des Schlosses neben einem riesigen Schlossgarten künstlich angelegt wurde und Bezug auf Richard Wagners „Tannhäuser“ nimmt und als Interpretation im Venusberg gestaltet wurde.

Das Schloss Linderhof liegt in der Oberbayerischen Gemeinde Ettal, das sich der Bayerische König Ludwig II. in mehreren Bauabschnitten von 1870 bis 1886 errichten ließ. Es ist das kleinste der drei Schlösser König Ludwig´s und das einzige, das noch zu seinen Lebzeiten vollendet wurde und wo er sich am häufigsten aufhielt.

Das Obergeschoss mit den Wohnräumen des Königs beherbergt unter anderem zwei große Säle sowie ein Ess- und Arbeitszimmer. Der Spiegelsaal mit seinem Prunk und das Gobelinzimmer beeindruckte die Besucher besonders. Alle Räume sind reich im Stil des Neurokoko ausgestattet. Der größte Raum in Linderhof ist das nach Norden gerichtete königliche Schlafzimmer, ganz in den Farben blau gehalten. Zur Lebensgeschichte König Ludwig´s erwähnte schließlich die Führerin, dass er mit 18 Jahren zum König gekrönt wurde und von 1864 – 1886 regierte. Er starb am 13.6.1886 im Starnberger See.

 

Auf der Heimfahrt dankte Vorsitzende Gisela Schedlbauer den Teilnehmern, die trotz des schlechten Wetters tapfer ausgehalten haben. Der Dank galt auch Josef Ettl für die Organisation und für seine Bemühungen der Umdisponierungen, das den Ausflug noch zum Erlebnis werden ließ. In diesem Zusammenhang dankte sie auch dem super Busfahrer Alois Laumer, der alle wieder wohlbehalten nach Hause brachte.

Gisela Schedlbauer nahm noch die Gelegenheit wahr und erinnerte an den nächsten Termin am 19. Juli, wenn das traditionelle Gartlerfest stattfindet und bat um Kuchen-Spenden und Helfer für Arbeitseinsätze. Nicht zu vergessen sei die Pflanzentombola, zu dem sie um Spenden von Pflanzen jeglicher Art bat. Abzugeben am Samstag, 18. Juli von 16 – 17 Uhr am Fußballplatz. Schließlich erinnerte sie noch an den Tag der offenen Gartentür, der am 28.Juni im LK Regen über die Bühne geht und vier Besitzer von ihren Gärten in Teisnach, Lindberg, Böbrach und Regen zur Besichtigung öffnen.

 

Foto: Linderhof vor dem Schloss mit den Fahrtteilnehmern

Foto zu Meldung: Die Gartler in den Bayerischen Alpen

Im Klostergarten der Franziskaner

(17.05.2015)

Das zentrale Thema des Gartens – die Bewahrung der Schöpfung

 

Moosbach. Der Verein für Gartenbau und Landespflege hatte am Sonntag zu einem Ausflug nach Neukirchen b. Hl. Blut eingeladen, zu dem die Vorsitzende des Vereins Gisela Schedlbauer gut 30 Teilnehmer begrüßten konnte.

 

Erstes Ziel war der Klostergarten der Franziskaner, der eine Größe von 1,6 ha aufweist, sich jedoch noch in der Ausbauphase befindet. Dieser Garten ist nicht frei zugänglich und kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Wie die Führerin Paula Kerscher erklärte, dient dieser Garten vor allem als ein Ort der Begegnung, der Wissensvermittlung, der Besinnung und ein Ort, wo Mensch und Natur sich intensiv begegnen können.

Vor der Führung durch den Garten gab Kerscher einen Überblick über den bekannten Wallfahrtsort, der Wallfahrtskirche sowie dem Orden der Franziskaner. Der Sonnengesang des H. Franz von Assisi bildete die Orientierung für die Neugestaltung des Klostegartens. Die Bewahrung der Schöpfung ist das zentrale Thema des Gartens und die vier Gärten des Sonnengesangs bilden das Herz des Gartens.

Der Garten der Gestirne, der Elemente Wasser, Wind, Feuer und Erde werden durch speziell ausgewählte Pflanzen dargestellt. Die christlichen Symbol- und Marienpflanzen unterstreichen den theologischen Ansatz. Außerdem wurden in diesem Garten auch die Aspekte des Gargenbaues und der Heilkunde mit aufgenommen. Dazu zählen der Apotheker- Gemüse- und Obstgarten, wobei vor allem der Apothekergarten hatte es den Besuchern angetan. Hier sind die wichtigsten Heil- und Gewürzkräuter anhand er Wirkung zusammengestellt. Aber auch die ökologischen Bereiche mit dem Trachtenpflanzengarten für die Insekten, die Vogelnist- und Nährgehölze, die große naturnahe Blumenwiese sowie der naturnah gestaltete Teich waren sehr interessant.

 

Die Teilnehmer dieses Ausfluges waren sich einig, dass eine Besichtigung dieses Gartens nicht ausreicht, um die Vielfalt der dargebotenen Lebensräume und Pflanzen aufzunehmen. Hier kann durch mehrmalige Besuche auch sehr gut der Lauf der Jahreszeiten mit der Vielfalt an Erscheinungsformen erlebt werden.

Im Anschluss wurde auch noch der angrenzenden Wachskunst-Galerie ein kurzer Besuch abgestattet, bevor es weiterging zum Freizeitzentrum Hohen Bogen. Hier war beabsichtigt, dass die Teilnehmer mit der Doppelsesselbahn zum Hohen Bogen hinauf  fahren. Unverständlicherweise endete aber die letzte Talfahrt der Bahn bereits um16.45 Uhr, so dass sich der größte Teil der Teilnehmer entschloss, auf diese Fahrt zu verzichten. Der Teil, der noch mit der Bahn hinauf gefahren ist, musste dann zu Fuß die etwa 400 Höhenmeter wieder zur Talstation gehen.

Insgesamt ging aber ein interessanter Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken zu Ende. Zum Schluss bedankte sich Gisela Schedlbauer noch bei allen für das große Interesse und für die zahlreiche Teilnahme und wünschte einen guten Nachhauseweg.

 

Foto: links Führerin Paula Kerscher

Foto zu Meldung: Im Klostergarten der Franziskaner

Die Gartler zogen Bilanz – vier Neuzugänge

(12.04.2015)

Volles Programm im letzten Jahr – Jahresplanung, Aktuelles und Rückblick mit Bildern

 

Moosbach. Ungebrochen floriert der Verein für Gartenbau- und Landespflege im 18. Jahr der Gründung und obwohl im letzten Jahr drei Ausgänge und ein Todesfall zu verbuchen waren, freute man sich über vier neue Mitglieder, so dass der Verein konstant auf 120 Personen steht. Diese erfreuliche Tatsache kam  bei der Jahreshauptversammlung am Samstag-Abend zu Tage, als man von den vielen Aktivitäten in Wort und Bild  berichtete und die umfangreiche Jahresplanung für das anstehende Vereinsjahr vorstellte.

 

Zur Versammlung im Gasthaus Freund begrüßte die 1. Vorsitzende Gisela Schedlbauer neben den 35 Mitgliedern das Ehrenmitglied Arthur Wasner auch Pfarrer Josef Drexler und bat um eine Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder, insbesondere für Gründungsmitglied Xaver Haberl, den man im letzten Jahr zu Grabe tragen musste.

In ihrem Rückblick berichtete die Vorsitzende vom Palmbüschel-Binden, wobei bei der Aktion im letzten Jahr und auch heuer jeweils 15 Frauen am Werk waren, denen sie herzlichen Dank aussprach.

Schedlbauer erinnerte an mehrere Vorträge, die zum Teil mit dem Frauenbund organisiert wurden, unter anderem über den  Anbau und Verwendung von „Hollunder“, „Lachen ist gesund“ sowie über Antibiotika, vorgestellt von der Apothekerin Plach aus Furth im Wald. Schließlich referierte Pfarrer Dr. Konrad in einem interessanten Vortrag mit der Pfarrgemeinde Prackenbach über den Islam.

Eine Frühjahrs- und Herbstwanderung wurde durchgeführt und einen Jahresausflug nach Deggendorf organisiert und sich bei einer Pflegaktion im Kreislehrgarten beteiligt. Schließlich war der Verein bei der offenen Gartentür bei Ingrid Hackl mit helfenden Händen präsent, wo sage und schreibe trotz des schlechten Wetters 804 Besucher verbucht wurden. Auch das Gartlerfest war wieder ein voller Erfolg, als die Kindertanzgruppe und die Bauchtanzvorführung nebst Pflanzentombola als Garanten hervor gingen. Ein großes Dankeschön an alle Mitwirkenden und Helfer war ihnen sicher.

Schließlich war der Verein bei der Hochzeit von Corinna Vogl präsent (eine frühere Leiterin der Kindertanzgruppe) und auch an sechs weiteren weltlichen und kirchlichen Festen hat sich der Verein beteiligt.

Leider konnte Schedlbauer auch von einer unerfreulichen Tatsache berichten, als der Verein ein Ferienprogramm zur Burg in Runding organisierte und nicht ein einziges Kind Gebrauch davon machte, so dass das Ferienprogramm für den Gartenbauverein abgehackt sei.

 

Schedlbauer informierte die Mitglieder, dass man Florian Hackl und seiner Frau zur Geburt ihres Kindes einen Weinstock gepflanzt habe. Auch wurden sechs Pflegemaßnahmen um die Kirche getätigt und Sepp Schedlbauer war an der Kreisverbandssitzung in Regen präsent, wobei er der Versammlung mitteilte, dass eine Obstpresse angeschafft wurde, die im Kindergarten Moosbach erstmals vorgeführt wird.

 

Schatzmeisterin Marianne Schreiner berichtete über einen soliden Kassenbestand. Harald Eder und Christine Schedlbauer bilanzierten eine einwandfreie Kassenführung und der Schatzmeisterin wurde einstimmig Entlastung erteilt. Diese informierte auch über eine Spende von Arthur Wasner und gab die Namen der vier Neuzugänge bekannt: Albert und Renate Hoffmann, Inge Stoiber und Ingrid Hackl.

 

Ins Jahresprogramm wurden folgende Termine aufgenommen: Zunächst lud Schedlbauer für den nächsten Tag zu einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder ein. Geplant ist für 17. Mai eine Frühjahrswanderung nach Neukirchen beim Hl. Blut zur Besichtigung unter anderem des Klostergartens, 20. Juni Vereinsausflug nach Oberbayern, 28. 6. Tag der offenen Gartentür, (Besichtigung in anderen Gärten), 1.7. Gartlerfest mit Attraktionen wie Tanzgruppe und Pflanzentombola, 6.9. Herbstwanderung und schließlich am 4.12. Weihnachtsfeier.

Auch Hans Miethaner nahm die Gelegenheit wahr und bat um Helfer für die 900-Jahrfeier vom 24.-26. Juli in Prackenbach und ließ eine Helferliste herumreichen, wo sich Bereitwillige eintragen sollten.

Zum Schluss dankte Gisela Schedlbauer Josef Ettl für die Zusammenstellung der wunderschönen Bilder vom ganzen Jahr, die er im Anschluss zeigte sowie den Mitgliedern für ihr kommen.

 

Foto: Gisela Schedlbauer bei ihrem Rückblick mit Pfarrer Josef Drexler als Zuhörer

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Die Gartler banden Palmbüschel

(22.03.2015)

Moosbach. Der Verein für Gartenbau- und Landespflege hat am Samstag im Gemeinschaftsraum der ehemaligen Schule sage und schreibe 200 Palmbüschel gebunden, die am Sonntag von Pfarrer Josef Drexler bei der Palmprozession geweiht werden.

 

14 Frauen sind der Einladung von Gisela Schedlbauer gefolgt, die in verhältnismäßig kurzer Zeit einen ganzen Schwung von bunten Buschen gezaubert hatten, für die man bereits Tage zuvor eine Menge Materialien gesammelt hatte.

 

Die Exemplare wurden dann vor und nach dem Gottesdienst am Sonntag durch ein kleines Entgelt an den „Mann“ gebracht, damit jeder am Palmsonntag seinen geweihten Buschen in den Herrgottswinkel stecken kann.

Kurzentschlossene, die am Palmsonntag immer noch keine Palmgerte haben, können am nächsten Sonntag noch vor dem Gottesdienst welche erwerben.

Nach dem Binden der Palmbüschel war natürlich Aufräumen angesagt und dann ließen sich die fleißigen Frauen noch einen duftenden Kaffee und einen gestifteten Kuchen munden.

 

Foto: Beim Verkauf am Kirchplatz- 2. V.re. Marianne Schreiner vom Gartenbauverein

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Im Darm sitzt das Leben

(26.02.2015)

Interessanter Vortrag zur Antibiotika-Anwendung

 

Moosbach. Zum Auftakt des Jahresprogrammes hat in diesem Jahr der Verein für Gartenbau- und Landespflege wieder einen sehr interessanten Vortrag zum Bereich Medizin und Gesundheit organisiert. Die Vorsitzende des Vereins Gisela Schedlbauer konnte neben Pfarrer Josef Drexler auch noch gut 30 Teilnehmer begrüßen und hieß im Besonderen die Referentin des Abends Johanna Plach, Apothekerin aus Furth im Wald herzlich willkommen.

 

In ihrem sehr interessanten Vortrag sprach sie zum Thema: Antibiotika – Fluch oder Segen?

Antibiotika gibt es seit gut 70 Jahren und es hat geholfen, viele Menschenleben zu retten. Durch verschiedene Todesfäll, vor allem in Krankenhäusern, wo resistente Keime auftreten, die mit Antibiotika nicht mehr bekämpft werden können, ist diese Gruppe der Medikamente wieder stärker in die Diskussion gekommen. Auftretende Resistenzen wurden vor allem durch einen zu häufigen und zu sorglosen Einsatz dieser Medikamente gefördert.

Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, aber nicht gegen Viren. Werden nun diese Medikamente bei Erkältungskrankheiten eingesetzt, die in aller Regel durch Viren verursacht werden, kann sich schneller eine Resistenz entwickeln, ohne dass eine positive Wirkung erzielt wird. Kommt es dann zum Beispiel zu eitrigen Halsentzündungen, die durch schädliche Bakterien verursacht werden, können plötzlich Wirkungsprobleme auftauchen. Häufige Anwendung von Antibiotika können außerdem auch zu gesundheitlichen Langzeitschäden führen. Im Körper befindet sich immer eine Vielzahl von lebensnotwendigen positiv wirkenden Bakterien, die durch die Einnahme dieser Medikamentengruppe ebenso geschädigt werden, wie die negativ wirkenden krankheitsverursachenden Bakterien. Die Darmkultur, die überlebenswichtig für den gesamten Organismus ist, wird erheblich geschädigt. Als Folge davon können unangenehme Nebenwirkungen, wie Reizdarm, Allergien, Schuppenflechten, erhöhte Infektionsanfälligkeit, usw. auftreten. Je nach Kondition des befallenen Körpers dauert es 10 bis 14 Tage, aber auch mehrere Wochen bis sich die Darmflora wieder regeneriert hat.

 

Durch unterstützende Maßnahmen beispielsweise mit Probiotika (für das Leben) kann eine Regeneration der Darmflora wieder schneller erfolgen. Außerdem sind vorbeugende Maßnahmen sehr wichtig, damit ein Antibiotikaeinsatz gar nicht erforderlich ist. Gerade aus der Naturmedizin gibt es hier ein großes Potential an Möglichkeiten. Senföl, beispielsweise aus Meerrettich oder Kapuzinerkresse gewonnen, wird auch als Penicillin aus dem Garten bezeichnet und wirkt gut vorbeugend und ohne große Nebenwirkungen. Pflanzliche Präparate aus Efeu, Thymian, Salbei, Holunder, Linde, Engelwurz u.a. können ebenfalls vorbeugend wirken, oder bei Beginn einer Erkältung verhindern, dass sich eine Krankheit im Körper weiter entwickelt.

 

Die Apothekerin gab dann noch viele Hinweise zu verschiedenen Präparaten und deren richtigen Anwendung. Zusammenfassend stellte sie fest, dass Antibiotika, richtig angewendet, hochwirksam und in der Medizin ein Segen sind. Ein leichtfertiger Einsatz muss ebenso vermieden werden, wie eine falsche Anwendung. Viele Patienten setzen, sobald sie nach einer Antibiotika-Anwendung eine Verbesserung spüren, das Präparat zu früh ab, so dass sich der Erreger erneut entwickeln kann. Nach einer Anwendung ist eine Nachsorge mit dem Ziel einer Verbesserung der Darmflora sehr wichtig.

 

Zum Schluss bedankte sich Gisela Schedlbauer bei der Referentin sehr herzlich für den interessanten Vortrag mit einem kleinen Geschenk. Die vielen Fragen verschiedener Teilnehmer haben auch sehr deutlich gezeigt, wie wichtig dieses Thema für alle ist. Schedlbauer wies auch noch auf die nächsten Termine hin: Kommenden Dienstag, 3.3. 19.30 Uhr findet im Pfarrheim in Prackenbach eine gemeinsame Veranstaltung verschiedener Vereine und Organisationen mit dem Thema: Islam – Bruder oder Rivale des Christentums statt. Referent ist unser Dekan und Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad. Am Samstag, 21. März sind ab 13.00 Uhr alle aufgerufen, sich am Palmbuschbinden im Gemeinschaftsraum des Vereins zu beteiligen.

 

Foto: re. Apothekerin Johanna Plach

Foto zu Meldung: Im Darm sitzt das Leben

Altnußberger Runde brachte viele interessante Einblicke

(07.09.2014)

Moosbach. Die diesjährige Herbstwanderung des Vereins für Gartenbau- und Landespflege Moosbach führt diesmal in das Golddorf Altnußberg. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Erich Achatz konnte dazu 16 Teilnehmer begrüßen.

Bei schönstem Wanderwetter ging es von der Dorfkirche zuerst durch das untere Dorf von Altnußberg, Richtung Geiersthal entlang, einem ausgeschilderten Wanderweg. Hinweistafeln am Wegrand lieferten Hinweise zur Landschaft, Natur und Geschichte. Zusätzlich zu diesen Informationen sprach Vereinsmitglied Josef Ettl, der die Wanderung organisiert hatte und dem man wie immer zu Dank verpflichtet ist, ebenfalls noch aktuelle Themen aus dem Bereich der Natur, Kultur und Geschichte an.

 

Altnußberg wurde im Rahmen der Aktion „Unser Dorf soll schöner werden“ beim Bezirksentscheid mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Zu der Wanderung konnte man sehr schnell erkennen, warum es zu dieser Auszeichnung kam. Sehr viel Grün um die Häuser, wenig Zäune und eine naturnahe, artenreiche Bepflanzung vermittelten einen sehr harmonischen Eindruck.

 

Nach dem Dorf ging es durch einen artenreichen Mischwald Richtung Burgruine Altnußberg. Nach den Regenfällen der letzten Tage konnte man deutlich erkennen, dass wir uns gerade in der Schwammerlzeit befinden. Um einige gefährliche und ungefährliche Arten auseinander zu kennen, gab Ettl dazu Hinweise. Auch zu verschiedenen Baumarten erläuterte er verschiedenes. So profitieren einige Bäume und die daran hängende Nahrungskette, während andere an Bedeutung etwas verlieren werden. Die trockenheitsverträglichere Kiefer wird durch steigende Temperaturen eher gewinnen, während die Fichte stärker verlieren wird. Auffällig war entlang des Wanderweges auch das überreiche Angebot an Bucheckern und Eicheln. In den letzten Jahren kann man dies ungewöhnlich häufig beobachten. Deshalb ist es auch kein Wunder, wenn in Verbindung mit milden Wintern das Schwarzwild trotz intensiver Bejagung deutlich zunimmt. Von den steigenden Temperaturen profitieren aber auch andere Lebewesen wie die Fichtenblattwespe oder der Eichenprozessionsspinner. Die Natur ist aber ständig diesen dynamischen Prozessen ausgesetzt und muss sich laufend geänderten Bedingungen anpassen.

 

Der Wanderweg führte dann von der Hofbei-Kapelle hinauf zur 697 m hochgelegenen Burgruine Altnußberg. Diese Ruine, die über 500 Jahre verfallen war, wurde ab 1983 wieder freigelegt, die gefundenen Grundmauern saniert und ein Teil wieder aufgebaut. Vor allem der Turm wurde wieder ganz aufgebaut, so dass man eine herrliche Rundsicht über die nähere und weitere Umgebung des Bayerischen Waldes hatte. Erbaut wurde die Burg ab etwa 1175 durch den Grafen von Bogen und von den Ministerialen der Nußberger verwaltet. Ab 1345 verkauften die Nußberger die Burg an das Geschlecht der Degenberger. 1468 wurde dann die Burganlage geschleift, nachdem die Burgherren sich von der Vorherrschaft der Wittelsbacher befreien wollten.

 

Nach der Besichtigung der Burganlage wurde eine kurze Rast in der Burgschänke der Burgruine Altnußberg eingelegt. Ein aufziehendes Gewitter bewirkte, dass man den etwas kürzeren Weg zu den Autos wählte. Erich Achatz bedankte sich zum Schluss noch bei den Teilnehmern und wünschte allen einen guten Nachhauseweg.

 

Foto: Wandergruppe u.re. Erich Achatz

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Jahresausflug lieferte viele neue Informationen

(31.08.2014)

Die Gartler in der Landesgartenschau in Deggendorf

 

Moosbach. Zum diesjährigen Jahresausflug der Moosbacher Gartler konnte der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Erich Achatz gut 20 Teilnehmer begrüßen. Auf dem Programm stand dieses Jahr die Landesgartenschau in Deggendorf. Zunächst wurde die Gruppe von Anna Dörschl vom Tourismusbüro Deggendorf begrüßt, die für zwei Stunden durch die Landesgartenschau führte. Die Teilnehmer waren sich nach der Führung einig, dass diese viele Einblicke in die Planung, dem Konzept und den Schwerpunkten der Landesgartenschau gab. An vielem wäre man achtlos vorübergegangen, ohne die zusätzlichen Informationen, welche die Führung lieferte.

Mit den Schwerpunkten Gäu, Donau und Wald wurden die verschiedenen Landschaftselemente dieser Region auch in der Gartenschau umgesetzt. Geschickt nutzte man auch den Bau der großen Parkgarage, die man in die Landesgartenschau eingebunden hat. Die meisten Grünflächen dieser Ausstellung hat man so angelegt, dass man sie auch zu jeder Zeit als Ruhe oder Spielplatz nutzen kann.

 

Für Kinder wurden viele verschiedenste Möglichkeiten angeboten, um ihren Bewegungsdrang loszuwerden. Die Flächen unter der Autobahn nutzte man dazu, die verschiedenen geologischen Naturräume der Region anschaulich darzustellen. Verschiedene Gärtnereien gestalteten Flächen mit jahreszeitlich angepassten Bepflanzungen. In der Blumenhalle wurde der Jahreszeit gemäß die Vielfalt an Dahlien vorgestellt. Die bunten Halmafiguren auf einer Rasenfläche neben der Autobahnbrücke sollten die „Multi-Kulti-Gesellschaft“ der Stadt Deggendorf verdeutlichen. So kommen ein Teil der etwa 5000 Studenten, die in Deggendorf studieren, aus 48 verschiedenen Ländern. Von den 17 Hektar angelegter Fläche wird ein Großteil der Fläche nach der Landesgartenschau erhalten bleiben. Nur der Bereich Fischerdorf wird wieder zurückgebaut.

 

Die angebotenen Themen auf der Gartenschau waren sehr breit gefächert, so dass für jeden etwas dabei war. Natur- und Umweltschutzthemen wurden ebenso dargestellt, wie Themen zur richtigen Ernährung, zur Gartengestaltung oder zum Anbau von Obst- und Gemüseanbau. Auch Themen zur Kultur und zum Brauchtum wurden integriert.

Nach der Führung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich das heraus zu picken, was für sie besonders interessant ist. Überall standen fachkundige Personen zur Verfügung, die Rede und Antwort standen in den verschiedensten Wissensbereichen. Damit hatte man die Gelegenheit, um gewünschte Informationen weiter zu vertiefen.

Auch die Kultur kam nicht zu kurz. Verschiedenste Trachtengruppen aus der Region führten Tänze auf, Musikgruppen ergänzen die Darbietungen mit verschiedenen Stücken. Vielfach waren es ehrenamtlich tätige Personen und Gruppen, die zur Unterhaltung, aber auch zur abwechslungsreichen Informationsvermittlung beitrugen.

 

Mit vielen neuen Eindrücken und Informationen ging es dann wieder nach Hause. Erich Achatz bedankte sich bei allen für die Organisation, Mitwirkung und Teilnahme.

Es wurde zum Schluss noch darauf hingewiesen, dass die nächste Veranstaltung trotz einer Terminüberschneidung bereits am kommenden Sonntag, 7. September stattfindet. Um 13.00 Uhr wird vom Dorfplatz Moosbach abgefahren zur Herbstwanderung nach Altnußberg. Mit der Wanderung entlang der etwa 5,5 km langen Altnußberger Runde geht es zuerst durch das „Golddorf“ und dann durch die umgebende Landschaft zur Altnußberger Burgruine.

 

Foto: Gruppe der Gartler

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Der Kaffeenachmittag war wie immer Spitze

(27.07.2014)

Pflanzen, Bauchtanz, Tanzvorführung, Basteln und viele Leckereien

 

Moosbach. Das schöne Wetter trug einerseits sicher dazu bei, dass das Garlerfest des Vereins für Gartenbau- und Landespflege am Sonntag wieder zu einer Erfolgsveranstaltung wurde, doch hauptsächlich aber war es die Tatsache, dass sich der Kaffeenachmittag seit Jahren zu einer beliebten Unterhaltungsveranstaltung für Jung und Alt entwickelt hat und der Verein sich heuer wieder über nahezu 250 Besucher freuen konnte.

 

Wie jedes Jahr hatten die Verantwortlichen wieder ein abwechslungsreiches Programm mit einer reichhaltigen Pflanzentombola mit 200 Preisen, mit erstmals einem Auftritt einer Bauchtänzerin, dem Tanz der Kindertanzgruppe und Basteln auf die Beine gestellt.

 

Vorsitzende Gisela Schedlbauer hieß schon zum Mittagessen und auch am Abend alle Besucher herzlich willkommen. Neben Bürgern aus Moosbach und Prackenbach und vielen Vereinsmitgliedern der Orts- und Nachbarvereine waren Pfarrer Josef Drexler und Bürgermeister Andreas Eckl, Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl sowie eine große Abordnung des Obst- und Gartenbauvereins Rattenberg gekommen.

Für das leibliche Wohl war schon zum Mittag sowie zum Kaffee am Nachmittag mit Schmankerln, feinsten Kuchen und Schmalgebäck gesorgt.

 

Ein Highlight des Nachmittags besorgte in zwei Auftritten Laura Hackl als Bauchtänzerin. Sie legte in ihrem grazilen Auftritt in hinreißendem Outfit einen klassisch orientalischen Tanz auf den grünen Rasen und im zweiten Auftritt einen Zigeunertanz, wobei die Zuschauer von ihrem Können hell begeistert waren und stürmisch Beifall spendeten.

Nicht minder spitzenmäßig traten 19 Tänzerinnen, in 2 Gruppen aufgeteilt, die Kinder-Tanzgruppe des Gartenbauvereins unter der Leitung von Franziska Holzapfel, auf. Heuer in neuem Outfit (blaue T-Shirts) und einer „Gretchenfrisur“ mit Zopf, bei der Franziska´s Schwester Kathi mitmischte. Heuer hatten sie Sommer-Hits „Remise der letzten Jahre“ vorbereitet und die vielen Zuschauer zeigten ihnen mit anhaltendem Applaus, dass sich die süßen Mädels wieder mächtig angestrengt hatten und viel von Franziska gelernt hatten.

 

Großes Lob spendete Gisela Schedlbauer den Tänzerinnen für ihren Auftritt und überreichte ihnen als Dankeschön Verzehrgutscheine. Schedlbauer dankte auch Laura Hackl für ihren großartigen Auftritt mit einem Präsent. Sie alle hatten das Garlerfest zu einem großartigen Erlebnis werden lassen, waren sich Jung und Alt zum Schluss einig.

 

Mit einer weiteren Attraktion des Tages warteten Renate Hoffmann und Sylvia Eder auf, die eine reichhaltige Pflanzentombola, bei der jedes Los ein Treffer war, organisiert hatten und unter der Leitung von Christl Buerschaper entstanden in einer Bastelecke Stofftaschen, lustig angemalt.

 

Zum Schluss dankte die Vorsitzende den Pflanzen- und Kuchenspendern und ihrem äußerst fleißigen Team mit allen Helfern vor und hinter der Theke, so dass das Fest ohne Probleme vonstatten ging.  

 

Foto:

1 - Stofftaschen entstanden beim Basteln

3 - Laura Hackl beim Bauchtanz

11 - Kindertanzgruppe in Aktion

12 - Sylvia Eder und Renate Hoffmann (Pflanzentombola) 

Foto zu Meldung: Der Kaffeenachmittag war wie immer Spitze

Frühjahrswanderung zum Lamberg

(18.05.2014)

Moosbach. Beim Verein für Gartenbau- und Landespflege Moosbach sind die Wanderungen mit dem kompetenten Führer Josef Ettl zu einer liebgewordenen Veranstaltung geworden. Heuer war der Verein bei seiner Frühjahrswanderung wieder im Landkreis Cham unterwegs. Diesmal ging es zur höchsten Erhebung des Chamer Beckens, dem Lamberg. Mit seinen 602 m erhebt er sich deutlich über das Regental.

Zu dieser Wanderung konnte die Vorsitzende Gisela Schedlbauer trotz des regnerischen Wetters wieder eine Reihe von aktiven Naturfreunden begrüßen. Ausgangspunkt war über Hörwalting der Wanderweg von Chamerau zum Lamberg. Während  von verschiedenen Seiten Wanderwege zum Lamberg führen, war der Ausgewählte zwar der kürzeste aber auch steilste. Trotzdem war keine außergewöhnliche Kondition erforderlich. Unterwegs gab Josef Ettl immer wieder Hinweise zur Kultur und Natur dieser

Gegend.

 

Der Wanderweg führte überwiegend durch einen artenreichen Mischwald mit vielen verschiedenen Baumarten. Dominierend waren vor allem Fichte, Tanne, Rot- und Hain-Buche, Kiefer, Douglasie, Lärchen, Bergahorn und Linden. Unter diesem artenreichen Baumbestand konnte sich teilweise ein wertvoller Mullhumus entwickeln. Vor allem an lichteren Stellen waren deshalb auch eine Vielzahl verschiedener Grasarten, Kräuter und Sträucher zu finden. Verschiedene Süßgräser, Seggen, Simsen, Binsen, Moose, Flechten, Veilchen, Storchschnabelarten, Kreuzblütler usw. waren entlang des Weges zu bestaunen. Besonders auf den Wiesenflächen im Gipfelbereich war die Zahl der Pflanzen sehr beachtlich. Viele davon sind auch als Heilpflanzen sehr begehrt und müssen in vereinzelnden Fällen bereits geschützt werden, um sie vor der Ausrottung zu bewahren.

 

Der Lamberg gehört zur Gemarkung Haderstadl und liegt im Gebiet der Stadt Cham. Er kann auf eine lange Geschichte zurück blicken. Als Uhrpfarrei des oberen Bayerischen Waldes wurde bereits um etwa 975 nach Christus Chammünster geschichtlich erwähnt. Von da aus wurden dann viele Kirchen und Pfarreien wie beispielsweise auch die Heimatpfarrei Moosbach gegründet.

Im Hochmittelalter entstand auf dem Lamberg eine Turmhügelburg. Wallanlagen unterhalb der Kirche zeugen noch von der ehemaligen Burg. Das genaue Datum desselben ist jedoch unbekannt. Die Wallfahrtskirche auf dem Berg ist der Heiligen Walburga geweiht. Sie wurde an der ehemaligen Burgkapelle um 1832, als die Wallfahrten wieder in Mode kamen, als Kirche ausgebaut. Viele Votivtafeln zeugen von den Wundertaten, die auf diese Heilige zurückgeführt werden.

 

Ab 2012 erhielt das Gasthaus neben der Kirche eine Renovierung. Hier hat sich vor allem ein örtlicher Verein zur Erhaltung dieser Bausubstanz große Verdienste erworben. Hier legten die Wanderer eine kurze Rast ein, bevor es wieder zurückging, Richtung Chamerau.

Zum Schluss bedankte sich die Vorsitzende Gisela Schedlbauer bei Josef Ettl für die Organisation der Wanderung und den Teilnehmern für ihr Kommen und wies noch auf den nächsten Termin am 29. Juni hin, wenn wieder der Tag der offenen Gartentür stattfindet. In unserem Gebiet hat sich Ingrid Hackl aus Altwies bereit erklärt, ihren äußerst abwechslungsreichen Garten zu öffnen. Zu diesem Termin sind alle interessanten Gartenfreunde herzlich eingeladen.

 

Foto: Gisela Schedlbauer Vorsitzende Mitte hinten mit rotem Anorak

Foto zu Meldung: Frühjahrswanderung zum Lamberg

Alles über den Holunder

(29.04.2014)

Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Gartenbauvereins und Frauenbund

 

Moosbach. In einer alten Volksweisheit heißt es, dass man vor einem Hollerstrauch den Hut abnehmen soll, die Referenten des jüngsten Vortrages über den Holunder behaupten sogar, dass wir sogar das Knie vor ihm beugen sollen, denn sie haben im Zuge ihrer intensiven Auseinandersetzung der vielseitigen Pflanze viel gelernt und sind erstaunt, wie viel bereits unsere Vorfahren über die Heilwirkungen dieser so nützlichen Pflanze wussten.

 

Die Vorsitzende des Gartenbauvereins Gisela Schedlbauer konnte zu dem interessanten Vortrag 55 Zuhörer am Dienstag im Gasthaus Kerscher begrüßen und hieß die Referenten Barbara und Helmut Hintermair aus Bischofsmais herzlich willkommen, die den Frauen darunter auch einige Männern über die Einsatzmöglichkeiten des Holunders erzählten, bei dem man von der Blüte bis zur Frucht alles verwenden kann, ja sogar von der Wurzel.

 

Vom Holler gibt es weltweit etwa über 10 Arten. Der schwarze Holunder, auch bekannt als schweizerischer Holerbusch oder bayerischer Holler. Er ist eine meist verholzende Pflanze und wächst in Halbsträuchern oder kleinen Bäumen, einfach wo er mag und sehr schnell, so die Referenten. Seine Blüten und Früchte finden vielfach Verwendung als Heilmittel, Lebensmittel und Farbstoffe.

 

In der Kategorie Heilmittel ist der Holunder als Saft aber auch als Tees aus Rinde und Blütenständen gegen Erkältung, Nieren und Blasenleiden gefragt und hat sich zur Stärkung von Herz und Kreislauf bewährt. Als Fakten dieser Wirkung gilt das in den Früchten mit 180 mg/kg erhaltene Vitamin C. So sind zum Beispiel in 100 gr. Apfelsaft ca. 12 mg Vitamin C enthalten. In der gleichen Menge Holunderbeerensaft sind erstaunliche 260 mg Vitamin C, also über das zwanzigfache. Auch bei den Vitaminen A, Bi, B2 sowie bei Phosphor und Eisen bietet der Holunder die höchste Konzentration unter den bei uns heimischen Obstsorten.

