Mit getunten Maschinen über die Motocross-Strecke
34 Teams lieferten sich beim Mofarennen am Thannhof bei Prackenbach spannende Wettkämpfe – Gut 500 Zuschauer
Thannhof/Prackenbach. Geschraubt, getunt, getestet: Wochen- und monatelang – bei so manchem Team jedoch durchaus auch auf den letzten Drücker – liefen die Vorbereitungen. Am Samstag war der große Tag für viele Speed-Fans und ihre modifizierten Zweiräder endlich gekommen. In insgesamt 34 Teams traten sie in fünf verschiedenen Klassen beim Mofarennen auf der Motocross-Strecke am Thannhof bei Prackenbach gegeneinander an. Der MCC Prackenbach hatte wieder ein Spektakel der Extraklasse organisiert, das Motorsportliebhaber und Schaulustige aus nah und fern anlockte – laut Schätzungen waren gut 500 Besucher vor Ort.
Für die knapp 80 Fahrer begann der Rennsamstag bereits am Morgen, als die ersten Trainingsläufe starteten. Die Streckenverhältnisse waren aufgrund des nächtlichen Regens nicht optimal, doch die Rennprofis bezwangen auch die matschigste Steilkurve und die Mitglieder des MCC gaben ihr Bestes, das Gelände so gut wie möglich zu präparieren. Im Fahrerlager herrschte reger Betrieb, letzte Anpassungen wurden vorgenommen, Absprachen getroffen – oder auf ein erfolgreiches und amüsantes Rennen geprostet, den eigentlichen Sinn der Veranstaltung.
Trainingslauf am Vormittag
Zahlreiche Zuschauer waren bereits beim Training anwesend und genossen über die Mittagsstunden die große Auswahl des Essensangebotes, zu dem sogar Döner und Burger gehörten. Der Startbereich war abgesperrt, so dass uneingeschränkter und gefahrloser Durchgangsverkehr zwischen Strecke und Fahrerlager möglich war und die Fahrer immer wieder durchtauschen konnten. Um 14 Uhr stellten sich alle Maschinen zum Start auf und düsten mit dem Schwenken der schwarz-weißen Fahne los – vier Stunden lang, der Sieg gehörte demjenigen Team, das die meisten Runden schaffte. Gestartet wurde in fünf Klassen: Mofa Classic, Mofa Freestyle, Mofa Freestyle Plus, Roller und Roller Plus.
Von den Steilkurven aus, vom mit Biergarnituren bestückten Aufenthaltsbereich und auch vom hohen Gerüst der Überführung aus, die die Besucher empor klettern mussten, um über den Starbereich zu kommen, verfolgten zahlreiche Neugierige den Rennverlauf. Ohne größere Zwischenfälle und Stürze – was auch den Vorsitzenden des MCC Prackenbach, Daniel Eidenschink-Geiger freute. Die Vorbereitungen seien super verlaufen, er bedankte sich bei allen, die sich sowohl im Vorfeld als auch bei der Veranstaltung selbst engagiert hatten. Wegen der matschigen Streckenverhältnisse habe es im Training einige „Kunstmanöver“ gegeben, wie er grinsend und schulterzuckend anmerkte, doch die Fahrer hätten alles unter Kontrolle und für das eigentliche Rennen am Nachmittag habe die Sonne wohlwollend den Streckenbelag wieder getrocknet
Nachdem gegen 18 Uhr die Fahne erneut geschwenkt wurde, das Rennende signalisiert und alle Maschinen zum Fahrerlager zurückgelenkt worden waren, genossen die Fahrer gemeinsam mit der mittlerweile noch um einiges angewachsenen Besucherschar die ausgelassene Stimmung
Siegerehrung und After-Race-Party
Um 20 Uhr folgte die Siegerehrung: Daniel Eidenschink-Geiger ergriff das Wort auf der Bühne, gab die Ergebnisse bekannt und gratulierte den Gewinnern. In der Klasse „Mofa Classic“ errangen die „Käferfreunde Bayerwald“ mit 102 Runden den Sieg, in „Mofa Freestyle“ triumphierte „Dolmar Racing“ mit 113 gefahrenen Runden und in „Mofa Freestyle Plus“ die „Offroad Runner“ mit 120. In der Roller-Klasse gewann das Team „Bonsai Racing“ mit 104 Runden, in „Roller Plus“ das Team „Für den Arsch 2“ mit 103 Runden.
Nach Jubel und Applaus für die Gewinner und gelungene Organisation des Mofarennens ging der Abend in die After-Race-Party über. Gemeinsam mit der Band „Power Fool“ feierten die Gäste in der Bar und auf dem Motocrossgelände bis in die frühen Morgenstunden.
Der Beitrag wurde von der Journalistin Lisa Brem erstellt und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
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