Aus der Gemeinderatssitzung vom 25.03.2026

Prackenbach, den 31.​03.​2026

Bürgermeister zeigt sich erschüttert

Schweigeminute für Richard König in Gemeinderatssitzung – Verwaltung derzeit eingeschränkt erreichbar

 

Prackenbach. Sämtliche Gemeindemitarbeiter seien geschockt gewesen, und sind es auch jetzt noch, erklärte Bürgermeister Andreas Eckl zu Beginn der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend. Vergangene Woche habe die Nachricht vom plötzlichen Tod Richard Königs, des langjährigen Verwaltungsmitarbeiters, der zahlreiche Funktionen innehatte, wie Standesamtsleiter oder Leiter des Einwohnermeldeamts, ganz Prackenbach erschüttert. Alle im Saal Anwesenden erhoben sich zu einer Schweigeminute zu seinem Gedenken.

 

Seit 2002 sei Richard König im Rathaus nicht mehr wegzudenken gewesen, nun reiße sein Tod eine riesige Lücke. Eckl sprach den Angehörigen sein tiefstes Beileid aus. In seinem Schlusswort zur öffentlichen Sitzung bedankte er sich im Rahmen seiner Rückschau auf die Kommunalwahl, bei der Richard König als Wahlleiter fungiert hatte, auch nochmals für das Engagement aller Beteiligten. Die Gemeindebürger bat er um Verständnis, dass das Rathaus derzeit wegen personeller Unterbesetzung nur eingeschränkt erreichbar sei und dankte den Mitarbeitern für ihren Zusammenhalt. Man arbeite an Lösungen.

 

In der Sitzung beschäftigte sich das Gremium unter anderem auch mit der überörtlichen Kassenprüfung, die Anfang des Jahres überraschend durchgeführt worden war. Das sei alle paar Jahre ganz normal, erklärte Eckl, es habe keine größeren Beanstandungen gegeben, im Rathaussystem hätten alle Gemeinderäte vollen Zugang zu den Prüfberichten. Der Beschluss über Kenntnisnahme wurde einstimmig gefasst. 

 

Weiterhin war die örtliche Rechnungsprüfung des Haushaltsjahres 2024 Teil der Tagesordnung und die in deren Rahmen angeregte Überprüfung des Versicherungsschutzes sämtlicher gemeindlicher Gebäude. Es war empfohlen worden, die Bereiche „Sturm und Hagel“ auf Kosten zu prüfen und eventuell mit aufzunehmen. Die zusätzliche Prämie betrage rund 4800 Euro jährlich, der Betrage steige jedoch prozentual, wie Eckl und Geschäftsleiter Manfred Maier erklärten.

 

Der Tenor des Gremiums war generell, dass mit solchen Versicherungen immer ein gewisses Risiko einher gehe. Würden sie nicht gebraucht, zahle man umsonst. Falle jedoch Schaden an, befinde man sich ganz schnell im fünfstelligen Bereich, sagte unter anderem Johann Miethaner. Nachdem mehrere Wortmeldungen gefordert hatten, die einzelnen Gebäude auf Notwendigkeit und Kosten genauer zu überprüfen, wurde dies von den Gemeinderäten einstimmig beschlossen. Im Anschluss erteilte das Gremium unter Leitung von zweitem Bürgermeister Eberhard Preiß dem ersten Bürgermeister die Entlastung für das Rechnungsjahr 2024.

 

Eckl beglückwünschte alle neu gewählten Gemeinderäte, er freue sich auf die Zusammenarbeit und hoffe auf ebenso gute wie die vergangenen beiden Wahlperioden. Die konstituierende Sitzung finde am 6. Mai statt. 

 

Josef Haas in Ruhestand verabschiedet

Dankes- und Lobesworte bei Gemeinderatssitzung – Bürgermeister überreicht Urkunde

 

Prackenbach. Nachdem er bereits bei der Weihnachtsfeier 2024 gebührend in den Vorruhestand verabschiedet worden, bisher jedoch noch in Teilzeit für die Gemeinde tätig war, erhielt Josef Haas nun die offizielle Ruhestandsurkunde. Am Mittwochabend nahm er sie bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung von Bürgermeister Andreas Eckl in Empfang.