Holunder Extrakte sind daher ein heilsames Mittel zur Behandlung von Grippe. Es wirkt schweißtreibend und schleimlösend oder kann auch bei Magenbeschwerden verwendet werden.

 

Auch bei Diabetes mellitis wurde der Holunder in einer Studie  untersucht. Es konnte eine Insulin ähnliche stimulierende Wirkung nachgewiesen werden.

Auch wird der Holunder durch Kaltpressen aus Samen gewonnen und findet in der Kosmetik, Pharmazie und Medizin Anwendung.t

Äußerlich können Hollerblüten-Tee zu Haupflege eingesetzt werden und Holunderblätter haben eine heilende Wirkung an der Haut und werden als Salbe gewonnen und unter anderem gegen Quetschungen und Verstauchungen eingesetzt.

 

Als Lebensmittel sind die Blüten als Hollerkücherl sehr beliebt. Die Blüten sollten Mittags geerntet und zügig getrocknet werde, so die Holunderexpertin. Zur Herstellung eines Blütensirup werden ein Liter Wasser, 5 -6 Dolden über Nacht stehen und dann mit 50 g Zitronensäure, 1 kg Zucker auf gekocht. Verwendet man für normalen Zucker Gelierzucker erreicht man dabei Hollergelee.

Auch der Hollersekt und diverse Getränke sind aus der Küche sehr begehrt. Da die Beeren schwach giftig sind, können sie bei rohem Verzehr bei empfindlichen Personen zu Unwohlsein führen. Daher ist es sehr ratsam, sie vorher zu erhitzen.

 

Dass der Holunder nicht nur gesund ist, sondern auch noch gut schmeckt, konnten sich die vielen Zuhörer anschließend überzeugen. Eine breite Palette von Holunderprodukten wurde angeboten, Holundersaft, -wein, -geist und -likör durfte man kosten. Auch Seifenherzen, Holunderöl -duschbad und –ölcreme hatten die Hintermair´s mitgebracht und angeboten, von denen die Zuhörer Gebrauch machten.

Gisela Schedlbauer bedankte sich abschließend bei den Referenten für den interessanten Vortrag, den die Teilnehmer am Ende sehr lobenswert erwähnten.

 

Foto: Barbara Hintermair mit einer breiten Palette von Holunder

Foto zu Meldung: Alles über den Holunder

Einen Weinstock für Baby Johannes Hackl

(13.04.2014)

Der Gartenbauverein war in Aktion

 

Viechtafell. Der Verein für Gartenbau- und Landespflege hat am Sonntag Abend für das Baby Johannes Hackl an der Wand einer großen Halle des Anwesens Hackl in Viechtafell einen Weinstock gepflanzt.

 

Die Gartler haben es sich zur Aufgabe gemacht, für jedes neugeborene Kind, dessen Eltern Mitglied beim Gartenbauverein sind, einen Baum zu pflanzen. Auf Wunsch der Eltern Florian Hackl und seiner Steffi sollte es ein Weinstock sein. „Venus“ eine neue kernlose blaue Traube wurde ausgesucht, welche die Vorsitzende Gisela Schedlbauer und Vorstandsmitglied Josef Schedlbauer mit Hilfe von Papa Florian pflanzten und sowohl der Gartenbauverein als auch die jungen Eltern hoffen auf guten Ertrag.

 

Mittlerweile sind schon sechs Familien in den Genuss eines Baumes für ihre neugeborenen Sprösslinge gekommen. Die beiden letzten waren Baby Simon, Sohn von Michael und Stefanie Dötzlhofer, dem im Februar 2011 ein Apfelbaum gepflanzt wurde und im März 2012 hat Baby Maya Liliane das Licht der Welt erblickt. Die Eltern Christian und Birgit Schedlbauer wünschten sich für Maya einen Fliederbaum.

Nun hoffen die Gartler, dass sowohl der Apfelbaum als auch der Fliederstrauch wächst und gedeiht und viele Äpfel bzw. herrliche Blüten hervorbringt, damit die jungen Erdenbürger und die ganzen Familien ihre Freude daran haben.

 

Foto: Gisela Schedlbauer, Josef Schedlbauer, Florian Hackl mit Steffi und Baby Johannes

Foto zu Meldung: Einen Weinstock für Baby Johannes Hackl

200 Palmbüschel waren auf die Segnung am Palmsonntag

(05.04.2014)

Der Gartenbauverein war voll aktiv

 

Moosbach. 14 Frauen haben sich am Samstag-Nachmittag auf Einladung der Gartenbau- Vorsitzenden Gisela Schedlbauer im Gemeinschaftsraum der ehemaligen Schule eingefunden, um für den bevorstehenden Palmsonntag Buschen zu basteln.

 

Mit flinken Händen entstanden in kürzester Zeit aus den zusammengetragenen Thuyen-, Bux- und Palmkätzchen-Zweigerl bunte Sträußchen. Da die Natur heuer schon sehr weit fortgeschritten ist, war es nicht so einfach, kleinere „Kätzchen“ zu finden.

Mit Krepp-Papier und feinen Bändern noch verziert, wurden sie am Samstag und Sonntag vor den Gottesdiensten für ein kleines Entgelt an den Mann gebracht. Nach der Palmweihe am Sonntag erhalten die geweihten Buschen in den Wohnungen im Herrgottswinkel ihren Platz.

 

Es wird darauf hingewiesen, dass auch am Samstag bei der Abendmesse und am Sonntag vor dem Hauptgottesdienst noch Exemplare angeboten werden.

 

Foto: 1.v.li. Marianne Schreiner Kassenwartin, 3.v.li. Gisela Schedlbauer (stehend)– Vorsitzende des Gartenbauvereins

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Die Gartler zogen Bilanz – 3 Neuzugänge

(29.03.2014)

Ein aktives Vereinsjahr – Jahresplanung, Aktuelles und Rückblick mit Bildern


Moosbach. Ungebrochen floriert der Verein für Gartenbau- und Landespflege im 17. Jahr der Gründung und obwohl im letzten Jahr 4 Abgänge zu verbuchen waren, freute man sich über drei neue Mitglieder, so dass der Verein nunmehr auf 120 Gartler angewachsen ist. Diese erfreuliche Tatsache kam bei der Generalversammlung am Samstag zu Tage, als man von den vielen Aktivitäten in Wort und Bild berichtete und die umfangreiche Jahresplanung für das anstehende Vereinsjahr vorstellte.

 

Zur Versammlung im Gasthaus Freund, dem ein Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes für die verstorbenen Mitglieder voraus ging, begrüßte die 1. Vorsitzende Gisela Schedlbauer neben 35 Mitgliedern Pfarrer Josef Drexler, dem sie für den Gottesdienst herzlich dankte sowie Bürgermeister Xaver Eckl und bat um eine Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder. Erfreulicher Weise brauchte man im letzten Jahr kein Mitglied zu Grabe tragen.

 

Marianne Schreiner berichtete über einen soliden Kassenbestand. Christine Schedlbauer und Harald Eder hatten die Kasse geprüft und wie immer in schönster Ordnung vorgefunden, so dass der Schatzmeisterin Entlastung erteilt wurde. Neun Geburtstagskindern wurde gratuliert und mit Gisela Raab, Irma Raab und Franziska Holzapfel drei neue Mitglieder gewonnen.

 

In ihrem Rückblick vom vergangenen Vereinsjahr, für das Josef Ettl am Schluss eine herrliche Fotoschau präsentierte, erinnere die Vorsitzende an die Pflege im Kreislehrgarten und die Frühjahrswanderung mit dem Wanderführer Josef Ettl. Ein Vortrag mit dem Frauenbund zum Thema Fußreflexzonen-Therapie wurde besucht und beim Jahresausflug nach Weihenstephan viel gesehen und erlebt.

 

Das Sportlerfest des SV waren die Mitglieder ebenfalls präsent und das eigene Gartlerfest mit der alljährlichen Pflanzentombola war wieder ein Erfolg. Auch hatte sich der Verein beim Ferienprogramm beteiligt, bei dem mit den Kindern der Tierpark in Lohberg angesteuert wurde.

Eine Herbstwanderung nach Neurandsberg stand auf dem Programm und beim Kreislehrgartenfest in Patersdorf war der Verein ebenfalls aktiv. Einige Mitglieder haben sich in 2 Gruppen beim Motorsägenschnittkurs beteiligt und auch bei den kirchlichen Festen wie Fronleichnam und Erntedank hat sich der Verein beteiligt. Schließlich hat sich die Vorstandschaft an fünf Sitzungen getroffen und das Programm für das ganze Jahr ausgearbeitet sowie an drei Tagen die Anlage um die Kirche auf Vordermann gebracht. In diesem Zusammenhang dankte Gisela Schedlbauer den unermüdlichen Helferinnen. Das Vereinsjahr beschloss man mit einer gut besuchten und besinnlichen Weihnachtsfeier, das die Mitglieder sehr genossen.

 

Ins Jahresprogramm wurden folgende Termine aufgenommen:

am 5. April um 13.00 Uhr Palmbuschenbinden im ehemaligen Schulhaus, zu dem viele Mitglieder eingeladen sind, 28.4. Alles über Holunder, 18.5. Frühjahrswanderung mit Josef Ettl auf den Lamberg, 29.6. Tag der offenen Gartentür bei Ingrid und Johann Hackl, Altwies, 27.7. Gartlerfest mit der Kindertanzgruppe und einer traditionellen Pflanzentombola, 30.8. Jahresausflug in die Landesgartenschau nach Deggendorf, 7.9. Herbstwanderung mit Josef Ettl, Ziel noch offen, 5.12. Weihnachtsfeier im Gasthaus Freund.

 

Angeregt wurde das Bäume schneiden. Bei Interesse sollte man sich melden bei der Vorstandschaft melden. Zum Schluss dankte Gisela Schedlbauer Josef Ettl für die Zusammenstellung der Bilder und Pfarrer Drexler und den Mitgliedern für ihr Kommen.

 

Foto: dem unermüdliche Wanderführer Josef Ettl dankte die Vorsitzende Gisela Schedlbauer

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Aderlass und Schröpfen aus der Heilkunde der Hildegard von Bingen

(25.03.2014)

Gut besuchter Bildungsabend mit Heilpraktiker Reinhard Schiller aus Wittibreut

 

Moosbach. Hildegard von Bingen zählt als eine der herausragendsten Frauengestalten des deutschen Mittelalters. Sie gilt als erste Naturwissenschaftlerin und erste Ärztin, sie war Dichterin, Komponistin und eine der größten Mystikerinnen und entwickelte einen ganzheitlichen Therapieansatz gegen Krankheiten wenn sie sagt: „Befindet sich der Mensch mit Gott und seiner Umwelt in Einklang, ist er gesund. Krankheiten entstehen, wenn diese Harmonie gestört ist“.

 

Zur Gemeinschaftsveranstaltung am Dienstag im Gasthaus Kerscher, veranstaltet von der Kath. Erwachsenenbildung Regen, den Pfarrgemeinden Moosbach und Prackenbach, der Gartenbauvereine Prackenbach und Moosbach, des Frauenbundes Moosbach/Altrandsberg und der Marianischen Männerkongregation aus Prackenbach und Moosbach, konnte der Bildungsbeauftragte Josef Ettl neben Pfarrer Josef Drexler und den Vereinsvorständen 80 Teilnehmer begrüßen, unter anderem auch den Referenten Reinhard Schiller, Heilpraktiker und Buchautor aus Wittibreut bei Pfarrkirchen, der in seinem Vortrag auch sehr viele Beispiele aus seiner Praxis mit einband.

 

Ettl merkte eingangs an, dass am 20. September ein Pfarrausflug, vielleicht mit der Pfarrgemeinde Prackenbach statt findet und lud zum Katholikentag in Regensburg ein.

 

Hildegard von Bingen wurde im Jahre 1098 geboren und starb 1179. Sie hinterließ naturkundliche und medizinische Schriften, entstanden zwischen 1150 und 1160, in denen sie ihr Wissen um Kräuter und Heilpflanzen von annähernd 300 Pflanzen beschrieb, die aus volkskundlichen Erfahrungen, antiker Überlieferung und benediktinischer Tradition entstanden sind. Auch beschreibt sie unter anderem auch zwei, heute noch aktuelle Entgiftungsmethoden, den Aderlass und das nasse (blutige) Schröpfen.

 

Der Heilpraktiker Reinhard Schiller erläuterte den Zuhörern in seinem Vortrag die vier Säulen der Hildegard-Medizin und gab ihnen mit seinem umfangreichen Wissen auf humorvolle Weise viele Hinweise über die Anwendung natürlicher Heilmittel bei verschiedenen Erkrankungen.

 

Zu den vier Säulen, die Schiller aufzeigte, zählen unter anderem die Heilmittel aus der Natur, wobei der Referent auf natürliche Ernährung plädierte, „dann braucht der Mensch auch keine Anwendung gesund zu werden“, betonte er. Viele Menschen wollen abnehmen. Doch Fasten ist nicht so einfach, überlisten sie sich selbst, zum Beispiel mit intensiver Arbeit, so Schiller, dann geht es bedeutend leichter.

 

Eine Möglichkeit, den Organismus zu entgiften ist unter anderem der Aderlass. Hierbei sind im echten hildegardischen Sinn verschiedene Bedingungen zu erfüllen, so soll der Patient eine gewisse Konstellation aufweisen, muss nüchtern sein und darf  nicht zu jung und auch nicht zu alt sein. Der Aderlass hat sich bei Kopfschmerzen, Migräne, erhöhter Augendruck, Ohrengeräusche, Entzündungen im Kopfbereich, Herzrhythmusstörungen und vielem mehr bewährt. Anschließend soll eine dreitägige Aderlassdiät eingehalten werden.

Auch das Schröpfen, als eine noch heute aktuelle Entgiftungsmethode, beschreibt die  heilige Hildegard in ihren Schriften. Es befreit den Organismus von schädlichen Schlacken. Dazu erwähnte Hildegard, dass schröpfen zu jeder Zeit gut und nützlich ist, damit die schädlichen Säfte und Schleime, die sich im Menschen befinden, vermindert werden. Schleime, die zum größten Teil zwischen Haut und Fleisch sitzen, sind dem Menschen besonders nachteilig.

 

Ein weitere Säule der Hildegard-Medizin ist eine ausgewogene Ernährung, merkte der Referent an und nannte verschiedene Nahrungsmittel, die so mancher Mensch nicht verträgt. Dazu gehören Heidelbeeren, Erdbeeren oder Schweinefleisch. Ein übermäßiger Genuss von Erdbeeren kann eine Mandel- und eine Blinddarmentzündung auslösen, merkt der Heilpraktiker an.

Dagegen reinigt Dinkel das Gemüt, auch Roggenvollkornbrot oder Haferbrei ist ein Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung wie auch Gemüse, entwässerten Gurkensalat, Sellerie und Kichererbsen. Auch möge man bedenken, dass man den Genuss von Butter gegenüber Margarine vorziehen sollte.

 

Viele Lebensmittel zeigte der Experte noch auf, die für einen gesunden Organismus sorgen oder die man besser nicht genießen sollte. Erwähnenswert sei die Zwiebel bei Magenproblemen, auch Spinat reinigt von Schleim, dagegen sollte man bei Asthma keine rohen Birnen zu sich nehmen. Reh- oder Hirschfleisch sind besonders gesund wie auch eine deftige Hühnersuppe bei Grippe. Auch ein Walfisch oder ein Bartsch würde nie schaden, so Schiller.

 

Viele Krankheiten und seine natürlichen Heilmittel erwähnte noch der Referent wie zum Beispiel sollte ein Patient, dem eine Operation bevor steht, Schafgarbe mit Wein vermischt zu sich nehmen und dass ein Knochen wieder wächst, ist Spitzwegerich in Honig gekocht ein heilsames Mittel. Bei Migräne hilft eine Honigkur und Ohrenschmerzen lindert Weinstocktropfen mit Olivenöl vermischt und wer unter Inkontinenz leidet, sollte beachten, dass es auf keinen Fall gut ist, morgens etwas Kaltes zu trinken. Warmer Tee, evtl. Salbei-Tee hilft bei diesem Problem, denn es dauert geradezu bis Mittag, bis die kalte Flüssigkeit im Magen die Körpertemperatur von 37 Grad erreicht hat.

 

Mit einem Gedicht vom „sonderbaren Bettler“ und einer „Gute Nacht -Geschichte“ beschloss Schiller seinen lehrreichen und sehr locker gehaltenen Vortrag und Antonie Preisler, Bildungsbeauftragte des Pfarrgemeinderates Prackenbach bedankte sich bei dem Referenten für die interessanten Ausführungen, von denen die vielen Gäste sicher einige gut gemeinte Ratschläge mit nach Hause nahmen.

 

Foto: Reinhard Schiller und Antonie Preisler

Foto zu Meldung: Aderlass und Schröpfen aus der Heilkunde der Hildegard von Bingen

Warme Witterung verlockt bereits zum Gärtnern

(20.02.2014)

 

Anbau unter Folien ein Vorteil bei Spätfrösten

 

Moosbach, Beim Verein für Gartenbau und Landespflege hat man mit dem Beginn der Vortragsreihe begonnen. So konnte die Vorsitzende Gisela Schedlbauer zur ersten Info-Veranstaltung des Jahres im Gasthaus Kerscher  gut 30 Personen begrüßen.

Die überdurchschnittliche warme Witterung der letzten Wochen verlockte manche schon zu ersten Gartenarbeiten. Neben Ausschneiden von Obstbäumen und Sträuchern können auch schon erste kälteverträgliche Gemüsesamen angezogen werden. Wegen der Gefahr von Spätfrösten bringt ein Anbau unter Folie oder Glas Vorteile. Genau zu diesem Thema konnte Schedlbauer als Referenten Klaus Eder, Kreisfachberater am Landratsamt Regen begrüßen. Dieser brachte zum Ausdruck, dass er wegen der ungewöhnlich günstigen Witterung bereits erste Arbeiten im Garten erledigte.

In seinem Vortrag „Gärtnern hinter Glas, unter Folie und Flies“ brachte er auf sehr anschauliche und unterhaltsame Weise viele Tipps und Anregungen, wie die Gartenarbeit erfolgreich gestaltet werden kann. Unter unseren Klimabedingungen bringt der Anbau von Gemüse unter geschützten Bedingungen viele Vorteile. Die deutlich verlängerte Vegetationszeit ermöglicht nicht nur den früheren Anbau, sondern auch von Arten und Sorten, die unter unseren Klimabedingungen sonst problematisch wären.

Jedem ist klar, dass der Verzehr von Obst und Gemüse sehr gesund ist. Es hat sich aber gezeigt, dass in einem Haushalt, der über einen eigenen Gemüsegarten verfügt, auch mehr Gemüse gegessen wird. Zur Verfrühung der Kulturen stehen dem Gartler heute eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu zählt die Flachabdeckung, der Folientunnel, das Frühbeet, das Hochbeet oder das Gewächshaus, merkte Eder an. Materialien wie Flies, Schlitzfolien oder Lochfalien können dazu verwendet werden. Während Flies zwar die geringste Haltbarkeit hat, bringt es jedoch wegen dem geringen Eigengewicht und der guten Durchlässigkeit viele Vorteile, betonte der Fachmann. Auch die Schlitzfolie, die mitwachsend ist, ist sehr zu empfehlen. Die Lochfolie ist zwar deutlich dauerhafter, dehnt sich aber nur wenig und kann bei intensiver Sonneneinstrahlung zur Verbrennung von Gemüse führen.

Heute wird die Flachabdeckung jedoch nicht nur zur Verfrühung, sondern auch zur Schädlingsabwehr verwendet. Fruchtfliegen und andere Schädlinge können beispielsweise die Qualität von Rettich, Möhren, Kohlarten usw. deutlich mindern. In vielen Hausgärten werden heute oft auch Busch- und Spindelobstbäume gepflanzt. So können auch hier beispielsweise Kirschen oder Zwetschgen mit Schutznetzen vor Fruchtfliegenbefall geschützt werden.

 

Auch die Vielfalt an Formen, Größen und Ausstattungen bei den Gewächshäusern sprach Eder an. Eine allgemeine Empfehlung kann hier nicht gegeben werden, betonte er. Von der Marke Eigenbau bis zum High-Tec-Gewächshaus gibt es für jeden Geschmack und Geldbeutel geeignete Möglichkeiten. Die Anzucht von empfindlichen Kulturen wie Tomaten, Gurken oder Paprika ist hier deutlich erfolgreicher möglich. Aber auch exotischere Gemüsearten wie Auberginen, Wassermelonen, Andenbeere, Pepino Melone, Horngurke, Passionsfrucht und andere können nach Möglichkeit ausprobiert werden. Das beliebteste Gemüse der Deutschen ist die Tomate wobei die Cocktail-Tomate geschmacklich das beste Aroma bringt, behauptet der Kreisfachberater. Weil sie anfällig ist für Krautfäule, darf sie nicht dem Regen ausgesetzt werden. Auch im Gewächshaus ist darauf zu achten, dass sie trocken bleibt. Während es die Tomaten eher warm und trocken wollen, lieben Gurken feuchte Bedingungen. Dies bringt Probleme mit sich, wenn beide Gemüsearten in einem Gewächshaus angebaut werden. Zur wichtigsten Arbeit bei der Anzucht von Tomaten gehört das regelmäßige Ausgeizen der unerwünschten Seitentriebe aus den Blattachseln. Bei den Gurken bringen neuere Sorten wie die Mini-Schlangengurken einen schnelleren Ertrag.

 

Zum Abschluss gab Eder noch Hinweise zur Düngung und zum Pflanzenschutz, dazu stellte er fest, dass viele unserer Gärten überdüngt sind. Dies sei vor allem zurück zu führen, dass oft jahrelang die Düngung mit reichlich Mineraldünger, Stallmist oder Kompost erfolgte, wobei letzterer nur bedarfsgerecht eingesetzt werden darf. Eine Bodenuntersuchung wäre ratsam, meinte der Fachberater. Zur Start-Stickstoffversorgung wird pro Jahr nicht mehr als 3 Liter Kompost pro Quadratmeter empfohlen. Die weitere Kopfdüngung mit 10 Gramm Stickstoff je Quadratmeter kann entweder mit 100 Gramm Hornspänne oder 35 Gramm Kalkamonsalpeter in zwei Gaben gegeben werden. Andere wichtige Hauptnährstoffe wie Kalk, Magnesium, Phosphat oder Kali sollten entsprechend der Bodenuntersuchung bedarfsgerecht gedüngt werden. Eine Kalidüngung mit etwa 20 Gramm Kaliumoxyd pro qm kann beispielsweise durch 70 g Patentkali erfolgen. Dabei wird dann noch Magnesium ausgebracht, was in vielen unserer Böden knapp ist, betonte Eder.

Bei der Düngung ist auch noch zu berücksichtigen, dass manche Pflanzen wie Salat, Erbsen oder Bohnen einen geringeren Stickstoffbedarf haben, während beispielsweise bei Tomaten, Sellerie oder Porree der Bedarf  hoch ist. Beim Pflanzenschutz ist die Vorbeugung und Hygiene von großer Bedeutung. So können unkrautfreie, saubere Gewächshäuser den Befall von Mehltau, weißer Fliege oder Spinnmilben stark reduzieren.

Eder zeigte dann noch einige Möglichkeiten auf, Schädlinge und Krankheiten direkt zu bekämpfen. Zum Schluss wies er noch auf die diesjährige Landesgartenschau hin, die in Deggendorf stattfindet.

Gisela Schedlbauer, die Vorsitzende des Gartenbauvereins bedankte sich sehr herzlich beim Referenten für den interessanten und kurzweiligen Vortrag und der  stellvertretende Vorsitzende Erich Achatz überreichte Eder als Dank ein kleines Geschenk (siehe Foto). Dann wies Schedlbauer noch auf die nächsten Termine hin. Es ist zum einen der Vortrag am Dienstag, 25. März von Reinhard Schiller über die Heilkunst der Hildegard von Bingen im Gasthaus Kerscher und die Jahreshauptversammlung am 29. März im Gasthaus Freund.

 

Foto: 2. Vorsitzender Erich Achatz und Kreisfachberater Klaus Eder

Foto zu Meldung: Warme Witterung verlockt bereits zum Gärtnern

Besinnliche Adventsfeier beim Gartenbauverein

(06.12.2013)

Zwei Neuzugänge in den Verein aufgenommen

 

Moosbach. Obwohl starkes Schneetreiben die Landschaft einhüllte, war die Weihnachtsfeier am Freitag Abend im schön geschmückten Gastzimmer des Gasthauses Freund sehr gut besucht, wo die Mitglieder des Gartenbauvereins neben besinnlichen Geschichten und weihnachtlichen Weisen in das kommende Weihnachten eingestimmt wurden.

 

Vorsitzende Gisela Schedlbauer war sehr erfreut über den guten Besuch und hieß alle sehr herzlich willkommen. Sie entschuldigte Pfarrer Josef Drexler, für den seine rechte Hand PGRS Maria Rackl einsprang und stellte die alt bekannte Stubenmusi Erika, Birgit und Andrea vor, welche die Feier musikalisch umrahmten. Dann nahm Schedlbauer die Gelegenheit wahr und stellte mit Irma Raab aus Grub und Gisela Raab aus Wolfersdorf zwei Neuzugänge vor, die sie in der Runde herzlich willkommen hieß.

 

Nach dem gemeinsamen Abendessen und den anschließenden besinnlichen Darbietungen der einzelnen Mitglieder dankte Gisela Schedlbauer der Stubenmusi und allen, welche die Feier mitgestaltet haben sowie den beiden Damen, die den Gastraum dekoriert haben. Sie vergaß auch nicht, allen Helfern, die das ganze Jahr über bei allen Gelegenheiten Hand anlegen, ihr Lob auszusprechen, insbesondere Christl Buerschaper und Josef Ettl und Rita Penzkofer, wobei letztere den leckeren Punsch für die Feier gebraut hatte und wünschte mit einem denkwürdigen Gedicht vom „kleinen Glück“ ein gutes Jahr 2014.

Foto zu Meldung: Besinnliche Adventsfeier beim Gartenbauverein

15. Jahreshauptversammlung beim Garten- und Kulturverein

(01.12.2013)

Lehrfahrt ins Freilichtmuseum Finsterau und ins Keltendorf war beeindruckend

 

Prackenbach/Krailing. Die Mitglieder des Gartenbauvereins trafen sich in diesen Tagen im Gasthaus Bergbauer zu ihrer Jahreshauptversammlung, wo die Vorsitzende Manuela Lummer in ihrem Rückblick das letzte Vereinsjahr Revue passieren ließ.

 

Nach der Begrüßung der anwesenden Mitglieder durch die Vorsitzende  bat sie um eine Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder und gab die Tagesordnung bekannt.

Anschließend verlas Josef Preisler das Protokoll der 14. Jahreshauptversammlung und Manuela Lummer gab einen ausführlichen Tätigkeitsbericht und erinnerte dankend an den kostenlosen Obstbaumschnittkurs im Schulgarten durch Josef Preisler mit vier Teilnehmern.

Bei der Vorstandssitzung besprach man das Jahresprogramm an. Lummer honorierte auch die Pflege des Pfarrhofgartens, das Josef Preisler, Antonie Preisler, Johann Lummer, Heinrich Gierl und Erich Hastreiter, übernommen haben und an Erich Hastreiter wurden Geburtstagswünsche übermittelt.

 

Lummer erwähnte auch die Lehrfahrt ins Freilichtmuseum Finsterau und ins Keltendorf Gabreta nach Ringelai. Die Organisation hatte Antonie Preisler übernommen. Auch eine Wanderung zur kleinen Dahlienschau bei Erich Hastreiter wurde unternommen, wo Franz Mothes seinen leckeren Most verkosten ließ.

 

Auch das Pfarrfest hatte der Verein wieder mit einer Pflanzentombola bereichert, wobei sich die Vorsitzende bei allen Spendern bedankte insbesondere bei Rosi Baumgartner und Beate Götthans-Gierl für die gestifteten Bilder. Sie erwähnte dankend auch die Helfer und Arbeiter Johann Lummer, Xaver Kilger, Josef Preisler, Monika Schötz und Heinrich Gierl und honorierte den Arbeitseinsatz von Antonie Preisler im Kreislehrgarten.

 

Den aktuellen Kassenbericht lieferte Kassier Josef Preisler. Als Kassenprüfer fungierten Regina Englmeier und Heinrich Gierl, die eine mustergültige Kassenführung bestätigten, so dass von der Versammlung einstimmig Entlastung erteilt wurde. 

Dann informierte Josef Preisler die Anwesenden über SEPA-Umstellung auf online, den Einzug der Mitgliederbeiträge durch die neuen Überweisungen und dem Lastschriftenprogramm der Banken IBAN und BIC. 

Motorsägen-Kurs fand große Zustimmung

(22.09.2013)

Moosbach. Der Verein für Gartenbau- und Landespflege Moosbach organisierten für die Waldbesitzer im Verein einen zweitägigen Motorsägen-Kurs. Da immer wieder von erschreckenden Unfällen im Wald berichtet wird, haben verschiedene Waldbesitzer angeregt, dass ein Motorsägen-Kurs organisiert wird. Mit Wissen, Können und Übung kann die Gefahr von Unfällen deutlich gemindert werden. Für eine effektive Waldarbeit ist es aber auch erforderlich, mit der richtigen Technik die Leistung zu erhöhen, ohne dabei beispielsweise die Gesundheit der Gelenke und er Wirbelsäule zu gefährden.

 

Die Vorsitzende des Vereins Gisela Schedlbauer organisierte zusammen mit dem zuständigen Revierförster Thomas Kapfhammer diesen Kurs, der sehr schnell ausgebucht war. Dies zeigt ganz deutlich, dass die Waldbesitzer im Verein diese Notwendigkeit zur Schulung erkannt haben.

Der Kurs gliederte sich in zwei Teile. Am ersten Tag stand mehr die Theorie auf dem Programm. Dazu stellte die örtliche Feuerwehr in Moosbach ihr Gerätehaus zur Verfügung. Dort konnte Kapfhammer den Forstwirtschaftsmeister Michael Blabmeier aus Schorndorf begrüßen, der als versierter Praktiker viele Hinweise, Tipps und Erfahrungen weiter gab, die deutlich zeigten, wie sehr sich die Technik und die Sicherheitsvorschriften in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Die Spannbreite ging von beheizten Motorsägen-Griffen zu den hochwertigen umweltfreundlichen Bio-Ölen oder den tragefreundlichen Schutzausrüstungen. Ohne einen passenden Helm mit Gehörschutz und Schutzvisier, einer Schnittschutzhose sowie speziellen Schuhen mit Schnittschutz ist eine Motorsägen-Arbeit im Wald nicht zu verantworten. Bei diesen Arbeiten sind vorher schon Vorkehrungen zu treffen, sollte es zu unvorhergesehenen Unfällen kommen. Ein Handy mit Empfang kann hier schnelle Hilfe bringen. Genauso ist es wichtig, dass man nicht alleine zu Baumfällarbeiten in den Wald geht. Bei diesem theoretischen Teil kam aber auch die technische Ausstattung und Handhabung der verschiedenen Gräte nicht zu kurz.

 

Am zweiten Tag waren dann alle Teilnehmer gefordert. Ausgestattet mit der zulässigen Ausrüstung und der eignen Motorsäge musste ein jeder unter qualifizierter Anleitung einen Baum umschneiden und entasten. Da die Teilnehmerzahl so groß war, wurden zwei Gruppen gebildet. Einen Gruppe wurde von Michael Blabmeier und die andere von seinem Kollegen Benjamin Dommer betreut Die Tipps und Anregungen dieser Fachleute brachten dabei auch die „alten Hasen“ der Waldarbeit immer wieder zum Staunen. Liebgewordene Gewohnheiten so mancher erfahrener Profis wurden plötzlich unter einem anderen Licht gesehen. Durch richtiges Arbeiten kann man sehr viel für die Sicherheit und die eigene Gesundheit tun. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die aber sehr viel bewirken können. Am Ende des Kurses waren sich alle Teilnehmer einig, dass diese Schulung enorm wichtig war und jedem viel an neuer Erfahrung gebracht hat.

 

Foto: die Gruppe mit den beiden Ausbildern in orangen Jacken, li.      Benjamin Dommer und der Vorletzte re. Michale Blabmeier.       

 

Foto zu Meldung: Motorsägen-Kurs fand große Zustimmung

Heimatkundliche Herbstwanderung

(15.09.2013)

Moosbach. Die diesjährige Herbstwanderung des Gartenbauvereins Moosbach führte in die nähere Heimat nach Neurandsberg. Dazu konnte die Vorsitzende Gisela Schedlbauer mit 34 Teilnehmern eine große Zahl von Wanderfreunden begrüßen.

Von Kellburg aus ging es zur Wallfahrtskirche und zur Burgruine nach Neurandsberg. Vor der Kirche wurden die Gartler vom Vorsitzenden des örtlichen Gartenbauvereins Rattenberg und Vorstandsmitglied des Fördervereins der Burgruine Neurandsberg Helmut Ettl begrüßt. In mittelalterlichem Gewand gekleidet führte er die Wandergruppe zuerst in die Kirche und dann durch die Burgruine.

 

Im Jahre 1698 erging an den damaligen Karfürsten Max Emmanuel die Bitte, die unterhalb der Burg stehende Holzkapelle neu aufzubauen. Die Burg war zu diesem Zeitpunkt bereits zerstört gewesen. Die östlichen Mauern der Burgruine wurde abgetragen und mit diesen Steinen erbaute man die bis heute noch gut erhaltene Wallfahrtskirche “Zu unseren lieben Frau.“ Die vielen Votivtafeln, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen, zeigen deutlich den Wallfahrtscharakter dieser Kirche.

 

Anschließend erfolgte eine Führung durch die Burgruine Neurandsberg. Der Name geht auf das alte Rittergeschlecht der Randsberger zurück, das bereits 1190 erstmals erwähnt wurde. Das Stammhaus der Randsberger war Altrandsberg, von wo aus Friedrich der Ramsberger 1330 die Burg Neurandsberg errichtete. 1582 wurden an die äußere westliche Zwingermauer drei Gefängnisse angebaut, die aber bereits 1615 wieder aufgelassen wurden. Im Schwedenkrieg 1633 wurde die Burgfeste eingenommen und zerstört.

Heute ist die Burgruine im Besitz der Gemeinde und wird vom Förderverein Burg Neurandsberg e.V. betreut.

 

Helmut Ettl merkte dazu an, dass vor allem die Jugendlichen im Förderverein mit viel Idealismus und Engagement die Reste der Ruine wieder freigelegt haben und den Zugang zur Burg erneuert haben. Durch die Freilegung der Burg haben sich wieder eine Vielzahl an verschiedenen Pflanzen und Tieren angesiedelt. In den Gewölben der Burg fühlen sich vier verschiedene Fledermausarten heimisch. Der vom Förderverein organisiere Burgerlebnistag bringt jedes Jahr Interessenten die Geschichte und Natur nahe.

 

Nach einer Kaffeepause in der nahen Burggaststätte ging es weiter durch den angrenzenden Steinbruch. Dieser wird derzeit erweitert und ermöglicht Einblicke in Boden und Geologie der Umgebung. Josef Ettl, Vereinsmitglied und Wanderführer, gab bei der Wanderung immer wieder Hinweise zur Geologie und zur Pflanzenwelt.

