Zwei AFD-Sitze, drei Gemeinderätinnen

Prackenbach, den 10.​03.​2026

Prackenbacher Bürgermeister setzt auf gute Zusammenarbeit im neuen Gremium: „Weiterhin ohne Parteipolitik!“

 

Prackenbach. „Zu allererst möchte ich allen gratulieren, die es in das neue Gremium von 2026 bis 2032 geschafft haben!“, hebt Bürgermeister Andreas Eckl am Montagmorgen im Prackenbacher Rathaus hervor. Bei der Kommunalwahl am Sonntag wurde er mit 92,5 Prozent der abgegebenen Stimmen in seinem Amt bestätigt. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem neu zusammengesetzten Gemeinderat und hoffe, dass man sich gemeinsam für die Interessen der Bürger einsetze, „wie die vergangenen Jahre ohne Partei- und Ortsteildenken!“

 

Die Wahlbeteiligung sei mit 67,6 Prozent gut gewesen, auch für das gute Ergebnis seiner Bürgermeisterwahl wolle er sich noch einmal ausdrücklich bedanken. Besonders erfreut zeigte sich das alte und neue Gemeindeoberhaupt, dass drei Damen es ins Gremium geschafft haben, für die Gemeinde Prackenbach eine Premiere. „Jetzt haben auch wir endlich eine Frauenquote!“ Judith Wurzer wird für die Freie Wählergemeinschaft Ruhmannsdorf mit dabei sein (559 Stimmen), Nicola Wittman rückt für die Freie Wählergemeinschaft Prackenbach für Eckl nach (409 Stimmen) und Anja Brunnbauer zieht für die AFD in den Gemeinderat ein (724 Stimmen). Auch Walter Brunnbauer (805 Stimmen) hat den Einzug für die AFD geschafft, diese erhält damit erstmals zwei Sitze in Prackenbach.

 

Eckl zeigt sich guter Dinge, dass die Zusammenarbeit im Gremium wie bisher gut sein wird. „Gemeindepolitik ist anders als Bundes- und Landespolitik. Ich gehe davon aus, dass wir alle uns gemeinsam für kommunale Interessen unserer Gemeindebürger einsetzen werden!“ 

 

Als auffällig beim Wahlgeschehen bezeichnet Eckl, dass das Ergebnis der Urnen- und der Briefwahl weit auseinander gingen. Im Rahmen der Urnenwahl hätte die AFD sogar vier Sitze erhalten, mit den Briefwählern sei die Zahl dann auf zwei gesunken, wie er erklärt. Außerdem seien dieses Mal viele Listenkreuze gesetzt worden, „gerade bei der AFD“. Im Kommunalgeschehen könne er jedoch die Unzufriedenheit sogenannter „Protestwähler“ nicht verstehen. In Prackenbach sei man mit der Höhe der Abgaben im landkreisweiten Vergleich im unteren Drittel, man habe zwei Kindergärten, eine Schule, bestens ausgestattete Feuerwehren sowie ein aktives Vereinsleben, das Thema Migration existiere in der Gemeinde nicht, „um nur einige Dinge zu nennen.“ Dennoch habe er mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet und setze auf ein gutes Miteinander: „Der Wählerwille zählt! Wir werden mit versammelter Mannschaft versuchen, uns für unsere Bürger einzusetzen!“

 

Neu im Gemeinderat mit dabei ist weiterhin Timo Ziselsberger (FWG Prackenbach, 656 Stimmen). Nicht mehr ins Gremium geschafft haben es Reinhold Högerl (FWG Prackenbach, 301 Stimmen) und Michael Kellermeier (FWG Ruhmannsdorf, 499 Stimmen). Auf eigenen Wunsch ausgeschieden und nicht mehr zur Wahl gestellt haben sich Martin Heiland, Helmut Gierl und Johann Miethaner. Bei allen, die in den vergangenen Jahren ihre Zeit für das Wohl der Bürger geopfert haben, bedankte sich Eckl, außerdem für die tolle Zusammenarbeit über all die Jahre. Bis zum 1. Mai ist der vorherige Gemeinderat noch im Amt, dann folgt die erste konstituierende Sitzung mit den neu gewählten Mitgliedern.

 

Der neue Prackenbacher Gemeinderat setzt sich zusammen aus:

 

CSU (20,8 Prozent): Manuel Christl, Mirko Penzkofer, Roland Geiger

AFD (14,3 Prozent): Walter Brunnbauer, Anja Brunnbauer

FWG Prackenbach (33,4 Prozent): Matthias Thanner, Eberhard Preiß, Timo Ziselsberger, Thomas Santl, Nicola Wittmann

FWG Moosbach-Prackenbach-Ruhmannsdorf (15,2 Prozent): Matthias Schedlbauer, Johann Thurnbauer

FWG Ruhmannsdorf (16,4 Prozent): Judith Wurzer, Hermann Muhr

 

Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.


 

 

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