Pfarrgemeinderat Moosbach
Aktuelle Meldungen
Prozession und Gartenfest
(10.06.2026)An Fronleichnam wurde in Moosbach gemeinsam gebetet und anschließend gefeiert
Moosbach. Zahlreiche Gläubige und Ortsvereine haben sich vergangene Woche in Moosbach an der Fronleichnamsprozession beteiligt und im Anschluss das Gartenfest der Freiwilligen Feuerwehr besucht. Pfarrvikar Anton Kopp zelebrierte zunächst eine feierliche Heilige Messe in der Pfarrkirche Sankt Johannes, dann schlängelte sich der Zug mit Ministranten, Vereinsfahnen und der Monstranz unter dem Baldachin durch das Dorf und schritt betend von einem wunderbar geschmückten Altar zum nächsten.
Ab 11 Uhr herrschte reger Betrieb im Zelt beim Feuerwehrhaus: Viele Besucher folgten der Einladung der Moosbacher Kameraden und nahmen am Gartenfest teil. Neben deftiger Verpflegung vom Grill und aus der Schmankerlküche war auch wieder eine reichhaltige Kuchentheke mit allerhand Leckereien organisiert worden. Für zünftige musikalische Unterhaltung war über Mittag und in den Nachmittagsstunden der „Kasparzeller Bua“ zuständig, ab 18 Uhr übernahm Anton Wühr und umrahmte die gesellige Atmosphäre. Die Kinder hatten jede Menge Spaß in einer großen Hüpfburg und auf dem angrenzenden Spielplatz.
Die Feuerwehrler boten außerdem Preiswürfeln an, bei dem so mancher tolle Preise ergatterte. In den Abendstunden klang der gemütliche Feiertag aus.
Der Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Fotos: Harald Eder

Foto: Prozession und Gartenfest
Kerzen als Zeichen für die Freundschaft mit Jesus
(06.02.2026)Vorstellung der Erstkommunionkinder aus Prackenbach, Moosbach und Krailing beim Gottesdienst zu Maria Lichtmess – Blasiussegen
Prackenbach. „Gibt es etwas Schöneres, als Freunde im Leben?“ Mit dieser Frage begrüßte Pfarrvikar Anton Kopp die 20 Erstkommunionkinder, deren Eltern und alle Gottesdienstbesucher am Samstagnachmittag in der Prackenbacher Pfarrkirche Sankt Georg. Im Rahmen des Festes Maria Lichtmess fand auch der Vorstellungsgottesdienst der diesjährigen Erstkommunionkinder statt, zu dem Pastoralreferent Winfried Weber gekommen war und der vom Kinder- und Jungendchor Prackenbach musikalisch ausgeschmückt wurde.
Zu Beginn hieß Kopp alle willkommen und ging auf das heurige Thema „Ihr seid meine Freunde“ ein, das sich auch auf das letzte Abendmahl beziehe, bei dem Jesus mit den seinen gefeiert habe. Freunde brächten Licht ins Leben, machten es froh und hell, gäben Trost, Rat und Hilfe: „Jesus ist unser bester Freund.“ Zum Anlass des Festes Maria Lichtmess wurden auch die Kerzen gesegnet, die Kommunionkinder hatten ihre gebastelten Kommunionkerzen mitgebracht. Kerzen seien ein Symbol für die Freundschaft mit Jesus, brächten Licht in die Welt, so Kopp.
Im Anschluss schritten die Kommunionkinder begleitet von Anton Kopp, Winfried Weber und den Ministranten in einer Lichterprozession feierlich durch das Gotteshaus. Nach der Lesung durch Gerlinde Zweck und dem Evangelium ging der Pfarrvikar in seiner Predigt auf die Seligpreisungen ein. In der Welt müsse man sich anstrengen, das Ziel seien oft Erfolg und Geld, was jedoch nicht selten auch Betrug und Unfairness nach sich ziehe. Jesus hingegen habe gesagt: „Selig, die arm sind vor Gott, ihnen gehört das Himmelreich!“ Im Glauben sei Barmherzigkeit wichtiger, Gerechtigkeit, ein reines Herz und, Frieden zu stiften. Vor Gott gebe es keine Verlierer, erklärte Kopp.
Auch die Erstkommunionkinder beteiligten sich an der Gestaltung des Gottesdienstes, trugen unter anderem die Fürbitten vor und stellten sich mit Namen den Gläubigen vor. Gegen Ende der Messe bedankte sich Pfarrvikar Anton Kopp beim Kinder- und Jugendchor unter Leitung von Alexandra van Beek und am E-Piano begleitet von Maxim van Beek für die wunderschöne musikalische Ausgestaltung. Außerdem erteilte er den Kommunionkindern und allen Gläubigen den Blasiussegen. Die Kinder durften gesegnete Kerzen mit nach Hause nehmen.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

Foto: Kerzen als Zeichen für die Freundschaft mit Jesus
Alle geben ihr Bestes
(09.01.2026)Viele Dankesworte zum Jahresschluss in Prackenbacher Pfarrkirche – Rückblick und Zahlen aus dem vergangenen Kirchenjahr
Prackenbach. Auf ein ereignisreiches und nicht einfach zu meisterndes Jahr blickte Pfarrgemeinderatssprecherin Margit Eidenschink kürzlich beim Jahresschlussgottesdienst in der Prackenbacher Pfarrkirche Sankt Georg zurück. Pfarrvikar Kiran Varigeti zelebrierte einen feierlichen Gottesdienst, es schlossen sich viele Dankes- und Lobesworte an, ebenso wie einige Zahlen und Daten aus dem vergangenen Kirchenjahr.
Gemeinsam mit seinem Mitbruder Jakob hielt der Pfarrvikar die Heilige Messe, in der Thekla Holzapfel die Lesung vortrug. Ulrike Altmann übernahm an der Orgel die musikalische Gestaltung. In der Predigt ging der Geistliche auf das Wirken und die Bedeutung der Gottesmutter Maria ein.
Gegen Ende ergriff Margit Eidenschink das Wort. Sie blickte auf viele Herausforderungen im vergangenen Jahr zurück. Im Januar sei der letzte Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing, Pater Johnson Kattayil, verabschiedet worden. Seit Februar gehöre man nun zur Pfarreiengemeinschaft Viechtacher Land. Margit Eidenschink hob besonders den Einsatz der vier Geistlichen hervor, Pfarrer Werner Konrad, Pfarrvikar Anton Kopp, Pfarrvikar Kiran Varigeti und Ruhestandspfarrer Alexander, auch unterstützt von Pastoralreferent Winfried Weber. Es sei gelungen, jedes Wochenende Gottesdienste anzubieten, sogar unter der Woche, zeigte sie sich sehr zufrieden und spiegelte damit auch die Meinung der Gläubigen wider. „Es ist immer jemand da!“ Alle Beteiligten versuchten, die Dinge so zu regeln, dass alles passe.
Weiterhin ging sie auf zwei die Kirchengemeinde in starkem Maße treffende Todesfälle ein: Toni Preisler und Ferdinand Klement. Sie hob deren enormen Einsatz hervor, eine Schweigeminute schloss sich an.
Es folgten einige Zahlen: 15 Kindern wurde das Sakrament der Taufe gespendet, sechs Prackenbacher Kinder haben zum ersten Mal die Heilige Kommunion empfangen. Es gab keine kirchlichen Eheschließungen und 19 Kirchenaustritte. 17 Gläubige wurden 2025 zu Grabe getragen.
