Maiandachtfahrt ins Dekanat Kötzting

Prackenbach, den 04.​05.​2015

Vom wunderschönen Rokoko-Altar im Bachmeierholz  waren die Frauen beeindruckt

 

Moosbach/Altrandsberg. Seit vielen Jahren gehört es bereits zur Tradition, dass der Kath. Frauenbund Moosbach/Altrandsberg im Mai eine benachbarte Wallfahrts- oder Marienkirche besucht um dort eine Maiandacht zu feiert. Dieses Jahr war es die Kapelle zur schmerzhaften Mutter im Bachmeierholz, zur Pfarrei Rimbach im Dekanat Kötzting gehörend.

 

Vorstandssprecherin Hedwig Plötz freute sich sehr über die zahlreichen Fahrtteilnehmer, die den Bus der Firma Ebenbeck bis auf den letzten Platz füllte. Auch den Geistliche Beirat Pfarrer Josef Drexler konnte sie in ihrer Mitte begrüßen, der im Vorfeld einiges über die Kirche und ihre Ausstattung erzählte. In guten und schlechten Tagen sollen wir auf den leidenden Herrn schauen und unsere Anliegen der schmerzensreichen Mutter Gottes anvertrauen, so der Pfarrer.

 

Die Entstehung der Kapelle geht auf das Jahr 1737/38 zurück, als der Besenbinder Christoph Kurz aus Ramsried die Bilder und Malgeräte eines Malers, der des Weges kam,  auf seinen Karren auflud. Zum Dank erhielt er ein Bild der schmerzhaften Mutter. Kurz heftete das Bild an eine Tanne im Wald  des Kötztinger Bürgers Bachmeier, das viele Menschen anzog. Am 2. Mai 1746 wurde der Grundstein für eine Kapelle gelegt  und das Bild  im Oktober desselben Jahres  in die Kapelle übertragen.

 

Der Hochaltar ist eine Rokoko-Anlage aus der Erbauungszeit mit dem Bildnis der schmerzhaften Muttergottes.  An den Chorpfeilern hängen die Bilder der Apostelfürsten und ein Gemälde von Reisbacher an der Chorwand schildert die Entstehung der Wallfahrt. Beeindruckend ist auch ein wundenbedeckter Christus, der an der Geißelsäule steht.  Die Rückwand der Kapelle und die Emporenbrüstung sind mit 150 Votivtafeln aus dem 19. Jahrhundert bedeckt und in einer Mauernische am Kapelleneingang wurde später eine Marienfigur aufgestellt. Sie zeigt Maria als Königin und hält den Besuchern das Jesuskind entgegen, das weit die Arme ausbreitet.

Am Schluss der Maiandacht erzählte Mesner Wolfgang Kurz noch viel über die Einrichtung und die Entstehung der Kapelle.

 

Nach einer ausgiebigen Brotzeit im Gasthof Schierlitz in Thennried traten die Frauen den Heimweg an. Hedwig Plötz dankte Pfarrer Josef Drexler für die Gestaltung der Maiandacht und Busfahrer Alois Laumer und seiner Frau Marianne für die Organisation der Fahrt. Der Dank galt auch Hilde Gierl und Irmi Meindl, die stets die Anmeldung übernehmen und den Frauen, welche sich für den Osterbazar zur Verfügung stellten. Als neuen Termin nannte sie den 4. Juni, wenn für das Fronleichnamsfest wieder ein Blumenteppich gelegt wird und bat für Blumenspenden. Als nächste Zusammenkunft nannte sie das Sommernachtsfest, das heuer am 7. Juli in Moosbach über die Bühne geht.

 

Foto: Pfarrer Josef Drexler und 4.v.li. Mesner Kurz, Hedwig Plötz und Maria Rackl PGR-Sprecherin

 

Bild zur Meldung: Maiandachtfahrt ins Dekanat Kötzting