Pfarrkirche St. Johannes Moosbach
Pfarrkirche “St. Johannes” in Moosbach
Wenn man von der Geschichte Moosbach und seiner Kirche redet, dann stößt man zuerst auf den Namen Chammünster. Denn hier nimmt die Geschichte ihren Anfang. Nach einer Grenzbeschreibung von 819 wurde das Gebiet um das heutige Moosbach dem Kloster Chammünster zugeschrieben, das hier dann eine Ortschaft mit Kapelle gründete.
Moosbach selbst wird im ältesten Wittelsbacher Urbarbuch (1222-1228) erst mal mit einigen umliegenden Ortschaften erwähnt. Um diese Zeit fällt auch der Bau der Kirche in Moosbach. Sie wurde im Stil der Romanik errichtet.
Im ältesten Pfarreiverzeichnis des Bistums Regensburg aus dem Jahr 1326 wird Moosbach bereits als Pfarrei geführt, 1412 erstmals ein Pfarrer Stephan mit Namen erwähnt, der bei der Erweiterung des Spitals in Viechtach als Wortführer genannt wird. Um das Jahr 1490 wurde dann die romanische Kirche umgebaut, erweitert und im Stil der Spätgotik gestaltet. Auf diese Zeit weisen auch noch Holzfiguren im Inneren der Kirche hin: Der Hl. Blasius und die Hl. Anna Selbdritt. Im Jahre 1691 wurde die Kirche um zwei Seitenkapellen erweitert, eine Kanzel eingebaut und die ganze Kirche im Stil des Barock erneuert. Dazu gehörte in den folgenden Jahren auch die Ausstattung mit einem Frührokoko-Altar, der früher wohl ein Kreuzaltar war. Daran erinnern die Altarfiguren Heraklius und Helena, die beide mit dem Kreuz Christi zu tun hatten.
Heute schmückt diesen Altar ein Bild des Täufers Johannes aus dem 19. Jahrhundert. Johannes ist der Patron der Kirche und der Pfarrei. Zur weiteren Ausstattung der Kirche gehören viele Figuren aus der Barock und Rokokozeit mit den Gestalten bekannter Heiligen. Die beiden Seitenaltäre stammen ebenfalls aus dieser Zeit und zeigen ein Gemälde mit Anna Selbdritt, bzw. die Gestalt des Täufers Johannes mit den Heiligen Josef, der Heiligen Barbara und Katharina. Eine besondere Kostbarkeit der Kirche ist der Hinterglaskreuzweg aus der sogenannten Neukirchener Schule. Josef Mathias Wittmann hat ihn gemalt und mit dem Jahr 1795 signiert.
Da die Kirche für den Ort Moosbach allmählich zu klein wurde, erfolgte im Jahre 1963 eine Erweiterung nach hinten um etwa 8 Meter, die dem Stil der Kirche angepasst wurde. In den Jahren 1988-1991 wurde dann die Kirche innen und außen grundlegend saniert und renoviert und im Inneren auch die Orgel erweitert und neu gestaltet.
In der Innenraumgestaltung ließ man sich dabei von alten Befunden und der Baugeschichte der Kirche Leiten. Es folgte eine Farbgebung, die an die Zeit der Gotik anknüpfte und der ganzen Kirche einen entsprechenden Rahmen verlieh. Auch die farbliche Gestaltung der Kirche außen geschah nach alten Befunden. Am 23. Juni 1991 war dann die Segnung der Orgel und die Weihe des Volksaltars durch Bischof Manfred Müller aus Regensburg. Wer heute nach Moosbach kommt, sieht schon von weitem diese alte Kirche als Wahrzeichen, das den ganzen Ort überragt und sein Bild prägt.
Erwin Zach, Pfarrer von Moosbach.
Fotoalben
Kerzen als Zeichen für die Freundschaft mit Jesus
06.02.2026Hochfest Maria Himmelfahrt in Prackenbach und Moosbach – Kräuterbuschen gegen Spende
20.08.2025Begrüßungsgottesdienst für Pfarrer Werner Konrad
26.02.2025Mariä Lichtmess und Blasiussegen in der Pfarreiengemeinschaft
12.02.202432 Sternsinger sammelten für die Ärmsten der Armen
11.01.2024
Aktuelle Meldungen
Prozession und Gartenfest
(10.06.2026)An Fronleichnam wurde in Moosbach gemeinsam gebetet und anschließend gefeiert
Moosbach. Zahlreiche Gläubige und Ortsvereine haben sich vergangene Woche in Moosbach an der Fronleichnamsprozession beteiligt und im Anschluss das Gartenfest der Freiwilligen Feuerwehr besucht. Pfarrvikar Anton Kopp zelebrierte zunächst eine feierliche Heilige Messe in der Pfarrkirche Sankt Johannes, dann schlängelte sich der Zug mit Ministranten, Vereinsfahnen und der Monstranz unter dem Baldachin durch das Dorf und schritt betend von einem wunderbar geschmückten Altar zum nächsten.
Ab 11 Uhr herrschte reger Betrieb im Zelt beim Feuerwehrhaus: Viele Besucher folgten der Einladung der Moosbacher Kameraden und nahmen am Gartenfest teil. Neben deftiger Verpflegung vom Grill und aus der Schmankerlküche war auch wieder eine reichhaltige Kuchentheke mit allerhand Leckereien organisiert worden. Für zünftige musikalische Unterhaltung war über Mittag und in den Nachmittagsstunden der „Kasparzeller Bua“ zuständig, ab 18 Uhr übernahm Anton Wühr und umrahmte die gesellige Atmosphäre. Die Kinder hatten jede Menge Spaß in einer großen Hüpfburg und auf dem angrenzenden Spielplatz.
Die Feuerwehrler boten außerdem Preiswürfeln an, bei dem so mancher tolle Preise ergatterte. In den Abendstunden klang der gemütliche Feiertag aus.
Der Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Fotos: Harald Eder

Kreuzweg, Karfreitagsliturgie und Osternacht
(13.04.2026)Die Ostertage in Moosbach – Zahlreiche Gläubige feierten gemeinsam die Auferstehung des Herrn
Moosbach. Mit mehreren feierlichen Gottesdiensten haben die Gläubigen in Moosbach das Osterfest gefeiert. Von Gründonnerstag bis Ostersonntag kamen zahlreiche Gottesdienstbesucher in die Pfarrkirche Sankt Johannes und nahmen Anteil an Jesu Leid ebenso wie an der Freude der Auferstehung. Die musikalische Gestaltung erfolgte unter Organisation der Familie Stöger mit Organist und Kirchenmusiker Walter Stöger.
Am Gründonnerstag zelebrierte Pfarrvikar Kiran Varigeti die Messe vom letzten Abendmahl. Als Kirchenorgel und Kirchenglocken nach dem feierlichen Gloria verstummten, erzählte das traditionelle Ratschen der Ministranten vom Leid Jesu. Als Lektorin fungierte Elke Thanner.
Am Morgen des Karfreitags trafen sich viele Gläubige der Pfarrei zum Kreuzweg am Pfahl durch die Natur, den Pastoralreferent Winfried Weber zelebrierte. Das Heilige Grab am Altar der Pfarrkirche war wie jedes Jahr wunderschön gestaltet und ermöglichte es den Gläubigen, dort im andächtigen Gebet zu verweilen.
Am Freitagnachmittag kamen wiederum viele Gottesdienstbesucher zur Karfreitagsliturgie in das Gotteshaus, bei der das Kreuz am Volksaltar enthüllt wurde. Die Gläubigen schritten nach vorne und huldigten mittels Kniebeugen. An der Ausschmückung des Gottesdienstes wirkten Judith Schedlbauer und Margarete Früchtl als Lektorinnen mit.
Die Feier der Osternacht begann am Samstagabend im Freien mit der Feuerweihe und der Entzündung der Osterkerze. Kiran Varigeti sang feierlich das Osterlob. Den Lektorendienst hatten Elke Thanner und Birgit Schedlbauer inne. Mit ergreifendem mehrstimmigem Gesang gestaltete der Kirchenchor Moosbach unter Leitung von Walter Stöger und mit Solist Lukas Kallup die Osternacht aus. Nach der Segnung der Speisen verteilten die Ministranten und Pfarrvikar Kiran Varigeti bunt gefärbte Eier an die Gläubigen und wünschten allen ein frohes Osterfest.
Am Sonntagmorgen konnte Ruhestandspfarrer Alexander wiederum viele Gläubige der Pfarrei willkommen heißen. Nach dem festlichen Gottesdienst, von Margarete Früchtl als Lektorin mitgestaltet, folgten Dankesworte an alle, die in irgendeiner Weise an der Organisation der Ostertage mitgewirkt hatten und kräftiger Applaus seitens der Gottesdienstbesucher. Wieder wurden Ostereier und gute Osterwünsche verteilt. Im Anschluss waren alle auf das Gelände des SV Moosbach eingeladen, wo die Kinder beim Spielplatz auf die Suche nach österlichen Leckereien gehen durften und jede Menge Spaß hatten.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt

Palmsonntag in Moosbach: Einzug in die Pfarrkirche und feierlicher Gottesdienst
(08.04.2026)Moosbach. Mit Palmweihe, Prozession und einem feierlichen Gottesdienst haben die Gläubigen in Moosbach das Fest zum Palmsonntag gefeiert.
Zunächst versammelten sich alle mit ihren Palmbuschen und Palmgerten vor der Kirche in der Nähe des Osterbrunnens. Dieser war wieder in traditioneller Weise vom Gartenbauverein Moosbach geschmückt worden. Außerdem waren gegen eine Spende prächtige Palmbuschen zu erwerben, die die Mitglieder gemeinsam gebunden hatten. Ruhestandspfarrer Alexander hielt eine kurze Andacht und erteile anschließend den Segen bei der Palmweihe.
In einer kurzen Prozession, die das Kreuz, die Ministranten und der Geistliche anführten, zogen alle gemeinsam in die Pfarrkirche Sankt Johannes ein, wo gemeinsam die Heilige Messe gefeiert wurde. Musikalisch umrahmt wurde sie durch das Orgelspiel der Familie Stöger. Als Lektorinnen der Palmsonntagsliturgie fungierten Mesnerin Margarete Früchtl und Birgit Schedlbauer zusammen mit Ruhestandspfarrer Alexander.
Der Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Foto: Bettina Weber

Kerzen als Zeichen für die Freundschaft mit Jesus
(06.02.2026)Vorstellung der Erstkommunionkinder aus Prackenbach, Moosbach und Krailing beim Gottesdienst zu Maria Lichtmess – Blasiussegen
Prackenbach. „Gibt es etwas Schöneres, als Freunde im Leben?“ Mit dieser Frage begrüßte Pfarrvikar Anton Kopp die 20 Erstkommunionkinder, deren Eltern und alle Gottesdienstbesucher am Samstagnachmittag in der Prackenbacher Pfarrkirche Sankt Georg. Im Rahmen des Festes Maria Lichtmess fand auch der Vorstellungsgottesdienst der diesjährigen Erstkommunionkinder statt, zu dem Pastoralreferent Winfried Weber gekommen war und der vom Kinder- und Jungendchor Prackenbach musikalisch ausgeschmückt wurde.
Zu Beginn hieß Kopp alle willkommen und ging auf das heurige Thema „Ihr seid meine Freunde“ ein, das sich auch auf das letzte Abendmahl beziehe, bei dem Jesus mit den seinen gefeiert habe. Freunde brächten Licht ins Leben, machten es froh und hell, gäben Trost, Rat und Hilfe: „Jesus ist unser bester Freund.“ Zum Anlass des Festes Maria Lichtmess wurden auch die Kerzen gesegnet, die Kommunionkinder hatten ihre gebastelten Kommunionkerzen mitgebracht. Kerzen seien ein Symbol für die Freundschaft mit Jesus, brächten Licht in die Welt, so Kopp.
Im Anschluss schritten die Kommunionkinder begleitet von Anton Kopp, Winfried Weber und den Ministranten in einer Lichterprozession feierlich durch das Gotteshaus. Nach der Lesung durch Gerlinde Zweck und dem Evangelium ging der Pfarrvikar in seiner Predigt auf die Seligpreisungen ein. In der Welt müsse man sich anstrengen, das Ziel seien oft Erfolg und Geld, was jedoch nicht selten auch Betrug und Unfairness nach sich ziehe. Jesus hingegen habe gesagt: „Selig, die arm sind vor Gott, ihnen gehört das Himmelreich!“ Im Glauben sei Barmherzigkeit wichtiger, Gerechtigkeit, ein reines Herz und, Frieden zu stiften. Vor Gott gebe es keine Verlierer, erklärte Kopp.
Auch die Erstkommunionkinder beteiligten sich an der Gestaltung des Gottesdienstes, trugen unter anderem die Fürbitten vor und stellten sich mit Namen den Gläubigen vor. Gegen Ende der Messe bedankte sich Pfarrvikar Anton Kopp beim Kinder- und Jugendchor unter Leitung von Alexandra van Beek und am E-Piano begleitet von Maxim van Beek für die wunderschöne musikalische Ausgestaltung. Außerdem erteilte er den Kommunionkindern und allen Gläubigen den Blasiussegen. Die Kinder durften gesegnete Kerzen mit nach Hause nehmen.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

Alle geben ihr Bestes
(09.01.2026)Viele Dankesworte zum Jahresschluss in Prackenbacher Pfarrkirche – Rückblick und Zahlen aus dem vergangenen Kirchenjahr
Prackenbach. Auf ein ereignisreiches und nicht einfach zu meisterndes Jahr blickte Pfarrgemeinderatssprecherin Margit Eidenschink kürzlich beim Jahresschlussgottesdienst in der Prackenbacher Pfarrkirche Sankt Georg zurück. Pfarrvikar Kiran Varigeti zelebrierte einen feierlichen Gottesdienst, es schlossen sich viele Dankes- und Lobesworte an, ebenso wie einige Zahlen und Daten aus dem vergangenen Kirchenjahr.
Gemeinsam mit seinem Mitbruder Jakob hielt der Pfarrvikar die Heilige Messe, in der Thekla Holzapfel die Lesung vortrug. Ulrike Altmann übernahm an der Orgel die musikalische Gestaltung. In der Predigt ging der Geistliche auf das Wirken und die Bedeutung der Gottesmutter Maria ein.
Gegen Ende ergriff Margit Eidenschink das Wort. Sie blickte auf viele Herausforderungen im vergangenen Jahr zurück. Im Januar sei der letzte Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing, Pater Johnson Kattayil, verabschiedet worden. Seit Februar gehöre man nun zur Pfarreiengemeinschaft Viechtacher Land. Margit Eidenschink hob besonders den Einsatz der vier Geistlichen hervor, Pfarrer Werner Konrad, Pfarrvikar Anton Kopp, Pfarrvikar Kiran Varigeti und Ruhestandspfarrer Alexander, auch unterstützt von Pastoralreferent Winfried Weber. Es sei gelungen, jedes Wochenende Gottesdienste anzubieten, sogar unter der Woche, zeigte sie sich sehr zufrieden und spiegelte damit auch die Meinung der Gläubigen wider. „Es ist immer jemand da!“ Alle Beteiligten versuchten, die Dinge so zu regeln, dass alles passe.
Weiterhin ging sie auf zwei die Kirchengemeinde in starkem Maße treffende Todesfälle ein: Toni Preisler und Ferdinand Klement. Sie hob deren enormen Einsatz hervor, eine Schweigeminute schloss sich an.
Es folgten einige Zahlen: 15 Kindern wurde das Sakrament der Taufe gespendet, sechs Prackenbacher Kinder haben zum ersten Mal die Heilige Kommunion empfangen. Es gab keine kirchlichen Eheschließungen und 19 Kirchenaustritte. 17 Gläubige wurden 2025 zu Grabe getragen.
Außerdem bedankte sich die Pfarrgemeinderatssprecherin bei allen, die regelmäßig die Gottesdienste besuchen, die Kirche lebe von Gemeinschaft. Ebenso bei den Geistlichen, Mesnerinnen, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung, Ministranten und allen, die in irgendeiner Weise mitwirkten. Namentlich erwähnte sie auch Helmut Schedlbauer, der stets und überall präsent sei, besonders auch den neuen Kirchenpfleger Peter Schötz, der sich als Nachfolger Klements mit viel Hingabe und großer Kompetenz in seine neue Aufgabe einarbeite und viel Zeit investiere. „Wir sind froh über einen solchen Nachfolger, es könnte nicht besser passen.“
Dann wünschte sie allen ein gutes und gesegnetes neues Jahr: „Legen wir es dem Herrgott hin und bleiben wir im Gebet zusammen!“
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Fotos: Steffi Schötz

Sie sammelten für die Ärmsten der Armen
(09.01.2026)Sternsinger-Aktion in Prackenbach, Krailing und Moosbach – Rund 4220 Euro können gespendet werden
Prackenbach/Krailing/Moosbach. Trotz Eis, Schnee und Kälte zogen sie von Haus zu Haus und sammelten für die Ärmsten der Armen: Auch in Prackenbach, Krailing und Moosbach waren vergangene Woche mehrere Sternsinger-Gruppen unterwegs, brachten Gottes Segen zu den Häusern und nahmen Spenden für die Aktion entgegen, die in diesem Jahr unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ steht. Bei den Gottesdiensten zum Fest der Erscheinung des Herrn und der Heiligen drei Könige sagten sie vor den Gläubigen nochmals ihren Spruch auf und konnten sich über Dankes- und Lobesworte freuen.
Am vergangenen Sonntag zelebrierte Pfarrer Werner Konrad in Moosbach in der Pfarrkirche Sankt Johannes einen Gottesdienst, bei dem die Sternsinger mitwirkten. Sie waren in drei Gruppen in Moosbach und Umgebung unterwegs gewesen und haben rund 970 Euro an Spenden gesammelt.
Am Dienstagvormittag zelebrierte Pfarrvikar Kiran Varigeti die Heilige Messe in der Filialkirche Sankt Peter und Paul in Krailing und segnete Wasser, Weihrauch und Kreide. Die Sternsinger fungierten auch als Ministranten und gestalteten einen feierlichen Gottesdienst.
Am Montagabend zogen die Sternsinger in die Prackenbacher Pfarrkirche Sankt Georg ein. Sie waren in sechs Gruppen von Haus zu Haus gezogen. Pfarrvikar Anton Kopp begrüßte alle bei der Vorabendmesse zum Fest der Erscheinung des Herrn. An der Orgel untermalte Ulrike Altmann musikalisch. Kopp wies auf die schwierige Lage vieler Kinder in der heutigen Zeit hin. Viele müssten in Fabriken arbeiten, damit ihre Familien überleben könnten. Genau dorthin sollten heuer die Spendengelder fließen und dazu beitragen, dass statt Arbeit Schulen besucht werden könnten.
Nach der Lesung durch Magdalena Wurzer und dem Evangelium sprach Anton Kopp in seiner Predigt von verschiedenen „Profilen“. Bei Reifen sei dies wichtig, um gut durch den Winter zu kommen. Er bezog „Profile“ auch auf das Leben der Menschen und führte als Beispiele drei verschiedene an: Herodes als machtbesessener Herrscher, der Gott als Gefahr gesehen habe, die Schriftgelehrten und Hohepriester, die dem Jesuskind wenig Beachtung geschenkt hätten und lieber diskutierten als es zu suchen, und die drei Weisen aus dem Morgenland, die dessen Wichtigkeit und Bedeutung gespürt hätten und sich nicht von ihrem Weg abbringen ließen. Wir könnten wählen, wie wir Gott sehen: Als Einschränkung oder Konkurrent für unsere Pläne, mit Gleichgültigkeit oder als Erlöser, Retter und Sinngeber.
Nachdem der Geistliche Weihrauch, Wasser und Kreide gesegnet und die Kirchentür beschriftet hatte, sprach er großen Dank aus an alle, die an der Sternsinger-Aktion mitgewirkt hatten. In Prackenbach und Krailing sind insgesamt rund 3250 Euro Spendengelder zusammengekommen.
Es folgten Fürbitten, die von den Sternsinger-Kindern vorgetragen wurden, bevor sich alle noch einmal aufstellten und ihren Spruch aufsagten
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Fotos:
Prackenbach: Margit Eidenschink
Krailing: Peter Fleischmann/Ramon Preiß-Höcherl
Moosbach: Josef Schollerer

Weihnachtsgottesdienste in Moosbach, Prackenbach und Krailing
(22.12.2025)Moosbach/Prackenbach/Krailing. An den Feiertagen rund um Weihnachten finden in Moosbach, Prackenbach und Krailing mehrere Gottesdienste statt: Am Dienstag, 23. Dezember, um 19 Uhr Heilige Messe in Krailing in Sankt Peter und Paul. Am Mittwoch, 24. Dezember, sind alle Familien und Gläubigen um 16.30 Uhr in die Pfarrkirche Sankt Georg in Prackenbach zur Kinderchristmette eingeladen. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Kinder- und Jugendchor Prackenbach, auch ein Krippenspiel wird aufgeführt. Um 21 Uhr findet in Moosbach in Sankt Johannes eine festliche Christmette statt.
Am 25. Dezember Heilige Messe in Krailing um 8.30 Uhr, in Moosbach um 9 Uhr mit musikalischer Gestaltung durch den Kirchenchor. Am 26. Dezember ist um 9 Uhr in Prackenbach Heilige Messe, gestaltet vom Kirchenchor Prackenbach mit feierlichen Darbietungen.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

