Schriftgröße ändern:   
normale Schrift einschalten große Schrift einschalten sehr große Schrift einschalten
Website durchsuchen:
 
Newsletter abonnieren:
 
 

Krieger- und Soldatenverein Moosbach

Vorschaubild

Stefan Obermeier

Viechtacher Str. 12
94267 Prackenbach

Telefon (09944) 2714


Aktuelle Meldungen

Die Herbstkreisversammlung des BSB Kreisverbandes Bad Kötzting war gut besucht

(22.10.2017)

Von 20 Kameradschaften waren 18 anwesend – 202,90 € für Kriegsgräber gesammelt

 

Moosbach/Bad Kötzting. Der BSB 1874 e.V. ist mit 65 000 Mitgliedern, die in etwa 1.100 Ortskameradschaften und vielen Gemeinden Bayerns und darüber hinaus organisiert ist, eine der größten Gemeinschaften ehemaliger Soldaten in Deutschland und eine Interessengemeinschaft Gleichgesinnter.

 

Zu seinen Zusammenkünften zählt unter anderem die Herbstkreisversammlung, zu welcher der Kreisvorsitzende Arthur Biener am Sonntag im Saal des Gasthauses Kerscher neben einer Reihe von Mitgliedern den Ehrengast und stellvertretenden Präsidenten des BSB Horst Embacher sowie Bürgermeister Andreas Eckl und den Vorstand des KuSV Moosbach Stefan Obermeier begrüßen konnte und nach dem Totengedenken alle Mitglieder in die Anwesenheitsliste eintragen ließ. Von 20 Kameradschaften waren 18 anwesend.

 

In ihrem Bericht erwähnte die Kreisreservistensprecherin Sylvia Breu, dass im Rahmen des Privatwaffenschießens der RAG zur Zeit kein Schießen auf der Standortschießanlage Roding stattfindet, da ein verwendungsfähiger Schießbahnwärter aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung steht. Bei Bedarf müsse man auf eine der anerkannten Schießstätten der Kreisgruppe Oberpfalz-Ost ausweichen.

 

In seinem Grußwort hieß der Vorstand des Moosbacher KuSV Stefan Obermeier neben allen Kameraden der Herbstversammlung des BSB Bad Kötzting insbesondere den Kreisvorsitzenden Arthur Biener mit seiner Vorstandschaft herzlich willkommen. Ganz besonders begrüßte er den stellvertretenden Präsidenten des BSB Horst Embacher, Bürgermeister Andreas Eckl.

 

Obermeier stellte anschließend den Verein ab der Gründung des Veteranen- und Kriegervereins Moosbach-Rattenberg vor, der 30 Jahre bestand. Er erzählte von einer ersten Fahnenweihe 1911, wobei nach Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 die Vereinstätigkeit fast zum Erliegen kam. Zu einer Neuorganisation des Vereins kam es 1919 mit 165 Mitgliedern doch nach einem erneuten Erliegen nach Ausbruch des 2. Weltkrieges kam es dann 1953 wieder zu einer Vereinsgründung. Leider ist durch Hochwasser und Dauerregen 1954 die Fahnenweihe ins Wasser gefallen, so dass zum Ausgleich 1959 ein Gründungsfest abgehalten wurde.

Viele Veranstaltungen wurden in den Jahren von 1962 bis 2010 vom Verein organisiert, so die Heimkehrerwallfahrt mit dem Kriegerverein Rattenberg und Altrandsberg, zudem hat sich der Verein als Patenverein in Rattenberg und Prackenbach zur Verfügung gestellt sowie eigene Gründungsfeste und die Einweihung des Kriegerdenkmals gefeiert. Schließlich erwähnte Obermeier, dass der Verein zur Zeit aus 89 Mitgliedern davon 54 Reservisten besteht.

 

Bürgermeister Andreas Eckl hieß alle Ehrengäste und Reservisten von der Kreisgruppe herzlich willkommen, die nach Moosbach gekommen sind und stellte ihnen die Gemeinde Prackenbach mit seinen 64 Ortsteilen und 2700 Einwohnern vor. Er lobte die Moosbacher Krieger und Reservisten, die der Kreisgruppe angehören als ehrenvollen Verein, die zudem vor Ort am Volkstrauertag stets ein würdiges Bild abgeben. Zudem sind sie bei Veranstaltungen stets vor Ort, lobte sie für die großartige Pflege des Kriegerdenkmals und wünschte allen Versammlungsteilnehmern einen schönen Sonntag.

 

In seinem Rückblick erwähnte Arthur Biener, dass man am 22.04. 2017 ein Schießen veranstaltete und eine gute Teilnahme verbuchen konnte. Es wurden Pokale vergeben, doch leider hat kein Gewinner einen Pokal abgeholt. Er berichtete auch von verschiedenen Dienstversammlungen in Miltach, Zenching, Lam und Neukirchen.

 

Ein herzliches Grüß Gott und ein Dankeschön für die Einladung überbrachte auch Horst Embacher den Moosbachern, die auch die Sammlung für die Kriegsgräber übernommen haben. Sein Dank galt auch allen, die sich engagieren, denn nur gemeinsam sind wir stark, bemerkte er. Die Landesverbandsversammlung in der neuen Halle sei gut gelaufen, so der Redner. Ich freue mich immer, wenn ich zu den Versammlungen komme und die Leute sind da. Der Zusammenhalt sei sehr wichtig, gemeinsam miteinander reden, was wir besser machen können, das sei das Allerwichtigste, meinte er.

 

Nachdem die Sammlung für die Kriegsgräber abgeschlossen war, berichtete der Kassenverwalter Egith Amberger über die Finanzen des Kreisverbandes im Jahr 2016/17, das keine großen Bewegungen aufwies. Helmut Baumgartner aus Zandt hatte die Kasse geprüft und in einwandfreiem Zustand vorgefunden.

 

Herr Fischer aus Ottenzell berichtete anschließend über die Überprüfung von Kanonen und Böller. Dazu gäbe es viele Neuerungen. Man muss mit Terminen von einem halben Jahr rechnen und zudem lange Anfahrten in Kauf nehmen. Man müsste evtl. einen stillgelegten Steinbruch finden, wo man die Möglichkeit hat, die Böller und Kanonen überprüfen zu lassen.

 

Im Laufe der Veranstaltung gab Arthur Biener die Veranstaltungen 2018 bekannt: Die Frühjahrsversammlung des BSB am 18. April im Dimpflstadl in Lam, 14.04. nächsten Schießen des Kreisverbandes in Seugehof, 15.05. Versammlung des Landesverbandes in Adelsdorf.

Auf Anregung findet die Kreisversammlung in Zukunft nicht mehr um 9.00 Uhr sondern um 9.30 Uhr statt. Biener berichtete auch von einem erfreulichen Ergebnis von 202,90 € aus der Sammlung für Kriegsgräber und bedankte sich sehr herzlich dafür.

Auch wurde Albert Maller als neuer Vorstand für Neukirchen Hl. Blut vorgestellt.

 

Schriftführer Hans Liebl gab zum Schluss die Ergebnisse vom Kreisvergleichsschießen 2017 bekannt und übergab Pokale und Urkunden: Es traten 43 Mannschaften und 172 Einzelschützen an.

Einen Mannschaftspokal und einen Wanderpokal erhielt Neukirchen Hl. Blut, über den 2. Platz, einen Siegerpokal freute sich Steinbühl und der 3. Pokal ging an Lohberg.

Einzelehrungen mit einer Urkunde gingen an: Josef Huber, Grafenwiesen, Walter Hammon, Eschlkam und Max Wanninger, Chamerau.

 

Im Rahmen des bevorstehenden Volkstrauertages zitierte Arthur Biener einen Bericht des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Max Kindermann, dass aus gegebenem Anlass das Landeskommando Bayern, anlässlich des Volkstrauertages (nicht Heldengedenktag) auf das Verbot zum Tragen des Helmes und von Waffen – außer dienstlich geliefert- hinweist. Auch zum Tragen des Gr. Dienstanzuges sei eine gesonderte Genehmigung vom zuständigen FwRes Cham zu beantragen. Weitere Auskünfte erteilt der Regionalstab Ost in Bogen oder FwRes Cham, wobei festgestellt wurde, dass es ausdrücklich nicht darum geht, die Traditionspflege einzuschränken oder zu behindern.

 

Foto: Schriftführer Hans Liebl, Moosbacher Vorstand Stefan Obermeier, Bürgermeister Andreas Eckl, stellv. Präsident BSB Horst Embacher, 2. Vorstand BSB Manfred Menacher, Sylvia Breu (Kreisreservistensprecherin), Egith Amberger (Kassenverwalter), Max Kindermann (stellv. Kreisvorsitzender) und Arthur Biener (Kreisvorsitzender)

Foto zu Meldung: Die Herbstkreisversammlung des BSB Kreisverbandes Bad Kötzting war gut besucht

Alle Generationen sind aufgefordert, zur Friedenserhaltung beizutragen

(23.04.2017)

Krieger-Jahrtag mit Jahreshauptversammlung – Ehrung langjähriger Mitglieder - 3 Neuaufnahmen

 

Moosbach. Böllerschüsse kündeten am Sonntag den traditionellen Jahrtag des Krieger- und Soldatenvereins Moosbach an, die angeführt von der Musikkapelle Pielmeier aus Miltach zur Pfarrkirche zogen und am Ehrenmal an die jetzige Generation appellierten, nicht nur von Frieden zureden, sondern auch danach zu handeln. Anschließend trafen sich die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Kerscher, wo eine Reihe von langjährigen Mitgliedern für ihre Treue geehrt wurden.

 

Pfarrer Josef Drexler, der die Hl. Messe zelebriert, begrüßte neben den anwesenden Kirchenbesuchern, vornehmlich Bürgermeister Andreas Eckl und die Kameraden des Krieger- und Soldatenvereins.

In seiner Predigt erwähnte er im Rahmen des 2. Sonntags in der Osterzeit, auch „Weißer Sonntag“ genannt, den Barmherzigkeitssonntag, den Papst Johannes Paul II eingeführt und diesen in alle Welt getragen hat.

 

Nach den Gebeten des Geistlichen am Kriegerdenkmal legte Vorstand Stefan Obermeier einen Kranz zum Gedenken der verstorbenen und gefallenen Kameraden nieder, während Böller krachten und die Kameraden salutierten.

Nie wieder Krieg war die Losung nach Kriegsende vor 72 Jahren, erinnerte Stefan Obermeier in seiner Ansprache am Kriegerdenkmal und doch zeigen die täglichen Geschehnisse in der Welt, dass der Friede nicht selbstverständlich und sicher ist. Leider ereignen sich weltweit grausame Anschläge, Kriege, Gräueltaten und Vertreibungen, ohne dass die Staatengemeinschaft in der Lage ist, diesem bösen Treiben ein Ende zu setzen und obwohl Amerika und die Verbündeten, darunter auch Deutsche gegen die terroristischen Anschläge in den letzten Jahren kämpften.

Das Leid, das in den beiden Weltkriegen von vielen persönlich erlitten werden musste, soll uns heute und in Zukunft mahnen, so der Vorsitzende. Menschlichkeit ist die einzige Chance, Frieden zu gewinnen und dabei kann jeder mithelfen. Welch hohes Gut der Frieden ist, muss uns am Ehrenmal bewusst sein, denn Frieden gibt es nur, wenn Einer den anderen als Mensch wahrnimmt.

 

Bevor sich die Mitglieder zum Kirchenzug aufstellten, dankte der Vorsitzende Pfarrer Drexler für die Feier des Gottesdienstes und die Gebete am Kriegerdenkmal, den Wachen, der Musikkapelle und den Böllerschützen.

 

Im Vereinslokal Kerscher begrüßte der Vorsitzende neben 25 Mitgliedern Pfarrer Josef Drexler und Bürgermeister Andreas Eckl und bat um eine Gedenkminute für die verstorbenen Kameraden, insbesondere für Johann Schedlbauer und Walter Rinkl, die man im letzten Jahr zu Grabe tragen musste.

 

In seinem Bericht erinnerte der Vorsitzende an die traditionelle Heimkehrerwallfahrt in Neurandsberg mit den Kameraden aus Rattenberg und Altrandsberg. Beteiligt hat sich der Verein bei allen kirchlichen Veranstaltungen und an verschiedenen Gartenfesten in der Gemeinde. Auch der traditionelle Kameradschaftsabend in Moosbach mit dem Patenverein aus Rattenberg war wieder sehr gut besucht. Dank ging an Johann Miethaner für die Organisation des Vereinsausfluges ins Wipptal und den Helfern bei der Dorfweihnacht in Moosbach. Mit der Weihnachtsfeier und der traditionellen Christbaumversteigerung konnte der Verein auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken.

 

Im Vereinsjahr wurde eine Vorstandschaftssitzung abgehalten und war zudem an der Frühjahrsversammlung und an der Herbstversammlung des BSB Bad Kötzting präsent.

Zudem wurde einer Reihe von Mitgliedern zum Geburtstag gratuliert: Theo Klingl, Rudi Hofbauer und Johann Haimerl zum 75., Walter Stiglbauer und Edwin Fleischmann zum 70., Albert Vogl zum 65. und Bernhard Zollner zum 60. und gab mit einem Austritt (Xaver Eckl) Bürgermeister Andreas Eckl, Sascha Jänicke und Robert Fleischmann drei Neuaufnahmen bekannt.

 

Schriftführer Franz Haberl verlas das Protokoll der letzten Generalversammlung und gab noch einen ausführlichen Bericht vom abgelaufenen Vereinsjahr. Von den Finanzen des Vereins berichtete Albert Vogl. Die Kassenprüfer Josef Stöger und Josef Müller bescheinigten ihm eine hervorragende Kassenführung, sodass dem Schatzmeister und der ganzen Vorstandschaft Entlastung erteilt werden konnte.

 

Zum Schluss bedankte sich der Vorsitzende ganz besonders bei all denen, die ihn im abgelaufenen Vereinsjahr tatkräftig unterstützt haben. Ein besonderer Dank galt der Vorstandschaft, den Fahnenjunkern, Taferlbuben und den beiden Fahnenbegleiterinnen.

 

Termine beim Krieger- und Soldatenverein 2017:

7.5. Heimkehrerwallfahrt, 15.6. Gartenfest Schützen Moosbach, 24.6. Jägergoldpokalturnier, 25.6. Sonnwendfeier Landjugend, 8.-9.7. Sportlerfest SV Moosbach, 21.7. Open Air KuRV Prackenbach, 30.7. Gartenfest Gartenbauverein, 5.8. Kameradschaftsabend KuSK Rattenberg,8.-10.9. Jahresausflug Reservisten in den Harz, 24.9. Erntedankfest, 22.10. BSB Versammlung im Gasthaus Kerscher, 19.11. Volkstrauertag, 2.-3.12. Dorfweihnacht, 9.12. Christbaumversteigerung KuSK Rattenberg.

Des Weiteren gab Obermeier bekannt, dass die Weihnachtsfeier 2017 entfällt und der Jahrtag 2018

mit der Generalversammlung des KuSV mit dem Volkstrauertag zusammengelegt wird.

 

Ehrungen:

Vereinsehrungen: Adolf Schötz für 55 Jahre, Edwin Fleischmann und Johann Schedlbauer für 40 Jahre, Hans Hauptmann, Manfred Meindl und Johann Raith für 25 Jahre.

Margarete Holzfurtner, Verdienstorden in Gold für 20 Jahre Pressearbeit,

Johann Miethaner BSB Verdienstkreuz 1. Klasse.

 

Foto: Bürgermeister Andreas Eckl, Adolf Schötz, Johann Schedlbauer, Stefan Obermeier

Foto zu Meldung: Alle Generationen sind aufgefordert, zur Friedenserhaltung beizutragen

"Gedenken und Mahnen“

(13.11.2016)

Gottesdienste und Gedenkfeiern in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach, Prackenbach/Krailing

 

Prackenbach. Der Volkstrauertag wird in Deutschland seit 1952 zwei Sonntage vor dem 1. Advent begangen und erinnert an Opfer von Gewaltherrschaften und Kriegstote der Nationen und wurde 1919 in der Weimarer Republik vorgeschlagen.

 

Mit Gottesdienst und Gedenkfeiern wurde auch in der Gemeinde Prackenbach am Volkstrauertag der gefallenen und vermissten Kameraden der beiden Weltkriege gedacht und an den Kriegerdenkmälern Kränze niedergelegt.

Mit großen Abordnungen nahmen die Vereine in den Messopfern in Moosbach und Prackenbach teil, die Pfarrer Josef Drexler zelebrierte und dazu alle Gläubigen und Vereine begrüßte, wobei er bemerkte, dass heute am 33. Sontag im Jahreskreis der Staat Trauer um die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft anordnet. Angesichts der Tatsache sollten wir aber auch traurig sein, dass die hochzivilisierte Menschheit bis heute kein probates Mittel gegen Krieg und Gewalt gefunden hat und es den Mächten dieser Welt scheinbar nicht gelingt, dauerhaften Frieden zu schaffen.

 

Passend zum Volkstrauertag stellte Pfarrer Drexler den Gläubigen in seiner Predigt einen Ort der Trauer vor, der sich auf dem Gelände des Bezirksklinikum Mainkofer befindet. Dieser Ort um Opfer der Nationalsozialisten wurde erst in den letzten Jahren geschaffen und vor zwei Jahren auf Drängen einer Hamburger Psychologin hin, deren Neffe Rolf 1943 nach Mainkofen deponiert und dort Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft wurde. Dieser mutigen Frau ist es zu verdanken, dass dieser Ort der Trauer auf dem ehemaligen Mainkofener Friedhof wahrscheinlich nie entstanden wäre, so Pfarrer Drexler.

