Kindergottesdienst in Prackenbach mit Vorstellung der diesjährigen Erstkommunionkinder
Prackenbach. Ein Kuscheltier in Form eines kleinen Teufels, Süßigkeiten, ein Handy und einen Rose ohne Dornen: Pfarrer Werner Konrad veranschaulichte am Sonntagvormittag beim Gottesdienst in der Prackenbacher Pfarrkiche Sankt Georg anschaulich, mit welchen Versuchungen Kinder in der heutigen Zeit konfrontiert würden und bestärkte sie, zu widerstehen und Jesus nachzueifern. Die elf Erstkommunionkinder aus Prackenbach, Moosbach und Krailing waren mit ihren Eltern gekommen und stellten sich der Pfarrgemeinde vor.
Zu Beginn des feierlichen und kindgerechten Gottesdienstes, den Johann Preiß an der Orgel musikalisch ausschmückte, zog Pfarrer Konrad mit den elf Erstkommunikanten in die Kirche ein. Er hieß vor allem sie und ihre Eltern herzlich willkommen. Dann durfte sich jedes Kind selbst mit seinem Namen vorstellen. Außerdem wurde das bereits selbst gebastelte Plakat zum diesjährigen Kommunionsthema „Brot und Wein“ präsentiert und gemeinsam vor dem Altarraum aufgestellt.
Auch den Gottesdienst gestalteten die Erstkommunionkinder mit, sie übernahmen unter anderem die Kyrierufe. Es folgte die Lesung aus dem Buch Deuteronomium von Claudia Frohnauer, bevor Pfarrer Konrad mit einer kindgerechten Predigt begann. Er hatte dazu ein kleines Kuscheltier-Teufelchen mitgebracht, wie auch Süßigkeiten und ein Handy, außerdem eine Rose ohne Dornen. In Interaktion mit den Kindern erklärte er deren Bedeutung: Die Süßigkeiten repräsentierten die Versuchungen der Lebensmittelindustrie, das Handy die Sucht nach sozialen Medien. Mit dem Teufelchen leitete er über zum Evangelium nach Lukas und erklärte, dass auch Jesus in Versuchung geführt worden sei. In der Wüste sei er dem Teufel begegnet, der ihm alle Reiche des Erdkreises, deren Macht und Herrlichkeit angeboten habe, mit der Bedingung, dass Jesus sich vor ihm niederwerfe. Doch dieser sei standhaft geblieben und habe geantwortet: „Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen!“
Nach seinem Vorbild sollten auch die Erstkommunionkinder nicht auf die Versuchungen der Welt hereinfallen und lernen, Nein zu sagen. Denn was auf den ersten Blick schön und angenehm erscheine, könne sich im Nachhinein als schlecht für Gesinnung und Körper herausstellen und die Gefahr der Sucht bergen, wie Konrad erklärte. „Eine Rose ohne Dornen gibt es nicht!“
Im weiteren Verlauf durften die Kommunionkinder nach vorne in den Altarraum treten und gemeinsam das „Vater unser“ beten. Bevor Konrad den Schlusssegen erteilte, sprach er allen Kindern, Eltern und weiteren Beteiligten seinen Dank aus und wünschte allen Gläubigen einen schönen Sonntag.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt
Bild zur Meldung: Die elf Erstkommunionkinder stellten sich am Sonntag beim Gottesdienst der Glaubensgemeinschaft vor