 

Der Verwaltungsinspektor und Handwerksmeister habe vielfältigste Aufgaben in der Gemeindeverwaltung übernommen, sich immer wieder in neue Sachgebiete eingearbeitet. Außerdem sei er auch praktisch tätig geworden, habe sich unterschiedlichster Reparaturen vor Ort angenommen, lobte Eckl den jahrelangen Einsatz. Er bedankte sich aufs Herzlichste bei Josef Haas, der seit 1996 im Rathaus tätig war. „Mit deinem theoretischen und praktischen Wissen bist du immer da gewesen!“, sagte er. Zum 1. April stehe nun der Abschied in den endgültigen Ruhestand an.

 

„Alles hat mal ein Ende“, ergriff auch Haas das Wort und bedankte sich ebenfalls für die schöne Zeit. 30 Jahre und drei Monate habe er für die Gemeinde Prackenbach gearbeitet, die Zeit sei wahnsinnig schnell vergangen. Er sprach Bürgermeister und Gemeinderat seinen Dank für die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit aus und nahm Urkunde und Präsentkorb entgegen.

 

Neuer Lader für den Bauhof

Gemeinderatssitzung in Prackenbach: Gremium winkt mehrere Bauvorhaben durch

 

Prackenbach. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung wurden am Mittwochabend mehrere Bauangelegenheiten vom Gremium bejaht. Außerdem beschlossen die Gemeinderäte, einen neuen Lader für den Bauhof anzuschaffen.

 

Zwei Gremiumsmitglieder wurden bei betreffenden Anträgen aus Befangenheitsgründen von der Abstimmung ausgeschlossen: Bürgermeister Andreas Eckl übergab die Leitung an seinen Stellvertreter Eberhard Preiß, als es um das Vorhaben seiner Ehefrau Manuela Eckl ging, ein Mehrfamilienwohnhaus mit Fertiggaragen in der Dr.-Bertsche-Straße in Prackenbach. Das Gremium bejahte den Antrag und die Durchführung im Genehmigungsfreistellungsverfahren. Eberhard Preiß wiederum war außen vor, als die Gemeinderäte sich mit seinem Antrag auf Vorbescheid bezüglich des Neubaus eine Einfamilienwohnhauses mit Carport in Hetzelsdorf neben seinem derzeitigen Wohnhaus beschäftigten. Sie erteilten auch hier ihre Zustimmung.

 

Weiterhin stand die Verlängerung einer bestehenden Baugenehmigung des Neubaus eines Mehrfamilienwohnhauses mit Garagen im Kirchenweg in Moosbach auf der Tagesordnung. Dieser wurde ebenso ohne Diskussion zugestimmt, wie auch dem Teilabbruch einer bestehenden Garage und Neubau eines Geräteraums, ebenfalls im Kirchenweg in Moosbach, und dem Antrag eines Prackenbacher Landwirts auf Neubau eines Lager- und Technikgebäudes sowie Errichtung eines Laufhofes in der Krailinger Straße. Auch die Anträge auf Neubau eines Lagerschuppens in Hetzelsdorf, auf Neubau einer Garage in Voggenzell, Miltacher Straße, und auf Abbruch und Neubau einer Halle mit Büroräumen in der Ringstraße in Prackenbach wurden bejaht.

 

Für etwas mehr Diskussion sorgte das Thema, einen neuen Radlader für den kommunalen Bauhof zu beschaffen. Der alte sei in die Jahre gekommen und habe schon für einige Probleme gesorgt, daher habe man sich entschlossen, die Investition für einen Ersatz zu tätigen, wie der Bürgermeister erklärte. 73.423 Euro laute das wirtschaftlich günstigste Angebot, das eingereicht worden sei, so Eckl. Die bestehenden Anbaugeräte könnten an diesem Modell uneingeschränkt genutzt werden. Michael Kellermeier übte Kritik an der Wahl eines neuen Gerätes, habe man doch in der Vergangenheit auch über die Möglichkeit beraten, ein gebrauchtes anzuschaffen. Dadurch könne man mehrere tausend Euro sparen. Eckl konterte, dass man dann jedoch nie wisse, welche Makel bestünden, wenn ein Lader nach nur wenigen Jahren bereits weiterverkauft werde. Es sei wichtig, sich auf die Arbeitsgerätschaften verlassen zu können. Das sah auch die Mehrheit der Gemeinderäte so und stimmte der Neuanschaffung mit zwei Gegenstimmen zu.

 

Die Berichte wurden von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

 

Bild zur Meldung: GR-Sitzung vom 25.03.2026

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