Aus der Gemeinderatssitzung vom 26.02.2025

04.​03.​2025

Bebauungsplan geändert

Aus der Prackenbacher Gemeinderatssitzung: Nun auch Mehrfamilienhäuser im Baugebiet Pfahlfelder II möglich

 

Prackenbach. Neben einer Neuregelung zur Unterbringung von Fundtieren haben die Prackenbacher Gemeinderäte in der Sitzung am Mittwochabend unter anderem den Bebauungsplan des Baugebiets Pfahlfelder II in Prackenbach geändert, sodass dort nun auch Mehrfamilienhäuser möglich sind.

 

Zunächst erteilte das Gremium zwei Bauangelegenheiten das gemeindliche Einvernehmen, in der Moosbacheraustraße in Moosbach soll ein Einfamilienhaus erweitert werden, in Viechtafell soll eine bestehende Tenne als Wohnraum erweitert werden. Das bereits vorab behandelte Thema Baugebiet Pfahfelder II betreffend ging Bürgermeister Andreas Eckl abschließend noch kurz auf Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und Fachstellen ein, dann wurde die Änderung des Bebauungsplans einstimmig beschlossen. Dort entstünden auch in Zukunft „keine Wolkenkratzer“, so Eckl, jedoch könnten nun in den Gebäuden mit wie bisher zwei Vollgeschossen mehrere Wohneinheiten entstehen.

 

Weiterhin beschäftigten sich die Gemeinderäte mit einer Neuregelung die Unterbringung und Betreuung von Fundtieren betreffend. Grundsätzlich seien die Gemeinden dafür zuständig, die vergangenen zwei Jahre habe die Kosten aber der Landkreis übernommen, wie Eckl erklärte. Da dies nun aufgrund der Reduzierung freiwilliger Leistungen im neuen Haushaltsjahr wegfalle, sei eine Vereinbarung zwischen Landkreis Regen, dem Kreistierschutzverein Zwiesel-Regen-Viechtach e.V. und den Landkreisgemeinden vorgeschlagen worden. Dadurch solle sichergestellt werden, dass der Kreistierschutzverein über ausreichend finanzielle Mittel verfüge und die Gemeinden eine gesicherte Anlaufstelle für Fund- und Verwahrtiere hätten. Für die Gemeinde Prackenbach sei auf Basis der Einwohnerzahlen ein Betrag von 1,15 Euro pro Einwohner jährlich ausgerechnet worden, im Jahr 2025 damit 3220 Euro insgesamt. Die Regelung wurde einstimmig angenommen, Martin Heiland kritisierte allerdings die aktuelle Gesetzgebung, nach der Tiere einfach abgegeben werden könnten, als „Unverschämtheit“. Wer sich ein Tier zulege, solle auch für die Unterbringung sorgen oder daran beteiligt sein.

 

Im Folgenden bejahte das Gremium mehrheitlich Niederschriften über eine Satzungsänderung der Arberland Energie GmbH wie auch der Arberland REGio GmbH bezüglich des Jahresabschlusses und Lageberichts. Außerdem wurde einstimmig beschlossen, einen öffentlichen Feld- und Waldweg bei Wiedenhof, der der Gemeinde gehört, als öffentlich zu widmen, um eine dauerhafte Zufahrtsmöglichkeit eines angrenzenden Grundstücks zu gewährleisten.

 

Beim Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ gab Eckl erfreut bekannt, dass die geplante Baustelle zur Verbreiterung der Wiedenhofstraße entschärft werde. Ein Anwohner habe sich bereiterklärt, die dortige Mauer zu entfernen und damit die Arbeiten erheblich zu erleichtern, wofür sich der Bürgermeister ausdrücklich bedankte. Die Pläne, auch das oben angrenzende Grundstück mit einzubeziehen, hätten sich zerschlagen, da die Örtlichkeit einfach zu steil sei. Der Angrenzer parallel zur Straße habe erfreulicher Weise aber zugestimmt, die Bäume auf dem Privatgrund zurückzuschneiden, was ebenfalls die Arbeiten auf der Baustelle erleichtern werde.