Heilige erleuchten die Welt
(04.11.2025)Das Hochfest „Allerheiligen“ und „Allerseelen“ in Moosbach, Prackenbach und Krailing
Moosbach/Prackenbach/Krailing. In den Pfarreien Moosbach und Prackenbach wie auch in der Filiale Krailing haben am Wochenende zahlreiche Gläubige ihrer lieben Verstorbenen und den Heiligen der Katholischen Kirche gedacht. Am Samstagvormittag zelebrierte Pfarrvikar Anton Kopp eine Messe in der Moosbacher Pfarrkirche Sankt Johannes, am Nachmittag eine Andacht mit Totengedenken und Gräbersegnung in Sankt Georg in Prackenbach. Am Sonntagvormittag fand in Moosbach eine Andacht mit Totengedenken und anschließender Gräbersegnung statt, am Nachmittag in Krailing in Sankt Peter und Paul.
Gottesdienst am Samstag in Moosbach
Mit andächtigen Stücken untermalte der Kirchenchor Moosbach unter Leitung von Kirchenmusiker Walter Stöger den festlichen Gottesdienst in Sankt Johannes. Pfarrvikar Anton Kopp ging in seiner Predigt darauf ein, dass Heilige seit jeher die Kirche bunter und freundlicher machten. Durch Herzlichkeit und Menschlichkeit machten sie Gottes Liebe erlebbar. Kopp erklärte, dass die Heiligen ihre Leuchtkraft nicht aus sich, sondern von Gott bezögen. „Aus der erleuchteten Kirche dringt ihr Licht in die Welt!“ Somit werde auch die Welt heller und wärmer. Heilige seien jedoch nicht anders, „Menschen wie du und ich“ – so der Geistliche. In der Taufe seien auch wir zur Heiligkeit berufen und Gott bringe durch uns Licht in die Welt, wir selbst brächten Licht in die Welt. Er zog den Vergleich zu Fenstern, durch die Licht scheine. Auch sie müssten von Zeit zu Zeit geputzt werden, wenn sich Staub ansammle. So gebe auch Gott stets die Möglichkeit zur Umkehr und zum Neuanfang.
Am Nachmittag des Allerheiligentages hatten sich zahlreiche Gläubige in der Prackenbacher Pfarrkirche eingefunden. Untermalt von wohlklingenden Liedern des Frauenchores Krailing und Ulrike Altmann an E-Piano und Orgel gedachte man der Verstorbenen. „Wie der Schatten zum Licht, so gehört auch der Tod zum Leben“, sagte Anton Kopp zu Beginn. Doch weder Tod noch Leben trennten uns von Gottes Liebe, betonte er und nahm Bezug auf das ewige Leben nach dem Tod, ein „Fest ohne Ende in Gottes Reich“.
Andacht und Gräbersegnung in Prackenbach
Wir könnten nie tiefer fallen als in Gottes Hände, erinnerte er die Gläubigen. Kopp nahm Bezug auf ein Bild von Käthe Kollwitz, in dem sich ein Kind an eine erwachsene Hand schmiegt – Schutz und Zärtlichkeit symbolisiere es, wie auch die Geborgenheit in Gott. Wir könnten darauf vertrauen, dass Gott uns am Ende auffängt. Im Leben spüre man manchmal selten Gottes Anwesenheit, man habe sich zu sehr daran gewöhnt, erklärte er und rief auf, die Hand des Nachbarn für eine Weile zu halten, das Gefühl verschwinde mit der Zeit. Erst durch Druck komme es wieder wie auch Gottes Nähe immer wieder spürbar werde.
Dann verlas er die Namen der seit dem vergangenen Allerheiligen 21 Verstorbenen der Pfarrgemeinde, Thekla Holzapfel und Gerlinde Zweck zündeten für jeden eine Kerze an und stellten sie am würdevoll geschmückten Altar bei den jeweiligen Sterbebildern nieder. Nach einem gemeinsamen Gebet verglich der Pfarrvikar die Gebete der Angehörigen mit Weihrauch, der zum Himmel zu den lieben Verstorbenen aufsteige und schritt, begleitet von den Ministranten, hinaus auf den Friedhof, wo an den wundervoll geschmückten Gräbern zahlreiche Gläubige gemeinsam beteten, während der Geistliche rundum schritt und Gottes Segen erteilte.
Am Sonntagvormittag fanden sich auch in Moosbach trotz des regnerischen Wetters zahlreiche Gläubige in der Kirche und auf dem Friedhof bei der Gräbersegnung ein und gedachten in der Toten. Elf Pfarrangehörige sind seit dem letzten Jahr verstorben.
Gräbersegnung am Sonntag in Krailing
In Krailing zelebrierte Anton Kopp am Sonntagnachmittag eine würdevolle Andacht mit Totengedenken, acht Kerzen wurden für die Verstorbenen angezündet, ehe auf dem Friedhof vor der Filialkirche Sankt Peter und Paul die Gräber gesegnet wurden und die Gläubigen gemeinsam beteten.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

Gemeinsam im Glauben weiterbestehen
(30.10.2025)Erfahrungsberichte aus der Pfarreiengemeinschaft Viechtacher Land: Verantwortliche tauschten sich über bisherige Abläufe aus
Viechtach/Prackenbach/Moosbach. Jeder soll die Möglichkeit haben, eine Heilige Messe zu besuchen, wenn er es wünscht. Dieses Ziel – und im Gegenzug die größte Sorge vieler Betroffener – haben die Verantwortlichen für die Großpfarrei Viechtacher Land erreicht. Dessen sind sie sich einig. Seit Anfang des Jahres gehören die Pfarreien Viechtach, Prackenbach und Moosbach mit der Filiale Krailing nun zusammen. Bei einem Treffen im Viechtacher Pfarrhof berichten Pfarrer Werner Konrad und die drei Pfarrgemeinderatssprecherinnen von einer bisher reibungslos verlaufenden Kennenlernphase und Zusammenarbeit, von Herausforderungen bei der Organisation und der Notwendigkeit, das Beste aus der Situation zu machen. Denn die Zukunft werde zwangsläufig weitere Fusionen mit sich bringen.
Als im Januar bekannt geworden sei, dass die Zusammenlegung der Pfarreien nun doch unerwartet schnell vollzogen werden solle, sei von vielen Seiten eine Befürchtung thematisiert worden: „Auch zu großen Glaubensfesten wird es bei uns nun keinen Gottesdienst mehr geben!“ Die beiden Pfarrgemeinderatssprecherinnen aus Prackenbach und Moosbach, Margit Eidenschink und Judith Schedlbauer, berichten jedoch einstimmig, dass sich dies schnell zerschlagen habe. „Gleich an Ostern war in jeder Kirche das volle Programm geboten!“, erinnert sich Margit Eidenschink, „alles hat wunderbar funktioniert.“ Und diese gut funktionierende Organisation ziehe sich seither durch alle Feste. „Natürlich gibt es immer Leute, denen etwas nicht gefällt, doch der Großteil ist absolut zufrieden mit den Abläufen!“, sagt Judith Schedlbauer.
Am stärksten betroffen sind die Filialen
Zustimmung kommt auch von Pfarrer Werner Konrad – zumindest in Hinblick auf die drei Pfarreien. „Wer aber am stärksten hat bluten müssen, das sind die Filialen“, gibt er zu bedenken. Dort gebe es nur noch jede fünfte Woche einen Sonntagsgottesdienst, das sei für viele eine große Enttäuschung, aber leider nicht anders zu handhaben. Jeder habe zwar die Möglichkeit, stattdessen in eine der Pfarrkirchen zum Gottesdienst zu kommen, die Hoffnung, dass man im Glauben zusammenrücken könne, habe sich aber leider nicht bewahrheitet. „Es gibt nur wenig Neugier, sich mal eine Kirche und einen Gottesdienst in einem anderen Ort anzusehen.“ Andererseits wisse er, dass die Kirche gerade für kleinere Dörfer ein wichtiger Ort des Dorflebens sei, wo die Gemeinschaft zusammengehalten werde, und dafür müsse man auch Verständnis haben, wie der Pfarrer hinzufügt. Auch Gabriele Atzinger, die Viechtacher Pfarrgemeinderatsvorsitzende, bewertet die Situation ähnlich. Finde keine Heilige Messe im eigenen Ort statt, gehe man halt auch nicht hin.
Wer seit dem Zusammenschluss einer um einiges höheren Belastung ausgesetzt ist, das seien die Angestellten der Pfarrbüros, vor allem des Viechtachers. Die Koordination der vielen Termine habe es in sich, so Konrad, der den Einsatz der Beteiligten in den höchsten Tönen lobt. Von Moosbach und Prackenbach würden die Daten geliefert, in Viechtach der gemeinsame Pfarrbrief erstellt.
Neben den zahlreichen festen Veranstaltungen kommen weitere, für die Geistlichen unvorhersehbare, hinzu, wie unter anderem Beerdigungen. Pfarrer Konrad, Pfarrvikar Anton Kopp, Pfarrvikar Kiran Varigeti und seit Kurzem teilweise auch Ruhestandspfarrer Alexander Alevenathodukayil teilen diese in wöchentlichen Dienstbesprechungen untereinander auf. Es sei ihm wichtig, dass man sich abwechsle, jeder Pfarrer in jedem Ort präsent sei, erklärt Konrad. Er sähe es mit Vorsicht wenn sich „Fanclubs“ für einzelne Geistliche bildeten, die dann danach die Gottesdienste auswählten. Daher werde die Zuteilung nicht schon vorab im Pfarrbrief veröffentlicht, auch eine gewisse Planungsfreiheit und spontane Anpassungsmöglichkeiten seien hier wichtig.
In jeder Pfarrei ist ein Geistlicher vor Ort
Eine freundschaftliche Beziehung wie in früheren Zeiten, als man als Pfarrer noch alle Gläubigen persönlich kannte, sei heute schlichtweg nicht mehr möglich. Alleine wegen der Anzahl der Gläubigen in der Großpfarrei. Als sehr positiv sehen deshalb sowohl Pfarrer Konrad als auch die beiden Pfarrgemeinderatssprecherinnen, dass in jeder Pfarrei ein Geistlicher vor Ort ist – näher an den Leuten: In Moosbach bewohnt Pfarrvikar Anton Kopp den Pfarrhof, in Prackenbach Ruhestandspfarrer Alexander Alevenathodukayil. Auch in den drei Pfarrbüros gebe es nach wie vor feste Sprechzeiten.
Derzeit sind noch keine größeren gemeinsamen Veranstaltungen geplant, „wir befinden uns selbst noch in der Kennenlernphase!“, sagt Gabriele Atzinger augenzwinkernd. Ab kommendem Jahr wird es einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat geben, das soll auch die Organisation erleichtern. Die Gemeinschaft soll sich auf die Ministranten und jungen Gläubigen erstrecken, unter anderem gibt es künftig einen gemeinsamen Firmtermin für Viechtach, Prackenbach und Moosbach, der Firmgottesdienst wird in Viechtach zelebriert werden.
Lob für harmonische Abläufe bei der Fusion der drei Pfarreien
Für die bisherigen Abläufe haben sowohl Pfarrer als auch Pfarrgemeinderatsvertretungen nur Lob übrig: Als „wunderbare Gemeinschaft“, in der stets Hilfe zu erwarten sei, bezeichnen sie das Team der Großpfarrei. Das sei in anderen Pfarreien bei Fusionen schon oft anders gewesen, weiß Konrad. Auch die Leute hätten Verständnis: „Sie verstehen, dass das kein böser Wille ist, wenn etwas anders ist als vor zehn, 20 Jahren. Sie verstehen auch, dass es in dieser Welt gar nicht anders geht.“ Derzeit befinde man sich in der Übergangszeit, bis 2034 werden gemäß den Plänen der Diözese Regensburg noch Kollnburg und Kirchaitnach zur Großpfarrei kommen. Dann werden zwangsläufig weitere Rationierungen folgen müssen. „Die jetzige Situation haben wir gut gelöst, fast ausnahmslos alles ist sehr harmonisch abgelaufen“, so Konrad. „Solange ich hier Pfarrer bin, wird aber keine weitere Pfarrei hinzukommen!“ Er sei nicht mehr der jüngste und ein weiteres Mal alles neu regeln und planen, das werde er nicht übernehmen.
Dennoch sei sicher, dass die jetzige Großpfarrei Viechtacher Land nur der Anfang ist. Weniger Priester, weniger Gläubige – „in 20, 30 Jahren wird das alles ganz anders aussehen.“
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

Zu Besuch in der Heimat des Pfarrers
(30.10.2025)Zu Besuch in der Heimat des Pfarrers
Pater Johnson Kattayil organisierte 14-tägige Indienreise – 25 Prackenbacher waren mit dabei
Prackenbach/Massing/Indien. Neu Delhi, Taj Mahal, Teeplantagen und Cohin, die Heimat von Pater Johnson Kattayil: Ehemaliger Pfarrer von Prackenbach und Moosbach organisierte 14-tägige Indienreise und stellte seinen Begleitern seine Familie vor. Der nun in Massing eingesetzte Geistliche reiste mit 36 Urlaubern aus den beiden Pfarreien in sein Heimatland, zeigte ihnen weltbekannte Sehenswürdigkeiten und gab private Einblicke in das indische Leben.
Kürzlich machte sich eine Reisegruppe bestehend aus 25 Angehörigen der Prackenbacher und Moosbacher Pfarrgemeinde und elf der Massinger gemeinsam mit Pater Johnson Kattayil auf die Reise in dessen Heimatland, nach Indien. In akribischer Organisation hatte er eine eindrucksvolle Reiseroute geplant, die sowohl die weltbekannten Sehenswürdigkeiten und das Leben in den Metropolen, als auch die Natur und Einblicke in das Landleben und die Landwirtschaft vereinte.
Anfang Oktober ging es von München über Dubai nach Neu-Delhi, Indiens Hauptstadt. Gleich nach der Ankunft wurde bereits der erste Besichtigungspunkt angesteuert, der um 1200 n. Chr. erbaute Qutab Minar mit dem 72 Meter hohen Minarett. Am Flughafen wurde die Reisegruppe von Reiseleiter Satia empfangen. Während der Fahrzeit gab es interessante Infos für die Besucher über das Land: 1,4 Milliarden Einwohner, 65 Städte mit mehr als einer Million Einwohner, 25 Sprachen mit 4000 Dialekten. Und jede Menge Tuk Tuks. 9 Millionen fahren auf Indiens Straßen und prägen die Verkehrssituation, rund 120.000 allein im Großraum Neu-Delhi.
Bei strahlend blauem Himmel ließ sich die Reisegruppe am nächsten Morgen vom Lotustempel beeindrucken, ein 1986 für 10 Millionen Dollar erbauter Gebetsraum für bis zu 2.500 Gläubige aller Religionen, ebenso wie vom mit vielfältigen Ornamenten ausgestatteten Akshardham Tempel, dessen weitläufige Anlage ausschließlich mit Spenden finanziert worden war. Es folgten Details zur politischen Vergangenheit und ein Besuch des Raj Ghat, der Mahatma Gandhi Gedenkstätte. Eine Stadtrundfahrt, vorbei an den Regierungsgebäuden und dem India Gate, beendete den Aufenthalt in Neu-Delhi, bevor es weiterging nach Agra.
Taj Mahal besichtigt
Am nächsten Tag folgte für viele einer der Höhepunkte der Reise: der Besuch des Taj Mahal. Zunächst wurde die Festung in Agra besichtigt und ein erster Blick auf das 1648 erbaute Mausoleum geworfen. Am Nachmittag ging es vom Flughafen Agra aus in das etwa 2000 Kilometer südlicher gelegene Bangalore.
Am Flughafen lernten die Reisenden ihren neuen Reiseführer Maik kennen und waren sich schnell einig, mit ihm einen Glücksgriff gemacht zu haben. Der 30-jährige Deutsch-Inder verwandelte die stundenlangen Busfahrten in ganz besondere Erlebnisse und vermittelte seinen Zuhörern tiefgründige Einblicke in das indische Leben. Bald war ein freundschaftliches Verhältnis entstanden, das den zweiten Teil der Reise bereicherte. Ein weiterer Begleiter schloss sich an: Pfarrer Deni, der Bruder von Pater Johnson Kattayil.
Überwältigt zeigten sich die Urlauber auf der Fahrt vom Flughafen nach Mysore: live Rushhour in der 14 Millionen-Metropole. Ein weiterer Höhepunkt folgte am nächsten Tag nach einem kurzen Abstecher zur Philomena Kirche: Der Maysurepalast verzauberte die Besucher mit seinem einzigartigen Flair. Im zweit berühmtesten Gebäude Indiens nach dem Taj Mahal wohnt noch heute ein Teil der Königsfamilie. Bei unüblich wenig Besucherandrang genoss man das majestätische Ambiente und tauchte in die indische Geschichte ein.
Mit dem Bus ging es in den nächsten Tagen durch ländlichere Gegenden Südindiens. Der Chamundeshwari Tempel auf den Chamundi Hügeln stand auf dem Programm, ebenso wie verschiedene Gewürzgärten, eine Teeplantage und das Naturschutzgebiet Muthanga.
Indischer Gottesdienst als unvergessliches Erlebnis
Ein eindrucksvolles Erlebnis war der sonntägliche Gottesdienst in der Judas Thaddäus Wallfahrtskirche von Wayanad: Eine Jugendgruppe überwältigte die Zuhörer mit ihren Gesängen, die beiden Pfarrer zelebrierten die Messe in indischer Sprache gemeinsam mit Ortspfarrer Roysen.
Weiter ging es Richtung Alleppey im hochmodernen Zug zum Vembana Lake, dem größten Binnensee Indiens. Rundum herrschen perfekte Bedingungen für den Reisanbau. Am Arabischen Meer erkundeten die Touristen anschließend zwei Tage lang Strände und erholten sich vom anspruchsvollen Programm der vergangenen Tage. Die letzte Station der Reise war Cochin, die Heimat von Pater Johnson.
Er zeigte seinen Begleitern das Modelldorf Kumbalangi, in dem interessante Einblicke in das Handwerk Indiens möglich waren, sowie den holländischen Palast und das jüdische Viertel mit der Synagoge. Familiär und persönlich geprägt war der letzte Reisetag: Die St. Mary UP School in Kumbalam wurde besichtigt und Pater Johnson stellte der Gruppe seine Familie vor. Mit herzlicher Gastfreundschaft wurden die Gäste von seinen Eltern aufgenommen. Pater Johnson erzählte in tiefen Gesprächen aus seiner Jugend und von seinem Glaubensweg, der ihn schließlich in die Diözese Regensburg geführt hatte. Freudig stellten sich alle zu einem Gruppenbild auf.
Der letzte Tag der Reise war geprägt von Wehmut über das Ende des unvergesslichen Erlebnisses wie auch von Vorfreude auf die eigene Heimat in Bayern. Stellvertretend für die ganze Reisegruppe sprach Josef Auer Dankesworte, lobte die beiden Reiseleiter Maik und Jackson sowie den Busfahrer für unfallfreie Fahrten. Vor allem hob er jedoch den Einsatz Pater Johnsons hervor, der sehr viel Zeit, Arbeit und Leidenschaft in die perfekte Organisation der Reise gesteckt hatte.
Pater Johnson schürte Hoffnung auf eine Wiederholung: 2027 soll voraussichtlich eine Reise auf die Insel Sri Lanka organisiert werden.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Fotos: Albert Hüttner

Liebe muss wie Rebstöcke gepflegt werden
(27.10.2025)Gottesdienst zum Ehejubiläum vierer Jubelpaare in der Prackenbacher Pfarrkirche
Prackenbach. Gott als Winzer der Welt, die Menschen als Reben am Weinstock, die Pflege brauchen, um zu „edlen Tropfen“ werden zu können – mit diesem bildlichen Vergleich thematisierte Pfarrer Werner Konrad am vergangenen Samstag in seiner Predigt beim Gottesdienst zum Ehejubiläum in der Prackenbacher Pfarrkirche Sankt Georg auch die Ehe. Gott sei die Liebe, durch ihn könnten gute und schlechte Zeiten gemeinsam gemeistert werden, so die Aussage. Der festliche Gottesdienst wurde vom Prackenbacher Kirchenchor mit stimmungsvollen Darbietungen musikalisch ausgeschmückt.
Zu Beginn hieß der Geistliche alle Gläubigen willkommen, vor allem die vier Jubelpaare. Auch Bürgermeister Andreas Eckl war gekommen. Der Herbst, den wir nun erleben, spiegle auch das Leben der Jubilare wider, sie seien im Herbst des Lebens angekommen, viele seien schon Großeltern. In Liebe und Treue seien sie verbunden und hätten schon so viele Jahrzehnte gemeinsam verbracht, der Ursprung ihrer Liebe liege in Gott.
Hedwig Penzkofer trug die Lesung vor, es folgte das Evangelium nach Johannes, auf das Pfarrer Konrad auch in der Predigt einging. In der Eucharistie und im Alten und Neuen Testament spiele der Wein eine wichtige Rolle. Die Weinpflanze sei eine Schlingpflanze, die sehr wuchere und viele Früchte trage, nicht alle davon gut. Wie ein Weingärtner um die Reben kümmere sich Gott um die Menschen. Auch wir sollten andere nicht überwuchern und damit erdrücken, nahm Konrad Bezug auf die Liebe und Ehe. Liebe sei nicht immer harmonisch, es gebe süße, aber auch bittere Erfahrungen. Deshalb müsse sie immer gepflegt werden, wie der Rebstock, Menschen sollten immer an sich arbeiten. Er bezeichnete Gott als Winzer der Welt, der seine Hand über alle halte und in richtige Bahnen lenke.
Nach dem Segen für die Ehejubilare trug Hedwig Penzkofer Fürbitten vor, die sich auf die Liebe und die Ehe bezogen. Am Ende des feierlichen Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Werner Konrad beim Kirchenchor unter Leitung von Ramona Preiß-Höcherl und an der Orgel begleitet von Hans Preiß für wunderbare musikalische Ausgestaltung, außerdem beim Pfarrgemeinderat, der Kirchenverwaltung, den Mesnerinnen und allen, die an der Organisation mitgewirkt hatten. Mit einem ganz besonderen Stück beendete der Chor die Messe und sang mehrstimmig: „Gern hom tut gut, gern hom is sche, des Gfühl, des sollt nimma vergeh!“ Die Jubelpaare erhielten eine Botschaft überreicht, auf der liebevoll Hausmittel für Ehepaare aufgelistet waren, die Damen erhielten eine Rose. Gemeinsam machte man sich auf den Weg in Richtung Restaurant Nashvilla, wo zu Abend gegessen wurde und sich eine kleine Feier anschloss.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Fotos: Margit Eidenschink