Abgebaut wird im Steinbruch vorzugsweise blauer Granit, der meist für Straßenbaumaßnahmen verwendet wird. Dieses Tiefengestein, das sich vor etwa 330 Millionen Jahren aus vulkanischen Tätigkeiten entwickelte, ist heute ein sehr gefragtes Baumaterial. Die Teilnehmer der Wanderung zeigten sich von den Ausmaßen der Abbaustelle beeindruckt. Am Rande des Steinbruchs blühten noch eine Vielzahl verschiedener Pflanzen, wie Rainfarn, der kanadischen sowie der echten Goldrute, verschiedenen Glockenblumen, Leinkraut, der Natternkopf oder dem kanadischen Berufskraut.

 

Über einen Flurbereinigungsweg ging es entlang von Wiesen, Feldern und Wäldern zurück zum Ausgangspunkt nach Kellburg. Zum Abschluss dankte Gisela Schedlbauer allen herzlich für die Teilnahme der Wanderung und erwähnte dankend die Führung durch Helmut Ettl insbesondere Josef Ettl, der wie immer die Herbstwanderung organisiert hat und im Laufe der Wanderung immer wieder auf die Reize der Natur aufmerksam macht.

Schedlbauer wies auch noch auf den nächsten Vereinstermin hin: Sonntag, 13. Oktober findet im Kreislehrgarten in Patersdorf das Kreislehrgartenfest statt. Auch der Moosbacher Verein ist dabei mit verschiedenen Aktionen beteiligt. Dazu sind alle herzlich eingeladen. Auch beteiligt sich der Verein am Sonntag, 29.09.2013 am Erntedankfest mit Kirchenzug.

 

Foto:  Wandergruppe vor der Burgruine – Mitte Helmut Ettl und übernächster Josef Ettl

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Ein tierisch gutes Ferienprogramm

(09.08.2013)

Prackenbach/Moosbach. Wie in den letzten Jahren beteiligte sich auch in diesem Jahr der Verein für Gartenbau und Landespflege Moosbach am Ferienprogramm der Gemeinde Prackenbach. Der Jugendbeauftragte der Gemeinde Johann Schedlbauer und die Mitorganisatoren des Gartenbauvereins Gisela Schedlbauer und Josef Ettl konnten zu diesem Ausflug 25 Kinder und 10 Erwachsene begrüßen. Ziel war der Bayerwald-Tierpark in Lohberg.

 

Bevor die Teilnehmer den Tierpark auf eigene Faust erkunden konnten, war eine fachkundige Führung eingeplant, was Claudia Schuh Tierärztin des Zoos durch gezielte Fragen meisterhaft verstand, die Teilnehmer in die Führung einzubinden, wobei man viel Wissenswertes und Interessantes erfahren konnte.

Der Tierpark in Lohberg hat sich auf die heimische Tierwelt spezialisiert. Auf die Frage der Kinder erklärte sie, dass der Park nicht einfach Tiere aus der Natur einfangen kann. Vielfach werden Tiere von anderen Zoos, die erfolgreich in der Nachzucht waren, bezogen. Das darf jedoch nur gegen einen Nachweis und Kontrolle erfolgen. Viele interessante Hinweise gab es auch zu verschiedenen Tieren des Zoos.

 

Als Schlafplatz hat sich beispielsweise der Waschbär eine Pappel hoch oben auf der Baumkrone ausgesucht. Waschbär heißt er deshalb, weil er die Eigenheit hat, seine Nahrung vor dem Verzehr in Wasser zu tauchen. Der Uhu dreht deshalb den Kopf so stark, weil er nicht wie viele andere Tiere die Augen drehen kann. Will er zur Seite schauen, muss er deshalb den Kopf drehen.

Seit längerem dürfen Besucher auch Hunde mit in den Tierpark nehmen. Die Tiere des Zoos gewöhnen sich an die Hunde und betrachten diese nicht als Bedrohung. Man hat auch festgestellt, dass Hunde und Wölfe über verschiedene Laute miteinander kommunizieren. Interessant ist auch die Beobachtung, dass Wölfe zu heulen anfangen, wenn in der Umgebung eine Sirene ertönt. Claudia Schuh hatte noch viele weitere Interessante Erfahrungen auf Lager, welche die Kinder faszinierten und auch immer wieder zu weiteren Fragen anstachelte. Die Führung war so kurzweilig, dass die Zeit viel zu schnell verging. Anschließend erkundeten die Kinder in Begleitung der Erwachsenen den Zoo auf eigene Faust.

 

Der Zoo ist etwa 6 ha groß und beherbergt über 400 Tiere in 100 Arten. Die Kinder waren besonders fasziniert von Wildkatzen, Luchs, Wölfen, Fischotter, Biber und den Tieren des Streichelzoos. Ein gut ausgebauter Rundweg führt durch verschiedene Lebensräume. Infotafeln lieferten weitere Fakten zu den einzelnen Tieren in den Gehegen.

Zum Schluss trafen sich die Kinder am Erlebnisspielplatz und dem Streichelzoo. Bei der Hitze des Tages war vor allem ein erfrischendes Eis gefragt. Mit vielen neuen Eindrücken machte man sich gegen Abend wieder auf den Heimweg.

 

Foto: Gruppenfoto mit re. Claudia

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Der Gartenbauverein feierte wieder seinen Kaffeenachmittag

(28.07.2013)

Tanzen – Flohmarkt – Pflanzen und jede Menge Spezialitäten beim Gartlerfest

 

Moosbach. Brütende Hitze beim sechsten Kaffeenachmittag am Sonntag auf dem SV-Sportgelände und trotzdem war er gut besucht und wie immer mit großem Erfolg gekrönt. Man merkte schon, dass der Veranstalter der Gartenbauverein war, denn die Tische waren weiß gedeckt und mit Blumen dekoriert.

 

Garanten beim Gartlerfest waren wie immer die riesige Pflanzentombola, der Auftritt der Kindertanzgruppe und erstmals ein Kinderflohmarkt mit einer Riesen Auswahl an Spielen, Büchern und dergleichen, der gut bei den kleinen Festbesuchern ankam.

Vorsitzende Gisela Schedlbauer hieß schon zum Mittagstisch und auch am Abend alle Besucher herzlich willkommen. Neben der zahlreichen Bevölkerung aus Moosbach und Prackenbach waren neben vielen Vereinsmitgliedern auch Pfarrer Josef Drexler, Bürgermeister Xaver Eckl und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Maria Rackl gekommen und unter anderem eine große Abordnung des OGV Rattenberg.

 

Die Vorsitzende hatte mit ihrem Team wieder an alles gedacht. Sie sorgten nicht nur für das leibliche Wohl schon ab 11.00 Uhr und regten mit Kaffee, den feinsten Kuchen und Schmalzgebäck die Speicheldrüsen an.

 

Das Highlight des Nachmittags war wie immer die Kindertanzgruppe des Gartenbauvereins unter der Leitung von Karin Stengl, die Alt und Jung wie immer begeisterten. Sie war wieder mit den drei Gruppen aufgetreten, die sich für das Sommerfest wieder drei neue Hits ausgesucht hatten. Sie wirbelten und hüpften über den Rasen, dass es eine Freude war, während aus der Stereoanlage die Titel dazu erklangen und die Zuschauer stürmisch applaudierten.

 

Großes Lob spendete Gisela Schedlbauer den Mädels für ihren Auftritt. „Ihr habt euch wieder mächtig angestrengt“, sagte sie, macht weiter so, auch wenn nach den Sommerferien die Leitung der Tanzgruppe Franziksa Holzapfel übernimmt und überreichte ihnen einen Getränke- und Imbissgutschein.

 

Schedlbauer dankte Karin Stengl sehr herzlich, welche die Gruppe seit drei Jahren bestens betreute und überreichte ihr mit dem zweiten Vorsitzenden Erich Achatz ein Präsent und eine Orchidee.

Ein Hinweis für die Tanzgruppe: nach den Ferien geht es wieder weiter. Das erste Tanzen findet am Freitag, 13. September wieder in der Turnhalle statt. Gruppe I 14,45 – 15.30 Uhr, II Gruppe 15.30 – 16.15Uhr. Alle die aus Gruppe III noch Interesse haben, dürfen um 15.30 – 16.15 Uhr in die Turnhalle kommen.

 

Mit einer weiteren Attraktion des Tages sorgten Renate Hoffmann und Syliva Eder für ihre bunte und reichhaltige Pflanzentombola, bei der jedes Los ein Treffer war. Kleine, größere und übergroße Preise, 200 an der Zahl, waren aufgerichtet, welche die Gewinner freudig entgegen nahmen und eh man es sich versah, war alles abgeräumt.

 

Es war wieder ein toller Nachmittag, waren sich Jung und Alt einig. Zum Schluss dankte die Vorsitzende den Pflanzen- und Kuchenspendern und ihrem äußerst fleißigen Team mit allen Helfern vor und hinter der Theke, so dass das Fest ohne Probleme vonstatten ging.

 

Foto: Erich Achatz, Karin Stengl und Gisela Schedlbauer

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Tag der offenen Gartentür bei der Familie Hackl – Arthur Wasner ist jetzt Ehrenmitglied

(01.07.2013)

 

Nächstes Jahr öffnet Hackl auch für alle Interessierten des Landkreises ihr wunderschöne Reich

 

Moosbach/Altwies. Zu einem internen Tag der offenen Gartentür hat der Verein für Gartenbau- und Landespflege Moosbach seine Mitglieder am Montag eingeladen, zu dem die Familie Hackl in Altwies dankenswerter Weise das Tor zu ihrem herrlichen 4800 qm großen Garten- Areal öffnete.

 

Das schmucke Anwesen liegt nördlich der B 85 etwa 50 m südlich der Straße nach Viechtafell. Ein idyllisches Fleckchen Erde, das zu 2/3 von Wald eingerahmt ist, erwartete die gut 50 Besucher, unter ihnen auch Pfarrer Josef Drexler, die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl und Mesnerin Margarete Früchtl, welche die Hausherrin herzlich willkommen hieß.

 

Ingrid Hackl führte die interessierten Gartler durch die riesige Anlage, die sich an der Vielfalt der Pflanzen und Blumen nicht satt sehen konnten. Sie erzählte von ihrer Liebe zu den Blumen und wie alles begann, bis es zu diesem einmaligen Paradies geworden ist.

Die Anlage hat die Gartenkünstlerin mit Hilfe ihres Mannes in 13 Gruppen eingeteilt. Der Eingang zum Haus wurde 1990 gestaltet und 2002 mit einem Teich ausgeschmückt. Hinter dem Haus hat die Gärtnerin im Jahre 2005 einen Rosengarten angelegt, die Lieblingsblume der Hausherrin, von denen sie 161 Sorten in allen Größen und Farben beherbergt.

Die Anlage wird immer wieder von Sitzgelegenheiten aufgelockert, eine Schaukel bei der Eiche, ein wunderschöner Pavillon, dem ein Kiesgarten vorgelagert ist. 2011 war übrigens bei den Hobbygärtnern ein gestalterisches Jahr, als ein großes und ein kleines Staudenbeet angelegt wurde sowie ein Gemüsegarten mit viel Beerenobst und das Gartengrundstück mit einem geometrischen Beet und einer Burg bereichert.

Schließlich wacht seit 2012 ein Kreuz über der Anlage und seit diesem Jahr bereichert ein Burggarten das Ganze. „Im Winter wird geplant und im Sommer gebaut“, sagt Ingrid und lächelt zufrieden.

 

Die Gäste waren begeistert von der Artenvielfalt, die von Rosen, über Liliengewächse, Storchschnabelarten, verschiedenen Nelken- und Mohnarten und Glockenblumen reichte. Auch Kaktusarten, Schattenpflanzen, Rhododendron, Spieren in großer Auswahl. Fasziniert hat auch der Steingartenbereich, wo neben riesigen Steinen verschiedene Arten von Stauden und Gewächsen zu bewundern waren, überwiegend winterhart.

Natürlich wurde genügend Gelegenheit geschaffen, sich nach getaner Arbeit bei den verschiedenen Sitzgelegenheiten und Lauben eine Ruhepause zu gönnen. 

 

Zum Schluss waren alle Besucher zum gemütlichen Beisammensein in die Gartenlaube der Hackl´s eingeladen, wo die Vorstandschaft des Gartenbauvereins für das leibliche Wohl sorgte, das überwiegend gesponsert war.

Im Rahmen der internen Feier dankte anschließend die Vorsitzende Gisela Schedlbauer dem Gründungsmitglied Arthur Wasner, der 16 Jahre in der Vorstandschaft als Beisitzer aktiv war und sich in diesem Jahr nicht mehr zur Wahl stellte. Für die viele Anregungen, die er in dieser Zeit eingebracht hatte, ernannte ihn Schedlbauer zum 1. Ehrenmitglied des Vereins und überreichte eine Urkunde mit einer Orchidee.

Schedlbauer erwähnte auch dankend Rita Penzkofer, die sich vier Jahre in der Vorstandschaft einbrachte und sprach schließlich der Gastgeberin Ingrid Hackl mit einer wunderschönen Orchidee ein großes Dankeschön für die Gastfreundschaft aus.

 

Foto: 3 – Steingartenanlage unter dem Haus mit Pavillon, 10 – Die Gartler waren beeindruckt (Mitte Ingrid Hackl), 19 – Ingrid Hackl, 23 – Gisela Schedlbauer und das neue Ehrenmitglied Arthur Wasner, 25 – Gastgeberin Ingrid Hackl und Gisela Schedlbauer, 17 – Teich vor dem Haus.   

Foto zu Meldung: Tag der offenen Gartentür bei der Familie Hackl – Arthur Wasner ist jetzt Ehrenmitglied

Der Jahresausflug war eine Reise wert

(23.06.2013)

Die Gartler im Grünen Zentrum Bayerns

 

Moosbach. Das Ziel des Jahresausfluges des Vereins für Gartenbau- und Landespflege war heuer Weihenstephan und Freising, zu dem die Vorsitzende des Vereins Gisela Schedlbauer 33 Teilnehmer begrüßen konnte. Leider spielte das Wetter vor allem vormittags nicht so mit, da Regenschauer vor allem die Besichtigung der verschiedenen Gartenanlagen in Weihenstephan erschwerten. Ab Mittag hellte der Himmel aber immer mehr auf, so dass die weiteren Programmpunkte ohne Regenschirm absolviert werden konnten.

 

Weihenstephan gilt deshalb als „Grünes Zentrum Bayerns“ weil in diesem westlich von Freising gelegenen Stadtteil wichtige Studien- und Forschungseinrichtungen beispielsweise aus dem Bereich Land- und Forstwirtschaft, Brauerei, Lebensmitteltechnologie und eben auch des Gartenbaues angesiedelt sind. An den Technischen Universitäten München- Weihenstephan und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf studieren derzeit in Freising gut 4000 Studenten. Um die vielen Erkenntnisse aus dem Gartenbereich auch in der Praxis testen und beobachten zu können, werden im Sichtungsgarten und in der Kleingartenanlage die vielfältigen Möglichkeiten des Gartenbaues ausprobiert und auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In einem separaten Bereich sind vielfältige Möglichkeiten der Bepflanzungen von Balkonkästen zu sehen. Die Pflanzenvielfalt und die gezeigten Praxisbeispiele waren sehr beeindruckend. Die Besucher waren sich darin einig, dass in einer Landesgartenschau für die Gartenpraxis zuhause auch nicht mehr Anregungen mitgenommen werden können. Selbst wenn jemand zuhause keine Gartenfläche hat, kann ein Balkon rationell für die Produktion von Obst und Gemüse genutzt werden. Auch die Vielzahl der verschiedenen Gewächshäuser, Hochbeete, Spalierplanzenbeispiele, Bewässerungsanlagen oder Anzuchtmethoden war sehenswert.

 

Nach dem ausgiebigen Rundgang durch die verschiedenen Gartenanlagen erfolge eine Stärkung in dem historischen Bräustüberl am Weihenstephaner Berg, direkt neben der ältesten Brauerei der Welt. Nach dem Mittagessen wurde die Gruppe am Bräustüberl von zwei Fremdenführern abgeholt. Auf dem Weg über den Weihenstephaner Berg zur Altstadt Freising lieferten sie interessante Informationen zu Weihenstephan, Freising und zu verschiedenen Objekten auf dem Panoramaweg in die Altstadt. Sie hat heute etwa 46.000 Einwohner und gilt als älteste Stadt zwischen Regensburg und Bozen. Somit ist sie beispielsweise älter als München.

Um 720 nach Christus riefen die Agilolfinger-Herzöge den westfränkischen Wanderbischof Korbinian nach Freising. Er ist der erste Bischof von Freising und wird heute noch als Stadt- und Bistumspatron verehrt. Um 1021 n.Chr. wurde auf dem Weihenstephaner Berg eine große Benediktinerabtei gegründet. Von diesem Kloster sind aber heute nur noch einzelne Mauerreste erhalten.

Auf dem Panoramaweg gab es immer wieder schöne Ausblicke über Freising, den Flughafen und die weitere Umgebung. Bei schönem Wetter hat man auch einen wunderbaren Blick auf die Alpen. Der Weg führte durch weitere sehr sehenswerte Gärten, wie den Hof-, Buchs- und Oberdieckgarten. Alleine die Besichtigung dieser Gärten wäre ein Tagesprogramm wert gewesen. Besonders beeindruckend in diesen Gärten waren neben der Pflanzenvielfalt die weitausladenden freistehenden alten Bäume.

Zentrum der Freisinger Altstadt ist der Marienplatz mit der Mariensäule und die Stadtpfarrkirche St. Georg. Überragt wird aber diese Kirche vom Freisinger Dom, der auf dem Domberg weithin sichtbar als das Wahrzeichen von Freising gilt. Auch im Bereich der Altstadt hätte es noch viele Besichtigungsobjekte gegeben, die aber aus Mangel an Zeit nicht mehr in das Programm aufgenommen werden konnten.

 

Nach einer kurzen Kaffeepause in der Altstadt ging es zu dem im Jahre 1992 neu eröffneten internationalen Münchner Flughafen, am südöstlichen Stadtrand von Freising. Sowohl der neue Flughafen als auch das internationale grüne Lehr- und Forschungszentrum Weihenstephan sind der Grund, dass die Arbeitslosenquote des Arbeitsamtsbezirks kontinuierlich die niedrigste des gesamten Bundesgebietes ist.

Im neu errichteten Besucherpark des Flughafens konnte man hinter die Kulissen dieses Großflughafens schauen. Vom etwa 80 m hohen Besucherhügel war ein guter Blick auf beide Start- und Landebahnen möglich. Fast im Minutentakt starteten oder landeten kleinere und größere Flugzeuge in alle Teile der Welt. Im grünen Freiluftareal konnte man verschiedene historische Flugzeuge in Originalgröße besichtigen.

 

Anschließend ging es mit vielen Eindrücken wieder zurück in die Heimat. Gisela Schedlbauer bedankte sich bei allen Beteiligten und wies auf die nächsten Termine des Vereins hin. Am Montag, 1. Juli ist ab 18.00 Uhr eine vereinsinterne Gartenbesichtigung bei Ingrid Hackl in Altwies vorgesehen. Am 9. Juli wird gemeinsam mit dem Frauenbund Moosbach/Altrandsberg um 18.00 Uhr der Klostergarten in Neukirchen beim Hl. Blut besichtigt. Das Gartenfest des Vereins wird am Sonntag, 28. Juli ab 11.00 Uhr wieder am Sportplatz des SV-Moosbach abgehalten. Zu diesen nächsten Veranstaltungen sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

 

Foto: im Hof der TU in Weihenstephan mit der steinernen Rose, die aus einem Stein gemeißelt ist

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Wo tut es ihnen weh? Mind. 60 Besucher kamen ins Schloss

(13.06.2013)

Fußreflexzonenmassage mit der Benediktinerin Jubilata Marder

 

Moosbach/Altrandsberg. Der Katholische Frauenbund und der Verein für Gartenbau- und Landespflege hatte am Dienstag zu einem Vortrag zum Thema: „Fußreflexzonenmassage“ eingeladen und man merkte schon an den vielen Besuchern, dass viele Menschen mit irgend einem Schmerz geplagt sind und sich durch diese Anweisung der Behandlungsform Linderung oder gar Abhilfe erhoffen.

 

Die Vorstandssprecherin Hedwig Plötz freute sich, dass sich mindestens 60 Frauen und einige Männer eingefunden hatten und begrüßte ganz herzlich Schwester Jubilata vom Kloster Strahlfeld, die eingangs die Besucher fragte, wo es ihnen weh tut oder was sie sich wünschten, dass es nicht mehr weh tut?

 

Interessant und amüsant zugleich war dann ihr dreistündiger Vortrag über Fußreflexzonenmassage, als die sympathische Missionsbenediktinerin mit schwäbischem Akzent deutlich machte, dass diese Form der Massage mit dem ganzen Körper zu tun hat.

Alle Organe und Muskelgruppen fänden sich auf der Fußsohle in Reflexzonen und hätten mit diesen eine Wechselwirkung. Bei der Massage wird Druck auf ganz gezielte Bereiche der Füße ausgeübt, welcher die Nervenwege anregt und die Muskelentspannung fördert, so Schwester Jubilata.

 

Der Theorie ließ die Schwester die Praxis folgen. Die Anwesenden durften sich in Zweierreihen gegenüber setzen und gegenseitig ihre Fußreflexzonen anregen, wobei auch viel gelacht und getuschelt wurde. Doch die Ordensfrau blieb eisern bei einer „goldenen Regel.“ „Da wo´s weh tut, drücken“, so werden eben Verspannungen gelöst. Auch Frauen mit Problemen im Nacken und verspannten Schultern stellten sich der Schwester „zur Verfügung.“ Das ging zwar nicht immer ohne Schmerzenslaute ab, doch hinterher verspürten die Damen tatsächlich Besserung. Zur Schmerzlinderung verwendete sie einen nassen Waschlappen.

 

Während des Behandlungsvorganges bediente sich die Schwester zeitweise mit einem Stöpsel, mit dem sie die einzelnen Punkte bearbeitete. Diese Stöpsel oder Abbildungen der Reflexzonen mit ihren Griffen und Positionen durften die Teilnehmer mit einem Unkostenbeitrag mit nach Hause nehmen.

 

Hedwig Plötz dankte zum Schluss der Ordensfrau Jubilata für den aufschlussreichen und äußerst interessanten Vortrag mit einem kleinen Präsent.

 

Foto: Schwester Jubilata 2.v.li.

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Frühjahrswanderung in den Böhmerwald

(05.05.2013)

Seit 20 Jahren geführte Wanderungen beim Gartenbauverein

 

Moosbach. Der Verein für Gartenbau- und Landespflege konnte heuer ein Jubiläum feiern, hat man doch unter dem kompetenten Wanderführer und Mitglied Josef Ettl am 22. September 2002 die erste geführte Wanderung ins Leben gerufen.

Angefangen hat es mit kleinen Ausflügen bzw. Wanderungen, wobei man unsere engste Heimat erkundete und den vielen interessanten Erläuterungen Ettl lauschte. 2005 wurde der Horizont etwas erweitert, wobei der Hirschenstein, der Rödelseeweiher, das Kreuzhaus , Kaitersberg oder das Arbergebiet auf dem Programm stand.

Die bisher weiteste Frühjahrswanderung führte heuer zum Cerchov in Tschechien, wobei die Vorsitzende Gisela Schedlbauer diesmal bei bestem Maiwetter eine kleine Gruppe von Wanderfreunden begrüßen konnte. Sie wurde wieder organisiert von Vereinsmitglied Josef Ettl. Ausgangspunkt war ein Parkplatz am Lehrbienenstand östlich vom Stadtrand bei Waldmünchen. Über den Cerchovsteig ging es etwa 5,5 km und 520 Höhenmeter bergauf bis zum 1042 m hoch gelegenen Chrchov – oder Schwarzkopf, wie früher die deutsche Bezeichnung war, die auf dunkle Nadelwälder im Gipfelbereich hindeutet. Der Wanderweg führt aber auch immer wieder durch größere und helle Buchenwälder. Gerade im Frühjahr beim Austrieb der Blätter leuchtet ihre Farbe dann intensiv lindgrün. Im Gipfelbereich dominieren die Buchen, die durch die Stellung der Äste deutlich anzeigen, woher der Wind kommt.

 

Einiges zu sehen gab es auch auf dem Weg zum Gipfel, wo ein siedlungshistorischer Lehrpfad mit Infotafeln auf frühere Siedlungen in diesem dicht bewaldeten Grenzgebiet hinwies. Von den Kramberger Höfen so nahe an der Grenze und in dieser Höhenlage sind nur noch Mauerreste und ein Kellergewölbe erhalten geblieben. Auch von einer ehemaligen Forstdiensthütte am Brunnhäusl sind nur noch eingestürzte Mauern und ein Brunnen erhalten. Vor dem Grenzübergang am Lehmgrubenweg sind Löcher im Boden zu sehen, wo früher Lehm abgebaut wurde. Auch ein  überdachter Unterstand mit Sitzgelegenheiten zur Rast sowie verschiedene Infotafeln, beispielsweise zum seit 1998 intensiv ausgebautem Langlaufgebiet befindet sich hier. Aber auch nach der Grenze wiesen verschiedene Infotafel – sowohl in tschechischer als auch in deutscher Sprache auf Besonderheiten hin. So ist das angrenzende große Waldgebiet als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, in dem das Auerwild einen besonderen Schutz genießt. Auffällig war auch, dass der Wald auf tschechischer Seite sehr gut gepflegt ist und durch verschiedene Aufforstungsmaßnahmen erneuert wird.

 

Die letzten Meter zum Gipfelbereich führten über eine betonierte „Panzerstraße“ zum Gipfel. Dort befinden sich noch viele verlassene Gebäude, die früher militärisch genutzt wurden. Nach der Nutzung durch die Wehrmacht im Dritten Reich wurde der Gipfel bis in die 1990er Jahre intensiv als Aufklärungsstation genutzt und war für Wanderer gesperrt. Bereits 1904 wurde auf dem Gipfel schon ein Aussichtsturm errichtet, der nach dem Erbauer auch als Kurz-turm bezeichnet wird. Im Jahre 1987 wurde auf dem Gipfel durch die tschechoslowakische Armee ein zweiter, größerer Turm gebaut, der heute Flugsicherungszwecken dient und nicht zugänglich ist. Als Gegenstück befand sich in etwa 20 km Entfernung südöstlich eine entsprechende Fernmeldestation der NATO auf dem Hohen Bogen. Neben der sowjetischen Armee nutzte auch eine Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR auf dem Cerchov die Türme als Abhörstützpunkt. Im Zuge der Grenzöffnung und Wiedervereinigung wurden die Horchposten aufgegeben und seit Juli 2000 ist 24 m hohe Kurz-Turm wieder für jedermann zugänglich. Der Turm ist erst vor kurzem wieder intensiv renoviert worden und bietet einen wunderbaren Rundblick auf den Bayerischen Wald und die Tschechischen Bergen sowie die große Ebene bei Domalize. Bei guten Wetterbedingungen reicht die Sicht bis zu den Alpen. Es befindet sich auf dem Turm auch ein Amateurfunkstation, die vor allem an den Wochenenden intensiv genutzt wird.

 

Nach einer längeren Rast ging es durch das abwechslungsreiche Waldgebiet wieder zurück zum Parkplatz. Dank des schönen Wanderwetters und der schönen Frühlingsstimmung durch dieses interessante Gebiet wurden die Teilnehmer diese schöne Wanderung so schnell nicht vergessen.

Zum Schluss dankte die Vorsitzende des Vereins Gisela Schedlbauer allen noch einmal herzlich für die Teilnahme und wünschte einen guten Nachhauseweg.

Der 2. Vorsitzende Erich Achatz nutzte die Gelegenheit und überreichte dem Wanderexperten Josef Ettl eine Urkunde und dankte ihm für die 20-jährige Zeit als Organisator und Führer dieser schönen Wanderungen, die man nicht missen möchte mit der Hoffnung, dass er dem Verein noch lange erhalten bleibt.

 

Foto: am Cerchov

Foto zu Meldung: Frühjahrswanderung in den Böhmerwald

Gisela Schedlbauer bleibt Vorsitzende

(13.04.2013)

 

Neuwahl beim Verein für Gartenbau- und Landespflege – ein erfolgreiches Jahr mit vier Neuzugängen

 

Moosbach. Beim Verein für Gartenbau- und Landespflege standen bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung am Samstag Abend satzungsgemäß Neuwahlen an. Der Vorsitzenden Gisela Schedlbauer, die zwar gerne ihr Amt zur Verfügung gestellt hätte, wurde das absolute Vertrauen ausgesprochen, mit der Begründung, es könne keiner besser. Im Übrigen geht der Verein mit kleinen Veränderungen geschlossen in die nächsten vier Jahre.

 

Zur Versammlung im Gasthaus Freund, der in der Pfarrkirche St. Johannes ein Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder voraus ging, begrüßte Schedlbauer neben 32 Mitgliedern Pfarrer Josef Drexler und Bürgermeister Xaver Eckl und bat um eine Gedenkminute für die verstorbenen Gartler, wobei sie im Besonderen das Gründungsmitglied Franz Schötz erwähnte, den man im letzten Vereinsjahr zu Grabe tragen musste.

 

Von den Finanzen des Vereins berichtete Marianne Schreiner. Trotz der außergewöhnlichen Ausgabe durch die Patenschaft beim 100-jährigen Gründungsfest in Rattenberg im letzten Jahr, erzählte sie von einem soliden Kassenbestand. Elfriede Haberl und Christine Schedlbauer hatten die Kasse geprüft und bestätigten den einwandfreien Zustand. Der Schatzmeisterin und der gesamten Vorstandschaft wurde einstimmig Entlastung erteilt.

 

In ihrem umfangreichen Rückblick erinnerte Schriftführerin Christl Buerschaper an das Palmbüschelbinden, die Pflegemaßnahmen im Pfarrgarten und Kirchenaufgang im Frühjahr und im Herbst, die Frühjahrs- und Herbstwanderung und die Gestaltung des Ferienprogramms mit dem bewährten Wanderführer und Mitglied Josef Ettl. Zu den Highlights zählte der Tag der offenen Gartentür bei der Familie Fuchs in Hetzelsdorf und Rabenbauer inViechtafell und der Ausflug zur Woid Roserl. Unvergesslich bleiben ebenso die drei Tage des 100-jährige Gründungsfestes in Rattenberg, als der Verein die Patenschaft übernahm. Ein Erfolg war wiederum der Kaffeenachmittag mit einer Pflanzentombola am Sportplatz mit der vereinseigenen Kindertanzgruppe mit der Leiterin Karin Stengl und der Jahresausflug ins Mühlviertel. 

 

Im Laufe des Jahres standen zudem verschiedene Vorträge auf dem Programm, ein einmaliger Reisebericht über Namibia von Gisela und Sibille Schedlbauer und ein Besuch im geodätischen Observatorium in Wettzell. Auch bei allen kirchlichen Festen und beim Sportlerfest war man präsent. Im vergangenen Vereinsjahr wurden 14 Mitgliedern zum halbrunden bzw. runden Geburtstag gratuliert, den Eltern Christian und Birgit Schedlbauer zur Geburt ihrer Tochter Maya gratuliert und bei der Hochzeit der Mitglieder Stefanie und Michael Dötzlhofer Spalier gestanden.

 

Mit Florian Hackl, Stefan Rabenbauer, Gisela Eckl und Karl Heinz und Sabine Fuchs wurden dieses Jahr fünf Neuzugänge verbucht, so dass mit zwei Austritten und einem Todesfall der Verein 121 Mitglieder zählt. Zum Schluss dankte Buerschaper der unermüdlichen Vorsitzenden Gisela Schedlbauer für ihren Teamgeist, Josef Ettl, der in einzigartiger Weise den Mitgliedern die Natur nahe bringt, allen Mitgliedern und nicht zuletzt Pfarrer Drexler für die gute Zusammenarbeit.

 

Bürgermeister Xaver Eckl war beeindruckt von den Berichten und meinte, „ihr habt ein gewaltiges Jahr hinter euch, in dem ihr euren Mann gestellt habt“. Hier kam es im Wesentlichen auf die Vorstandschaft und im Besonderen auf Gisela Schedlbauer an. Doch ihr dürft euch auch einmal zurück lehnen, denn Pause gehört dazu. Als Bürgermeister liege ihm schon das Gestalterische im Dorf am Herzen, meinte er weiter. Vielleicht könnt ihr euch einmal Gedanken machen, bat er die Gartler, wie man den Friedhof auf Vordermann bringt. Wenn Kosten für Verschönerungsmaßnahmen im Ort entstehen, das könnten sie der Gemeinde jederzeit in Rechnung stellen, merkte er an und sprach der Vorsitzenden und allen Helfern ein herzliches Vergelt´s Gott für ihre Arbeit aus.

 

Anschließend übernahm Eckl den Vorsitz der Neuwahl, die per Akklamation durchgeführt wurde. Einstimmig wurde gewählt: 1. Vorsitzende Gisela Schedlbauer, ihr Stellvertreter ist Erich Achatz, Schatzmeisterin Marianne Schreiner, Schriftführer Josef Ettl für Christl Buerschaper. Mit Christl Buerschaper, Irmgard Bernhardt, Sylvia Eder, Gabi Schedlbauer, Annelies Altmann, Manuela Schlecht und Sepp Schedlbauer ziehen sieben Beisitzer ins Gremium ein. Als Kassenprüfer fungieren Christine Schedlbauer und Harald Eder.

 

Die Vorsitzende bedankte sich bei Bürgermeister Eckl für die Durchführung der Wahl und den Mitglieder für das entgegengebrachte Vertrauen. Sie hofft weiter auf gute Unterstützung, dass es in der nächsten Periode so weiter geht, wie es bisher war, was nur durch richtigen Zusammenhalt funktioniere und bat die Vorstandschaft um gute Zusammenarbeit. Sie sprach auch den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die im Hintergrund mitarbeiten, ein herzliches Vergelt´s Gott aus: „Ohne euch wäre ein funktionierendes Vereinsleben nicht möglich,“ lobte die Vorsitzende.

 

Schedlbauer erzählte zum Schluss von der Kreisverbandssitzung, wo sie erfuhr, dass es im Landkreis Regen 32 Gartenbauvereine gibt. An erster Stelle stehe Kirchdorf im Wald mit 232 Mitgliedern, der kleinste Verein ist das Schönauer Land mit 30. Moosbach steht als verhältnismäßig junger Verein mit seinen 121 Mitgliedern an 12. Stelle.

Dann informierte Josef Ettl die Mitglieder über das neue Lastschriftverfahren ab 1.1.2014. Eine schriftliche Aufklärung wäre den Mitgliedern bereits zugegangen.

 

Den Abschluss der Versammlung bildete eine Power-Point-Präsentation, bei der Josef Ettl noch einmal in Bildern auf das Vereinsjahr zurück blickte.

