Einweihung und offizielle Eröffnung bei den Edelweißschützen Moosbach – Ehrengäste aus Politik und Schützenwesen und „Tag der offenen Schießstandtür“

Prackenbach, den 02.​10.​2026

Gemeinschaftsleistung: Neuer Schießstand

 

Moosbach. Vor allem das Engagement zweier Schützenmitglieder wurde immer wieder hervorgehoben: Paul und Norbert Illinger. „Sie waren Initiatoren, Antreiber, Architekten, IT-ler, Maurer, Maler, Trockenbauer, Antragsteller und Sponsoren. Und fast täglich auf der Baustelle“, lobte, würdigte und bedankte sich Schützenmeister Hermann Fleischmann bei den beiden. Der Grund, weshalb sich am vergangenen Freitagnachmittag zahlreiche Ehrengäste und Mitglieder der Edelweißschützen Moosbach im Gasthaus und Vereinslokal Kerscher eingefunden hatten, war die offizielle Eröffnungsfeier sowie Einweihung des neuen Schießstandes. Im Anschluss hatte der Verein alle Interessierten und die Gesamtbevölkerung zum „Tag der offenen Schießstandtür“ eingeladen.

 

Im Nebenzimmer des Gasthauses ergriff zunächst Fleischmann das Wort und begrüßte neben Pfarrvikar Anton Kopp auch Landtagsabgeordneten und CSU-Kreisvorsitzenden Stefan Ebner, CSU-Kreisrat Edwin Schedlbauer, Bürgermeister und dritten Landrat Andreas Eckl sowie einige Gemeinderäte. Als Ehrengäste aus dem Schützenwesen hieß er den Niederbayerischen Bezirksschützenmeister Hans Hainthaler sowie zweiten und dritten Gauschützenmeister des Schützengaus Viechtach, Klaus Hutter und Florian Hackl, willkommen, ebenso wie Steffi und Dr. Alois Plößl von der Rhaner-Brauerei, Josefine Vielreicher von der GenoBank DonauWald, Fest-Schirmherr Theo Lorenz, Festmutter Heidi Gregori und Ehrenschützenmeister Franz Haberl.

 

Zeitdruck: Förderantrag kurz vor knapp

 

In einem kurzen Rückblick auf die Entwicklungen, die zum neuen Schießstand geführt hatten, berichtete Fleischmann von Vereinszusammenhalt, enormem Engagement einzelner und: Zeitknappheit. Denn die Idee „Sowas brauchma mia auch!“ sei ganz spontan gereift und habe für Euphorie gesorgt. Und zwar, wenige Tage, bevor die Förderung des BSSB für derartige Projekte von 55 auf 25 Prozent gesenkt wurde. In eiligen Absprachen, Terminen und Sponsorenakquise – denn im Gegensatz zu ersten Kostenschätzungen in Höhe von 48.300 Euro beinhaltete die Vereinskasse nur 4000 – habe man den Grundstein legen können. Gerade noch rechtzeitig wurde der Antrag auf Förderung kurz vor Weihnachten 2025 eingereicht und bewilligt. 

 

Im Februar starteten die Arbeiten, „grod gstaubt hods!“ Alles sei unter Leitung von Norbert und Paul Illinger abgelaufen, viel Zeit, Geld und Herzblut hätten die beiden in das Projekt gesteckt. „Ohne sie wäre das nicht möglich gewesen“, lobte der Schützenmeister und hob auch die Vorstreckung von 17.500 Euro hervor, bis die Fördergelder eintrafen. Langweilig sei es heuer nicht gewesen, betonte er weiterhin im Hinblick auf mehrere Großveranstaltungen, die der Verein bereits gemeistert hatte: 75-jähriges Gründungsfest, Gauschützenball, Gedenksteineinweihung und im November das Gemeindepokalschießen. Mit Dank an sämtliche Sponsoren und Helfer beendete er seine Ansprache und übergab an die beiden inoffiziellen Projektleiter Norbert und Paul Illinger, die nach einem kurzen Überblick auf eine Diashow im Anschluss an die Einweihung verwiesen.