Umzug mit Erntekrone
(10.10.2025)Erntedank-Gottesdienst in Moosbach: Segnung der Gaben am aufwändig gestalteten Altar
Moosbach. Mit einem Einzug in die Pfarrkirche Sankt Johannes hat das Erntedankfest in Moosbach begonnen: Pfarrvikar Anton Kopp führte gemeinsam mit den Ministranten den Zug an, gefolgt von der wie jedes Jahr aufwändig gestalteten Erntekrone der Moosbacher Landjugend. Mit einem festlichen Gottesdienst, den der Kirchenchor mit feierlichen Liedern untermalte, dankten die Gläubigen Gott für die Gaben in der Welt.
Die Erntedankkörbchen wurden am wunderschön geschmückten Altar drapiert. Während der Messe folgten weitere Gaben wie Blumen und Früchte, die Vertreter der Moosbacher Vereine niederlegten zu passenden Texten, gelesen von Pfarrgemeinderatssprecherin Judith Schedlbauer. Jeder Verein hatte ein bestimmtes Thema gewählt, wie Hopfen und Malz, Weintrauben, Brot, das von Familie Breu und Isabella Brandl vom Hofladen in Obergschaidt gestiftet worden war, oder bunte Blumen, gestiftet von Ingrid und Hans Hackl. Begleitet wurde die Darbietung mit klingenden Musikstücken vom Moosbacher Kirchenchor unter Leitung von Kirchenmusiker und Organist Walter Stöger. Mit stimmungsvollen Liedern kreierten die Sänger und Sängerinnen eine feierliche Atmosphäre in der passend zu Erntedank von Mesnerin Margarete Früchtl mit Kornähren und Sonnenblumen geschmückten Pfarrkirche.
Pfarrvikar Anton Kopp erteilte durch Weihwasser Gottes Segen an Gaben und Gottesdienstbesucher. Abschließend bedankte er sich bei allen, die zum Gelingen des Umzuges und Festes in irgendeiner Weise beigetragen hatten, vor allem bei den Zuständigen und Spendern für den Schmuck der Kirche, des Altares und der Erntekrone.
Am Ende durften alle Gläubigen zum Altar kommen und sich geweihte Erntedankweckerl abholen, die von der Kirchenverwaltung zur Verfügung gestellt wurden.
Fotos: Kirchenverwaltung Moosbach
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Ein flammendes „Ja-Wort“
(18.09.2025)Moosbacher Feuerwehrkommandant Stefan Fleischmann ehelichte seine Sandra – Ausgelassene Stimmung bei Hochzeitsfeier in Denkzell
Moosbach/Denkzell. Heiß her ging´s am Samstag gleich nach der Trauung vor der Moosbacher Pfarrkirche: Braut und Bräutigam mussten miteinander mittels Kübelspritze ein brennendes Herz löschen – und meisterten ihre erste gemeinsame Herausforderung natürlich mit Bravour! Sandra (ehemals Eckl) und Stefan Fleischmann haben sich in der Pfarrkirche Sankt Johannes das Ja-Wort gegeben. Anschließend machte sich die Hochzeitsgesellschaft auf den Weg nach Denkzell, wo im Gasthaus „Zum Wirt“ das Glück des Brautpaares mit 160 Gästen und ausgelassener Stimmung gefeiert wurde.
Um 11.30 Uhr führte Feuerwehrkommandant Stefan Fleischmann seine Sandra unter den gerührten Blicken von Verwandten und Freunden feierlich den Mittelgang des wundervoll mit Blumen in hellen Tönen geschmückten Gotteshauses entlang nach vorne. Dort erwartete sie bereits Diakon Andreas Dieterle, der zur Trauung angereist war. Er blickte zurück auf die Kennenlernzeit der beiden alteingesessenen Moosbacher. Dass es den anderen gibt, wussten beide schon länger. Bei gemeinsamen Treffen mit der Landjugend entwickelte sich seit 2014 erst Freundschaft, dann mehr. Im Mai 2020 stand fest: Wir versuchen es miteinander – erfolgreich. Standesamtlich verheiratet sind die 25-jährige Krankenschwester und der 30-jährige Elektroniker seit dem 6. September 2024. Ihre großen gemeinsamen Aktivitäten sind die Feuerwehr – und Jack bespaßen, den gemeinsamen Mischlingsrüden. Außerdem wird ganz nebenbei in Teamarbeit das Elternhaus von Stefan renoviert und umgebaut.
Als das Paar nach der kirchlichen Trauung nach draußen trat, wurde es von einem langen Spalier begrüßt: Feuerwehr, Sportverein und Landjugend standen Seit an Seit und jubelten für das frisch vermählte Ehepaar. Eine ganz besondere Überraschung hatten die Feuerwehrkameraden organisiert: Ihr Kommandant musste ordentlich pumpen, seine Ehefrau Treffsicherheit mit dem Feuerwehrschlauch beweisen, als beide ein brennendes Herz mit der Kübelspritze löschten.
Mit Vorfreude ging es anschließend weiter nach Denkzell zur Hochzeitslocation. Im Gasthaus „Zum Wirt“ war der wundervoll dekorierte Saal das Ziel. Die Partyband „Route 1234“ rockte die Bühne, die Tanzfläche wurde gegen 15 Uhr mit dem Brauttanz zu „Schena Mensch“ eröffnet. Hochzeitslader (und Onkel) Hermann Fleischmann sorgte beim traditionellen Aussingen für Stimmung und rief beim „Schenken“ die Hochzeitsgäste nacheinander auf, um ihre Umschläge und Geschenke zu überreichen. Ein weiterer Höhepunkt folgte, als die Braut auf einmal weg war und der Bräutigam im lustigen Outfit im benachbarten Zelt um ihre Rückkehr werben musste. Der Wein floss, die Stimmung war überragend. Bis um Mitternacht wurde gemeinsam im Saal gefeiert, getanzt und angestoßen. Mit dem Abschlusstanz zu „Zam oid wearn“ endete ein wundervoller Tag und es begann eine neue gemeinsame Ära der Familie Sandra und Stefan Fleischmann.
Fotos: Lisa Bauer
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Maria als Königin der Hoffnung
(20.08.2025)Hochfest Maria Himmelfahrt in Prackenbach und Moosbach – Kräuterbuschen gegen Spende
Prackenbach/Moosbach. Mit Leib und Seele sei Maria in den Himmel aufgenommen worden, dadurch gebe sie den Menschen Hoffnung, dass auch ihr Leben nicht im Tod, sondern in der Vollendung bei Gott ende, wie Pfarrer Alexander Alevenathodukayil in seiner Predigt zum Hochfest Maria Himmelfahrt am Freitag in der Prackenbacher Pfarrkirche Sankt Georg darlegte. „Sie ist die Königin der Hoffnung!“ In Moosbach fand bereits am Donnerstag ein Vorabendgottesdienst, zelebriert von Pfarrvikar Kiran Varigeti, statt. Im Rahmen der Gottesdienste wurden traditionell Kräuterbuschen gesegnet und an die Gläubigen gegeben.
Pfarrer Alexander bezeichnete bei seiner Begrüßung Maria Himmelfahrt als das „Ostern des Sommers“. Durch die Aufnahme in den Himmel habe sie als erstes das Ziel erreicht. Lektorin Gerlinde Zweck trug die Lesung aus der Offenbarung des Johannes vor. In seiner Predigt nahm der Geistliche Bezug auf das Evangelium nach Lukas und erinnerte an Maria als erste Missionarin, als sie ihrer Cousine Elisabeth die frohe Botschaft überbracht habe: Dass sie die Mutter Gottes werden solle.
Weiterhin hob er den Lobgesang Marias hervor, das Magnificat, das nicht nur ein Lied der Freude sei, sondern ein prophetischer Gesang. Maria preise darin Gott nicht nur, sondern singe auch von seiner Gerechtigkeit. Das Magnificat sei ein „Lied der Umkehr und der Revolution der Liebe, die mit der Geburt Jesu beginnt“. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm Ulrike Altmann an der Kirchenorgel.
Gegen Ende der Heiligen Messe segnete Pfarrer Alexander die Kräuterbuschen, die Glück und Gottes Segen sowie die wunderbare Natur in die Häuser bringen sollen. Der Frauen- und Mütterverein Prackenbach-Krailing hatte die Buschen wieder gebunden und gab sie gegen eine Spende an die Gottesdienstbesucher ab.
In Moosbach segnete Pfarrvikar Kiran Varigeti die Kräuterbüschel, die der Verein für Gartenbau und Landespflege Moosbach angefertigt hatte und die ebenfalls gegen eine Spende an die Gläubigen übergeben wurden.
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Fotos (Prackenbach): Margit Eidenschink
Foto (Moosbach): Birgit Schedlbauer

Feierliche Prozessionen durch die Dörfer Fronleichnam in Prackenbach und Moosbach
(30.06.2025)Moosbach/Prackenbach. Wunderbar geschmückte Altäre zu Ehren des Heilands: In feierlichen Prozessionen wurde an Fronleichnam die Monstranz unter dem Baldachin von zahlreichen Gläubigen und Vereinsvertretern mit den Vereinsfahnen in Prackenbach und Moosbach durch die Dörfer geleitet. Zuvor hatten sich alle in den Gotteshäusern zu den Eucharistiefeiern eingefunden, in Prackenbach zelebriert von Pfarrvikar Kiran Varigeti und Ruhestandspfarrer Alexander Alevenathodukayil und in Moosbach von Pfarrvikar Anton Kopp.
Bereits die festlichen Gottesdienste wurden musikalisch untermalt, in Sankt Georg durch den Kirchenchor Prackenbach/Krailing unter Leitung von Ramona Preiß-Höcherl und Johann Preiß an der Orgel und in Sankt Johannes durch den Kirchenchor Moosbach unter Leitung von Kirchenmusiker Walter Stöger.
Von der Prackenbacher Pfarrkirche aus schlängelte sich der Zug, angeführt von einer Blaskapelle, durch die Ringstraße. Die drei Altäre bei der Familie Huber, Landmaschinen Lex und beim Pfarrhof waren wunderbar geschmückt worden. Wie jedes Jahr war vor allem der aufwändig gestaltete Blumenteppich des Frauen- und Müttervereins im Pfarrhof ein Blickfang. Die letzte Station war wieder in der Pfarrkirche.
An den Altären wurden die Evangelien vorgetragen und gemeinsam gesungen und gebetet. Lektorinnen waren Gerlinde Zweck und Ramona Preiß-Höcherl, die mit Texten, Fürbitten und Gesängen zur feierlichen Ausschmückung beitrugen. Nach dem Segen mit der Monstranz ertönten jeweils traditionell die Schüsse der Böllerschützen der Bergschützen Schwaben. Für die Verkehrsabsicherung sorgte derweil die Freiwillige Feuerwehr Prackenbach.
Auch in Moosbach zogen die Ortsvereine und Gläubigen nach dem Gottesdienst durch das Dorf zu drei Altären, bei Familie Ludwig Freund, Maria Rackl und am Pfahl, geschmückt von Familie Josef Eckl. Im strahlenden Sonnenschein ging es durch die herrliche Natur zurück zur Pfarrkirche Sankt Johannes. Dort hatten die Ministrantinnen Luisa und Elena mit den Mitgliedern des Vereins für Gartenbau und Landespflege Moosbach, Hedwig Plötz und Hilde Gierl unter Führung von Vorsitzender Karin Vogl, einen prächtigen Blumenteppich zum Thema Frieden angefertigt.
Als Lektorin fungierte an den Altären Elke Thanner, gemeinsam mit dem Kirchenchor umrahmte sie die Lesung der Evangelien und Segnungen durch Pfarrvikar Anton Kopp. Auch Moosbach erbebte unter lauten Schüssen des Krieger- und Soldatenvereins.
Dem alten Brauchtum gemäß zupften einige Gläubige Birkenzweige von den aufgestellten Birken und banden diese zu Kränzen, zur Zierde für das Kreuz im Herrgottswinkel ihrer Häuser.
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Elf Kinder empfingen die erste Heilige Kommunion
(12.05.2025)Feierlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Johannes in Moosbach – Thema: „Brot und Wein“
Moosbach. Gemeinsam hatten sie sich in den vergangenen Wochen intensiv darauf vorbereitet, am vergangenen Sonntag stand nun das große Ereignis an: Elf Kinder aus den Pfarreiengemeinschaftsteilen Moosbach, Prackenbach und Krailing haben in der Pfarrkirche Sankt Johannes in Moosbach ihre erste Heilige Kommunion empfangen. Pfarrer Werner Konrad zelebrierte einen feierlichen Gottesdienst, der musikalisch vom Moosbacher Kirchenchor gemeinsam mit jugendlichen Sängern und Sängerinnen ausgeschmückt wurde.
Die Erstkommunikanten zogen zusammen mit den Ministranten und dem Geistlichen in das wundervoll geschmückte Gotteshaus ein, das mit Eltern, Verwandten und Gläubigen bis auf den letzten Platz gefüllt war. In seiner Begrüßung hieß Pfarrer Konrad alle willkommen, besonders die Erstkommunionkinder und deren Eltern, und ging auf das diesjährige Kommunionsthema „Brot und Wein“ ein.
Er spendete jedem Kommunionkind den göttlichen Segen und entzündete die Kommunionkerzen. Mit wunderbarem mehrstimmigem Gesang schmückte der Chor unter Leitung von Tanja Jänicke-Stöger das besondere Geschehen musikalisch aus, an der Orgel begleitete Matthias Jänicke.
Zur Erneuerung des Taufversprechens bat Pfarrer Werner Konrad alle Erstkommunionkinder nach vorne, alle Gottesdienstbesucher taten es ihnen mit dem Taufbundlied gleich. Neben den Kyrierufen übernahmen die Kinder unter anderem die Fürbitten. Auch zum gemeinsamen „Vater unser“ hatten sich alle Kommunionkinder im Altarraum versammelt. Es folgte der Höhepunkt der Heiligen Messe: Pfarrer Konrad reichte den Kindern nacheinander zum ersten Mal die Hostie und sie durften die Heilige Kommunion in Empfang nehmen. Nach dem festlichen Gottesdienst begaben sich die stolzen Erstkommunikanten zu ihren gerührten Eltern und Verwandten.
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Für Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit
(07.04.2025)Prackenbach. „Warum ich noch immer in der Kirche bin“ – zahlreiche Interessierte verfolgten am vergangenen Dienstagabend im Prackenbacher Bürgerhaus gespannt Argumente und Argumentationshilfen für Gespräche mit eher kritisch denkenden Verwandten und Bekannten. Pfarrer Werner Konrad beleuchtete in seinen Ausführungen auch die derzeitige Situation der Kirche, blickte zurück wie auch voraus in die Zukunft. Die Veranstaltung fand im Rahmen der KEB (Katholischen Erwachsenenbildung) Regen statt und wurde von der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing in Kooperation mit dem Verein für Gartenbau und Landespflege Moosbach organisiert.
Über 40 Zuhörer waren gekommen, was Konrad sichtlich freute. Nach einer kurzen Begrüßung durch Birgit Schedlbauer, KEB-Beiratsmitglied, begann der Referent mit einer Rundumschau auf den derzeitigen Wandel in Kirche und Christentum. Die seit 1. Februar manifestierte große Pfarreiengemeinschaft Viechtacher Land sei eine Auswirkung davon, immer weniger Gläubige, immer mehr Austritte – „die Gestalt der Kirche bröckelt!“ Viele blickten ängstlich auf die unsichere Zukunft.
Mit einem Rückblick auf die kirchliche Vergangenheit zeigte Konrad mögliche Gründe für diese Entwicklungen auf. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation habe es vor rund 250 Jahren keine Trennung von Kirche und Staat gegeben, damit auch keine Freiheit. „Die Kirche gab damals den Sinn des Lebens vor“, das sei zwangsläufig so gewesen. Gottesdienste zu besuchen, sei eine Pflicht gewesen, unter Androhung von Strafen.
Heute sei das anders, jeder habe zurecht die Möglichkeit, für sich selbst zu entscheiden. Konrad nannte als Säulen der modernen Gesellschaft Individualismus und Pluralismus. Jeder sei selbst für sein Leben verantwortlich und könne selbst wählen, an was er glauben möchte. Gleichzeitig gebe es aber sehr viele „Sinnangebote“, die auch überfordern könnten. Jeder habe eine eigene Erzählung, die Religion sei nicht mehr übergeordnet, erklärte er.
Viele Kirchenangehörige seien nicht mehr wirklich gläubig (nur noch 15 bis 20 Prozent), sondern nur aus Brauchtum der Festlichkeiten, wie Kommunion, Firmung, Hochzeit, Taufe, Beerdigung, dabei. Außerhalb der Religion gehe es im heutigen Zeitalter vor allem um Selbstoptimierung, durch Sport oder gesunde Ernährung. Man wolle das Leben auskosten und Spaß und Erfolg haben. „Selbstdarstellung“ sei ein wichtiger Begriff geworden, so der Referent. Man selbst sehe sich als „Projekt“, wer nicht Teil davon sein wolle, werde an den Rand gedrängt.
Dagegen stellte er die Auffassung der Religion: Sie sehe Gott im Mittelpunkt. Menschen seien kein Zufallsprojekt, sondern von etwas größerem in die Welt gesetzt. Das Leben werde als großes Mysterium gesehen, Naturwissenschaften als geheimnisvoll und großartig. Das Gefühl der Geborgenheit herrsche vor, nicht das des stetigen Verbesserungsdruckes. „In der Religion geht es vor allem um Demut, Ehrfurcht und eine Ethik der Menschlichkeit.“
Nicht nur denen geben, von denen wir etwas zurück erwarten können, sondern auch denen, die uns nichts wieder geben oder geben können – das sei ein wichtiger Grundgedanke, eben die Nächstenliebe, wie sie Jesus vorgelebt habe. Auch die Schönheit der Natur zu schätzen wissen und sie nicht auszubeuten, gehöre dazu.
Was würde fehlen, wenn es die Kirche nicht mehr gäbe? Konrads Antwort: Die schöne Liturgie und wunderbare Musik, die Kunst in den Kirchen würden fehlen, das Transzendente. Die Religion gebe dem Leben einen größeren Sinn, nicht nur Macht und Geld, das sei für viele Menschen wichtig. Ebenso eine Perspektive nach dem Tod, vor dem viele Angst hätten. „Der Geist lebt in etwas Größerem weiter“, dessen sei er sich sicher. Wie die Situation in zehn oder 20 Jahren aussehe, wisse man nicht. Voraussichtlich würde die Kirche weiter schrumpfen und man müsse zusammenrücken, wie nun in der Pfarreiengemeinschaft Viechtacher Land. Gerade in Bayern seien Kirchen, Klöster, Kapellen, Kreuze nicht aus der Landschaft wegzudenken. „Es ist gut, wenn über die Kirche diskutiert wird, denn wenn sie irgendwann kein Thema mehr sein sollte, wäre das ihr Niedergang!“
Nach kräftigem Applaus für die interessanten und kurzweiligen Ausführungen schloss sich eine rege Diskussionsrunde an. Birgit Schedlbauer überreichte als Dankeschön ein Präsent an Pfarrer Konrad, der sich seinerseits nochmals für die große Besucherzahl bedankte.
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Gottesdienst und Versammlung der drei kirchlichen Vereine in Prackenbach
(12.03.2025)Prackenbach. Am vergangenen Dienstag, 4. März, fand in Prackenbach ein traditionsreiches Treffen statt. Wie jedes Jahr hatten sich Mitglieder der drei kirchlichen Vereine, des Katholischen Frauen- und Müttervereins Prackenbach-Krailing, der Paktbruderschaft und der Marianischen Männerkongregation, in der Pfarrkirche Sankt Georg zu einem festlichen Gottesdienst eingefunden.
Pfarrvikar Anton Kopp zelebrierte eine feierliche Heilige Messe für die lebenden und verstorbenen Mitglieder. Die Lesung sowie die Fürbitten übernahm Müttervereinsvorsitzende Helga Schnitzbauer und betete für Frieden, Toleranz gegenüber den Armen, für alle lebenden Mitglieder und für die Würde aller Menschen und bat für alle Verstorbenen um Gottes Gnade. Ulrike Altmann gestaltete den Gottesdienst musikalisch an der Orgel.
Im Anschluss fanden sich alle im Lokal Nashvilla auf der Mulberry Ranch ein zum gemeinsamen, traditionellen Suppenessen. Albert Baumgartner aus Maierhof übernahm die Begrüßung. Es folgte eine Schweigeminute für alle Verstorbenen der drei Vereine. Außerdem wurden bevorstehende Veranstaltungen und Aktivitäten bekannt gegeben. Für die Mitglieder des Frauen- und Müttervereins spendierte Helga Schnitzbauer Krapfen zu Kaffee und Kuchen
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Begrüßungsgottesdienst für Pfarrer Werner Konrad in Prackenbach
(26.02.2025)Prackenbach. Es gebe zwar Unterschiede zwischen einzelnen Pfarreien, diese seien jedoch verschwindend klein angesichts der einenden Aufgabe, das Erbe Jesu zu bewahren und die Ethik der Nächstenliebe zu verbreiten. Diese Botschaft vermittelte Pfarrer Werner Konrad am Wochenende beim vom Kirchenchor wunderbar gestalteten Begrüßungsgottesdienst in der neuen Pfarreiengemeinschaft Viechtacher Land am Sonntagmorgen in Prackenbach. Mit hoffnungsvollen und herzlichen Begrüßungsworten wurde er als Leiter und neuer Hirte willkommen geheißen.
Nach dem feierlichen Einzug mit den Prackenbacher und Krailinger Ministranten in die Pfarrkirche Sankt Georg ergriff zuerst Annalena Högerl das Wort, begrüßte den neuen Pfarrer in Reimform im Namen der Ministranten und überreichte ein buntes Blumenarrangement. Auch Pfarrgemeinderatssprecherin Margit Eidenschink zeigte sich „sehr zufrieden mit der Lösung“. Die Pfarreien seien bei Pfarrer und Pfarrvikaren, die immer ein offenes Ohr hätten, in den besten Händen. „Ich danke Ihnen für die Bereitschaft, uns als Schäfchen anzunehmen“, sagte sie. Eidenschink überreichte ein Präsent mit Brot und Salz, die Nahrung für Geist und Seele symbolisierten, mit dem Wunsch, dass Pfarrer Konrad dies auch in Prackenbach und Krailing finden möge. Helga Schnitzbauer sprach für den Frauen- und Mütterverein Prackenbach-Krailing Grußworte und freute sich über das Interesse, das Konrad bereits im Vorfeld an den Müttervereinen gezeigt hatte. Als Willkommensgeschenk übergab sie eine Tafel Schokolade als „Nervennahrung“, falls diese denn in der Fülle der Aufgaben doch einmal gebraucht werde.
Sichtlich gerührt trat Pfarrer Konrad nach vorne und bedankte sich für die herzlichen Worte. Das Bild des Hirten wolle er gerne ersetzen durch das eines Gärtners, was auch privat seine Leidenschaft sei. „Gewächse brauchen Pflege, sind aber auch sehr unterschiedlich und teilweise eigensinnig, das dürfen sie auch!“, legte er dar. „Denn erst im Miteinander entsteht ein schöner, bunter Garten.“ Er sei keiner, der einfach „zuschneidet“, er beobachte und freue sich an jedem Geschöpf und sei es noch so eigensinnig.
In seiner Predigt verglich er die Verschmelzung der Pfarreien mit einer Hochzeit. Eine reine Liebesheirat sei dies nicht gewesen, eher wie zu früheren Zeiten eine arrangierte Ehe. Dennoch könnten sich daraus durchaus Freundschaft, Wertschätzung und sogar Liebe entwickeln. Eine Pfarrei sei zum einen dazu da, religiöse und dörfliche Traditionen zu leben und Gemeinschaft zu stiften. Doch auch eine größere Aufgabe gebe es, erklärte Konrad und nahm Bezug auf das vorangegangene Evangelium zur Nächstenliebe, das er als „Kernstück“ der Ethik Jesu hervorhob. „Gutes tun, wo man nicht erhoffen kann, etwas zurück zu bekommen“ und sich damit von Sündern abheben. Er verglich dies mit der Bereitschaft der Feuerwehr, die ausrücke, um „Fremden“ zu helfen. Das sei die von Jesus gepredigte Nächstenliebe, die gleichzeitig auch „Fernstenliebe“ sei und einen Kontrast bilde zu natürlichem, im Kopf verankerten Denken, das auf Geben und Nehmen basiere. Immer wieder nahm er Bezug auf das Zusammenwirken der nun verbundenen Pfarreien. Es habe Zeiten gegeben, in denen Andersartiges und Fremdes abgewertet worden sei, auch heute gebe es verstärkte Entwicklungen dorthin. „Die Kirche ist immer noch Rückgrat der Ethik der Nächstenliebe“, sagte er und rief auf, barmherzig, offen und großzügig zu sein und dies gemeinsam als große Pfarreiengemeinschaft weiter zu verbreiten.
Der Kirchenchor Prackenbach/Krailing unter Leitung von Ramona Preiß-Höcherl und an der Orgel begleitet von Hans Preiß schmückte den festlichen Gottesdienst mit wunderbaren mehrstimmigen Stücken aus.
Nach dem Schlusssegen und Dankesworten des Pfarrers an alle, die in irgendeiner Weise zum Gelingen beigetragen hatten, hatten Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung einen Stehempfang mit Verpflegung im Pfarrheim und Bürgerhaus vorbereitet. Alle waren eingeladen, um sich auszutauschen und ins persönliche Gespräch mit Pfarrer Konrad zu kommen.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

