Ein Gemeinschaftsprojekt zur Erinnerung und Wertschätzung

Moosbach, den 15.​06.​2026

Einweihung der neuen Gedenkstätte der Moosbacher Feuerwehr und der Edelweißschützen

 

Moosbach. Ein Ort der Wertschätzung, Erinnerung und Tradition ist in Moosbach entstanden. Am Samstag erteilte Pfarrvikar Anton Kopp der neuen gemeinsamen Gedenkstätte der Freiwilligen Feuerwehr und der Edelweißschützen in feierlichem Rahmen Gottes Segen. Nach dem Vorabendgottesdienst und offiziellen Ansprachen wurde gemeinsam gefeiert.

 

Mit ihren Vereinsfahnen zogen die Mitglieder durch das Dorf und in die Pfarrkirche Sankt Johannes ein. Kopp hieß alle willkommen, neben Vereinsangehörigen und weiteren Gläubigen hatten sich auch Bürgermeister Andreas Eckl, KBM Marco Dietl und das Festgefolge der Edelweißschützen angeschlossen. Nach einer festlichen Eucharistiefeier, die musikalisch ausgestaltet wurde vom Moosbacher Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger, formierte sich der Zug erneut und schritt zur Gedenkstätte beim Friedhof.

 

Dort sprach der Geistliche den Segen und besprengte die beiden Gedenksteine und die Gläubigen mit Weihwasser. Flankiert von den Vereinsfahnen der Feuerwehr und der Schützen ergriffen die Funktionäre und der Bürgermeister nacheinander das Wort. Hermann Fleischmann, Schützenmeister der Edelweißschützen, blickte zurück auf die Entwicklungen, die zur gemeinsamen Gedenkstätte geführt hatten. Bereits seit einigen Jahren hätten in beiden Vereinen die Gedanken daran gekeimt, unter anderem auch auf Anregung des mittlerweile leider verstorbenen Schützenbruders Ferdinand Rabenbauer. Er hob vor allem das Engagement seines Bruders Ludwig Fleischmann hervor, der sich in beiden Vereinen sowohl bei der Planung, Ausführung als auch der Finanzierung und Sponsorensuche eingesetzt habe.

 

Der Schützenmeister erzählte auch eine Anekdote, als bereits die Zeit drängte und gemeinsam in den Wäldern nach einem geeigneten Stein für die Schützen gesucht wurde: „Moosbedeckt lag er da – und ich wusste gleich: Das muss er sein!“ Mit dem Lader sei sogleich der Bruder herbeigeeilt und habe das gute Stück aus dem Wald gehievt. Fleischmann lobte auch die Gestaltung und Anfertigung der Schriftzüge durch Christian Raith. „Zwei Vereine, teilweise getragen von denselben Gesichtern, haben ein gemeinsames Fundament geschaffen“, führte er aus. Die neue gemeinsame Gedenkstätte sei nun ein Ort der bleibenden Verbindung. Sie gelte auch als Zeichen des Dankes und des tiefen Respekts gegenüber denjenigen Mitgliedern, die in die Ewigkeit vorausgegangen seien.

 

Mit den Worten „Ruhet in Frieden!“ übergab er an den Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Moosbach, Franz Wenzl, der die Helferliste verlas und sich bei allen bedankte, die in irgendeiner Weise beteiligt waren, sämtlichen Sponsoren, den Helfern bei der Aufstellung und den Pflasterarbeiten, der Gemeinde Prackenbach für die Unterstützung mit Maschinen und allen voran dem Hauptorganisator Ludwig Fleischmann. Rund 120 freiwillige Arbeitsstunden seien insgesamt ehrenamtlich geleistet worden.

 

Dann ergriff Bürgermeister Eckl das Wort und betonte, dass der Gedenkstein für das Engagement vieler Menschen stehe, die unsere Gemeinschaft über Generationen hinweg geprägt hätten. Feuerwehr und Schützen gehörten seit jeher zu den tragenden Säulen des gesellschaftlichen Lebens. „Die Feuerwehr steht für Schutz, Hilfe und selbstlosen Dienst am Nächsten. Tag und Nacht sind ihre Mitglieder bereit, in Notlagen auszurücken, Gefahren abzuwehren und Menschen beizustehen“, so Eckl. Die Schützen bewahrten wertvolle Traditionen, förderten die Gemeinschaft und würden dazu beitragen, Brauchtum und Heimatverbundenheit lebendig zu halten. Daher solle die Gedenkstätte nicht nur an die Vergangenheit erinnern, sondern auch ein Zeichen für die Zukunft sein, für Gemeinschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Er freute sich über das Gemeinschaftswerk der beiden Vereine und bedankte sich ebenfalls bei allen, die in irgendeiner Weise daran beteiligt waren.

 

Nach dem offiziellen Teil fanden sich alle beim Feuerwehrhaus ein, wo man im noch aufgestellten Zelt einen Umtrunk mit Brotzeit organisiert hatte. In kameradschaftlicher Runde saß man noch lange beisammen und stieß auf das gelungene Gemeinschaftsprojekt an.

 

Der Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

 

Fotos: Harald Eder

 

 

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