 

Termine: Gisela Schedlbauer gab einen Überblick über einzelne Programmpunkte für das kommende Vereinsjahr: Als nächstes sind Pflegemaßnahmen um die Kirche angesetzt. Weitere Termine: 5.5.Frühjahrswanderung mit Josef Ettl, 12.5. Teilnahme an der Feuerwehrgerätehauseinweihung in Krailing, 18.6. Vortrag „Fußreflexzonen-Therapie“ im Gasthaus Laumer Altrandsberg mit dem Frauenbund, 22.6. Jahresausflug nach Weihenstephan zur Staudengärtnerei, 30.6. Tag der offenen Gartentür, wobei Ingrid Hackl den Verein in ihren Garten eingeladen hat. 9.7. Fahrt in den Kräutergarten zum Kloster in Neukirchen Hl. Blut,13.7. Besuch des Sportlerfestes des SV, 28.7. Kaffeenachmittag mit Pflanzentombola am Sportplatz und Auftritt der Kindertanzgruppe, (Sylvia Eder bat um Pflanzen und Setzlinge), 7.8. Ferienprogramm für Kinder mit Josef Ettl , 15.9. Herbstwanderung mit Josef Ettl, 13.10. Einsatz im Kreislehrgarten, 6.12. Weihnachtsfeier. 

 

Foto: Christine Schedlbauer, Marianne Schreiner, Sylvia Eder, Manuela Schlecht, Gabi Schedlbauer, Annelies Altmann, Josef Ettl, Josef Schedlbauer, Haral Eder, Bürgermeister Xaver Eckl,

sitzend: Erich Achatz, Gisela Schedlbauer, Christl Buerschaper, Pfarrer Josef Drexler, Irmgard Bernhardt.

Foto zu Meldung: Gisela Schedlbauer bleibt Vorsitzende

Die Gartler banden fleißig Palmbuschen

(16.03.2013)

Moosbach. Der Verein für Gartenbau und Landespflege hat am Samstag im Gemeinschaftsraum der ehemaligen Schule sage und schreibe an die 140 Palmbuschen gebunden, die am kommenden Sonntag von Pfarrer Josef Drexler bei der Palmprozession geweiht werden.

 

15 Frauen sind der Einladung der Vorsitzenden Gisela Schedlbauer gefolgt, die in verhältnismäßig kurzer Zeit einen ganzen „Schwung“ von bunten Buschen gezaubert haben, für die man bereits Tage zuvor eine Menge Materialien gesammelt hatte.

 

Die Exemplare wurden dann vor und nach dem Gottesdienst am Samstag und Sonntag durch ein kleines „Entgelt“ an den „Mann“ gebracht, damit jeder am Palmsonntag seinen geweihten Buschen in den Herrgottswinkel stecken kann. Kurzentschlossene, die am Palmsonntag immer noch keine „Palmgerte“ haben, können am nächsten Samstag und Sonntag vor dem Gottesdienst noch welche erwerben.

 

Nach dem Palmbüschelbinden war natürlich aufräumen angesagt und dann ließen sich die fleißigen Freuen einen duftenden Kaffee und einen gestifteten Kuchen munden.

Foto zu Meldung: Die Gartler banden fleißig Palmbuschen

Stefanie und Michael Dötzlhofer gaben sich das Ja-Wort

(15.03.2013)

Spalier für das Brautpaar vom Gartenbauverein 

 

Moosbach. Hochzeitsglocken läuteten am Freitag in Moosbach, als sich der Mediziner Dr. Michael Dötzlhofer und die Krankenschwester Stefanie aus Viechtafell das Ja-Wort gaben.

In der schön geschmückten Pfarrkirche St. Johannes, in die Pfarrer Josef Dexler mit seinen Ministranten das Brautpaar geleitete, zelebrierte er einen sehr festlichen Hochzeitsgottesdienst, den die Band Timeless (Zeitlos) aus dem Bereich Miltach/Cham musikalisch sehr eindrucksvoll mitgestaltete.

 

„Obwohl wir Fastenzeit haben, gibt es heute Grund zum Feiern“, sagte eingangs der Geistliche und meinte

zum einen den Ausgang der Papst-Wahl am Mittwoch-Abend und die Trauung eines Brautpaares, das sich vor genau zwei Jahren am Standesamt Prackenbach das Ja-Wort gaben und heute vor Gottes Angesicht ihren Schwur bekräftigen. Als Symbol überreichte der Geistliche dem Brautpaar eine dreifache Kordel in den Farben blau, rot und gelb und bemerkte, dass der dritte im Bunde Gott sein soll, denn nur mit ihm hält die Verbindung und wer Gott liebt, der liebt auch den Anderen.

 

Nach der Trauung erwartete das Paar ein Spalier von 20 Mitgliedern des Vereins für Gartenbau und Landespflege, wobei die Vorsitzende Gisela Schedlbauer herzlich gratulierte und als Geschenk einen Fliederstrauch überreichte, denn Stefanie und Michael gehören beide dem Verein an. In den vier Jahren, seit dem sie das Haus in Viechtafell erwarben, engagieren sie sich zudem in der Dorfgemeinschaft. Michael ist 2. Vorstand des Dorfvereins, hat für ihn die Homepage erstellt und war stets präsent bei der Aktion „unser Dorf soll schöner werden“, als ob sie schon immer dazu gehörten. Erwähnenswert sei auch, dass der zweijährige Sohn Simon ein echter Viechtafeller ist, denn er hat schon an ihrem neuen Wohnort das Licht der Welt erblickt.

 

Die weltliche Feier der Jungvermählten fand anschließend im Burggasthof Neurandsberg statt, wo die „Timeless“ für musikalische Unterhaltung sorgten.

 

Foto: Vorsitzende Gisela Schedlbauer gratuliert 

Foto zu Meldung: Stefanie und Michael Dötzlhofer gaben sich das Ja-Wort

Totenbrauchtum im Bayerischen Wald

(26.02.2013)

Gut besuchter Bildungsabend mit Hans Wrba, dem Heimatpfleger vom LK Cham

 

Moosbach. Menschen machten sich zu allen Zeiten Gedanken zum Sterben und zum Tod. Dabei haben sich weltweit unterschiedlichste Bräuche und Vorgehensweisen zu dieser Thematik entwickelt. Doch während früher der Tod bei uns noch offen in die Gesellschaft integriert war, wird er heute vielfach verdrängt.

 

Zum Bildungsabend am Dienstag im Gasthaus Freund, veranstaltet vom Pfarrgemeinderat Moosbach, dem FB Moosbach/Altrandsberg, MMC und der KLJB, konnte der Bildungsbeauftragte Josef Ettl neben Pfarrer Josef Drexler mit den Vereinsvorsitzenden fast 45 Teilnehmer begrüßen, unter anderem auch den neuen Kirchenpfleger Frank Hornberger und den Referenten Hans Wrba. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Kath. Erwachsenenbildung des Landkreises Regen.

 

„Das ist eine harte Reis“, wenn man den rechten Weg nicht weiß. Frag die drei heiligen Leut (Jesus, Maria und Josef) die zeigen dir den Weg zur Ewigkeit“. Mit diesem Marterl-Spruch begann Kreisheimatpfleger Hans Wrba seinen Vortrag über Totenbrauchtum, „Aufbleiben“ und Totenbretter rund ums Sterben im Bayerischen Wald. Dabei ging es ihm eigentlich darum, den tiefen Glauben an die Auferstehung der Menschen damals hinter all diesen Bräuchen vor allem dem 18. und 19. Jahrhundert aufzuzeigen, bei dem man jedoch auch nicht alles gut heißen konnte, zumal manchmal Glaube und Aberglaube sehr nah beieinander lagen. Dabei waren meist der kindlich starke und unverrückbare Glaube an die Auferstehung und die Erlösung der Hintergrund.

Johann Brunner schreibt in seinem Heimatbuch, das Hans Wrba vortrug vom Sterben eines Hausbewohners. Es wurde, wie auch heute der Geistliche gerufen, der ihn versehen musste. Nur damals schloss sich Alt und Jung dabei an und man sagte sich, wenn viele mit gehen, dann wird der Kranke wieder gesund und bei geringer Teilnahme musste er sterben. Dann erzählte Wrda von einigen Prophezeiungen zur Ankündigung eines Todes, wenn zum Beispiel die Uhr stehen bleibt, die Katzen weinen und der Hund heult und das Totenkäuzchen schreit. Ist dann der Sterbende verschieden und behält die Augen offen, so wird ihm bald ein Familienmitglied nachfolgen, so Wrba. Dann wird ihm der Sonntagsanzug angezogen und mit einem feinen Halstuch bekleidet. Ein Rosenkranz ziert die Hände und schließlich wurde er auf ein Brett gelegt.

 

Als nächstes kamen die Nachbarn und Verwandte zum „Aufbleiben“. Die Bäuerin bäckt frisches Brot und die Totenwächter erhalten während der Nacht Branntwein, Verwandte und Nachbarn Bier und Brot. Ist die Kirche und der Friedhof nicht im Dorf, dann wurde der Sarg auf einen Wagen gestellt und zum nächsten Gotteshaus gefahren und die Angehörigen, Nachbarn und Verwandte folgten ihm.

 

Der Strohsack, auf dem der Sterbende gelegen war, wurde verbrannt, erzählte Wrba weiter. Zu den Toten-Bräuchen gehörte auch, dass man den Sarg auf einige Schütt Stroh legte, wenn der Transport mit dem Ochsen- oder Pferdefuhrwerk erfolgte. Der Fuhrknecht musste es auf der Heimfahrt verlieren, sonst kehrt die Seele des Verstorbenen an den bisherigen Ort zurück.

 

Zu den häufigsten Bräuchen gehören die Totenbretter, die heute vieler Orts zur Erinnerung an einen lieben Menschen aufgestellt sind. Früher wurden die Bretter, auf denen der Verstorbene bis zur Beerdigung ruhte, nicht mehr im Hause verwendet, sondern mit Zier und Inschrift versehen, an viel begangenen Wegen aufgestellt, um zum Gebet für die abgeschiedenen Seelen anzuregen, so Wrda. Auch Kapellen sieht man heute mit Totenbrettern umkleidet. Vieler Orts werden sie auch in langen Reihen an Zäune befestigt oder sogar an die Bäume des Waldes genagelt. So bilden sie überall, wo sie uns begegnen, ein eigenartiges, nicht selten stimmungsvolles Bild.

 

Über das Brauchtum der Totenbretter herrscht weitgehend Unklarheit, so Wrda. In Neukirchen b. Hl. Blut sah man es noch 1691sehr ungern, wenn jemand in einer Truhe beerdigt wurde. Noch im 19. Jahrhundert hat es vereinzelt noch keinen Sarg gegeben, die Leichen wurden in Leinentücher genäht. Das älteste erhaltene Totenbrett stammt aus Aigenhof bei Neukirchen Hl. Blut und trägt die Jahreszahl 1815 und wird im Straubinger Gäuboden-Museum aufbewahrt.

 

Doch nicht nur die Totenbretter erinnern an die Allgegenwart des Todes, referiert Wrda weiter. Karner, Beinhäuser und die Seelhäuseln auf den Gottesäckern mahnen mit ihren Bildern, teils recht drastische Darstellungen an das unausweichliche Schicksal des Sterbens. Äußerst beliebt waren in den Wahlfahrtsorten die „Memento-mori-Briefchen“ die man mit nach Hause brachte. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die sogenannten „Tischsargerln“ zu Tausenden im Grödnertal und im Bayerischen Wald geschnitzt. Es handelte sich um Beobachtungssärglein unterschiedlicher Größe, mit deren Hilfe man sich die Vergangenheit des Irdischen auch zu Hause vor Augen halten konnte.

 

Den Rückblick in die längst vergangenen Zeiten, in denen das Bewusstsein, dass der Tod zum Leben gehört, weit ausgeprägt war, als in unseren Tagen, beendete Hans Wrda mit einem tiefsinnigen Spruch sein interessantes Referat: „Gewiss ist der Tod, ungewiss der Tag, und die Stunde niemand wissen mag. Drum tu gut und denk dabei, dass jede Stund die letzte sei.

 

Josef Ettl dankte dem Referenten für die interessanten Ausführungen und meinte, „früher hat der Tod besser zum Leben gehört, wie heute. Im Fernsehen sieht man nur Junge und Gesunde, da gibt’s kein Siechen, kein Alter und ein Sterben schon gleich gar nicht“. Als Aufmerksamkeit überreichte Ettl dem Referenten ein kleines Präsent und dankte ihm für sein Kommen. 

 

Foto: Referent Hans Wrba und eine voller Veranstaltungsraum

 

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Hochinteressantes im Geodätischen Observatoriums Wettzell erfahren

(03.02.2013)

Lehrfahrt des Gartenbauvereins in den Nachbarlandkreis Bad Kötzting

 

Moosbach/Wettzell. Das Geodätische Observatorium war am Sonntag das Ziel einer Lehrfahrt ins nachbarschaftliche Wettzell, das die Vorsitzende des Gartenbauvereins Gisela Schedlbauer ermöglichte und das an die 30 Interessierte wahrnahmen.

 

Dr. Thomas Klügel begrüßte die Gruppe aus Moosbach sehr herzlich und führte sie zunächst in einen Konferenzraum des Hauptgebäudes, wo er ihnen an Hand eines PC Hochinteressantes über Aufgaben und Ziele der Fundamentalstation erläuterte und machte mit ihnen anschließend noch einen Rundgang über das Gelände mit den verschiedenen Teleskopen und man warf zum Schluss einen Blick in das Betriebsgebäude, wo hochinteressante Messungen aufgezeichnet sind.

 

Das Geodätische Observatorium Wettzell entstand um 1970 und wird seither beständig weiter ausgebaut. Es wurde absichtlich in der Nähe der ehemals Toten Grenze zu Tschechien entrichtet, um möglichst dunklen Nachthimmel zu haben und beim Satellite und Lunar Laser Ranging keine Rücksicht auf den Flugverkehr nehmen zu müssen.

Es wird heute vom Bundesamt für Kartografie und Geodäsie (BKG) gemeinsam mit der TU München, Forschungsbereich Satellitengeodäsie und dem Deutschen Geodätischen Forschungsinstitut (DGFI) betrieben. Es vereinigt auf einem Gelände von einigen Hektar alle modernen Beobachtungsmethoden der Kosmischen Geodäsie unter anderem ein Laserteleskop, Satellitenkamera, ein 20m großes Radioteleskop, zwei Twin-Anlagen, ein hochpräzises Zeitsystem und nicht zuletzt Einrichtungen für Verwaltung und technische Wartung.

Derzeit sind im Observatorium Wettzell lt. BKG 32 Personen beschäftigt, die sich aufteilen in 24 Mitarbeiter des Bundesamtes und der Forschungseinrichtung.

 

In den Aufgabenbereich des Observatoriums fallen neben dem Betrieb der messtechnischen Einrichtungen unter anderem das Radioteleskop zur Bestimmung interkontinentaler Basislinien und Leserentfernungsmesssystem zur Messung der Entfernung zu künstlichen Erdsatelliten und zum Mond sowie der Betrieb eines „Transportablen Integrierten Geodätischen Observatoriums (TIGO). Interessant zu hören war, dass unter anderem auch neue Messverfahren entwickelt werden, die Messsysteme wie zum Beispiel ein Seismometer zur Registrierung von Erdbeben.

 

Zum Raummessverfahren erläuterte Dr. Klügel, dass das 20m Radioteleskop entscheidende Beiträge zur Realisierung und Laufendhaltung der globalen Referenzsysteme liefert, während das Laser Ranging System die Entfernungsmessung zu künstlichen Erdsatelliten und zum Mond erlaubt.

Die Erde verhält sich wie ein Kreisel, erzählt Klügel weiter. So dient der Ringlaser „G“ zur Erfassung der Drehgeschwindigkeit der Erde unter Ausnutzung des Sagnac-Effekts. Das Ziel ist, insbesondere Schwankungen der Drehgeschwindigkeit der Erde während eines Tages festzustellen. Er ist in einem Tiefenlabor zur thermischen Stabilisierung und Abschirmung äußerer Störungen untergebracht.

 

Schließlich erklärte Dr. Klügel das transportable integriertes geodätisches Observatorium, (TIGO) für hochpräzise Messungen zu künstlichen Erdsatelliten. Es wurde von Deutschen Geodäten entwickelt und in Wettzell erprobt. Integration bedeutet bei TIGO, dass vom selben Standort aus Erdmessungen durchführ- und kombinierbar sind. So bilden auf verschiedenen Kontinenten messenden Observatorien ein Globales Vermessungsnetz, das in „leeren“ Regionen durch TIGO-Stationen ergänzt werden kann.

 

Anschließend führte Dr. Klügel die Moosbacher noch über das große Gelände, auf dem unter anderem das Laserteleskop, die Satellitenkamera, das 20-m. Radioteleskop und eine Twin-Anlage beherbergt. Ein Seismobunker, der Großringlaser G ist ebenfalls untergebracht sowie ein Haupt- und Betriebsgebäude.

Zum Schluss verabschiedete man sich von dem freundlichen Geodäten und Dr. der Naturwissenschaften und Gisela Schedlbauer bedankte sich für die interessante Führung mit einem kleinen Präsent.

 

Foto: die Interessentengruppe mit li. Dr. Thomas Klügel und 4.v.li. Gisela Schedlbauer, die Organisatorin

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Besinnliche Adventstimmung beim Gartenbauverein

(07.12.2012)

Großes Lob vom Verein und Pfarrer für Vorstitzende Gisela Schedlbauer

 

Moosbach. Die verschneite Landschaft lieferte am Freitag die passende Stimmung, als der Gartenbauverein seine Mitglieder zu einer vorweihnachtlichen Feier ins Gasthaus Freund eingeladen hatte, wo sie neben besinnlichen Geschichten und Liedern in das kommenden Weihnachtsfest eingestimmt wurden.

 

Vorsitzende Gisela Schedlbauer konnte zu dieser Feier über 30 Mitglieder begrüßen, insbesondere Pfarrer Josef Drexler sowie die Hausmusik mit Erika Rabenbauer, Birgit Schedlbauer und Andrea Penzkofer, welche die Feier mit weihnachtlichen Liedern bereicherten.

 

Eingestimmt auf den Abend wurden die Anwesenden mit dem Lied „als aller Hoffnung Ende war“ und Silvia Eder mit einer Geschichte zur Adventszeit den Abend bereicherte. Arthur Wasner brachte anschließend eine informative Einleitung zur Entstehung des Liedes „Maria durch ein Dornwald ging.“ Das gleichnamige Lied wurde solo von Andrea Penzkofer vorgetragen.

 

Für große Heiterkeit sorgte auch eine lustige Nikolausgeschichte aus der Feder von Franz Mothes, erzählt von Theo Klingl. Dabei hatte ein kleiner Bub beim Besuch des Nikolaus mit Spinnweben im Herrgottswinkel zu kämpfen. „Mei Liachterl im Laterndal“ war das nächste Lied, das Erika und Birgit zum Besten gaben und Gabi Schedlbauer erzählte vom „Kleinen Melchior“ bevor die beiden Sängerinnen mit „Im Woid is so staad“ und „und jetz is hoid Winter woan“ weiter auf die Adventszeit einstimmten. Schließlich erzählte Irmgard Bernhard vom Klein-Fritzchen, wie es ihm beim Kirchenbesuch erging und Andrea Penzkofer stimmte wieder auf ihrer Gitarre weihnachtliche Weisen anstimmte.

 

Gisela Schedlbauer bedankte sich zum Schluss bei allen für die Teilnahme und im Besonderen bei all denen, die aktiv zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben. Der zweite Vorsitzende Erich Achatz nutzte diese Gelegenheit, um Gisela Schedlbauer für das weit über das Normale hinausgehende Engagement zu dankten. Als kleine Anerkennung überreichte er ihr einen weißen Weihnachtsstern. Auch Pfarrer Drexler schloss sich diesem Dank an und erwähnte auch den Einsatz, den der Verein für den Pfarrgarten und die Kirchenanlagen erbringt. Nach dem offiziellen Teil saß man noch lange zusammen und genoss auch den Punsch, den Vereinsmitglied Rita Penzkofer speziell für diese Feier gebraut hatte.

 

Foto Erich Achatz und Gisela Schedlbauer

Foto zu Meldung: Besinnliche Adventstimmung beim Gartenbauverein

Reiseerlebnisse durch Namibia (vom 15.8.-30.8.12 )

(02.11.2012)

Sibille und Gisela Schedlbauer erzählten von ihrem erlebnisreichen Urlaub

 

Moosbach/Viechtafell. „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.“ Und das konnten in der Tat Gisela und ihre Tochter Sibille, als sie kürzlich im Gasthaus Kerscher über ihre beeindruckenden Reiseerlebnisse von ihrem Urlaub in Namibia erzählten und diese im Rahmen einer Powerpoint Präsentation mit vielen Bildern bereicherten.

 

Namibia ist mit seinen 824.116 km² und 2.104.900 Einwohnern ein dünn besiedelter Staat in Südafrika. 1/3 der Bevölkerung lebt in Zentralnamibia, wobei dort allein in der Hauptstadt Windhoek mehr als 300 000 ihren Wohnsitz haben. Namibia liegt zwischen Angola, Sambia, Botswana und dem atlantischen Ozean. Der Name der Republik Namibia kommt von der Wüste Namib, die den gesamten Küstenraum des Landes einnimmt. Das durchschnittliche Klima lässt sich als heiß und trocken bezeichnen.

 

Der Gartenbauverein hatte Gisela Schedlbauer gebeten, einige Eindrücke, die sie mit ihrer Tochter Sibille und dessen Freund Jürgen während ihrer privaten 15-tägigen Reise gesammelt und notiert hatten, wiederzugeben. Der Abend wurde zu einem hochinteressanten und mit den gut 50 Zuhörern eine gut besuchte Veranstaltung.

 

Am Mittwoch, 15. August 2012 um 9.30 Uhr begann Gisela´s bislang weiteste und längste Reise. Ab Straubing ging´s mit dem Zug nach Regensburg, von da mit dem ICE nach Frankfurt und in der Air Line „Namibia“ zu ihrem Reiseziel. Ganz abgesehen von der ersten Panne, nämlich der Verspätung des ICE von 45 Min. in Regensburg, verlief der 10-stündige Flug in einer Höhe von 11.000 m über den Wolken sehr gut und bei ausgesprochen guter Verpflegung.

 

Nach der Ankunft am Flughafen versorgten Sibille und Jürgen die dreiköpfige Gruppe erst einmal mit namibischen Dollars – Währung 1 € = 10 ND, dann ging´s zu ihrer Unterkunft, der Etango-Ranch, die nur etwa zwei bis drei km vom Flughafen entfernt war. Die Besitzer sind deutscher Abstammung und schon in 4. Generation in Namibia. Ein heißer Tee tat gut, denn während das Thermometer am Tag auf 25° kletterte, fiel es in der Nacht auf 5° zurück. Bei einem ersten Spaziergang machten die drei Bekanntschaft mit Schabrackenschakale und Kuhantilopen und einem Stier, die den Urlaubern nicht gerade geheuer vorkamen. Am zweiten Tag wurde der Reisegruppe das gebuchte Leihauto übergeben, einen Daihatsu-Terios mit Allrad, was sich bei ihren Fahrten als sehr hilfreich herausstellte und von da an ging´s jeden Tag über Land, die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten und vor allem auch die vielen Tiere zu erkunden.

 

Die Urlauber aus Deutschland waren Frühaufsteher, so dass ihnen an keinem Tag ein Sonnenaufgang entging und nach einem reichhaltigen Frühstück fuhr man los, um ja viel von dem fremden Land zu sehen. So liefen den Reisenden am zweiten Tag Kuhantilopen, Paviane, Oryx, Kudu, Warzenschweine, Erdhörnchen, Giraffen und Springböcke über den Weg, die natürlich in der Linse festgehalten wurden. Zurück in der 10.000 ha großen Farm, besser gesagt „Game Ranch“ und nach Kaffee und Tee stand Gepardenfütterung auf dem Programm, eine gruselige Sehenswürdigkeit. Bei der Weiterfahrt brach schon die Dunkelheit herein und sie erreichten die gebuchte Lodges, wo sie sich aus dem Rucksack verköstigten.

 

Am vierten Tag machten die Reisenden eine tolle Beobachtung in der Nähe der Lodges, denn eine Lieferung von 60 Oryx-Bullen (eine neue Züchtung) war angekommen. Nach einem leckeren Frühstück brach man dann über Mariental, Maltahöhe nach Sesriem auf, wo das Schnuckelchen (Auto) wieder einmal Saft erhielt. Und schon ging´s weiter zur „Namib Desert Lodge.“ Das Abendessen war mit Suppe mit Mais und Kokosnuss, Fleisch (Kudu) Kartoffel, Brokkoli, Karotten vom Buffet sehr lecker. Auch eine Nachspeise mit Vanillepudding und mit Kuchen wurde serviert und sie stellten fest: wenn auch Afrika – sie lebten nicht schlecht.

 

Am Sonntag wurden die Urlauber anstatt einem Frühstückbuffet, nur mit einem Lunchpaket ausgerüstet, denn es stand Sossusvlei auf dem Programm. (Gebiet mit den ausgedörrten Kameldornbäumen). Am Eingang wurden ihnen 80,- Namibia Dollar pro Person für den Eintritt abgeknöpft und auch für´s Auto noch 10 N-Dollar kassiert. Für die letzten fünf Kilometer wurde ein Schuttle angeboten, aber das lehnten sie ab, denn sie hatten ja ihr Schnuckelchen mit Allradantrieb. Eine Horrorfahrt im tiefen Sand erwartete sie – mehr als nur cool.

Dann hieß es aufsteigen zur Big Mama (die 2. größte Düne Namibias). Geschafft und das Lunchpaket auf der Spitze schmeckte doppelt. Dann hört Gisela neben ihr jemanden sagen: „Wenn ma den ganzen Sand bei uns in da Baywa in lauta 25 kg Sackl abfuin kannt, dann wa ma steinreich“ - so klein ist die Welt.

 

Das nächste Ziel war der Dead-Vlei am Fuße von Big Daddy. Dead-Vlei sind die abgestorbenen Kameldornbäume. Nach einem Abstecher zum Sesriem Canyon war nach der Ankunft in Lodge eine Abkühlung im Pool ein willkommener Tagesabschluss.

 

Am Montag war die Fahrt nach Swakopmund gebucht. Es war eine abwechslungsreiche Fahrt mit einem extrem schlechten Weg: Sanddünen, Steppe-Büsche, Canyon und dann wieder flaches Land. Viele Strauße, die sich frech die Vorfahrt nahmen, begegneten den Schnuckelfahrern. In Swakopmund angekommen, war ein Stadtbummel angesagt, wo sie beim Wörmann-Haus (Supermarkt und Internet-Cafe) einkehrten und an Julia in der Heimat ein E-mail losschickten. Dann wurde dem Leuchtturm ein Besuch abgestattet, das Amtsgericht begutachtet und auch der Strand lockte, wo sie zur Freude zwei Delphine sichteten. Nach einem ausgiebigen Jetty gab´s beim Ankerplatz Wiener Schnitzel für Gisela und Jürgen und Sweet-Chilli-Wrap für Sibille.

 

Das Ziel des siebten Tages war eine Mola-Mola Bootstour in Walvis Bay mit 17 Personen an Bord.

Das außergewöhnliche Erlebnis bestand darin, dass Kapitän Rudi eine Robbe an Bord holte und auch ein Pelikan erfreute mit seinem Besuch. Auch einen Wal wollte Rudi den Bootsteilnehmern zeigen, doch Gott sei Dank ließ er sich nicht sehen. Bei einem Halt an einer Sandbank wurde den Bootsteilnehmern eine Verpflegung angeboten, über welche sie wohl nicht so sehr erbaut waren. Es gab nämlich Austern, Frühlingsrollen, gekochte Eier, Calimares und ein Gläschen Sekt. Bei der Weiterfahrt fiel auch noch plötzlich der Motor aus und die Angst steckte jedem im Nacken. Doch Rudi kriegte es wieder hin. Am Nachmittag war wieder ein Stadtbummel angesagt und ein Gang ans Meer. Es war an diesem Tag sehr unruhig und es schlug hohe Wellen. 

 

Nach einer Woche unterwegs in Namibia bezogen die drei Viechtafeller mit Cape Cross die bislang 5. Unterkunft, die in einer Bucht des Atlantiks liegt. In ihrem ganzen Leben sahen sie noch nicht so viele Robben, wie hier. 80 000 an der Zahl mit nur Muttertieren und Kinder. Anschließend zuckelten sie weiter ins Damaraland über den Ort Uis. Das Schnuckelchen brauchte wieder Saft und man glaubt es nicht, den Liter für ca. 1,- €. Auf dem boten Straßenverkäuferinnen (Heruos- und Himba-Frauen) Steine und Schmuck zum Kauf an.

 

Es gibt nichts schöneres, als ein reichhaltiges Frühstücksbüffet, bestätigten die Reisenden, was ihnen am Donnerstag zum wiederholten Mal geboten wurde. Dann ging es los Richtung Westen, wo Petrified Forest (Versteinerter Wald) auf dem Programm stand. Mit Führer Michael hatte man einen guten Griff gemacht, weil er ihre Sprache beherrschte und Gisela auch mal was verstand. Äußerst interessant war es in der nächsten Station Tuyfelfountain (Steingravuren), einziges namibisches Weltkulturerbe und dann stand auch noch die Farmeigene Aussichtsplattform auf dem Plan, um den Sundowner (Sonnenuntergang) zu genießen.

 

Der 10. Tag begann wie immer mit einem leckeren Frühstück, nur der Kaffee schmeckte scheußlich. Heute hatte man eine Fahrt zum Otyikandere Orphan Huimba Vihage zum Himbastamm eingeplant. Dabei säumten den Weg wieder viele Tiere, wie Warzenschweine, Paviane, Springöcke, Oryxe und eine Giraffe direkt am Straßenrand. Bei einer Führung trafen Gisela, Sibille und Jürgen Frauen mit Kindern und einen alten Mann. Die jüngeren waren auf dem Feld oder gingen zur Jagd. Gisela beeindruckte die Lebensweise dieser Menschen. Die Hütten bestanden aus Baumstücken, Äste und Kuhfladen. Ihre Nahrung bestand aus Maisbrei. Die Kinder waren sehr anhänglich und bettelten um Süßes, wobei der Kaugummi sehr gefragt war. Die Himbas boten den Reisenden selbstgebastelten Schmuck an. Einige Exemplare wurden als Souvenirs für Zuhause erstanden.

 

Als nächstes Ziel hatte man am Samstag den Vingerklip im Visier. Die Fahrt war nicht ungefährlich, denn sehr viele Tiere säumten den Weg. Im Ugab-Terrassengebirge angekommen, bestiegen sie den Aufgang zum Vingerklip, wo die herrlichen Savanen zu besichtigen waren. Doch man hatte an diesem Tag noch ein Ziel vor Augen, nämlich den Etosha-National-Park. Natürlich musste man wieder Eintritt bezahlen und das nicht wenig. Dann ging die Pirsch los und sie wurden sehr schnell über das saftige Ticket belohnt. Jede Menge Tiere waren hier zu bestaunen, Löwe und Hyäne, Nashorn und Elefanten, Giraffen und Zebras. Den Abend verbrachte man an einem Wasserloch beim ersten Lodge von den dreien im National-Park, die dem Staat gehören.

 

Es war Sonntag und wieder ging es mit dem Schnuckelchen über Land um möglichst viele Eindrücke mit nach Hause nehmen  zu können. Das Wasserloch Ombika wurde angesteuert, wo sie nach dem Frühstück 100 Stufen zum Aussichtsturm klettern, um das ganze Gebiet in sich aufnehmen zu können. Auf der Weiterfahrt nach Salvadora, wo die Straßen als Wellblechkisten benannt werden, gab es Tiere in rauhen Mengen zu bestaunen wie Elefanten und Löwen. Die Weiterfahrt nach Etoska Loobaut (Salzpfanne) war endlos weit, kahl und leer, nichts für Gisela, denn sie liebt die bewachsende Natur. Den Abend verbrachte man mit einer Brotzeit am Wasserloch und wartete, bis die Tiere kamen. Sibille und Jürgen hatten Glück, denn sie erspähten zu später Stunde sogar noch Hyänen und einen Leoparden.

 

Richtig Erfolg hatten die drei Urlauber am Sonntag, als sie um 9.00 Uhr zum Wasserloch aufbrachen und sechs Löwen, vier männliche und zwei weibliche sich am Wasser tummelten. Auch eine Herde Zebras tauchten auf und Impalas. Doch, man merkte ihnen an, sie hatten Angst vor den Löwen. Nach fünf Stunden Fahrt im Auto ging´s zurück zur nächsten Lodge, wo schon der Pool lockte. Nur Gisela hatte ein Problem, sie hatte eine kaputte Zimmertür , die jedoch von Jürgen Gott sei Dank repariert werden konnte.

 

Der vorletzte Tag der Urlaubsfahrt führte die Dreiergruppe Richtung Süden und Schnuckelchen verlangte wieder einmal nach Saft. Übrigens  in Namibia ist es ratsam, an jeder Tankstelle, wo man vorbei fährt, zu tanken. Weil man als Urlauber nicht genau weiß, wann die nächste Tankstelle kommt und ob die auch wirklich noch Sprit hat. 460 km lang war die Strecke nach Windhoek, der Hauptstadt von Namibia, die angesteuert wurde, denn langsam schloss sich nun wieder der Kreis. Bis zur letzten Lodge noch 60 km, die hatten es aber in sich. Denn Sibille musste 13 mal das Gatter öffnen und wieder schließen, weil der Weg durch Farmergebiet ging. Doch sie wurden mit ihrer herrlichen Unterkunft, wobei wie immer der Pool nicht fehlte, für alles belohnt. Unvorstellbar, meinten sie, dass sie die einzigen Gäste waren.

 

Mittwoch, 29. August, noch ein letzter Blick auf die unendliche Weite und das Wasserloch. Die vielen Tiere, die dort waren, schienen die Urlauber zu verabschieden. Von Lodge bis Windhoek waren es 120 km. In der Hauptgeschäftsstraße hielt ein Wächter ein Auge auf ihr Auto, während sie die Christuskirche besichtigten und einige Stadtfotos schossen. Nach einem Bummel, wo die letzten Namibia-Dollar an den Mann gebracht wurden, fuhr man zum Flughafen. Das Auto musste abgegeben werden, wobei der Kilometerstand auf 18.435 km (Anfangsbestand 14846) stand. Folglich waren sie 3589 km in Namibia unterwegs, ohne Pannen und Unfällen. Pünktlich um 20.05. düste die Maschine mit 500 Gästen wieder zurück in die Heimat, wo das Flugzeug am Donnerstag, 30. August pünktlich um 7.00 Uhr in Frankfurt landete.

 

Fazit: Es war eine herrliche Reise, bestätigt Gisela und dankte dabei ihrer Tochter und ihrem Freund sehr herzlich für die Organisation und die komplette Planung des Urlaubs. Sibille war ein super Reiseleiter und Jürgen ein umsichtiger guter Fahrer. So hatte jeder seine Aufgabe, von denen Gisela bei Gefahr von wilden Tieren die Gruppe zu beschützen hatte. Doch sie kam Gott sei Dank nicht zum Einsatz.

 

Foto: 1 – Düne im Namib-Naukluft-Nationalpark, 2 – Zwei Himga-Jungen bettelten um Kaugummi, und Sibille Schedlbauer, 3 – Gisela  Schedlbauer, Jürgen und Sibille, 4 – Gisela und Sibille beim Vortrag im Gasthaus Kerscher mit Souvenirs.

Foto zu Meldung: Reiseerlebnisse durch Namibia (vom 15.8.-30.8.12 )

Düngung im Hausgarten

(02.11.2012)

Josef Ettl berichtet von den Ergebnissen der Bodenuntersuchungen

 

Moosbach. Im Rahmen einer Veranstaltung des Vereins für Gartenbau und Landespflege , als Sibille und Gisela Schedlbauer sehr interessante Eindrücke über ihre Reise nach Namibia berichteten, gab Gartenbaumitglied Josef Ettl kurze Hinweise zur Düngung des Hausgartens und berichtete über die Ergebnisse der eingereichten Bodenproben-Untersuchungen.