Abschied vom letzten Pfarrer
(21.01.2025)Moosbach/Prackenbach/Krailing/Viechtach. Ab Februar wird es die Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing nicht mehr geben. Gemeinsam mit Viechtach wird eine Großpfarrei gebildet, die der Viechtacher Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad leiten wird, unterstützt von Pfarrvikar Anton Kopp und Pfarrvikar Kiran Varigeti. Was eigentlich erst bis 2034 geplant war, tritt nun für viele unerwartet früher ein, da Pfarrer Johnson Kattayil, bisher zuständig für Moosbach, Prackenbach und Krailing, wegen eines Todesfalls dringender in einer anderen Pfarrei gebraucht wird. Doch sowohl er als auch die Sprecherinnen des Moosbacher und Prackenbacher Pfarrgemeinderats blicken positiv in die Zukunft.
Prackenbach als „Lieblingspfarrhof“
Seit November 2022 sei er nun schon hier, erinnert sich der aus Indien stammende Pater Johnson und nimmt auf der Eckbank in der Küche des Prackenbacher Pfarrhauses Platz. Das sei zwar keine enorm lange Zeit, liebgewonnen habe er das schöne Haus als Wohnsitz trotzdem. Obwohl es jahrelang zuvor nicht bewohnt war, sei alles stets bestens gepflegt worden, lobt er – sein „Lieblingspfarrhof“. Ebenso mit Fleiß erhalten wie auch die Verwaltung geführt werde, überträgt er das Lob auf alle Mitarbeiter. Etwas wehmütig und doch voller Überzeugung blickt er auf die kommende Zeit, morgen findet im Rahmen eines Gottesdienstes in der Prackenbacher Pfarrkirche und eines anschließenden Empfangs im Pfarrheim und Bürgerhaus seine offizielle Verabschiedung statt. Die Moosbacher nahmen bereits an Silvester Abschied vom letzten Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft. Danach wird er in der Pfarreiengemeinschaft Massing-Oberdietfurt-Staudach-Huldsessen tätig sein, der dortige Pfarrer war im vergangenen Jahr verstorben. Die Anfrage und Bitte aus Regensburg, diesen Platz einzunehmen, sei im Oktober für ihn ganz plötzlich gekommen. „Aber wenn ich gebraucht werde, kann ich nicht nein sagen.“
Er wünsche sich, dass er bei seiner neuen Stelle ebenso viele tolle Kontakte pflegen könne wie hier. Denn das sei schon besonders: „Man hat hier sehr viel Verbindung zu den Leuten, die meisten kenne ich persönlich, wenn auch nicht namentlich.“ Das sei ihm schon immer ein großes Anliegen gewesen, der persönliche Kontakt zu den Menschen. Die Kommunion- und Firmkinder habe er alle zu Hause besucht, ebenso runde Geburtstagsfeiern ab 70. Ein Tag im Monat sei reserviert für Krankenbesuche, gemeinsam beten, Kommunion und beichten. „Einfach das persönliche Gespräch suchen.“
„Es war immer eine Freude, hier zu sein!“
Auch mit sämtlichen Mitgliedern der Kirchenverwaltungen, Pfarrgemeinderäte, den Kirchenpflegern, Mesnerinnen und allen weiteren Beschäftigten pflege er ein sehr gutes Verhältnis. „Es war immer eine Freude, hier zu sein.“ Namen nennen möchte er keine, niemand soll vergessen werden. In Erinnerung bleiben werden sie ihm alle.
Wie auch die erste Zeit in der Pfarreiengemeinschaft, in der er in Moosbach bei Margarete und Karl Früchtl untergebracht war, „eine sehr schöne Zeit, in der ich sehr gut mit Essen versorgt wurde“, erzählt Pater Johnson lachend. Ebenso werde er die vielen Feste mit geistlicher Umrahmung nie vergessen, drei Feuerwehrgründungsfeste habe er miterleben und mitfeiern dürfen und bei den Weihnachtsmärkten mit dabei sein. Natürlich seien für ihn die christlichen Hochfeste wie Ostern, Weihnachten oder Fronleichnam immer besondere Höhepunkte.
Mit der Großpfarrei gingen zwar Veränderungen einher, aber darauf müsse man sich einlassen, so Pater Johnson. Jeder Gläubige werde die Möglichkeit haben, den Gottesdienst zu besuchen, wenn er wolle. Jeden Samstag und Sonntag werde in der Pfarreiengemeinschaft eine Heilige Messe abgehalten, die Tage wechselten sich zwischen Moosbach und Prackenbach ab. Ebenso bliebe das Verfahren mit Taufen oder Beerdigungen wie bisher. „Und: In Moosbach ist weiterhin ein Pfarrer vor Ort.“, sagt er und meint damit Pfarrvikar Anton Kopp, der im Moosbacher Pfarrhaus untergebracht ist. Das sei wichtig für die persönliche Nähe zu den Menschen. Für die Mitarbeiter der Kirchenverwaltungen und die Pfarrgemeinderäte ändere sich nichts. Die Öffnungszeiten der Pfarrbüros blieben in Prackenbach und Moosbach wie gehabt.
Positiver Blick auf Großpfarrei: Neue Bekanntschaften im Glauben machen
Auch die beiden Pfarrgemeinderatssprecherinnen vertreten diese positive Einstellung. Es bleibe sehr viel gleich. Nach ersten gemeinsamen Sitzungen kristallisiere sich eine sehr gute Zusammenarbeit heraus. Auch für Krailing, wo weniger Gottesdienste angeboten werden könnten, wolle man eine gute Lösung finden. Unter anderem seien Bittgänge oder Andachten auch ohne Priester denkbar und geplant oder auch werktags Gottesdienste möglich. „Ich sehe die große Pfarrei als Chance, neue Leute im Glauben kennen zu lernen“, so die Moosbacher Sprecherin Judith Schedlbauer. „Wir dürfen keine Angst haben vor der Zukunft“, ist auch Margit Eidenschink, zuständig für Prackenbach, überzeugt. „Alles wird gut, wir müssen Vertrauen haben.“ Im Unterschied zu großen Städten kenne man die Priester auf dem Land persönlich.
Pater Johnson Kattayil wünschen sie für die kommende Zeit nur das Beste, er werde sich um seine neue Pfarrei bestimmt ebenso gut kümmern. „Wenn wir was gebraucht haben, war er immer da“, blickt Judith Schedlbauer zurück und hebt die „herzliche Art“ des Priesters hervor. „Freundlich, bescheiden und einfach ein positiver Mensch, der den Glauben tief in sich trägt und verbreitet“, beschreibt Margit Eidenschink seine Persönlichkeit. Besonders habe sie sich über die Unterstützung bei den Proben für Darstellungen und Schauspiele in den Gottesdiensten gefreut. Auch Pfarrer Konrad kenne und schätze sie seit vielen Jahren. „Wir kommen sicher nicht zu kurz. Er tut immer, was er kann, und ist zu einhundert Prozent Seelsorger. Wir sind in den besten Händen“, freut sie sich auf die Zusammenarbeit, die bereits angelaufen ist. Ende Januar wird der erste gemeinsame Pfarrbrief der Großpfarrei Viechtach-Moosbach-Prackenbach-Krailing veröffentlicht und in den Kirchen ausliegen.

Moosbacher Friedhof auf Vordermann gebracht
(19.11.2024)Landschaftsgärtner kümmerte sich um Unkraut auf den Gehwegen – Asphaltierungsarbeiten in der kommenden Woche
Moosbach. Auch die Gehwege zwischen den Gräbern sind nun wieder ordentlich gepflegt und frei von Unkraut. In den vergangenen Wochen hat sich der selbstständige Landschaftsgärtner Stefan Zollner um das Erscheinungsbild des gemeindlichen Friedhofes in Moosbach gekümmert und unter anderem die Gehwege von Unkraut befreit. Auch im nächsten Jahr ist ein solcher Einsatz bereits wieder geplant. Im Frühjahr 2025 soll weiterhin mit neuem Kies aufgefüllt werden. Außerdem wird in der kommenden Woche der gemeindliche Straßenabschnitt vor dem Friedhofstor neu asphaltiert.
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Prackenbacher Kinderchor begleitet Erntedankgottesdienst musikalisch – Ministranten bringen Gaben vor
(10.10.2024)Prackenbach. Mit einer Vielzahl an wundervoll klingenden Liedern hat der Kinderchor Prackenbach den Gottesdienst im Rahmen des Erntedankfestes in der Pfarrkirche Sankt Georg am Sonntag musikalisch untermalt. Auch die Ministranten gestalteten die Heilige Messe mit, brachten Gaben zum aufgebauten Altar in der Kirchenmitte und erklärten deren Bedeutung für das Leben auf der Welt.
Die Ministranten zogen zu einem Dankeslied gemeinsam in die Kirche ein. Vor dem Altarraum hatten die Kinder schön geschmückte Körbe mit verschiedenen Gaben aufgestellt. „Wollen wir die Augen und Herzen öffnen, damit wir Gottes Großzügigkeit erkennen!“, sagte Pater Johnson Kattayil zu Beginn und erklärte den Sinn des Erntedankfestes. Symbolisch und doch kindgerecht formulierten die Ministranten dies in ihrer Darbietung. Im Mittelgang war ein kleiner Altar aufgebaut, an dem sie verschiedene Dinge wie Wasser, einen Stein, eine Sonne, Gemüse, Blumen oder ein Bild mit Tieren ablegten. Dabei schilderten sie die Bedeutung ihrer Gabe und deren Sinn für das Leben auf der Erde.
Ein emotionaler Höhepunkt war wieder das gemeinsam gesungene „Vater unser“, bei dem die hellen Kinderstimmen des Chores von der Empore her zusammen mit dem Volksgesang eine wunderbare Einheit bildeten. Nach der Segnung der Erntedank-Körbe schritt Pater Johnson durch das Gotteshaus und spendete allen Gläubigen den Segen. Am Ende des Gottesdienstes sprach er allen, die an der Organisation und Gestaltung mitgewirkt hatten, großes Lob und Dank aus. Mit dem Stück „Großer Gott, wir loben dich!“ und Applaus für den Kinderchor endete das Erntedankfest. Beim Hinausgehen verteilten die Ministranten gesegnetes Brot an die Gottesdienstbesucher.
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Erntedank mit Kirchenzug in der Pfarrkirche Sankt Johannes in Moosbach – Anschließend Bewirtung im Pfarrhof
(07.10.2024)Moosbach. Eine wunderschön geschmückte Erntekrone, getragen von der Moosbacher Landjugend, folgte Pfarrer und Ministranten und zog vor zahlreichen Vereinen und Fahnen feierlich in das Gotteshaus ein. Am Sonntag feierten die Gläubigen in der Pfarrkirche Sankt Johannes in Moosbach mit einem festlichen Gottesdienst und anschließender Bewirtung das Erntedankfest.
Auch der Altar war aufwendig geschmückt und wurde während der Heiligen Messe noch mit Erntegaben wie Blumen und Früchte ergänzt. Für anrührende musikalische Untermalung sorgte der Kirchenchor Moosbach unter Leitung von Kirchenmusiker Walter Stöger. Pfarrer Johnson Kattayil bedankte sich bei allen Beteiligten für die Organisation und Mitwirkung, unter anderem dem Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung.
Im Anschluss trafen sich die Gläubigen beim Pfarrhof. Alle Dorfbewohner und Vereine waren eingeladen, ein üppiges Buffet war aufgebaut. Gegen eine Spende konnten sich die Gäste Kuchen und Süßwaren der Ministranten oder verschieden Würstl, Semmeln und Getränke, angeboten vom Pfarrgemeinderat, schmecken lassen. Besonderes Lob erhielten die Ministranten die freudig bei der Bewirtung mithalfen. Drinnen wie auch draußen bei sonnigem Wetter saßen die von der Aktion begeisterten Besucher auf den aufgebauten Garnituren noch lange beisammen und genossen den schönen Tag.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

Segen für Fahrer und deren Lenker
(26.07.2024)Gedenktag des Heiligen Christophorus in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing
Moosbach/Prackenbach/Krailing. Schutz für den Straßenverkehr hat Pfarrer Johnson Kattayil am Wochenende für Fahrzeuge und Fahrer erbeten. Im Rahmen des Gedenktags des Heiligen Christophorus fanden in der Pfarreiengemeinschaft Gottesdienste und Fahrzeugsegnungen statt, am Samstag in Krailing und am Sonntag in Moosbach und Prackenbach.
Christophorus gehört zu den 14 Nothelfern, gesegnete Plaketten mit seinem Bildnis als „Christusträger“ werden häufig in Fahrzeugen mitgeführt. Nach den Gottesdiensten sprach der Geistliche das Segensgebet für Fahrzeuge und Fahrzeuglenker und erbat Schutz für die berufliche und private Nutzung. „Alle mögen verantwortungsbewusst, rücksichtsvoll und hilfsbereit bleiben im Straßenverkehr, so dass wir stets Zeugen Jesu Christi sein mögen“, sagte er.
Nach der Anrufung der Heiligen, den Fürbitten und einem gemeinsamen „Vater unser“ besprengte Pater Johnson die Fahrzeuge, die um die Gotteshäuser geparkt waren, mit Weihwasser. Mit dem Lied „Segne Du Maria“ endeten die Gottesdienste.

Bischof firmte 50 Jugendliche in Moosbach: Feierliche Pontifikalmesse mit Rudolf Voderholzer – Kirchenchor begeisterte mit musikalischen Darbietungen
(18.07.2024)Moosbach. Mit verschiedenen musikalischen Darbietungen und einer wunderbar geschmückten Pfarrkirche hieß die Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing den Diözesanbischof Rudolf Voderholzer am Samstagvormittag willkommen. Dieser spendete 50 jungen Firmanwärtern aus den verschiedenen Prackenbacher Ortsteilen in der Pfarrkirche Sankt Johannes in Moosbach das Heilige Sakrament, legte ihnen die Hände auf und salbte sie mit Chrisam.
Vor der Kirche hatte zunächst der Kinderchor Prackenbach-Krailing ein Spalier gebildet und sang zu Ehren des Bischofs ein Begrüßungslied. Sichtlich erfreut nahm dieser sich ein paar Minuten Zeit, tauschte sich kurz mit den Kindern aus und segnete jedes von ihnen. Dann zog er mit Pfarrer und Ministranten in das festlich und bis auf den letzten Platz gefüllte Gotteshaus ein. Die 50 jungen Firmlinge hatten mit ihren Firmpaten in den vorderen Reihen Platz genommen. Mit einem rundum gelungenen Zusammenspiel aus tiefen, kräftigen Bass- und hellklingenden Sopranstimmen untermalte der Kirchenchor Moosbach unter Leitung von Kirchenmusiker Walter Stöger den feierlichen Anlass – mal mit Solistendarbietungen, mal im Wechsel, mal mit geballter vereinter Stimmeskraft.
Pfarrer Johnson Kattayil hieß alle willkommen, darunter besonders die Firmanwärter, Bischof Voderholzer und Bürgermeister Andreas Eckl. Er blickte kurz zurück auf die vergangene Zeit der Firmvorbereitung, in der die Jugendlichen ihr Wissen über den Glauben vertieft hätten. Voderholzer freute sich, zum ersten Mal in Moosbach zu sein, und das zu einem solch schönen Anlass wie der Firmung. Dass heute auch die Apostelkerzen brennen und das priesterliche Gewand die Farbe Rot zeige, sei ein Zeichen. Das des Heiligen Geistes: Feuer, Liebe und Begeisterung führte er als Schlagworte an und rief dazu auf, das Feuer des Glaubens weiter zu schenken.
Glaube als „Perspektive der Liebe“
Nachdem Pater Johnson Kattayil das Evangelium nach Johannes vorgetragen hatte, ergriff wieder der Bischof das Wort. Zunächst ging er auf das Bild am Hochaltar ein, das den Kirchenpatron Johannes, den Täufer, zeigt. Alle anwesenden Firmanwärter seien getauft, doch könnten sich nicht mehr daran erinnern, „eigentlich geht das nicht!“ In seinen folgenden Worten bedankte er sich bei den Eltern, die vieles im Leben ihrer Kinder vorentscheiden müssten, was danach ein Leben lang Gültigkeit habe, wie den Namen oder die Muttersprache. Durch die Entscheidung zur Taufe hätten sie auch eine geistige Ebene mit hinein genommen, eine „Perspektive der Liebe und eine Ewigkeitsperspektive“. Nun seien die Jugendlichen alt genug, um selbst zu entscheiden: „Ja, wir finden das gut und nehmen die Sache selbst in die Hand!“, so Voderholzer. Daher hätten sie sich zum Heiligen Sakrament der Firmung angemeldet. „Christ sein bedeutet, der Familie Jesu Christi anzugehören“, erklärte er. Außerdem ging er auf die Wirkung des Heiligen Geistes ein: Dieser nehme jegliche Angst und mache Mut, den Glauben zu verbreiten. Die Firmlinge seien nun „Friedensstifter“. Zum Abschluss betonte er den Stellenwert der erhaltenen Geschenke: Das wichtigste sei die Gabe des Heiligen Geistes, das zweitwichtigste die Verbindung zum Firmpaten, der nicht nur heute, sondern von nun an immer da sei.
Handauflegung und Salbung mit Chrisam
Im Glaubensbekenntnis antworteten die Firmanwärter gemeinsam und bestätigten so ihren Glauben. Nach dem Taufbundlied nahte der Höhepunkt des Gottesdienstes: Die Firmkinder traten gemeinsam mit ihren Paten einzeln vor den Bischof, der sie mit Chrisam salbte, die Hand auflegte und ihnen das Heilige Sakrament der Firmung spendete.
Anschließend trugen die Firmlinge die Fürbitten vor. Während der Eucharistie ertönte ein modern angehauchtes Stück mit Gitarrenbegleitung und betonte den Stellenwert dieses besonderen Ereignisses.
Gegen Ende des Gottesdienstes trat Firmkind Magdalena Wurzer nach vorne und sprach stellvertretend Dankesworte an alle, die an Organisationen im Zusammenhang mit der Firmung beteiligt waren, wie Bischof, Pfarrer, Mesnerin, Tischmütter und kirchliche Gremien. Nach dem Schlusssegen und einem gemeinsamen Gruppenfoto überreichten Vertreter der Pfarrgemeinderäte Prackenbach und Moosbach im Gasthaus Kerscher, wo gemeinsam zu Mittag gegessen wurde, noch ein kleines Präsent an Bischof Voderholzer.
Dieser Bericht wurden von Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

Firmkinder stellten sich vor
(10.05.2024)Gottesdienste in Prackenbach und Moosbach mitgestaltet – Firmung am 13. Juli in Moosbach
Moosbach/Prackenbach. Gott nahe zu sein und das Glück durch den Empfang des Heiligen Geistes zu finden – dafür haben sich die Firmkinder entschieden, wie Pater Johnson Kattayil am vergangenen Sonntag bei den Vorstellungsgottesdiensten erklärte. In Prackenbach zogen 23 Firmlinge mit Pfarrer und Ministranten in die Pfarrkirche Sankt Georg ein. In Moosbach stellten sich 27 Buben und Mädchen in Sankt Johannes der Pfarrgemeinde vor. Diözesanbischof Rudolf Voderholzer wird am Samstag, 13. Juli, in Moosbach den 50 Firmlingen das Sakrament der Heiligen Firmung spenden.
Pater Johnson Kattayil begrüßte neben den Firmlingen auch deren Eltern. Schon in wenigen Wochen sei der Tag der Heiligen Firmung gekommen und die jungen Christen hätten sich mit mehreren Themen und Projekten darauf vorbereitet. Die Firmlinge beteiligten sich an der Gestaltung des Gottesdienstes und trugen die Kyrierufe und den Lesungstext aus der Apostelgeschichte vor. Nach den Halleluja-Rufen verlas Pater Johnson das Evangelium. In seiner Predigt wies er darauf hin, dass es Dinge gebe, die man nicht sehen oder hören könne, aber spüren und erleben. „Liebe macht Mut, spürend zu erleben. Es ist schwierig Liebe mit Worten zu beschreiben. Aber bei Liebe, da spürt man, wie man miteinander spricht.“ Jesus und seine Liebe zu uns sei unser Vorbild, so der Geistliche.
Anschließend traten alle Firmkinder nach vorne und stellten sich der Pfarrfamilie persönlich vor. Sie nannte ihren Namen und ihr Alter und betonten, dass sie sich darauf freuen, am Tag der Heiligen Firmung mit den Gaben des Heiligen Geistes gestärkt zu werden. Mit dem Glaubensbekenntnis schlossen sich die Fürbittgebete an, die ebenfalls von den Firmlingen vorgetragen wurden.
Die Gottesdienste wurden musikalisch und gesanglich bei Volksgesang mitgestaltet. Zum Abschluss warb Pater Johnson für die Teilnahme an einigen Bittgängen, lobte die Firmlinge für ihre tolle Vorstellung und Mitgestaltung und entließ die Gläubigen mit dem Schlusssegen.
Dieser Bericht wurde von Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

Kommunionkinder backen Brot
(15.04.2024)Toller Nachmittag mit Kommunion-Quiz, Brotzeit und Herumtollen
Prackenbach. Im Rahmen ihrer Vorbereitung auf die Heilige Erstkommunion verbrachten die Kommunionkinder der Gemeinde Prackenbach kürzlich einen tollen Nachmittag im Garten von Kerstin Bemmerl in Hinterhagengrub. Sie durften selbst Brot im Steinofen backen, ein Kommunion-Quiz lösen und hatten jede Menge Spaß. Viele Mütter halfen mit und gestalteten damit eine unstressige Zeit für alle.
Zu Beginn stattete Pfarrer Johnson Kattayil den Kindern einen Besuch ab und erklärte ihnen den Zusammenhang und die Verbindung des Brotes und des Brotteilens mit der Hostie. Anschließend wogen sie den Teig für ihr eigenes Brot selbst ab, formten einen Laib und verzierten ihn, um ihn später wieder zu erkennen.
Während die Brote ruhten, konnten die Kinder im Garten herumtollen und ein Kommunion-Quiz lösen, als Belohnung gab´s ein Eis. Dann wurden die Brotlaibe in den Ofen „eingeschossen“, wobei die Kommunionkinder fleißig mithalfen. Sie ließen es sich bei einer Brotzeit mit ebenfalls selbstgebackenem Brot gut gehen und durften nach der Backzeit ihre Brote wieder aus dem Steinofen holen. Alle freuten sich riesig, dass sie so schön geworden waren. Zu Hause wurde gleich genascht, es gab viele positive Rückmeldungen.

Kommunionkinder binden Palmbuschen
(22.03.2024)Vorbereitung auf den Palmsonntag – Verein für Gartenbau und Landespflege Moosbach unterstützte
Prackenbach/Moosbach. Als Vorbereitung auf den Palmsonntag haben die Kommunionkinder der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing kürzlich gemeinsam mit Mitgliedern des Vereins für Gartenbau und Landespflege Moosbach Palmbuschen gebunden.
Im alten Schulhaus in Moosbach erwarteten Vereinsvorsitzende Karin Vogl und einige weitere Mitglieder die Kinder und Eltern. Auch Pater Johnson Kattayil VC war gekommen und erklärte zu Beginn den Sinn und die Herkunft des Brauches. Ein Kommunionkind las eine passende Bibelstelle vor. Dann machten sich alle an die Arbeit und kreierten die bunten Büschel. Kinder, Eltern und Mitglieder halfen zusammen, so dass am kommenden Palmsonntag alle Kommunionkinder ihre tollen Palmbuschen vorzeigen können.

Aschenkreuz zu Beginn der Fastenzeit
(23.02.2024)Gottesdienste in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing
Moosbach/Prackenbach/Krailing. In der Pfarrgemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing wurde in der vergangenen Woche die 40-tägige Fastenzeit mit der Auflegung des Aschenkreuzes begonnen, in Prackenbach und Moosbach am Aschermittwoch, in Krailing am Samstag beim Vorabendgottesdienst.
In seinen einleitenden Worten wies Pater Johnson Kattayil darauf hin, dass wir nach den tollen Tagen der Faschingszeit mitten in der Woche mit etwas Neuem beginnen. „Fastenzeit – wir können auch sagen: Zeit der Unterbrechung, Unterbrechung der Gewohnheiten und des Gewöhnlichen. Vielleicht können wir wieder neu anfangen, zu beten, zu glauben, zu lieben.“ Mit dem Aschermittwoch beginne eine Zeit der Unterbrechung, damit unser alltägliches Leben mehr an Geschmack, Kraft und Farbe gewinne, so der Geistliche. Mit Jesus Christus, in unserer Mitte könne das gelingen.
Nach dem Evangelium segnete Pater Johnson die Asche und besprengte sie mit Weihwasser. Anschließend traten die Gläubigen vor den Priester, der ihnen das Aschenkreuz auflegte. Dabei sprach er: „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“.