 

Außerdem gab Eckl bekannt, dass die Kreisumlage von 48 auf 52 Punkte ansteige, das bedeute an die 150.000 Euro mehr, die die Gemeinde an den Landkreis abgeben müssten. „Das müssen wir halt einplanen, aber der Landkreis braucht das Geld.“ Zum Abschluss regte Mirko Penzkofer an, einen Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder zu organisieren, da vermehrt nachgefragt worden sei.

 

 

Weitere Investitionen ins Dorfgemeinschaftshaus genehmigt

Ein Zeichen der Anerkennung für den Einsatz der Viechtafeller – ALE fördert mit 65 Prozent

 

Prackenbach. Das Dorfgemeinschaftshaus Viechtafell ist noch nicht ganz fertig gestellt und genießt doch bereits Anerkennung im ganzen Freistaat Bayern – der außergewöhnliche, ehrenamtliche Einsatz der Dorfbewohner auf der Baustelle wird vom ALE (Amt für ländliche Entwicklung) nochmals besonders honoriert, indem weitere, normalerweise nicht enthaltene, Maßnahmen wiederum mit 65 Prozent gefördert werden. Am Mittwochabend beriet der Prackenbacher Gemeinderat über den Umfang der Maßnahmen und Investitionen.

 

„Das ist eine Art Belohnung für diese tolle Leistung und aus meiner Sicht völlig gerechtfertigt!“, sagte Bürgermeister Andreas Eckl und erhielt allseits Zustimmung aus dem Gremium. Bereits im Vorfeld hätten die Viechtafeller eine Liste mit noch ausstehenden Dingen angefertigt, vier größere Maßnahmen schlug Eckl vor, umzusetzen: einen Außenspielplatz, eine PV-Anlage mit Stromspeicher, einen Holzofen für den Innenraum und einen Backofen für draußen, gedeckelt mit einer Summe von insgesamt 40.000 Euro abzüglich der 65 Prozent ALE-Fördermittel.

 

Bei den bisherigen Kosten sei man genau im Plan. Die Höhe der reinen Materialkosten liegt derzeit bei rund 71.600 Euro. Sämtliche Gemeinderäte signalisierten Zustimmung, Eberhard Preiß etwa lobte dies als Zeichen, das Engagement zu belohnen. Mirko Penzkofer nahm Bezug auf die PV-Anlage, mit der man nichts falsch machen könne, da die Unterhaltskosten damit gesenkt würden und der Überschuss an Strom ins Gemeindenetz eingespeist werde. Ebenso unterstütze ein Holzofen im Innenraum die Luft-Wärme-Pumpe und reduziere dadurch Kosten, wie unter anderem Roland Geiger anführte. Beim Thema Spielplatz sah der Bürgermeister die Gemeinde ebenfalls in der Pflicht, naturnah soll dieser angelegt werden und in die Umgebung integriert – für schätzungsweise rund 15.000 Euro.

 

Das Gremium genehmigte einstimmig die weiteren Investitionen in Höhe von insgesamt 40.000 Euro, werde die Summe nicht erreicht könnten sich die Viechtafeller Gedanken machen, was vom Restbetrag umgesetzt werden soll.

 

 

Estrich und Spinde für das neue Feuerwehrhaus

Gemeinderat vergibt zwei weitere Aufträge – Zuvor Besichtigung der Baustelle

 

Prackenbach. Die Arbeiten am neuen Prackenbacher Feuerwehrhaus steuern langsam auf den Endspurt zu. Am Mittwochabend haben die Gemeinderäte die Baustelle nochmals besichtigt und anschließend die Aufträge für die Estricharbeiten und die Lieferung von Spinden vergeben.

 

Das günstigste von insgesamt vier abgegebenen Angeboten für die Estricharbeiten vor allem im oberen Stockwerk liegt laut Bürgermeister Andreas Eckl bei rund 8000 Euro. Für insgesamt 70 Spinde für die Schutzausrüstungen der aktiven Feuerwehrleute – „mit einem absperrbaren Fach für persönliche Wertgegenstände, mit Helmhalterung, Stiefelschale und allem, was sonst dazu gehört“, so Eckl – wurden insgesamt drei Angebote abgegeben, das günstigste liegt bei rund 17.500 Euro. Das Gremium stimmte einstimmig zu, die Arbeiten und die Lieferungen in Auftrag zu geben.

 

Diese Berichte wurden von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

 

Bild zur Meldung: Aus der Gemeinderatssitzung vom 26.02.2025

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