Der Geistliche berichtete vom heutigen Bezirksklinikum, das 1911 als Heil- und Pfleganstalt eröffnet wurde. Mit Kriegsbeginn 1939 begann unter den Bezeichnungen „Euthanasie und Aktion Gnadentod“ der Massenmord an Anstalts- und Heimbewohnern. So sind bis 1945 in Deutschland bis zu 300.000 Menschen ermordet worden. An einigen Stellen können die Besucher lesen, wie dies vor sich ging. Er berichtete von Patienten, die in eine Gastötungsanlage deponiert wurden, von Tötung Kranker und Behinderter in den Nervenheilanstalten durch Überdosis von Medikamenten oder durch Fleisch- und fettlose Ernährung, die zum schleichenden Tod durch Entkräftigung führte. Die Namen der Mainkofener Patienten sind links und rechts vom großen Kreuz eng aufgeschrieben, die entweder in der Gaskammer oder durch Verhungernlassen ums Leben kamen. Auch zwei Opfer mit dem Namen Drexler fand der Pfarrer unter den Getöteten, was ihn sehr betroffen machte, obwohl er mit ihnen in keinem Verwandtschaftsverhältnis steht.

Seien wir wachsam, nicht nur am Volkstrauertag, dass niemals mehr eine Zeit kommt wie diese, denn es gilt, das Leben in allen seinen Phasen zu achten und zu schützen.

 

„Unter jedem Grab liegt eine Weltgeschichte“ zitierte Bürgermeister Andreas Eckl den Deutschen Dichter Heinrich Heine und erinnerte an die vielen Menschen in unseren Gräbern, die nicht alt wurden als sie starben, die nicht auf ein erfülltes Leben zurückblicken können und nicht miterleben, wie ihre Kinder aufgewachsen sind. Deshalb soll uns der heutige Volkstrauertag an die doppelte Bedeutung dieses Tages erinnern, nämlich „Gedenken und Mahnung“ an die Menschen des ersten und zweiten Weltkrieges oder die in unserer heutigen Welt von Gewalt und Krieg betroffen sind. Er erinnerte an Kämpfe und Krieg in der Ukraine und Syrien, im Gazastreifen oder am islamischen Staat im Irak. Der Volkstrauertag sollte uns zum Frieden in der der Welt ermahnen, so der Bürgermeister.

Wir können den Frieden nur bewahren, wenn wir aktiv für ihn eintreten. Sowohl in der großen Weltpolitik genauso wie im kleinen Rahmen. Die gemeinsame Erinnerung am heutigen Tag angesichts der Millionen Toten, muss eine persönliche Aufforderung sein, tagtäglich den Weg des Friedens zu gehen, wenn er auch schwierig ist, mühsam und voller Hindernisse, aber er ist machbar.

Als Zeichen und Gedenken an die viel zu früh verstorbenen Kameraden und Opfer legte er am Kriegerdenkmal in Moosbach und Prackenbach einen Kranz nieder.

Stellvertretend für alle anwesenden Vereine in Prackenbach legte Erwin Holzapfel vom Krieger-und Reservistenverein als Zeichen des Dankes und der Verbundenheit einen Kranz nieder. Vergessen wollte der dabei nicht derer, die ihr Leben für Volk- und Vaterland geopfert haben, denn 71 Jahre Frieden muss auch heute von der Bundeswehr verteidigt werden und fordert immer noch Opfer. Er dankte allen für die Teilnahme, insbesondere Pfarrer Drexler für das Messopfer.

Während die Vereine salutierten und Böller krachten, ließen zum Schluss die Pfahlspatzen den „guten Kameraden“ und das Deutschlandlied erklingen.

Abschließend dankte auch der Vorsitzende des KuSV Moosbach Stefan Obermeier Pfarrer Drexler für den Gottesdienst, Bürgermeister Eckl für die mahnenden Worte, den Böllerschützen, der Wache und der Musikkapelle.

Auch in der Filiale Krailing gedachte man am Samstag beim Vorabendgottesdienst der Toten und Vermissten der beiden Weltkriege.

 

Foto: 1 – Moosbach:Stefan Obermeier, BM Andreas Eckl, Wache Heinrich Raith, Josef Müller, Ferdinand Höcherl und Robert Stelzl mit Pfarrer Drexler , 2 – Stefan Obermeier, BM Eckl, Pfarrer Drexler mit Minis, 3 – Prackenbach: Pfarrer Drexler, Erwin Holzapfel, BM Eckl, 4 – Vorstände mit 2 Kränzen, 5 – vor dem Kriegerdenkmal Pfr. Drexler, BM Eckl mit Vereinsfahnen

Foto zu Meldung: "Gedenken und Mahnen“

An einem Tag des Dankes sollen wir inne halten

(01.05.2016)

142. Heimkehrerwallfahrt der Vereine Rattenberg, Moosbach und Altrandsberg

 

Neurandsberg/Moosbach/Altrandsberg. Zahlreich waren sie wieder die Mitglieder der drei Krieger- und Soldatenvereine (Rattenberg, Moosbach, Altrandsberg), die am 1. Mai vom Burggasthof, zur Bergkirche der Muttergottes hinauf pilgerten, um für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege aber auch für die zum Teil glückliche Heimkehr zu danken. Mit dabei Josef Falzboden, der letzte Veteran von Rattenberg und als Reservistin Ivon Klingl aus Moosbach.

 

Wie jedes Jahr versammelten sich wieder die drei Vereine mit ihren Vorsitzenden (Stefan Obermeier, Stefan Zenkert und 2. Vorsitzender Joachim Menacher, der ungebrochenen Tradition folgend, am 1. Sonntag im Mai vor dem Burggasthof Neurandsberg. Von dort zogen sie mit ihren Fahnen, angeführt von der Blaskapelle Fleischmann zur Bergkirche Maria Geburt hinauf, wo sie von Böllerschüssen begrüßt wurden. Mit dabei die Bürgermeister Dieter Schröfl Rattenberg, Andreas Eckl, Prackenbach und Hans Aumeier, Miltach, welche dabei ihre Gemeinden vertraten.  

 

Glockengeläut begleiteten die Mitglieder in das Gotteshaus, wo Pater Jakob die Hl. Messe „zum Dank für eine glückliche Heimkehr“ zelebrierte. Die Bläser der Kapelle Fleischmann spielten die Schubert-Messe und fügten dazu einige Marienlieder ein und Klaus Eckl trug die Fürbitten  vor mit dem Anliegen, „die Herzen für den Frieden zu öffnen.“

 

Nach dem Gottesdienst stellten sich die Mitglieder der drei Vereine beim Kriegerdenkmal auf, wo nach den gemeinsamen Gebeten der 2. Vorsitzende des KuSK  Rattenberg Joachim Menacher neben Pater Jacob die Ehrengäste aus den drei Gemeinden und die Vereinsabordnungen begrüßte, wobei ein besonderer Gruß  MdL Josef Zellmeier galt. Am Ehrenmal legte Menacher einen Kranz für die gefallenen und vermissten Kameraden aus Rattenberg, Moosbach und Altrandsberg nieder und die Kapelle Fleischmann spielte die Melodie zum guten Kameraden und die Deutschlandhymne.

 

Zum 142. Mal sind wir heute heraufgepilgert, erinnerte Menacher in seiner Ansprache und gerade heute, an einem Tag des Dankes wollen wir hier an diesem Ort inne halten, und uns die Geschichte und das Vermächtnis dieser Heimkehrerwallfahrt in Erinnerung rufen. Wenn wir zurückblicken auf die schrecklichen Ereignisse, so sehen wir einen Irrweg der Deutschen Geschichte, so der Redner. Es endete mit einem Inferno für Deutschland, Europa, ja für die ganze Welt. Weiter merkte Menacher an, dass man die Vergangenheit nicht bewältigen kann, denn sie lässt sich nicht ändern oder ungeschehen machen. Doch wer der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart und wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird anfällig für neue Gefahren.

Wir haben die Pflicht, dieses Mahnmahl der deutschen Geschichte an die nächste Generation weiter zu tragen, mahnte der Redner,  und so dafür zu sorgen, dass Frieden und Freiheit für immer in Deutschland verankert bleiben. Er dankte den drei Soldatenkameradschaften, die durch ihre Aktivitäten die Geschichte der Heimkehrerwallfahrt und ihre Bedeutung in unseren Gemeinden am Leben zu erhalten. Sein Dank galt Pater Jacob für die Feier des Gottesdienstes, der Kapelle und bei allen für die Beteiligung.

Ein gemeinsames Mittagessen im Burggasthof rundete die Feier ab.

 

Foto: Heimkehrer: Johann Aumeier, Dieter Schröfl, Andreas Eckl, MdL Josef Zelleier und die Vorsitzenden der drei Vereine

Foto zu Meldung: An einem Tag des Dankes sollen wir inne halten

Appell an die jetzige Generation „die Erinnerung an die Opfer wach halten“

(10.04.2016)

Krieger-Jahrtag mit Jahreshauptversammlung – Ehrung langjähriger Mitglieder

 

Moosbach. Böllerschüsse kündeten am Sonntag den traditionellen Jahrtag des Krieger- und Soldatenvereins Moosbach an, die angeführt von der Musikkapelle Fleischmann zur Pfarrkirche zogen und am Ehrenmal an die jetzige Generation appellierte, der Geschichte ins Auge zu sehen und daraus die Lehren für die Zukunft zu ziehen.

Dem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Kameraden schloss sich auch eine große Zahl des Vereins für Gartenbau- und Landespflege an, die im Rahmen ihrer Generalversammlung ihrer verstorbener Mitglieder gedachte. Der Krieger- und Soldatenverein traf sich anschließend im Gasthaus Kerscher zur Jahreshauptversammlung, wo eine Reihe von langjähriger Mitglieder für ihre langjährige Treue geehrt wurden. 

 

Pfarrer Josef Drexler, der die Hl. Messe zelebrierte, begrüßte die vielen Besucher, vornehmlich Bürgermeister Andreas Eckl, die Kameraden des Krieger- und Soldatenvereins und die Mitglieder des Vereins für Gartenbau- und Landespflege.

In seiner Predigt knüpfte Pfarrer Drexler an das Evangelium vom 3. Sonntag in der Osterzeit an, als die Jünger auf Geheiß des Auferstandenen wieder die Netze auswarfen und so viele Fische fingen, dass die Netze beinahe zerrissen. Nach der dreimaligen Frage zu Simon Barjona „liebst du mich“, die der Herr dem Petrus stellt, setzte er ihn mit den Worten „weide meine Lämmer, weide meine Schaft“ zu seinem Nachfolger – den Päpsten – zur Leitung der Weltkirche ein.

 

Nach den Gebeten des Geistlichen am Kriegerdenkmal legte Vorstand Stefan Obermeier einen Kranz zum Gedenken der verstorbenen und gefallenen Kameraden nieder, während Böller krachten und die Kapelle Fleischmann den guten Kameraden und die Deutschlandhymne spielte und die Kameraden salutierten.

Obwohl in unserem Land seit 71 Jahren Frieden herrscht, ist die Erde nach wie vor von Unruhen und Terror geprägt, so der Vorsitzende am Kriegerdenkmal. Grausame Kriege auf der ganzen Welt und die terroristischen Anschläge in den letzten Jahren haben die Welt in ihren Grundfesten erschüttert. Die Entwicklung machte auch vor den Deutschen nicht mehr halt. Über 5000 Soldaten der Bundeswehr sind bei ihren Einsätzen im Kosovo-Afghanistan-Libyen und anderen Brennpunkten dieser Welt täglich neuen Gefahren ausgesetzt. Dabei ist die Sehnsucht nach Frieden so alt wie die Menschheit, so der Vorsitzende.

Die beiden Weltkriege forderten über 50 Millionen Todesopfer, eine Zahl, deren unzähliges Leid heute noch Bestand hat, bemerkte er. Unfassbar auch die Zahl der Toten aus unserer Pfarrgemeinde, deren Namen der Gefallenen und Vermissten auf dem Ehrenmal Zeugnis geben von der Sinnlosigkeit der Kriege. Ihre Namen stehen für Versöhnung, Freiheit, Gerechtigkeit und nicht für Krieg und Gewalt. Das Leid, das in den beiden Weltkriegen von vielen persönlich erlitten werden musste, soll uns heute und in Zukunft mahnen.

Bevor sich die Mitglieder zum Kirchenzug aufstellten, dankte der Vorsitzende Pfarrer Drexler für die Feier des Gottesdienstes und die Gebete am Kriegerdenkmal, den vier Wachen: Rudolf Fischl, Josef Müller, Robert Stelzl und Alfred Höcherl, der Musikkapelle und den Böllerschützen Josef Stöger und Andreas Hof.

 

Im Vereinslokal Kerscher begrüßte der Vorsitzende neben 30 Mitgliedern den Kreisvorsitzenden Arthur Biener, Pfarrer Josef Drexler und Bürgermeister Andreas Eckl und bat um eine Gedenkminute für die verstorbenen Kameraden, insbesondere für Christian Winzinger und Ludwig Stöger, die man im letzten Jahr zu Grabe tragen musste.

 

In seinem Bericht erinnerte der Vorsitzende an die traditionelle Heimkehrerwallfahrt in Neurandsberg, die Beteiligung am 150-jährigen Gründungsfest in Kirchaitnach, der 900-Jahrfeier in Wettzell, der Fahrzeugweihe in Tresdorf sowie der 900-Jahrfeier in Prackenbach. Bei verschiedenen Gartenfesten in der Gemeinde und allen kirchlichen Veranstaltungen war man präsent, wobei er auch den traditionellen Kameradschaftsabend in Maierhof hervorhob. Dank ging an Johann Miethaner für Organisation des Vereinsausfluges ins Elsass und den Helfern bei der Dorfweihnacht in Moosbach. Mit der Weihnachtsfeier und der traditionellen Christbaumversteigerung konnte man auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurück blicken. Desweitern wurden fünf Christbaumversteigerungen besucht, an der Frühjahrsversammlung des BSB beteiligt und drei runden bzw. halbrunden Geburtstagen gratuliert.

Zum Schluss bedankte sich Obermeier ganz besonders bei all denen, die ihn im abgelaufenen Vereinsjahr so tatkräftig unterstützt haben. Ein besonderer Dank galt der gesamten Vorstandschaft, den Fahnenjunkern, den Böllerschützen, den Taferlbuben und den Fahnenbegleiterinnen.

 

Schriftführer Franz Haberl verlas das Protokoll der letzten Generalversammlung und gab noch einen ausführlichen Bericht vom abgelaufenen Vereinsjahr. Von den Finanzen des Vereins berichtete Albert Vogl. Die Kassenprüfer Josef Stöger und Josef Müller bescheinigten ihm eine hervorragende Kassenführung, so dass dem Schatzmeister und der gesamten Vorstandschaft Entlastung erteilt werden konnte.

 

Kreisvorsitzenden Arthur Biener, der sich aus gesundheitlichen Gründen nach den Ehrungen der Vereinsmitglieder verabschiedete, bedankte sich in seinem Grußwort sehr herzlich für die Einladung und bemerkte erfreut, dass im Verein hervorragend mitgearbeitet werde und alle so lange die Treue gehalten haben. Er honorierte den guten Zusammenhalt und die Kameradschaft um Vorsitzenden Stefan Obermeier und wünschte für die Zukunft gute Gesundheit und allzeit gute Kameradschaft.

 

Pfarrer Josef Drexler dankte dem Verein für die gute Mitarbeit im Kirchenjahr und den Personen, die sich bei beim Bau der Kirchenbesucher-Toilette verdient gemacht haben. Er bedankte sich auch für die Geldgeschenke zu seinem 50. Geburtstag und bemerkte, dass er auch eine Spende davon für das WC abgegeben habe. Er freue sich über das gute Einvernahmen des Vereins mit der Kirchengemeinde und hofft wieder auf gute Beteiligung beim Fronleichnam und Erntedankfest.

 

Bürgermeister Eckl erwähnte in seinem Grußwort den beeindruckenden Gottesdienst und die Rede des Vorsitzenden Obermeier am Kriegerdenkmal. Ein erfreuliches Zeichen, dass man die verstorbenen Kameraden nicht vergessen hat. Lob und einen Dank ließ er denen angedeihen, die das Kriegerdenkmal pflegen und es mit Blumen versorgen. Er erwähnte auch die 900-Jahrfeier und

bedankte sich bei allen Mitgliedern, bei Stefan Obermeier und dem Organisator der Feier Johann Miethaner und wünschte weiterhin gute Zusammenarbeit.

 

Johann Miethaner begrüßte ein neues Mitglied (Andreas Hof) bei den Reservisten und erläuterte einige Verbandsmeldungen. Auch einen 3-Tage Ausflug ins Wipptal kündete Miethaner an. Zudem regte er an, die Tafel am Pfahl mit einigen verstorbenen Kameraden zu erneuern.

Stefan Obermeier bat auch um Freiwillige zur Pflege des Kriegerdenkmals. Er regte an, das Beet mit unempfindlichen Gewächs zu bepflanzen, die man nicht alle Tage bewässern müsse.

Weitere Termine: 1. Mai Heimkehrerwallfahrt, 7. Mai Gartenfest bei der FFW, 25. 6. Jäger Gold-Pokal, 25.6. Sonnwendfeier bei der LJB, 22. Juni Open Air KuRV Prackenbach, 23./24. 7. Sportlerfest des SV, 31. 7. Gartlerfest, 6.8. Kameradschaftsabend, 7.8. Fest in Lederdorn, 9.-11.9. Jahresausflug, 25.9. Erntedank, 15.11. Volkstrauertag, 26./27.11. Dorfweihnacht, 10.12. Christbaumversteigerung, KuSK Rattenberg,  17.12. Weihnachtsfeier, 26.12. Christbaumversteigerung .

 

Ehrungen: Reservisten: Für 20 Jahre Richard König, für 25 Jahre Ferdinand Weinbacher und Günter Miethaner, für 30 Jahre Rudolf Fischl.

Vereinsehrungen: Für 50 Jahre Rudolf Früchtl und Max Stoiber

Das Ehrenkreuz in Bronze erhielt: Johann Haimerl, Theo Lorenz und Josef Stöger

BSB Verdienstkreuz 2. Klasse Franz Haberl

Verdienstkreuz 1. Klasse Stefan Obermeier. 