Dankesworte für Pfarrer
(19.02.2024)Verabschiedung von Pfarrer Francis Ozochi – Vierwöchige Urlaubsvertretung in der Pfarreiengemeinschaft
Moosbach/Prackenbach/Krailing. Abschied von Pfarrer Francis Ozochi: Vier Wochen lang hat er Pater Johnosn Kattayil VC vertreten und in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing bei Werktagsmessen, Vorabendgottesdiensten und sonntäglichen Pfarrgottesdiensten die Heilige Messe gefeiert. Gelobt wurde seine sehr kräftige Aussprache und eine exzellent gute Gesangsstimme. Am vergangenen Wochenende sprachen die Verantwortlichen am Ende der Gottesdienste Dankesworte an Pfarrer Francis Ozochi und überreichten jeweils ein kleines Präsent.
Eingangs begrüßte der Geistliche die Gottesdienstbesucher zum Welttag der Kranken. Jesus habe viele Kranke geheilt. Er habe Mitleid mit den Hilfesuchenden gehabt. Die Gottesdienste wurden unter Orgelbegleitung und Volksgesang gestaltet.
Zum Abschluss dankten in Krailing Kirchenpfleger Peter Fleischmann, in Prackenbach Pfarrgemeinderatssprecherin Margit Eidenschink und in Moosbach Pfarrgemeinderatssprecherin Judith Schedlbauer dem Pfarrer. Man habe gemeinsam wunderbare Gottesdienste gefeiert. Vielleicht ergebe sich die Möglichkeit des Wiedersehens bei einer späteren Pfarrvertretung. Als kleines Zeichen der Wertschätzung und der Erinnerung überreichten sie kleine Präsente an Pfarrer Francis und wünschten für die weitere Zukunft alles Gute und Gottes Segen.
Auch Pfarrer Francis bedankte sich bei allen für die tolle Zeit im Bayerischen Wald: „Es war einfach schön, hier zu sein.“

Firmlinge verteilen Valentinsgeschenke
(19.02.2024)Projekt zur Vorbereitung auf das heilige Sakrament der Firmung
Moosbach. In viele überraschte und erfreute Gesichter konnte eine Gruppe von Firmlingen am Valentinstag blicken: Im Rahmen eines sozialen Projektes zur Vorbereitung auf das heilige Sakrament der Firmung verteilten sie in Moosbach, Unterrubendorf und Voggenzell kleine, selbstgebastelte Geschenke mit Schokolade und der Aufschrift „Ohne dich wäre unser Dorf ein kleines Stück ärmer!“. Die Aktion kam bei den Dorfbewohnern sehr gut an, sie wurde betreut von Tischmutter Nicole Wühr und Tischvater Matthias Schedlbauer.

Mariä Lichtmess und Blasiussegen in der Pfarreiengemeinschaft
(12.02.2024)Gottesdienste in Moosbach, Prackenbach und Krailing – Vertretung durch Pfarrer Francis Ozochi
Moosbach/Prackenbach/Krailing. Mit drei Gottesdiensten ist in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing das Fest Mariä Lichtmess am Samstag und Sonntag nachgefeiert worden. Dabei hat Pfarrer Francis Ozochi die Vertretung von Pater Johnson Kattayil VC übernommen, der sich im Heimaturlaub befindet. Nach den Heiligen Messen erteilte er den Gottesdienstbesuchern den Blasiussegen.
Das Fest Mariä Lichtmess wurde schon in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung und dann nach der Liturgiereform als das Fest „Darstellung des Herrn“ gefeiert. Dabei werden die Kerzen für den Jahresbedarf der Kirche und für zu Hause in die Kirche mitgebracht und gesegnet.
Zu Beginn der Gottesdienste segnete der Geistliche die von den Mesnerinnen wunderbar geschmückten und angerichteten Kerzen in den drei Kirchen Krailing, Prackenbach und Moosbach. Bei der Begrüßung stellte Pfarrer Francis Ozochi die Befreiung der Schwiegermutter des Petrus vom Fieber aus dem Sonntagsevangelium in den Mittelpunkt. Sie könne danach wieder aufstehen, habe keine Gliederschmerzen mehr, könne wieder frei atmen, das Leben gehe weiter.
In seiner Predigt ging der Pfarrer darauf ein, wie viele Menschen sich beim Haus des Petrus versammelt hatten, nachdem Jesus dort Kranke heilte. Die ganze Stadt sei vor das Haus des Petrus gekommen. So könne Jesus uns aufrichten und den Weg zum Leben führen. „Wenn wir unserem Herrn Jesus Christus folgen, ihm vertrauen und auf ihn die Hoffnung setzen, dann geht er den Weg ins Leben. Jesus Christus ist das Heil der Welt“, so Pfarrer Francis.
Die Gottesdienste wurden mit Volksgesang und musikalischer Orgelbegleitung ausgeschmückt. Nach dem allgemeinen Segen spendete der Geistliche den Gläubigen jeweils einzeln den Blasiussegen.
Pfarrer Francis Ozochi stammt aus Nigeria, hat in Deutschland Theologie studiert und wurde auch in Deutschland zum Diakon geweiht. Er vertritt Pater Johnson Kattayil während seines Heimaturlaubes noch bis zum 12. Februar in der Pfarreiengemeinschaft.

32 Sternsinger sammelten für die Ärmsten der Armen
(11.01.2024)Über 4500 Euro kamen in der Pfarreiengemeinschaft zusammen – Gottesdienste mit Dreikönigsweihe
Moosbach/Prackenbach/Krailing. Sie zogen von Haus zu Haus und setzten sich damit für die Ärmsten der Armen ein: 32 Sternsinger sind in der vergangenen Woche in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing unterwegs gewesen, um Spenden zu sammeln (sieben in Moosbach, 17 in Prackenbach und acht Krailing). Bei den insgesamt drei feierlichen Gottesdiensten zum Dreikönigstag, am Freitag in Krailing und Samstag in Moosbach und Prackenbach, zogen sie feierlich in die Kirchen ein, Pater Johnson Kattayil segnete Wasser, Salz, Kreide und Weihrauch bei der Dreikönigsweihe.
Heuer stand die Sternsinger-Aktion unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“ und im Zeichen der Bewahrung der Schöpfung und des respektvollen Umgangs mit Mensch und Natur. Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich in vielen Regionen auf der Welt dafür ein, dass das Recht der Kinder auf eine geschützte Umwelt umgesetzt wird.
Pater Johnson Kattayils besonderer Gruß zu Beginn der Heiligen Messen galt den Sternsingern, die insgesamt 4.618,90 Euro gesammelt hatten. Das Fest der Erscheinung des Herrn erzähle von Aufbruch, Menschen machten sich auf die Suche. Aufbrüche seien notwendig, um unsere Möglichkeiten und Träume zu erreichen, erklärte der Geistliche. „Machen wir uns auf die Suche nach ihm, denn dort, wo Gott und die Menschen zueinander kommen, da wird die Welt enden.“ Anschließend segnete Pater Johnson Wasser, Salz, Kreide und Weihrauch und besprengte beim Asperges die Gottesdienstbesucher mit Weihwasser. Für die Gläubigen stehen Sternsinger-Sets mit Kohle, Kreide und Weihrauch zur Mitnahme bereit.
In seiner Predigt berichtete Pater Johnson Kattayil von den Heiligen drei Königen. Die Sternsinger hätten die Botschaft gebracht: „Wir haben den Stern des neugeborenen Königs gesehen, diesen König wollen wir anbeten!“ Dieses Fest sei bereits der Hinweis, dass Jesus für alle Menschen auf die Welt gekommen sei und nicht nur für das auserwählte Volk Israel. Die drei Könige stünden für die damals bekannten Kontinente Asien, Afrika und Europa. „Vor dem Neugeborenen fielen sie auf die Knie und haben sich klein gemacht, um ihn anzubeten und ihm in Demut zu huldigen“, beschrieb er die mächtigen Herrscher. Wenn jemand Jesus Christus verbunden sei, dann ströme Liebe aus. „Lassen wir uns von dem Besuch bei Jesus erfüllen!“
Am Ende der feierlichen Gottesdienste bedankte sich Pater Johnson bei den Sternsingern für ihren Einsatz und bei allen, die sich an der Aktion unter anderem mit Mahlzeiten, Transport oder auch Spenden beteiligt hatten. Nach dem Schlussgebet und dem Segen trugen alle Sternsinger nochmals den Sternsinger-Spruch vor und wurden mit kräftigem Applaus belohnt.

Friedenslicht brennt in Moosbach - Kommunionkinder brachten am dritten Adventssonntag Laterne zum Altar
(28.12.2023)Moosbach. Das Friedenslicht leuchtet in der Pfarrkirche Sankt Johannes in Moosbach: Pater Johnson Kattayil hatte am dritten Adventssonntag alle Kommunionkinder der Pfarreiengemeinschaft eingeladen, zum Gottesdienst zu kommen. Sie brachten das Friedenslicht in das Gotteshaus. Gemeinsam zogen sie mit einer großen Laterne, in der das Bethlehemslicht brannte, in die Kirche und brachten es zum Altar. Pater Johnson entzündete damit die Kerzen. Die Kinder beteiligten sich anschließend an der Gestaltung des Gottesdienstes.

Segen für Adventskränze
(11.12.2023)Erster Adventssonntag in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing
Moosbach/Prackenbach/Krailing. Die Adventskränze erhielten den Segen Gottes und die erste Kerze wurde entzündet: Zum ersten Advent fanden in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing drei Gottesdienste statt. Am Sonntag in Moosbach und Prackenbach und bereits am Samstag ein Vorabendgottesdienst in Krailing.
Zu Beginn erteilte Pater Johnson Kattayil den Adventskränzen den Segen Gottes, die Mesnerinnen entzündeten jeweils die erste Kerze. Der Geistliche begrüßte alle Gläubigen und brachte einige Gedanken zu dieser heiligen Zeit vor. „Advent heißt Ankunft und wir bereiten uns vor auf die Ankunft, auf die Geburt des Herrn.“ Wir warteten aber auch auf sein Wiederkommen am Ende der Zeit und glaubten zugleich, dass er jedes Mal, wenn wir die Heilige Messe feiern, zu uns komme.
In seiner Predigt erläuterte Pater Johnson, dass der Advent eine zeitliche Reife, eine Zeit des Innehaltens und der inneren Einkehr sei, um uns auf das Wesentliche zu besinnen: auf die Ankunft Jesu Christi. Mit dem Advent machten wir uns auf die Reise, so wie sich Josef und Maria auf den Weg von Nazareth nach Bethlehem gemacht haben.
Bevor er den Schlusssegen erteilte, lud er alle Senioren zur Adventsfeier ins Pfarrheim und Bürgerhaus in Prackenbach am Samstag, 9. Dezember, ab 13 Uhr ein. Weiter warb er für den Hausgottesdienst am Montag und an Heiligabend. Die Texte dieses Hausgottesdienstes sind dem neuen Pfarrbrief beigelegt und liegen auch weiter zur Mitnahme am Schriftenstand auf.

Gemeinsam durch Freud und Leid: 23 Jubelpaare der Gemeinde Prackenbach feierten ihr Ehejubiläum – Gottesdienst und Buffet
(23.10.2023)Prackenbach. Rot-weißer Blumenschmuck an Altar und Kirchenbänken zauberte am Samstagabend eine festliche Atmosphäre in die feierlich beleuchtete Pfarrkirche Sankt Georg in Prackenbach. Wundervolle mehrstimmige Melodien, gesungen vom Kirchenchor Prackenbach-Krailing, erschallten von der Empore her. 23 Jubelpaare der Gemeinde Prackenbach, die mindestens seit 25 Jahren verheiratet sind und heuer eines der Jubiläum in Fünferschritten haben, hatten sich in den vorderen Reihen niedergelassen, um gemeinsam mit Gott das Jubiläum ihrer Ehe zu feiern. Anschließend waren sie zur weltlichen Feier im Gasthaus der Mulberry Ranch eingeladen.
Pfarrer Johnson Kattayil hob bei seiner Begrüßung den großen Stellenwert der Ehe hervor: Man fühle sich angenommen und geborgen, das sei ein Abbild der Liebe Gottes und Jesu. Mit einer Geschichte zeigte er auf, dass Ehe jedoch nicht nur Glück bedeute. „Freud und Leid sind oft nahe beieinander, gerade im Familienleben“, sagte er und zog einen Vergleich zum Hausbau: Aus Sand und Staub werde der Mörtel, der alles verbinde. Er beglückwünschte die Jubilare, die sich trotz Schwierigkeiten die Treue hielten und ermunterte sie, ihren Erfahrungsschatz an die jüngere Generation weiter zu geben.
Im weiteren Verlauf erhoben sich die Jubelpaare und wiederholten ihr Eheversprechen vor Gott. Pater Johnson ging durch die Reihen und segnete alle Gläubigen mit Weihwasser. Am Ende des Gottesdienstes kamen die Paare zum Einzelsegen nach vorne und erhielten von Vertretern der Pfarrgemeinderäte Moosbach und Prackenbach-Krailing eine Urkunde und eine Rose überreicht.
Im Anschluss trafen sich alle im Gasthaus der Mulberry Ranch in Prackenbach. Pfarrgemeinderatssprecherin Margit Eidenschink übernahm die Begrüßung im Namen der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing und hieß auch den dritten Bürgermeister Johann Miethaner willkommen. Auch sie wies auf viele Hürden hin, die es gelte, gemeinsam zu meistern: „Der eine stützt den anderen!“ Miethaner überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde und hoffte, auch in den nächsten Jahren mit vielen der Jubilare wieder feiern zu können. Nach dem Tischgebet durch Pater Johnson Kattayil war das Buffet eröffnet und man verbrachte noch gemütliche Stunden miteinander.
Der Bericht wurde von Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Gesegnet unterwegs: Fahrzeugsegnung in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing
(04.08.2023)Moosbach/Prackenbach/Krailing. Am Sonntag ist Pfarrer Johnson Kattayil reih um gegangen und hat den Fahrzeugen den Segen Gottes erteilt. Traditionell um das Fest des Heiligen Christophorus am 24. Juli herum fand in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing die Fahrzeugsegnung statt. In Krailing war diese bereits am Samstag nach dem Vorabendgottesdienst vorgenommen worden. Das Segensgebet für die Fahrzeuge und deren Lenker hatte der Geistliche nach den Eucharistiefeiern in den Kirchen gesprochen. Anschließend machte er sich auf den Weg und besprengte in Begleitung eines Ministranten die Fahrzeuge mit Weihwasser und bat um Gottes Schutz.
Der Bericht wurde von Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

Mit dem durch Dörfer und Natur: Fronleichnamsprozessionen in Prackenbach, Moosbach und Krailing Kreuz
(15.06.2023)Moosbach/Prackenbach/Krailing. Von Blaskapelle, Vereinsfahnen und Baldachin begleitet sind dieses Jahr die Fronleichnamsprozessionen bei strahlendem Sonnenschein durch Prackenbach, Moosbach und Krailing gezogen. Zahlreiche Gläubige hatten sich zuvor zu den Eucharistiefeiern in den Gotteshäusern eingefunden, in Prackenbach und Moosbach am Donnerstag, 8. Juni, und in Krailing nachträglich am Sonntag, 11. Juni.
Pater Johnson Kattayil VC konnte in Prackenbach unter anderem auch einige Vertreter der politischen Gemeinde und der Vereine zu diesem Festtag begrüßen. „Bei der anschließenden Prozession zeigen wir unseren Glauben an Jesu Christi. Im Brot und im Wein ist Jesus, der uns eingeladen hat, ihn aufzunehmen, damit wir eins werden mit ihm!“, erklärte er. Der Kirchenchor Prackenbach-Krailing untermalte den feierlichen Gottesdienst musikalisch.
Zug durch die Ringstraße in Prackenbach
In Sankt Georg in Prackenbach zog die Prozession durch die Ringstraße. An den Altären wurden die Evangelien vorgetragen und gemeinsam gesungen und gebetet. Lektorinnen waren Gerlinde Zweck und Ramona Preiß-Höcherl, die mit Texten, Fürbitten und Gesängen zur feierlichen Ausschmückung beitrugen. Nach dem Kreuz und der Blaskapelle zogen die örtlichen Vereine, dann reihten sich die Erstkommunionkinder und Ministranten ein. Unter dem Baldachin trug Pater Johnson Kattayil die Monstranz mit dem Allerheiligsten, gefolgt von den christlichen Vereinen und den Gläubigen der Pfarrei. Nach dem Segen mit der Monstranz schossen traditionell die Böllerschützen der Bergschützen Schwaben.
Die Altäre hatten die Familien Huber/Heiland, Lex Josef/Stefan, Pfarrhof/Holzapfel und Zweck wieder wunderbar aufgebaut und geschmückt. Ein besonderer Blickfang war auch dieses Jahr wieder der Blumenteppich beim Pfarrhof Prackenbach, um den sich schon seit vielen Jahren der Katholische Frauen- und Mütterverein Prackenbach/Krailing kümmert. Der vierte Altar war wieder in der Pfarrkirche. Zum Abschluss ergriff Diakon Andreas Dieterle das Wort und bedankte sich bei allen, die zum Gelingen der Prozession beigetragen hatten, unter anderem der Freiwilligen Feuerwehr Prackenbach mit Kommandant Stefan Penzkofer, die die Verkehrssicherung bei der Prozession übernommen hatte.
Durch Dorf und idyllische Natur in Moosbach und Krailing
In Moosbach zogen die Ortsvereine und Gläubigen durch das Dorf zu drei Altären, die Familie Ludwig Freund, Maria Rackl und am Pfahl Familie Josef Eckl geschmückt hatten. Durch die herrliche Natur ging es zurück zur Pfarrkirche Sankt Johannes, dort hatten ehemalige Mitglieder des Frauenbundes einen prachtvollen Blumenteppich am vierten Altar gestaltet. Den Himmel trugen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Moosbach, Mesnerin Margarete Früchtl übernahm den Lektorendienst, für die musikalische Gestaltung war der Kirchenchor Moosbach unter der Leitung von Walter Stöger zuständig. Zum Abschluss bedankte sich Pfarrgemeinderatsvorsitzende Judith Schedlbauer bei allen die an der Fronleichnamsprozession mitgewirkt hatten.
In Krailing hatten sich die Gläubigen am Sonntag zur Nachfeier zu Fronleichnam in der Filialkirche Sankt Peter und Paul eingefunden. Pfarrvikar Kiran Varigeti übernahm die Urlaubsvertretung für Pater Johnson. „Wir demonstrieren heute als Zeichen unseres Glaubens und gehen auf die Straßen, um die wahrhafte Gegenwart Jesu Christi im Sakrament des Altares zu bekunden“, betonte er. Der Gottesdienst wurde wieder vom Kirchenchor Prackenbach-Krailing unter der Leitung von Ramona Preiß-Höcherl feierlich mitgestaltet und an der Orgel von Johann Preiß begleitet.
Den bunten Blumenteppich vor dem Jugendhaus hatten die Ministranten gestaltet, bei der Prozession trugen die Lektorinnen Carina Wittmann und Ramona Preiß-Höcherl Texte, Fürbitten und Lieder vor. Das Schmücken der Altäre hatten die Familien Hastreiter, Fleischmann, beim Kreuz Familie Jakob und Vogl und beim Jugendhaus Familie Vogl gemeinsam mit den Ministranten übernommen. Dann führte der Weg wieder zur Filialkirche, wo Pfarrvikar Kiran Varigeti zum Abschluss das feierliche Te Deum anstimmte.
Dieser Bericht wurde von Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
16 Kinder empfangen die erste Heilige Kommunion
(19.05.2023)Festlicher Gottesdienst in Moosbach – Motto: „Jesus, der gute Hirte“
Moosbach. „Ich bin der gute Hirt. Ich gebe mein Leben hin für die Schafe!“ - unter diesem Motto haben am vergangenen Sonntag, 14. Mai, 16 Kinder der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing zum ersten Mal die Heilige Kommunion empfangen. Mit einem festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Johannes in Moosbach feierten sie diesen großen Tag gemeinsam mit ihren Eltern, Verwandten und den Gläubigen der Gemeinde.
Die acht Mädchen und acht Buben trafen sich zu Beginn am Dorfbrunnen vor der Kirche mit Eltern und Geschwistern und zogen, begleitet von Glockenklang und feierlichem Orgelspiel von Matthias Jänicke, in das prächtig geschmückte und vollbesetzte Gotteshaus ein. Die passende musikalische Gestaltung der Feierlichkeit übernahm der Jugendchor Moosbach unter Leitung von Tanja Jänicke-Stöger. Pfarrer Johnson Kattayil begrüßte alle zu diesem Freudentag, unter anderem besonders auch Diakon Andreas Dieterle. Pater Johnson segnete die Kommunionkerzen der Erstkommunikanten: Wie ihr Licht das Dunkel erhelle, so mache Jesus Christus unser Leben hell mit seiner Wahrheit. Anschließend wurden die Kerzen an der Osterkerze entzündet.
Nach der Lesung, die das Kommunionkind Nina Schnitzbauer vortrug, kamen die 16 Kinder nach vorne, stellten sich vor dem Altar auf und erneuerten ihr Taufversprechen. Mit dem Lied „Fest soll mein Taufbund immer stehn“ folgte die gesamte Kirchengemeinde. „Singend wollen wir unseren Glauben bekennen und dabei das Taufwasser, das Zeichen des neuen Lebens der Kinder Gottes, empfangen!“, so Pater Johnson.
Die Fürbitten sprachen ebenfalls die Erstkommunikanten, anschließend brachten sie zur Gabenbereitung verschiedene Dinge zum Altar: Kerzen als Zeichen für Licht und Wärme, Blumen für Freude, das Kreuz als Erinnerung an den Tod und die Auferstehung Jesu, den Kelch als Zeichen für das Sterben am Kreuz, Brot als Symbol des Lebens, Wasser als Zeichen für Wachstum und Wein als Symbol der Festlichkeit und Lebensfreude. Nach dem gemeinsamen „Vater unser“, die Kommunionkinder versammelten sich um den Altar und auch die übrige Kirchengemeinde wurde eingeladen, sich die Hände zu reichen, durften die 16 aufgeregten Mädchen und Buben endlich ihre erste Heilige Kommunion empfangen. Es folgte die Kommunion für die übrigen Gläubigen und Gottesdienstbesucher.
Zum Abschluss sprachen die Kinder ein gemeinsames Dankesgebet: „Jesus, wir danken dir! Wir durften deinen Heiligen Leib empfangen. Du willst mit uns gehen, ein Leben lang. Du schenkst uns Kraft zum Guten.“ Auch Judith Wühr bedankte sich stellvertretend für die Eltern bei allen die, zum Gelingen der Festlichkeit beigetragen hatten. Die Kinder holten ihre Kommunionkerzen ab und schlossen den festlichen Gottesdienst mit ihrem Auszug aus der Pfarrkirche.
Dieser Bericht wurde von Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Info: Am Freitag findet der Kommunionausflug statt.
Stadtpfarrer referierte über das Leben nach dem Tod
(10.05.2023)Vortrag von Dr. Werner Konrad zum Thema "Endgültige Heimat bei Gott" im Prackenbacher Pfarrheim
Prackenbach. Was erwartet uns nach dem Tod? Diese Frage und biblische Antworten darauf haben am Dienstagabend im Mittelpunkt gestanden, als Viechtachs Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad über das Thema „Endgültige Heimat bei Gott“ referierte. Zahlreiche Interessierte waren in den Saal des Prackenbacher Pfarrheims und Bürgerhauses gekommen, um dem Vortrag zu folgen. Auch Pater Johnson Kattayil war anwesend.
Konrad begann eine gedankliche Reise, die er mit verschiedenen Bildern und Kunstwerken untermalte, zurück bis zum Alten Testament. Zu dieser Zeit hätten sich die Menschen auf das Diesseits konzentriert, den Tod gewissermaßen verdrängt. Nur eine Schattenexistenz im Totenreich habe man erwartet. In der Zeit der Propheten sei angenommen worden, dass Gott am Ende der Zeit sein Reich auf der Erde einrichten und Gerechtigkeit herrschen werde. Jedoch seien nur ganze Völker in die Deutungen einbezogen worden, der Einzelne habe keine Rolle gespielt. Rund 200 Jahre vor der Zeit Jesu sei erstmals der Gedanke vom Gericht Gottes für die ungerechte Welt aufgekommen.
Konrad machte einen gedanklichen Sprung zu Jesus: Die Hauptbotschaft seiner Worte sei das Reich Gottes gewesen. Er sei ein Gott der Lebenden, habe Jesus vermittelt. Das Leben bei Gott sei keine Fortsetzung des irdischen Lebens, als Vorstellung vom Leben nach dem Tod gebe es immer nur ein Bild – die Hochzeit. Das bedeute, in Gemeinschaft mit Gott leben. Dann sei das Unerwartete geschehen: Jesus sei von den Toten auferstanden und als erster Mensch wieder ins Leben zurückgekehrt. Damit sei auch erstmals das Schicksal jedes einzelnen Individuums in den Mittelpunkt gerückt. Weiterhin erklärte Konrad, dass das Bild der Seele keinen biblischen Ursprung habe, sondern ein Konzept der Philosophie sei. Zum Abschluss wählte er das Werk „Verlorener Sohn“ von Rembrandt, es komme der Vorstellung vom biblischen Reich Gottes am nächsten. Die Bibel halte die Darstellung generell sehr nüchtern. Das Reich Gottes bedeute eine sehr innige Liebesbeziehung zu Gott, ein Leben mit ihm in Gemeinschaft. Damit schloss er seine Ausführungen, beantwortete noch zahlreiche Fragen und bekam einen kräftigen Applaus der Zuhörer.
Dieser Bericht wurde von Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage.