Außerdem bedankte sich die Pfarrgemeinderatssprecherin bei allen, die regelmäßig die Gottesdienste besuchen, die Kirche lebe von Gemeinschaft. Ebenso bei den Geistlichen, Mesnerinnen, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung, Ministranten und allen, die in irgendeiner Weise mitwirkten. Namentlich erwähnte sie auch Helmut Schedlbauer, der stets und überall präsent sei, besonders auch den neuen Kirchenpfleger Peter Schötz, der sich als Nachfolger Klements mit viel Hingabe und großer Kompetenz in seine neue Aufgabe einarbeite und viel Zeit investiere. „Wir sind froh über einen solchen Nachfolger, es könnte nicht besser passen.“
Dann wünschte sie allen ein gutes und gesegnetes neues Jahr: „Legen wir es dem Herrgott hin und bleiben wir im Gebet zusammen!“
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Fotos: Steffi Schötz

Foto: Alle geben ihr Bestes
Sie sammelten für die Ärmsten der Armen
(09.01.2026)Sternsinger-Aktion in Prackenbach, Krailing und Moosbach – Rund 4220 Euro können gespendet werden
Prackenbach/Krailing/Moosbach. Trotz Eis, Schnee und Kälte zogen sie von Haus zu Haus und sammelten für die Ärmsten der Armen: Auch in Prackenbach, Krailing und Moosbach waren vergangene Woche mehrere Sternsinger-Gruppen unterwegs, brachten Gottes Segen zu den Häusern und nahmen Spenden für die Aktion entgegen, die in diesem Jahr unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ steht. Bei den Gottesdiensten zum Fest der Erscheinung des Herrn und der Heiligen drei Könige sagten sie vor den Gläubigen nochmals ihren Spruch auf und konnten sich über Dankes- und Lobesworte freuen.
Am vergangenen Sonntag zelebrierte Pfarrer Werner Konrad in Moosbach in der Pfarrkirche Sankt Johannes einen Gottesdienst, bei dem die Sternsinger mitwirkten. Sie waren in drei Gruppen in Moosbach und Umgebung unterwegs gewesen und haben rund 970 Euro an Spenden gesammelt.
Am Dienstagvormittag zelebrierte Pfarrvikar Kiran Varigeti die Heilige Messe in der Filialkirche Sankt Peter und Paul in Krailing und segnete Wasser, Weihrauch und Kreide. Die Sternsinger fungierten auch als Ministranten und gestalteten einen feierlichen Gottesdienst.
Am Montagabend zogen die Sternsinger in die Prackenbacher Pfarrkirche Sankt Georg ein. Sie waren in sechs Gruppen von Haus zu Haus gezogen. Pfarrvikar Anton Kopp begrüßte alle bei der Vorabendmesse zum Fest der Erscheinung des Herrn. An der Orgel untermalte Ulrike Altmann musikalisch. Kopp wies auf die schwierige Lage vieler Kinder in der heutigen Zeit hin. Viele müssten in Fabriken arbeiten, damit ihre Familien überleben könnten. Genau dorthin sollten heuer die Spendengelder fließen und dazu beitragen, dass statt Arbeit Schulen besucht werden könnten.
Nach der Lesung durch Magdalena Wurzer und dem Evangelium sprach Anton Kopp in seiner Predigt von verschiedenen „Profilen“. Bei Reifen sei dies wichtig, um gut durch den Winter zu kommen. Er bezog „Profile“ auch auf das Leben der Menschen und führte als Beispiele drei verschiedene an: Herodes als machtbesessener Herrscher, der Gott als Gefahr gesehen habe, die Schriftgelehrten und Hohepriester, die dem Jesuskind wenig Beachtung geschenkt hätten und lieber diskutierten als es zu suchen, und die drei Weisen aus dem Morgenland, die dessen Wichtigkeit und Bedeutung gespürt hätten und sich nicht von ihrem Weg abbringen ließen. Wir könnten wählen, wie wir Gott sehen: Als Einschränkung oder Konkurrent für unsere Pläne, mit Gleichgültigkeit oder als Erlöser, Retter und Sinngeber.
Nachdem der Geistliche Weihrauch, Wasser und Kreide gesegnet und die Kirchentür beschriftet hatte, sprach er großen Dank aus an alle, die an der Sternsinger-Aktion mitgewirkt hatten. In Prackenbach und Krailing sind insgesamt rund 3250 Euro Spendengelder zusammengekommen.
Es folgten Fürbitten, die von den Sternsinger-Kindern vorgetragen wurden, bevor sich alle noch einmal aufstellten und ihren Spruch aufsagten
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Fotos:
Prackenbach: Margit Eidenschink
Krailing: Peter Fleischmann/Ramon Preiß-Höcherl
Moosbach: Josef Schollerer

Foto: Sie sammelten für die Ärmsten der Armen
Gemeinsam im Glauben weiterbestehen
(30.10.2025)Erfahrungsberichte aus der Pfarreiengemeinschaft Viechtacher Land: Verantwortliche tauschten sich über bisherige Abläufe aus
Viechtach/Prackenbach/Moosbach. Jeder soll die Möglichkeit haben, eine Heilige Messe zu besuchen, wenn er es wünscht. Dieses Ziel – und im Gegenzug die größte Sorge vieler Betroffener – haben die Verantwortlichen für die Großpfarrei Viechtacher Land erreicht. Dessen sind sie sich einig. Seit Anfang des Jahres gehören die Pfarreien Viechtach, Prackenbach und Moosbach mit der Filiale Krailing nun zusammen. Bei einem Treffen im Viechtacher Pfarrhof berichten Pfarrer Werner Konrad und die drei Pfarrgemeinderatssprecherinnen von einer bisher reibungslos verlaufenden Kennenlernphase und Zusammenarbeit, von Herausforderungen bei der Organisation und der Notwendigkeit, das Beste aus der Situation zu machen. Denn die Zukunft werde zwangsläufig weitere Fusionen mit sich bringen.
Als im Januar bekannt geworden sei, dass die Zusammenlegung der Pfarreien nun doch unerwartet schnell vollzogen werden solle, sei von vielen Seiten eine Befürchtung thematisiert worden: „Auch zu großen Glaubensfesten wird es bei uns nun keinen Gottesdienst mehr geben!“ Die beiden Pfarrgemeinderatssprecherinnen aus Prackenbach und Moosbach, Margit Eidenschink und Judith Schedlbauer, berichten jedoch einstimmig, dass sich dies schnell zerschlagen habe. „Gleich an Ostern war in jeder Kirche das volle Programm geboten!“, erinnert sich Margit Eidenschink, „alles hat wunderbar funktioniert.“ Und diese gut funktionierende Organisation ziehe sich seither durch alle Feste. „Natürlich gibt es immer Leute, denen etwas nicht gefällt, doch der Großteil ist absolut zufrieden mit den Abläufen!“, sagt Judith Schedlbauer.
Am stärksten betroffen sind die Filialen
Zustimmung kommt auch von Pfarrer Werner Konrad – zumindest in Hinblick auf die drei Pfarreien. „Wer aber am stärksten hat bluten müssen, das sind die Filialen“, gibt er zu bedenken. Dort gebe es nur noch jede fünfte Woche einen Sonntagsgottesdienst, das sei für viele eine große Enttäuschung, aber leider nicht anders zu handhaben. Jeder habe zwar die Möglichkeit, stattdessen in eine der Pfarrkirchen zum Gottesdienst zu kommen, die Hoffnung, dass man im Glauben zusammenrücken könne, habe sich aber leider nicht bewahrheitet. „Es gibt nur wenig Neugier, sich mal eine Kirche und einen Gottesdienst in einem anderen Ort anzusehen.“ Andererseits wisse er, dass die Kirche gerade für kleinere Dörfer ein wichtiger Ort des Dorflebens sei, wo die Gemeinschaft zusammengehalten werde, und dafür müsse man auch Verständnis haben, wie der Pfarrer hinzufügt. Auch Gabriele Atzinger, die Viechtacher Pfarrgemeinderatsvorsitzende, bewertet die Situation ähnlich. Finde keine Heilige Messe im eigenen Ort statt, gehe man halt auch nicht hin.