 

Gisela Schedlbauer freute sich über die vielen Zuhörer, von denen am Freitag Abend an die 50 Interessenten nicht nur aus Moosbach, sondern auch von außerhalb ins Gasthaus Kerscher gekommen waren und bat Josef Ettl zunächst um die Ergebnisse der 14 Bodenproben, die er nach zweimonatiger Dauer aus Freising zurück erhalten hatte. In diesem Zusammenhang klärte er die Hobbygärtner über einige Düngungs-Tips im Hausgarten auf.

 

Die meisten Gartenböden sind überdingt, sagte Josef Ettl und merkte an, dass sie einen zu hohen Phosphat- und Kaligehalt haben. Auch der Kalkgehalt befindet sich bei einigen Bodenproben in einem ungünstig hohen Bereich. Eine starke Überdüngung ist genauso nachteilig wie eine starke Unterdüngung. Um qualitative hochwertige Produkte aus dem Garten zu ernten, ist eine ausgewogene Düngung von entscheidender Bedeutung. Der Phosphat- und Kalibedarf kann bei den meisten Gärten mit einer Düngung von Kompost gedeckt werden. Die laut Bodenuntersuchung fehlenden Nährstoffe können bei Bedarf gezielt mit Einzeldüngern ergänzt werden. Ein ausgereifter Kompost liefert als „Volldünger“ die wichtigsten Haupt- wie Spurennährstoffe .Die Hauptnährstoffe sind Stickstoff, Phosphat, Kalium, Kalk, Magnesium und Schwefel. Viele Gemüsearten reagieren negativ auf chlorhaltige Kaliformen, erklärt Ettl. Ein geeigneter Kalidünger für den Gemüsegarten ist sulfathaltiges Kali wie es im Blaukorn oder Patentkali enthalten ist.

 

Als wichtiger Motor des Pflanzenwachstums gilt der Stickstoff. Da er jedoch leicht aus dem Boden ausgewaschen werden kann, muss er sehr gezielt eingesetzt werden. Ein geeigneter Stickstoffdünger ist beispielsweise Kalkammonsalpeter oder organische Formen wie Hornspäne. Um 5 g Stickstoff/m² zu düngen, muss man 35 g Hornspäne verabreichen. Die Schnelligkeit dieses langsamer wirkenden Düngers hängt stark vom Vermahlensgrad ab. Mineralische Mehrnährstoffdünger wie Blaukorn (Nitrophoska) haben je nach Produkt Nährstoffkonzentrationen, die für viele Gärten, die zu gut mit Nährstoffen versorgt sind, ungeeignet sind, so Ettl. Häufig reicht hier eine mäßige Kompostgabe aus. Im Übrigen liefert er nicht nur Nährstoffe für die Pflanzen, sondern auch Nahrung für die Bodenlebewesen und beeinflusst auch positiv die Bodenstruktur.

 

Dann informierte Ettl die Gartler über den Mittelwert bei den 14 Untersuchungen, von dem Kalk einen pH Wert von 6,7 aufweist. Optimal ist unter unseren Bedingungen je nach Bodenart ein leicht saurer Boden mit pH-Werten von 6,5 bis 6,7. Einige Bodenproben hatten einen zu hohen pH-Wert. Der optimale Wert von Phosphat liegt bei 15-20 mg, der Schnitt aller Proben lag jedoch bei 87,6 mg/100 Gramm Boden. Auch bei Kali lag der durchschnittliche Wert von 69,3 mg viel zu hoch, während der optimale Wert je nach Bodenart bei 10-25 mg liegen sollte. Der pH Wert sollte in jedem Fall in Ordnung sein, weil sonst wichtige Nährstoffe fixiert werden können. Typisch für Böden des Bayerischen Waldes sind Kalk- Magnesium- und Phosphatarmut. Für die meisten unserer Gartenböden trifft dies aber nicht mehr zu.

 

Die Nährstoffe werden durch Mikroorganismen in Abhängigkeit von Bodentemperatur und -feuchte freigesetzt. Organische Dünger werden meist zu Beginn der Kultur, also mit der Pflanzung oder Aussaat ausgebracht, unterstrich der Fachmann. Dies ist besonders bei stärker stickstoffhaltigen organischen Düngern erforderlich. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Gartenböden alleine durch die verschiedenen Formen organischer Dünger genauso überdüngt werden können, wie mit mineralischen Düngern. Die Düngung der Pflanzen sollte sich am Bedarf der Pflanzen orientieren. Mineralische Dünger wirken in der Regel schneller als organische Dünger und werden zu Beginn der Wachstumsperiode verabreicht. Schließlich merkte Ettl an, dass Stickstoffhaltige Mineraldünger soweit ein Einsatz überhaupt notwendig ist, unbedingt gezielt in der Wachstumszeit eingesetzt werden müssen.

 

Gisela Schedlbauer dankte abschließend Josef Ettl für sein riesiges Wissen und stellte beruhigend fest, dass wir nicht mehr so viel zu düngen brauchen.

 

Foto: Archiv Ho. Josef Ettl

Foto zu Meldung: Düngung im Hausgarten

Weißer Flieder für Baby Maya Schedlbauer

(26.10.2012)

Der Gartenbauverein war in Aktion

 

Moosbach. Der Verein für Gartenbau- und Landespflege hat am Freitag für das Baby Maya Liliana Schedlbauer auf dem Grundstück seiner Eltern Christian und Birgit Schedlbauer einen Fliederbaum gepflanzt.

Maya, die am 19. März 2012 das Licht der Welt erblickte, ist das dritte Kind ihrer Eltern und hat zwei Brüder Felix und Tim.

Die Gartler haben es sich zur Aufgabe gemacht, für jedes neugeborene Kind, dessen Eltern Mitglied beim Gartenbauverein sind, einen Baum zu pflanzen. Während es auf Wunsch der Eltern ein weißer Flieder sein sollte, wurde im Februar 2011 dem Sohn Simon von Dr. Michael Dötzlhofer und seiner Mama Stefanie

aus Viechtafell ein Apfelbaum gepflanzt, der zur Freude der Dötzlhofer´s heuer bereits einen Apfel hervorgebracht hat. Die Gartler hoffen, dass auch der Fliederstrauch wächst und gedeiht und viele herrliche Blüten hervorbringt und Maya und die ganze Familie ihre Freude daran haben.

 

Foto: Baby Maya , 1 -  Familie Schedlbauer mit Felix, Birgit und Tim. Angela Fischl mit Maya,

Erich Achatz kni. 2. Vorsitzender des Gartenbauvereins mit Christian Schedlbauer.

Foto zu Meldung: Weißer Flieder für Baby Maya Schedlbauer

Interessante Tipps zur „Friedhofs- und Grabgestaltung“

(02.10.2012)

Kreisfachberater Klaus Eder referierte beim Gartenbauverein und Frauenbund

 

Moosbach. Der Verein für Gartenbau- und Landespflege hatte zu einem sehr interessanten Vortrag über Friedhofs- und Grabgestaltung eingeladen, zu dem die Vorsitzende Gisela Schedlbauer neben Pfarrer Josef Drexler gut 30 Interessenten und den Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege Klaus Eder begrüßen konnte, der wie immer einen aufschlussreiches Referat mit vielen Beispielen anzubieten hatte.

 

Friedhöfe sind weit mehr, als nur Bestattungsplätze, sie sind Orte des Gedenkens, der Begegnung und der Auferstehung, der Hoffnung und des Lebens, ja ein Ort, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart begegnen, betonte Eder. Früher waren die Friedhöfe um die Kirche angelegt, eine gute Gelegenheit, vor oder nach dem Gottesdienst die verstorbenen Angehörigen zu besuchen. Leider würde alles von Heut auf Morgen umfunktioniert. Die ruhigen Orte verschwinden, die eine Oase der Stille sein sollten, wo man sich noch unterhalten konnte. Auch die Schriften und Worte auf den Grabsteinen werden immer weniger, wo man sich spontan an den Verstorbenen erinnern konnte.

Zu den Grabsteinen selber meinte Eder, dass nicht Hochglanz Polierte sondern eher Grabsteine wie Granit aus unserer Region angebracht wären und eher in unsere Gegend passen.

 

Eder zeigte Beispiele von Friedhof- und Bestattungskulturen in Ägypten und Westafrika, den Friedhof von Palermo sowie alte und neue Friedhöfe aus unserer Gegend. Dabei merkte er an, dass sich viele Menschen Sorgen um die Pflege ihres Grabes machen. Darum werden mehr und mehr Urnenwände errichtet, wobei es verschiedene Möglichkeiten gibt. Kahle Wände sind unpersönlich. Eine ganze Pflanzfläche davor wäre ideal, rät der Fachmann. Auch sollte man Bäume im Friedhof stehen lassen, meinte Eder, auch wenn im Herbst das bunte Laub auf die Gräber fällt, das dekorativ wirkt.

 

Ein Grab sollte nicht die letzte Ruhestätte des Verstorbenen sein, sondern Spiegelbild seiner Persönlichkeit, erklärte der Referent zur Gestaltung. Grabform und Grabmal geben die äußere Form vor, Bepflanzung ist das eigentliche Symbol der engen Verbundenheit. Künstlerischer Grabschmuck sei nicht angebracht, meinte Eder und schon gar nicht riesige Platten, meinte Eder. Mehr Bescheidenheit statt Perfektion und mehr Mut bei der individuellen Grabgestaltung, rät der Referent. Dr.Josef Geringer, Diplom-Gärtner aus Laufen schrieb dazu: „Schaffen wir Bereiche des Friedens, befreit vom übertriebenen Pflegetrieb des Menschen!“

 

In seinen Beispielen zeigte Eder dann verschiedene Grabbepflanzungen, zu denen das Stiefmütterchen und Erika zur Standardausstattung zählen. Für saisonale und dauerhafte Bepflanzung zählen Kleingehölze, wie Buchs, Eibe , Rhododendron und  Zwergkiefer. Beim Kauf sollte man kleinwüchsige Sorten verlangen.

Sehr dekorativ seien rotblühende Rosen, Maiblumenstrauch, Pfingstrosen, Hortensie oder Fuchsien.

Zu den Blütenstauden zählen unter anderem Christrosen oder Storchschnabel. Bei den Sommerblumen eignen sich Fächerblumen, Alpenveilchen und Geranie, um nur einige zu nennen. Schließlich kann auch ein Steingartengewächs sehr dekorativ sein, wobei Klaus Eder das Priestergrab in Schönau zeigte, von dem Pfarrer Drexler sehr angetan war.

 

Gisela Schedlbauer bedankte sich bei Klaus Eder für den interessanten und informativen Vortrag und meinte, dass man seinen Vorträgen stets mit Genuss zuhören könne, von dem die aufmerksamen Zuhörer ein Zeichen dafür waren.

Pfarrer Drexler schloss sich den Worten von Schedlbauer an und lobte Eder für sein enormes Wissen.

Anschließend wurden die nächsten Termine des Gartenjahres genannt:

Am 2. November gibt Josef Ettl die Ergebnisse der Bodenproben bekannt, an dem sich acht Personen beteiligt haben und Gisela Schedlbauer berichtet bei einer Powerpoint Präsentation von ihrem Urlaub in Namibia und am 5. Dezember sind die Mitglieder zur Weihnachtsfeier eingeladen.

Für das nächste Gartenbaujahr bittet sie um Vorschläge für Aktionen, denn die Aufstellung des Veranstaltungskalenders rückt näher.

 

Fotos zur Auswahl:  1 – Gisela Schedlbauer und Klaus Eder, 2- Eder, Schedlbauer und und Pfarrer Drexler

mit dem Priestergrab in Schönau auf der Leinwand.

Foto zu Meldung: Interessante Tipps zur „Friedhofs- und Grabgestaltung“

Herbstwanderung an einem herrlichen Spätsommertag

(16.09.2012)

 

Gartler erkundeten die Pröllergegend

 

Moosbach. Bei schönstem Wanderwetter ging diesmal die traditionelle Herbstwanderung des Vereins für Gartenbau und Landespflege Moosbach zum Pröller bei St. Englmar, zu der die Vorsitzende Gisela Schedlbauer 27 Wanderfreunde begrüßen konnte. Organisiert und geleitet wurde sie wieder vom Vereinsmitglied Josef Ettl.

 

Vom Parkplatz über Sankt Englmar ging es zunächst durch einen Hochwald auf einem Wanderweg, vorbei an verschiedenen Felsengruppen. Diese bilden sich zunächst aus Gneis und bestehen im Bereich des Pröllers aus Grantiformationen. Vorherrschende Baumart ist auf dieser Höhenlage weitgehend die Fichte. Vereinzelt sind auch Tanne, Lärche, Buche, Bergahorn und Birke anzutreffen. Trotz des massiven Sturms am 26. Juli ist diese Region weitgehend von Schäden verschont geblieben. Weiter westlich davon, im Bereich Rattenberg und Konzell hat es dagegen massive Windwurfschäden gegeben. Betroffen waren dabei vor allem Wälder, in denen der Sturm, der diesmal nicht aus Westen, sondern aus Nordosten gekommen ist, ungeschützt diesem Sturm ausgesetzt waren.

 

Da derzeit gerade die Hochsaison für die Schwammerlgeher ist, sprach Ettl hier einige Aspekte an. Pilze vermehren sich teils ungeschlechtlich über das Mycelwachstum im Boden wie über Sporen, die von den Fruchtkörpern, den bekannten Schwammerl produziert werden. Die Pilzfäden gehen eine enge Symbiose mit verschiedenen Bäumen ein. Nur den Pilzen ist es möglich, schwer verdauliche Holzstoffe zu zersetzen und die darin enthaltenden Nährstoffe wieder freizusetzen. Ist das Mycelwachstum im Boden gestört, beispielsweise durch eine ausgeprägte Trockenheit oder intensiv umgearbeitetem  Boden (Baumfällarbeiten) sind auch keine Pilze zu finden.

Auffällig ist seit Jahren, dass sich die Schwammerlzeit häufig nur auf eine sehr kurze Zeit beschränkt und in manchen Jahren ganz ausbleibt. Pilzexperten befassen sich seit Jahren mit diesem Phänomen. Dabei gehen sie davon aus, dass hauptsächlich zwei Gründe dafür verantwortlich sind. Zum einen ist es die häufige Wetteränderung von hohen und niedrigen Temperaturen in Verbindung mit stark wechselnden Niederschlägen. Dies wird vor allem als Auswirkung des Klimawandels gesehen. Zum anderen wurde festgestellt, dass in den letzten Jahren der Nährstoffeintrag aus der Luft, vor allem von Stickstoff deutlich zugenommen hat. Dieser stammt vor allem aus Abgasen vor Fahrzeugen wie teilweise auch aus der Landwirtschaft. All diese Dinge sind für das Pilzwachstum ungünstig.

 

Nach einer wenig anspruchsvollen Wanderung wurde der Pröllergipfel (1048 m NN) erreicht. Von dort hatte man vor allem nach Norden und Osten einen wunderbaren Blick zu den bekanntesten Bayerwaldgipfeln. Liftschneisen nach Westen Norden und Osten erlaubten bei der weiteren Wanderung hinab nach Hinterwies zusätzliche Weitblicke. Hier wurde deutlich, warum dieser Berg auch im Winter ein wichtiger Anziehungspunkt für viele Brettlfans ist. Im Berggasthof Hinterwies konnten sich dann die Wanderer von ihren Anstrengungen erholen, bevor es auf einem weiteren Wanderweg zurück zum Parkplatz bei Sankt Englmar ging.

 

Gisela Schedlbauer bedankte sich bei allen Teilnehmern und wies noch auf die nächsten Veranstaltungstermine hin. Der Verein wird sich am 30. September wieder an dem Erntedankfest in Moosbach beteiligen. Außerdem findet am Dienstag, 2. Oktober zusammen mit dem Frauenbund Moosbach im Gasthaus Kerscher ein Informationsabend statt. Der Gartenfachberater Klaus Eder vom Landratsamt Regen informiert über eine zeitgemäße Grabgestaltung. In einem weiteren Vortrag wird Schedlbauer im November über ihre Reise durch Namibia berichten und Ettl wird kurz Hinweise geben, zu der kürzlich erfolgten Bodenuntersuchungsaktion.

Gisel Schedlbauer bedankte sich zum Schluss bei Josef Ettl für die Organisation und die wie immer interessante Wanderung, vor allem auch die vielen Hinweise für die Schwammerlsucher.

Foto zu Meldung: Herbstwanderung an einem herrlichen Spätsommertag

Der Gartenbauverein reiste nach Oberösterreich – Eine gelungene Fahrt

(11.08.2012)

Besuch beim „Hochland-Imker“ - Interessante Führung im Stift Engelszell

 

Moosbach. Der Jahresausflug des Vereins für Gartenbau- und Landespflege ins Mühlviertel war in jeder Hinsicht wie immer eine gelungene Fahrt. Garanten waren die gute Organisation durch Josef Ettl und Vorsitzender Gisela Schedlbauer, die Begleitung und Betreuung durch Peter Frühwirt durch seine Heimat und nicht zuletzt die wunderbaren Panoramaaussichten sowie die Betriebsführung und Verkostung beim Hochland-Imker Frühwirth als auch die Führung in Engelszeit und der herrliche Donaublick war außergewöhnlich erlebnisreich. Sogar das Wetter meinte es ausgesprochen gut mit den 36 angenehmen Teilnehmern, die voll auf ihre Kosten kamen.

 

Nachdem die Reisegesellschaft auf der Fahrt über Passau, Untergriesbach und Wegscheid in Oberkoppel Peter Frühwirt und seinen Sohn Valentin als Reiseführer begrüßt hatte, gönnte man sich im Panorama-Kaffee Bauer in der Kreisstadt Pfarrkirchen (850 m NN) ein zweites Frühstück mit herrlicher Aussicht.

Als nächstes Ziel wurde Altenhof, die Heimat von Peter Frühwirth, der im Nebenerwerb eine Hochland Imkerei mit 120 Bienenvölkern betreibt, angesteuert. Er erzählte den Fahrtteilnehmern viel über seine Bienenvölker, die das ganze Jahr ganz bewusst an nur einem Standort bleiben sowie über die Herstellung der biologischen Erzeugnisse wobei er abschließend verschiedene Produkte, wie drei Sorten Hochland – Bio- Honigwein und einen Honig-Malzessig bzw. Heidelbeeressig verkosten ließ und überreichte an Josef Ettl als Willkommenpräsent eine Flasche Honigbock, ein weiteres Erzeugnis.

 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im renommierten Gasthof Luger in Kramesau, direkt am Radweg Passau-Wien brachte der Bus der Firma Ebenbeck mit seinem bewährten Fahrer Johann Schedlbauer die Gartler zum Trappistenkloster Englhartszell mit der herrlichen Stiftskirche, wo mit Diakon Hans Hofer eine Führung angesagt war. Er wusste viel Interessantes über die Geschichte von Engelszell zu berichten, das 500 Jahre ein Zisterzienserkloster war und die neue Periode 1925 begann und heute noch als Trappistenkloster lebendig ist.

 

Heute beherbergt das Kloster sechs Mönche von denen seit 1995 Marianus Hauseder als Abt vorsteht. Sie leben von der Herstellung ihrer berühmten Liköre, dem Trappistenkäse und von ihrem Fernheizwerk, das durch Hackschnitzel betrieben wird. Zum Stift gehören 140 ha Wald und 60 ha Landwirtschaft, die mittlerweile verpachtet ist.

Man erfuhr durch den Diakon Interessantes über das Leben der „schweigsamen“ Mönche, ihren Gebetszeiten, von denen die erste bereits um 4.00 Uhr angesetzt und wie man „Trappist“ wird.

 

Anschließend wurde die barocke Stiftskirche mit dem wunderschönen Hochaltar besucht. Das von B. Altomonte um 1760 gemalte Altarblatt ist der Aufnahme Mariens in den Himmel gewidmet: die Apostel stehen staunend am leeren Grab, während die Muttergottes von Engeln in den Himmel emporgehoben wird. Verwundert schaute man jedoch zur Langhausdecke empor, denn die Neubemalung, die bei der Generalsanierung der Stiftskirche 1953-1957 Abt Benno Stumpf im Auftrag gab und das Thema: „Die Chöre der Engel und Maria als ihre Königin.“ zeigt, ist kein barockes Werk mehr, sondern weist deutlich modernere Züge auf. Schöpfer der aufwendigen Freskotechnik war Prof. Fritz Fröhlich aus Linz.

 

Ein letztes Highlight der reizenden Fahrt erlebte die Reisegruppe bei der Weiterfahrt nach Pühret, wo man nach einer 10 Min. Wanderung zum nahen Donaublick-Penzenstein mit der kleinen Kapelle aufbrach, wo sich den Gartlern ein herrlicher Blick auf die Donau und Umgebung bot. Die Teilnehmer waren überwältigt vom Anblick und der allgemein erlebnisreichen Fahrt, die man nicht missen möchte.

 

Bevor die Reisegruppe endlich die Rückfahrt antrat, machte sie noch zum Abschluss im nahen Panorama-Gasthof Weiß halt, um ein kleines Abendessen zu sich zu nehmen, wo Josef Ettl an Peter Frühwirt ein kleines Präsent für die einmalige Führung überreiche. Auf der Heimfahrt nutzte Gisela die Gelegenheit, allen für die Unterstützung das ganze Jahr über zu danken. Speziell für den großen Zusammenhalt beim Fest in Rattenberg, beim Kaffeenachmittag, insbesondere auch Josef Ettl, Busfahrer Johann Schedlbauer und der Hefezopfbäckerin. Schließlich bat sie um gute Beteiligung beim Sportlerfest am 26. August 2012.

 

Foto: Gruppenfoto beim Donaublick, (letzte  Reihe 3.vo re. Gisela Schedlbauer, ganz hi mitte Frühwirth mit Sohn Valentin

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Mit dem Ferienprogramm auf den Spuren der Natur

(07.08.2012)

Moosbach. Auch in diesem Jahr übernahm der Verein für Gartenbau- und Landespflege wieder einen Teil der Umsetzung vom Fereinprogramm der Gemeinde.

Heuer ging es in das Rötelseeweihergebiet westlich der Stadt Cham, das mit der angrenzenden Regentalaue ein sehr wichtiges Naturschutzgebiet darstellt. Die Vorsitzende des Gartenbauvereins Gisela Schedlbauer konnte für dieses Programm als Betreuer dieses Gebietes Peter Zach begrüßen, von Beruf Revierförster in Konzell, betreut er seit vielen Jahrzehnten ehrenamtlich dieses Gebiet.

 

Das Rötelseeweihergebiet mit der angrenzenden Regentalaue umfasst gut 100 Hektar Weiherfläche, die nach den Gesichtspunkten des Naturschutzes bewirtschaftet werden. Auf diesem Gebiet kommen etwa 1000 Tierarten und über 500 verschiedene Pflanzenarten vor, davon sich viele dieser Arten auf der Roten Liste befinden, das heißt, sie sind inzwischen sehr selten und bedürfen einem besonderen Schutz, um sie vom Aussterben zu bewahren.

 

National bedeutsam ist dieses Gebiet aber vor allem auch wegen dem Vogelreichtum. Mit einem großen Fernrohr hatten die Kinder die Möglichkeit, auch noch weit entfernte Vogelarten zu beobachten. So konnten Schwäne, verschiedene Enten, Haubentaucher, Schwarzhalstaucher, Kormoran, Silberreiher, Nachtreiher, Graureiher, Graugänse und viele andere Vogelarten beobachtet werden. Die ersten Vogelarten sind bereits in die Winterquartiere abgezogen, die Möwen, die für dieses Gebiet dominierend sind, haben das Nest verlassen und die verschiedenen Gänsearten befinden sich tagsüber auf den umliegenden Wiesen und Feldern auf Nahrungssuche.

Ein Besuch dieses Gebietes ist aber zu allen Jahreszeiten interessant. Derzeit sammeln sich bereits viele Jungstörche vor dem Weihergebiet, um Kraft zu tanken für den weiten Flug nach Süden. Jetzt kommt dann wieder die Zeit, wo Wintergäste aus dem hohen Norden dieses Gebiet zum Durchzug oder zur Überwinterung nutzen. Jedes Jahr gibt es immer wieder neue Arten zu entdecken, die bedingt durch die Änderung des Lebensraumes oder der klimatischen Bedingungen dieses Gebet neu entdecken. So waren heuer Flamingos zu beobachten, die sogar mit dem Nestbau begonnen haben, diesen dann aber aus unbekanntem Grund wieder abgebrochen haben.

 

Besonders angetan waren die Kinder auch von den Tieren, die sie aus nächster Nähe beobachten konnten. Es waren vor allem die verschiedenen Jungfrösche, die mit großer Leidenschaft gefangen wurden. Nachdem Peter Zach diese bestimmt hatte, wurden sie wieder in die freie Natur entlassen. Anhand verschiedener Merkmale wurde der Teich- der Gras- aber auch der seltene Moorfrosch bestimmt.

Interessant waren entlang des Weges auch die Baumriesen. Meistens waren es imposante Eichen, die einen beachtlichen Stammumfang hatten. Bei den größten dieser Baumriesen waren sechs Kinder notwendig, um den Stamm zu umfassen.

 

Nach einer kurzen Rast am Weiher ging es hinaus in die Regentalaue bei Untertraubenbach. Vom 12 m hohen Aussichtsturm hatte man einen wunderbaren Überblick über dieses Gebiet. National bedeutsam ist dieses Gebiet vor allem wegen dem Reichtum an verschiedenen Wiesenbrütern. So können besonders im Frühsommer der große Bachvogel, die Uferschnepfe, die Bekassine, das Braunkehlchen und viele andere Arten beobachtet werden. Angrenzend an den Aussichtsturm ist ein kleiner Lehrpfad angelegt worden. Anhand von vier großen stehenden Baumstämmen hat man sinnbildlich die Ausmaße der Arche Noah demonstriert. Zach wies darauf hin, dass dieses Gebiet für viele Tier-und Pflanzenarten auch eine Art Arche Noah darstellt. Ohne der betreuenden Hand von uns Menschen kann diese enorme Vielfalt an Arten nicht erhalten werden. Erfreulicherweise kann Zach in den letzten Jahren aber feststellen, dass die Rücksichtnahme gegenüber diesem interessanten Naturraum weiter zugenommen hat.

 

Zum Schluss bedankte sich Gisela Schedlbauer bei Peter Zach herzlich für diese interessante Führung und überreicht ihm als Geschenk einen besonders interessanten Nistkasten für Vögel. Dank gebührt auch dem Gartenbaumitglied Josef Ettl, der diese Wanderung wie immer organisiert hat.

Foto: li Josef Ettl und re. Peter Zach und Gisela Schedlbauer

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Der Gartenbauverein und die vielen Gäste trotzten dem Regen

(29.07.2012)

 

Tanzen – Basteln - Pflanzen und jede Menge Spezialitäten beim Kaffeenachmittag

 

Moosbach. Zum fünften Mal in Folge hatte der Verein für Gartenbau und Landespflege am Sonntag seinen Kaffeenachmittag auf dem SV Sportgelände organisiert, der wieder mit großem Erfolg gekrönt wurde.

 

Mindestens 200 Gäste, die trotz der wiederholten Regenschauer anrückten, konnte die Vorsitzende Gisela Schedlbauer herzlich willkommen heißen. Neben der zahlreichen Bevölkerung aus Moosbach und Prackenbach war auch Bürgermeister Xaver Eckl und Pfarrer Josef Drexler gekommen und unter anderem eine große Abordnung des OGV Rattenberg sowie eine Menge Vereine aus Prackenbach und Moosbach, ja sogar Feriengäste aus dem Ruhrgebiet fühlten sich bei den Bayern wohl.

 

Die Vorsitzende hatte mit ihrem Team wieder an alles gedacht. Sie sorgten nicht nur für das leibliche Wohl ab 12.00 Uhr für den Mittagstisch und regten mit Kaffee, den feinsten Kuchen und Schmalzgebäck die Speicheldrüsen an.

Das Highlight des Nachmittags war wie immer die Kindertanzgruppe des Gartenbauvereins unter der Leitung von Karin Stengl, die Alt und Jung wie immer begeisterten. Die Kinder bestehen seit einiger Zeit aus drei Gruppen, altersmäßig aufgeteilt, für die Karin Stengl immer ein besonderes Händchen hat. Sie hatten sich für das Sommerfest drei neue Songs ausgesucht und sie wirbelten und hüpften über den Rasen, während aus der Stereoanlage die Titel dazu erklangen und die Zuschauer stürmisch applaudierten.

 

Großes Lob spendete Gisela Schedlbauer den Mädels für ihren Auftritt. „Ihr habt euch mächtig gesteigert, seit dem letzten Jahr, sagte sie und „Macht weiter so“. Sie dankte Karin Stengl für ihr Engagement, das sie den Kindern angedeihen lässt. Man merkte es ihnen an, dass sie mit großem Eifer dabei waren. Dankend überreichte sie der Leiterin einen Blumenstrauß und spendierte den Kindern eine Brotzeit.

 

Auch an die Kinder hatte der Gartenbauverein gedacht. Sie waren unter der Leitung von Manuela Schlecht und Christine Schedlbauer dabei, Steine anzumalen.

Mit einer weiteren Attraktion des Tages sorgten Renate Hoffmann und Sylvia Eder für eine bunte und reichhaltige Pflanzentombola, bei der jedes Los ein Treffer war. Kleine, größere und übergroße Preise, 200 an der Zahl, waren aufgerichtet, welche die Gewinner freudig entgegen nahmen und eh man es sich versah, war alles abgeräumt.

 

„Es war wieder ein toller Nachmittag“, waren sich Jung und Alt einig. Die Vorsitzende und ihr äußerst fleißiges Team haben alles perfekt geschaukelt, so dass das Fest ohne Probleme von statten ging.

 

Foto: Tanzgruppe     

Foto zu Meldung: Der Gartenbauverein und die vielen Gäste trotzten dem Regen

Das 100-jährige Gründungsfest des OGV Rattenberg trotz wiederholter Regenschauer ein voller Erfolg

(14.07.2012)

Der Verein für Gartenbau- und Landespflege in Moosbach - ein super toller Patenverein

 

Rattenberg/Moosbach. Der Obst- und Gartenbauverein Rattenberg hat am Sonntag im Rahmen des 36. Heimatfestes sein 100-jähriges Gründungsfest gefeiert und es war ein herrliches Fest und trotz der vielen Veranstaltungen  ringsum und der wiederholten Regenschauer konnte man über keinen Besuchermangel klagen.

 

Einen großen Beitrag am Gelingen des Festes besorgte mit Sicherheit der Verein für Gartenbau- und Landespflege aus Moosbach mit seiner Vorsitzenden Gisela Schedlbauer und ihrem Vize Erich Achatz, der den Rattenbergern als würdiger Patenverein zur Seite stand und von dem man mit Recht am Abend behauptete, „sie waren ein super toller Pate“.

Schon beim Einzug am Freitag vom Dorfplatz Rattenberg zum Festzelt glänzten sie neben dem Festverein und 15 Ortsvereinen mit 52 Mitgliedern (46 Erwachsene und sechs Kinder). An der Spitze der schneidigen Gartler, - mit gelben Poloshirts und grünen Jacken - führte man ein geschmücktes Leiterwägelchen mit dem jüngsten Pärchen des Gartenbauvereins (Luca und Tamara), ein ergötzender Anblick und willkommenes Fotomodell für die Umstehenden.

 

Nach dem Bieranstich von Bürgermeister und Schirmherrn Reinhard Schwarz hatte der Vorsitzende des OGV Rattenberg Helmut Ettl die Aufgabe alle Besucher und Ehrengäste zu begrüßen und ehrte anschließend aktive Mitglieder für ihre 25-jährige Treue zum Verein. Auch die 1. und 2. Fußballmannschaft der DJK wurden an diesem Tag von Bürgermeister Reinhard Schwarz ausgezeichnet, die heuer in die Kreisklasse aufgestiegen sind.

 

Zur Aufgabe des Patenvereins gehörte am Sonntag die Begrüßung und Einholung der Gastvereine ins Bierzelt, das der Verein hervorragend meisterte, bis man sich um 9.30 Uhr zur Aufstellung des Kirchenzuges anschickte und zur Kirche zog, wo Pfarrer Walter Strasser in seiner beeindruckenden und lockeren Predigt meinte, dass in Rattenberg noch kein Spargel angebaut wird, aber wie er Helmut Ettl kennt, wird er es bald besorgen und die Vorsitzende von Moosbach Gisela Schedlbauer wird ihm dabei behilflich sein, meinte er schmunzelnd. Zum Schluss bemerkte er: „sehen sie in Zukunft ihren Garten ein bisschen als Paradies an, dann habt ihr noch mal mehr Freude, ihn zu pflegen“ denn schließlich hat ja Gott uns die Erde anvertraut.

Zum Schluss segnete er zwei Tischstandarten, ein Erinnerungsgeschenk, dass sich der Festverein bzw. Patenverein gegenseitig verliehen.

Die musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes besorgte der Kirchenchor unter der Leitung von Michael Schwarz, welche in einmaliger Manier die Waldlermesse vortrugen. Eine große Schar von Ehrengästen aus der politischen und Gartenbauszene gaben dem Festverein die Ehre ihres Besuches, von denen beim anschließenden Mittagessen einige ein Grußwort sprachen unter anderem BM Schwarz, Landrat Alfred Reisinger, MdL Josef Zelmeier, Kreisverbandsvorsitzende Andrea Völkl sowie die Vorsitzende des Patenvereins. Alle waren voll des Lobes über das schöne Fest.

 

Mit 30 Vereinen zog am Nachmittag ein herrlicher Festzug durch den Ort, angeführt mit zwei Pferden und einer Kutsche, besetzt mit einigen Senioren. Auch der Patenverein hatte sein eigenes Gespann mit Florian Hackl mitgebracht. Angeführt wurden er wieder mit den beiden kleinen Gartlern in ihrem geschmückten Wägelchen und jedes der gut 50 Mitglieder trug, neben ihrem Markenzeichen dem gelben Schirm, ein dekoriertes Gartenwerkzug oder auch einen Blumenstrauß mit und man merkte schon, es war ein Fest der Gartler, denn üppige Blumengebinde, Wägelchen mit Obst und Gemüse und dergleichen wurde mitgeführt, dass es eine Freude war, den Festzug als Zuschauer zu verfolgen. Leider nahm er jäh ein Ende, denn ein großer Regenschauer prasselte vom schwarzen Firmament und man suchte schnellstens einen Unterstand.