Ein neues Kreuz für den gemeindlichen Friedhof Moosbach
(06.05.2020)
Prackenbach. Seit vergangenem Mittwoch ziert den gemeindlichen Friedhof in Moosbach ein neues Holzkreuz.
Dieses besteht aus einer Lärche und hat eine beachtliche Größe von 6x3 Metern.
Das alte Kreuz war bereits in die Jahre gekommen und morsch geworden, daher bestand Handlungsbedarf, so Bürgermeister Andreas Eckl.
Einen besonderen Dank spricht Bürgermeister Eckl an das Unternehmen Holzhandel Alfred Höcherl aus, welcher den Baum für das Kreuz spendete.
Der gemeindliche Bauhof bereitete das Holz folglich auf, verschraubte das Kreuz und errichtete es an gewohnter Stelle auf dem Friedhof in Moosbach. Dafür wurde das Kreuz mithilfe eines Radladers aufgestellt.
Die Segnung des neuen Kreuzes soll demnächst zusammen mit der Pfarrei erfolgen, allerdings teilt Bürgermeister Eckl mit, kann es aufgrund der aktuellen Corona Situation noch etwas dauern.
Bild: (v.l.) Bürgermeister Eckl, Bauhofmitarbeiter Stefan Haimerl, Paul Kuffner und Ludwig Fleischmann
Dank für die Ernte des Jahres
(28.09.2014)Die Pfarrgemeinde Moosbach feierte das Erntedankfest
Moosbach. Wie jedes Jahr versammelten sich auch in diesem Jahr wieder die örtlichen Vereine, um in einem feierlichen Festzug zusammen mit Pfarrer Josef Drexler, den Ministranten und einer Musikkapelle zu einem Dankgottesdienst in die Kirche einzuziehen. Vertreter der Katholischen Landjugend trugen eine Erntekrone mit, die sie zu Beginn des Gottesdienstes vor dem Altar absetzten. Für den Einzug der Vereine standen Pfarrer Drexler und die Ministranten vor der Kirchentür Spalier.
Der Dank ist es, der den heutigen Tag durchzieht, so sagte der Geistliche zu Beginn des Gottesdienstes. Es ist ein Dank an Gott für die Ernte des Jahres. In seiner Predigt erinnerte er an den heiligen Franz von Assisi, der aufgerufen hat, das Evangelium zu predigen und zu verkünden. Es sind dabei nicht als erstes die Worte wichtig, sondern die Taten, beispielsweise im Umgang mit der Natur und den Mitmenschen. Blickt man auf Menschen aus der Vergangenheit zurück, so erinnert man sich weniger an ihre Worte, sondern an ihre Taten und Verhaltensweisen gegenüber Mitmenschen und der Natur.
Unsere Welt ist voll von Sprüchen, die ganz klar dar liegen, dass nicht die Worte, sondern die guten Taten entscheidend sind. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, oder „der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“ sind beispielsweise solche Sprüche. Das Erntedankfest ist ein Dankgebet für die guten Taten der Natur, von Mitmenschen und dem Segen Gottes.
Unter Anleitung der Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl legten die einzelnen Vereine Ente-Gaben als Dank vor dem Altar nieder. Marianne Vogl trug dazu einen passenden Text vor, der auf die einzelnen Gaben abgestimmt war. Es waren vor allem Gaben des Feldes und der Gärten wie Obst, Gemüse oder Brot, aber auch Hopfen und Getreide oder veredelte Produkte, die es auf den Märkten zu kaufen gibt.
Der Kirchenchor unter Leitung von Walter Stöger sang dazu passend das Lied: „ Wir legen unsere Gaben nieder“. Zum Schluss bedankte sich Pfarrer Drexler bei allen, die mitgeholfen haben, alles zu organisieren. Besonders erwähnte er dabei die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl und die Mesnerin Margarete Früchtl, die auch im heurigen Jahr wieder zwei verschiedene Kürbissuppen gekocht hatte.
Wie in den letzten Jahren eingeführt, wurden auch in diesem Jahr nach dem Gottesdienst wieder alle Pfarrangehörigen vor der Kirche zu einem Frühschoppen mit Kürbissuppe, Brot und Getränken eingeladen. Die Ministranten verkauften Kuchen und Gabi Schedlbauer bot Waren aus der Dritten Welt an. Der Erlös dieser Veranstaltung wird dem ehemaligen Dekan Josef Renner in Ghana zur Verfügung gestellt. Dank des wunderbaren Herbstwetters blieben die Pfarrangehörigen noch lange sitzen und nutzten dabei die Gelegenheit, gegenseitig ins Gespräch zu kommen. Auch dies wird als wichtiger Beitrag dieses organisierten Frühschoppens gesehen.

Der gute Hirte gibt sein Leben für seine Schafe
(03.02.2013)11 Kommunionkinder von 2013 stellten sich den Gläubigen vor
Moosbach. Die Kinder der Pfarrei Moosbach dürfen am Donnerstag, 9. Mai 2013, dem Fest Christi Himmelfahrt, das erste Mal die Hl. Kommunion empfangen. Am Samstag haben sie sich bei einem feierlichen Gottesdienst namentlich den Gläubigen vorgestellt.
Nach dem Einzug der Erstkommunionkinder mit ihren brennenden Kerzen, dem Pfarrer Josef Drexler und den Ministranten, stellten zwei Mütter die Kerzen vor dem Volksaltar ab und die Kinder nahmen ihren Platz in den für sie reservierten Bänken ein, wo an jedem Platz ein Lamm mit ihrem Foto aufgestellt war. Es sollte auf das Thema ihrer Vorbereitungszeit hinweisen, das die Kinder ausgewählt hatten, nämlich „Jesus, der gute Hirte.“
In seiner eindrucksvollen Predigt, in welcher der Seelsorger an das Evangelium zur Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess) anknüpfte, als vierzig Tage nach der Geburt des Jesuskindes die strenggläubigen Israeliten Maria und Josef im Tempel ihr Reinigungsopfer darbringen. Weiter sprach der Geistliche, dass die Ausübung seiner alten jüdischen Religion für Jesus immer eine Basis war, die er seinen strenggläubigen Eltern verdankte.
„Auf welcher religiösen Basis stehen unsere Kinder“, fragte der Geistliche die Eltern schließlich. „Geben wir ihnen überhaupt die Chance, in unseren katholischen Glauben hineinzuwachsen und führen wir sie – wenn es sein muss, auch mit sanftem Druck- zur Erfüllung ihrer religiösen Pflichten“, redete er ihnen ins Gewissen. Er selbst sei seinen Eltern dankbar, dass sie ihn beizeiten und manchmal mit sanftem Druck zur Erfüllung der religiösen Pflichten angehalten haben. So wurde ihm eine echte Alternative aufgezeigt zum leeren Dahinleben so vieler Menschen von heute - ohne ewigen Sinn und ohne ewiges Ziel!
Nach der Predigt traten die Kommunionanwärter mit ihrem Lamm nach vorne und stellten sich namentlich den Gläubigen vor mit dem Versprechen: „Ich möchte dem guten Hirten Jesus folgen“ und die beiden Mütter stellten das mitgebrachte Lamm um die Figur des guten Hirten, das vor dem gebastelten Plakat im Altarraum aufgestellt war, auf dem es heißt, „ich gebe mein Leben für die Schafe“. Zum Schluss dankte er den Kindern für die Mitfeier und den Eltern für die Unterstützung und versprach, die Kinder mit den Eltern im Gebet zu unterstützen.
Bevor der Geistliche alle Kirchenbesucher mit dem Segen entließ, dankte er dem Chor für die musikalische Mitgestaltung und erteilte im Anschluss allen Gläubigen den Blasiussegen.
Foto: Angelina Häußler, Aileen Rinkl, Kerstin Eckl, Vanessa Priselmeier, Pfarrer Josef Drexler,
Matthias Gierl, Felix Schedlbauer, Fabian Freund,
knieend li. Angelique Baumert, Christina Höcherl, re- Alfons Freund, Andreas Grund

„Gott würfelt nicht. Gott spielt Schach!“
(30.09.2012)Feierliches Erntedankfest – Kirchenzug und Gabenprozession -
Gemütliches Beisammensein bei Dinkel- und Kürbissuppe
Moosbach. „Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen...“ heisst es in einem Gedicht und weiter „bald siehst du wenn der Schleier fällt“. So entpuppte sich der Tag zu einem herrlichen Spätsommerwetter, als am Sonntag die Pfarrei St. Johannes das Erntedankfest mit einem festlichen Erntezug sämtlicher Ortsvereine und einem Dankgottesdienst feierte, den Pfarrer Josef Drexler in der vollbesetzten Kirche sehr feierlich zelebrierte und lud zum Schluss zum gemütlichen Beisammensein bei Dinkel- und Kürbissuppe ein.
Angeführt von der Kapelle Fleischmann und der Erntekrone, dem Pfarrherrn und seinen Ministranten marschierten die Vereine mit großen Abordnungen und ihren Erntegaben durch den Ort bis zum ehemaligen Schulhaus und wieder zurück zur Kirche, wobei Glockengeläut und Orgelspiel den Einzug umrahmten. Von der Landjugend geschmückte Erntekrone und ein riesiger Brotlaib zierte den Volksaltar, der sich nach der Gabenprozession als reich geschmückter Erntealtar präsentierte.
„Wir feiern heut ein Fest“, sang der Kinderchor unter der Leitung von Tanja Stöger-Jänicke bei der Eröffnung der Eucharistiefeier, bei der Pfarrer Drexler alle Kirchenbesucher insbesondere die kirchliche und politischen Gemeinde sowie die Vereinsmitglieder herzlich begrüßte.
In seiner beeindruckenden Predigt sprach der Geistliche die Dankbarkeit, Freude und ein Nichtfassenkönnen an, wenn wir vor unsern über und über mit Früchten beladenen Obstbäumen stehen und es drängt uns der Gedanke an Gott, den Schöpfer und Erhalter aller Lebens, direkt auf. Dann sprach er die die Geburt eines Kindes an, wo die jungen Eltern an diesem Wunder nur sehr wenig beitragen konnten und sie allererstens an Gott gedacht haben. „Und so feiern wir heute, staunend vor dem Wunder des Lebens und der Natur, Erntedank und loben Gott für seine Vatergüte,“ so der Sprecher.
Werden wir aber nicht irre an Gottes Vatergüte, wenn er uns nicht immer nur gibt, sondern manchmal auch nimmt und Schweres und Unverständliches zu tragen zumutet. Auch dies geschieht nach seiner Vorsehung und seinem Plan, betont der Geistliche. Dazu passe ein toller Spruch aus einem Zitatenbuch, meinte Drexler: „Gott würfelt nicht. Gott spielt Schach“. Wenn er nämlich ein Würfelspieler wäre, dann wäre er ein Willkürgott, der in seiner Spielerlaune Freud und Leid ganz zufällig über uns ausschüttet, das müssten wir fürchten, betonte Drexler. Er spielt aber Schach, das bedeutet, er überlegt sich sehr gut und sehr lange Zug um Zug.
Für so einen Gott und Vater sollten wir wirklich jeden Tag tiefe Dankbarkeit empfinden und ganz für ihn leben, sagte schließlich der Geistliche.
Vor der Gabenbereitung brachten dann die Vereine in einer Prozession ihre Erntegaben an den Altar: Blumen, gefüllte Einkaufkörbe, Feld- und Gartenfrüchte, Obst, Hopfen und Mals und zuletzt Brot und Weintrauben. Dabei sprach eine Lektorin die passende Meditation.
Bevor Pfarrer Drexler allen seinen Segen erteilte und der Chor das „Großer Gott wir loben dich“ anstimmte, bedankte sich der Seelsorger bei den Kirchenbesuchern für die Mitfeier, dem Kinder- und Kirchenchor für die musikalische Umrahmung. Er honorierte auch das Schmücken der Kirche und dankte den Vereinen und allen, die in irgend einer Weise am Gelingen des Erntedankfestes beigetragen haben und lud alle zu gemütlichen Beisammensein bei Dinkel- und Kürbissuppe, von Mesnerin Margarete Früchte zubereitet, und bat um eine freiwillige Spende für die Orgelsanierung.
Auch traditionell zum Erntedankfest wurden Eine-Welt-Waren angeboten, wobei die Anwesenden durch ihren Kauf Solidarität für die Armen der Welt bekundeten.
Foto: Frauenbund mit Erntegaben

Autos und Zweiräder gesegnet
(22.07.2012)Moosbach. Zum Gedenktag des Hl. Christophorus, dem Schutzheiligen der Fahrzeuge und Lenker, hatten sich am Sonntag am Parkplatz und der Hauptstraße unterhalb der Pfarrkirche St. Johannes bis hinauf zum Anwesen Eckl und entlang der Pfarrhofstraße die PKW´s aneinander gereiht, um den Segen für ihr Fahrzeug in Empfang zu nehmen, den Pfarrer Josef Drexler nach dem Gottesdienst vom Herrgott erbat. Ein Zeichen, dass doch ein Großteil der Bevölkerung auf die Hilfe und den Segen von Oben vertraut.
Mit dem Kreuz und Ministranten trat der Geistliche auf die Straße und besprengte nach einem Gebet die vielen Autos einzeln mit Weihwasser. Anschließend wurden Christophorus-Plaketten verteilt, die Pfarrer Drexler vom ehemaligen Pfarrer Erwin Zach übernommen hat. Auf der Plakette mit dem Bildnis des Hl. Christophorus, der das Jesuskind auf seiner Schulter trägt, steht: „Sei du Christophorus auf der Straße.“

Feierliches Abendmahlsamt in der Pfarrkirche St. Johannes
(05.04.2012)Fußwaschung im Auftrag Jesu an sechs Pfarrkindern
Moosbach. Beim Abendmahlsamt am Gründonnerstag begeht die Kirche die Erinnerung an den Tag, an dem Jesus das heilige Altarsakrament eingesetzt hat. In der Pfarrei St. Johannes wurde dieser Gottesdienst am Abend von Pfarrer Josef Drexler sehr feierlich gestaltet und im Auftrag unseres Herrn Jesus Christus auch heuer wieder sechs Angehörigen der Pfarrei den Liebesdienst der Fußwaschung erwiesen.
Nach dem feierlichen Einzug von sechs Ministranten und dem Geistlichen, der an diesem Tag mit einem weißen Kleid an den Altar trat, begrüßte Pfarrer Drexler die Kirchenbesucher, die sehr zahlreich zur Eucharistiefeier gekommen waren und bemerkte, dass wir mit dem Gründonnerstag am Beginn des Triduum Sacrum stehen, der Großen Heiligen Drei Österlichen Tage. So feiern wir das Paschamysterium: unsere Befreiung vom ewigen Tod durch das Leiden, Sterben und Auferstehen des Gotteslammes Jesus Christus.
Beim Gloria in excelsis deo, das der Priester feierlich anstimmte, läuteten noch einmal sämtliche Glocken und Klingeln, bis plötzlich alle, auch die Orgel verstummten. Im Verlauf des Gottesdienstes bediente man sich nur noch mit „Ratschen“, zum Zeichen der Trauer um Jesu Leiden und Tod anzudeuten.
In seiner Predigt knüpfte Pfarrer Drexler an das Evangelium nach Johannes an, wo es heißt „Wenn nun ich der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen“ und meinte, dass es wenig Bibelstellen gibt, an denen Jesus eindeutig vom Müssen spricht. Das einander die Füße Waschen – das einander in Liebe Dienen – macht der Herr uns zum Muss, zum Gebot!
Wenn Jesus uns die Liebe zum anderen zum Muss und zum Gebot macht, dann will der gerade verhindern, dass wir unsere Liebe zum anderen abhängig machen von unserer allzu menschlichen Sympathie und Antipathie und unseren allzu menschlichen Stimmungen und Launen, betonte Pfarrer Drexler.
Der Herr verlangt von uns nichts, was er nicht selber vorlebte, sagte der Geistliche weiter. Seine Liebe bei der Fußwaschung galt sogar einem Verräter Judas Iskariot oder einem Verleugner Petrus ebenso wie einem kreuzbraven Johannes. Er gab sich beim Abendmahl allen hin – in Brot und Wein, mit Fleisch und Blut. Dieselbe Liebe Jesu im Abendmahlssaal wird immer wieder von neuem Gegenwart in der Feier der Hl. Eucharistie. Da hört Jesus nicht auf, sich den Menschen hinzugeben – so verschieden sie auch sein mögen, so Drexler. Darum ist die Messe eine nie versiegende Quelle der göttlichen Liebe, aus der wir Menschen immer wieder schöpfen müssen, damit uns im Alltag die Liebe füreinander nicht ausgeht.
Anschließend legte Pfarrer Drexler das Messgewand ab, umgürtete sich mit einem weißen Tuch und kniete sich an den Stufen des Presbyteriums nieder, wo er an den sechs Pfarrkindern im Namen Jesu Christi stellvertretend für alle Schwestern und Brüder den Liebesdienst der Fußwaschung vollzog.
Ausgewählt wurden dazu die PGR-Sprecherin Maria Rackl mit ihrem Stellvertreter Josef Ettl, den Vertreter der Kirchenverwaltung Franz Xaver Pongratz, Mesnerin Margret Früchtl, Pfarrhaushälterin Vera Letavcova und als Vertreter der Ministrantenschar Matthias Jänicke.
Der Geistliche erklärte dazu, dass sie stellvertretend für so manche stehen, die Jahr aus Jahr ein die Pfarrei und damit Jesus Christus dienen und letztendlich für alle Pfarrangehörigen, die der Liebe und sorge des Pfarrers, der ein Hirte nach dem Vorbild Jesu sein soll, anvertraut sind.
Zum Schluss erklärte der Geistliche, dass der Gottesdienst an diesem Tag ohne Segen endet, um auszudrücken, dass die Feier der drei Tage zusammen gehören und eine Einheit bilden. Dann wurde die Monstranz und die Kelche in einer feierlichen Prozession durch Pfarrer Drexler, Kommunionhelfer Arthur Wasner und den Ministranten zum Seitenaltar gebracht, wo bereits das verhüllte Hl. Grab seinen Platz fand.
Dann wurden die Altäre entblößt, um anzudeuten, dass Jesus bei der Kreuzigung aller seiner Kleider gewaltsam beraubt und unter die Soldaten verteilt wurde. Für die Menschen sollte es eine Mahnung sein, den alten sündhaften Menschen mit seinen Handlungen auszuziehen und durch Erniedrigung ihrer selbst Christi gleichförmig zu werden.
Foto: Fußwaschung Pfarrer Drxler kniend – von re. Josef Ettl, Franz Xaver Pongratz, Matthias Jänicke, Maria Rackl, Margret Früchtl, Vera Letavcova

Palmweihe und Prozession zu Beginn der Karwoche
(01.04.2012)Segnung des neu geschmückten Johannisbrunnens
Moosbach. Mit der Palmweihe, der Segnung des Osterbrunnens und einer langen Prozession wurde in der Pfarrei Moosbach die letzte Phase der Fastenzeit, in die Karwoche eingeleitet.
Eine große Schar von Pfarrkindern traf sich mit Palmbüscheln um den Osterbrunnen, der heuer wie in all den Jahren von Agathe und Stefan Obermeier ganz besonders prachtvoll dekoriert wurde. Dazu ließ man von der Firma Rotter in Zandt ein neues Eisengerüst konstruieren, das mit Girlanden und Ostereien verziert wurde. Als Sponsoren hatten neben der Gemeinde, der Geno-Bank und der Pfarrei auch der KuSV, FF, Schützen und der Gartenbauverein ihren Beitrag geleistet.
Nach dem feierlichen Glockengeläute gesellte sich Pfarrer Josef Drexler, gekleidet mit einem leuchtend roten Meßgewand und mit sechs seiner Ministranten zu den Kirchenbesuchern und blieb an den obersten Stufen des Kirchenaufgangs stehen und begrüßte die vielen Menschen zur Feier des Palmsonntags ganz herzlich. Statt einer Predigt folgte eine Einführung in die kommende Karwoche, als Jesus Christus aus lauter Liebe zu uns zum qualvollen Verbrechertod am Kreuz bereit war, so der Geistliche eingangs.
„Hosianna dem Sohne Davids“ hieß es zwar noch am Palmsonntag, doch schon bald schrie die Menge „Kreuzige ihn“, was auch heute leider noch ganz erschreckend nah beieinander liegt. Hochjubeln und fallen lassen – diesen brutalen, erschreckenden Stimmungsumschwung lässt uns die Liturgie des Palmsonntags miterleben, wenn schon nach dem freudigen Einzug in die Kirche die Leidensgeschichte gelesen wird. Jesus Christus ist seinen Weg der Liebe zu Gott und zu den Menschen konsequent bis zu bitteren Neige gegangen.
Auch wir sollten den Weg der Liebe zu Gott und zum Nächsten ungeachtet der Meinung der Masse bis zum Ende gehen, ermahnte er die Gläubigen und die gesegneten Palmzweige zu Hause ans Kreuz stecken, weil wir glauben, dass unser Leben in der Nachfolge des Gekreuzigten selbst im Tod nicht abbricht.
Anschließend segnete Pfarrer Drexler die mitgebrachten Palmbüschel und den geschmückten Osterbrunnen und dankte allen, insbesondere dem Ehepaar Obermeier und denen, die sich in irgendeiner Weise beteiligt hatten. Dann bewegte sich ein langer Zug, angeführt vom Kreuz, das die Mesnerin mit 33 Nelken geschmückt hatte und Pfarrer Drexler mit den Ministranten zur Kirche, wo er einen feierlichen Gottesdienst zelebrierte und zum Schluss die Gläubigen einlud, die Tage der Karwoche mit zu feiern.