Wer seit dem Zusammenschluss einer um einiges höheren Belastung ausgesetzt ist, das seien die Angestellten der Pfarrbüros, vor allem des Viechtachers. Die Koordination der vielen Termine habe es in sich, so Konrad, der den Einsatz der Beteiligten in den höchsten Tönen lobt. Von Moosbach und Prackenbach würden die Daten geliefert, in Viechtach der gemeinsame Pfarrbrief erstellt.
Neben den zahlreichen festen Veranstaltungen kommen weitere, für die Geistlichen unvorhersehbare, hinzu, wie unter anderem Beerdigungen. Pfarrer Konrad, Pfarrvikar Anton Kopp, Pfarrvikar Kiran Varigeti und seit Kurzem teilweise auch Ruhestandspfarrer Alexander Alevenathodukayil teilen diese in wöchentlichen Dienstbesprechungen untereinander auf. Es sei ihm wichtig, dass man sich abwechsle, jeder Pfarrer in jedem Ort präsent sei, erklärt Konrad. Er sähe es mit Vorsicht wenn sich „Fanclubs“ für einzelne Geistliche bildeten, die dann danach die Gottesdienste auswählten. Daher werde die Zuteilung nicht schon vorab im Pfarrbrief veröffentlicht, auch eine gewisse Planungsfreiheit und spontane Anpassungsmöglichkeiten seien hier wichtig.
In jeder Pfarrei ist ein Geistlicher vor Ort
Eine freundschaftliche Beziehung wie in früheren Zeiten, als man als Pfarrer noch alle Gläubigen persönlich kannte, sei heute schlichtweg nicht mehr möglich. Alleine wegen der Anzahl der Gläubigen in der Großpfarrei. Als sehr positiv sehen deshalb sowohl Pfarrer Konrad als auch die beiden Pfarrgemeinderatssprecherinnen, dass in jeder Pfarrei ein Geistlicher vor Ort ist – näher an den Leuten: In Moosbach bewohnt Pfarrvikar Anton Kopp den Pfarrhof, in Prackenbach Ruhestandspfarrer Alexander Alevenathodukayil. Auch in den drei Pfarrbüros gebe es nach wie vor feste Sprechzeiten.
Derzeit sind noch keine größeren gemeinsamen Veranstaltungen geplant, „wir befinden uns selbst noch in der Kennenlernphase!“, sagt Gabriele Atzinger augenzwinkernd. Ab kommendem Jahr wird es einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat geben, das soll auch die Organisation erleichtern. Die Gemeinschaft soll sich auf die Ministranten und jungen Gläubigen erstrecken, unter anderem gibt es künftig einen gemeinsamen Firmtermin für Viechtach, Prackenbach und Moosbach, der Firmgottesdienst wird in Viechtach zelebriert werden.
Lob für harmonische Abläufe bei der Fusion der drei Pfarreien
Für die bisherigen Abläufe haben sowohl Pfarrer als auch Pfarrgemeinderatsvertretungen nur Lob übrig: Als „wunderbare Gemeinschaft“, in der stets Hilfe zu erwarten sei, bezeichnen sie das Team der Großpfarrei. Das sei in anderen Pfarreien bei Fusionen schon oft anders gewesen, weiß Konrad. Auch die Leute hätten Verständnis: „Sie verstehen, dass das kein böser Wille ist, wenn etwas anders ist als vor zehn, 20 Jahren. Sie verstehen auch, dass es in dieser Welt gar nicht anders geht.“ Derzeit befinde man sich in der Übergangszeit, bis 2034 werden gemäß den Plänen der Diözese Regensburg noch Kollnburg und Kirchaitnach zur Großpfarrei kommen. Dann werden zwangsläufig weitere Rationierungen folgen müssen. „Die jetzige Situation haben wir gut gelöst, fast ausnahmslos alles ist sehr harmonisch abgelaufen“, so Konrad. „Solange ich hier Pfarrer bin, wird aber keine weitere Pfarrei hinzukommen!“ Er sei nicht mehr der jüngste und ein weiteres Mal alles neu regeln und planen, das werde er nicht übernehmen.
Dennoch sei sicher, dass die jetzige Großpfarrei Viechtacher Land nur der Anfang ist. Weniger Priester, weniger Gläubige – „in 20, 30 Jahren wird das alles ganz anders aussehen.“
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

Foto: Gemeinsam im Glauben weiterbestehen
Zu Besuch in der Heimat des Pfarrers
(30.10.2025)Zu Besuch in der Heimat des Pfarrers
Pater Johnson Kattayil organisierte 14-tägige Indienreise – 25 Prackenbacher waren mit dabei
Prackenbach/Massing/Indien. Neu Delhi, Taj Mahal, Teeplantagen und Cohin, die Heimat von Pater Johnson Kattayil: Ehemaliger Pfarrer von Prackenbach und Moosbach organisierte 14-tägige Indienreise und stellte seinen Begleitern seine Familie vor. Der nun in Massing eingesetzte Geistliche reiste mit 36 Urlaubern aus den beiden Pfarreien in sein Heimatland, zeigte ihnen weltbekannte Sehenswürdigkeiten und gab private Einblicke in das indische Leben.
Kürzlich machte sich eine Reisegruppe bestehend aus 25 Angehörigen der Prackenbacher und Moosbacher Pfarrgemeinde und elf der Massinger gemeinsam mit Pater Johnson Kattayil auf die Reise in dessen Heimatland, nach Indien. In akribischer Organisation hatte er eine eindrucksvolle Reiseroute geplant, die sowohl die weltbekannten Sehenswürdigkeiten und das Leben in den Metropolen, als auch die Natur und Einblicke in das Landleben und die Landwirtschaft vereinte.
Anfang Oktober ging es von München über Dubai nach Neu-Delhi, Indiens Hauptstadt. Gleich nach der Ankunft wurde bereits der erste Besichtigungspunkt angesteuert, der um 1200 n. Chr. erbaute Qutab Minar mit dem 72 Meter hohen Minarett. Am Flughafen wurde die Reisegruppe von Reiseleiter Satia empfangen. Während der Fahrzeit gab es interessante Infos für die Besucher über das Land: 1,4 Milliarden Einwohner, 65 Städte mit mehr als einer Million Einwohner, 25 Sprachen mit 4000 Dialekten. Und jede Menge Tuk Tuks. 9 Millionen fahren auf Indiens Straßen und prägen die Verkehrssituation, rund 120.000 allein im Großraum Neu-Delhi.
Bei strahlend blauem Himmel ließ sich die Reisegruppe am nächsten Morgen vom Lotustempel beeindrucken, ein 1986 für 10 Millionen Dollar erbauter Gebetsraum für bis zu 2.500 Gläubige aller Religionen, ebenso wie vom mit vielfältigen Ornamenten ausgestatteten Akshardham Tempel, dessen weitläufige Anlage ausschließlich mit Spenden finanziert worden war. Es folgten Details zur politischen Vergangenheit und ein Besuch des Raj Ghat, der Mahatma Gandhi Gedenkstätte. Eine Stadtrundfahrt, vorbei an den Regierungsgebäuden und dem India Gate, beendete den Aufenthalt in Neu-Delhi, bevor es weiterging nach Agra.
