Groß angelegte Gemeinschaftsübung der Feuerwehren

Prackenbach, den 06.​05.​2026

Falls der Ernstfall droht

Groß angelegte Gemeinschaftsübung der Feuerwehren: Simulierter Waldbrand bei Berg in der Gemeinde Prackenbach

 

Prackenbach. Im Pendelverkehr transportieren Feuerwehrautos Wasser zur Einsatzstelle, Quads legen mit benötigten Gerätschaften die unwegsame Strecke über den steilen Waldweg zurück, zahlreiche Feuerwehrleute spritzen auf einer Lichtung das rettende Nass in die ausgetrocknete Landschaft. Bei einer groß angelegten Gemeinschaftsübung, traditionell organisiert von den Prackenbacher Gemeindewehren am 1. Mai, waren heuer auch umliegende Feuerwehren zur Unterstützung hinzugezogen worden. Mit rund 60 Einsatzkräften rückten sie auf die Alarmierung zu einem „Waldbrand“ im Ortsteil Berg in der Gemeinde Prackenbach aus.

 

Die Organisation übernahm die Feuerwehr Ruhmannsdorf, neben Prackenbach, Tresdorf und Moosbach aus der Gemeinde Prackenbach waren auch die Wehren aus Viechtach und Blaibach mit jeweils einem wasserführenden Fahrzeug in den Übungsablauf eingebunden. Außerdem kam die Drohne der Feuerwehr Blossersberg zum Einsatz, um die Lage aus der Luft zu erkunden.

 

Die Einsatzleitung übernahm Stefan Wühr, unterstützt von Kommandant Andreas Früchtl. Aufgrund der begrenzten Wasserversorgung vor Ort wurde ein Pendelverkehr eingerichtet, den die Feuerwehren Prackenbach, Viechtach und Blaibach sicherstellten. Als zentrale Wasserreserve diente der Prackenbacher Faltbehälter mit einem Fassungsvermögen von 10000 Litern – ein „mobiler Pool“, so Bürgermeister Andreas Eckl augenzwinkernd, der sich vor Ort ein Bild der Lage machte und beeindruckt zeigte. 

 

Auch die Luftüberwachung erhielt einen eigenen Einsatzabschnitt, in welchem die Drohne der Feuerwehr Blossersberg eingesetzt wurde. Im Bereich Brandbekämpfung erfolgte der Löschangriff mit dem Aufbau zweier sogenannter Wassergassen, um die Ausbreitung des Feuers gezielt über die beiden Flanken einzudämmen.

 

Neben der klassischen Feuerwehrausrüstung griffen die Feuerwehrler auch auf speziell für Wald- und Vegetationsbrände geeignete Gerätschaften zurück, wie unter anderem Schläuche und Armaturen in den Größen C und D sowie Löschrucksäcke. Zwei Quads unterstützten den Einsatz: Während ein Fahrzeug Material zwischen Sammelpunkt und Einsatzstelle transportierte, war das zweite mit einem IBC-Container, Motorpumpe und weiterem Gerät ausgestattet, um schnell auf kleinere Brandherde, Spotfeuer, reagieren zu können.

 

Die Einsatzkräfte mussten während der Übung weiterhin spontan auf Herausforderungen reagieren: Eine Person sollte aufgrund simulierter Hitzeerschöpfung versorgt werden und ein gemeldetes Spotfeuer lokalisiert und abgelöscht werden. Eine plötzliche Änderung der Windrichtung stellte die Einsatzkräfte vor die Herausforderung, Entscheidungen schnell anzupassen und diese effektiv an die Kameraden zu kommunizieren.

 

Vor Ort verfolgten auch zahlreiche Führungskräfte und Vertreter der Gemeinde das Geschehen, darunter Bürgermeister Andreas Eckl, Kreisbrandmeister Marco Dietl sowie Kreisbrandmeister Ludwig Sperl. Marco Dietl hob in seiner Schlussansprache die zunehmende Bedeutung solcher Einsatzlagen hervor. Mit Blick auf veränderte klimatische Bedingungen sei davon auszugehen, dass Wald- und Vegetationsbrände künftig häufiger auftreten werden. Umso wichtiger seien gezielte Ausbildung, geeignete Ausrüstung und eine reibungslose Zusammenarbeit der Einsatzkräfte. Bürgermeister Eckl bedankte sich bei allen herzlich für das Engagement und die Bereitschaft, sich regelmäßig weiterzubilden. Übungen wie diese seien notwendig, um für künftige Herausforderungen vorbereitet zu sein.

 

Als Ergebnis der Übung wurde festgehalten, dass es neben Kommunikation und Abstimmung auch in einzelnen Punkten Verbesserungspotenzial gebe. Genau diese Erkenntnisse seien jedoch ein wesentliches Ziel solcher Übungen, um Abläufe weiter zu optimieren und für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.

 

Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

 

Bild zur Meldung: Zahlreiche Feuerwehrler übten am 1. Mai bei einer Gemeinschaftsübung in der Gemeinde Prackenbach für den Ernstfall Waldbrand.

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Falls der Ernstfall droht (06.​05.​2026)