 

Nach der Überreichung der Erinnerungsgeschenke an die Gastvereine genoss man noch einige Zeit die kameradschaftliche Unterhaltung und alle waren der Meinung, es war ein wunderbares Fest, hervorragend organisiert und mit vielen Blumen ausgeschmückt, das sicher bei den Verantwortlichen und auch den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Foto: 1- Patenverein 1. Reihe hinter dem Taferl Gisela Schedlbauer

2 – Festverein, 3 – Patenverein mit dem kleinen Gartlerpärchen, 4- ein herrliches Gespann mit der Festkapelle Altnußberger , 5 – Patenverein mit Tischstandarte Trägerin Julia Schedlbauer, 6 – Weihe der Tischstandarten Katharina Piller und Julia Schedlbauer mit Pfarrer Strasser, 7 – Festverein v.re. Helmut Ettl, Christine Schick (3. Vorsitzende), Musikant aus der Steiermark,     Claudia Mühlbauer (2. Vorsitzende) und Josef Stelzer, 8 – Festzug, 9 – Patenverein vorne Gisela Schedlbauer und Gabi Schedlbauer, 10- Patenverein

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Im „Woid-Roserl“ blühen über 300 Sorten Rosen

(27.06.2012)

Privates Paradies, ein Ort zum Träumen

 

Moosbach. Der Verein für Gartenbau und Landespflege unter ihrer Vorsitzenden Gisela Schedlbauer hatte am Mittwoch eine abendliche Fahrt zur Woid-Roserl organisiert. Das Interesse war groß, so dass der Bus, den man dafür eingesetzt hat, sich bis zum letzten Platz füllte.

 

Die vielen Hobby-Gärtner und Rosenliebhaber wurden von Claudia Wolf am Eingang ihres Gartenparadieses herzlich begrüßt. Die gelernte Einzelhandelskauffrau hat fünf Jahre in Erlangen verbracht und sechs Jahre in Hamburg, doch die gebürtige Zwieslerin träumte immer von einem großen Garten. Dieser Wunsch ging ihr 1995 in Erfüllung, als sie das frühere Austragshaus ihrer Großeltern in der Pfistermühle erbte.

 

Das herrliche 3000 Quadratmeter große Gartenareal liegt auf einer Halbinsel und ist umgeben von einem Mühlenbach und der Rinchnacher Ohe, inmitten von Wiesen, Feldern und Wäldern. Bei der Hauserweiterung haben die Wolfs zunächst die Beete umgestaltet und ein erster Anbau mit Rosen wurde gestartet, doch der ging zunächst schief, bedingt durch die klimatischen Verhältnisse im Bayerischen Wald. Die Lage am Nordhang zwischen zwei Gebirgsbächen ist auch nicht ideal für Rosenzucht, sagte man ihr.

 

Doch spezielle frostharte historische Sorten haben den Traum von großen Rosenbüschen dann wahr gemacht, erzählte die Hobby-Gärtnerin aus Leidenschaft den Zuhörern. Immer mehr Bekannte kamen und wollten solche Rosen haben. Sie kam mit dem Bestellen nicht mehr nach und so entschloss sie sich zur Selbständigkeit, erzählte Wolf. Heute blühen hunderte von naturnaher Rosen, eine große Vielfalt an Clematis und Blüten- und andere seltene Stauden und Hortensien. Auch zahlreiche Blattschmuckstauden zieren die großzügig angelegten Schattenbereiche.

 

Bei einem Rundgang durch den Garten konnten sich die Besucher nicht satt sehen und konnten sich dabei überzeugen, dass das Pflanzenangebot auch bei schwierigen Verhältnissen, wie sie hier herrschen, hervorragend gedeihen. Die Gartler aus Moosbach waren auch von der einzigartigen Naturlandschaft verzaubert. Längst haben immer mehr Interessierte aus ganz Bayern das herrliche Gartenareal entdeckt, so dass der Besucherstrom mit Gruppen, Bus- und Gartenreiseveranstalter vom 1. April – 31. Juli nicht abreißt. Die Rosenexpertin bietet nicht nur ein ausgewähltes Rosen- und Stauden-Sortiment an, sondern auch handgefertigte Rankhilfen und Gartenaccessoires. Ein Teil der begeisterten Besucher nahm sich von dem artenreichen Sortiment einige Exemplare mit nach Hause.

 

Nach einem großen Dankeschön von Gisela Schedlbauer für die Führung starteten die Abendausflügler wieder Richtung Moosbach und die Vorsitzende gab dabei die nächsten Termine bekannt:

Zum Einzug des 100-jährigen Gründungsfestes in Rattenberg am Freitag, 13. Juli sollte man ein schönes Bild abgeben. Darum bat sie für 18.00 Uhr um eine große Beteiligung. Am Sonntag beginnt es dann schon um 7.30 Uhr, wenn der Patenverein die Gastvereine einholen muss. Florian Hackl wird mit einem Gespann von zwei Pferden den Verein begleiten.

Als nächsten Termin nannte die Vorsitzende den 29. Juli zum Kaffeenachmittag und bat noch um Pflanzensetzlinge. Der Jahresausflug ist am Samstag, 11. August eingeplant und führt ins Mühlviertel (Oberösterreich). Josef Ettl wird den Ausflug organisieren und in absehbarer Zeit noch einige Einzelheiten bekannt geben.

Foto: 2 – Claudia Wolf bei der Führung (die den Arm hoch hebt)

3 – ein lauschiges Plätzchen

6 – Beim Rundgang durch den Garten

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Wanderung auf historischen Pfaden

(06.05.2012)

 

Moosbach. Die Frühjahrswanderung des Vereins für Gartenbau- und Landespflege Moosbach führte in diesem Jahr nach Ried und zum Haidstein bei Lederdorn. Dazu konnte die Vorsitzende des Vereins Gisela Schedlbauer trotz der unsicheren Witterung gut 20 Teilnehmer begrüßen. Die Wanderung wurde wie im letzten Jahr wieder vom Vereinsmitglied Josef Ettl geplant und geleitet.

 

Ausgangspunkt der Wanderung war diesmal die 1000-jährige Wolframslinde in Ried bei Lederdorn. Dabei handelt es ich um eine imposante Sommerlinde, die 1950 bei einem Sturm ihre Hauptkrone verloren hat. Des halb hat sie nur mehr eine Höhe von etwa 14 m, aber der Stammumfang von 13 m lässt noch die einstmalige Größe erahnen. Den Namen hat die Linde nach dem Minnesänger Wolfram von Eschenbach, der sich einer Legende nach etwa um 1200 n. Christus in der nahen Burg auf dem Haidstein aufgehalten haben soll.

 

Über einen schmalen Weg ging es dann zuerst entlang an Wiesen und Feldern und durch einen artenreichen Mischwald auf den Gipfel des Haidstein. Der Wanderführer Josef Ettl gab unterwegs immer wieder Hinweise zu verschiedenen interessanten Dingen entlang des Weges. Die Vegetation befindet sich derzeit phänologisch gesehen im Stadium des Hauptfrühlings. Es ist sicherlich eine der schönsten Zeiten des Jahres. Flieder, Apfelbäume oder der Löwenzahn befinden sich in der Hauptblüte. Entlang des Weges sind aber auch viele blühende Pflanzen zu entdecken, die nicht so stark auffallen, wie beispielsweise das Hornkraut, der Günsel, der Waldmeister, das Immergrün oder das Wiesenschaumkraut. Interessant ist um den Haidstein auch die artenreiche Waldvegetation. Dominierend ist der Tannen- Buchen-Fichtenwald mit einzelnen Berg- und Spitzahorn oder Ulmen. Auffallend waren auch die zahlreichen aus Amerika eingeführten Douglasien, die schon vor vielen Jahrzehnten gepflanzt worden sein müssen. Zu dieser Zeit machte man sich noch keine Gedanken über den Klimawandel. Die imposanten Stämme zeigen aber, dass sie sich auch bei uns wohl fühlen und durchaus in manchen Gebieten eine Ergänzung für die Fichte sein können. Interessant waren auch die vielen Bereiche mit einer enormen Naturverjüngung von Buche und Tanne. Wildverbiss spielte in diesem Bereich keine große Rolle.

 

Als nächstes Ziel wurde der Gipfel des Haidsteins angesteuert. Vom Gipfelkreuz auf 750 m Höhe hatte man einen schönen Blick in das Regental Richtung Cham, aber auch über den Vorderen Bayerischen Wald zum Gallner, Kreuzhaus, Hirschenstein oder Pröller. An klaren Tagen kann man über ein schmales Fenster auch die Alpen sehen. An der Hochfläche unterhalb des Gipfelkreuzes befand sich ab dem 1200 Jahrhundert eine Burg. Diese wurde 1467 bis 1468 von Herzog Albrecht IX zerstört. Auf diesem Burgstadel wurde dann zuerst eine Kapelle und später eine Kirche errichtet. Sie ist dem Hl. Ulrich geweiht und wird heute für Wallfahrten, Maiandachten, Hochzeiten oder sonstige kirchliche Anlässe genutzt. Es handelt sich dabei um eine sehr sehenswerte Kirche, die auf einen Granitfelsen gebaut ist, der noch bis in den Kirchenraum hineinreicht. Die Kirche ist reich ausgestattet mit spätgotischen und barocken Figuren und einen seltenen romanischen Kreuz. In einer Figur ist auch Jesus mit dem Spaten dargestellt.

 

Nach der nicht sehr anstrengenden Wanderung wurde in der unterhalb des Gipfels gelegenen Berggastwirtschaft eingekehrt, bevor es über dem Wanderweg zurück zum Ausgangspunkt ging. Gisela Schedlbauer bedankte sich bei Josef Ettl für die tolle Führung sowie allen Teilnehmern für ihr Kommen und wies noch einmal darauf hin, dass für die Mitglieder des Vereins nur mehr wenige Tage Zeit bleibt, den Gartenboden auf Nährstoffe untersuchen zu lassen. Dann werden die Proben zur Untersuchung in das Labor transportiert.

Foto zu Meldung: Wanderung auf historischen Pfaden

Gartler zogen Bilanz – 7 Neuzugänge im letzten Jahr

(14.04.2012)

Viele Aktionen bestimmten das Vereinsleben – Jahresplanung und Rückblick mit Bildern

 

Moosbach. Der seit 15 Jahren bestehende Verein für Gartenbau- und Landespflege kann sich in jeder Hinsicht sehen lassen. Erst im letzten Vereinsjahr konnte er wieder sieben Neuzugänge verbuchen, so dass er bei einem Todesfall 119 Mitglieder zählt. Er besteht somit bei 32 Vereinen im Landkreis an 13. Stelle.

Auch hat er für den 15. Juli die ehrenvolle Aufgabe der Patenschaft beim Jubiläumsfest beim OGV Rattenberg übernommen, das sicher für alle Beteiligte ein unvergessliches Erlebnis werden wird.

 

Diese erfreulichen Tatsachen kamen bei der Generalversammlung am Samstag zu Tage, als man von den vielen Aktivitäten in Wort und Bild berichtete und das Jahresprogramm für das anstehende Vereinsjahr vorstellte.

 

Vorausgegangen war ein Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder in der Pfarrkirche, den Pfarrer Josef Drexler zelebrierte. In der anschließenden Jahreshauptversammlung konnte die Vorsitzende Gisela Schedlbauer im Gasthaus Freund 33 Mitglieder begrüßen, denen sie für ihr Kommen dankte. Ein Willkommensgruß galt auch Pfarrer Josef Drexler, bei dem sie sich für den Gottesdienst und die Ankündigung vom Palmbüschelverkauf bedankte sowie bei dem bewährten Wanderführer und Seele des Vereins Josef Ettl, seiner Frau Ingrid mit eingebunden und der Leiterin der Kindertanzgruppe Karin Stengl und bat im Anschluss um eine Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder insbesondere für Helga Heiles, die man im letzten Jahr zu Grabe tragen musste.

 

Von den Finanzen berichtete die Schatzmeisterin Marianne Schreiner. Elfriede Haberl und Christine Schedlbauer hatten die Kasse geprüft und sie perfekt vorgefunden, so dass der Kassenwartin einstimmig Entlastung erteilt wurde. Im Übrigen gab sie namentlich die sieben Neuzugänge bekannt, die in den Verein aufgenommen wurden: Berta Christin und Daniela Prieselmeier, Manuela und Manfred Schlecht, Franz Xaver Klingl, Julia und Maria Schedlbauer.

 

In ihrem umfangreichen Rückblick vom vergangenen Vereinsjahr erinnerte Schriftführerin Christl Buerschaper an das Palmbüschelbinden, wo sich viele Helferinnen beteiligten, an Pflegemaßnahmen im Frühjahr und Herbst im Pfarrgarten und Kirchenaufgang, die Frühjahrswanderung mit Konrad Bielmeier und Josef Ettl. Letzterer war ebenfalls Führer bei der Herbstwanderung, wie immer ein Erlebnis hoch drei. Zu den Highlights zählten der Tag der offenen Gartentür bei Familie Prieselmeier und der Jahresausflug nach Abensberg, sowie der Kaffeenachmittag mit der Kindertanzgruppe.

Auch wurden eine Reihe von Vereinsfeste im Gemeindebereich besucht und die Fahrt zur Waldweihnacht in Schweinhütt organisiert sowie das eigene Weihnachtsfest mit musikalischer Besetzung von Erika Rabenbauer, Birgit Schedlbauer und Andrea Penzkofer.

 

Im Laufe des Jahres standen verschiedene Vorträge auf dem Programm unter anderem das Thema „naturnaher Garten“ mit Konrad Bierlmeier. Auch wurde eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Frauenbund und dem Bergler Gsang organisiert zum Thema „die vier Jahreszeiten“ im Bayerischen Wald mit Beiträgen von Gisela Schedlbauer und Josef Ettl und den Berglern. Der Abschluss des Vereinsjahres bildete das Patenbitten des Obst- und Gartenbauvereins Rattenberg, bei dem die Bittsteller eine Reihe von Aufgaben erfüllen mussten, unter anderem einen Kirchbaum pflanzen, den Ludwig Schollerer spendierte. Es endete mit einer lustigen Fete.

 

Im letzten Vereinsjahr wurden 20 Mitgliedern zum runden Geburtstag und den Eltern Birgit und Christian Schedlbauer zur Geburt einer Tochter gratuliert. Es wurde beschlossen, dass in Zukunft der Verein zur Geburt eines Kindes von einem Mitglied ein Baum gepflanzt wird. Zum Schluss dankte Buerschaper der unermüdlichen Vorsitzenden Gisela Schedlbauer, welche die Vorstandschaft immer wieder motiviert und in einer gemeinsamen Teamarbeit viel geschaffen wird.

 

Die Leiterin der Kindertanzgruppe Karin Stengl berichtete von 41 Kindern in drei Gruppen, die sie betreut. Sie haben im laufenden Vereinsjahr verschiedene Auftritte gemeistert, so in der Schule in Prackenbach, beim Kaffeenachmittag und beim Weihnachtsmarkt in Moosbach und Hagengrub. Des weiteren waren sie beim Kinderfasching in Moosbach und Krailing präsent und werden außerdem am 1. Mai in Hagengrub auftreten. Sie berichtete auch von der Anschaffung einer Musikanlage, die der Kindergarten und der Gartenbauverein finanziert haben.

 

Abschließend gab Gisela Schedlbauer einen Überblick über einzelne Programmpunkte für das kommende Vereinsjahr. Als nächstes sind auf Wunsch von Pfarrer Drexler am 26. April um 14.00 Uhr Pflegemaßnahmen im Pfarrgarten angesetzt, bei dem viele Mitglieder um ihren Einsatz gebeten werden.

Weitere Termine sind: 6. 5. Wanderung mit Josef Ettl, 18.5. Pflegemaßnahmen im Kreislehrgarten, 24.6. Offene Gartentür bei Stefan Rabenbauer in Viechtafell und Sabine und Karl-Heinz Fuchs in Hetzelsdorf, 27.6. Fahrt zur Woidroserl zur Pfistermühle – Abfahrt um 18.00 Uhr und eine Beteiligung am Sportlerfest des SV Moosbach. Des weiteren findet am 15.7. das Fest in Rattenberg statt, wo man auch beim Einzug am Freitag erwünscht ist. Zum traditionellen Kaffeenachmittag am 29.7. bat Schedlbauer wieder um Setzlinge für eine Pflanzentombola. Im August wird man sich wieder am Ferienprogramm beteiligen und zum Jahresausflug am 11.8. wurden drei Angebote genannt: Der untere Bayerische Wald Raum Hauzenberg – Dreisessel, das Mühlviertel oder die Landesgartenschau in Bamberg. Die Versammlung entschied sich mit großer Mehrheit für die Fahrt ins Mühlviertel.

 

Zum Abschluss gab Vereinsmitglied Josef Ettl mit einer PowerPoint Präsentation noch einmal einen Rückblick anhand von herrlichen Bildern und erklärte schließlich auf Anfrage, dass eine Bodenproben-Untersuchung für Hausgärten beabsichtigt wird.

 

Zum Schluss bedankte sich die Vorsitzende Gisela Schedlbauer auch noch bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die im Hintergrund mitarbeiten, ohne deren Leistung entsprechend gewürdigt wird. Ohne sie wäre ein funktionierendes Vereinsleben nicht möglich.

 

Foto: Die Referenten des Abends – Christl Buerschaper, Karin Stengl, Josef Ettl, Gisela Schedlbauer und Pfarrer Js. Drexler

Foto zu Meldung: Gartler zogen Bilanz – 7 Neuzugänge im letzten Jahr

Vom Kirschbaumplanzen, Gemüsesuppe-löffeln und Kanthofknien

(31.03.2012)

Die Moosbacher Gartler machten es den Rattenbergern beim Patenbitten nicht leicht

 

Moosbach. Ganz schön gefordert wurde am Samstag die Führungsspitze des OGV Rattenberg, als sie beim Verein für Gartenbau- und Landespflege in Moosbach vorsprachen, um ein Ja für die Patenschaft für ihr 100-jähriges Gründungsfest am 15. Juli 2012 zu erbitten.

 

Der Wettergott war ihnen zwar nicht hold, doch das ließ die Rattenberger Gartler nicht abschrecken, die von den Moosbachern mit ihrer Vorsitzenden Gisela Schedlbauer und ihrem Vize Erich Achatz an der Genobank in Empfang genommen und begrüßt wurden. Auch die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl hieß im Auftrag von Pfarrer Drexler die Gäste herzlich willkommen. Das Jawort für die Patenschaft zu erreichen, sei nicht so einfach, meinte Schedlbauer, sie müssten erst beweisen, dass sie richtige Gartler sind.

 

Fünf Aufgaben hatte der künftige Patenverein vorbereitet, unter anderem im Pfarrgarten einen Kirschbaum (leider bei strömenden Regen) pflanzen, den der Hobbygärtner und Baumexperte aus Moosbach Ludwig Schollerer selbst gezüchtet und gesponsert hatte. Er wurde Tags zuvor vom 2. Vorsitzenden Erich Achatz im Beisein von Schollerer ausgebuddelt.

 

Am Gasthaus Freund angekommen, mussten Blumensamen aus der Erde gesucht werden, von denen leider nur vier zum Vorschein kamen. Einen Türkranz aus Wacholderzweigen binden, eine Gemüsesuppe essen und schließlich auf ein Kanthölzl knien, getarnt mit Tannenzweigen und dabei einen Pflanzennamen nennen. Erst dann kam für die Bittsteller das erlösende Ja von der Vorsitzenden Gisela Schedlbauer, die zum Dank vom Vorsitzenden Helmut Ettl einen Blumenstrauß überreicht bekam.

 

Im Gasthaus Freund begrüßte dieser, der bereits 26 Jahre dem Verein vorsteht, alle Gartenbaumitglieder aus Moosbach und Rattenberg sehr herzlich. Insbesondere Bürgermeister und Schirmherrn Reinhard Schwarz und GR Josef Stelzer, Prackenbachs Bürgermeister Josef Eckl und die Vorsitzende des Moosbacher Vereins Gisela Schedlbauer und ihren Vize Erich Achatz, dankte den Kuchenspendern, der Wirtsfamilie und der flotten Kapelle und lud alle zum Essen und Trinken ein.

 

Zum Schluss noch eine Zufallsgeschichte, die alle Anwesenden sehr heiter stimmte. Es wurde bei jedem Verein eine Anwesenheitsliste herumgereicht, um die Zahl der Mitglieder zu ermitteln. Rein zufällig waren es von beiden Seiten 34 Anwesende. Doch dann kam auch noch Pfarrer Walter Straßer und die Rattenberger frohlockten, weil sie in der Überzahl waren. Der Zufall wollte es, dass sich auch noch Pfarrer Josef Drexler dazu gesellte und die Mitgliederzahl erreichte wieder den Gleichstand.

 

Es war eine sehr zünftige Feier wobei die Zwei-Mann-Kapelle, de „Deifi-Ziacha“ mit Akkordeon und Gitarre aus dem Raum Straubing für musikalische Unterhaltung sorgten. Sie zogen aus ihrem reichhaltigen Repertoire  Evergreens hervor, von denen gerade bei den Älteren das Herz aufging und sie kräftig mit einstimmten.

 

Foto: 4 – Ludwig Schollerer und Erich Achatz beim Ausgraben des Kirschbaumes

3 – beim Baumpflanzen – Helmut Ettl und Gisela Schedlbauer

2 – Helmut Ettl, 2. Festleiterin Christine Schick, Hermann Spannfellner, Gisela Schedlbauer – beim Türkranzbasteln

1 – Gisela Schedlbauer erhält einen Blumenstrauß – Christine Schick, Helmut Ettl , Hermann Spannfellner

Foto zu Meldung: Vom Kirschbaumplanzen, Gemüsesuppe-löffeln und Kanthofknien

Gärtnern im Einklang der Natur

(03.03.2012)

Praktische Ratschläge und Pflegeintänsität

 

Moosbach. Der Verein für Gartenbau- und Landespflege eröffnete am Freitag seine diesjährige Vortragsreihe mit einem sehr interessanten Diavortrag zum Thema über naturnahe Gärten, mit denen man das eigene Naturschutzgebiet vor die Haustür bringen kann.

 

Die Idee dazu lieferte Gartenbaumitglied Josef Ettl, der den Naturschutzbeauftragten Konrad Bielmeier am Landratsamt Cham zu einem Vortrag gewinnen konnte, zu dem die Vorsitzende Gisela Schedlbauer gut 30 Zuhörer begrüßen konnte.

 

Vor etwa 300 Jahren gab es die Barockgärten, sagte Bierlmeier eingangs, es folgten die Landschaftsgärten und wieder später in Zeiten der Not entstanden die Gärten zur Selbstversorgung. Seit Jahrzehnten werden nun durch Straßenbau, Wohn- und Industrieanlagen, sicher zum Teil notwendig, die Grünflächen und die Lebensräume der wildlebenden Pflanzen und Tiere in erheblichem Maße verkleinert und zurückgeschoben. Jeder Gartenbesitzer könne aber dazu beitragen, der bedrohten Natur zu helfen und sich mit wenig Aufwand in den verschiedenen Gartenbereichen sein eigenes Gartentor der Natur ein wenig zu öffnen.

 

Bei der Gestaltung eines Gartens muss sich jeder schon vor der Bebauung des Grundstücks klar sein, welche Funktion er erfüllen soll. Wird es ein Wohn- und Ziergarten, oder soll auch Obst Gemüse und Kräuter angebaut werden? Dabei spielt die Größe und die Lage des Grundstücks, der Standort, Boden- und Lichtverhältnisse eine große Rolle. Am Zweckmäßigsten sei es, sich am Vorbild der Natur zu orientieren, so der Referent. Ein großes Grundstück ermöglicht die Anlegung eines Multifunktionsgartens, unter anderem mit verschiedenem Gemüse und Kräutern.

 

Waldränder und Hecken machen eine Landschaft abwechslungsreich und erhöhen ihren Erholungswert und bieten auch zahlreichen Tieren und Pflanzenarten Zuflucht und Lebensraum, erläuterte Bierlmeier weiter. Einen Teil davon könne man sich in den Garten holen. Auch Wasser gehört in den Garten, denn wo Wasser ist, ist auch Leben, unterstrich der Referent in seinen Ausführungen. Der Platz für einen Gartenteich ist mit Bedacht zu wählen. Die meisten Wasserpflanzen gedeihen am besten in voller Sonne und in einem froschfreundlichen Teich stellen sich Amphibien von ganz allein ein. Bei wenig Platz und relativ bescheidenen Mitteln kann man auch eine Vogeltränke errichten, wo man sich bald an dem lustigen Treiben der badenden und trinkenden Vögel erfreuen kann.

 

Auch eine Wildblumenwiese ist ein Blickfang für einen naturnahen Garten. Sie bevorzugt sonnige Lage und magere Böden, wo sich Schmetterlinge und Insekten ansiedeln. In diesem Zusammenhang erklärte Bierlmeier, dass die Schmetterlinge verschwinden, wenn die Brennnessel ausgerottet wird.

 

In seinem umfangreichen Vortrag sprach der Referent auch Trockenmauern im Anschluss an das Hinterland an, bei der die Bepflanzung am besten gleich beim Bau erfolgen soll. Auch Zäune seien manchmal angebracht, um einzelne Gartenbereiche voneinander zu trennen und zu schützen. Ein geeigneter Bewuchs wertet jeden Zaun auf.

Weiter schnitt der Fachmann das Thema Kompostierung an, was in keinem Garten fehlen sollte sowie die Düngung vor allem im Gemüsegarten, wo zwischen dem Anbau einer Erstkultur und der Folgekultur zu unterscheiden ist. Einen geringen Nährstoffbedarf haben viele Baum- und Strauchobstarten sowie viele Stauden und Sommerblumen, so dazu der Referent. Mit einer regelmäßigen Bodenuntersuchung kann man sich einen Überblick über den Nährstoffgehalt des Bodens schaffen. In diesem Zusammenhang schnitt er auch viele Pilzkrankheiten an, die durch Stickstoffüberdüngung gefördert werden.

 

Auch der heimische Kräutergarten darf im Naturgarten nicht fehlen. Zum Essen, für Tees und Salben sind Kräuter unentbehrlich und auch die Bienen danken es mit süßem Honig wie bei Borretsch, Ringelblumen, Thymian, Lavendel und andere. Fantastische Fotoaufnahmen unterstützten die Ausführungen des kompetenten Referenten, als er von den vielfältigen Blütenstauden schwärmte, die einen unentbehrlichen Schmuck für unsere Gärten darstellen, wie beispielsweise den Phlox, Eisenhut, Lupinen oder Pfingstrosen. Sonnenblumen oder Phacelia werden häufig als Zwischenpflanzung in Staudenbeeten verwendet, sagte schließlich Bielmeier und meinte, dass ein naturnaher Garten nicht von heute auf morgen erzwungen werden kann. Vielmehr Beobachtungen und Erfahrungen sollte man sammeln, das sei lebenslang eine wunderbare und interessante Tätigkeit, bei der man nie auslernt.

 

Mit einem Präsent dankte Gisela Schedlbauer zum Schluss dem Referenten Konrad Bielmeier für seinen sehr schönen und aufschlussreichen Vortrag und meinte, vielleicht würde er sich wieder einmal Zeit nehmen für eine Wanderbegleitung, wo wie im vergangenen Jahr bei der Wanderung durch den Falkensteiner Vorwald.

Schedlbauer wies auch auf die nächsten Termine hin: Palmbüschelbinden am Samstag, 24. März, Patenbitten am 31. März im Gasthaus Freund, Frühjahrswanderung am 6. Mai und bat für den traditionellen Kaffeenachmittag am 29. Juli bereits um Bereitstellung von Pflanzensetzlingen.

 

Foto: Konrad Bierlmeier und Gisela Schedlbauer

Foto zu Meldung: Gärtnern im Einklang der Natur

Die vier Jahreszeiten im Bayerischen Wald - eine einmalige „musikalische Bildungsreise“

(17.01.2012)

Mit Augen, Ohren und Gesang die Schönheit unserer Heimat erlebt

 

Moosbach. „Freude am Schauen und Begreifen ist die schönste Gabe der Natur“, war eines der vielen Sinnsprüche, die Josef Ettl am Dienstag bei einer musikalischen Bildungsreise im Wechsel der vier Jahreszeiten des Bayerischen Waldes im Gasthaus Kerscher zum Besten gab, bei der er die Schönheiten der Landschaft in einzigartiger Weise präsentierte, die mit dazu passenden Liedern vom „Bergler Gsang“ ausgeschmückt wurden.

 

Dazu konnte Maria Kolmer (FB) im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung neben mindestens 60 Anwesende auch Pfarrer Josef Drexler, Herbert Becker vom Bayerischen Rundfunk und die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl herzlich willkommen heißen, worüber sie sich über den großen Zuspruch sehr freute. Sie hatte dazu auch den Bergler Gsang eingeladen, zu dessen Anlass die musikalischen Beiträge sehr schätzt wurden und für einen entsprechenden Gaumenschmaus mit Bayerischen Kücherln, sorgte die Wirtin.

 

Für dieses Thema könnte man sehr viele Abende füllen, meinte Ettl, der seine Erklärungen mit herrlichen Bildern aus seiner Kamera unterstützte, die er aus seinem PC an die Leinwand zauberte. Zwischen seinen Beiträgen stieg Gisela Schedlbauer, die Vorsitzende des Gartenbauvereins auch sehr aufschlussreich ins Gartenjahr ein.

 

Den Einstieg des interessanten Abends besorgte der Bergler Gsang mit einem frischen „Griaß di Gott, des her i gern“ und Ettl lieferte dann einmalige Winteraufnahmen der vergangenen Jahre, die in diesem Jahr eher rar sind. Vom Winterschlaf, von der „staaden Zeit“, sprach er, bei der jedoch für Ruhe und Besinnung oft wenig Zeit bleibt. Dazu wartete wieder die Gesangsgruppe mit Zither Begleitung durch Erika Rabenbauer mit dem Lied auf „und aiz is Winter worn“.

Bilder von verschneiten Bäumen zeigte Ettl, die sich je nach Höhenlage anpassen, von herrlichen Gebilden durch den Rauhreif, Vögel und Wintergästen wie dem Bergfinken oder dem Seidenschwanz, wobei er anmerkte, dass der Hausspatz mehr und mehr verschwindet und sich dafür der Feldsperling stärker durchsetzt. „Vögel bedanken sich im Sommer mit ihrem Gesang für ihr Winterfutter“, meinte Ettl von der Fütterung der Vögel, außerdem können sie dabei gut beobachtet werden.

 

Auch die Gartenarbeit ruht im Winter, erinnert Gisela Schedlbauer an die Ruhephase. Zeit für Advent- und Weihnachtsfeiern, wobei sie Erika Rabenbauer und Birgit Schedlbauer für die musikalische Unterhalten nicht mehr missen möchte. Winterzeit ist Kinderzeit, Schneemänner werden gebaut, von denen man heuer bei uns nur träumen kann, meinte Schedlbauer. Nur die Hagebutte ragt zuweilen aus dem Schnee. Sie bieten Nahrung für die Vögel, liefern nahrhafte Tees oder werden für Gestecke verwendet.

 

Und schon nahte bei der wunderschönen Präsentation der Frühling. Die Tage werden im Januar bereits um 70 Min. länger, erklärt Ettl, im Februar um 121 Min. und im März um 123Min. „Der Mensch hat das Warten verlernt, darin liegt das Grundübel unserer Zeit“ zitierte Ettl dazu einen seiner Sinnsprüche und erklärte in diesem Zusammenhang, dass die Vegetations-Periode in den letzten 30 Jahren um 11 Tage länger geworden ist.

 

Die Haselblüte läutet den Vorfrühling ein, am Hang vor der Moosbacher Kirche zeigen sich die ersten Krokusse und auch die ersten Zugvögel, wie die Stare sind angekommen, erzählt Ettl weiter. Frühlingserwachen auch im Obstgarten, wobei man sich an den einmaligen Aufnahmen von Märzenbecher und Schlüsselblumen ergötzen konnte sowie von Landschaften, Ortschaften, Vögeln und Käfern. „Übrigens, es gibt wieder Maikäfer“, sagte Ettl. Und ein Sinnspruch dazu, „Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen“. Auch der Bergler Gsang hatte ein Frühlingslied vorbereitet: „D Wiesn wird scho grea und s´Herz wird lustig in der Brust“.

 

„Mensch sein, heißt Gärtner sein“, merkte Gisela Schedlbauer anschließend zum Gartenjahr im Frühling an. Es kommt Leben ins Gewächshaus mit Salat und erstem Gemüseanbau. Es geht los mit Frühjahrsblühern, der Rhododendron blüht und ein erster Besuch in der Gärtnerei steht an.

 

Über den Sommer und seine Reize hatte Ettl wieder viel auf Lager. Er zeigte das Kreuz- oder Greiskraut, das sehr giftig ist, an dem schon Pferde nach ihrem Verzehr gestorben sind und vom Pannonischen Enzian, der am Arber zu finden ist. Er erklärte die verschiedenen Wolkenbilder und deren Bedeutung: Cumuluswolken versprechen oft schönes Wetter und mit Ambosswolken ziehen Gewitter auf. „Schön ist alles, was man mit Liebe betrachtet“, sagt Ettl und präsentiert Falter, mit ihrer Farbenpracht und behauptet dabei, dass es auch, wie bei den Zugvögel Schmetterlinge gibt, wie den Distelfalter, der im Frühjahr über die Alpen zufliegt und erklärte unter anderem, wie man die echte Kamille von anderen wild wachsenden Arten unterscheidet.

Mit einem weiteren musikalischen Leckerbissen vom Sommer erfreute sodann die Gesangsgruppe (Ferdl Rabenbauer, Josef Höcherl, Erika Rabenbauer, Siglinde Weindl und Edeltraud Straub) die aufmerksamen Zuhörer.

 

„Geh in den Garten und höre auf die Stille zwischen den Geräuschen, dies ist die wahre Musik der Natur,“ hieß es in dem Sinnspruch, als Gisela Schedlbauer den Bauerngarten präsentierte, die Mischkultur und von der Zeit der Rosen und der Kirschernte sprach, deren süße Früchte oftmals vom Wurm befallen sind, bedauerte die Vorsitzende des Gartenbauvereins.

 

Jede Jahreszeit hat seine Reize, meinte Ettl und präsentierte Bilder vom Herbst, von der Schwammerlzeit und ihren unterschiedlichen Fundorten, die der Sammler nicht gerne preis gibt. Von Sternenbeobachtungen, die man im Herbst und Winter am Schönsten sehen kann und dass zu dieser Zeit beim Wandern auch das herrliche Panorama unseres Bayerischen Waldes am Klarsten hergibt. Und mit „Hiagst is woan“ krönten die Bergler die schönen Bilder und Anmerkungen des goldenen Herbstes.

 

Im Herbst gibt es für den Gartler viel Arbeit, erinnerte Gisela Schedlbauer. Sie erzählt vom Marmeladen einkochen und von den Nüssen, die es leider im letzten Jahr erfroren hat. Von der Ernte von Schlehen und Trauben und erinnert an den Erntedank, der in Moosbach sehr feierlich begangen wird und schloss in den Dank auch Franz Xaver Pongratz ein, der sich das ganze Jahr um die Pflege des Johannisbrunnen sorgt.

 

Maria Kolmer dankte zum Schluss Josef Ettl, von dem die vielen Bilder stammen und der sehr sehr viel Arbeit in diesen Vortrag investiert hat sowie Gisela Schedlbauer für ihre Beiträge.

Ein großes Dankeschön zollte sie auch dem Bergler Gsang, die das Lied anstimmten: „Ist alles wohl bestellt“.

Und Josef Ettl meinte am Ende, dass folgende Sinnspruch immer durch das Jahr geleiten kann: „Gott schenke mir die Gelassenheit, Dinge hin zu nehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.“

 

Alle Zuhörer hatten zum Schluss ein großes Lob über den einmaligen Vortragsabend bereit und sangen kräftig mit, als der Bergler Gsang das Lied: „Mia san vom Woid dahoam“ anstimmten, das, wie die vier Jahreszeiten vier Strophen hat. mh

 

Foto: Maria Kolmer, Ingrid und Josef Ettl, Gisela Schedlbauer, Herbert Becker mit Frau.