Foto: Rudi Fischl, Josef Müller, Stefan Obermeier, Pfarrer Drexler, Robert Stelzl, Alfred Höcherl, Ministranten

Foto zu Meldung: Appell an die jetzige Generation „die Erinnerung an die Opfer wach halten“

Erben und Vererben – Irgendwann vererbt Jeder einmal

(18.02.2016)

Notar Günter Hasler referierte das sensible Thema

 

Moosbach. Der KuSV hatte zu einem Vortrag zum Thema „Erben und Vererben“ am Donnerstag ins Gasthaus Kerscher eingeladen, zu dem man den kompetenten Viechtacher Notar Günter Hasler als Referenten gewinnen konnte. Das Interesse zu dem wichtigen Thema war sehr groß, so dass Johann Miethaner neben Hasler an die 50 Gäste begrüßen konnte.

 

Von 2015 – 2024 werden aufgrund von Erbschaften viele Billionen Euro den Besitzer wechseln. Nur bei wenigen von Erblassen ist das Erbe schon geregelt. Hat man sich entschlossen, seinen Nachlass zu regeln, auf den kommen viele Fragen zu. Vor allem muss er zunächst die Scheu überwinden, sich mit den „letzten Dingen“ zu befassen, denn irgendwann vererbt Jeder einmal, bemerkte Günter Hasler eingangs, der sich für die Einladung bedankte und dabei die Freude zum Ausdruck brachte, dass so viele Interessierte der Einladung gefolgt sind.

 

Was bedeutet eigentlich „erben“ und  „vererben“ – wenn Jemand Gesamtrechtsnachfolger eines Erblassers kraft Verfügung von Todes wegen oder kraft Gesetzes wird. Der Erbfall kann jedoch mit dem Tod des Erblassers von allein eintreten, so dass ein Betreffender auch erben kann, ohne es zu wissen. Vererbt werden nicht einzelne Gegenstände, sondern immer der ganze Nachlass und mit allen Schulden, erklärt der Notar. Eine Person als Alleinerbe erhält mit dem Erbfall den gesamten Nachlass, während bei mehreren Miterben jeder nur mit einen Bruchteil beteiligt ist.

 

Eine bestimmte Person kann jedoch einzelne Nachlassgegenstände als „Vermächtnis“ erhalten. Wird jedoch nicht Eigentümer dieses Gegenstandes, sondern hat gegen die Erben nur einen Anspruch auf Überlassung.

Weiter erklärte der Notar den aufmerksamen Zuhörern die gesetzliche Erbfolge, im Fall, wenn kein Testament vorliegt. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) hat hier eine Regelung getroffen, die sicherstellt, dass niemand ohne Erben stirbt, d.h. dass als gesetzliche Erben primär die Abkömmlinge des Erblassers und deren Abkömmlinge und daneben der Ehegatte berufen sind.

So unterscheidet man beim gesetzlichen Erbrecht der Verwandten zwischen vier sogenannten Ordnungen, von denen die jeweils nähere alle entfernteren von der Erbfolge ausschließt. Gibt es also Erben 1. Ordnung, so erben nur diese und „verdrängen“ Erben der 2. Ordnung  – Zur besseren Verständigung nannte der Referent viele Beispiele. – Solange also ein Kind des Erblassers lebt, schließt es seine eigenen Kinder von der Erbfolge aus. Lebt jedoch ein Kind des Erblassers zum Zeitpunkt des Erbfalls nicht mehr, so treten seine Enkel an die Stelle des Kindes.

 

Der Referent sprach im Laufe seines Vortrages auch das Erbrecht bei Kindern nicht miteinander verheirateten Eltern an und merkte dazu an, dass z.B. adoptierte Kinder die Adoptiveltern wie eheliche Kinder beerben, wenn sie nach dem 01.01.1977 in Deutschland adoptiert worden sind. Dagegen nichtadoptierte Stiefkinder und Pflegekinder dürfen nicht mit adoptierten Kindern verwechselt werden, denn sie besitzen kein gesetzliches Erbrecht. In diesen Fällen empfiehlt es sich unbedingt, juristischen Rat einzuholen, so der Redner. Denn sollten sie am Nachlass beteiligt werden, so muss der Erblasser dies in einem Testament oder eine Erbvertrag ausdrücklich anordnen.

 

Hasler merkte auch die nichteheliche Lebensgemeinschaft an, die vom gesetzlichen Erbrecht ausgeschlossen ist. Letztendlich kann auch der Staat gesetzlicher Erbe werden, wenn weder ein überlebender Ehegatte noch Verwandte vorhanden oder zu ermitteln sind.

 

Im Laufe des Vortrages merkte Günter Hasler auch unter anderem die Erstellung eines Testamentes oder Erbvertrages an und regte an, dass ein notarielles Testament die größte Sicherheit bietet, was jedoch jederzeit widerrufen werden kann. Wenn ein Testament ohne Hilfe eines Notars errichtet wird, muss es von Anfang bis zum Ende eigenhändig geschrieben und unterschrieben sein. Die Hinterlegung des Testaments, ob notariell oder privat schriftlich kann beim Amtsgereicht erfolgen, um eine sichere Aufbewahrung zu gewehrleisten, diese Hinterlegung ist jedoch kostenpflichtig.

 

Was viele Anwesende besonders interessierte, war die Erbschaftssteuer, denn an einem Erbfall sind nicht nur die Erben, sondern auch der Staat beteiligt, wobei der Gesetzgeber drei Steuerklassen vorgibt. Die Höhe ist abhängig vom Verwandtschaftsverhältnis einerseits und von der Höhe der Erbschaft. Witwer oder Witwen, eingetragene Lebenspartner und Kinder können vom Erblasser selbstgenutzte Wohnungen steuerfrei erben, wenn sie diese 10 Jahre selbst bewohnen, erklärte auch der Redner. Schließlich wurden auch noch Erbfälle mit Auslandsbezug angesprochen, wobei juristischer Rat unentbehrlich ist.

 

Noch viele Fragen hatte der freundliche Notar zu beantworten, der sich zum Schluss für das Interesse bedankte. Desgleichen sprach Johann Miethaner dem Notar für den hoch interessanten Vortrag ein herzliches Vergelt´s Gott aus und überreichte ihm ein kleines Dankeschön.

 

Foto: Notar Günter Hasler mit Johann Miethaner

Foto zu Meldung: Erben und Vererben – Irgendwann vererbt Jeder einmal

Patientenverfügung, ein hochbrisantes Thema

(22.10.2015)

Der VdK ARBERLAND informierte über medizinische Betreuung, wenn jemand unfähig ist, über sich selbst zu bestimmen – Helmut Plenk und Franz Hollmayr referierte

 

Moosbach. Zu einem sehr aufschlussreichen Informationsabend zum Thema Patientenverfügung, Vorsorge- und Betreuungsvollmacht hatte der KuSV Moosbach am Donnerstag ins Gasthaus Kerscher eingeladen, das viele Interessenten aus Moosbach und Umgebung nutzten. Johann Miethaner, 2. Vorsitzender des KuSV konnte dazu den VdK Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk und Fachanwalt Franz Hollmayr als Referenten begrüßen und auch Bürgermeister Andreas Eckl nahm sich Zeit für diesen Infoabend.

 

Braucht man eine Patientenverfügung, oder nicht? Diese Frage stellte Helmut Plenk eingangs den Anwesenden und wer verfügt schon über eine Patientenverfügung? Leider nur ein kleines Häufchen, stellte er fest. Es sei von großer Wichtigkeit, dass sich schon junge Leute mit diesem Thema der Patientenverfügung auseinander setzen, denn es kann jeden, ob früher oder später treffen, meinte Plenk, was ein Beispiel aus der jüngsten Zeit zeigt: Eine Frau, 29 Jahre, erlitt einen Schlaganfall und wurde halbseitig gelähmt im Krankenwagen in die Klinik eingeliefert. Sie wurde in die Intensivstation verlegt und viel ins Koma. „Wer kümmert sich nun um sie, wenn zum Beispiel eine Heimeinweisung droht?“ Wird ein Betreuer eingesetzt? Viele Fragen wurden gestellt, über die Plenk immer eine Antwort parat hatte.

 

Dann informierte der VdK Geschäftsführer die Anwesenden noch über einige Zahlen aus der Schwerbehindertenstatistik des Landkreises, von denen bei 78281 Einwohnern die Zahl bei 8101 liegt. Das ist ein Anteil von 10.35 %. Ende 2011 gab es in Bayern mehr als 1 Million Menschen mit einer amtlich anerkannten Schwerbehinderung. Sogar in der Gemeinde Prackenbach leben bei ca. 2700 Bewohnern 232 Schwerbehinderte.

 

Einen umfassenden Überblick gab anschließend Rechtsanwalt Franz Hollmayr über die rechtlichen Aspekte einer Patientenverfügung, die schriftlich verfasst und mit Namensunterschrift eigenhändig unterzeichnet sein soll. Hollmayr wies auch darauf hin, dass eine Patientenverfügung stets im Zusammenhang mit einer Vorsorgevollmacht bzw. einer Betreuungsverfügung stehen soll und sie soll so verwahrt werden, dass sie durch den Arzt oder den Bevollmächtigten möglichst schnell gefunden werden kann.

 

Die gesetzliche Regelung der Patientenverfügung, die im September 2009 in Kraft getreten ist, sieht vor, dass die Festlegung von bestimmten ärztlichen Maßnahmen verbindlich sind, das heißt, dass die ärztliche Behandlung mit Ausnahme von Notfällen, ausschließlich vom Willen des Patienten abhängt. Liegt keine Einwilligung vor, würde sich der behandelnde Arzt unter Umständen wegen Körperverletzung strafbar machen.

Im Falle eines nicht vorhanden seins einer Patientenverfügung können die lebensverlängernden Maßnahmen  auch abgestellt werden, wenn dieser Patient bei Lebzeiten unter Zeugen gesagt hat, dass er diese im Falle eines bedrohlichen Zustandes nicht will.

 

Die Patientenverfügung ist darum für solche Patienten von Bedeutung, die sich selber nicht mehr verantwortlich äußern können. In diesem Fall muss eine Person bestimmt werden, die den Willen des Einwilligungsunfähigen durchsetzt. Diese Vertrauensperson kann man auch im Rahmen einer Vorsorgevollmacht bestimmen. Diese sei von großer Wichtigkeit, so dass Hollmayr an die Anwesenden appellierte, so bald wie möglich eine diesbezügliche Vollmacht zu erstellen. Sollte nämlich keine Vorsorgevollmacht existieren, wird vom Gericht ein Betreuer bestellt. Eine Ausfertigung sei also sehr zu empfehlen.

 

Zur Vorsorgevollmacht erklärte der Anwalt noch einige grundsätzliche Bestimmungen. Sie stellt eine wichtige Hilfe für die Betroffenen dar. Sie kann aber auch als Eingriff empfunden werden, zumal wenn sie mit der Bestellung nicht einverstanden sind. So darf gegen den Willen des Betroffenen kein Betreuer bestellt werden, wenn er diesen frei bilden kann. Das heißt, ein Betreuer wird nur bestellt, wenn dies notwendig ist, weil eine Person ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr besorgen kann.

 

Hollmayr merkte auch an, dass die Bestellung eines Betreuers keine Entrechtung ist. Sie hat nicht zur Folge, dass der betreute Mensch geschäftsunfähig ist. Er kann also, wenn er geschäftsfähig ist, seine höchstpersönlichen Rechte weiter wahrnehmen, unter anderem auch heiraten oder ein Testament erstellen.

Zu den Aufgaben eines Betreuers merkte der Anwalt an, dass sie vom  Betroffenen mehrere oder auch alle Aufgabenkreise übertragen werden können, die dem Wohl des Betreuten entspricht. Dazu gehört auch, dass nicht über seinen Kopf hinweg entschieden werden darf.

 

Zum Schluss wies der Fachanwalt  auch noch darauf hin, dass alle, vor dem Zeitpunkt des in Kraft getretenen Gesetzes verfassten Patientenverfügungen noch seine Gültigkeit haben. Jedoch können sie, von einer Person getroffenen Verfügungen, jederzeit wieder geändert werden.

Er riet schließlich allen Gästen, baldmöglichst die Initiative zur Ausfertigung der drei besprochenen Verfügungen zu ergreifen, bedankte sich für die rege Diskussion und endete mit dem Satz: “Wer nicht selbst handelt, wird behandelt“. Auch Plenk bedankte sich bei den Anwesenden für die Aufmerksamkeit und merkte eingangs zum vollen Veranstaltungsraum  an, dass sie bei diesen Themen stets volle Säle gewohnt sind, denn diese seien sehr ernst zu nehmen.

Johann Miethaner bedankte sich bei den beiden kompetenten Referenten für den interessanten Vortrag mit einer kleinen Aufmerksamkeit.

 

Foto: die beiden Referenten: 2. und 3. v.li. Helmut Plenk und Franz Hollmayr

Hans Miethaner li. und Bürgermeister Andreas Eckl re.

Foto zu Meldung: Patientenverfügung, ein hochbrisantes Thema

Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart

(03.05.2015)

141. Heimkehrerwallfahrt der Vereine Rattenberg, Moosbach und Altrandsberg in Neurandsberg

 

Moosbach, Altrandsberg. Zahlreich waren die Mitglieder der drei Krieger- und Soldatenvereine (Rattenberg, Moosbach und Altrandsberg), die am Sonntag zum 141. Mal zur Bergkirche Neurandsberg zur Gottesmutter hinauf pilgerten, um für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege aber auch für die glückliche Heimkehr und zum Teil gesunden Heimkehr zu danken.

 

Auch heuer versammelten sich die drei Vereine mit ihren Vorsitzenden am ersten Sonntag im Mai, der ungebrochenen Tradition folgend, vor dem Burggasthof Neurandsberg. Von dort zogen sie mit ihren Fahnen und angeführt von der Kapelle Fleischmann betend zur Wallfahrtskirche Maria Geburt hinauf. Auch Bürgermeister Dieter Schröfl, Rattenberg vertrat dabei seine Gemeinde.

 

Glockengeläut begleitete die Männer in das Gotteshaus, wo Pfarrer Hilary Muotoe das Messopfer zelebrierte und die Kapelle umrahmte es von der Empore aus mit der Schubertmesse. Lesung und Fürbitten trug Claudia Mühlbauer vor und die Mesnerdienste versahen Rosi Heigl und Erna Eckl.

Mit „Gottes Liebe und Freundlichkeit sei mit euch“ begrüßte der Geistliche die vielen Vereinsmitglieder und die übrigen Gottesdienstbesucher, welche die Kirche bis zum letzten Platz füllten.

 

An das Sonntagsevangelium anknüpfend gab der Pfarrer in seiner Predigt die Worte Jesu wider, als er sagte: „ich bin der Weinstock, ihr seid die Rebzweige und wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt, denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen und jede Rebe, die keine Frucht bringt, wird abgeschnitten und weggeworfen. Auch wir alle sollten stets in dieser Gemeinschaft Gottes bleiben, bat er die Anwesenden.

 

Nach dem Gottesdienst stellten sich die Mitglieder der drei Vereine beim Kriegerdenkmal auf, wo nach dem gemeinsam gebeteten drei „Vater unser“ begrüßte Martin Bauer, der 1. Vorsitzende der KuSK Rattenberg neben Pfarrer Hilary auch BM Dieter Schröfl und die Vereinsabordnungen. Am Ehrenmal legte er einen Kranz für die gefallenen und vermissten Kameraden aus Rattenberg, Moosbach und Altrandsberg nieder und die Kapelle Fleischmann spielte die Melodie vom „guten Kameraden“ und die „Deutschlandhymne“.

 

Zum 141.Mal sind die Mitglieder der drei KuSK heute heraufgepilgert, erinnerte Bauer in seiner Ansprache und gerade heute an einem Tag des Dankes sollte man an diesem Ort inne halten und uns die Geschichte und das Vermächtnis dieser Heimkehrerwallfahrt in Erinnerung rufen.

Wenn wir zurück blicken auf die schrecklichen Ereignisse des letzten Jahrhunderts, so sehen wir einen Irrweg der deutschen Geschichte, der in einem Inferno für Deutschland, Europa, ja fast der ganzen Welt endete. Weiter merkte Bauer an, dass es nicht darum gehe, Vergangenheit zu bewältigen, die man nicht nachträglich ändern oder ungeschehen machen kann. Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart, so Bauer. Und wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird anfällig für neue Gefahren, die unsere Gesellschaftsordnung bedrohen, unterstrich der Redner.

 

Das historische Gedächtnis unserer deutschen Geschichte müssen wir als Leitlinie und Maßstab für unser Verhalten der Gegenwart nutzen, merkte Bauer weiter an. Hierin spiegelt sich unsere Verantwortung als deutsche Nation wider. Wir haben die Pflicht, dieses Mahnmal der deutschen Geschichte an die nächste Generation weiter zu tragen und so dafür zu sorgen, dass Frieden und Freiheit für immer in Deutschland verankert bleiben.

Zum Schluss bedankte sich Martin Bauer bei den drei teilnehmenden Vereinen, welche die Geschichte der Heimkehrerwallfahrt und ihre Bedeutung am Leben erhalten. Sein Dank galt auch Pfarrer Hilary für die Feier des Messopfers, der Kapelle und bei allen für die zahlreiche Beteiligung.

Ein gemeinsames Mittagessen im Burggasthof rundete die Feier ab.

 

Foto: Die Vorstände der drei Vereine mit BM Dieter Schröfl aus Rattenberg 2.v.li

Foto zu Meldung: Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart

„Frieden gibt es nur, wenn einer den anderen als Mensch wahrnimmt“

(12.04.2015)

Krieger-Jahrtag mit Jahreshauptversammlung und Neuwahlen – Ehrung langjähriger Mitglieder

 

Moosbach. Böllerschüsse kündeten am Sonntag den traditionellen Jahrtag des Krieger- und Soldatenvereins Moosbach an, der, angeführt von der Musikkapelle Fleischmann zur Pfarrkirche zog und am Ehrenmal an die jetzige Generation appellierten, nicht nur vom Frieden zu reden, sondern auch danach zu handeln. Dem Gottesdienst für die verstorbenen Kameraden schloss sich die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen an, bei der sich die ganze Vorstandschaft für weitere drei Jahre zur Verfügung stellte.