Taj Mahal besichtigt
Am nächsten Tag folgte für viele einer der Höhepunkte der Reise: der Besuch des Taj Mahal. Zunächst wurde die Festung in Agra besichtigt und ein erster Blick auf das 1648 erbaute Mausoleum geworfen. Am Nachmittag ging es vom Flughafen Agra aus in das etwa 2000 Kilometer südlicher gelegene Bangalore.
Am Flughafen lernten die Reisenden ihren neuen Reiseführer Maik kennen und waren sich schnell einig, mit ihm einen Glücksgriff gemacht zu haben. Der 30-jährige Deutsch-Inder verwandelte die stundenlangen Busfahrten in ganz besondere Erlebnisse und vermittelte seinen Zuhörern tiefgründige Einblicke in das indische Leben. Bald war ein freundschaftliches Verhältnis entstanden, das den zweiten Teil der Reise bereicherte. Ein weiterer Begleiter schloss sich an: Pfarrer Deni, der Bruder von Pater Johnson Kattayil.
Überwältigt zeigten sich die Urlauber auf der Fahrt vom Flughafen nach Mysore: live Rushhour in der 14 Millionen-Metropole. Ein weiterer Höhepunkt folgte am nächsten Tag nach einem kurzen Abstecher zur Philomena Kirche: Der Maysurepalast verzauberte die Besucher mit seinem einzigartigen Flair. Im zweit berühmtesten Gebäude Indiens nach dem Taj Mahal wohnt noch heute ein Teil der Königsfamilie. Bei unüblich wenig Besucherandrang genoss man das majestätische Ambiente und tauchte in die indische Geschichte ein.
Mit dem Bus ging es in den nächsten Tagen durch ländlichere Gegenden Südindiens. Der Chamundeshwari Tempel auf den Chamundi Hügeln stand auf dem Programm, ebenso wie verschiedene Gewürzgärten, eine Teeplantage und das Naturschutzgebiet Muthanga.
Indischer Gottesdienst als unvergessliches Erlebnis
Ein eindrucksvolles Erlebnis war der sonntägliche Gottesdienst in der Judas Thaddäus Wallfahrtskirche von Wayanad: Eine Jugendgruppe überwältigte die Zuhörer mit ihren Gesängen, die beiden Pfarrer zelebrierten die Messe in indischer Sprache gemeinsam mit Ortspfarrer Roysen.
Weiter ging es Richtung Alleppey im hochmodernen Zug zum Vembana Lake, dem größten Binnensee Indiens. Rundum herrschen perfekte Bedingungen für den Reisanbau. Am Arabischen Meer erkundeten die Touristen anschließend zwei Tage lang Strände und erholten sich vom anspruchsvollen Programm der vergangenen Tage. Die letzte Station der Reise war Cochin, die Heimat von Pater Johnson.
Er zeigte seinen Begleitern das Modelldorf Kumbalangi, in dem interessante Einblicke in das Handwerk Indiens möglich waren, sowie den holländischen Palast und das jüdische Viertel mit der Synagoge. Familiär und persönlich geprägt war der letzte Reisetag: Die St. Mary UP School in Kumbalam wurde besichtigt und Pater Johnson stellte der Gruppe seine Familie vor. Mit herzlicher Gastfreundschaft wurden die Gäste von seinen Eltern aufgenommen. Pater Johnson erzählte in tiefen Gesprächen aus seiner Jugend und von seinem Glaubensweg, der ihn schließlich in die Diözese Regensburg geführt hatte. Freudig stellten sich alle zu einem Gruppenbild auf.
Der letzte Tag der Reise war geprägt von Wehmut über das Ende des unvergesslichen Erlebnisses wie auch von Vorfreude auf die eigene Heimat in Bayern. Stellvertretend für die ganze Reisegruppe sprach Josef Auer Dankesworte, lobte die beiden Reiseleiter Maik und Jackson sowie den Busfahrer für unfallfreie Fahrten. Vor allem hob er jedoch den Einsatz Pater Johnsons hervor, der sehr viel Zeit, Arbeit und Leidenschaft in die perfekte Organisation der Reise gesteckt hatte.
Pater Johnson schürte Hoffnung auf eine Wiederholung: 2027 soll voraussichtlich eine Reise auf die Insel Sri Lanka organisiert werden.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Fotos: Albert Hüttner

Foto: Zu Besuch in der Heimat des Pfarrers
Maria als Königin der Hoffnung
(20.08.2025)Hochfest Maria Himmelfahrt in Prackenbach und Moosbach – Kräuterbuschen gegen Spende
Prackenbach/Moosbach. Mit Leib und Seele sei Maria in den Himmel aufgenommen worden, dadurch gebe sie den Menschen Hoffnung, dass auch ihr Leben nicht im Tod, sondern in der Vollendung bei Gott ende, wie Pfarrer Alexander Alevenathodukayil in seiner Predigt zum Hochfest Maria Himmelfahrt am Freitag in der Prackenbacher Pfarrkirche Sankt Georg darlegte. „Sie ist die Königin der Hoffnung!“ In Moosbach fand bereits am Donnerstag ein Vorabendgottesdienst, zelebriert von Pfarrvikar Kiran Varigeti, statt. Im Rahmen der Gottesdienste wurden traditionell Kräuterbuschen gesegnet und an die Gläubigen gegeben.
Pfarrer Alexander bezeichnete bei seiner Begrüßung Maria Himmelfahrt als das „Ostern des Sommers“. Durch die Aufnahme in den Himmel habe sie als erstes das Ziel erreicht. Lektorin Gerlinde Zweck trug die Lesung aus der Offenbarung des Johannes vor. In seiner Predigt nahm der Geistliche Bezug auf das Evangelium nach Lukas und erinnerte an Maria als erste Missionarin, als sie ihrer Cousine Elisabeth die frohe Botschaft überbracht habe: Dass sie die Mutter Gottes werden solle.
Weiterhin hob er den Lobgesang Marias hervor, das Magnificat, das nicht nur ein Lied der Freude sei, sondern ein prophetischer Gesang. Maria preise darin Gott nicht nur, sondern singe auch von seiner Gerechtigkeit. Das Magnificat sei ein „Lied der Umkehr und der Revolution der Liebe, die mit der Geburt Jesu beginnt“. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm Ulrike Altmann an der Kirchenorgel.
Gegen Ende der Heiligen Messe segnete Pfarrer Alexander die Kräuterbuschen, die Glück und Gottes Segen sowie die wunderbare Natur in die Häuser bringen sollen. Der Frauen- und Mütterverein Prackenbach-Krailing hatte die Buschen wieder gebunden und gab sie gegen eine Spende an die Gottesdienstbesucher ab.
In Moosbach segnete Pfarrvikar Kiran Varigeti die Kräuterbüschel, die der Verein für Gartenbau und Landespflege Moosbach angefertigt hatte und die ebenfalls gegen eine Spende an die Gläubigen übergeben wurden.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Website zur
Verfügung gestellt.