Nur Versöhnung erneuert die Lebendigkeit einer Beziehung
(15.03.2012)Gut besuchter Bildungsabend mit Josef Kratschmann aus Regensburg
Moosbach. Viele Prozesse scheitern, weil wir das Gesicht oben halten wollen. Um wirklich Verzeihung zu erwarten, muss echte Reue im Spiel sein.
Zum Bildungsabend am Donnerstag Abend im Gasthaus Freund, veranstaltet vom Pfarrgemeinderat Moosbach, dem FB Moosbach/Altrandsberg, MMC und KLJB Moosbach, konnte der Bildungsbeauftragte Josef Ettl fast 50 Teilnehmer begrüßen. Besonders erfreut zeigte er sich über die rege Beteiligung der Landjugend an diesem Bildungsabend. Neben Pfarrer Josef Drexler, Mesnerin Margarete Früchtl, Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl, Rupert Stieglbauer von der MMC konnte er die neue Vorstandschaft des Frauenbundes (Hedwig Plötz, Marianne Laumer und Irmi Meindl) begrüßen und bedankte sich bei der frühen Sprecherin Maria Kolmer für die gute Zusammenarbeit.
Über das Thema „Versöhnung – Streitkultur im Konflikt“ sprach Pastoralreferent für Ehe und Familie der Diözese Regensburg Josef Kratschmann und zeigte dabei Wege auf, wie man bei Konfliktsituationen umgehen soll, um wieder zu einer Versöhnung zu gelangen. Aus Umfragen ist bekannt, dass es in Familien etwa zwischen 17,00 bis 18.00 Uhr am häufigsten zu Streit kommt. Es hat sich dabei gezeigt, dass bei aufkommenden Aggressionen zusätzliches Streitpotential oder das fluchtartige Verlassen des Streitortes häufig kontraproduktiv sind. Genauso können aber auch andauernde Schuldgefühle die Lebendigkeit einer Beziehung hemmen. Es gibt inzwischen verschiedene psychologische und pädagogische Wege, wie im Falle eines Konfliktes vorgegangen werden soll oder kann. Dabei ist es aber schwierig, immer zu einer befriedigenden Lösung zu kommen, da die vielen verschiedenen menschlichen Charaktere nach verschiedenen Lösungen verlangen. Bewährt haben sich aber folgende Ansätze zur Kurzzeit- und zur Langzeittherapie.
Bei der der lösungsorientierten Kurzzeittherapie können die Streitpartner durch das Erinnern an frühere gemeinsame Erlebnisse positiver gestimmt werden und den Druck reduzieren. Ziel muss es dann sein, nicht gegenseitige Schuldzuweisungen zu betreiben, sondern nach Lösungen zu suchen. So ist jede Seite gefordert, Verantwortung zu übernehmen. Dabei auf Wunder zu hoffen, ist häufig nicht die Lösung. Aber der einzelne Partner kann durch ein positives Ausnahmeverhalten den Weg zur Versöhnung sehr beschleunigen. Dabei darf der Partner aber nicht gedemütigt werden und das ganze muss auf Gegenseitigkeit beruhen. Bringen die aufgezeigten Schritte nicht die erwünschte Lösung, so kann es vorteilhaft sein, sich eine Auszeit zu gönnen, um ruhiger zu werden und aus der Distanz wieder zu einem objektiven Blick zu gelangen.
Zur Prävention und zum Management von Konflikten hat sich die sogenannte 5-B-Regel bewährt. Mit dem Besinnen, Bereuen, Bekennen, Büßen und Bessern gibt es Wege, um nach einem Konflikt zu einer Versöhnung zu gelangen. Jede Krise kann so auch eine neue Chance sein. Gerade in der Fastenzeit liefert auch die Religion gute Hinweise zum richtigen Weg. Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße und Petrus wehrt ab. Hier gilt der Spruch von Dostojewski: “Du aber liebst mich auch, wenn ich schmutzig bin“. „Wo wir Dreck am Stecken haben, lassen wir uns nicht gerne anfassen, denn das kostet mich Überwindung, sagt der Referent. Versöhnung verlangt nach echter ehrlicher Reue, ohne dabei aber das Selbstwertgefühl des anderen stark zu verletzen. So können durch das Ansprechen der Probleme, dem daraus resultiertem Verstehen und Anerkennen, dem ehrlich erbittenden Verzeihen und gewähren sowie einer Wiedergutmachung neue Wege gemeinschaftlicher Partnerschaft zu erhalten. Nur die Versöhnung erneuert die Lebendigkeit einer Beziehung.
Wenn sie sich schäbig und daneben benommen haben und werden sie zum Schluss wieder geliebt, das ist was Wunderbares, sagt Kratschmann. Denn wenn mich jemand mag, das ist Lebensqualität. Jesus hat es uns vorgelebt, als er sagte: „Rechnet es ihnen nicht als Sünde an“ Wenn der Partner um Verzeihung bittet, einen Akt der Gutmachung demonstriert, das ist doch ein Zeichen, dass er wirklich wieder gut sein will.
Schließlich verteilte Kratschmann zu einer Meditation Holzstückchen mit Einkerbungen in der Mitte. Zwei dieser Stücke konnten zu einem Kreuz zusammengelegt werden. Hier zeigte sich, dass sich zwei Teile zu einem harmonischen, stabilen Ganzen zusammenfügen können. Im übertragenen Sinne zeigt es, wie zwei Menschen in der Partnerschaft zu einem stabilen Ganzen werden können.
Zum Schluss bedankte sich Josef Ettl für die interessanten Ausführungen mit einem Präsent und meinte, dass ein Streit oft mit Kleinigkeiten beginnt. Was für den einen richtig ist, ist für den anderen falsch und lächelnd fügte er hinzu: „Manchmal bräuchte man einen Hammer und manchmal Samthandschuhe.“
Pfarrer Josef Drexler bedankte sich ebenfalls bei Josef Kratschmann für den informativen Vortrag und für die guten geistlichen Anregungen. Die Osterbeichte ansprechend, meinte er, „die Beichte ist ein höchst therapeutisches Sakrament, bedenken wir, Gott liebt uns, denn auch wir werden schmutzig“.
Foto: Ettl, Kratschmann und Pfr. Drexler
die Hand zur Versöhnung

Die Erstkommunionkinder von 2012 stellten sich den Gläubigen vor
(11.02.2012)Premiere für den neu gegründeten Kinder- und Jugendchor
Moosbach. 11 Kinder der Pfarrei Moosbach dürfen am Donnerstag, 17. Mai 2012, dem Fest Christi Himmelfahrt, das erste Mal die Hl. Kommunion empfangen, auf die sie sich schon lange vorbereiten.
Am Samstag stellten sie sich bei einem feierlichen Gottesdienst namentlich den Gläubigen vor.
Der vor kurzem gegründete Kinder- und Jugendchor feierte an diesem Tag Premiere und übernahm die musikalische Begleitung des Familiengottesdienstes. Die Leitung hat Tanja Stöger-Jänicke (Querflöte) übernommen mit Unterstützung von Andrea Penzkofer (Gitarre) und Walter Stöger (Keyboard).
Nach dem Einzug der Erstkommunionkinder mit Pfarrer Josef Drexler und der Ministranten sang der Chor mit frischen Stimmen zur Einführung „Effata, öffne dich ...wenn deine Ohren offen sind, fängst du zu leben an“.
Dann begrüßte der Seelsorger die Gläubigen, insbesondere die 11 Erstkommunion-Anwärter und erwähnte das Sonntags-Evangelium vom sechsten Sonntag im Jahreskreis, wo ein Menschsein absolutes Vertrauen auf Jesus setzte.
In seiner Predigt führte Pfarrer Drexler die Gedanken des Evangeliums weiter, als er sagte, dass ein Vierfaches notwendig ist, damit der an Aussatz Erkrankte im heutigen Evangelium von Jesus geheilt werden kann: Der Hilfesuchende muss glauben, „wenn du Jesus es willst, kannst du machen,, dass ich rein werde“. Zweitens muss der Aussätzige Jesus ausdrücklich um Heilung bitten. Er möchte gerne etwas für uns tun, aber er lässt sich schon von uns darum bitten, so Pfr. Drexler. Drittens muss Jesus sein nachgebietendes Wort sprechen: „Ich will es! Werde rein!“ Und schließlich braucht es den heilsamen Körperkontakt mit Jesus, der seine Hand ausstreckt und den Aussätzigen berührt.
Genau dieses Vierfache ist auch heute noch notwendig, wenn wir von Jesus geheilt werden wollen – von körperlichen und seelischen Leiden, so Pfarrer Drexler. Es geschieht besonders durch das Sakrament der Kommunion, auf das sich elf Kinder vorbereiten und nur bei einem gläubigen Menschen und bei jenen die bittend nach seinem Heiland in der Gestalt der Hostie verlangt. Zum Dritten kommt das machtvolle Wort hinzu: „Der Leib Christi“ das der Empfangende mit dem „Amen“ - Ja so ist es“, beantwortet.
Der wohl intensivste und heilsamste Körperkontakt mit Jesus geschieht schließlich bei der Kommunion, wenn wir die Hostie entgegen nehmen und sein Leib uns in Fleisch und Blut übergeht. Er schloss mit einem Gebet vom Hl. Thomas von Aquin, der eine tiefe Ahnung von der Heilwirkung der Kommunion hatte.
Als Motto für die Vorbereitungszeit haben die Kinder das Thema gewählt: „Komm, wir finden einen Schatz!“, erklärte Pfarrer Drexler anschließend den Kirchenbesuchern. Sie wollen in dieser Zeit den Heiland als den Schatz ihres Lebens entdecken. Als Zeichen dafür stellten zwei Erstkommunionmütter eine Schatztruhe auf mit den Namen der Kommunionanwärter. Dann traten die Kinder nach vorne und stellten sich namentlich den Gläubigen vor und legten eine Silbermünze in die noch leere Schatztruhe.
Jedes Mal, wenn die Erstkommunionkinder zum Gottesdienst kommen, darf es bis zum 17. Mai eine solche Silbermünze in die Truhe legen. „So sollt ihr durch viele solcher Münzen der ganzen Pfarrgemeinde euren guten Willen und eure Liebe zu Jesus zeigen, sagte der Seelsorger und meinte: „Ich bin schon gespannt, wie der Schatz bis zu eurer Erstkommunion anwächst.“ Er dankte ihnen und versprach ihnen, sie mit den Eltern zu unterstützen, auch im Gebet.
Bevor Pfarrer Drexler alle Kirchenbesucher mit dem Segen entließ, dankte er dem Chor für die Mitgestaltung des Gottesdienstes und der Leiterin Tanja Stöger-Jänicke und den beiden Instrumentalisten. Sie haben die Premiere hervorragend bestanden und die Kirchenbesucher belohnten sie mit einem kräftigen Applaus.
Foto: Pfarrer Josef Drexler mit den Erstkommunikanten:
Maria Schedlbauer, Julia Rabenbauer, Jana Landstorfer, Jasmin Schlecht, Kevin Früchtl, Stefan Jänicke, Ludwig Freund, Lukas Schedlbauer, Marcus Haimerl, Andreas Ruber, Simon Zedelmayr.

Pfarrer Drexler: „Gott stieg vom Himmel herab, vom königlichen Thron“
(24.12.2011)Gut besuchte Christmette – Kinder spielen die Weihnachtsbotschaft – Botschaft vom Licht zu Betlehem
Moosbach. Das Wetter war zwar trüb und regnerisch, doch tausend Lichter verzauberten die Häuser von Moosbach, als die Glocken der Pfarrkirche St. Johannes zur Christmette riefen, die Pfarrer Josef Drexler ganz besonders feierlich gestaltete und Kinder die Weihnachtsbotschaft mit einem Krippenspiel bereicherten.
Nur das matte Licht der Kerzen erhellte den Altarraum, wo auf der rechten Seite des Hochaltars ein herrlicher Christbaum mit roten Kugeln und Strohsternen seinen Platz behauptete. An den Stufen des Altarraumes auf der linken Seite war eine große Krippe aufgebaut, die vor Jahren Christian Kolmer aus Allmannsdorf liebevoll zusammengestellt hatte und vor dem Volksaltar stand, umgeben von weißen Weihnachtssternen die noch leere Krippe.
Noch bevor Pfarrer Drexler mit seinen Ministranten in die Kirche einzog, begrüßte die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl die vielen Gläubigen, welche das Gotteshaus bis zum letzten Platz füllten, sehr herzlich und sprach einstimmende Worte über das Friedenslicht von Betlehem, das Pfadfinderorganisationen jedes Jahr zur Weihnachtszeit in alle Welt tragen. Es stammt aus der Geburtsgrotte unseres Herrn in Bethlehem und gelangte auch in unsere Diözese in Regensburg. So kam es schließlich auch in unsere Pfarrei.
Die Nacht ist der Zustand unserer Hilflosigkeit und Verlorenheit, meinte Rackl. Aber schon eine einzige Flamme kann die Nacht erhellen, wenn Menschen bereit sind, dieses Licht zu ergreifen und weiterzutragen. Ausgehend von einer Flamme wurde dann der Kirchenraum erhellt. Am Schluss des Gottesdienstes nahmen sich viele Christmettenbesucher dieses Licht in ihren Laternen mit nach Hause.
Während nach der Lesung Pfarrer Drexler sehr feierlich das Weihnachtsevangelium sang, wurde von einigen Kindern dieses Weihnachtsgeschehen vor über 2000 Jahren sehr lieb dargestellt. Es begann mit der Szene, als auf Geheiß des Kaisers, als Josef und Maria nach Betlehem wandern mussten, um sich einschreiben zu lassen. Dabei zogen Josef und Maria durch die Kirche bis zur Krippe, wo Maria ihren neugeborenen Sohn in die Krippe legte. In der zweiten Szene kamen Hirten ins Geschehen, die zu dieser Zeit mit ihren Schafen auf dem Feld lagerten. Sie fürchteten sich sehr, als plötzlich ein Licht aufstrahlte und der Engel des Herrn vor ihnen stand und ihnen die Frohbotschaft von der Geburt Christi verkündete, so der Geistliche in seiner Weihnachtsbotschaft. Schließlich trat eine große Heerschar Engl auf, welche Gott lobten und priesen.
In seiner eindrucksvollen Ansprache führte Pfarrer Drexler die Zuhörer noch einmal hinein in das Geschehen der Menschwerdung, als die allermeisten Menschen die Geburt Jesu, die Sternstunde der Menschheitsgeschichte verpasst hatten, etwa die Spaßgesellschaft im Palast eines Königs Herodes. Nur die Hirten wurden vom hellen Glanz des Herrn umstrahlt und ließen alles liegen und eilten nach Bethlehem, wo sie Josef und Maria fanden. Millionen von Christen in aller Welt tun es am Heiligen Abend den Hirten gleich: „Venite adoremus – Kommt lasset uns anbeten unseren Herrn“, heißt es in dem Lied und viele Weihnachtslieder schärfen uns immer wieder diesen Aufbruch zum Kind hin, ein, völlig entgegen unserer Bequemlichkeit. Der Weg zur Quelle, der Weg zu Christus hin, führt gegen den Strom der Masse und gegen den Strom meiner Bequemlichkeit, so der Geistliche in seinen deutlichen Worten von der Aufbietung all unserer Kräfte, um zu diesem Christus hin und in ihm Seligkeit und ewiges Leben zu finden.
Bevor Pfarrer Drexler den Segen an die Gläubigen erteilte, lobte er die Kinder für die Darstellung der Weihnachtsbotschaft, den Ministranten, der Messnerin, der Landjugend und den Männern, welche den Christbaum aufgestellt und die Krippe aufgebaut hatten. Dank richtet er an den Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger und allen, die sich in irgendeiner Weise ehrenamtlich beteiligten. Er wies auch auf die Sternsinger Aktion hin, die den Armen in der Welt zukommt und lud die Kirchenbesucher ein, sich das Friedenslicht mit nach Hause zu nehmen.
Nach den Wünschen für ein gnadenreiches Weihnachtsfest wurde es dunkel im Gotteshaus, nur der Christbaum verströmte sein funkelndes Licht und aus aller Munde erklang das vertraute Lied von Franz Xaver Gruber: „Stille Nacht, heilige Nacht.“
Foto: Krippenspiel – Maria und Josef und in der Mitte der Verkündigungsengel (Aileen Rinkl) mit allen Teilnehmern

Pfarreien und Kindergärten freuten sich über eine Spende
(19.12.2011)Der Frauenbund machte 800,- € locker
Moosbach/Altrandsberg. Noch vor den Weihnachtsfeiertagen hat der Katholische Frauenbund Moosbach/Altrandsberg sein Geldsäckchen aufgetan und der Kirche in Altrandsberg und Moosbach sowie den beiden Kindergärten in Altrandsberg und Moosbach eine Spende zukommen lassen.
Pfarrer Johannes aus Harrling, der auch noch Altrandsberg und Zandt zu versorgen hat, freute sich und bedankte sich über den Betrag von 250.- €, den man für ein Taufbecken in Altrandsberg verwenden will.
Auch die Pfarrei in Moosbach erhielt einen Betrag von 250,- €, worüber sich dankend Pfarrer Josef Drexler und Franz Xaver Pongratz von der Kirchenverwaltung zeigten. Der Betrag soll den Senioren zu Gute kommen.
Auch die Kindergärten in Altrandsberg und Moosbach bedachte man mit einer Spende von je 150,- €, das die beiden Leiterinnen Maria Kolmer bzw. Gerdi Dietl in Empfang nahmen. In Altrandsberg will man in Bücher investieren und in Moosbach werden sich die Kleinen nach den Weihnachtsferien über Gymnastikbälle für die Turnhalle freuen können. Ein herzliches Vergelt´s Gott ließ man zum Schluss dem Frauenbund, vertreten durch die beiden Sprecherinnen Maria Kolmer und Rosemarie Weigl und Schatzmeisterin Marianne Vogl, angedeihen und man trennte sich mit segensreichen Weihnachts- und Neujahrswünschen.
Ebenfalls eine Spende von 200,- € ließ man dem Solidaritätsfonds „Frauen helfen Frauen in Not“ in Regensburg zukommen. Die Diözesanvorsitzende des Kath. Frauenbundes Elisabeth Popp und die Geschäftsführerin Edeltraud Reisinger bedankten sich in ihrem Schreiben dafür sehr herzlich. Die Organisation „Frauen helfen Frauen in Not“ hilft Frauen oder Familien, die unverschuldet in finanzielle Not geraten sind, sei es durch Tod des Ehepartners, Scheidung, Arbeitslosigkeit oder ungewollte Schwangerschaft.
Popp und Reisinger bedankten sich für den Einsatz im Zweigverein und wünschten für die Zukunft alles Gute, viel Freude und Gottes Segen.
Foto: Bei der Übergabe der Spenden: Maria Kolmer, Rosemarie Weigl, Franz Xaver Pongratz, Pfarrer Johannes, Pfarrer Josef Drexler, Gerdi Dietl, Marianne Vogl

Feierliches Erntedankfest – Kirchenzug und Gabenprozession sämtlicher Ortsvereine
(25.09.2011)Segnung der geschnitzten Muttergottes – Gemütliches Beisammensein bei Dinkel- und Kürbissuppe
Moosbach. Ein beeindruckendes Erntedankfest feierte am Sonntag die Pfarrei Moosbach wieder mit einem festlichen Erntedankzug sämtlicher Ortsvereine und einem Dankgottesdienst, den Pfarrer Josef Drexler in der vollbesetzten Kirche sehr feierlich zelebrierte. Am Ende des Gottesdienstes segnete der Geistliche die Marienstatue, die Werner Klingl aus Viechtafell geschnitzt und unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte und lud zum gemütlichen Beisammensein mit Dinkel- und Kürbissuppe ein.
Bereits im Vorfeld hatten fleißige Helfer des Gartenbauvereins die Außenanlagen der Kirche in einen top-Zustand gebracht und die Kirche wurde durch Mesnerin Margarete Früchtl und Brigitte Kappl mit herrlichen Sonnenblumen sowie gelben Fähnchen an den Bänken geschmückt. Ebenso war der Johannesbrunnen durch Franz Xaver Pongratz erntedankmäßig dekoriert.
Auch das wunderschöne Spätsommerwetter war ein Garant des gelungenen Festtages, als angeführt durch die Kapelle Fleischmann und der Erntekrone, dem Pfarrherrn und seinen Ministranten die Vereine mit ihren Erntegaben durch den Ort bis zum ehemaligen Schulhaus und wieder zurück zur Kirche marschierten, wo Glockengeläut und Orgelspiel den Einzug umrahmten. Die von der Landjugend geschmückte Erntekrone und ein riesiger Brotlaib zierte den Volksaltar, der sich nach der Gabenprozession als riesiger Erntealtar präsentierte.
„Erde singe, dass es klinge“ sang die Kirchengemeinde bei der Eröffnung der Eucharistiefeier, bei der Pfarrer Drexler die zahlreich erschienenen Kirchenbesucher insbesondere die kirchliche und politische Gemeinde sowie die Vereinsmitglieder herzlich begrüßte. „Danken kommt von Denken“, sagte der Geistliche. Seien wir uns immer wieder bewusst, dass wir nicht einen einzigen Apfel wachsen und gedeihen lassen können. Hinter allem Reichtum steht der Schöpfer-Gott, was uns immer wieder erschauern lässt.
In seiner Predigt erwähnte Pfarrer Drexler die umfangreiche Apostolische Reise des Papstes, an der uns vor allem das Fernsehen teilnehmen lässt. Viele Teilnehmer wurden nach Veranstaltungen von den Reportern gefragt, welchen Eindruck der Papst auf sie gemacht habe und die Antworten fielen durchweg positiv aus, wenn auch Ausnahmen die Regel sind. „Mich beeindruckt der Papst vor allem durch seine Person und seine menschliche Bescheidenheit und feine Zurückhaltung“ sagte Pfr. Drexler, der den Papstbesuch nur über das Fernsehen verfolgt. „Die ganze Gestalt dieses Papstes sei im Grunde ein einziger Verweis auf diesen viel, viel Größeren – auf Gott“, so der Redner.
Leider erwarten sich die Menschen von Benedikt sensationelle Neuerungen in der von Krisen geschüttelten deutschen Kirche, hob der Priester hervor. Die Ursache für die Krisen unserer Tage liege aber im sinnlosen Dahinleben der meisten Menschen – so als ob es Gott nicht gäbe.
Deshalb sollen wir am Erntedanksonntag Gott vor allem für unseren Glauben dankbar sein, bemerkte der Geistliche weiter. Der Glaube ist unser höchstes Gut, das es treu zu hüten und weiterzugeben gilt. Denn der Mensch, der keinen Glauben hat ist wirklich armselig. Dann zitierte er die Lesung, in der es heißt, „Vergiss bei all deinem Wohlstand deinen Gott nicht“. Sonst wird dein Leben trotz deines Wohlstandes sinn- und ziellos und damit menschenunwürdig.
Dann schloss er mit dem Gedicht des Schriftstellers und Fliegers Antoine de Saint Exupery, der 1944 mit seine Maschine abgestürzt ist. Es drückt aus, was alles auf dem Spiel steht, wenn uns der Glaube an Gott abhanden kommt – wenn wir gott-los werden, was heute wieder brennende Aktualität ist.
Vor der Gabenbereitung brachten dann die Vereine in einer Prozession ihre Erntegaben an den Altar: Blumen gefüllte Einkaufkörbe, Feld- und Gartenfrüchte, Obst, Hopfen und Malz und zuletzt Brot und Weintrauben. Dabei sprach eine Lektorin die passenden Texte.
Bevor Pfarrer Drexler allen seinen Segen erteilte, bedankte er sich bei den Kirchenbesuchern für die Mitfeier, insbesondere beim Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger, den beiden Damen, für das Schmücken der Kirche, den Vereinen und allen, die in irgend einer Weise am Gelingen des Erntedankfestes beigetragen haben.
Anschließend erteilte Pfarrer Drexler der Muttergottesstatue seinen Segen, die Werner Klingl, Viechtafell aus einer Langesche geschnitzt hatte und der Pfarrei Moosbach zur Verfügung stellte. Pfr. Drexler dankte dankte anschließend nicht nur Werner Klingl, sondern Johann Haimerl und Christian Schedlbauer, die bei dem Schmuckstück Hand anlegten mit einem Hinterglasbild. Er dankte auch Arthur Wasner für die ständige Hilfe in der Kirche und Margarete Holzfurtner für die Berichterstattung bei den Veranstaltungen mit einem Urlaubsmitbringsel.
Bürgermeister Xaver Eckl nutze die Gelegenheit und dankte neben Werner Klingl auch Ludwig Fleischmann, von dem die Idee zur Madonna stammte. Außerdem bat er um Unterstützung zur Kandidatur zum Landrat. Unterschriften seien noch während der ganzen Woche möglich.
Am Kirchplatz ließen sich dann die Gottesdienstbesucher nieder und ließen sich bei guter Unterhaltung Dinkel- und Kürbissuppe schmecken, die in Gemeinschaftsproduktion unter der Leitung von Mesnerin Margarete Früchtl ganz lecker zubereitet wurde. Pfarrer Drexler bat um eine freiwillige Spende für die Außenanlagen der Kirche.
Auch traditionell zum Erntedankfest wurden Eine-Welt -Waren angeboten, wobei die Anwesenden durch ihren Kauf Solidarität für die Armen der Welt bekundeten.
Foto: Chr. Schedlbauer, Maria Rackl, Pfr. Drexler, BM Eckl

Geschnitzte Muttergottes am Kirchanger aufgestellt
(19.09.2011)Idee stammt von Ludwig Fleischmann - Sponsor und Schnitzer ist Werner Klingl
Moosbach. Vor ein paar Tagen hat der Bauhofarbeiter Ludwig Fleischmann mit einem Radlader in Zusammenarbeit mit Werner Klingl eine 1,80 Meter hohe Muttergottesstatue am oberen Ende des Kirchangers, unweit des Eingangs zum Friedhof auf den Baumstumpf einer Langesche aufgestellt.
Ludwig Fleischmann hat vor kurzem Bürgermeister Xaver Eckl darauf aufmerksam gemacht, dass der Baum krank ist, da er bereits Faulholz angesetzt an. Sie könnte eine Gefahr für vorübergehende Menschen werden, meinte Fleischmann. Auch Kreisfachberater Klaus Eder wurde zu Rate gezogen, der ebenfalls den Schnitt der Esche befürwortete. So ging Bürgermeister Xaver Eckl ans Werk, reservierte jedoch vom Stamm auf Anraten von Ludwig Fleischmann ein ca. zwei Meter langes Stück für eine Marienstatue.
Der begabte Schnitzer Werner Klingl aus Viechtafell wurde anschließend gebeten, eine Madonna zu schnitzen. Er hat fürwahr aus dem Stamm des Prachtbaumes ein wunderschönes Meisterwerk geschaffen und es der Pfarrei Moosbach zur Verfügung gestellt. Hans Haimerl aus Viechtafell hat der Statue noch ein Dach über dem Kopf gezimmert, das Christian Schedlbauer noch mit einem Kupferdach versehen wird.
Die Kirchgänger am Sonntag, welche die Muttergottes bereits begutachteten, zollten dem „Künstler“ und seinem Werk großes Lob und honorierten zudem das Geschenk, das er der Pfarrei gemacht hat, was mit Sicherheit zum Image von Moosbach beiträgt.
Pfarrer Josef Drexler wird der Muttergottes am Sonntag im Rahmen des Erntedankfestes seinen Segen erteilen.