 

Pfarrer Josef Drexler, der die Hl. Messe zelebrierte, begrüßte die vielen Besucher, vornehmlich Bürgermeister Andreas Eckl und die Kameraden des Krieger- und Soldatenvereins, die bei ihrem Jahrtag das Gedenken ihrer Verstorbenen begehen.

An das Evangelium anknüpfend sprach Pfarrer Drexler in seiner Predigt von den Wunden, die man Jesus bei seiner Kreuzigung geschlagen hat und meinte, dass auch die Jünger dabei ihre Wunden davon getragen haben, nicht äußerliche dafür aber innere. Statt ihnen eine Moralpredigt zu halten, hält Jesus den Seinen ihr klägliches Verhalten nicht vor und zeigte ihnen schweigend seine Wunden, geht neu auf sie zu und beschenkt sie mit seinem österlichen Frieden.

 

Weiter erinnerte Drexler an die Apostelgeschichte, in der geschrieben steht, dass die Apostel eine christliche Gemeinde der Heilsgemeinschaft bildeten und ein Herz und eine Seele waren. Heute komme es wieder ganz entscheidend auf den heilsamen Umgang miteinander an, meinte der Geistliche, damit auch der Kirche Fernstehende wieder zurückfinden zum Glauben.

 

Nach den Gebeten des Geistlichen zum Totengedenken am Kriegerdenkmal legte Vorstand Stefan Obermeier zum Gedenken an die verstorbenen und gefallenen Kameraden einen Kranz nieder, während Böller krachten und die Kapelle Fleischmann den „guten Kameraden“ und die „Deutschlandhymne“ spielten und die Kameraden salutierten.

 

Nie wieder Krieg, war die Losung nach Kriegsende vor 70 Jahren. Aber die täglichen Geschehnisse in der Welt zeigen, dass Friede nicht selbstverständlich und sicher ist, sagte Obermeier in seiner Ansprache. Der Krieg ist zwar zu Ende, doch das Blutvergießen geht weiter, da ein terroristischer Anschlag dem anderen folgt. Alle Generationen sind aufgefordert zur Friedenserhaltung beizutragen, denn Frieden bekommt man nicht geschenkt, vielmehr ist stetig unser Einsatz erforderlich. Gemeinschaftssinn, Kameradschaft, Solidarität sowie Achtung vor Gott und den Mitmenschen tragen zum Frieden für die Zukunft bei. Welch hohes Gut der Frieden ist, muss uns am Ehrenmal bewusst sein, so der Vorsitzende.

 

Bevor sich die Mitglieder zum Kirchenzug aufstellten, dankte Obermeier Pfarrer Drexler für die Feier des Gottesdienstes und die Gebete am Kriegerdenkmal sowie den vier Wachen: Manfred Schlecht, Josef Müller, Alfred Höcherl und Rudolf Fischl, der Musikkapelle und den Böllerschützen Josef Stöger und Andreas Hof.

 

Im Vereinslokal Kerscher begrüßte der Vorsitzende neben 25 Mitgliedern auch den Kreisvorsitzenden Arthur Biener und Bürgermeister Andreas Eckl und bat zum Gedenken für die verstorbenen Kameraden, sich kurz von den Plätzen zu erheben.

In seinem Bericht erinnerte Obermeier an die traditionelle Heimkehrerwallfahrt in Neurandsberg, die Beteiligung am 140-jährigen Gründungsfest in Chamerau und bei verschiedenen Gartenfesten und kirchlichen Veranstaltungen und hob den Kameradschaftsabend mit dem Patenverein Rattenberg beim Feuerwehrhaus hervor. Als großes Highlight nannte er den Vereinsausflug nach Heidelberg, wobei er Hans Miethaner für die Organisation dankte.

Auch bei der Dorfweihnacht war der Verein wieder an beiden Tagen vertreten und mit der Weihnachtsfeier und der traditionellen Christbaumversteigerung konnte man auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken. Des Weiteren wurden auch fünf Christbaumversteigerungen besucht und auch zwei Vorstandschaftssitzungen wurden abgehalten sowie an der Frühjahrs- und Herbstversammlung des BSB Bad Kötzting teilgenommen.

Außerdem ist mit Thomas Maier ein Neuzugang zu verzeichnen, so dass der aktuelle Mitgliederstand  94 Personen zählt, von denen vier zum runden bzw. halbrunden Geburtstag gratuliert wurden. Zum Schluss bedankte sich Obermeier ganz besonders bei all denen, die ihn im abgelaufenen Vereinsjahr und besonders die letzten 3 Jahre so tatkräftig unterstützt haben insbesondere bei der gesamten Vorstandschaft und den Fahnenjunkern und der Gemeinde für die Bezuschussung der Frühjahrsaktion.

 

Schriftführer Franz Haberl verlas das Protokoll der letzten Generalversammlung und gab noch einen ausführlichen Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr.

Von den Finanzen des Vereins berichtete Schatzmeister Albert Vogl, der auch einige Spenden anzeigen konnte. Die Kassenprüfer Josef Müller und Alfred Höcherl bescheinigten ihm eine wie immer hervorragende Kassenführung, so dass sowohl dem Kassier als auch der Vorstandschaft Entlastung erteilt wurde.

 

Bürgermeister Andreas Eckl bedankte sich für die Einladung und meinte: Frieden beginnt im Kleinen, also bereits in der Gemeinde, im Verein, ja sogar schon in der Familie. Auch ein Krieg beginnt meist im Kleinen, ehe er seine Grausamkeit entfacht. Anfeindungen, Egoismus und Gier nach Macht bringen es immer wieder fertig, dass irgendwo auf der Welt ein Krieg entflammt. Damit in unserer Gesellschaft aber keine Kriege mehr entstehen, tritt vor Ort in unserer Gemeinde der Krieger- und Soldatenverein als Mahner für Frieden auf und er wünschte ihm weiterhin alles Gute. Zum Schluss lud man den Bürgermeister für den 3. Mai zur Heimkehrerwallfahrt nach Neurandsberg ein.

 

Kreisvorsitzender Arthur Biener dankte dem Verein für die gute Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Bad Kötzting. Er honorierte auch die gute Kameradschaft im Verein wobei er auch die Ausflüge für sehr wichtig hielt. Auch die jährliche Heimkehrerwallfahrt bezeichnete er für eine super Sache und bat „macht weiter so, bleibt dem Kreisverband gewogen und vor allem bleibt gesund“.

Anschließend wurden Ehrungen ausgesprochen:

Für25 Jahre beim Verband der Reservisten: Ludwig Freund

und an langjährige Mitglieder: für 25 Jahre Günter Miethaner, für 40 Jahre Johann Schedlbauer und Johann Weinbacher und für 50 Jahre Franz Xaver Pongratz.

 

Anschließend wurde mit Bürgermeister Eckl, Arthur Biener und Werner Penzkofer ein Wahlausschuss gebildet, wobei der 1. Vorsitzende schriftlich gewählt wurde, die übrigen per Akklamation.

Das Ergebnis war ein eindeutiger Vertrauensbeweis für Stefan Obermeier, der von 23 Wahlberechtigten 22 für sich verbuchen konnte.

Wieder gewählt wurden: Johann Miethaner (Stellvertreter), Franz Haberl (Schriftführer), Albert Vogl (Kassier), Josef Stöger und Josef Müller (Kassenprüfer), Hans Haimerl, Werner Penzkofer, Christian Raith und Hans Schedlbauer (Beisitzer), Christian Dorner und Manfred Schlecht (Fahnenjunker)

 

Stefan Obermeier bedankte sich beim Wahlausschuss für seine Arbeit und bei allen, die wieder ihr Amt übernommen haben und bat um gute Zusammenarbeit weiterhin. Sein Dank galt auch Arthur Biener und Bürgermeister Andreas Eckl für ihr Kommen und bei allen, die sich in irgendeiner Weise im ganzen Jahr zur Verfügung gestellt haben.

Für die Feierlichkeiten der 900-Jahrfeier bat Johann Miethaner noch um Helfer. Das Fest beginnt am Freitag mit dem Einzug der Vereine, am Samstag sind am Nachmittag die Senioren eingeladen und am Sonntag findet zunächst der Kirchenzug statt. Dann sind Stände mit Sehenswürdigkeiten geboten.

 

Anstehende Termine: 3. 5. Heimkehrerwallfahrt, 7.6. 150-jähriges Gründungsfest in Kirchaitnach, 12.6. 900-Jahrfeier Wettzell, 24.-27.7. 900-Jahrfeier Prackenbach, 1.8. Kameradschaftsabend Rattenberg, 12.-13.9. Jahresausflug, 27. 9. Erntedankfest, 15.11. Volkstrauertag, 28.-29.11. Dorfweihnacht, 12.12. Christbaumversteigerung Rattenberg, 19. 12. WF, 26. 12. Christbaumversteigerung.

 

Foto: Vorstandschaft mit Gratulanten BM Andreas Eckl, Arthur Biener, Franz Haberl, Stefan Obermeier, Albert Vogl, Johann Miethaner

Foto zu Meldung: „Frieden gibt es nur, wenn einer den anderen als Mensch wahrnimmt“

Wenn niemand mehr an sie denkt, dann sind sie endgültig tot – der Volkstrauertag setzt hier ein Zeichen

(16.11.2014)

Gottesdienste und Gedenkfeiern in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach, Prackenbach/Krailing

 

Prackenbach. Der Volkstrauertag wurde durch den 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Gedenken an die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges eingeführt. Die erste offizielle Feierstunde fand 1922 im Deutschen Reichstag in Berlin statt, als der damalige Reichstagspräsident Paul Löbe eine vielbeachtete Rede hielt, in der er einer feindseligen Umwelt den Gedanken an Versöhnung und Verständigung gegenüberstellte.

 

Mit Gottesdiensten und Gedenkfeiern wurde auch in der Gemeinde Prackenbach am Volkstrauertag der gefallenen und vermissten Kameraden der Weltkriege gedacht und an den Kriegerdenkmälern zur Erinnerung Kränze niedergelegt.

 

Mit großen Abordnungen nahmen die Vereine am Sonntag mit ihren Fahnen an den Messfeiern in Moosbach und Prackenbach teil, die Pfarrer Josef Drexler zelebrierte. Er hieß eingangs alle herzlich willkommen und erinnerte daran, dass Jesus Christus am Ende der Tage in Macht und Herrlichkeit wiederkommen wird, um Gericht zu halten über Lebende und Toten. Das sollten wir als keine Drohung empfingen, sondern als Mahnung, so zu leben, dass wir in seinem Gericht bestehen können.

In seiner Ansprache knüpfte Pfarrer Drexler zunächst an das Evangelium von den Talenten an und meinte, dass es für jeden einzelnen von uns um den risikobereiten Totaleinsatz für die Sache Gottes geht, für sein Reich der Liebe mit all den Talenten, die Gott einem jeden einzelnen von uns anvertraut hat.

Den Volkstrauertag ansprechend, merkte der Geistliche an, dass in der Menschheitsgeschichte einige Wenige genügt haben, die sich für das Gegenteil des Reiches Gottes total eingesetzt haben und so Tod und Verderben über Abermillionen brachten. Das macht wirklich traurig und doch dürfen wir es bei nicht Betroffenheit und Trauer bewenden lassen. Es gibt nur einen wirksamen Schutz, nämlich jeden Tag mit Gott verbünden unter dem risikobereiten Totaleinsatz all unserer Kräfte und Talente für sein Reich der Liebe, ermahnte der Geistliche er zum Schluss.

 

In der Ansprache an den Kriegerdenkmälern in Moosbach und Prackenbach dankte Bürgermeister Andreas Eckl allen, die gekommen sind, um der vielen Männer, Frauen und Kinder zu gedenken, die Opfer von Krieg und Gewalt geworden sind. Sie mussten sterben, weil ihnen Frieden und Freiheit entzogen wurde, betonte er. Heute, 100 Jahre nach Beginn des 1. Weltkrieges sollten wir uns an die schlimmsten Zeiten Deutscher Geschichte erinnern, nämlich den zweit Weltkriegen.

In seiner Ansprache gedachte Eckl auch der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten oder die Wiederstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben. Obwohl die Weltkriege lange zurück liegen, reichen ihre Schatten bis heute zurück, denn die Zeit lindert zwar ihren Schmerz, aber sie heilt nicht alle Wunden.

 

Eckl erinnerte auch an Menschen, die um ihr Leben und ihrer Freiheit bedroht sind, Opfer von Terrorismus geworden sind, ob in Syrien oder irgendwo in den Weiten Afrikas, um die Bundeswehrsoldatinnen und –Soldaten und andre Einsatzkräfte, die im Ausland ihr Leben verloren. Flüchtlingsströme aus aller Welt sind unterwegs und machen eines deutlich – Frieden ist noch lange nicht.

So hat uns heute die Trauer zusammen geführt, mit dem Bestreben, die Opfer vor dem Vergessen zu bewahren, betone Eckl. Denn wenn niemand mehr an sie denkt, sind sie endgültig Tod. Darum kommen diese Gedenktage wie der Volkstrauertag nach wie vor ein hoher Stellenwert zu, so Eckl.

Zum Gedenken und zur steten Mahnung legte Bürgermeister Andreas Eckl anschließend am Ehrenmal in Prackenbach und Moosbach einen Kranz nieder.

 

Stellvertretend für alle anwesenden Vereine in Prackenbach dankte Erwin Holzapfel Pfarrer Drexler für die würdige Gestaltung des Messopfers und legte im Namen des Krieger- und Reservistenvereins als Zeichen der Verbundenheit und des Dankes einen Kranz nieder. Vergessen wollte er dabei nicht die Kameraden der Bundeswehr, die in den Friedensmissionen ums Leben kamen und gefallen sind. Dieser Tag soll uns eine Mahnung sein und daran erinnern, dass der Frieden in der Welt auch heute noch Opfer fordert, so Holzapfel. Es ist darum unsere Pflicht als Krieger- und Reservistenverein diesen Tag in Ehrfurcht und Würde zu begehen, denn wir waren Soldaten und bleiben Kameraden.

 

Während die Vereine salutierten und Böller krachten, ließen zum Schluss die Pfahlspatzen den „guten Kameraden“ bzw. das Deutschlandlied erklingen. Abschließend dankte auch der Vorsitzende des KuSV Moosbach Stefan Obermeier, Pfarrer Drexler für den Gottesdienst, Bürgermeister Eckl für die mahnenden Worte, der Wache, den Böllerschützen und der Musikkapelle. Auch in Krailing gedachte man beim Vorabendgottesdienst am Samstag der Toten und Vermissten der Weltkriege.

 

Foto: in Prackenbach Pfarrer Josef Drexler, Erwin Holzapfel, Bürgermeister Andreas Eckl , Ehrenwache und Fahnenabordnungen

Foto zu Meldung: Wenn niemand mehr an sie denkt, dann sind sie endgültig tot – der Volkstrauertag setzt hier ein Zeichen

Christian Winzinger feierte sein 95. Wiegenfest

(11.08.2014)

Kriegsjahre und so manche Schicksalsschläge hat er gemeistert

 

Moosbach. Die ganz Familie, Verwandte und Nachbarn stellten sich am Montag bei Christian Winzinger in der Rattenberge Str. in Moosbach ein, der mit sich zufrieden seinen 95. Geburtstag feiern konnte.

Auch Bürgermeister Andreas Eckl schaute vorbei, eine Abordnung des Krieger- und Soldatenvereins, dessen treues Mitglied der Jubilar seit der Wiedergründung des Vereins im Jahre 1953 ist und nicht zuletzt Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, über die er sich sichtlich freute. Sie alle wünschten dem liebenswerten Moosbacher Bürger und Vereinskameraden, dass er in dieser bemerkenswert guten Verfassung auch den 100er erreicht.

 

In Prittriching (Landkreis Landsberg am Lech) erblickte der ruhige und stets freundliche Jubilar 1919 auf dem Landwirtschaftlichen Anwesen seiner Eltern Leni und Christian Winzinger das Licht der Welt, wo er mit fünf Geschwistern aufwuchs, die längst alle verstorben sind.

 

Ab 1939 erlebte der Jubilar dann die ganze Tragik des zweiten Weltkrieges. Viel kann er heute noch erzählen, als er in Frankreich, auf dem Balkan und in Rußland im Einsatz war. Erst 1946 hatte er endlich wieder Heimaterde unter den Füßen und schloss zwei Jahre später mit Maria Schötz den Bund fürs Leben. Drei Jahre später übersiedelten die jungen Leute nach Moosbach, wo sie sich mit großem Fleiß und Sparsamkeit ein Eigenheim errichteten.

 

Eine Reihe von Schicksalsschlägen machte vor der Tür des tapferen Jubilars nicht Halt. Von den drei Kindern, die ihm seine Maria schenkte, starb 1984 Tochter Edeltraud und hinterließ zwei Kinder. Acht Jahre später musste er seine Ehefrau zu Grabe geleiten und auch Sohn Herbert starb 2002 viel zu früh.

Fast über seine Kräfte ging dem Jubilar der Tod der geliebten Enkelin Marina, die im blühenden Alter von 26 Jahren starb. Gott lob, hat er ja seine Tochter Christa, die sich mit Gatten Max an das Elternhaus ein eigenes Domizil geschaffen haben und den Vater liebevoll versorgt. Nur das Frühstück richtet er sich noch selbst, gesteht er.

 

Früher ist der Jubilar sehr gerne mit dem Auto gefahren, liebte lange Spaziergänge und legte mit der Tochter im wunderschönen Garten Hand an. Auch bei den Senioren war der liebenswerte Jubilar stets ein gern gesehener Gast. Diese Aktionen gehören leider der Vergangenheit an, denn die Jahre machen sich halt doch bemerkbar. Große Freude aber bereiten dem Christian der Besuch der drei Enkel und der drei Urenkel. Sie besuchen den Opa so oft es geht und zu seinem Ehrentag war sicher ihr größter Wunsch, der Herrgott möge ihm einen schönen zufriedenen Lebensabend gönnen und ihn auch den 100 er erleben lassen.