Fotos (Prackenbach): Margit Eidenschink
Foto (Moosbach): Birgit Schedlbauer

Foto: Maria als Königin der Hoffnung
Abschied vom letzten Pfarrer
(21.01.2025)Moosbach/Prackenbach/Krailing/Viechtach. Ab Februar wird es die Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing nicht mehr geben. Gemeinsam mit Viechtach wird eine Großpfarrei gebildet, die der Viechtacher Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad leiten wird, unterstützt von Pfarrvikar Anton Kopp und Pfarrvikar Kiran Varigeti. Was eigentlich erst bis 2034 geplant war, tritt nun für viele unerwartet früher ein, da Pfarrer Johnson Kattayil, bisher zuständig für Moosbach, Prackenbach und Krailing, wegen eines Todesfalls dringender in einer anderen Pfarrei gebraucht wird. Doch sowohl er als auch die Sprecherinnen des Moosbacher und Prackenbacher Pfarrgemeinderats blicken positiv in die Zukunft.
Prackenbach als „Lieblingspfarrhof“
Seit November 2022 sei er nun schon hier, erinnert sich der aus Indien stammende Pater Johnson und nimmt auf der Eckbank in der Küche des Prackenbacher Pfarrhauses Platz. Das sei zwar keine enorm lange Zeit, liebgewonnen habe er das schöne Haus als Wohnsitz trotzdem. Obwohl es jahrelang zuvor nicht bewohnt war, sei alles stets bestens gepflegt worden, lobt er – sein „Lieblingspfarrhof“. Ebenso mit Fleiß erhalten wie auch die Verwaltung geführt werde, überträgt er das Lob auf alle Mitarbeiter. Etwas wehmütig und doch voller Überzeugung blickt er auf die kommende Zeit, morgen findet im Rahmen eines Gottesdienstes in der Prackenbacher Pfarrkirche und eines anschließenden Empfangs im Pfarrheim und Bürgerhaus seine offizielle Verabschiedung statt. Die Moosbacher nahmen bereits an Silvester Abschied vom letzten Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft. Danach wird er in der Pfarreiengemeinschaft Massing-Oberdietfurt-Staudach-Huldsessen tätig sein, der dortige Pfarrer war im vergangenen Jahr verstorben. Die Anfrage und Bitte aus Regensburg, diesen Platz einzunehmen, sei im Oktober für ihn ganz plötzlich gekommen. „Aber wenn ich gebraucht werde, kann ich nicht nein sagen.“
Er wünsche sich, dass er bei seiner neuen Stelle ebenso viele tolle Kontakte pflegen könne wie hier. Denn das sei schon besonders: „Man hat hier sehr viel Verbindung zu den Leuten, die meisten kenne ich persönlich, wenn auch nicht namentlich.“ Das sei ihm schon immer ein großes Anliegen gewesen, der persönliche Kontakt zu den Menschen. Die Kommunion- und Firmkinder habe er alle zu Hause besucht, ebenso runde Geburtstagsfeiern ab 70. Ein Tag im Monat sei reserviert für Krankenbesuche, gemeinsam beten, Kommunion und beichten. „Einfach das persönliche Gespräch suchen.“
„Es war immer eine Freude, hier zu sein!“
Auch mit sämtlichen Mitgliedern der Kirchenverwaltungen, Pfarrgemeinderäte, den Kirchenpflegern, Mesnerinnen und allen weiteren Beschäftigten pflege er ein sehr gutes Verhältnis. „Es war immer eine Freude, hier zu sein.“ Namen nennen möchte er keine, niemand soll vergessen werden. In Erinnerung bleiben werden sie ihm alle.
Wie auch die erste Zeit in der Pfarreiengemeinschaft, in der er in Moosbach bei Margarete und Karl Früchtl untergebracht war, „eine sehr schöne Zeit, in der ich sehr gut mit Essen versorgt wurde“, erzählt Pater Johnson lachend. Ebenso werde er die vielen Feste mit geistlicher Umrahmung nie vergessen, drei Feuerwehrgründungsfeste habe er miterleben und mitfeiern dürfen und bei den Weihnachtsmärkten mit dabei sein. Natürlich seien für ihn die christlichen Hochfeste wie Ostern, Weihnachten oder Fronleichnam immer besondere Höhepunkte.
Mit der Großpfarrei gingen zwar Veränderungen einher, aber darauf müsse man sich einlassen, so Pater Johnson. Jeder Gläubige werde die Möglichkeit haben, den Gottesdienst zu besuchen, wenn er wolle. Jeden Samstag und Sonntag werde in der Pfarreiengemeinschaft eine Heilige Messe abgehalten, die Tage wechselten sich zwischen Moosbach und Prackenbach ab. Ebenso bliebe das Verfahren mit Taufen oder Beerdigungen wie bisher. „Und: In Moosbach ist weiterhin ein Pfarrer vor Ort.“, sagt er und meint damit Pfarrvikar Anton Kopp, der im Moosbacher Pfarrhaus untergebracht ist. Das sei wichtig für die persönliche Nähe zu den Menschen. Für die Mitarbeiter der Kirchenverwaltungen und die Pfarrgemeinderäte ändere sich nichts. Die Öffnungszeiten der Pfarrbüros blieben in Prackenbach und Moosbach wie gehabt.
Positiver Blick auf Großpfarrei: Neue Bekanntschaften im Glauben machen
Auch die beiden Pfarrgemeinderatssprecherinnen vertreten diese positive Einstellung. Es bleibe sehr viel gleich. Nach ersten gemeinsamen Sitzungen kristallisiere sich eine sehr gute Zusammenarbeit heraus. Auch für Krailing, wo weniger Gottesdienste angeboten werden könnten, wolle man eine gute Lösung finden. Unter anderem seien Bittgänge oder Andachten auch ohne Priester denkbar und geplant oder auch werktags Gottesdienste möglich. „Ich sehe die große Pfarrei als Chance, neue Leute im Glauben kennen zu lernen“, so die Moosbacher Sprecherin Judith Schedlbauer. „Wir dürfen keine Angst haben vor der Zukunft“, ist auch Margit Eidenschink, zuständig für Prackenbach, überzeugt. „Alles wird gut, wir müssen Vertrauen haben.“ Im Unterschied zu großen Städten kenne man die Priester auf dem Land persönlich.
Pater Johnson Kattayil wünschen sie für die kommende Zeit nur das Beste, er werde sich um seine neue Pfarrei bestimmt ebenso gut kümmern. „Wenn wir was gebraucht haben, war er immer da“, blickt Judith Schedlbauer zurück und hebt die „herzliche Art“ des Priesters hervor. „Freundlich, bescheiden und einfach ein positiver Mensch, der den Glauben tief in sich trägt und verbreitet“, beschreibt Margit Eidenschink seine Persönlichkeit. Besonders habe sie sich über die Unterstützung bei den Proben für Darstellungen und Schauspiele in den Gottesdiensten gefreut. Auch Pfarrer Konrad kenne und schätze sie seit vielen Jahren. „Wir kommen sicher nicht zu kurz. Er tut immer, was er kann, und ist zu einhundert Prozent Seelsorger. Wir sind in den besten Händen“, freut sie sich auf die Zusammenarbeit, die bereits angelaufen ist. Ende Januar wird der erste gemeinsame Pfarrbrief der Großpfarrei Viechtach-Moosbach-Prackenbach-Krailing veröffentlicht und in den Kirchen ausliegen.

Foto: Abschied vom letzten Pfarrer
Prackenbacher Kinderchor begleitet Erntedankgottesdienst musikalisch – Ministranten bringen Gaben vor
(10.10.2024)Prackenbach. Mit einer Vielzahl an wundervoll klingenden Liedern hat der Kinderchor Prackenbach den Gottesdienst im Rahmen des Erntedankfestes in der Pfarrkirche Sankt Georg am Sonntag musikalisch untermalt. Auch die Ministranten gestalteten die Heilige Messe mit, brachten Gaben zum aufgebauten Altar in der Kirchenmitte und erklärten deren Bedeutung für das Leben auf der Welt.