Patrozinium zum Geburtsfest Johannes des Täufers
(26.06.2011)20. Jahrestag der Weihe des „Volksaltares“ in der Pfarrkirche
Moosbach. „Ehre sei Gott“ lautete der Schriftzug auf dem Blumenteppich, den der Kath. Frauenbund für das Fronleichnamsfest am Donnerstag vor den Volksaltar kunstvoll gelegt hatte und den man am Sonntag noch mit aller Pracht bewundern konnte. Warum man ihn nicht gleich wieder wegräumte, hatte zwei Gründe. Zum einen sollte er eine Verehrung für den Volksaltar ausdrücken, der vor genau zwei Jahrzehnten von Bischof Manfred Müller geweiht wurde und zudem wäre es schade gewesen für das prachtvolle Stück, das viel Arbeit abverlangte.
Der Volksaltar entstand damals aus der Werkstatt des hiesigen ehemaligen Schreinermeisters Rudolf Klingl auf Anregung des damaligen Pfarrers Erwin Zach. Die Gestaltung übernahm, passend zum Hochaltar, der Kirchenmaler Preiß aus Chammünster.
Moosbach und seine Kirche kann auf eine sehr lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Nachforschungen des Bischöflichen Zentralarchivs in Regensburg haben ergeben, dass die Pfarrei bereits in den ältesten Pfarreiverzeichnissen des Bistums von 1326 bzw. von der Zeit um 1350 enthalten ist. Es muss also zu dieser Zeit schon eine Pfarrkirche bestanden haben, die somit über 900 Jahre hindurch das Zentrum katholischen Gemeinschaftslebens, eine Stätte religiöser Bildung und auch ein Ort sozialer Begegnung ist, schreibt der ehemalige Pfarrer BGR Erwin Zach in seinem verfassten Buch.
Die Kirche wurde in den Jahren mehrmals renoviert. Eine Erneuerung und Erweiterung erfuhrt sie im Jahre 1963, als die rückwärtige Wand der Kirche abgerissen und die Kirche an dieser Stelle um elf Meter verlängert wurde. Eine weitere gründliche Außen- und Innenrenovierung wurde 1988 unter Pfarrer Erwin Zach vorgenommen und 1990 die Außenanlagen gestaltet. Im Laufe der Jahres 1990/91 erhielten die Altäre, Kanzel, die Heiligenfiguren und des Hinterglaskreuzweges einer gründlichen Renovierung, so dass die Pfarrkinder von Moosbach mit Recht über ihre Kirche stolz sein können.
Im Rahmen des Patroziniums zum Geburtsfest Johannes des Täufers hat Pfarrer Josef Drexler den Gottesdienst zum 20. Jahrestag am Sonntag ganz besonders feierlich zelebriert. Dabei hat er die Gläubigen zu Beginn der Predigt durch die Weiheurkunde, unterzeichnet vom damaligen Diözesanbischof Manfred Müller, an den festlichen Tag in der Pfarrei vor genau zwei Jahrzehnten erinnert.
Pfarrer Drexler wies weiter auf die Ganzhingabe Christi bei der Messe hin, von der auch die Urkunde von der Weihe des Volksaltars spricht, die der Bischof damals vorgenommen hat und knüpfte anschließend an das Evangelium an, wo es heißt: „Wer Vater oder Mutter, Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert!“ Denn Christus ist nicht nur stark im Geben, er ist auch stark im Nehmen, so der Pfarrer. Er begnügt sich also nicht damit, dass wir für ihn nur etwas an Liebe übrig haben, nein er verlangt, dass wir ihn mindestens ebenso lieben, wie die liebsten Mensch, die wir haben, so Pfr. Drexler. Von so einer Liebe sind wir wohl noch meilenweit entfernt, gesteht der Geistliche.
Dann zitierte er das wunderbare Christus-Lied von Angelus Silesius, „Ich will dich lieben meine Krone, ich will dich lieben meinen Gott...“was eine tiefe Ahnung wie sich selber vergessend, Jesus in Wahrheit geliebt werden will.
Ehre und Ansehen weiter ansprechend, meinte Pfarrer Drexler: Wenn wir für Ehre und Ansehen bei den Menschen leben, dann sind wir wirklich arm dran, wir müssten es allen recht machen und können es doch nicht – ein heilloses Unterfangen! Aufrecht und frei bleiben wir, wenn wir Gott mehr als allem anderen, Bedeutung beimessen.
Bei unserem Pfarrpatron seien wir da ganz an der richtigen Fährte, meinte er. Er ist ein Heiliger, der in keine Erwartungsschablone der Menschen passt. Er verlangte von den Menschen, wenn es um die Liebe zu Gott ging, alles oder nichts und ging in seinen Forderungen den Menschen an die Wurzel.
Bevor Pfarrer Drexler den Kirchenbesuchern seinen Segen spendete, dankte er dem Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger für die schöne Mitgestaltung des Gottesdienstes und der Verstärkung des Chores durch den Regensburger Domspatz Lukas Kallup aus Altrandsberg und gedachte dankend allen, die in irgend einer Weise mitgeholfen haben und wünschte eine gute und segensreiche kommende Woche.
Foto: Pfarrer Drexler zeigt bei der Predigt die Weiheurkunde

Fronleichnamsprozession über den Pfahl – Evangelium unter den drei Kreuzen
(23.06.2011)Ein herrlicher Blumenteppich vor dem Volksaltar
Moosbach. Wenn auch am Nachmittag wieder vereinzelt trübe Wolken aufzogen, begleitete am Vormittag strahlender Sonnenschein die vielen Gläubigen bei der Fronleichnamsprozession, die heuer Pfarrer Josef Drexler zunächst bei den ersten beiden Altären der Familie Kerscher bzw. bei der Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl die Evangelien verkündete und anschließend durch den malerischen Pfahl hinauf zur Kreuzigungsgruppe am Kalvarienberg führte, wo der dritte Altar von der Familie Eckl aufgerichtet war.
Nach dem Segen zog man dann durch die Viechtacher- bzw. die Hauptstraße, angeführt von der Kapelle Ernst-Pfeffer aus Böbrach und sämtlichen Vereinen – dem „Himmel“ unter dem Pfarrer Drexler die Monstranz mit dem Allerheiligsten trug - dem Chor, Ministranten und den übrigen Pfarrangehöriger zurück zur Kirche, wo das vierte Evangelium verkündet wurde und der Geistliche, wie bei den anderen Altären, seinen eucharistischen Segen spendete.
Doch zunächst zelebrierte Pfarrer Drexler feierlich das Hochamt, bei dem er Eingangs die vielen Gottesdienstbesucher, welche die Pfarrkirche bis zum letzten Platz füllten, herzlich begrüßte und ihnen das Fronleichnamsfest erklärte, das seit über 600 Jahren mit einer Prozession gefeiert wird, während das Allerheiligste in Form einer Hostie durch die Ortschaften und Städte getragen wird. Es ist der Leib unseres Herrn Jesus Christus, der sich aus Liebe für uns hingegeben hat, dass wir das Leben haben, so der Pfarrer.
Als Predigt trug Pfarrer Drexler einen eucharistischen Hymnus auf das Allerheiligste Altarsakrament vor, ein Preislied auf den Leib Christi in Gestalt der Hostie. Es ist zu finden unter anderem in Rückers Gesangbuch von 1867, gebräuchlich in der Erzdiözese Breslau, in dem es im letzten Absatz heißt:
„Dornenvoll ist unsre Reise und der Weg zur Heimat (im Himmel) weit. Darum wirst du uns zur Speise, reich an Kraft und Süßigkeit. Um sie selig zu verklären, will dein Leib uns Pilger nähren. Sei gelobt ohne End im hochheiligen Sakrament.“
Nach dem Rückzug der Prozession in die Pfarrkirche sprach der Geistliche den Frauen des Kath. Frauenbundes ein herzliches Vergelt´s Gott für den herrlichen Blumenteppich aus, der in besonderer Weise eine Verehrung des Allerheiligsten ist. Er dankte auch allen, die in irgend einer Weise mitgeholfen haben, das Fronleichnamsfest vorzubereiten und durchgeführt haben, insbesondere Franz Xaver Pongratz, der bei der Prozession für Ordnung sorgte und lud unter anderem die Himmelträger der KLJ, Vorbeter und Chor zu einer Brotzeit ins Gasthaus Freund ein.

Maiandacht bei der St. Josef Kapelle
(30.05.2011)Obergschaidt. Die Kapelle zum Hl. Josef in dem beschaulichen Weiler Obergschaidt, Gmd. Miltach, war am Montag das Ziel von mindestens 150 Muttergottesverehrern, die auf Einladung des Erbauers Josef Höcherl und dessen Familie zu einer stimmungsvollen Maiandacht gekommen waren.
Da der Ort zur Pfarrei Moosbach gehört, hat Pfarrer Josef Drexler im Rahmen der Bittwoche zu einer Prozession nach Obergschaidt eingeladen, dessen nicht nur viele Pfarrkinder, sondern auch weitere Pilger der näheren und weiteren Umgebung, teils zu Fuß oder mit dem Auto, gefolgt waren.
Da viele der Wallfahrer die schöne St. Josef-Kapelle, die im August vorigen Jahres gesegnet wurde, noch nicht kannten, warfen sie zunächst, mit einem „Stoßseufzer“, einen Blick in das Innere der Kapelle, welche mit einem Bildnis des Hl. Josef und einem einzigartig marmoriertem Altar ausgestattet ist, die aus dem Atelier von Kunstmalers Hans Höcherl stammen. Im Übrigen sieht man dem ganzen Werk mit der exakten Verarbeitung des aus Holz gefertigten Baues an, dass man ihm nur Meisterhände angedeihen ließ.
Mit „Mutter lieb, in deinem Garten wachsen Rosen wunderbar“ begann die stimmungsvolle Maiandacht mit einer kleinen Besetzung des Bergler Gsang, zu der Pfarrer Josef Drexler alle herzlich begrüßte. Er lobte die schöne Kapelle in der wunderbaren Umgebung und zitierte Josef Höcherl, der sagte, dass eine kurze Andacht in der Kapelle am Morgen und Abend den Menschen verwandeln könne.
Er dankte Höcherl, dass die Gläubigen hier sein dürfen und sagte: „Wir haben unsere Anliegen mit gebracht und dürfen sie Maria zu Füßen legen, die ein Herz hat für die Menschen.“ Beten wir besonders für die Einheit der Christen und die Erneuerung der Christenheit und bilden wir mit Maria eine betende Gemeinschaft, bat Pfr. Drexler.
Im weiteren Verlauf der Maiandacht, bei der Pfarrer Drexler Gebete sprach, sang der Bergler Gsang mit kleiner Besetzung von Erika Rabenbauer und Josef Höcherl noch einige herrliche Lieder erklingen, unter anderem „du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte, dann jauchzt das Herz dir großer Herrscher zu,“ oder zum Schluss: „leiser sinkt er Abend nieder und das Tagwerk ist vollbracht will dich Mutter noch mal grüßen, und dir sagen gute Nacht“.
Nach dem Segen überreichte Pfarrer Josef Drexler mit Kirchenpfleger Josef Lorenz und Pfarrgemeinderats-sprecherin Maria Rackl im Namen der Pfarrgemeinde an Josef Höcherl einen Weihwasserkessel aus Messing in Antik für die Kapelle, der für den Außenbereich geeignet ist.
Josef Höcher dankte Pfarrer Drexler für die stimmungsvoll gestaltete Maiandacht und das schöne Geschenk und lud zu einem Umdrunk ein. Viel Lob gab es von Seiten der Pilger für die wunderschöne Andacht, vor allem für die musikalische Gestaltung und den bekannt harmonischen Lieder von Erika Rabenbauer und Josef Höcherl.

Pfarrer Drexler: „Dieses Kind will vor allem von uns gebraucht werden“
(24.12.2010)Gut besuchte Christmette – Kinder spielen die Weihnachtsbotschaft
Moosbach. So ein Weihnachtsfest hatte es lange nicht gegeben - Auch am Hl. Abend – es dämmerte schon, tanzten leise die Schneeflocken auf die Erde, verzauberten die Landschaft und mit ihr Häuser und Christbäume, an denen mit einem Mal hunderte von Lichter erstrahlten. Dann riefen um 17.00 Uhr alle Glocken der Pfarrkirche St. Johannes zur Christmette, die Pfarrer Josef Drexler ganz besonders feierlich gestaltete und Kinder die Weihnachtsbotschaft mit einem Krippenspiel bereicherten.
Nur ein mattes Licht erhellte den Altarraum, wo auf der rechten Seite des Hochaltars ein herrlicher Christbaum mit roten Kugeln und Strohsternen seinen Platz behauptete. An den Stufen des Altarraumes auf der linken Seite war eine große Krippe aufgebaut und vor dem Volksaltar stand, umgeben von roten Weihnachtssternen die noch leere Krippe.
Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl begrüßte die vielen Gläubigen , die alle Plätze in der Kirche einnahmen und sprach einstimmende Worte über das Friedenslicht von Bethlehem, das von Pfadfindern in alle Welt, auch in die Diözese Regensburg gebracht wurde und von dort auch die Pfarrei Moosbach erreichte. Von diesem Licht, das an der Krippe abgestellt wurde, entzündete die Mesnerin alle Kerzen im Altarraum und mit ihnen die Teelichter, die seit Advent an den Bänken angebracht waren. Dann zog der Geistliche mit 12 Ministranten, das große Messbuch vor sich hertragend, in die Kirche und begrüßte alle Gläubigen sehr herzlich, die sich aufgemacht hatten, die Geburt Christi zu feiern.
Während nach der Lesung Pfarrer Drexler sehr feierlich das Weihnachtsevangelium sang, wurde von einigen Kindern dieses Weihnachtsgeschehen vor über 2000 Jahren sehr lieb dargestellt. Es begann mit der Szene, als auf Geheiß des Kaisers, Josef und Maria nach Bethlehem wandern mussten, um sich einschreiben zu lassen. Dabei zogen Josef (Niklas Dziamba) und Maria (Annalena Zankl) durch die Kirche bis zur Krippe, wo „für Maria die Zeit der Niederkunft kam und ihren neugeborenen Sohn in Windeln wickelte und in die Krippe legte.“ In der zweiten Szene kamen Hirten ins Geschehen, die zu dieser Zeit mit ihren Schafen auf dem Feld lagerten. Die Furcht war groß, als plötzlich ein Licht aufstrahlte und der Engel des Herrn (Johanna Preiß) vor ihnen stand und ihnen die Frohbotschaft von der Geburt Christi verkündete, so der Geistliche in seiner Weihnachtsbotschaft. Schließlich trat eine große Heerschar Engel auf, (in ihren weißen Kleiden und ausgebreiteten Armen sehr lieb dargestellt) welche Gott lobten und priesen.
In seiner Ansprache der HL. Nacht bemerkte Pfarrer Drexler, dass sich über die Geburt Christi alle freuen dürfen, die einen Retter, einen Erlöser einen Heiland brauchen, weil sie spüren, dass in ihrem Leben manches noch „un-heil“ ist. Die Menschen sollen von diesem Heilsangebot Gottes, von diesem Kind Gebrauch machen. Es will vor allem von uns gebraucht werden. Dann erzählte Pfarrer Drexler eine kleine Geschichte von Walter Baudet, die von einem kleinen Jungen handelte, der träumte, er stehe in der HL. Nacht mit den Hirten vor dem Kind in der Krippe und alle hatten etwas mitgebracht, nur er nicht. Er versprach dem Kind, ihm sein neues Fahrrad und seine Modelleisenbahn zu schenken. Das Kind wollte es nicht, sondern bat um seinen letzten Schulaufsatz. „Aber da steht „ungenügend“ drunter, sagte der Junge. „Du darfst mir alles geben, was dir nicht gelungen ist“, sagte das Christkind, „dazu bin ich in die Welt gekommen“.
Weiter wollte das Christkind den gläsernen Milchbecher, der zerbrochen ist. Denn so sagte es: „Du darfst mir alles übergeben, was in deinem Leben zerbrochen ist. Und schließlich wollte es auch noch die Antwort, die der Junge der Mutter gegeben hat, als sie ihn fragte, warum denn der Milchbecher zerbrochen ist. Schluchzend gesteht der Junge, dass er seine Mutter angelogen hat, der Milchbecher sei ihm aus der Hand gefallen. Aber in Wirklichkeit habe er ihn voll Wut auf die Erde geworfen.
Das Jesuskind beruhigte ihn: Du darfst mir alles übergeben, was in deinem Leben dunkel, verlogen und böse ist. Denn dazu bin ich gekommen, dir zu verzeihen und dich an der Hand zu nehmen, um dir den rechten Weg zu weisen.
Bevor Pfarrer Drexler den Segen an die Gläubigen erteilte, dankte er den Kindern für die Darstellung der Weihnachtsbotschaft, den Ministranten, der Mesnerin, der Landjugend und den Männern, welche den Christbaum aufgestellt haben. Einen besonderen Dank richtete der Geistliche auch an die Familie Kappl, die Reinigungsfrauen und nicht zuletzt dem Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger und lud die Kirchenbesucher ein, sich das Friedenslicht mit nach Hause zu nehmen.
Dann wurde es dunkel im Gotteshaus, nur der Christbaum verströmte sein funkelndes Licht und aus aller Munde erklang das vertraute Lied von Franz Xaver Gruber „Stille Nacht, heilige Nacht“.
Nach dem Auszug des Pfarrers mit den Ministranten wünschte der Seelsorger an der Kirchentür jedem Einzelnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.
Foto: Maria (Annalena Zankl) Josef (Niklas Dziamba) in der mitte Johanna Preiß (Engel)

Stimmungsvolles Rorate mit Volkstümlichen Weisen
(11.12.2010)„Gaudate“ Freude bei den vielen Zuhörern über die weihnachtlichen Weisen der Bergler
Moosbach. Gut besucht war am Samstag Abend das Rorateamt am Vorabend des 3. Adventsonntags in der Pfarrkirche St. Johannes, als der Bergler Gsang, weitum bekannt durch seine stimmungsvollen Lieder, den Gottesdienst musikalisch mit volkstümlichen Weisen bereicherte, was von den Kirchenbesuchern begeistert und lobend erwähnt wurde. Die Gruppe von zwei Männern und drei Frauen wird von der Chefin Erika Rabenbauer auf der Zither begleitet und was würde für so zarte besinnliche Weihnachtslieder besser passen, als dieses herrliche Instrument, dem die Instrumentalistin wohlklingende Töne entlockte.
Mit „Advent soi sei de stille Zeit“ ein herrlicher Gesang, dessen Text und Melodie von den Berglern selber stammt und in dessen Refrain, bei dem so manchem sicher ganz warm ums Herz wurde, heißt: „af da Weid soll´s friedle wern, hoits zam, habt eich doch gern“, eröffneten sie den Gottesdienst.
Dann begrüßte Pfarrer Josef Drexler mit einem herzlich willkommen die Kirchenbesucher und mit ihnen den Bergler Gsang, die das Rorateamt musikalisch mitgestalten. „Gaudate“- freuet euch, heißt es in der Liturgie des 3. Adventsonntages, denn der Advent liegt fast hinter uns und Weihnachten ist schon sehr nahe, sagte der Geistliche. Darum ist auch das Messgewand nicht wie sonst violett, sondern in einem rosaroten Ton gehalten. Auch in seiner Predigt ging er auf das Thema „Freude“ ein und meinte „Freude wird dem zuteil, der ein großes Ziel lebt, für das es sich lohnt, einzusetzen“.
Neun Lieder standen auf dem Programm, mit denen die Bergler im Verlauf des Rorates die Zuhörer erfreuten. Sie sangen: „Es wird ein Stern aufgehen und Manuel wird nahn, ein Wunder wird geschehen, Gott zünd ein Licht uns an“ oder „Trogs Liacht dohi, wos finster ist, do machts de meist Freit“ sowie „ der Engel begrüßt die Jungfrau Maria„. Zart und gefühlvoll schickte dann die Gruppe ihre Weise von der Empore ins Kirchenschiff, als sie sangen: „Wie bist du worden klein, o liebster Jesus mein“.
Nach einem Instrumentalstück bei der Kommunion sangen der Bergler Gsang von der kalten „Winternacht, da ist die Sehnsucht aufgewacht, die Sehnsucht nach der Liebe“ und mit einem herrlichen „Ruck ma do nouada zam, dann is net so hart... dann macht eich de Weihnacht erst innwendi froh“, stimmten die Bergler in das Schlusslied ein.
Pfarrer Josef Drexler bedankte sich zum Schluss bei der fünfköpfigen Gesangsgruppe für den wunderbaren Gesang, der geeignet ist, wieder zu uns selber und zu Gott zu kommen und entließ die Kirchenbesucher mit seinem Segen und wünschte noch einen guten und besinnlichen 3. Adventsonntag.
Foto: Ferdinand Rabenbauer, Erika Rabenbauer, Siglinde Weindl, Edeltraud Straub und Josef Höcherl.
