Predigtspiel als Zwiegespräch mit Pfarrer

Prackenbach, den 13.​10.​2026

Erntedank in Prackenbach: Kinder gestalteten den Gottesdienst – Einzug und Segnung der Körbchen

 

Prackenbach. In einem amüsanten, lehrreichen und zum Denken anregenden Zwiegespräch erörterten drei Kinder und Jugendliche gemeinsam mit Pfarrer Werner Konrad die Bedeutung des Wassers für die Natur – und im übertragenen Sinn des Glaubens als Wasser des Lebens. Am Sonntagvormittag feierten die Gläubigen in Prackenbach in der Pfarrkirche Sankt Georg das Erntedankfest im Rahmen eines Familiengottesdienstes. 

 

Alle Kinder trafen sich im Vorfeld auf dem Pfarrer-Baumgartner-Platz vor dem Bürgerhaus und zogen gemeinsam mit ihren schön gestalteten Erntekörbchen, Pfarrer Konrad und den Ministranten in das Gotteshaus zum Orgelspiel von Hans Preiß ein. Stolz platzierten sie ihre Körbe vor dem Altarraum und dem mit reichlicher Vielfalt wunderbar dekorierten Erntedankaltar. Die weitere musikalische Gestaltung übernahm der Kinder- und Jugendchor Prackenbach unter Leitung von Alexandra und Maxim van Beek. Mit fröhlichen, teils mehrstimmigen, im Kanon gesungenen Darbietungen und Tanzbewegungen sorgten die kleinen Sänger für lebendig-lockere Atmosphäre während des Gottesdienstes.

 

Pfarrer Werner Konrad blickte bei seiner Begrüßung kurz auf das Leben des Heiligen Franz von Assisi, der gelehrt habe, dass die gesamte Schöpfung eine große Familie sei. Auch er habe die unabdingbare Bedeutung des Wassers hervorgehoben, um die es in der Messe gehen solle. Den Lektorendienst übernahm Helga Schnitzbauer, weitere Kinder trugen die Fürbitten und Kyrie-Rufe vor und hatten gemeinsam mit Nicola Wittmann ein Predigtspiel einstudiert.

 

In einem lockeren Zwiegespräch mit Pfarrer Konrad erörterten sie, welche Bedeutung das Wasser und welche Auswirkungen Wassermangel auf die Natur hat. Blumen und Pflanzen trügen bei der richtigen Pflege Früchte und könnten sich entfalten, ebenso wie soziales Engagement im Glauben Früchte trage. Für Fische, die in einem Aquarium leben, sei Wasseraustausch lebenswichtig, ebenso wie unter Menschen Austausch und Akzeptanz verschiedener Meinungen wichtig sei. Analog zu Trockenphasen in der Natur könne man auch in Glaubenskrisen geraten, doch egal, wie schwer die Zeit auch sei, Regen – oder Leichtigkeit im Glauben – komme wieder. Mit passenden Strophen aus dem Lied „Laudato si“ umrahmte der Chor die Aussagen musikalisch. 

Nach dem Segen der Erntegaben bedankte sich der Geistliche bei allen, die an der Organisation mitgewirkt hatten, insbesondere dem Chor, den Mesnerinnen für den Schmuck des Erntealtars, Nicola Wittmann für die Mitgestaltung sowie Kerstin Bemmerl, die das Brot für den Altar sowie kleine Brote gebacken hatte, die im Anschluss von den Ministranten an die Kinder verteilt wurden.

 

Der Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

 

 

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