 

Foto: Albert Vogl, Bürgermeister Andreas Eckl, Hans Haimerl, Johann Miethaner, Jubilar Christian Winzinger, Franz Haberl und Ludwig Fleischmann

Foto zu Meldung: Christian Winzinger feierte sein 95. Wiegenfest

Menschlichkeit ist die einzige Chance, Frieden zu gewinnen

(27.04.2014)

Krieger-Jahrtag mit Jahreshauptversammlung – langjährige Mitglieder geehrt

 

Moosbach. Eine feste Veranstaltung im Kirchenjahr ist alljährlich der Jahrtag des Krieger- und Soldatenvereins Moosbach, der am Sonntag wieder mit einem Gottesdienst in würdiger Form begangen wurde. Am Kriegerdenkmal gedachte man aller gefallenen und vermisster Kameraden, die irgendwo auf der weiten Welt ihr meist junges Leben lassen mussten. Dem Gottesdienst schloss sich die Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Kerscher an.

 

Im Evangelium vom Weißen Sonntag berichtet Pfarrer Drexler vom ungläubigen Thomas und erzählte von den beiden Päpsten Johannes XXIII und Johannes Paul II, die am heutigen Tag heilig gesprochen werden. Sie seien, wie es kürzlich in der Presse geheißen hat, für die Menschen zu Mauerbrechern in Christi Namen geworden.

 

Nach den Gebeten des Geistlichen zum Totengedenken am Kriegerdenkmal legte der Vorsitzende Stefan Obermeier zum Gedenken an die verstorbenen und gefallenen Kameraden einen Kranz nieder, während Böller krachten und die Kapelle Pfeffer den „Guten Kameraden“ und die Deutschlandhymne spielte.

 

Obermeier erinnerte in seiner Ansprache an das Ende des zweiten Weltkrieges, das sich am 8. Mai zum 69. Mal jährt und eine Spirale von Gewalt, Unmenschlichkeit und Zerstörung endete. Doch begann für viele Menschen erneut Verfolgung, Vertreibung, Gefangenschaft und endloses Leid. Angesichts der vielen Toten, auch aus der Pfarrgemeinde. dürfen wir die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft nicht vergessen.

 

Die jüngsten Ereignisse in der Ukraine zeigen, dass ein friedliches miteinander anscheinend nur durch Waffengewalt gelöst werden kann, unterstrich Obermeier. Nicht politische Machtsysteme stehen sich mehr gegenüber sondern wir sind den Angriffen menschenverachtender Terroristen nahezu hilflos ausgeliefert, das nur durch weltweite Zusammenarbeit aller friedlebender Kräfte diesem Terror begegnet werden kann.

Das Leid, das von vielen persönlich erlitten werden musste, soll uns in Zukunft mahnen, für eine friedliche Zukunft einzutreten, denn Frieden gibt es nur, wenn einer den anderen als Mensch wahrnimmt.

 

Bevor sich die Mitglieder zum Kirchenzug aufstellten, bedankte sich Obermeier bei Pfarrer Drexler für die Feier des Gottesdienstes, den vier Wachen Manfred Schlecht Josef Müller, Heinrich Raith und Rudi Fischl sowie den Böllerschützen Sepp Stöger und Andreas Hof.

 

Nach dem Mittagessen im Vereinslokal Kerscher begrüßte Obermeier auch Pfarrer Josef Drexler und alle Mitglieder nebst der gesamten Vorstandschaft sowie mit Yvonne Klingl die einzige Frau im Verein und bat um eine Gedenkminute für alle verstorbenen  Kameraden insbesondere Rudi Rackl, den man im letzten Jahr zu Grabe geleiten musste.

 

In seinem Rückblick erinnerte Obermeier an die traditionelle Heimkehrerwallfahrt in Neurandsberg, die Beteiligung an der Feuerwehrhaus Einweihung in Ruhmannsdorf. Auch an Gartenfesten in der Gemeinde war der Verein präsent und hob den Kameradschaftsabend mit den Kameraden aus Rattenberg und Altrandsberg in Maierhof hervor. Auch bei der Dorfweihnacht war der Verein wieder vertreten, wobei er den Helfern herzlich dankte. Das größte Highlight war sicherlich der Vereinsausflug nach Wildschönau wobei er Hans Miethaner für die Organisation dankte. Auch fünf Christbaumversteigerungen wurden ebenfalls besucht und das eigene organisiert.

Mit Florian Dähne ist ein Neuzugang zu verzeichnen, so dass der Verein nach einem Todesfall mit 93 Mitgliedern konstant geblieben ist, von denen im abgelaufenen Jahr fünf zum runden Geburtstag gratuliert wurden. Zum Schluss dankte Obermeier allen, die ihn im abgelaufenen Vereinsjahr so tatkräftig unterstützt haben, insbesondere der ganzen Vorstandschaft, den Fahnenjunkern, Fahnenbegleiterinnen und Taferlbuben sowie Margit Kerscher für die Zubereitung des Essens.

 

Über die Finanzen berichtete Kassier Albert Vogl, dem die Kassenprüfer Josef Müller und Sepp Stöger eine wie gewohnt hervorragende Kassenführung bescheinigten; dem Kassier und der Vorstandschaft wurde Entlastung erteilt.

 

Schriftführer Franz Haberl verlas das Protokoll der letzten Generalversammlung und gab noch einen ausführlichen Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr.

Pfarrer Josef Drexler dankte dem KuSV, dass er stets die kirchlichen Feiern mit ihrer Teilnahme bereichert und betonte, was wäre die Kirche ohne seine Vereine. Er begrüßte die Anschaffung einer Bank um die Linde am Kirchanger und meinte: „Hoffentlich lassen sich viele dort nieder“. Es sei zu beobachten, dass viele fremde Leute Moosbach besuchen. Zu den Bittgängen merkte Drexler an, dass er zum Flurumgang am 25. Mai Himmelträger benötigte, für das ihm Stefan Obermeier die Zusage gab.

RK Vorstand Hans Miethaber wird für den 6./7. September einen Vereinsausflug organisieren. Näheres wird demnächst in der Zeitung bekannt gegeben. Auch auf Anregung von Sepp Stöger soll die Kanone überholt werden und dann anschließend ein Raum zur Unterstellung geschaffen werden.

Ein Film über das 125-jährige Gründungsfest des KuRV Prackenbach schloss sich an.

 

Ehrungen:

Vereinsehrungen: für 25 Jahre Ludwig Freund und Josef Müller .

RK-Ehrungen: für 10 Jahre Robert Michenfelder, Margita Kerscher, Manfred Pellkofer

für 20 Jahre Johann Schedlbauer sen., Johann Stöger,

für 25 Jahre Helmut Haimerl, Josef Müller OL der Reserve

 

Termine: 4. Mai Heimkehrerwallfahrt, 19.6. Fronleichnam /Gartenfest, 6.7. Gründungsfest in Chamerau, 2.8. Kameradschaftsabend , 6./7. 9. Jahresausflug, 29.9. Erntedankfest, 11.10. Kronbergpokalschießen, 16.11. Volkstrauertag, 29./30. 11. Dorfweihnacht, 13.12. Christbaumversteigerung in Neurandsberg , 20. 12. Weihnachtsfeier und 26.12. eigene Christbaumversteigerung.

 

Foto: 2. Vorsitzender Johann Miethaner, 1. Vorsitzender Stefan Obermeier, Pfarrer Drexler mit den Ministranten, Wache: Heinrich Raith li hinten, Josef Müller – re. Manfred Schlecht und Rudi Fischl

Foto zu Meldung: Menschlichkeit ist die einzige Chance, Frieden zu gewinnen

Frieden und Freiheit soll in Deutschland verankert bleiben

(05.05.2013)

Zur 139. Heimkehrerwallfahrt pilgerten die Kriegervereine wieder zur Bergkirche

 

Moosbach/Neurandsberg. Herrliches Frühlingswetter begleitete heuer die Mitglieder der drei Krieger- und Soldatenvereine (Rattenberg, Moosbach und Altrandsberg), die am Sonntag zum 139. Mal zur Bergkirche Neurandsberg zur Gottesmutter hinauf pilgerten, um für die gefallenen und vermissten der beiden Weltkriege aber auch für die glückliche und zum Teil gesunde Heimkehr zu danken.

 

Auch heuer versammelten sich die drei Vereine mit ihren Vorsitzenden Josef Stelzer (Rattenberg), Stefan Obermeier (Moosbach) und Stefan Zenkert (Altrandsberg) am ersten Sonntag im Mai der ungebrochenen Tradition folgend, vor dem Burggasthof Neurandsberg. Von dort zogen sie mit ihren Fahnen und angeführt von der Kapelle Fleischmann betend zur Wallfahrtskirche Maria Geburt hinauf. Auch Bürgermeister Reinhard Schwarz (Rattenberg) und sein Amtskollege Franz Xaver Eckl (Moosbach) vertraten dabei ihre Gemeinden.

 

Glockengeläute begleitete die Männer in das Gotteshaus, wo Pfarrer Erwin Zach das Messopfer zelebrierte, das die Gläubigen in Begleitung der Kapelle mit der Schubertmesse eindrucksvoll mitgestalteten.

Bei der Begrüßung zur traditionelle Heimkehrerwallfahrt, die er heute in Neurandsberg mit vielen bekannten Gesichtern feiern durfte, erwähnte er das jährliche Gedenken, für die Gefallenen und Vermissten zu beten und für die gelungene Heimkehr insbesondere aus der Gefangenschaft zu danken. „Wir können uns heute das kaum mehr vorstellen, was dies bedeutet hat,“ so der Geistliche.

 

Wir werden von Jesus Christus immer wieder zum Frieden eingeladen, merkte Pfarrer Zach unter anderem in seiner Predigt an. Schon bei seiner Geburt haben Engel den Frieden verkündet und nach der Auferstehung, als er seinen Jüngern erschien, begrüßte er sie mit: “Friede sei mit euch“ und auch beim Messopfer verspricht er uns nach dem „Vater unser“ immer wieder seinem Frieden, den er uns gibt.

Weiter betonte der Geistliche, dass wir heute schon Anteil haben können auf dem Weg der Heimkehr, Wegleiter ist der Hl. Geist, er ist die Seele der Kirche, der uns dazu die Kraft gibt.

 

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Vereine mit ihren Fahnen beim Kriegerdenkmal vor der Kirche, wo der 2. Vorsitzende der KuSK Rattenberg Martin Bauer einen Kranz für die gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden aus Rattenberg, Moosbach und Altrandsberg niederlegte und die Kapelle Fleischann die Melodie vom „guten Kameraden“ und die „Deutschlandhymne“ spielte.

 

Zum 139.mal sind die Mitglieder der drei KuSK heute heraufgepilgert, erinnerte sie Bauer in seiner Ansprache und gerade an diesem Tag des Dankes sollte man an diesem Ort inne halten und die Geschichte und das Vermächtnis dieser Heimkehrerwallfahrt in Erinnerung rufen. Auf die schrecklichen Ereignisse des letzten Jahrhunderts blickend, sehen wir einen Irrweg der deutschen Geschichte, der in einem Inferno für Deutschland, Europa, ja fast die ganze Welt endet, so Bauer. Wer die Augen vor der Vergangenheit verschließt, wir blind für die Gegenwart und wird anfällig für neue Gefahren.

 

Wir haben die Pflicht, dieses Mahnmal der deutschen Geschichte an die nächsten Generationen weiter zu tragen, mahnte Bauer weiter und dafür sorgen, dass Frieden und Freiheit für immer in Deutschland verankert bleiben.

 

Abschließend bedankte sich Bauer bei den Mitgliedern aus Rattenberg, Moosbach und Altrandsberg, die durch ihre Aktivitäten die Geschichte der Heimkehrerwallfahrt und ihre Bedeutung in den Gemeinden am Leben erhalten. Ferner bedankte er sich bei Pfarrer Erwin Zach für die Feier des Maßopfers, der Musikkapelle, bei Josef Falzboden als ältesten Teilnehmer und bei allen für die zahlreiche Beteiligung.

 

Foto: BM Reinhard Schwarz (Rattenberg), BM Franz Xaver Eckl (Prackenbach),

die Vorstände: Stefan Zenkert (Altrandsberg), Stefan Obermeier (Moosbach), Josef Steler (1. Vors. Rattenberg), Martin Bauer (2. Vors. Rattenberg.)

Foto zu Meldung: Frieden und Freiheit soll in Deutschland verankert bleiben

„Die Sehnsucht nach Frieden ist so alt wie die Menschheit“

(07.04.2013)

Krieger-Jahrtag mit Jahreshauptversammlung – Ehrung langjähriger Mitglieder

 

Moosbach. Eine feste Veranstaltung im Kirchenjahr ist alljährlich der Jahrtag des Krieger- und Soldatenvereins Moosbach, der am Sonntag wieder mit einem Gottesdienst in würdiger Form begangen wurde. Am Kriegerdenkmal gedachte man aller gefallener und vermisster und verstorbener Kameraden, die irgendwo auf der weiten Welt ihr meist junges Leben lassen mussten. Dem Gottesdienst schloss sich die Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Kerscher an.

 

An das Evangelium vom weißen Sonntag anknüpfend, sprach Pfarrer Josef Drexler von der inneren Anspannung, die wohl in den Jüngern geherrscht haben mag und besonders bei Thomas, den wir leichthin den „Ungläubigen“ nennen, als sie ihrem Herrn und Meister nach der Auferstehung wieder begegnet sind. Der Auferstandene erlaubt sogar Thomas, dass er seine Wunden berührt und hält ihm und den anderen Jüngern in keiner Weise ihr klägliches Versagen vor, sondern er spricht ihnen seinen österlichen Frieden von der Sündenvergebung zu. Und sie gehen nach Jesu Auferstehung und Himmelfahrt heilend auf die Menschen mit ihren verschiedensten Gebrechen zu, damit alle das ewige Leben haben in seinem Namen.

 

Nach den Gebeten des Geistlichen zum Totengedenken am Kriegerdenkmal legte der Vorsitzende Stefan Obermeier zum Gedenken an die verstorbenen und gefallenen Kameraden einen Kranz nieder, während Böller krachten und die Kapelle Fleischmann den „guten Kameraden“ und die „Deutschlandhymne“ spielten und die Kameraden salutierten.

 

Obermeier blickte in seiner Ansprache zurück auf das Leid, das in den beiden Weltkriegen von vielen persönlich erlitten werden musste, das uns heute und in Zukunft zur Mahnung sein soll. Die Namen der Gefallenen und Vermissten auf dem Ehrenmal geben Zeugnis von der Sinnlosigkeit eines Krieges. Sie stehen für Versöhnung, Freiheit, Gerechtigkeit und nicht für Krieg und Gewalt.

 

Frieden mit allen Völkern, heißt ein Leitsatz, der fast auf allen Fahnen der Krieger- und Soldatenvereine zu finden ist, dem aber viele nach 68 Jahren Frieden in Deutschland vergessen haben, sagte Obermeier weiter. Grausame Kriege im Nahen Osten und die terroristischen Anschläge in den letzten Jahren haben erneut die Welt in ihren Grundfesten erschüttert. Es ist die Aufgabe der jetzigen Generation, die Erinnerung an die Opfer wach zu halten, der Geschichte ins Auge zu sehen und daraus die Lehren für die Zukunft zu ziehen, mahnte Obermeier.

 

Bevor sich die Mitglieder zum Kirchenzug aufstellten, dankte Obermeier Pfarrer Drexler für die Feier des Gottesdienstes, den vier Wachen Manfred Schlecht, Alfred Höcherl, Robert Stelzl und Josef Müller sowie den Böllerschützen Sepp Stöger und Andreas Hof.

 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Vereinslokal Kerscher begrüßte Obermeier Bürgermeister Xaver Eckl, den 94-jährigen Christian Winzinger, den einzigen noch lebenden Zeitzeugen und bat um eine Gedenkminute für alle verstorbenen Kameraden und insbesondere der im letzten Vereinsjahr verschiedenen Simon Schnitzbauer, Ludwig Laumer, Hubert Penzkofer, Max Schedlbauer, Johann Preiß, Markus Eckl und Rudi Krebs.

 

In seinem Bericht erinnerte Obermeier an die traditionelle Heimkehrerwallfahrt in Neurandsberg, die Beteiligung an verschiedenen Feierlichkeiten in der Gemeinde und Kirche und hob den Kameradschaftsabend mit den Kameraden aus Rattenberg und Altrandsberg am SV-Gelände hervor.

Auch bei der Dorfweihnacht war der Verein an beiden Tagen wieder vertreten, wobei er den Helfern herzlich dankte. Zudem wurden fünf Christbaumversteigerungen besucht, wobei er allen dankte, die sich dazu Zeit genommen hatten.

Mit Yvonne Klingl ist ein Neuzugang zu verzeichnen so dass der Verein derzeit 93 Mitglieder zählt, von denen im abgelaufenen Jahr neun zum runden oder halbrunden Geburtstag gratuliert wurde. Zum Schluss dankte Obermeier all denen, die ihn im abgelaufenen Jahr so tatkräftig unterstützt haben. Sein besonderer Dank galt der gesamten Vorstandschaft, den Fahnenjunkern, Fahnenbegleiterinnen und Taferlbuben.

 

Schriftführer Franz Haberl verlas das Protokoll der letzten Generalversammlung und gab noch einen ausführlichen Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr.

Über die Finanzen berichtete Schatzmeister Albert Vogl, dem die Kassenprüfer Josef Stöger und Josef Müller eine wie gewohnt hervorragende Kassenführung bescheinigten; dem Kassier und der Vorstandschaft wurde Entlastung erteilt.

 

RK Vorsitzender Johann Miethaner berichtete, dass die RK-Mannschaft beim Kegelturnier in Viechtach den 3. Platz und einen Pokal holte. Als nächsten Termin gab er das Jäger-Gold-Pokal-Turnier am 22. Juni 13 und das Ziel des Jahresausfluges in die Wildschönau bekannt. (Ausführlich darüber wird in den nächsten Tagen in der Zeitung berichtet).