 

Lob von politischer Seite

 

Als nächstes schloss sich Bürgermeister Andreas Eckl des Lobesworten an. Doch wirklich überrascht habe es ihn nicht, dass auch hier wieder ein „Gewinnerprojekt“ entstanden sei, wenn er sich den Zusammenhalt und das Engagement der gemeindlichen Vereine generell so anschaue. „Euer Verein lebt wirklich: eine starke Jugendgruppe, Senioren, die plötzlich wieder dabei sind, ein tolles Vereinslokal mit der Familie Kerscher und nun auch noch der passende Unterbau.“ In Schützensprache: „Das ist schon ein Kaliber!“

 

Auch MdL Stefan Ebner zeigte sich beeindruckt: Der Zusammenhalt der Edelweißschützen sei ein Positivbeispiel dafür, wie Gemeinschaft und Gesellschaft funktionieren könnten. Hier sei nicht nur in Technik, sondern in Menschen investiert worden, den Optimismus des Vereins zum Vorbild zu nehmen, täte dem ganzen Land gut, so Ebner. Mit Blick auf politische Angriffe auf Schützenvereine bezog er Stellung: Dadurch werde auch die Identität Bayerns angegriffen. Doch zuversichtlich könne man in die Zukunft blicken, wenn man die Entwicklungen bei den Edelweißschützen anschaue.

 

Der Niederbayerische Bezirksschützenmeister Hans Hainthaler erklärte, dass mit der staatlichen Förderung gerade Vereine im ländlichen Raum unterstützt werden sollen. Und das Geld sei gut investiert: Niederbayern sei Schützenland mit rund 700 Vereinen und 65.000 Mitgliedern. Mit Glückwünschen für das gelungene Projekt überreichte er die Ehrenkerze des Schützenbezirks Niederbayern an Hermann Fleischmann. 

 

Auch Klaus Hutter und Florian Hackl gratulierten im Namen des Schützengaus Viechtach, hoben den ehrenamtlichen Einsatz hervor und lobten die starke Jugendarbeit des Vereins. Es folgte der Höhepunkt: Man ging gemeinsam zum neuen Schießstand hinunter und Pfarrvikar Anton Kopp erteilte Gottes Segen. Die Zeiten, in denen Zielkarten an Seilzügen hin- und hergeschickt wurden, seien nun vorbei. Er übertrug die Voraussetzungen des Schützensportes wie Konzentration, innere Ruhe und Achtsamkeit auf das Leben. Auch dieses solle auf ein Ziel ausgerichtet werden: die Gemeinschaft mit Gott und mit den anderen Menschen. Im friedlichen Wettbewerb, in der Freude über Erfolge anderer und in der Gesellschaft des Vereins spiegele sich genau dies wider.

 

Ehrengäste gaben erste Schüsse ab

 

Dann war es an den Ehrengästen, mit den ersten Schüssen den neuen, digitalen Schießstand offiziell zu eröffnen, während die Gäste im Gastraum auf Bildschirmen die Treffsicherheit mitverfolgen konnten. 

 

Mit Bildern und Anekdoten aus der Bauphase traten im Anschluss nochmals Norbert und Paul Illinger nach vorne. Von Mitte März bis Mitte Juli habe man den Schießkeller umgebaut und renoviert, mit 55.000 Euro – die geschätzten Kosten hätten sich doch noch erhöht – mit hunderten ehrenamtlichen Arbeitsstunden und tatkräftiger Unterstützung der Wirtsfamilie Kerscher. Auch die Gemeinde Prackenbach habe den Umbau großzügig unterstützt, die beiden Projektleiter bedankten sich bei allen Beteiligten.

 

Nach dem offiziellen Teil war die Gesamtbevölkerung eingeladen zum „Tag der offenen Schießstandtür“, konnte den neuen Schießraum besichtigen und die Luft- und Lasergewehre ausprobieren.

 

Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

 

Bild zur Meldung: Die Ehrengäste eröffneten den neuen, digitalen Schießstand der Edelweißschützen Moosbach offiziell mit ersten Schüssen.

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Einweihung und offizielle Eröffnung bei den Edelweißschützen Moosbach – Ehrengäste aus Politik und Schützenwesen und „Tag der offenen Schießstandtür“ (02.​10.​2026)