Foto zu Meldung: Die vier Jahreszeiten im Bayerischen Wald - eine einmalige „musikalische Bildungsreise“

Bei der Schweinhütter Waldweihnacht

(04.12.2011)

Der Gartenbauverein im verzauberten Christkindlmarkt

 

Moosbach. „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so Nahe ist“, so wird sich wohl die Vorsitzende des Vereins für Gartenbau und Landespflege Gisela Schedlbauer gedacht haben, als sie nach den letzten Märkten in Schloss Hexenanger und Tüßling heuer zum Besuch der Waldweihnacht in Schweinhütt entschlossen hatten. Die 30 Besucher, die mit dem Reisebus der Firma Ebenbeck den romantischen Markt im Wald ansteuerten, waren hellauf begeistert.

 

Bei der Ankunft waren die Gartler und die übrigen Teilnehmer gleich von den selbst gebauten Hütten fasziniert, die aus Brettern alter Scheunen hergestellt sind und rund herum Sitzmöglichkeiten boten. Sämtliche Ortsvereine aus Schweinhütt und Dreieck haben hier Hand angelegt und organisieren bereits zum vierten Mal die außergewöhnliche Waldweihnacht.

 

Vom warmen Lichterschein der Feuer und der feine Duft vieler bayerischer Köstlichkeiten wurden die Besucher bald angezogen. Vieles gab es zu entdecken: ein großer, dampfender Kessel mit Punsch stand da, Ständen mit Leckereien wie Bratwurst, Lebkuchen sowie tolle Dekorationen, Kunstgegenstände aus Metall und anderen Materialien. Auch Schmankerl wie Sengzelt´n, Fischspezialitäten und natürlich Kaffee mit frischem Stollen sorgten für den kleinen Hunger.

 

Zu bestaunen gab´s auch die Hl. Familie, die aus mannsgroßen Figuren gearbeitet wurde oder Hirsche mit Geweihen aus Baumrinde. Ein etwas abseits gelegener Krippenweg hat die Besucher zum Besinnen eingeladen und nach Einbruch der Dunkelheit wird die Atmosphäre durch den Glanz hunderter Kerzen erhellt, wo es dann Zeit wird für ein Hirten-, Singspiel oder den Besuch des Weihnachtstheaters.

 

Doch nach einigen Stunden Aufenthalt in der Waldweihnacht war es Zeit, wieder nach Moosbach aufzubrechen und alle Teilnehmer waren bei der Heimfahrt noch ganz benommen von dem Besuch im herrlichen Markt und den vielen herrlichen Sachen und meinten: „Es war einfach so schön“.

Foto: 2.v.re. Vorsitzende des Gartenbauvereins Gisela Schedlbauer

Foto zu Meldung: Bei der Schweinhütter Waldweihnacht

Drei Bayerwaldgipfel incl. Kleinen Arber erwandert

(02.10.2011)

Opimale Witterungsbedingungen bei der Herbstwanderung der Moosbacher Gartler

 

Moosbach. Auf mehrfachen Wunsch wurde die Herbstwanderung vom letzten Jahr heuer wiederholt. Nachdem es letztes Jahr bei der Wanderung ein ungünstiges Wetter ohne jede Aussicht gab, waren in diesem Jahr die Bedingungen optimal. Denn strahlender Sonnenschein begleitete die Wandergruppe den ganzen Tag. Bei der traumhaften Fernsicht waren in der Ferne sogar noch die Alpen zu erkennen.

 

Startpunkt war wieder Schareben, von wo aus es über die drei Bayerwaldgipfel Heugstatt (1261m NN), Enzian (1285m NN) und kleiner Arber (1384m NN) ging. Einkehr wurde dann am Mittag in der Chamer Hütte am Fuße des kleinen Arber gemacht.

Nach dem sich alle gestärkt hatten, ging es auf einen weiteren Panoramaweg, dem Marderweg am Südhang der Bergkämme zurück nach Schareben. Die Wanderstecke betrug etwa 14 km, wobei die Höhenmeter über die der Tausender noch dazu kamen. Während der Wanderung gab Vereinsmitglied Josef Ettl, der diese Wanderung organisiert hatte, Erklärungen zur Natur und interessanten Dingen am Wegesrand.

 

Der Goldsteig-Wanderweg auf den Gipfel des Bayerwaldes führt vom Kaitersberg über den Mittagsstein, Riedelstein bis zum Großen Arber. Man überschreitet auf der ganzen Strecke 12 Berggipfel mit einer Höhe über 1000m. Ab dem Heugstatt bis zum kleinen Arber sind diese Berggipfel weitgehend entwaldet. Grund für diese kahlen Flächen war im Januar 2007 der Orkan Kyrill. Dabei wurden auf dieser Höhe etwa 150 000 Festmeter umgelegt. Es waren vor allem zwei Gründe, die in dieser Höhe zu einem solch katastrophalen Windwurf führten. Zum einem kommt auf dieser Höhe die Fichte natürlicherweise flächendeckend vor. Die Fichte als Flachwurzler konnte diesem Sturm nicht so viel entgegensetzen. Zum anderen spielte auch die spezielle Bodenzusammensetzung in diesem Gebiet eine große Rolle. Als Relikt der Eiszeit bildeten sich in dieser Höhe Firneisgrundschuttböden, die sehr verdichtet sind, so dass die Waldbäume weniger  Halt finden.

 

Auf diesen Windwurfflächen haben sich inzwischen viele niedrige Sträucher wie die Heidelbeeren und Preiselbeeren breit gemacht. Davon profitiert beispielsweise auch das Auerwild, das diese Pflanzen als Nahrungsquelle nutzen kann. Aber auch der Wanderer hat auf diesem Panoramaweg eine herrliche Aussicht in die nahe und weitere Umgebung. Bei Föhn sind, wie an diesem Tag zu erleben war, die Alpen sichtbar. Auf diesem Höhenweg sind auch viele Pflanzen zu finden, wie den Fingerhut oder den Eisenhut. Nur ein Enzian ist derzeit auf dem Berg Enzian nicht mehr zu finden. Deshalb ist für nächstes Jahr eine Wiederansiedlung des Panonischen Enzian geplant. Derzeit wächst dieser Enzian beispielsweise auf dem Kleinen und Großen Arber.

 

Die Wanderung führte auch vorbei an einer Reihe von Schachten, den Hochalmen des Bayerischen Waldes. Da diese Flächen nicht mehr bewirtschaftet werden, haben sich auf diesen Flächen vor allem Beerensträucher angesiedelt. Im Laufe von Jahrzehnten würden diese Flächen aber mit Bäumen zuwachsen. Durch die ehrenamtlichen Tätigkeiten von Naturschutzverbänden und dem Bayerwaldverein werden diese vor dem Zuwachsen bewahrt. Diese Schachten haben sowohl kulturhistorische Bedeutung sind aber auch eine Bereicherung für die Natur und den Tourismus, so dass dieses Engagement sehr zu loben ist.

 

Zum Schluss bedankte sich die Vorsitzende des Gartenbauvereins Gisela Schedlbauer sehr herzlich bei Josef Ettl für diese interessante Wanderung und die vielen Hinweise während dieser Tagestour, was die Teilnehmer auf der Heimfahrt sehr lobend erwähnten.

 

Foto: rechts Wanderführer Josef Ettl

Foto zu Meldung: Drei Bayerwaldgipfel incl. Kleinen Arber erwandert

Der Gartenbauverein reiste in die Oberpfalz

(14.08.2011)

100-Wasserturm und Nepaltempel ins Visier genommen

 

Moosbach. Der Jahresausflug des Vereins für Gartenbau- und Landespflege, den die Vorsitzende Gisela Schedlbauer wieder bis ins Detail organisierte, war mit seinem Besuch des 100-Wasserturms in Abensberg und dem Nepaltempel in Wiesent wie jedes Jahr Erlebnisreich. Selbst das Wetter meinte es mit den ca. 53 Teilnehmern den ganzen Tag ausgesprochen gut, das sich erst nach Ankunft in Moosbach mit einem schweren Gewitterregen entlud.

 

Bevor die  Reisegesellschaft in Abensberg eine interessante Führung über den 100-Wassertrum und die Brauerei erhielt, gönnte man sich noch mit Kaffee und Brezen ein zweites Frühstück. Die Entstehung des großen Denkmals des Bieres und der Kunst geht zurück auf das Jahr 1991, als der Kuchlbauerchef Leonhard Salleck Friedensreich Hundertwasser um einen Plan für einen Turm für die Brauerei bat. Umsetzten sollte sie sein Architekt Peter Pelikan, unter der Regie von Leonhard Salleck, dem Inhaber der Brauerei. Wie bei Hundertwasser´s Baukunst üblich, zieren den Turm leuchtende Farben und im ganzen Bau finden sich keine geraden Wände.

 

Ursprünglich sollte der Turm 70 Meter hoch werden, denn er sollte nicht höher als der 56 Meter hohe Kirchturm werden. Schließlich genehmigte der Stadtrat den 35 Meter Turm. Die vergoldete Dachkugel, die einen Durchmesser von zehn Metern und einem Gewicht von 12 Tonnen hat, hiefte man 2008 auf den Turm, der 2010 für Besucher geöffnet wurde. Hundertwasser sah seine Fertigstellung nicht mehr, denn er starb 2000 an einem Herzinfarkt.

 

Natürlich stand eine Brauereiführung auf dem Plan, wo im Sudhaus die jedem Bayern bekannter großer Messingsudkessel zu begutachten gab. 29 000 Liter passen in einen solchen Kessel. Von dort ging´s in das Innere der Brauerei, wo die Gartler Bierherstellung und -abfüllung interessiert verfolgten. Nach der Besichtigung der Brauerei wurden die Besucher verköstigt.

 

Weiter ging die Fahrt zum Nepal-Himalaya-Pavillon in Wiesent bei Regensburg, ein Bauwerk der Superlative. Rund 2000 Nepalesen haben es in Handarbeit aus Holz geschnitzt. Er wurde im Jahre 2000 von der Expo in Hannover komplett zerlegt nach Wiesent bei Wörth an der Donau gebracht. Im Juli 2003 war der Aufbau fertig und seit dem können die Besucher hier einen Ort des Friedens vorfinden und die Ruhe und die besondere Atmosphäre zog die Gartler regelrecht in Bann.

 

In dem paradiesischen Garten erheben sich steinerne Buddha-Figuren, mittendrin steht der 22 m hohe Nepaltempel mit seinem goldenen Turm. Jede Säule und jeder Sims ist mit wunderschönen Schnitzereien verziert. Der Tempel lässt die Besucher mit Recht für kurze Zeit vergessen, dass sie mitten in der Oberpfalz sind.

 

Man spazierte auch durch einen der artenreichsten öffentlich zugänglichen Garten Deutschlands. Mehr als dreitausend Pflanzenarten wachsen rund um den Nepal-Himalaya-Pavillon, exotische, aber natürlich auch heimische Blumen in den Farben gelb, blau, lila oder orange strahlen um die Wette.

Vor hier aus hatten die Besucher auch einen atemberaubenden Blick über die Donau-Tiefebene und auch die Ruhmeshalle Walhalla befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft.

 

Bevor die Reisegruppe endgültig die Rückfahrt antrat, machten sie noch einen Abstecher nach Wolferszell, wo sie sich im Gasthaus Schmid noch ein Abendessen genehmigten. Die Heimfahrt nützte Gisela Schedlbauer allen für die Unterstützung im ganzen Jahr zu danken, speziell für Hilfe beim Tag der offenen Gartentür und beim Kaffeenachmittag, für die harmonische Teilnahme an der Fahrt sowie dem Busfahrer Hans Schedlbauer für die umsichtige Fahrweise.

 

Foto: Gartlergruppe beim Gasthaus Schmid in Wolferszell

1 – Gartlergruppe bei der Führung in der Brauereiführung – gelbes T-Shirt weiße Hose Vorsitzende Gisela Schedlbauer

die beiden anderen jeweils der Hundertwasserturm

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Der Ferienkasten

(03.08.2011)

Wildgarten und Further Drachensee

 

Prackenbach/Moosbach. Im Rahmen des Sommerferienprogramms der Gemeinde unter der Federführung von Johann Schedlbauer startete man diese Woche in die erste Runde. Von den fünf beteiligten Vereinen organisierte der Verein für Gartenbau und Landespflege unter der Organisation von Josef Ettl am Mittwoch eine Fahrt mit dem Bus der Firma Ebenbeck mit seinem Fahrer Hans Schedlbauer nach Furth im Wald, bei der sich neben 60 Teilnehmern überwiegend Kinder beteiligten.

 

Eine Naturführung im Wildgarten stand auf dem Programm und der Besuch im Drachenmuseum. Natürlich durfte eine Führung des Further Drachen mit dem Namen „Tradinno“ nicht fehlen, des größten und schwersten Roboters, der unter der Federführung der Firma Zollner Zandt hergestellt wurde. Er ist 16 Meter lang, 4,50 Meter hoch, vier Meter breit und hat eine Flügelspannbreite von 12 Meter und bringt zudem 16 Tonnen auf die Waage. Davon hat allein der Kopf drei und ein Bein eine Tonne.

 

Die Kinder und auch die Erwachsenen waren beeindruckt von den Sehenswürdigkeiten und ließen sich anschließend, bis sie den Nachhauseweg antraten, sich noch ein Eis schmecken.

Foto zu Meldung: Der Ferienkasten

Riesen Erfolg für den Gartenbauverein und seinen Kaffeenachmittag

(17.07.2011)

Tanzen – Basteln – Pflanzen – musikalische Unterhaltung und jede Menge Spezialitäten

 

Moosbach. Einen tollen Nachmittag und Sonnenschein pur wurde am Sonntag Nachmittag den Besuchern des vierten Kaffeenachmittag geboten, den der Verein für Gartenbau- und Landespflege bereits zum vierten Mal in folge auf dem Sportgelände des SV organisierte und der wieder mit großem Erfolg gekrönt wurde.

 

Mindestens 200 Gäste waren bei herrlichem Wetter angerückt, welche die Vorsitzende Gisela Schedlbauer im Namen ihres Teams herzlich begrüßte. Neben der Moosbacher und Prackenbacher Bevölkerung waren auch Abordnungen der Feuerwehr, der Edelweißschützen, des Frauenbundes, SV Moosbach, Oldtimer Rubendorf  sowie der Gartenbauverein Rattenberg vertreten, dem die Moosbacher Gartler nächstes Jahr beim 100-jährigen Gründungsfest als Patenverein zur Seite stehen.

 

Die Vorsitzende und ihre vielen Helfer hatten wieder einmal an alles gedacht. Sie sorgten nicht nur für das leibliche Wohl mit Kaffee, Kuchen und Schmalzgebäck sowie gegrillten Schmankerln und Getränken, sondern für Unterhaltung pur. Das Highlight des Nachmittags war wie immer die Kindertanzgruppe unter der Leitung von Karin Stengl, von der Alt und Jung begeistert waren. Mittlerweile besteht die Kindertanzgruppe des Gartenbauvereins aus ca. 35 Kindern, die altersmäßig in drei Gruppen aufgeteilt sind. Sie wirbelten und hüpften barfuss über den Rasen des Sportplatzes, während aus der Stereoanlage die Titel dazu erklangen und die Zuschauer begeisternd applaudierten.

 

Großes Lob spendete Gisela Schedlbauer den Mädels für ihren Auftritt, von denen die größeren heuer schwarz/weiß gekleidet waren, was beim Tamu einen wunderbaren Kontrast ergab. „Macht weiter so“, sagte sie und dankte Karin Stengl für ihr Engagement, das sie den Kinder angedeihen lässt, die stets mit großem Eifer dabei sind. Dankend überreichte sie der Leiterin der Tanzgruppe einen Blumenstrauß und spendierte den Kindern eine Brotzeit. Für weitere musikalische Unterhaltung sorgte Andrea Penzkofer, die mit ihrer Gitarre und ihrer schönen Stimme die Gäste unterhielt.

 

Auch an die Kinder hatte der Gartenbauverein gedacht. Sie waren unter der Leitung von Christl Buerschaper und Sibille Schedlbauer eifrig am Basteln, wo am laufenden Band Vogelscheuchen die „Werkstatt“ verließen.

 

Mit einer weiteren Attraktion des Tages sorgten Renate Hoffmann, Sylvia Eder und Christine Prieselmeier für eine bunte und reichhaltige Pflanzentombola, bei der jedes Los ein Treffer war. Über kleine größere und übergroße Gewächse freuten sich die Gewinner, wo bei der Ausgabe kaum ein Durchkommen war.

 

„Es war wieder ein toller Nachmittag“, waren sich Jung und Alt einig und bei guter kameradschaftlicher Unterhaltung wurde den Besuchern die Zeit nicht lang. Die Vorsitzende mit ihrem Organisationstalent hatte wieder alle Fäden in der Hand und schaukelte mit ihrem äußerst fleißigen Team das Fest ohne Probleme.

Foto zu Meldung: Riesen Erfolg für den Gartenbauverein und seinen Kaffeenachmittag

Der Tag der offenen Gartentür war ein Erfolg

(26.06.2011)

Mehr als 500 Besucher waren von der Gartenanlage der Familie Prieselmeier begeistert

 

Moosbach. Wenn auch immer wieder Regenschauer das Idyll des Gartenparadieses der Familie Priselmeier überschatteten, die beim Tag der offenen Gartentür mit noch fünf Gartenbesitzern des Landkreises Regen am Sonntag ihre Türen zu ihren Anlagen für die Besucher öffneten, tat dies der Vielzahl der Gäste keinen Abbruch.

 

Bereits zu Beginn um 10.00 Uhr war ein überraschend starker Besuch zu verzeichnen, unter die sich schon bald der stellvertretende Landrat Heinrich Schmidt, Kreisfachberater Klaus Eder und die Bürgermeisterin Rita Röhrl mischten sowie Pfarrer Josef Drexler, 2. Bürgermeister Karl Engl mit den Gemeinderäten und nicht zuletzt Kornelia Eckl, Bürgermeister Eckl´s Gattin, der verhindert war, Pfarrgemeinderatsssprecherin Maria Rackl und die geprüfte Gartenfachfrau Tina Lerch. Alle waren sie von dem 900 Quadratmeter großen Gartenareal begeistert, das mit viel Fleiß und Liebe der Besitzer und der Schwiegertochter Daniela, von der die Dekorationsarbeiten stammen, entstand. Hunderte von Besuchern waren fasziniert und belagerten das Ehepaar auch mit vielen Fragen.

Sehr angetan war die Delegation aus dem Landkreis von dem geschaffenen Werk, wobei Eder bemerkte, dass man noch in der letzten Zeit viel Sehenswertes gestaltet habe.

 

Die Besonderheiten, die vor allem herausstachen, sind die Artenvielfalt des Steingartens, der Ideenreichtum der Besitzer bei der Einteilung und die Auflockerung mit  Steinen, die auch zum Teil als Treppe dienen. Fasziniert hat die Besucher auch der Artenreichtum der Kakteen und Hauswurzen, welche die Besitzerin überwiegend auf Sand legte, um so die Gewächse besonders hervor zu heben.

 

Lange verweilten die Besucher am angelegten Gartenteich, der sie ganz besonders faszinierte. Hier plätschert das Wasser aus mehreren Stellen. Gespeist wird der Teich, wo sich eine menge Goldfische tummeln, mit Regenwasser aus der selbstkonstruierten Sammelanlage. Schließlich lädt eine Brotzeitstüberl rechts der Teichanlage zu einer Rast nach getaner Arbeit ein.

 

Die Gäste, die aus allen Richtungen des Landkreises und der hiesigen Bevölkerung das Gartenparadies besuchten, konnten sich nicht satt sehen und sie zeigten sich überrascht, dass man in dieser Wohnsiedlung, von der Pfarrhofstraße nicht einsehbar, so eine Artenvielfalt von Stauden, Sträuchern und Hauswurzen findet, wodurch man ohne dem Tag der offenen Gartentür nicht in den Genuss gekommen wäre, dieses Idyll zu besichtigen. Beeindruckt und Anerkennend verewigten sich die Gäste nach dem Rundgang im Gästebuch.

 

Dank gilt der Familie Prieselmeier, die ihren Garten für die Öffentlichkeit zugängig machten. Das Lob und die Gespräche wird sie sicher dafür entschädigt haben. Dank gilt auch dem Verein für Gartenbau- und Landespflege, die am Sonntag die Familie Priselmeier unterstützten und mit Kaffee, Kuchen und Getränken die Bewirtung der Gäste übernahmen. Im Übrigen ist der Verein für Gartenbau- und Landespflege in Moosbach ein sehr rühriger Verein, der im letzten Jahr unter anderem den Kirchenaufgang gestaltete, von dem sich nach dem Rundgang bei der Familie Prieselmeier noch einige Gäste überzeugten und davon angenehm überrascht waren.

 

Fotos: 1 – Lothar und Christinde Preiselmeier, Klaus Eder, Heinrich Schmidt, Rita Röhrl

Foto zu Meldung: Der Tag der offenen Gartentür war ein Erfolg

Die Gartler unterwegs im Falkensteiner Vorwald

(22.05.2011)

Orchideenwiese – Natur- und Felsenpark und Kirche Marienstein

 

Moosbach. Es gehört schon zur Tradition, dass der Verein für Gartenbau und Landespflege im Frühjahr und im Herbst das „Ränzli“ schnürt und auf Schusters Rappen herrliche Gebiete unseres Bayerischen Waldes erkundet. Bei der diesjährigen Frühjahrswanderung ging es in das, für die meisten Mitglieder weniger bekannte Gebiet des Falkensteiner Vorwaldes. Dazu konnte die Vorsitzende Gisela Schedlbauer neben dem bisherigen Wanderführer Josef Ettl auch Konrad Bierlmeier begrüßen, der als Naturschutzbeauftragter des Landkreises Cham und Ortsansässiger, den Falkensteiner Vorwald besonders gut kennt.

 

Erstes Ziel war eine Orchideenwiese südlich von Falkenstein. Leider zeigte sich auch hier wie auf vielen Orchideenwiesen der Umgebung, dass bedingt durch die Trockenheit nur wenige blühen. Durch die Trockenheit wurden aber auch viele andere Pflanzen stark beeinträchtigt und blühten weniger und kürzer. Beide Wanderführer gaben Hinweise zu verschiedenen Pflanzen und den Problemen mit dem Schutz diese ökologisch besonders wertvollen Flächen.

 

Nach dem Mittagessen folgte eine Wanderung durch den zweitgrößten Natur- und Felsenpark Bayerns. Dieser Schlosspark zählt zu den herausragendsten Sehenswürdigkeiten des Vorderen Bayerischen Waldes. Die meisten Wanderer zeigten sich überrascht, dass sie bisher nur wenig mitbekommen haben von diesem sehr sehenswerten und ungewöhnlichen Felsenpark. Besondere Highlights sind extreme Felsenformationen, Höhlen, enge Durchstiege durch Felswände, artenreiche Mischwälder, eine Höhle mit Leuchtmoos und eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt. Viele der Felsenformationen sind mit treffenden Namen wie Froschmaul, Schiefer Stein, Teufelsstein, Himmelsleiter, Herzbeutelgässchen, Hohler Stein, steinernes Gässchen oder Schanzl gekennzeichnet.

 

Als Abschluss dieser Rundwanderung wurde noch der Turm der Burg Falkenstein erklommen. Von dort hatte man einen wunderbaren Rundblick über den Falkensteiner Vorwald und den Bergen des Oberen Bayerischen Waldes wie dem Hohen Bogen, Kaitersberg oder Arber.

 

Die Burg, die sich seit 1976 im Besitz der Markt Falkenstein befindet, wird inzwischen vielfältig genutzt, wie zum Beispiel als Museum, Festspielort, Burggaststätte und Standesamt. So werden die Burgfestspiele vom 25. Juni bis 23. Juli dieses Jahres ein Stück aus der französischen Revolution mit dem Titel „Die Erfindung der Freiheit“ oder „Kann denn Fliegen Sünde sein?“ aufgeführt.

 

Den Abschluss bildete noch ein Abstecher zu der etwa 2 km westlich gelegenen Kirche in Marienstein. Diese befindet sich sehr exponiert auf einem Granitkegel über dem Perlbachtal. 99 Granitstufen führen hinauf zu dieser Kirche, die Petrus und Paulus geweiht ist. Dieser Ort hatte auch in der Vorzeit schon eine magische Bedeutung. In der Kirche wurde ein früherer heidnischer Brauch integriert. Durch einen „Abstreifstein“ konnte sich der Besucher von der Mühsal und Last des Alltages befreien. Dabei handelt es sich um eine enge Felsspalte zwischen der Kirche und dem angrenzenden Granitkegel, durch den man sich hindurchzwängen musste. Bei „gewichtigen“ Personen bestand durchaus die Gefahr, dass man dabei stecken blieb. Die Kirche, die heute zur Pfarrei Falkenstein gehört, wird auch als Marienwallfahrtsort und beliebter Ort zum Heiraten genutzt.

Zum Schluss bedankte sich Gisela Schedlbauer noch bei beiden Wanderführern und wies auf die nächsten Vereinstermine hin.

 

Foto: Frühjahrswanderung sitzend li. Konrad Bielmeier und re. Josef Ettl 

Foto zu Meldung: Die Gartler unterwegs im Falkensteiner Vorwald

Die Gartler banden fleißig Palmbuschen

(09.04.2011)

Moosbach. Der Verein für Gartenbau und Landespflege hat am Samstag im Gemeinschaftsraum der ehemaligen Schule sage und schreibe 135 Palmbüschel gebunden, die am kommenden Sonntag von Pfarrer Josef Drexler bei der Palmprozession geweiht werden.

 

13 Frauen sind der Einladung der Vorsitzenden Gisela Schedlbauer gefolgt, die in verhältnismäßig kurzer Zeit einen ganzen „Schwung“ von bunten Buschen gezaubert haben, für die man bereits Tage zuvor eine Menge Materialien gesammelt hatte.

 

Die Exemplare wurden dann vor und nach dem Gottesdienst am Samstag und Sonntag durch ein kleines Endgeld an den „Mann“ gebracht. Kurzentschlossene, die am Palmsonntag immer noch keine „Palmgerte“ haben, können am Samstag und Sonntag vor dem Gottesdienst noch welche erwerben.

 

Nach dem Palmbüschelbinden war natürlich aufräumen angesagt und dann ließen sich die fleißigen Frauen einen duftenden Kaffee mit Kuchen gehörig munden.

 

Foto: Beim Binden im Gemeinschaftsraum

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Die Gartler zogen Bilanz - 4 Neuzugänge

(02.04.2011)

Viele Aktionen bestimmte das Vereinsleben – Jahresplanung und Rückblick mit Bildern

 

Moosbach. Wenn es auch keine überwältigende Zahlen sind, so konnte der Verein für Gartenbau- und Landespflege im letzten Jahr wieder vier Neuzugänge verbuchen, so dass der Verein bei drei Ausgeschiedenen und einem Todesfall insgesamt immer noch 115 Mitglieder zählt. Diese erfreuliche Tatsache kam bei der Generalversammlung am Samstag zu Tage, als man von den vielen Aktivitäten in Wort und Bild berichtete und das Jahresprogramm für das anstehende Vereinsjahr vorstellte.

 

Vorausgegangen war ein Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder in der Pfarrkirche, den Pfarrer Josef Drexler zelebrierte. In der anschließenden Jahreshauptversammlung konnte die Vorsitzende Gisela Schedlbauer im Gasthaus Freund gut 30 Personen begrüßen. Ein Willkommensgruß galt Pfarrer Josef Drexler, bei dem sie sich für den Gottesdienst und dem Gedenken der verstorbenen Mitglieder bedankte. Sie begrüßte auch den bewährten Wanderführer Josef Ettl und unentbehrliche treue Seele des Vereins sowie die neue Leiterin der Kindertanzgruppe Karin Stängl und bat im Anschluss um eine Gedenkminute für das erst kürzlich verstorbenen Mitglieds Alfred Höcherl.

 

In ihrem umfangreichen Rückblick vom vergangenen Vereinsjahr erinnerte die Schriftführerin Christl Buerschaper an die Frühjahrswanderung mit Josef Ettl, der es wie keine anderer versteht, auf die Reize der Natur aufmerksam zu machen. Er war ebenfalls Führer bei einer naturkundlichen Wanderung für Kinder. Zu den Highlights zählten der Tag der offenen Gartentür bei der Familie Kappl, der Vereinsausflug zur Landesgartenschau nach Rosenheim sowie das Sommerfest mit der Kindertanzgruppe. Eine Reihe verschiedener Vereinsfeste im Gemeindebereich wurden besucht und die Besichtigung des Bibelgartens in Schweinhütt organisiert. Schließlich wurden verschiedene Pflanzaktion im kirchlichen Bereich getätigt und interessante Vorträge angeboten unter anderem über die Verbesserung von Bodenfruchtbarkeit, das Thema Rosen und über Sterbebegleitung.

 

Im letzten Vereinsjahr wurden 14 Mitgliedern zum runden Geburtstag gratuliert, berichtete Buerschaper weiter und gab namentlich die vier Neuzugänge bekannt: Stefanie Daiminger, Michael Dötzlhofer, Karin Stengl und Franz Xaver Klingl, die in den Verein aufgenommen wurden. Zum Schluss bedankte sich die Schriftführerin bei allen Mitgliedern und Förderern sowie bei Pfarrer Drexler für die Unterstützung. Einen besonderes Dankeschön richtete sie an die Vorsitzende Gisela Schedlbauer und sprach ein Laudatio für Josef Ettl aus, der dem Verein stets mit Rat und Tat zur Seite steht.

 

Von den Finanzen des Vereins berichtete die Schatzmeisterin Marianne Schreiner. Elfriede Haberl und Christine Schedlbauer hatten die Kasse geprüft und sie im vorbildlichen Zustand vorgefunden, so dass der Kassenwartung Entlastung erteilt wurde. Im Allgemeinen wurde festgestellt, dass trotz einiger finanzieller Hürden ein leichtes Plus im Haushalt erreicht wurde.

 

Anschließend gab Gisela Schedlbauer einen Überblick über einzelne Programmpunkte für das kommende Vereinsjahr. Als nächstes ist für Samstag, 9. April wieder ein Palmbüschelbinden um 13.00 Uhr im Gemeinschaftsraum des Vereins geplant, wobei sie um rege Beteiligung bat. Dies gilt auch für anstehende notwendige Pflegearbeiten im Pfarrgarten.

Weitere Termine sind: die Einweihung des Feuerwehrhauses vom 13.-15. Mai, Frühjahrswanderung mit Josef Ettl am 22. Mai, 60 jähriges Gründungsfest der Edelweißschützen vom 3. - 5. Juni, Sportlerfest des SV Moosbach vom 9.-10. Juli. Am 17. Juli wird der herkömmliche Kaffeenachmittag organisiert und auch das 100-jährige Gründungsfest des Handwerkervereins vom 29.-31. Juli steht an. Das zweite Halbjahr ist gespickt mit einem Ferienprogramm, Herbstwanderung, Pflegemaßnahmen im Pfarrgarten sowie einer Weihnachtsfeier und der Besuch der Waldweihnacht in Schweinhütt.

 

Der Vereinsausflug ist dieses Jahr an einem Sonntag und zwar am 14. August eingeplant. Die Mehrheit hatte sich für eine Fahrt zur Walhalla, nach Abensberg (Hundertwasserturm) und nach Wiesent (Nepaltempel) ausgesprochen. Auch am Kreislehrgartenfest in Patersdorf am 16. Oktober wird sich der Verein beteiligen.

Außerdem ist der Gartenbauverein vom Nachbarverein Rattenberg gebeten worden, im Jahr 2012 für deren 100-jähriges Gründungsfest die Patenschaft zu übernehmen. Dies wird den Verein vor neue Herausforderungen stellen, wird aber auch als Ehre gesehen, die Patenschaft zu übernehmen.

 

Zum Abschluss gab Vereinsmitglied Josef Ettl mit einer PowerPoint Präsentation noch einmal einen Rückblick anhand von herrlichen Bildern. Als Nachtrag zu seinem Vortrag am 15. Februar verwies er auf die Notwendigkeit, auch die Gartenböden auf den Nährstoffgehalt untersuchen zu lassen. Deshalb ist für den Herbst eine Bodenuntersuchungsaktion geplant. Im Laufe des Winters sollte dann eine Aufklärungsversammlung erfolgen, in der anhand der Ergebnisse Beratungsempfehlungen zur Düngung gegeben werden. Außerdem gab er noch Hinweise zu den geplanten Wanderungen in diesem Jahr. Die Frühjahrswanderung am 22. Mai geht diesmal nach Falkenstein und zum Naturschutzgebiet Höllbachtal bei Brennberg. Nach dem die Herbstwanderung im letzten Jahr unter sehr ungünstigen Witterungsbedingungen stattgefunden hat, wird diese am 18. September wiederholt. Ziel ist wieder der Goldsteig-Wanderweg über Schareben, Heugstatt, Enzian und kleinen Arber.

 

Zum Schluss bedankte sich die Vorsitzende Gisela Schedlbauer auch noch bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die im Hintergrund mitarbeiten, ohne dass deren Leistung entsprechend gewürdigt wird. Ohne sie wäre ein funktionierendes Vereinswesen nicht möglich.

 

Foto: Vorsitzende Gisela Schedlbauer bei ihrem Vortrag – bitte die linke Frau (Buerschaper) wegschneiden.

Foto zu Meldung: Die Gartler zogen Bilanz - 4 Neuzugänge

„Alte Rosen – ein Gewinn für jeden Garten“

(11.03.2011)

Claudia Wolf informierte beim Gartenbauverein über die Königin der Blumen

 

Moosbach. „Alte Rosen“ ist kein Zeit- sondern ein Stilbegriff, der mit der Historie bestimmter Rosenklassen zu tun hat. Über diesen Begriff klärte am Freitag Abend die Referentin Claudia Wolf beim Vortragsabend des Gartenbauvereins die Zuhörer auf, die sich darunter sicher einen Rosenstrauch vorstellten, der in ihrem Garten schon lange das „Gnadenbrot“ bekommt?

 

Im Gasthaus Freund hieß die Vorsitzende Gisela Schedlbauer neben der Referentin aus Regen-Pfistermühle auch ca. 25 Mitglieder willkommen, die alle gespannt waren auf die PowerPoint -Präsentation von der „Woid-Roserl“ über das Thema „Alte Rosen – ein Gewinn für jeden Garten“ und sie kamen bei dem mind. zweistündigen Vortrag voll auf ihre Kosten.

 

Will man die Geschichte der Rose ergründen, muss man sehr weit zurückgreifen, als Paläontologen Versteinerungen in Kreta fanden, die zwischen 1700 -2000 v.Chr. entstanden. Dann erfuhren die Zuhörer, dass in Europa im Hochmittelalter die ersten Gartenrosen aus wilden Rosen kultiviert wurden und es bereits im 14. Jahrhundert einige klar unterscheidbare Rosengruppen gab. Sie wurden von Botanikern gezüchtet oder entstanden aus Naturhybriden. Es kam auch vor, dass die Rosen von Reisenden ins Land gebracht wurden, wie zum Beispiel Josephine de Beauharnais aus Malmaison, Gattin von Napoleon. Als sie 1814 verstarb, umfasste ihre Rosensammlung 250 Arten.

