Hauptfest des Frauen- und Müttervereins Prackenbach-Krailing zum 95-jährigen Jubiläum
Drei neue Mitglieder am Ehrentag
Hauptfest des Frauen- und Müttervereins Prackenbach-Krailing zum 95-jährigen Jubiläum
Prackenbach. Mit einem festlich ausgeschmückten Gottesdienst, drei Neuaufnahmen, vielen Dankesworten und anschließendem Treffen im Gasthaus haben die Mitglieder des Katholischen Frauen- und Müttervereins Prackenbach-Krailing am vergangenen Sonntag ihr Hauptfest und das 95-jährige Jubiläum gefeiert. Die Pfarrkirche Sankt Georg in Prackenbach war mit wunderbarem Blumenschmuck gestaltet, zahlreiche Mitglieder und Gläubige waren gekommen.
Nach dem feierlichen Einzug von Pfarrvikar Anton Kopp, der auch der Geistliche Beirat des Vereins ist, ergriff Helga Schnitzbauer als erste Vorsitzende das Wort und hieß alle herzlich willkommen. Ein Anliegen war es ihr, einige Personen namentlich zu begrüßen, darunter Xaver Kilger als Vorsitzenden der Marianischen Männercongregation, Albert Baumgartner für die Paktbruderschaft (der sich entschuldigt hatte), außerdem die Kirchenpfleger Peter Schötz (Prackenbach) und Peter Fleischmann (Krailing) sowie die Prackenbacher Mesnerinnen Thekla Holzapfel und Gerlinde Zweck wie auch die Krailinger Mesnerin Jutta Biebl. Sie seien das ganze Jahr über eine bedeutende Stütze für den Verein, wofür Schnitzbauer ihren Dank aussprach.
Dank an Gründungsmitglieder und Geistliche Beiräte
Über 50 Mitglieder des Frauen- und Müttervereins Prackenbach-Krailing waren beim Ehrentag im Gotteshaus anwesend. „Großer Dank geht an unsere Gründungsmitglieder, auch wenn sie nicht mehr unter uns weilen. Ihr starker Wille und Glaube, vor allem aber ihr Mut, so einen Schritt zu gehen, verdient unser aller höchsten Respekt!“, stellte sie heraus und erinnerte an die nicht einfache Gründungszeit zwischen 1927 und 1930. Auch das Wirken der Geistlichen Beiräte in den vergangenen 95 Jahren hob sie hervor: Sie seien die geistliche Mitte, der „Fels in der Brandung“ gewesen.
„Aber der aller-, allergrößte Dank geht an euch, liebe Vereinsmitglieder! Ohne euch gäbe es keinen Verein! Durch euch und eure Unterstützung ist er lebendig!“ Auch die jungen Mitglieder, die in den letzten Jahren beigetreten sind, seien von höchster Bedeutung. „Sie geben uns Hoffnung und Zuversicht für weitere 95 Jahre, so kann unser Verein, wenn Gott es will, weiter bestehen.“ Bei Christina Penzkofer bedankte sie sich für das wundervolle Schmücken der Pfarrkirche und die Erinnerungsgeschenke für die neuen Mitglieder.
Erinnerungsgeschenke für drei Neuaufnahmen
Es folgten weitere drei Neuaufnahmen: Gisela Neumeier (Patin Helga Schnitzbauer), Katharina Reil (Patin Veronika Wilhelm) und Anna Fuchs (Patin Karin Vogl). Alle drei durften den Vereinsschal, eine Anstecknadel, das Aufnahmeheft und ein Präsent in Empfang nehmen. Nach den Aufnahmen in den Verein bestand der komplette Krailinger Frauenchor, der den Gottesdienst mit anrührenden und mitreißenden Darbietungen ausschmückte, aus Müttervereinsmitgliedern. An der Orgel begleitete Ulrike Altmann, am Keyboard Anna Fuchs.
Dann trat Pfarrvikar Anton Kopp vor und sprach einige Begrüßungsworte. Der Katholische Frauen- und Mütterverein verbinde Frauen aus unterschiedlichen Lebensverhältnissen in einer Gemeinschaft, die geprägt vom christlichen Glauben sei.
Gerlinde Zweck übernahm die Lesung, in der Predigt ging der Pfarrvikar auf das Lukasevangelium ein. Für Menschen sollten nicht Besitz und Reichtum das Wichtigste im Leben sein, sondern Beziehungen zu anderen Menschen. Er mahnte, sich vom Reichtum nicht die Hände binden zu lassen, gelebte Beziehungen seien viel bedeutsamer. Besitz fessele Menschen, viele hätten dann keine Gestaltungsfreiheit mehr über ihr Leben. Im Lukasevangelium müsse ein Verwalter seinem reichen Herrn Rechenschaft ablegen, da ihm andere Werte als Geld und genaue Buchführung wichtiger gewesen seien. Doch Liebe, Anerkennung, Dankbarkeit und Menschlichkeit, das seien die wahrhaft wichtigen Werte im Leben. „Gott sieht auf Herzen, nicht auf Zahlen!“, so Anton Kopp. „Macht euch Freunde!“ Außerdem wies er darauf hin, nicht kleinlich zu sein und niemandem Schuld nachzutragen, Nachsicht sei stets besser.
Bei den Fürbitten traten Vereinsmitglieder nach vorne und legten symbolische Gegenstände, die das Wirken der Frauen- und Müttervereine repräsentierten, vor dem Volksaltar ab: einen Vereinsschal, ein Vereinsgebet, eine Kette, Blumen, Kräuter, eine Kerze, ein Kreuz und ein Licht für die Verstorbenen.
Zum Abschluss wurde vor dem Segen das Gebet des Frauen- und Müttervereins gesprochen. Als Anerkennung für die gute Zusammenarbeit zwischen Verein, Kirchenverwaltung, Pfarrei und Marianischer Männercongregation überreichte Peter Schötz an Helga Schnitzbauer ein eigens angefertigtes Windlicht mit Abbildungen der Prackenbacher und der Krailinger Kirche, das von Glaskünstlerin Michaela Zweck bemalt worden war. Die Vorsitzende zeigte sich gerührt und nahm das Geschenk freudig in Empfang.
Anschließend waren alle eingeladen, ins Gasthaus Fleischmann nach Krailing zum gemeinsamen Mittagessen und Kaffee und Kuchen zu kommen. Bei gemütlichem Beisammensein wurden noch einige vergnügliche Stunden im Rahmen des Ehrentages des Vereins verbracht.
Fotos 1,2: Margit Eidenschink
Fotos 3,4,5: Medienproduktion Holzer
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Bild zur Meldung: Der Katholische Frauen- und Mütterverein Prackenbach-Krailing feierte am Sonntag das Hauptfest zum 95-jährigen Jubiläum.