Die Ministranten zogen zu einem Dankeslied gemeinsam in die Kirche ein. Vor dem Altarraum hatten die Kinder schön geschmückte Körbe mit verschiedenen Gaben aufgestellt. „Wollen wir die Augen und Herzen öffnen, damit wir Gottes Großzügigkeit erkennen!“, sagte Pater Johnson Kattayil zu Beginn und erklärte den Sinn des Erntedankfestes. Symbolisch und doch kindgerecht formulierten die Ministranten dies in ihrer Darbietung. Im Mittelgang war ein kleiner Altar aufgebaut, an dem sie verschiedene Dinge wie Wasser, einen Stein, eine Sonne, Gemüse, Blumen oder ein Bild mit Tieren ablegten. Dabei schilderten sie die Bedeutung ihrer Gabe und deren Sinn für das Leben auf der Erde.
Ein emotionaler Höhepunkt war wieder das gemeinsam gesungene „Vater unser“, bei dem die hellen Kinderstimmen des Chores von der Empore her zusammen mit dem Volksgesang eine wunderbare Einheit bildeten. Nach der Segnung der Erntedank-Körbe schritt Pater Johnson durch das Gotteshaus und spendete allen Gläubigen den Segen. Am Ende des Gottesdienstes sprach er allen, die an der Organisation und Gestaltung mitgewirkt hatten, großes Lob und Dank aus. Mit dem Stück „Großer Gott, wir loben dich!“ und Applaus für den Kinderchor endete das Erntedankfest. Beim Hinausgehen verteilten die Ministranten gesegnetes Brot an die Gottesdienstbesucher.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

Foto: Prackenbacher Kinderchor begleitet Erntedankgottesdienst musikalisch – Ministranten bringen Gaben vor
Fatima – Wegweisung für unsere Zeit
(07.06.2018)Gemeinschaftsveranstaltung mit Pfarrer Josef Schemmerer
Prackenbach/Moosbach. Zum Bildungsabend der KEB am Donnerstag im Pfarrheim St. Georg konnte Karin Vogl, eine der Bildungsbeauftragten im neuen Pfarrgemeinderat, 51 Teilnehmer begrüßen. Dazu waren auch Pfarrer Josef Drexler, Diakon Andreas Dieterle, die Kirchenpfleger Ferdinand Klement, Frank Hornberger und Peter Fleischmann gekommen sowie auch die früheren Bildungsbeauftragten Josef Ettl und Antonie Preisler, Vereinsabordnungen der Pfarrei Prackenbach und Moosbach, der Frauenbund Moosbach/Altrandsberg, des Müttervereins Prackenbach die MMC und der Gartenbauverein Moosbach. Nicht zuletzt die Pfarrgemeinderatssprecherinnen Maria Rackl aus Moosbach und Margit Eidenschink aus Prackenbach.
Auch Pfarrer Drexler freute sich, dass sich neben einem harten Kern aus der Pfarreiengemeinschaft auch fremde Gesichter nach Prackenbach verirrt hatten und erwähnte dankend die beiden Bildungsbeauftragten Karin Vogl und Birgit Schedlbauer, welche die Nachfolge von Josef Ettl und Antonie Preisler übernommen haben.
Als Referenten konnte man Pfarrer Josef Schemmerer aus Chammünster gewinnen, der zum1. Mal in Prackenbach weilt und mit dem früheren Pfarrer Johann Christian Rahm im selben Weihekurs war und zugleich aus der gleichen Heimat stammt. Er war überrascht, dass man das wichtige Thema der Erscheinung von „Fatima“ ausgewählt hat, bei dem es um die Gottesmutter geht, die drei Kindern von 6/7 und 9 Jahren am 13.Mai 1917 über einer Steineiche das erste Mal erschienen ist und die Kinder anhielt, täglich den Rosenkranz zu beten und Opfer für die Sünder zu bringen.
Nach einer Einführung von Pfarrer Schemmerer zeigte er den Gästen eine 45 min. Dokumentation über die ersten Erscheinungen, den Botschaften, welche die Gottesmutter den Kindern aufgetragen hat, die Unwahrheiten, die den Kindern angedacht wurden, bis zur Glaubwürdigkeit durch die Geistlichkeit, die schließlich zur Seligsprechung durch Jacinta und Francisco im Jahre 2000 führte. Lucia, das älteste Seherkind erreichte als einziges das Erwachsenenalter. Sie wurde Ordensfrau und starb erst 2005 im Alter von 98 Jahren. Francisco starb mit 10 Jahren und Jacinta ebenfalls mit 10 Jahren.
Vor 100 Jahren war Fatima ein unbedeutendes Nest im Westen Portugals. Doch dann wurden 50.000 Menschen Zeuge eines außergewöhnlichen Naturschauspiels, das Sonnenwunder im Oktober 1917, das drei Monate zuvor von den Hirtenkindern Luca, Jacinta und Francisco angekündigt worden war. Nach einem Regenguss brachen die Wolken auf und die Sonne schien sich zu drehen.
Die Muttergottes war damals ganz weiß gekleidet, als sie auf einer kargen Hochebene bei Fatima nördlich von Lissabon erschien und sich über den Gottlosen Zustand in der Welt beklagte. Anschließend zeigte sie sich den Kindern am 13. jeden Monats, wobei sie den 2. Weltkrieg und das Attentat im Jahre 1981 auf Papst Johannes Paul II vorhersagte. Allerdings konnte nur Lucia die Sprache der Gottesmutter hören. Damit alle glauben könnten, verspricht sie ein großes Wunder zu wirken und offenbart bei der letzten Erscheinung ihren Namen, als sie sagte. „Ich bin die liebe Frau vom Rosenkranz.“
Von den Botschaften und Ermahnungen nannte die Gottesmutter besonders die Bitte, täglich den Rosenkranz zu beten um den Frieden in der Welt und Opfer zu bringen für die Sünden und ermahnte die Mitmenschen zur Umkehr und zur Buße. Das Ergebnis war, dass die Polemik im August 1917 veranlasste, einen Haftbefehl gegen die Kinder auszustellen. Lucia sagte in ihren Aufzeichnungen, dass es kein Problem gibt, das nicht durch Maria und unser Opfer gelöst werden kann.
Die 3. der Prophezeiungen der Muttergottes sind als die Geheimnisse von Fatima bekannt geworden, denn die Kinder durften die 1917 noch nicht veröffentlichen. Erst in den 40er Jahren schrieb Lucia auf, was die Gottesmutter ihnen gesagt hatte. So sagte sie einen weiteren Krieg nach dem Ende des 1. Weltkrieges voraus. Die zweite Weissagung bezog sich auf die Bekehrung des kommunistischen Rußland. Der 3. Teil wurde erst 83 Jahre später vom Vatikan veröffentlicht, das die Vorhersage des Attentats auf Papst Johannes Paul II 1981 beinhaltete. Der Papst hat überlebt, denn die Kugel ist auf wunderbare Weise aus dem Körper ausgetreten.
Weiter berichtete Pfarrer Schemmerer, dass die Seligsprechung der beiden Kinder Francisco und Jacinta am 13.05.2000 durch Papst Johannes Paul II die Kirche eine neue Ära eröffnet wurde. „Sie sind zwei Lichter, die Gott entzündet hat, um die Menschen in ihren sorgenvollen Stunden zu erleuchten“, so der Hl. Vater.