 

Ehrungen: Die Treuenadel in Gold erhielt Christian Winzinger für 60 Jahre Mitgliedschaft.

40 Jahre beim Verein ist Albert Vogl und Theo Lorenz und 25 Jahre Josef Wolf, Robert Preiß und Helmut Haimerl.

25 Jahre Mitgliedschaft bei der Reservistenkameradschaft gehören an:

Helmut Gierl, Manfred Dziamba, Andreas Haller, Johann Haseneder, Robert Preiß, Rudolf Rackl, Johann Schedlbauer, Manfred Sterr, Albert Vogl, Josef Stöger, Robert Stelzl, Stefan Obermeier, Johann Miethaner, Johann Haimerl, Franz Haberl, Hans Fleischmann.

10 Jahre dabei sind Tobias Hanisch und Christian Raith.

 

Termine: 5. Mai Heimkehrerwallfahrt, 12.5. Feuerwehrhauseinweihung der FW Ruhmannsdorf, 7.-8.9. Jahresausflug, 14.9. Kameradschaftsabend in Rattenberg, 29.9. Erntedankfest, 12.10. Kronbergpokalschießen, 17.11. Volkstrauertag, 30.11.-1.12. Dorfweihnacht, 14.12. Christbaumversteigerung in Neurandsberg, 21.12. Weihnachtsfeier, 26.12. Christbaumversteigerung

Foto zu Meldung: „Die Sehnsucht nach Frieden ist so alt wie die Menschheit“

Reservisten wählten bewährten Vorstand

(21.10.2012)

Johann Miethaner bleibt Vorsitzender – Mitgliederzahl bleibt konstant

 

Moosbach. Im Mittelpunkt der Generalversammlung der Reservistenkameradschaft stand am Sonntag die Neuwahl der gesamten Vorstandschaft. Mit Ausnahme von Schriftführer Heinrich Raith stellte sich die bewährte Führung unter Johann Miethaner wieder zur Verfügung. Neuer Schriftführer ist Christian Raith.

 

Zur Versammlung im Gasthaus Kerscher konnte Vorsitzender Johann Miethaner neben 13 Mitgliedern auch Bürgermeister Xaver Eckl und Anton Ecker aus Prackenbach willkommen heißen. Letzterer hatte sich für den Kreisorganisationsleiter Lothar Schreiner, der verhindert war, als Versammlungsleiter zur Verfügung gestellt.

 

Zunächst gab der Vorsitzende einen Rückblick über das vergangene Vereinsjahr, in dem sich die Mitglieder zu vier Monatsversammlungen trafen. Eine gute Angelegenheit sei das jährliche Vergleichsschießen mit Prackenbach, das man unbedingt beibehalten sollte, so der Vorsitzende.

Im gesellschaftlichen Bereich wurde mit dem KuSV das Gartenfest organisiert sowie am Jahrtag und an der Heimkehrerwallfahrt teilgenommen. Eine schöne Angelegenheit sei auch der jährliche Kameradschaftsabend mit dem KuSV Rattenberg. Zudem hat sich der Verein am Gründungsfest in Oberndorf, an der Trainingsplatzeinweihung in Moosbach und am Erntedankfest beteiligt.

Der aktuelle Mitgliederstand beträgt bleibt beim Abgang von Markus Eckl und zwei Neuzugängen von Ivon Klingl und Alfred Laumer mit 51 Mitgliedern konstant.

 

Schatzmeister Hans Haimerl erläuterte anschließend die Finanzen, die zuvor von Josef Stöger und Manfred Dziamba geprüft wurden, welche die Kasse in hervorragendem Zustand vorfanden. Kassenwart und Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

 

Anton Ecker bedankte sich für den Bericht von Johann Miethaner und die geleistete Arbeit und wickelte mit vorheriger Zustimmung der anwesenden Mitglieder mit den Beisitzern Bürgermeister Xaver Eckl (Protokollführer) und Christian Raith die Wahl per Akklamation ab.

Einstimmig gewählt wurden: RK-Vorsitzender Johann Miethaner, Stellvertreter Stefan Obermeier, Kassenwart Hans Haimerl und die beiden Revisoren Josef Stöger und Manfred Dziamba. Mit Josef Müller und Helmut Gierl wurden Ersatz-Revisoren bestimmt.

Als Kreisdelegierte fungieren neben Vorsitzendem Johann Miethaner Manfred Dziamba, Stefan Obermeier und Josef Müller. Vertreter sind Hans Haimerl und Christian Raith.

 

Anschließend gab Johann Miethaner die nächsten Termine bekannt: 18.11. Volkstrauertag, 1.-2. 12. Dorfweihnacht, 15.12. Weihnachtsfeier und 26.12. Christbaumversteigerung. Angeboten wird auch ein Motorsägekurs, näheres ist bei Johann Miethaner zu erfahren.

Verbandstermine sind: 10.11. Sicherheits-politische Veranstaltung in Regen, 30.11.-2. 12. Sanitätsausbildung, 1.12. Weihnachtsschießen beim RK in Viechtach, 15.12. Simulationsschießen in Regen.

 

Stefan Obermeier dankte zum Schluss den Verantwortlichen der Reservisten unter Johann Miethaner für die geleistete Arbeit.

 

Foto: Josef Stöger, Manfred Dziamba, Johann Miethaber, Hans Haimerl, Stefan Obermeier, BM Xaver Eckl, Christian Raith und Anton Ecker.

Foto zu Meldung: Reservisten wählten bewährten Vorstand

Ludwig Laumer starb im gesegneten Alter von 91 Jahren

(19.05.2012)

Ein echter katholischer Christ – Familienmensch, Vorbild um Gemeinwohl und für alle Reiterkameraden

 

Moosbach/Holzhof. Eine überaus große Trauergemeinde gab am Montag auf dem Pfarrfriedhof in Moosbach dem Austragsbauer Ludwig Laumer das letzte Geleit, der im außergewöhnlich hohen Alter von 91 Jahren verstorben ist, auf den der Spruch auf dem Sterbebild zutrifft wo es heißt: „Es war so reich dein Leben an Müh und Arbeit, Sorg und Last..“ was jedermann, der ihn kannte, bestätigen könne, so Pfarrer Drexler in seiner beeindruckenden Ansprache.

 

Das Requiem, das der Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger musikalisch umrahmte, zelebrierte Pfarrer Josef Drexler, der den Verstorbenen als echten katholischen Christen bezeichnete, der lebenslang, treu und unverbrüchlich jeden Sonntag zum Gottesdienst gekommen ist. Sein Todestag – Christi Himmelfahrt - war dafür sicher kein Zufall, dass Christus seinen treuen Diener am diesem Tag ganz bewusst hinaufgenommen hat, betonte der Geistliche.

 

Nach Kriegsjahren, Lazarett und Gefangenschaft galt die Sorge von Ludwig Laumer seinem großen Hof und später seiner Familie, dessen größte Freude es war, wenn sich seine fünf Kinder, 11 Enkel und 10 Urenkel immer wieder um ihn scharten. Erst vor einer Woche feierte er mit ihnen in der Hofkapelle seine letzte Maiandacht, zu Ehren der Muttergottes, der er sich immer wieder anvertraute.

 

„Ein einfacher alter Bauer verstand es, alle frohen und schmerzlichen Ereignisse seines wechselvollen Lebens im Lichte des Glaubens zu deuten“, sagte Pfarrer Drexler in seiner Ansprache. Dazu gehörte zum einen der Schicksalsschlag, als sein Austragshaus niederbrannte und seine Frau darin umkam, mit der er 50 Jahre verheiratet war. Es gab auch viele freudige Zeiten in seinem Leben, so der Pfingstritt in Bad Kötzting und der Martiniritt in Miltach, an denen er jeweils über 70 Mal teilnahm und die ihm nebst dem Krieger- und Soldatenverein Moosbach und der Feuerwehr Eismannsberg und der MMC die letzte Ehre erwiesen.

 

Dr. Dieter Casaretto von den Pfingstreitern bezeichnete am offenen Grab den Verstorbenen als einen ihrer Treuesten, der über Jahrzehnte nach Steinbühl geritten ist, was zuweilen wirklich nicht leicht war und für das er neben vielen Auszeichnungen, zuletzt für 70 Jahre, geehrt wurde. Er dankte ihm für seine Treue und sprach der Familie seine Anteilnahme aus.

 

Altbürgermeister Gottfried Heigl würdigte Ludwig Laumer als langjährigen Reiterkameraden, der 71 Mal am Martiniritt teilgenommen hat und somit zum Vorbild geworden ist für seine Kameraden.

Laumer setzte sich aber auch in der Kommunalpolitik für die Bürgerinnen und Bürger ein, so Heigl im Auftrag der Gemeinde. Er war 26 Jahre Gemeinderatsmitglied der Altgemeinde Eismannsberg und bekleidete von 1966 bis 1978 das Amt des zweiten Bürgermeisters und verschaffte sich durch seinen aufrechten Charakter Achtung und Beliebtheit. 1977 erhielt Laumer eine Ehrung für 25-jährige Gemeinderatszugehörigkeit und noch im selben Jahr eine kommunale Ehrenurkunde des Bayer. Staatsministeriums des Innern.

 

Auch die FF Eismannsberg trauert um ihr ältestes Mitglied, bemerkte schließlich Vorsitzender Andreas Raab in seinem Nachruf am offenen Grab. Der Verstorbene war über 74 Jahre ein treues Mitglied und wurde 1995 zum Ehrenmitglied ernannt. Es erfüllte ihn auch voller Stolz, als er 2008 die Urkunde für seine 70-jährige Mitgliedschaft entgegen nehmen durfte, denn stets hatte er ein offenes Ohr für die Belange seiner Heimat-Wehr, betonte der Vorsitzende.

 

Auch Stefan Obermeier, Vorsitzender des Krieger- und Soldatenverein Moosbach beteiligte sich mit großer Abordnung an der Beisetzung ihres treuesten Mitgliedes, der 59 Jahre dem Verein angehörte. Er war immer dabei, wenn es seine Gesundheit erlaubte, sagte er. Noch am 6. Mai hat er sich an der Heimkehrerwallfahrt in Neurandsberg beteiligt. Wenn er es auch zu Fuß nicht mehr schaffte, zur Muttergottes hinauf zu wandern, so wurde er von der Familie gefahren.

 

Dann senkten sich die Fahnen der Vereine über das offene Grab, während seine Kameraden stramm standen und die Kapelle Fleischmann das Lied vom „guten Kameraden“ spielte.

 

Foto zu Meldung: Ludwig Laumer starb im gesegneten Alter von 91 Jahren

Erinnerung soll Mahnung sein für den Frieden

(06.05.2012)

Zur 138. Heimkehrerwallfahrt pilgerten die Kriegervereine wieder zur Bergkirche

 

Moosbach/Neurandsberg. Zahlreich waren die Mitglieder von den drei Krieger- und Soldatenvereine (Rattenberg, Moosbach und Altrandsberg) die am Sonntag bereits zum 138. Mal zur Bergkirche Neurandsberg hinauf pilgerten, um für die gefallenen und vermissten Kameraden aus den beiden Weltkriegen einen Gottesdienst zu feiern, aber auch für die glückliche und zum Teil gesunde Heimkehr zu danken.

 

Auch heuer versammelten sich die drei Vereine mit ihren Vorständen Josef Stelzer (Rattenberg), Stefan Obermeier (Moosbach) und Stefan Zenkert (Altrandsberg) am ersten Sonntag im Mai, der ungebrochenen Tradition folgend, vor dem Burggasthof in Neurandsberg, um mit ihren Fahnen und angeführt von der Kapelle Fleischmann betend zur Wallfahrtskirche Maria Geburt hinaufzuziehen. Auch Bürgermeister Reinhard Schwarz (Rattenberg) und sein Amtskollege Franz Xaver Eckl (Moosbach) vertraten dabei ihre Gemeinden.

 

Glockengeläute begleitete die Männer in das überfüllte Gotteshaus, wo Pfarrer Walter Strasser (Konzell) das Messopfer zelebrierte, das die Gläubigen in Begleitung der Kapelle mit der Schubertmesse eindrucksvoll mitgestalteten.

 

Bei der Begrüßung erwähnte der Geistliche das jährliche Versprechen, die Heimkehrerwallfahrt für die Gefallenen der beiden Weltkriege zu begehen und sie der Barmherzigkeit Gottes zu empfehlen.

In seiner Predigt knüpfte der Geistliche an das Evangelium vom Weinstock an, als er sagt, dass der Weinstock und die Rebzweige von Natur aus zusammen gehören, wo sie treiben und Frucht bringen können. Sobald sie vom Stamm abgeschnitten sind, verdorren sie, sterben sie ab. So kommt es auch darauf an, mit Jesus verbunden zu sein und verbunden zu bleiben. Lassen wir also die Beziehung mit Jesus niemals abreißen. Bleiben wir mit ihm in Verbindung, Dann können wir auch reiche Frucht bringen.

 

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Vereine mit ihren Fahnen beim Kriegerdenkmal vor der Kirche wo der 2. Vorsitzende der KuSK Rattenberg Martin Bauer einen Kranz für die gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden aus Rattenberg, Moosbach und Altrandsberg niederlegte und die Kapelle Fleischmann die Melodie vom „guten Kameraden“ und die „Deutschlandhymne“ spielte.

 

Im Mai 2011 jährt sich zum 67. Mal das Ende des zweiten Weltkrieges in Europa, erinnerte Bauer in seiner Ansprache. Dieser Tag beendete eine Spirale von Gewalt, Unmenschlichkeit und Zerstörung. Die Namen, welche im Ehrenmal verewigt sind, stehen für Versöhnung, Freiheit und Gerechtigkeit – und nicht für Krieg und Gewalt, mahnte Bauer. Jedoch begannen erneut Verfolgung, Vertreibung, Gefangenschaft und endloses Leid für viele Menschen. Scheinbar haben einige aus den vergangenen Kriegen nichts gelernt, so der Redner, denn nach dem Ende des „kalten Krieges“ hat sich die Hoffnung auf ein Goldenes Zeitalter des Friedens nicht erfüllt.

 

Ständig steht die Bundeswehr vor hohen Herausforderungen in den Krisen- und Kriegsgebieten der Erde. Viele haben erneut im Einsatz ihr Leben lassen müssen. Vor allem auch deutsche Soldaten aus unserer Region, was uns sehr erschüttert hat.

 

Die heutige Heimkehrerwallfahrt soll uns aber nicht nur eine Erinnerung an das große Leid sein, sondern zugleich eine Mahnung, etwas für den Frieden zu tun. „Die Macht der Worte muss stärker sein als die Macht der Waffen“, so Bauer.

 

Abschließend dankte der stellvertretende Vorsitzende Martin Bauer besonders Pfarrer Walter Strasser, der Mesnerin und den Ministranten, der Musikkapelle und den Vorständen, die sich mit ihren Mitgliedern so zahlreich beteiligten. Er erwähnte auch dankend die anwesenden Bürgermeister Reinhard Schwarz und Xaver Eckl, die sich an der Heimkehrerwallfahrt beteiligten.

 

Dann stellten sich die Vereine mit der Kapelle zum Rückmarsch in den Burggasthof auf, wo sie das gemeinsame Mittagessen einnahmen.

Foto: 1. R. Vorstand Josef Stelzer, Rattenberg, Stefan Zenkert Vors. Altrandsberg, Stefan Obermeier Vors. Moosbach, Hans Miethaner 2. Vors. Moosbach, Martin Bauer 2. Vors. Rattenberg,

Foto zu Meldung: Erinnerung soll Mahnung sein für den Frieden

Frieden bekommt man nicht geschenkt – unser stetiger Einsatz ist gefordert

(15.04.2012)

Krieger-Jahrtag mit Jahreshauptversammlung und Neuwahlen – Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder

 

Moosbach. Seinen traditionellen Jahrtag hat der Krieger- und Soldatenverein Moosbach wieder in würdiger Form begangen und am Ehrenmal an die jetzige Generation appelliert, für eine friedliche Zukunft einzutreten, denn Menschlichkeit sei die einzige Chance, Frieden zu gewinnen und dabei könne jeder mithelfen. Den Gottesdienst für die verstorbenen Kameraden schloss sich die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen an, bei der sich die ganze Vorstandschaft für weitere drei Jahre zur Verfügung stellte.

 

An das Evangelium vom weißen Sonntag anknüpfend, sprach Pfarrer Josef Drexler von den verängstigten Jüngern, die aus Furcht vor ihrer feindseligen Umgebung die Türen verschlossen hatten. „Wir brauchen uns zwar nicht um unser Leben zu fürchten, wenn wir uns in der Öffentlichkeit zum Gekreuzigten bekennen, aber nachteilig kann es für uns allemal sein, meinte der Geistliche. Zumal wir in einer Zeit leben, in der Deutschlandweit nur noch 13 Prozent der Katholiken und vier Prozent der Evangelischen regelmäßig zum Sonntagsgottesdienst kommen. Wenn wir Christen mehr oder weniger angefeindete Minderheit werden, appellierte er an die Christen, als Kirchengemeinde noch viel näher als bisher zusammen zu rücken.

 

Nach den Gebeten des Geistlichen zum Totengedenken am Kriegerdenkmal legte Vorstand Stefan Obermeier zum Gedenken an die verstorbenen und gefallenen Kameraden einen Kranz nieder, während Böller krachten und die Kapelle Fleischmann den „guten Kameraden“ und die „Deutschlandhymne“ spielten und die Kameraden salutierten.

 

Nie wieder Krieg war die Losung nach Kriegsende vor 67 Jahren. Aber die täglichen Geschehnisse in der Welt zeigen, dass Friede nicht selbstverständlich ist, sagte Obermeier in seiner Ansprache. Wenn auch der Krieg zu Ende ist, geht das Blutvergießen weiter, da ein terroristischer Anschlag dem anderen folgt. Auftrag für jeden Einzelnen ist, nicht nur von Frieden zu reden, sondern auch danach zu handeln, denn nur Gemeinschaftssinn, Kameradschaft, Solidarität sowie Achtung vor Gott und den Mitmenschen tragen zum Frieden für die Zukunft bei, mahnte er. Welch hohes Gut der Frieden ist, muss uns am Ehrenmal bewusst sein.