 

Die alten Rosen waren bis zum Ende des 18. Jahrhundert bis auf wenige Ausnahmen nur Einmal-Blüher. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden neue Rosenklassen, die eine zweite Blüte im Spätsommer zeigten.

Anschließend zeigte Claudia Wolf, deren Hobby zur Leidenschaft geworden ist, an Hand ihres Laptop eine Reihe von alten Gartenrosen und erklärte dazu unter anderem ihre Eigenschaften, Wuchshöhe, Herkunft oder Farbe.

 

Zu ihnen zählen: die Gallica-Rose, als Apothekerrose bekannt, die Urmutter der europäischen Gartenrose, Alba-Rosen, eine beliebte Zierpflanze mit wunderbarem Duft, Damaszener- und Zentifolien-Rosen – alles winterharte robuste Sträucher.

Zu ihnen gehören auch Moosrosen und die Chinarose, die Rosa x Rugosa, sogenannte Autobahnrose, weil sie so robust und salzverträglich ist, die Portlandrose mit starkem Duft, öfterblühend und gut frosthart und schließlich die Bourbonrosen, die zwar in Frosthärte sehr unterschiedlich ist, doch sie zeichnet sich als wuchskräftige Sorte aus und lässt sich als Kletterrose ziehen.

 

Bei der Pflanzung ist es wichtig, sich für eine gute Sorte zu entscheiden. Die Auswahl sei das A + O, sagt die Gärtnerin. Rosen sind Tiefwurzler, darum sollte das Pflanzloch mind. 40 cm tief sein. Die Veredelungsstelle muss mind. Handbreit unter der Erdoberfläche sein und den Aushub sollte man am besten mit Naturstoffen düngen, wie Gesteinsmehl oder Hornspäne. Bei Frühjahr-Pflanzung sei eine gute Bewässerung angebracht und Anhäufeln.

Im Frühjahr muss man den Rosen das kaputte Holz ausschneiden und wenn nötig nach der Blüte in Form schneiden. Düngen ist dabei nicht unbedingt erforderlich.

 

Dann sprach die Rosenexpertin noch verschiedene Schädlinge und Frostschäden an und erklärte, dass eine Mischkultur (nicht lauter Rosen) im Garten für gesunde Pflanzen sorgt. Schließlich stellte sie in ihrem lehrreichen Vortrag einige Argumente für Alte Rosen heraus. Als Vorteil nannte sie ihre Frosthärte, sie sind robust, stark duftend und lassen sich alle miteinander kombinieren. Dabei gibt es Sorten, die nur 60 bis 70 Zentimeter hoch wachsen, andere Arten werden bis zu zwei Meter hoch. Sie bevorzugen zwar meist halbtrockene sonnige Beete oder auch Kübel, jedoch gedeihen die meisten Sorten auch an schattigen Plätzen.

 

Zum Schluss zeigte Claudia Wolf Gartenimpressionen durch ihren herrlichen Garten, inzwischen 400 Rosenstöcke beherbergt und lud zu einem Besuch in ihrem mittlerweile über 4000 qm großes Gartenparadies ein, wo sich der Besucher auch von der einzigartigen Naturlandschaft verzaubern lassen kann.

 

Die Zuhörer waren beeindruckt vom umfangreichen Wissen der Referentin, aus deren Worten man die Begeisterung für die alten Rosen heraushörte. Mit vielen Fragen wurde Claudia Wolf noch konfrontiert und Gisela Schedlbauer bedankte sich für den interessanten Vortrag mit einem kleinen Präsent.

Foto: Gisela Schedlbauer und Claudia Wolf 2 – der sog. „Weiße Garten“ wurde nach einer Englandreise konzipiert. (das Herzstück mit dem weißen Pavillon aus Holz in Claudia Wolf´s Garten)

Foto zu Meldung: „Alte Rosen – ein Gewinn für jeden Garten“

Vom gesunden Boden zu gesunden Pflanzen

(16.02.2011)

Vom gesunden Boden zu gesunden Pflanzen

Josef Ettl lieferte interessante Tips zur Bodenfruchtbarkeit

 

Moosbach. Rein Gärtnerisch gesehen, waren wir im Winterschlaf, doch es dauert nicht mehr lange, bis wir das Frühbeet herrichten und hier ist der Boden das A und O, meinte die Gartenbauvorsitzende Gisela Schedlbauer bei der Begrüßung der 30 Zuhörer, die zu dem interessanten Vortrag ins Gasthaus Kerscher gekommen waren, wo das kompetente Gartenbaumitglied Josef Ettl viel Wissenswertes für eine fruchtbare Gartenkultur vermittelte.

 

Vieles liegt in unserer Hand sagte Josef Ettl, in seinem Vortrag beim Verein für Gartenbau- und Landespflege, als er auf viele Möglichkeiten einging, wie ein Gartler die Bodenfruchtbarkeit seines Gartens erhalten bzw. verbessern kann.

 

Voraussetzung dabei ist aber, dass die grundlegenden Zusammenhänge bekannt sind. Im Gegensatz zu den Böden im Straubinger Gäu sind die Böden des Bayerischen Waldes deutlich nährstoffärmer. So fehlt es den Böden vor allem an Kalk, Magnesium und Phosphor. Außerdem sind die Böden, bedingt durch den höheren Sandanteil auch häufig humusärmer. Diese großen Unterschiede können aber durch eine gezielte Bewirtschaftung ausgeglichen werden, erklärte der Referent. So ist der Ertrag eines Gartens heute innerhalb Bayerns weniger vom Boden oder Klima abhängig, sondern vom Wissen und Können des Gärtners, behauptet der Fachmann.

 

Basis unserer Bodenbildung im Bayerischen Wald ist saures Urgestein aus Granit und Gneis. Daraus entwickelten sich durch die Verwitterung im Laufe von Jahrtausenden mehr oder weniger tiefgründige Böden. So dauert es ungefähr 100 Jahre, bis sich auf Granit ein Boden von einem Zentimeter entwickelt. Auf hängigem Gelände kann die Erosion aber sehr schnell diesen neu gebildeten Böden wegschwemmen und in Tallagen ablagern. Aus Feldspat, Quarz und Glimmer entwickeln sich in unserm Gebiet meist leichtere Bodenarten, wie lehmiger Sand oder sandiger Lehm. Die daraus entwickelten Bodentypen sind häufig leichtere Braunerden, die, wenn sie nicht richtig bewirtschaftet werden, schnell altern, behauptet Ettl.

 

Auch die Böden unterliegen, wie alles in der Natur einem Alterungsprozess. Aus anfangs flachgründigen Böden entwickeln sich tiefgründigere Braunerden, Parabraunerden, Pseudogley-Böden und zum Schluss Podsolböden. Diese Alterung der Böden hat ihre Hauptsache in der Verlagerung von Tonmineralen in den Unterboden,  infolge Versauerung der Böden. Kalk im Boden verbindet Humus und Tonminerale zu einem stabilen Krümelgefüge. Leider wird der Kalk im Laufe von Jahren ausgewaschen und das stabile Krümel- gefüge zerfällt. Für jeden Bodenbesitzer ist es deshalb notwendig, durch gezielte Kalkdüngung diesen Verlust auszugleichen. Da im Bayerischen Wald die Böden überwiegend leichter sind, ist eine Anwendung von kohlensaurem Magnesiumkalk die richtige Wahl, der jeder Zeit ausgebracht werden kann. Hilfreich sei dabei eine Bodenuntersuchung, um aufzuzeigen, welche Kalkmengen notwendig sind. So wurde angeregt, für die Mitglieder des Gartenbauvereins die Möglichkeit einer Bodenuntersuchung in einer der nächsten Veranstaltungen anzubieten. Dies ist auch wichtig, um zusätzlich einen Überblick über andere Nährstoffe zu haben.

 

Neben der Nährstoffversorgung ist die Versorgung unserer Böden mit Humus sehr wichtig, erläuterte Ettl weiter. Humus kann als Dauerhumus Wasser und Nährstoffe binden, oder aber als Nährhumus die enorme Vielfalt der Lebewesen im Boden mit Nahrung zu versorgen. In einer Hand guter Gartenerde sind etwa sechs bis sieben Milliarden Lebewesen in Form von Pilzen, Bakterien, Regenwürmern usw. zu finden, die ausreichend mit Nahrung versorgt werden müssen, betonte der Referent. Eine gezielte Zufuhr von Kompost ist hier von großer Bedeutung. Hierin liegt der Schlüssel zur Ertragsfähigkeit der Böden. Damit diese Lebewesen auch aktiv sein können, benötigen sie einen ausreichenden durchlüfteten Boden. Dies ist der Grund, warum stärker verdichtete Böden im Herbst auch umgestochen werden sollten. Je leichter die Böden aber sind, umso mehr kann auf ein Umstechen verzichtet werden. Das Umstechen bringt aber auch den Vorteil, dass beispielsweise Kompost in den Boden eingemischt werden kann. Dabei werden auch auf der Bodenoberfläche liegende Krankheitserreger, Unkrausamen usw. nach unten verlagert und zum teil abgetötet. Dieser hygienische Effekt darf besonders in intensiv genutzten Gärten nicht vernachlässigt werden.

 

Eine Zufuhr von Boden und Pflanzenhilfsstoffen wie Bakterienkultur, Kräutermischungen oder Tonmineralien hat in vielen Exaktversuchen meist nicht die gewünschte Wirkung gebracht, wusste Ettl. Eine gezielte Zufuhr von Kompost oder Mineraldüngern war in den Versuchen durchaus effektiver. Leider kann jeder Pflanzen- und Pflanzenhilfsstoffe auf den Markt bringen, ohne dass er die Wirksamkeit seiner Präparate nachweisen muss.

 

Zum Schluss betonte der Referent, dass die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit eine grundlegende Bedeutung für unsere Menschheit hat. Wir leben alle von den Erträgen des Oberbodens, der von jedermann erhalten und geschont werden muss. Außerdem ist eine Bewirtschaftung des Bodens viel mehr als nur Produktionsraum von Lebensmittel. Der Boden stellt die Grundlage für die gesamte Tier- und Pflanzenwelt dar und ist zudem Erneuerungsraum für unser Grundwasser, Erholungsraum und Heimat für uns Menschen. Wie verantwortungslose Menschen immer wieder mit dem Boden umgegangen sind, zeigt ein Blick in die Karstgebiete des Mittelmeerraumes. Hier werden die damals bestehenden Wälder abgeholzt, ohne Rücksicht  auf den Boden zu nehmen. Eine geschlossene Pflanzendecke stellt immer den besten Schutz für den Boden dar, ist der Boden dieses Schutzes beraubt, kann er infolge von Erosion verloren gehen. Gerade die Gebiete um das Mittelmeer zeigen deutlich, dass ein Zeitraum von etwa 2000 Jahren nicht ausgereicht hat, dass sich wieder intakte Böden mit einer geschlossenen Pflanzdecke entwickeln konnten.

 

Anschließend wurden noch viele Fragen angesprochen und Gisela Schedlbauer meine: „Wir sind froh, dass wir dich haben, denn du gibst so viel Wissen weiter“ und dankte im Namen der Zuhörer Josef Ettl für seinen informativen Vortrag mit einem kleinen Präsent.

 

Nächster Termin: 11. März um 19.30 Uhr im Gasthaus Freund Vortrag von der „Waldroserl“.

 

Foto: Josef Ettl und Gisela Schedlbauer

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Gut besuchter Vortragsabend zur Sterbebegleitung und Patientenverfügung

(12.11.2010)

Wünsche und Bedürfnisse der Sterbenden werden im Mittelpunkt gestellt

 

Moosbach. Nichts verdrängen die Menschen so sehr wie den Tod. Hilflosigkeit, Angst und Sprachlosigkeit bestimmen den Umgang mit Sterbenden und deren Angehörigen. Als Gegenbewegung hat sich die Hospizarbeit weltweit etabliert. Er betrachtet das Sterben als Teil des Lebens, das weder verkürzt noch künstlich verlängert werden soll

.

Zu diesem Vortragsthema der Sterbebegleitung hatte der Verein für Gartenbau- und Landespflege am Freitag ins Gasthaus Kerscher eingeladen, zu dem die Vorsitzende Gisela Schedlbauer gut 35 Interessierte begrüßen konnte und hieß dazu die beiden Referentinnen Corola Pätzold und Christa Frank sowie den Referenten Klaus Zeising vom Hospiz-Verein Viechtach e.V. ganz herzlich willkommen.

 

In ihrer Einführung verwies die Vorsitzende auf Verbindungen vom Gartenbauverein zum Hospiz-Verein, denn im Garten kann man auch das Wachsen und Vergehen beobachten. So ist das Sterben ein fester Bestandteil der Natur und man müsse sich über kurz oder lang dieser Tatsache stellen.

 

Der Hospiz-Verein ist ein gemeinnütziger Verein, der seine Hilfe kostenfrei und ehrenamtlich anbietet. Er verfolgt eine lebensbejahende Grundhaltung und schließt eine aktive Sterbehilfe aus, vielmehr ist es sein Ziel, dass der Kranke möglichst ohne Beschwerden bis zuletzt leben kann, umsorgt von Familie, Freunden und Betreuern. Dabei wurde von den beiden Referentinnen klargestellt, dass es bei der Arbeit um Sterbebegleitung geht, aber dass keinerlei Pflegearbeiten übernommen werden. Sie stellen demnach keinen Ersatz für Krankenschwestern und Pfleger dar. Die Zeit des Sterbens ist nicht mehr eine Zeit der Verordnungen, vielmehr eine Zeit des Wünschens. Es ist eine Zeit, in der noch etwas Wichtiges erledigt werden kann, was im Leben zu kurz gekommen ist. Dabei können die Helfer auch zu wichtigen Gesprächspartnern werden, bei denen die Angehörigen ihr Herz ausschütten können. Die Wünsche, Bedürfnisse und Nöte todkranker Menschen und ihrer Angehöriger stehen demnach im Mittelpunkt, so die Referentinnen. Deshalb kann keine allgemeine Anleitung gegeben werden, da jeder Fall anders ist. Entscheidend für die Arbeit des Hospiz-Teams ist die gemeinsame Grundhaltung: Jeder Mensch ist wertvoll, unabhängig von irgendwelchen Äußerlichkeiten oder inneren Einstellungen.

 

Von der Hospiz-Bewegung in Deutschland berichtete die Referentin, dass seit den 80er Jahren in Krankenhäusern integrierte stationäre Palliativ-Stationen entstanden. Inzwischen gibt es weit über 100 Stationen deutschlandweit. Leider ist die Finanzierung solcher Einrichtungen immer noch mehr als problematisch. Der Gesetzgeber hat zwar festgelegt, dass die Kassen Hospizarbeit unterstützen müssen. Leider kommen kleine ambulante Vereine wie Viechtach nicht in Genuss von öffentlichen Fördergeldern, so die Referentin.

 

Die Sprecherinnen machten auch deutlich, dass diese Sterbebegleitung nur durch ausgebildete sachkundige Personen erfolgt. Eine Ausbildung erstreckt sich auf vier Wochenenden über das Jahr verteilt, 20 Stunden Praktikum und der Besuch verschiedener Vorträge. In mehr als 1500 ambulanten Hospiz-Diensten engagieren sich weit über 80.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Helfer kommen aus verschiedenen Berufen, die an die Schweigepflicht gebunden sind. In Viechtach sind es 69 Mitglieder, die sich als Helfer engagieren. 

 

Die Hospizhelfer, die gerufen werden müssen, kommen ins Haus, arbeiten in Tagesstätten, Pflege- und Altenheimen oder aber auch in Krankenhäusern und Hospizhäusern. Es bedeutet das gleichberechtigte Zusammenwirken von Ärzten, Schwestern und Pflegern, Seelsorgern, Sozialpädagogen und weiteren therapeutischen Diensten. Schließlich machten die Referentinnen auch deutlich, dass in eigener, vertrauter Umgebung bis zuletzt zu leben, der Wunsch vieler Menschen ist. Hier müssen Möglichkeiten geschaffen und Hilfen angeboten werden, so die erste Vorsitzende Carola Pätzold und Christa Frank, Einsatzleiterin beim Viechtachr Hospiz.

 

Im zweiten Teil des Abends ging Klaus Zeising, Betreuungsrichter und 2. Vorsitzender des Hospiz-Vereins auf die Patientenverfügung ein. Er erzählte den Zuhörern, dass es seit letztem Jahr eine neue bundesweit einheitliche Regelung gibt, so dass der rechtliche Rahmen klarer definiert ist. Zur Patientenverfügung machte Zeising den Zuhörern deutlich, dass jeder rechtzeitig diese abschließen sollte, so lange er sich noch im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten befindet. Privatpersonen seien oft überfordert, eine sachlich zutreffende Verfügung abzufassen, denn es sind dabei einige Dinge zu beachten. Deshalb kann es zum Vorteil sein, sich Hilfe von fachkundigen Personen wie Ärzten oder Juristen einzuholen. Aber auch über das Internet gibt es eine Reihe von Hilfen.

So werden alleine über das Internet 180 verschiedene Formulare zum Herunterladen angeboten. Auch das Bayerische Staatsministerium für Justiz bietet beispielsweise über Buchhandlungen oder über das Ministerium für 3.90 € eine sehr gut geeignete Broschüre zur Patientenverfügung an.

 

Zeising stelle in seinem Vortrag auch heraus, dass eine Patientenverfügung den Angehörigen wie den Ärzten die Last der Entscheidung abnehmen kann. Eine Verfügung sollte aber auch von Zeit zu Zeit wieder aktualisiert werden, da sich die Rahmenbedingen immer wieder ändern.

 

Nach einer lebhaften Diskussion dankte Gisela Schedlbauer zum Schluss den drei Referenten für die aufschlussreichen Ausführungen und überreichte ihnen eine Spende für den Hospiz-Verein. Sie wies noch auf die nächste Veranstaltung des Vereins hin, nämlich auf die Weihnachtsfeier am 3. Dezember 2010, zu der sie alle herzlich einlud.

 

Foto: von li. Carola Pätzold, Christa Frank, Klaus Zeising und Gisela Schedlbauer

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Herbstwanderung der Gartler

(26.09.2010)

Bayerwaldgipfel sind auch bei herbstlichen Temperaturen interessant

 

Moosbach. Ein ganz besonderes Highlight im Jahresprogramm des Vereins für Gartenbau- und Landespflege  sind die Frühjahrs- und Herbstwanderung, die das Vereinsmitglied Josef Ettl stets organisiert und die Teilnehmer bei einer  in einzigartiger Weise  auf alle Reize der Natur aufmerksam macht.

 

Trotz nebliger Witterung konnte am Sonntag der stellvertretende Vorsitzende Erich Achatz 16 Teilnehmer zur Herbstwanderung begrüßen. Wegen des schlechten Wetters wurden wohl viele von der Wanderung  abgehalten, es zeigte sich aber, dass es sich vor allem die begeisterten Wanderfreunde nicht abschrecken ließen. Hier galt das Motto „Es gibt kein schlechtes Wanderwetter, höchstens eine ungeeignete Kleidung“.

Je länger die Wanderung dauerte, umso besser wurde wider Erwarten das Wetter. Es gab während der gesamten Wanderung keinen Regen, leider war aber die Aussicht auf dem Panoramaweg sehr eingeschränkt. Zum Schluss gab es sogar noch Sonnenschein.

 

Die Wanderung ging diesmal von Schareben aus über die drei Bayerwaldgipfel Heugstatt (1261 m NN), Enzian (1285 m NN) und Kleinen Arber (1384m NN). Zur Mittagszeit kehrten die Gartler in der Chamer Hütte am Fuße des Kleinen Arber ein. Nachdem sich alle aufgewärmt und gestärkt hatten, ging es auf einen weiteren Panoramaweg zurück nach Schareben. Die Wanderstrecke betrug etwa 14 km, wobei die Höhenmeter über die drei Tausender noch dazu kamen. Während der Wanderung gab Josef Ettl Erklärungen zur Natur und interessanten Dingen am Wegesrand.

 

Der Goldsteig-Wanderweg auf den Gipfel des Bayerwaldes führt vom Kaitersberg über den Mittagsstein Riedelstein bis zum Großen Arber. Man überschreitet auf der ganzen Strecke 12 Berggipfel mit einer Höhe über 1000 m. Ab dem Heugstatt bis zum kleinen Arber sind diese Berggipfel weitgehend entwaldet.  Grund für diese kahlen Flächen war im Januar 2007 der Orkan Kyrill. Dabei wurden auf dieser Höhe etwa 150 000 Festmeter umgelegt. Es waren vor allem zwei Gründe, die in dieser Höhe zu einem solch katastrophalen Windwurf führten. Zum einen kommt auf dieser Höhe die Fichte natürlicherweise flächendeckend vor. Die Fichte als Flachwurzler konnte diesem Sturm nicht soviel entgegensetzten. Zum anderen spielte auch die spezielle Bodenzusammensetzung in diesem Gebiet eine große Rolle. Als Relikt der Eiszeit bildeten sich in dieser Höhe Firneisgrundschuttböden, die sehr verdichtet sind, so dass die Waldbäume weniger Halt fanden.

 

Auf diesen Windwurfflächen haben sich inzwischen viele niedrige Sträucher wie die Heidelbeeren breit gemacht. Davon profitiert beispielsweise auch das Auerwild, dass diese Pflanzen als Nahrungsquelle nutzen kann. Dem Wanderer bietet dieser Panoramaweg eine herrliche Aussicht in die nahe und weitere Umgebung. Bei Föhn sind selbst die Alpen sichtbar. Auf diesem Höhenweg sind auch viele Pflanzen zu finden, wie den Fingerhut oder den Eisenhut. Nur ein Enzian ist derzeit auf dem Berg Enzian nicht mehr zu finden. Deshalb ist für nächstes Jahr eine Wiederansiedlung des Panonischen Enzian geplant.

 

Die Wanderung führte auch vorbei an einer Reihe von Schachten, den Hochalmen des Bayerischen Waldes. Durch die ehrenamtlichen Tätigkeiten von Naturschutzverbänden und dem Bayerwaldverein werden diese vor dem Zuwachsen bewahrt. Diese Schachten haben sowohl kulturhistorische Bedeutung, sind aber auch eine Bereicherung für die Natur und den Tourismus, so dass dieses Engagement sehr zu loben ist.

 

Zum Schluss bedankte sich Erich Achatz sehr herzlich bei Josef Ettl für diese interessante Wanderung und die vielen Hinweise währen dieser Tagestour. 

Foto zu Meldung: Herbstwanderung der Gartler

Neuen Bibelgarten in Schweinhütt besichtigt

(18.08.2010)

Von der sachkundigen Führung beeindruckt

 

Moosbach. Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Prackenbach und des Vereins für Gartenbau und Landespflege, der diese Fahrt organisierte, wurde für alle Interessenten diese Bildungsreise angeboten. Die Vorsitzende des Gartenbauvereins Gisela Schedlbauer konnte dazu 35 Teilnehmer begrüßen. Leider war die Zahl der Kinder und Jugendlichen, für die vorrangig dieses Ferienprogramm initiiert wurde, gering. Schuld daran mag auch das Regenwetter gewesen sein, welches eine stärkere Teilnahme verhinderte.

 

In Schweinhütt wurde die Gruppe von zwei erfahrenen Führerinnen erwartet, die nähere Erläuterungen zu den verschiedenen Objekten gaben. Friedericke Köppl und Rose Pichler übernahmen jeweils eine Gruppe und standen auch Rede und Antwort zu den verschiedenen Fragen.

Sie erzählten, dass der Bibelgarten im Juli 2010 nach einer dreijährigen Bauzeit eingeweiht wurde. Um die im Mai 1963 eingeweihte neue Kirche wurde auf ehrenamtlicher Basis auf einem Wiesengrundstück dieser ansprechende Garten erstellt. Dazu waren gut 3000 Arbeitsstunden erforderlich. Die enormen Erd- und Steinbewegungen wurden durch die Leute aus dem Dorf selbst erledigt.

 

Das Ergebnis war ein sehenswerter Bibelarten, in dem in 25 Stationen wichtige Gegebenheiten aus dem alten und neuen Testament dargestellt werden. Die Bepflanzung des Gartens ist auf die Bibel und das Heilige Land abgestimmt. So werden in der Bibel 110 Pflanzen erwähnt, von denen ein Großteil im Bibelgarten in den passenden Stationen angepflanzt wurde. So gibt es Weinstöcke, einen Ölbaum, Zitronen, Feigen, Lavendel, Rosen, Disteln, verschiedene Getreidearten Buchweizen und vieles mehr. Sehr aufwändige Erklärungstafeln aus Glas und Schmiedeeisen geben Hinweise in den verschiedenen Stationen.

 

Der Rundweg beginnt mit dem Eingang zum Paradies, das durch ein üppiges Pflanzenwachstum dargestellt ist. Im alttestamentarischen Bereich wird beispielsweise die Geschichte vom Josef erzählt, der die sieben fetten und sieben mageren Jahre vorausgesagt hat. Auch die Geschichte Moses wurde aufbereitet und dargestellt. Das neue Testament beinhaltet viele Stationen von Jesu, von der Geburt in Bethlehem bis zu seinem Tod am Kreuz dargestellt sind. Es plätschert der Jordan in Richtung des Sees Genezareth, eine lebensgroße Krippe wurde aufgebaut und der Berg Golgota mit dem Kreuz nachgebildet sowie sehr aufwändig die Grabkammer Jesu angelegt. Dieser Bibelgarten kann auch ohne Führung von jedermann besichtigt werden. Mit einer sachkundigen Führung ist es aber leichter, so manche Details in die Geschichte der Bibel einzuordnen.

 

Anschließend statteten die Teilnehmer noch der Pfarrkirche Maria Königin einen Besuch ab und als Ausklang gab es eine Einkehr im Landhotel Mühl in Schweinhütt, wo der Musikkantenwirt einige selbst komponierte und altbekannte Musikstücke darbot. Zum Schluss bedankte sich die Vorsitzende des Gartenbauvereins bei allen und wies darauf hin, dass am Sonntag, 3. Oktober 10 die Herbstwanderung stattfindet. Diese wird aller Voraussicht nach von Schareben bei Arnbruck über den Enzian zum kleinen Arber führen.

Foto zu Meldung: Neuen Bibelgarten in Schweinhütt besichtigt

Kaffeenachmittag beim Gartenbauverein

(01.08.2010)

Ein Riesen Erfolg für den Gartenbauverein und seinen Kaffeenachmittag

Viel Beifall für die flotten Mädels von der Tanzgruppe

 

Moosbach. Zum dritten Mal hatte der Gartenbauverein seinen Kaffeenachmittag auf dem SV Sportgelände organisiert, der nach der großen Resonanz im letzten Jahr auch heuer wieder mit Erfolg gekrönt wurde. Auch das Wetter zeigte sich den ganzen Nachmittag mit eitel Sonnenschein von seiner besten Seite.

 

Vorsitzende Gisela Schedlbauer freute sich über die vielen Gäste, die sich aus der Moosbacher Bevölkerung,  Prackenbach, Altrandsberg und einer großen Gruppe des OGV aus Rattenberg anrückten unter die sich auch Pfarrer Josef Drexler und seine Urlaubsvertretung Pater Josef sowie Bürgermeister Xaver Eckl mit Gattin mischten. 

 

Die Vorsitzende und ihre vielen Helfer hatten an alles gedacht. Sie sorgten nicht nur für das leibliche Wohl mit Kaffee, Kuchen und Schmalzgebäck sowie gegrillten Schmankerln und Getränken, sondern auch für Unterhaltung pur, bei welcher der Auftritt der tanzenden Mädels zum Highlight des Nachmittags zählte. Wollten sie doch wieder einmal ihren Mamas und Papas zeigen, was sie von ihrer Lehrerin Corinna Vogl und deren Nachfolgerin Karin Stengl in den wöchentlichen Tanzstunden wieder alles dazu gelernt hatten.

 

An die 50 Kinder zwischen fünf und 13 Jahren, die altersmäßig in drei Gruppen aufgeteilt waren, wirbelten tanzend und hüpfend Barfuß über den Rasen des Sportplatzes, während aus der Stereoanlage die Titel zum „Schirmtanz“, „Hip-hop“, „Hennah Montana“ oder ein Tanz mit dem Ball erklang und die Zuschauer begeisternd applaudierten.

 

Gisela Schedlbauer lobte die die Mädels für ihren flotten Auftritt und dankte Corinna Vogl und Karin Stengl für ihr Engagement, das man den Kindern stets angedeihen lässt, die mit großem Eifer dabei sind. Dankend überreichte sie den Leiterinnen der Tanzgruppe einen Blumenstrauß und spendierte den Kindern eine Brotzeit.

Für weitere musikalische Unterhaltung sorgte Andrea Penzkofer, die mit ihrer Gitarre und ihrer festen Stimme den ganzen Nachmittag die  Gäste unterhielt, dass sogar manche dazu das Tanzbein schwangen..

 

Mit einer weitere Attraktion des Tages sorgten Renate Hoffmann und Sylvia Eder für eine bunte und reichhaltige Pflanzentombola, bei der jedes Los ein Treffer war. Auch für die Kinder wurde von Sibille und Christine Schedlbauer verschiedene Spiele angeboten, bei denen vor allem beim Wasserschöpfen Geschicklichkeit gefragt war und das den Kindern viel Spaß bereitete.

Zum Schluss waren sich alle einig, dass der Nachmittag bei guter kameradschaftlicher Unterhaltung zum tollen Erlebnis für Jung und Alt wurde, bei dem die Vorsitzende mit ihrem Organisationstalent alle Fäden in der Hand hatte und mit ihrem super fleißigen Team das Fest ohne Probleme schaukelte.

Foto zu Meldung: Kaffeenachmittag beim Gartenbauverein

Die Gartler in der Landesgartenschau in Rosenheim

(17.07.2010)

Von farbenprächtiger Blütenpracht auf 3.400 Quadratmeter begeistert

 

Moosbach. Die Landesgartenschau war heuer das Ziel des Vereinsausfluges des Gartenbauvereins. Und obwohl auf der Hinreise Regenschauer die 40 Teilnehmer ein bisschen schockte und in Rosenheim kurz vor der Abreise sich ein heftiges Gewitter entlud, konnte man den ganzen Nachmittag am vier Kilometer langen Rundgang bei herrlichem Sonnenschein prachtvolle Blumenfelder, fantasievolle Gärten und Skulpturen in Fülle bewundern.

 

Nach einem Zwischenstop in Landshut, wo man sich ein zweites Frühstück gönnte, war man gegen Mittag am Ziel – Eingang Mangfallpark Nord - . Eine riesige Parkfläche von über 3.400 qm öffnete sich, wo sich ein farbenprächtiger Blütenfluss ergießt. Unzählige wechselnde Sommerblumen, Rosen, Ahorne in allen Sorten sowie Gärten mit Holz und Wasser gaben sicher so Manchem einige Inspirationen für sein Zuhause. Staunend verweilten die Besucher auch neben dem kunstvoll konstruierten Baumhaus oder einer getreuen Nachbildung der Arche oder waren fasziniert von der großen Blumenhalle mit den floristischen Ausstellungen.

 

Vier Kilometer lang ist der Rundweg, der die Altstadt und ihre Sehenswürdigkeiten mit dem Gelände der Landesgartenschau verbindet, wo unter anderem Brücken und Stege zu parkartigen Flusslandschaften führen oder viele Besucher sich vom Geraniensteg verzaubern lassen. Am Mangfallpark Süd angekommen, ließen sich viele der Fahrtteilnehmer ein Mittagessen munden und auch die Füße waren dankbar für eine kleine Rast.

 

Weiter ging es vorbei an prachtvollen Blumenfeldern und markanten Skulpturen renommierter Künstler, vorbei an der Städtischen Galerie, am Rathaus bis zum kulturellen Herz der Stadt, dem Ausstellungszentrum Lokschuppen. Neben vielen prachtvollen Gärten wie auch der Riedergarten, der neu gestaltete Apotheker- und Heilkräutergarten sowie dem gärtnerischen Zentrum der Landesgartenschau am Mühlbachbogen bietet die Landesgartenschau viel Erholungsmöglichkeiten und Entspannung sowie Abenteuer und Spaß für Kinder  und nicht zuletzt präsentiert die große Freilichtbühne ein pralles Programm von Klassik bis Pop.

 

Bevor noch die meisten Teilnehmer den Gutschein für eine Orchidee einlösten, ging´s um 17.00 Uhr ab vereinbarten Ausgangspunkt wieder Richtung Heimat und wie auf der Hinfahrt war der Regen ein ständiger Begleiter. Im Rasthaus der Familie Ecker in Hachelstuhl bei Kumhausen genehmigte sich die Reisegesellschaft noch ein Abendessen.

 

Auf der Heimfahrt gab Vorsitzende Gisela Schedlbauer die nächsten Termine bekannt und dankte Hans Bartl für die drei sehr schönen Parkbänke, die er aus dem Holz, das die Theatergruppe zurückließ, erstellte.

Als nächstes stehe das Gründungsfest in Prackenbach an, wo sich der Gartenbauverein mit gelben T-Shirt und schwarzer Hose am Sonntag beteiligt. Treffpunkt ist um 8.30 Uhr bei Auto Lex. Auch beim Gelöbnis am Montag sollte man anwesend sein. Treffpunkt ist um 17,30 Uhr wiederum beim Auto Lex.

Außerdem lud Gisela zum eigenen Kaffeenachmittag am 1. August am Sportplatz ein und bat um Setzlinge für die Blumentombola. Sie sollten am Samstag, 31. Juli zwischen 16.30 und 18.30 im Vereinsheim abgegeben werden oder auch bei Sylvia Eder und Renate Hoffmann. 

Beim nächsten Termin handelt es sich um die Fahrt zur Bibelwanderung mit Führung in Schweinhütt und schließlich ist die Herbstwanderung mit Josef Ettl  für Oktober eingeplant.

 

Der zweite Vorsitzende Erich Achatz bedankte sich zum Schluss bei Gisela Schedlbauer, welche die Reise wieder vortrefflich organisiert hatte, auch bei ihrem Mann, dem stets umsichtigen Busfahrer, der seinerseits die gute Zusammenarbeit der Vorstandschaft lobte.    

Foto zu Meldung: Die Gartler in der Landesgartenschau in Rosenheim


Veranstaltungen

21.05.2017
13:00 Uhr
Frühjahrswanderung
Frühjahrswanderung des Vereins für Gartenbau und Landespflege Moosbach. Treffpunkt: Dorfbrunnen ... [mehr]
 
25.06.2017
10:00 Uhr
Offene Gartentür
Offene Gartentür des Vereins für Gartenbau und Landespflege Moosbach [mehr]
 
30.07.2017
11:00 Uhr
Gartlerfest
Gartlerfest des Vereins für Gartenbau und Landespflege Moosbach beim Sportgelände SV Moosbach. [mehr]
 
12.08.2017
Jahresausflug
Jahresausflug des Vereins für Gartenbau und Landespflege Moosbach, Zeit und Ziel werden noch ... [mehr]
 
03.09.2017
13:00 Uhr
Herbstwanderung
Herbstwanderung des Vereins für Gartenbau und Landespflege. Treffpunkt: Dorfbrunnen Moosbach. [mehr]
 
01.12.2017
19:00 Uhr
Weihnachtsfeier
Weihnachtsfeier des Vereins für Gartenbau und Landespflege beim Gasthaus Freund in Moosbach. [mehr]