Papst Franziskus ist der 4. Papst, der Fatima besuchte. Er hat am 13.05.2017 die zwei Seherkinder Francisco und Jacinta Marto heiliggesprochen. Das für die Heiligsprechung erforderliche Wunder betraf ein sechsjähriges Kind aus Brasilien, das 2013 vom 3. Stock auf die Straße gefallen war und sich Hirn- und Schädelverletzungen zuzog. Es wurde völlig geheilt.
Die Botschaft von Fatima ist ein himmlisches Licht und Gelegenheit für Göttliche Gnade und Rettung für das 20. Jahrhundert, schreibt Bruder Michael von der Hl. Dreifaltigkeit. Sie hat an Aktualität nichts verloren. Im Gegenteil. Der eingetretene weltweite Glaubensabfall hat die Menschen an den Abgrund geführt und haben sich vom Wort Gottes und der Lehre Jesu Christi bereits entfernt, so Bruder Michael.
Unsere liebe Frau von Fatima, die Königin des Friedens ruft uns alle auf zu beten und entschieden einzutreten, dass ihre Bitten in der Botschaft von Fatima endlich vollständig erfüllt werden.
Jeden von uns Menschen guten Willens ermahnte Pfarrer Schemmerer, täglich den Rosenkranz zu beten und den 13. Gedenktag zum unbefleckten Herzen Marias zu feiern. Denn die Mutter Gottes hält ihr Versprechen, denn es geht um die Erneuerung des Glaubens, so der Redner.
Nicht umsonst pilgern Gläubige in Scharen nach Fatima. Sie tun Buße und bitten die Gottesmutter um Vergebung.
Nach seinem interessanten Vortrag dankte Pfr. Schemmerer den Anwesenden für die Aufmerksamkeit. Machen wir uns auf den Weg und bat weiterhin um Zusammenhalt.
Pfarrer Josef Drexler dankte seinem Glaubensbruder für die aufschlussreichen Worte und das große Hintergrundwissen und meinte, jeder hat an seinem Heil zu arbeiten. Es gibt auch Tage wenn man scheitert, Menschen, die sich aus Gott nichts machen und Gleichgültigkeit sich breit macht. Lassen wir uns nicht entmutigen, denn viele könnten gerettet werden.
Pfarrer Drexler übergab an den Referenten ein kleines Präsent und die Bildungsbeauftrage Karin Vogl eine Spende für Priester, denen eine Ausbildung in Deutschland ermöglicht werden kann.
Foto: Diakon Andreas Dieterle, Karin Vogl, Pfarrer Josef Schemmerer, Pfarrer Josef Drexler, Birgit Schedlbauer

Foto: Fatima – Wegweisung für unsere Zeit
Großes Interesse am Islamvortrag
(03.03.2015)Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad hatte als profunder Kenner der Materie viel zu berichten
Prackenbach/Moosbach. Zum Bildungsabend der Pfarrgemeinden Moosbach und Prackenbach mit Krailing konnte Pfarrer Josef Drexler fast 60 Teilnehmer begrüßen. Eingeladen haben zu dieser Gemeinschaftsveranstaltung neben der KEB-Regen, den Pfarrgemeinderäten auch der Frauenbund Moosbach-Altrandsberg, die MMC-Moosbach und die Gartenbauvereine Moosbach und Prackenbach. Referent dieser Veranstaltung war der neue Dekan und Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad aus Viechtach.
Seine Ausführungen zum Thema „Christentum und Islam: Bruder oder Feinde?“ zeigten sehr schnell, dass er als profunder Kenner der Materie viel Interessantes zu berichten hatte. Viele fühlen sich heute durch den Islamismus, dieser extremen Richtung des Islams bedroht. Die Medien berichten laufend einseitig von grausamen Exzessen verschiedenster Islamistisch geprägter Terrorgruppen. Die volle Wahrheit bleibt aber dabei auf der Strecke. Die weitaus größte Zahl der Moslems ist friedlich und wünscht sich ein vernünftiges Miteinander. Vergleicht man das Christentum mit dem Islam, so gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber auch deutliche Unterschiede. Beide Religionen haben denselben Anspruch und sind deshalb Konkurrenten, was dazu führte und noch führt, dass sie immer wieder verfeindet sind.
Vergleicht man beide Religionen, so gibt es im Grundverständnis einige deutliche Unterschiede. Während das Christentum ihre Werte und Grundsätze an die Erfordernisse der jeweiligen Zeit angepasst hat, ist dies im Islam nicht erlaubt. Der Koran als Urbekenntnis des islamischen Glaubens darf nicht verändert werden. Alle Anpassungen an geänderte Gegebenheiten sind ungültig. Prophet Mohammed hat nur die wichtigen Glaubensgrundsätze des Korans weitergegeben. Der Koran als Sprachrohr Gottes war schon zu Beginn der Schöpfung da und ist damit älter als alle anderen Religionen der Welt. Alle Menschen haben sich dem Willen des Islams zu unterwerfen. Der Koran darf nicht nur nicht verändert werden, sondern muss in der Liturgie auch in arabischer Sprache gesprochen werden. Dies gilt auch für die Länder, die eine ganz andere Sprache sprechen.
Ähnlich war es auch im Christentum, wo jahrhundertelang die lateinische Sprache im Gottesdienst vorgeschrieben war.
Der Islam kennt verschiedene Glaubensrichtungen, berichtet der Referent weiter. Die größten Gruppen sind Sunniten und Schiiten, die sich seit Jahrhunderten immer wieder heftig bekämpfen. Die weltweite islamische Religionsgemeinschaft teilt sich in mehrere Gruppen, von denen die der Sunniten die mit Abstand größte ist: Etwa 90 % der Muslimen weltweit gehören dieser Gruppe an. Der Begriff Sunniten leitet sich von dem Wort Sunna – ab. Für die Sunniten beinhaltet Sunna die Überlieferungen und Verhaltensnormen, die auf den Propheten Mohamed und seine früheren Anhänger zurückgehen. Der Begriff Schiiten bezieht sich auf den Kalif Ali, einem Neffen und Schwiegersohn des Propheten Mohammed. Ali übernahm nach dem Tod der ersten drei Nachfolger des Religionsgründers Mohammed im 7. Jahrhundert als vierter weltlicher und geistiger Führer die Leitung der noch jungen islamischen Gemeinde. Die Schiiten betrachten ihn als den damals einzigen legitimen Nachfolger Mohammeds.
Der Islam galt im Gegensatz zum Christentum im Mittelalter als sehr tolerant, fortschrittlich und offen, erzählt Dr. Konrad. Als eine führende Weltkultur hat er in dieser Blütezeit Kultur, Philosophie und Wissenschaft bestimmt. Im Laufe der Neuzeit wurde diese Kultur jedoch von den westlichen Ländern immer mehr überholt und bevormundet. Kolonialmächte des Westens übernahmen im Laufe der Zeit sogar die Macht in den Ländern des Orients. Ab diesem Zeitpunkt gab es mit den Islamisten eine Gegenbewegung zu den westlichen Kulturen. Diese Barbaren des Westens werden als dekadent betrachtet, die bekämpft werden müssen. Wenn die Sunniten und die Schiiten sich auch laufend gegenseitig bekämpfen, so eint sie doch der Hass gegen den Westen. Ein Ausweg aus dieser Gewaltspirale ist nur durch Aufklärung und Bildung möglich. Es wäre völlig falsch, die weitgehend gemäßigten Moslems beispielsweise in unserem Lande auszugrenzen und in die Arme der weinigen Extremisten zu treiben. Die Werte des christlichen Abendlandes, wie Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit können hier eine wertvolle Hilfestellung bieten. Toleranz gegen Extremisten ist jedoch nicht angebracht. Außerdem ist es nicht verkehrt, die einseitig auf Kapitalismus ausgerichtete Gesellschaft in unserem Lande kritisch zu hinterfragen.