 

Bevor sich die Mitglieder zum Kirchenzug aufstellten, dankte Obermeier Pfarrer Drexler für die Feier des Gottesdienstes und die Gebete am Kriegerdenkmal sowie den vier Wachen: Robert Stelzl, Manfred Schlecht, Heinrich Raith und Josef Müller und den Böllerschützen Sepp Stöger und Andreas Hof.

 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Vereinslokal  Kerscher begrüßte Obermeier Bürgermeister Xaver Eckl, den Kreisvorsitzenden Arthur Biener und den 93-jährigen Christan Winzinger und bat um eine Gedenkminute für alle verstorbenen Kameraden und insbesondere der im letzten Vereinsjahr verschiedenen Franz Holzapfel mit 54 Jahren und Festmutter von 1954 Maria Fleischmann mit 83 Jahren.

 

In seinem Bericht erinnerte Obermeier an die traditionelle Heimkehrerwallfahrt in Neurandsberg, die Beteiligung verschiedener Feierlichkeiten und Gartenfeste im Gemeindebereich und hob den Kameradschaftsabend mit dem KuSV Rattenberg in Maierhof hervor der zur willkommenen Tradition geworden ist und lud zum diesjährigen zum Fußballplatz ein.

Auch bei der Dorfweihnacht war der Verein wieder an beiden Tagen vertreten und mit der Weihnachtsfeier und er traditionellen Christbaumversteigerung konnten sie auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurückblicken. Es wurden auch sechs Christbaumversteigerungen besucht. Desweiteren erwähnte Obermeier die Teilnahme an der Frühjahrs- und Herbstversammlung des BSB Kötzting und teilte den Mitgliedern mit, dass die Kanone wieder für fünf Jahre TÜV-geprüft ist. Außerdem sind mit Alfred Laumer, Matthias Schedlbauer und Matthias Kollmer drei Neuzugänge zu verzeichnen, so dass der Verein derzeit 102 Mitglieder zählt, von denen sieben zum runden bzw. halbrunden Geburtstag gratuliert wurden.

 

Zum Schluss bedankte sich Obermeier ganz besonders bei all denen, die ihn im abgelaufenen Vereinsjahr tatkräftig unterstützt haben und dankte der Vorstandschaft, den Fahnenjunkern, Fahnenbegleiterinnen und Taferlbuben sowie der Gastwirtin für das hervorragende Essen.

 

Schriftführer Franz Haberl verlas das Protokoll der letzten Generalversammlung und gab noch einen ausführlichen Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr.

Von den Finanzen des Vereins berichtete ausführlich Schatzmeister Albert Vogl, dem die Kassenprüfer Josef Müller und Josef Stöger eine wie immer hervorragende Kassenführung bescheinigten, so dass sowohl dem Kassier als auch der Vorstandschaft Entlastung erteilt wurde.

 

Bürgermeister Xaver Eckl legt stets Wert darauf, bei einer Generalversammlung selbst dabei zu sein, um zu erfahren, wie es um den Verein steht und er steht sehr gut da, betonte er. Er erwähnte es lobenswert, dass Christian Winzinger mit 93 Jahren noch am Jahrtag teilnimmt. Mit den Neuwahlen verband er seinen Dank für die Arbeit, die geleistet wurde. „Man sieht immer wieder an den Veranstaltungen die starke Vertretung“ lobte er und bat weiterhin um guten Zusammenhalt. Er dankte der Vorstandschaft und speziell Stefan Obermeier, der den Verein stark im Griff hat und auch die übrigen Ämter seien in bewährter Führung. Der Verein funktioniert, meinte er, hoffe, es geht so weiter.

 

Kreisvorsitzender Arthur Biener bestätigte die super Zusammenarbeit der Moosbacher mit dem Kreisverband und auch die Mitgliederzahl sei respektabel. Er berichtete vom achten Vergleichsschießen in Seugendorf, wo mit 33 Mannschaften geschossen wurde. Die Resonanz im Kreisverband sei sehr gut. Zu den bevorstehen Wahlen sprach er die Hoffnung aus, dass es im Verein so weiter geht wie bisher und er dankte den Kameraden für ihre Treue zum Verein mit der Bitte, „haltet zu zusammen, bleibt gesund und bleibt Kameraden“. 

 

Zum Vergleichsschießen in Seugendorf erwähnte Obermeier, dass dazu vier Gewehre gekauft wurden. Wenn alle Gemeinden der Vereine, die zum BSB Kötzing gehören, 100,- € übernehmen würden, wären die Gewehre bezahlt, meinte Obermeier. Lt. Beschluss übernimmt die Reservistenkasse Moosbach die Zahlung des Betrages, da die Gemeinde schon die Pflege des Kriegerdenkmals übernimmt.

 

Anschließend übernahm Arthur Biener im Namen des Kreis- Berzirks- und Landesverband mit Bürgermeister Eckl die Ehrung der Mitglieder mit der Überreichung der Ehrennadeln und Ehrenkreuze mit Urkunden.

Für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit: Manfred Dziamba, Günter Eckl, Hans Fleischmann, Andreas Haller, Theo Klingl und Michael Winkler.

Für 40 Jahre Rudolf Krebs  

Ehrenkreuze in Bronze erhielten für 50 Jahre Adolf Schötz und die Fahnenjunker Manfred Schlecht und Christian Dorner

Das Verdienstkreuz 1. Klasse – Gold durfte Albert Vogl entgegen nehmen. Er ist seit 39 Jahren im Verein, davon 38 Jahre als Vereinskassier.

Außerdem wurde Christian Dorner für 10-jährige Mitgliedschaft im Reservisten-Verband durch Hans Miethaner ausgezeichnet.

 

Anschließend wurde mit Bürgermeister Eckl, Arthur Biener und Werner Penzkofer ein Wahlausschuss gebildet, wobei der 1. Vorsitzende schriftlich gewählt wurde, die übrigen per Akklamation.

Das Ergebnis war ein eindeutiger Vertrauensbeweis für Stefan Obermeier, der von 25 Wahlberechtigten 23  für sich verbuchen konnte.

Wieder gewählt wurden: Johann Miethaner (Stellvertreter), Franz Haberl (Schriftführer), Albert Vogl (Kassier), Josef Stöger und Josef Müller (Kassenprüfer) Hans Haimerl und für Max Schedlbauer Werner Penzkofer (Beisitzer). Als Fahnenjunger fungieren weiterhin Manfred Schlecht und Christian Dorner.

 

Stefan Obermeier bedankte sich beim Wahlausschuss für seine Arbeit und allen, die wieder ihr Amt übernommen haben und bat um gute Zusammenarbeit weiterhin. Sein Dank galt auch Arthur Biener und Bürgermeister Eckl für ihr Kommen und bei allen, die sich in irgendeiner Weise im ganzen Jahr zur Verfügung gestellt haben und bat, bei den Veranstaltungen zahlreich zu erscheinen.

 

Anstehende Termine: 6. Mai Heimkehrerwallfahrt, 7. Juni Gartenfest, 30. Juni Jäger-Gold-Pokal in Regen, Beteiligung am Sportlerfest, 15.Juli Gründungsfest der FF Oberndorf, Kameradschaftsabend mit KuSK Rattenberg im August, 27. Juli Open Air beim KuRV Prackenbach, 8.-9.Sept. Jahresausflug, 23. Sept. Erntedank, 18.Nov. Volkstrauertag, 1.-2. Dez. Dorfweihnacht, 15. Dez. Gefechtsschießen, 22. Dez Weihnachtsfeier, 26. Dez. Christbaumversteigerung.

 

Foto: Biener, BM, Pfarrer, Müller,  Raith, Obermeier, Stelzl, Schlecht        

Foto zu Meldung: Frieden bekommt man nicht geschenkt – unser stetiger Einsatz ist gefordert

Zum 90. Geburtstag von Simon Schnitzbauer

(10.04.2012)

Gerne geht er in den Wald spazieren

 

Moosbach. Wenn er sich auch beim Gehen auf einen Stock stützen muss und das Gehör mit den Jahren etwas nachlässt, umso mehr erfreut er sich der geistigen Vitalität - Simon Schnitzbauer, ein geschätzter und liebenswerter Jubilar feierte am Dienstag im Gasthaus Kerscher mit seiner Familie den  90. Geburtstag.

 

Ganz besonders aber freute sich der Jubilar über den Besuch und die guten Wünsche von Pfarrer Josef Drexler und Bürgermeister Xaver Eckl sowie über seine Vereinskameraden vom Krieger- und Soldatenverein und der Freiwilligen Feuerwehr, nebst Verwandten, Nachbarn und Freunde, die Geschenke und viele Glückwünsche überbrachten, die er sichtlich gerührt entgegen nahm.

 

Die Wiege von Simon Schnitzbauer stand in Weißholz (Gemeinde Rattenberg), wo er mit fünf Geschwistern aufwuchs, von denen alle schon verstorben sind. Bereits in der Schulzeit musste sich der Jubilar bei den Bauern als Hüterbub sein Brot verdienen und später in der heimischen Landwirtschaft mit anpacken.

 

Seine schweren Kriegsjahre, als er zweimal verwundet und in die Gefangenschaft nach Moskau verschleppt wurde und schließlich völlig abgemagert mit 42 Kilo 1948 wieder heimatlichen Boden betreten hat, bleiben seine ewigen Erinnerungen, die er niemals vergessen kann. Vor Jahren hat er davon noch viel erzählt, doch die Kameraden, die ihn verstehen würden, sind fast alle schon in die Ewigkeit hinüber gegangen.

 

1952 heiratete Simon Schnitzbauer seine Frau Maria, eine geborene Grazil aus Hochfeld, die ihm einen Sohn schenkte. Mit großem Fleiß und Sparsamkeit ersetzten sie das von den Pflegeeltern der Frau übernommene Anwesen durch ein neues Haus, das er längst seinem Sohn Hans und der Schwiegertochter Marianne übertragen hat.

 

An der Landwirtschaft und an der Holzarbeit hing sein Herz ein Leben lang und seine Frau war ihm dazu eine große Stütze. Dazu verdiente er sich als Zimmerer, Schreiner und im Sägewerk bei verschiedenen Firmen ein Zubrot. 2002 musste der Jubilar seine Marl zur letzten Ruhestätte begleiten, die er noch immer sehr vermisst.

Eine Hüftoperation hat der Jubilar vor Jahren ganz gut weggesteckt. Heute geht er noch sehr gerne in den Wald spazieren oder hilft der Schwiegertochter im Garten, die den Jubilar an nicht fehlen lässt.

 

Simon Schnitzbauer versorgt sich weitgehendst noch selbst und kocht sich mitunter noch selber ein Schmankerl, wenn er mal Lust auf einen Reis oder ein „Apfelmandl“ hat. Der ganze Stolz sind seine beiden Enkel Hansi und Tobias. Ganz besonders hat es ihm der Jüngste angetan, der immer wieder zum „Grasoberln“ zu ihm kommt, wobei auch die Mama herhalten muss. Zum Ehrentag wünschten sie alle dem Opa noch weiterhin gute Gesundheit.

 

Als sich Pfarrer Drexler verabschiedete, betete er noch mit dem Jubilar und den Gratulanten den „Engel des Herrn“. Es sei zwar bei einer Geburtstagsfeier nicht üblich, meinte dieser, doch der Jubilar hatte ihm erzählt, dass er ein großer Muttergottesverehrer sei und ihm die hl. Maria im Krieg immer geholfen hat. 

 

Foto: Ludwig Fleischmann, Alfons Eckl, Siegfried Engl, Xaver Wenzl, Albert Vogl, Franz Haberl, Simon Schnitzbauer, Hans Miethaner, Pfarrer Drexler, Hans Haimerl, BM Xaver Eckl und Stefan Obermeier.   

Foto zu Meldung: Zum 90. Geburtstag von Simon Schnitzbauer

Zum 70. Geburtstag von Hans Haimerl

(12.03.2012)

Der Krieger- und Soldatenverein gratulierte seinem treuen Mitglied

 

Moosbach. In sehr guter geistiger und gesundheitlicher Vitalität feierte am Montag Hans Haimerl mit seiner Familie seinen 70. Geburtstag. Auch eine Abordnung des Krieger- und Soldatenvereins gratulierte ihrem allseits beliebten und geschätzten Kameraden, der bereits über 40 Jahre dem Verein angehört und wünschten ihm weiterhin Zufriedenheit und gute Gesundheit.

 

In Kelburg, Gemeinde Rattenberg hat der Jubilar in dem landwirtschaftlichen Anwesen als Jüngstes von vier Kindern das Licht der Welt erblickt. Leider ist von den drei Geschwistern sein Bruder bereits verstorben.

Schon bald musste er nach der Schulzeit in der Landwirtschaft fest anpacken, bis er sich meist Auswärts am Bau sein Brot verdiente. Die letzten 30 Jahre, bevor er vor ca. acht Jahren seinen wohlverdienten Ruhestand antrat, war er beim Ari-Bau in Bogen beschäftigt, wo er sich als Maschinenführer und Polier durch seine Zuverlässigkeit nicht nur bei der Firmenleitung, sondern auch bei den Kollegen große Wertschätzung erwarb.

 

Im Juli 1966 gab Hans Haimerl seiner Emilie, einer geborenen Klingl aus Moosbach das Ja-Wort und hat mit ihr durch viel Fleiß und Sparsamkeit das Haus immer wieder modernisiert, angebaut und erweitert und es zu einem schmucken Eigenheim gemacht. Aus der harmonischen Ehe gingen drei Kinder hervor, von denen sich Monika und Johann mit ihren Ehepartnern in Moosbach ein Haus errichteten und die Jüngste Christine sich mit der Familie in Geierstahl sesshaft machte, wobei der kompetente Vater stets Hand anlegte. Auch fünf Enkel gehören mittlerweile zur Familie, mit denen der Opa sehr viel Freude hat.

 

Dem rührigen Jubilar wird die Zeit auch heute noch nicht lang, denn stets gibt es im und um das Haus etwas zu tun. Auch Hühner und Hasen müssen versorgt werden und im Sommer ist er viel im Garten anzutreffen. Haimerl ist ein sehr hilfsbereiter Mann. Bei jedem legt er Hand an, die seiner Hilfe bedürfen. Ob Brennholz machen, Rasenmähen, Schneeräumen, der beliebte Nachbar sagt nie nein.

Zuweilen schnürt er jedoch die Wanderschuhe und macht mit seiner Emilie einen ausgiebigen Spaziergang durch unsere schöne Gegend. Ein großes Steckenpferd des rüstigen Moosbacher ist das Kartenspiel, das er nicht nur mit ausgekochten Kartlen pflegt, sondern auch zu Hause bei der Frau auftrumpft.

 

Beim runden Geburtstag wünschten alle dem sympathischen und leutseligen Jubilar noch viele gesunde und zufriedene Jahre, damit er sein Rentendasein noch lange genießen und sich mit seinen Enkeln erfreuen kann, die ihren Opa von Herzen gern haben.

 

Foto: Die Kameraden nahmen ihr Mitglied in die Mitte

Franz Haberl, Stefan Obermeier, Hans Miethaner, Jubilar Hans Haimerl, Edwin Fleischmann, Albert Vogl

2 seiner Enkel Josef und Anna

Foto zu Meldung: Zum 70. Geburtstag von Hans Haimerl

Erinnerung an das große Leid und zugleich Mahnung, etwas für den Frieden zu tun

(01.05.2011)

137. Heimkehrerwallfahrt: Kriegervereine pilgerten zur Bergkirche

 

Neurandsberg/Moosbach. Obwohl sich die Zahl der heimkehrenden Kriegsteilnehmer und Zeitzeugen in den Reihen der drei Krieger- und Soldatenvereine lichten, - in Rattenberg sind es noch 9, in Moosbach 5 und in Altrandsberg 4 – wird die Zahl derer nicht weniger, die am 1. Sonntag im Mai zur Gottesmutter hinaufpilgern, um für die gefallenen und vermissten Kameraden aus den beiden Weltkriegen zu beten aber auch für die glückliche und zum Teil gesunde Heimkehr zu danken. In ihr Gebet schlossen sich auch die jetzigen Soldaten ein, die im Auslandseinsatz sind, dass sie wieder glücklich und gesund in ihre Heimat zurückkehren.

 

Auch heuer trafen sich die drei Vereine aus Rattenberg, Moosbach und Altrandsberg mit ihren Fahnen, angeführt von der Kapelle Fleischmann, am Burggasthof, um betend zur Wallfahrtskirche Maria Geburt hinauf zu ziehen. Unter ihnen auch Bürgermeister Reinhard Schwarz aus Rattenberg mit seinen Amtskollegen Xaver Eckl aus der Gemeinde Prackenbach und Johann Aumeier, Gemeinde Miltach.

Glockengeläute begleitete die Männer in das überfüllte Gotteshaus, wo Pfarrer Walter Straßer das Hl. Messopfer zelebrierte, das die Gläubigen mit der Schubertmesse mitgestalteten, welche die Kapelle Fleischmann eindrucksvoll umrahmte.

 

Bei der Begrüßung erwähnte der Geistliche das besondere Ereignis der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. in Rom und meinte, dass dieser für die Krieger und Soldaten ein großes Vorbild sei, da er sich bei Lebzeiten stets für den Frieden eingesetzt hat. „Darum wollen wir heute ganz besonders um den Frieden beten und Gott um Kraft bitten und uns selbst für den Frieden im Großen und im Kleinen einzusetzen“, so der Pfarrer. Dann erzählte er in seiner Predigt vom Leben des Papstes, der 1920 in Krakau geboren wurde. Das amerikanische Nachrichtenmagazin „Time“ hat ihn vor zehn Jahren zum „Mann des Jahres“ gewählt, weil er eine der bedeutendsten moralischen Autoritäten in der Welt sei. Am 2. April 2005 ist er mit fast 85 Jahren in Rom verstorben.

 

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Vereine mit ihren Fahnen beim Kriegerdenkmal vor der Kirche, wo der 2. Vorsitzende der  KuSK Rattenberg Martin Bauer einen Kranz für die Gefallenen, Vermissten und verstorbenen Kameraden aus Rattenberg, Moosbach und Altrandsberg niederlegte und die Kapelle Fleischmann die Melodie vom „guten Kameraden“ und die „Deutschlandhymne“ spielte.

 

Am 1. Mai 2011 jährt sich zum 66. Mal das Ende des zweiten Weltkrieges in Europa, erinnerte Bauer in seiner Ansprache. Dieser Tag beendete eine Spirale von Gewalt, Unmenschlichkeit und Zerstörung. Die Namen, welche im Ehrenmal verewigt sind, stehen für Versöhnung, Freiheit und Gerechtigkeit – und nicht für Krieg und Gewalt, mahnte Bauer. Für viele Menschen begannen jedoch erneut Verfolgung, Vertreibung, Gefangenschaft und endloses Leid. Scheinbar haben einige aus den vergangenen Kriegen nichts gelernt, so der Redner, denn nach dem Ende des „Kalten Krieges“ hat sich die Hoffnung auf ein Goldenes Zeitalter des Friedens nicht erfüllt.

 

„Die Bundeswehr stehe zur Zeit vor hohen Herausforderungen in den Krisen- und Kriegsgebieten der Erde“, sprach Bauer weiter. Über 5000 deutsche Soldaten sind in den Kriegsgebieten im Einsatz. 48 Tote sind bis jetzt in Afghanistan ums Leben gekommen, von ihnen drei deutsche Soldaten aus unserm Nachbarlandkreis – aus der Bayerwaldkaserne Regen, das ganz Deutschland und unsere Region erschüttert hat.

 

Die heutige Heimkehrerwallfahrt ist aber nicht nur eine Erinnerung an das große Leid, sondern zugleich eine Mahnung, etwas für den Frieden zu tun. Die Macht der Worte muss stärker sein als die Macht der Waffen.

 

Abschließend dankte der stellvertretende Vorsitzende Martin Bauer allen, die heraufgezogen sind, um mit ihnen diesen würdigen Gottesdienst zu feiern. Ein besonderer Dank galt Pfarrer Walter Straßer, der Mesnerin und den Ministranten, der Musikkapelle Fleischmann und den Vorständen – Josef Stelzer (Rattenberg), Stefan Obermeier (Moosbach) und Stefan Zenkert (Altrandsberg), die sich mit ihren Mitgliedern so zahlreich beteiligten. Dankend erwähnte er auch die drei Bürgermeistern Reinhard Schwarz, Xaver Eckl und Johann Aumeier, die sich an der Heimkehrerwallfahrt beteiligten.

Dann stellten sich die Vereine mit der Kapelle zum Rückmarsch in den Burggasthof auf, wo sie das gemeinsame Mittagessen einnahmen.

 

Foto: vord. Reihe: BM Schwarz, BM Eckl und BM Aumeier

anschließend die drei Vorstände: Josef Stelzer, Stefan Zenkert, Stefan Obermeier und Martin Bauer.

Foto zu Meldung: Erinnerung an das große Leid und zugleich Mahnung, etwas für den Frieden zu tun

Krieger - Jahrtag mit Jahreshauptversammlung – Ehrung langjähriger Mitglieder

(10.04.2011)

„Frieden gibt es nur, wenn einer den anderen als Mensch wahrnimmt“

 

Moosbach. Eine feste Veranstaltung im Kirchenjahr ist alljährlich der Jahrtag des Krieger- und Soldatenvereins Moosbach, der am Sonntag wieder mit einem Gottesdienst in würdiger Form begangen wurde. Am Kriegerdenkmal gedachte man aller gefallenen, vermissten und verstorbener Kameraden, die irgendwo auf der weiten Welt ihr meist junges Leben lassen mussten. Dem Gottesdienst schloss sich die Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Kerscher an.

 

An das Evangelium vom Passionssonntag anknüpfend, sprach Pfarrer Drexler in seiner eindrucksvollen und anschaulich gehaltenen Predigt über den Tod des Lazarus, um den Jesus beim Anblick seines toten Freundes weinte. Er würde auch heute noch weinen, wenn er mit ansehen müsste, wenn wir lebensfeindlichen Kräften Raum geben und uns von Dingen gleich Leichenbinden einwickeln lasse, die uns am wahren Leben hindern, betonte der Redner. Um den Gläubigen zu zeigen, was uns schon mitten im Leben zu einer Mumie werden lassen, zeigte die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl an einem Kind, das sie bis über den Kopf mit Verband einwickelte, während Pfarrer Drexler lebensverneinende Stichworte nannte und zwar mein leeres Dahinleben, Bequemlichkeit, viele Termine, Angst, Neid und vieles mehr. Auf die Frage, wie es sich fühlt, sagte das Kind unter anderem: beengt, unfrei, dunkel, beklemmt, wie im Grab.

Während der Geistliche Stichworte, wie: „ich öffne mich dem Anruf Gottes, ich erwarte nicht immer nur von anderen, ich probiere Neues aus“ usw. wird das Kind nach und nach wieder ausgewickelt, das sich frei, zum Leben gehörig und frei atmend fühlt. Pfarrer Drexler aber sagt, wer Jesus den wichtigsten Platz im Leben gibt, dem wird es an der Seite Jesu auf ewig zuteil.

 

Zum Totengedenken am Kriegerdenkmal legte Vorsitzender Stefan Obermeier einen Kranz für die verstorbenen, gefallenden und vermissten Kameraden nieder, während Böller krachten und die Kapelle Fleischmann den guten „Kameraden“ und die „Nationalhymne spielten, währen die Kameraden salutierten.

 

Obwohl sich am 8. Mai zum 66. Mal das Ende des zweiten Weltkrieges jährt, lassen uns immer wieder die Erinnerungen stille werden über die Zahl der vielen Toten unserer Pfarrgemeinde, deren Namen im Denkmal verewigt sind, sagte Obermeier in seiner Ansprache. In den letzten Jahren haben erneut grausame Kriege im nahen Osten und terroristische Anschläge in ihren Grundfesten erschüttert. Nur durch weltweite Zusammenarbeit aller friedlebenden Kräfte kann diesem Terror begegnet werden, betonte der Vorsitzende.

Er erinnerte auch an die Soldaten der Bundeswehr, die bei ihren Einsätzen in Kosovo, Afghanistan, Libyen und anderen Brennpunkten dieser Welt täglich neuen Gefahren ausgesetzt sind und nannte die traurige Bilanz von 43 Bundeswehrsoldaten, die seit dem Beginn des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan im Jahre 2002 ums Leben kamen und erst kürzlich mussten drei Kameraden aus dem PzGren. Bataillon in Regen ihr junges Leben lassen.

 

Er appellierte schließlich an die jetzige Generation, die Erinnerung an die Opfer wach zu halten, der Geschichte ins Auge zu sehen und daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen, denn Frieden gibt es nur, wenn einer den anderen als Mensch wahrnimmt.

Bevor sich die Mitglieder zum Kirchenzug aufstellten, dankte Obermeier Pfarrer Drexler für die Feier des Gottesdienstes und die Gebete am Kriegerdenkmal sowie den vier Wachen: Robert Stelzl, Heinrich und Christian Raith, Josef Müller und den Böllerschützen Josef Stöger und Andreas Hof.

 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Vereinslokal Kerscher begrüßte Obermeier Pfarrer Josef Drexler und Bürgermeister Xaver Eckl und bat um eine Gedenkminute für alle verstorbenen Kameraden und insbesondere derer im letzten Jahr verschiedenen: Johann Eckl, Hermann Altmann, Alfred Höcherl und Franz Pongratz.

 

In seinem Bericht erinnerte Obermeier an die Heimkehrerwallfahrt in Neurandsberg und an den Vereinsausflug nach Berlin. In diesem Zusammenhang dankte er Hans Miethaner für die hervorragende Organisation der Fahrt. Das 150-jährige Gründungsfest des KuRV in Arnbruck wurde besucht und als besonderen Höhepunkt in letzten Jahr erwähnte er das große Fest des KuRV Prackenbach, wo man als Patenverein fungierte. Teilgenommen hat der Verein auch an der Dorfmeisterschaft im Luftgewehrschießen der Edelweißschützen und bei der Dorfweihnacht in Moosbach wurde ebenso mitgemischt, wobei er sich bei den Helfern sehr herzlich bedankte.

Sechs Christbaumversteigerungen wurden besucht, bei der Frühjahrs-  und Herbstversammlung des BSB Kötzting war man präsent und eine Werbeveranstaltung organisiert.

Schließlich wurden Ludwig Laumer zum 90., Hans Haseneder zum 85. und Hans Schedlbauer zum 60. Geburtstag gratuliert. Zum Schluss bedankte er sich bei all denen, die ihn im abgelaufenen Jahr so tatkräftig unterstützt haben, insbesondere bei der gesamten Vorstandschaft, den Fahnenjunkern, Fahnenbegleiterinnen und Taferlbuben.

 

Schriftführer Franz Haberl verlas das Protokoll der letzten Generalversammlung und gab noch einen ausführlichen Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr, bei dem er die vielfältigen Aufgaben als Patenverein beim großen Fest in Prackenbach noch einmal hervorhob. Er teilte der Versammlung mit, dass der Verein derzeit mit Pfarrer Josef Drexler und Ludwig Stöger als Neuzugängen, aus 101 Mitgliedern besteht.

Schatzmeister Albert Vogl berichtete über die Finanzen des Vereins, dem die Kassenprüfer Josef Müller und Josef Stöger eine wie immer hervorragende Kassenführung bescheinigten, so dass sowohl dem Kassier als auch der ganzen Vorstandschaft Entlastung erteilt werden konnte.

 

Pfarrer Josef Drexler freute sich über die zahlreiche Beteiligung beim Gottesdienst. Er erwähnte die Millionen, die in jungen Jahren ihr Leben lassen mussten. Die Welt wird nicht klüger, sagt er, sie findet von der Spirale von Gewalt nicht heraus, so Drexler. Er zitierte die Bibel, die dafür eine Antwort weiß: „Das Übel kommt daher, wenn der Mensch versucht, an die Stelle Gottes zu treten.“ Bleiben wir Glieder am Leib Christi und bleiben wir mit der Kirche verbunden, wir können uns keinen besseren Dienst erweisen.

 

„Ich bin beeindruckt, dass sie im Vereinen mitmachen“, sagte Bürgermeister Eckl zu Pfarrer Drexler, so bekommen sie die Sorgen der Menschen mit. Ansonsten hatte er als Schirmherr beim bombastischen Fest des KuRV Prackenbach ein großes Lob für den Verein parat, die an den vier Tagen gut vertreten waren und tapfer ihren „Mann“ standen. „Macht wieder mit in diesem Jahr, wenn ihr wiederholt gefordert seid“, bat er sie und unterstützt die Vorstandschaft mit Stefan Obermeier und Hans Miethaner.

 

Eckl versprach schließlich auf Anfrage von Stefan Obermeier, dass die Gemeinde den Blumenschmuck am Kriegerdenkmal übernimmt. Um die Pflege kümmert sich der Verein. Da Adolf Schötz , der das Amt lange Jahre versah, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, übernimmt die Pflege Stefan Obermeier und seine Frau Agathe.

Außerdem bekam Stefan Obermeier und seine Tochter Regina zum Schluss ein großes Dankeschön für die Übernahme des Amtes als Patenbraut und das gestiftete Patenband beim KuRV-Fest in Prackenbach. Auch ein Patenbrautbitten hatten sie organisiert, dass sie dankend erwähnten.

 

Ehrungen: Für treue Vereinszugehörigkeit wurden ausgezeichnet:

Für 25 Jahre: Ulrich Schötz und Manfred Sterr

Ehrungen beim Reservistenverband: Für 10 Jahre Herbert Pellkofer, Harald Eder,

für 20 Jahre :Ludwig Stöger, Günter Miethaner, Ferdinand Weinbacher,

für 25 Jahre: Rudolf Fischl

 

Anstehende Termine: 15. April Starkbierfest des SV Moosbach, 1. 5. Heimkehrerwallfahrt, 13.-15. Mai Einweihung Feuerwehrhaus, 20.5. 125-jähr. Reservisten- und Soldatenverein Runding, 21. 5. Power-Point über das Fest in Prackenbach, 3.-5.6. 60-jähr. Gründungsfest Edelweißschützen, 18.6. Zellertalmarsch, 24.-25.6. Sommerfest SV Prackenbach, 2.7. Goldpokalschießen in Regen, 9.-10.7. Sportlerfest in Moosbach, 17. 7. 100-jähr. Gründungsfest KuSK Haselbach, 29.- 31. 7. 100-jähr. Gründungsfest der Handwerker, August Kameradschaftsabend in Rattenberg, 2.-4.9. Jahresausflug, 25.9. Erntedank, 13.11. Volkstrauertag, 26.-27.11. Dorfweihnacht in Moosbach, 3.12. Sicherheitspolitische Veranstaltung in Regen. 10.12. Gefechtsschießen am AGSHP in Regen, 17.12. Weihnachtsfeier, 26.12. Christbaumversteigerung.

 

Foto: Hans Miethaner (2. Vorsitzender und RK Vorstand) BM Xaver Eckl,  Stefan Obermeier bei seiner Anssprache, Pfarrer Josef Drexler, die vordersten Wachen Josef Müller und Robert Stelzl

Foto zu Meldung: Krieger - Jahrtag mit Jahreshauptversammlung – Ehrung langjähriger Mitglieder

Zum 85. Geburtstag von Johann Haseneder

(04.11.2010)

Die Milch ist sein persönliches Lebenselixier – Er war 16 Jahre Zeitungsausträger

 

Viechtafall. Es muss wohl die Arbeit sein, ein Leben lang in freier Natur, oder ist es die Milch, die er täglich literweise trinkt, dass man dem Jubilar Johann Haseneder sein Alter nicht ansieht. Am Mittwoch konnte er, rüstig und mit einer geradezu beneidenswert geistigen Vitalität sein 85. Lebensjahr vollenden.

 

Zu einer kleinen Feier hatte der Jubilar neben seiner Familie auch Verwandte ins Gasthaus Hofmann, der Schwester seiner Frau nach Oberndorf eingeladen, wo Schwester Ella aus München mit einem Schmunzelgedicht aufwartete. Auch Pfarrer Josef Drexler und Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehr und des Krieger- und Soldatenvereins Moosbach stellten sich ein und gratulierten dem Jubilar ganz herzlich mit Geschenken und guten Wünschen im Gepäck.

 

Hans Haseneder, den jedes Kind als den „Wittmann Hans“ kennt, wurde im landwirtschaftlichen Anwesen in Viechtafell, der damaligen Gemeinde Moosbach geboren, wo er mit sechs Geschwistern aufwuchs. Kaum der Schule entronnen, wurde er schon bald in der Landwirtschaft fest eingespannt. Eigentlich wollte er ja wie sein Vater das Schneiderhandwerk erlernen, doch dann kam mit erst 17 Jahren die Einberufung zum Arbeitsdienst und der Krieg dazwischen. In den vier Jahren musste er zunächst in Frankreich und dann in Russland die ganze Härte des Krieges verspüren, bis er, drei Mal verwundet, schließlich in russischer Gefangenschaft landete.

 

1954 heiratete der Jubilar seine Amalie, eine geborene Peintinger aus Oberndorf und übernahm das landwirtschaftliche Anwesen, das sie mit großem Elan und Fleiß bewirtschafteten. Er verdiente sich nebenbei ein Zubrot bei verschiedenen Firmen und war sechs Jahre als fleißiger Gemeindearbeiter geschätzt. Auch das Haus wurde immer wieder einer Modernisierung unterzogen und schließlich hat er 16 Jahre gewissenhaft die Tageszeitung verteilt.

 

Nun ist der Jubilar schon fast 20 Jahre im wohlverdienten Ruhestand. Doch dieses Wort kennt er nicht. Noch immer kann er sich nicht von seiner Landwirtschaft und seinen Hühnern trennen. Kein Wunder, dass da keine Langeweile aufkommt. Die beiden fleißigen Söhne, die aus der 56-jährigen harmonischen Ehe entstammen, ist Hans Postbeamter in Viechtach und Klaus seit vielen Jahren Buchalter in der Regentalbahn in Viechtach. Sie wohnen bei den Eltern und sind ihnen, wenn Not am Mann ist, gerade bei den Erntearbeiten, oder wenn mal ein Gerät ausspannt, stets eine hilfreiche Stütze. So dass der Jubilar, auch wenn es mal ein wenig zwickt, mit sich und der Welt zufrieden ist.

 

Foto: stehend: Johann Haimerl, Max Dorner, Hermann Baumgartner, Hans Engl, Albert Vogl und Ludwig Fleischmann, sitzend: Pfarrer Josef Drexler mit dem Jubilar Johann Haseneder   

Foto zu Meldung: Zum 85. Geburtstag von Johann Haseneder


Veranstaltungen

26.12.​2017
19:30 Uhr
Christbaumversteigerung
Christbaumversteigerung des Krieger- und Soldatenvereins Moosbach im Gasthaus Kerscher in Moosbach [mehr]
 
08.04.​2018
11:00 Uhr
Jahrtag
Jahrtag des Krieger- und Soldatenvereins Moosbach [mehr]
 
06.05.​2018
09:30 Uhr
Soldatenwallfahrt
Soldatenwallfahrt des Krieger- und Soldatenvereins Moosbach in Neurandsberg [mehr]
 
31.05.​2018
11:30 Uhr
Gartenfest
Gartenfest des Krieger- und Soldatenvereins Moosbach [mehr]
 
11.08.​2018
19:00 Uhr
Kameradschaftsabend
Kameradschaftsabend des Krieger- und Soldatenvereins Moosbach [mehr]
 
08.09.​2018 bis
09.09.​2018
06:00 Uhr
Vereinsausflug
Vereinsausflug des Krieger- und Soldatenvereins Moosbach [mehr]