Zum Schluss bedankte sich Pfarrer Josef Drexler und die Sprecherin des Pfarrgemeinderates von Prackenbach, Margit Eidenschink sehr herzlich bei Pfarrer Dr. Werner Konrad für den äußerst interessanten und fundierten Vortrag.
Foto Pfarrer Drexler und Dr. Konrad

Foto: Großes Interesse am Islamvortrag
Beim Pfarrausflug ins Frankenland gereist
(22.09.2012)Bamberg und Vierzehnheiligen - zwei sehenswerte Wallfahrtsorte
Moosbach. „Wenn Engel reisen, lacht bekanntlich der Himmel“, so heißt es in einem Sprichwort. Beim Pfarrausflug am Samstag nach Oberfranken hingen beim Start um 7.00 Uhr trübe Regenwolken am Himmel und es regnete, bis man in Bamberg den Bus verließ und im Laufe des Tages zeigte sich sogar die Sonne und das Wetter bescherte den gut 40 Teilnehmern einen schönen Herbstanfang.
Die Fahrtroute führte auf der B 85 über Cham – Schwandorf auf die Autobahn, wo man nach einem Zwischenstopp um 10.00 Uhr Bamberg erreichte. Pfarrer Josef Drexler, der den Pfarrausflug organisierte, kannte sich bestens aus in Bamberg, denn er absolvierte dort eine Zeit seines Studiums. Er übernahm die Führung in der Domstadt, wobei ihm Josef Ettl einige Arbeit abnahm und sich über Bamberg kundig machte, so dass er Pfarrer Drexler bei der Führung unterstützte und viel Wissenswertes über die mittelalterliche Stadt erzählte.
Bamberg ist eine kreisfreie Stadt mit 120.000 Einwohnern im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken. Sie ist Universitätsstadt, Schul- und Verwaltungsstadt, wichtiges Wirtschaftszentrum und Sitz des gleichnamigen Erzbistums. Wegen seiner Lage auf sieben Hügeln wird Bamberg auch als Fränkisches Rom bezeichnet. Die Otto-Friedrich- Uni gehört mit mehr als 12.000 Studenten zu den mittelgroßen Universitäten Bayerns. Seit dem Wintersemester 2010/2011 ist in Bamberg auch die Hochschule für angewandte Wissenschaften – Private Hochschule für Gesundheit ansässig. Die Altstadt wurde zudem 1993 in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen. Darüber hinaus ist Bamberg für seine vielfältige Biertradition (Rauchbier) bekannt.
Der Bamberger Dom St. Peter und St. Georg gehört zu den Kaiserdomen und ist mit seinen vier Türmen das beherrschenste Bauwerk des Weltkulturerbes Bamberger Altstadt. Im Innern musste man sich an diesem Tag durch die Menschenmassen zwängen, da die Diakonweihe von vier Diakonen stattfand. Neben vielen Figuren bewunderte man den Bamberger Reiter. Er wurde um das Jahr 1230 aus mehreren Schilfsandsteinblöcken hergestellt und zeigt einen unbekannten Herrscher. Beeindruckend stand man auch vor dem Kaisergrab, das in den Jahren 1499 bis 1513 in der Werkstadt Tilman Riemenschneiders angefertigt wurde. Es ist ein marmornes Hochgrab des Kaisers Heinrich II. und der Kaiserin Kunigunde. Auf den Seitenwänden waren Legenden aus ihrem Leben zu bewundern. Auch das einzige Papstgrab Deutschland´s und nördlich der Alpen beherbergt der Kaiserdom.
Nach einem fürstlichen Mittagessen, organisiert von Josef Ettl im Brauereigasthof „Drei Kronen“ in Memmelsdorf, außerhalb Bamberg´s, ging´s zur Basilika Vierzehnheiligen, einer herrlichen Wallfahrtskirche, die nach den Plänen von Balthasar Neumann von 1743 bis 1772 erbaut wurde. Sie ist eine der vier Wallfahrtsbasiliken des Erzbistums Bamberg. Das einzigartige Rokoko-Gotteshaus ist den heiligen Vierzehn Nothelfern geweiht und empfängt etwa eine Million Besucher pro Jahr.
Die Wallfahrt geht auf eine Erscheinung im Jahre 1445 zurück, als dem Schäfer Hermann Leicht aus Langheim dreimal das Jesuskind erschien. Später wurde das Wunder vom Frankentahler Kinderkranz durch ein weiteres Wunder bezeugt. Die Zisterzienserabtei Langheim gab dem Drängen nach und errichtete für die unmittelbar einsetzende Wallfahrt eine Kapelle zu Ehren der vierzehn Nothelfer erbauen. Die Wallfahrt blühte in der Folge auf und nach den Zerstörungen während es Bauernkrieges 1525 und des Dreißigjährigen Krieges wurde jeweils eine größere Kirche errichtet.
Zwölf der Vierzehn Nothelfer sind am Gnadenaltar nach vier Himmelsrichtungen angebracht; Barbara und Katharina stehen an den beiden seitlichen Altären. Der Rokoko-Altar steht frei im Raum über dem Ort der Erscheinungen des Schäfers Hermann Leicht und wird umgeben von einem geschwungenen Kommuniongitter. Von der Hochaltarseite aus kann man das Kind mit dem Stern besichtigen.
Bevor die Reisegruppe wieder die Heimreise antrat, nahmen sie noch an einem Wallfahrtsamt teil, das eine Pilgergruppe aus Geltmann zwischen Bamberg und Schweinfurt bereits zum 20. Mal wiederholten. Das Amt zelebrierte Pfarrer Thomas Klemm mit Pfarrer Josef Drexler als Konzelebrant.
Auf der Heimfahrt dankte Pfarrer Drexler Josef Ettl für Hilfe bei der Vorbereitung des Ausfluges und im Namen aller dem Haimerl-Chef Dorostkar für die umsichtige Fahrt sowie allen für die Mitfahrt, die ihrerseits von dem informativen Ausflug sehr angetan waren.
Foto: Am Domplatz in Bamberg

Foto: Beim Pfarrausflug ins Frankenland gereist
Große Ehrung von Bischof Gerhard Ludwig zum 80. Geburtstag von Maria Rackl
(01.02.2011)Pfarrer Drexler überreicht Bischof-Sailer-Medaille
Viehhändlerin – Pfarrgemeinderatssprecherin – in vielen Vereinen eingebunden und stets fidel und freundlich
Moosbach. Den ganzen Tag rissen bei Maria Rackl die Gratulanten nicht ab, die am Dienstag ihr 80. Wiegenfest feiern konnte und obwohl sie schon viel Schweres verkraften musste, ist sie immer fidel und freundlich und strahlt eine geistige und körperliche Vitalität aus, dass sie so manch Jungen in den Schatten stellt.
Am Abend hatte sie ins Gasthaus Freund eingeladen, wo an die 60 Gäste der beliebten Rackl Marl, die seit nunmehr 55 Jahren mit ihrer zweiten Heimat Moosbach verwurzelt ist, Ehrungen und Dank zuteil werden ließen. Zu den Gratulanten zählte unter anderem Pfarrer Josef Drexler, Bürgermeister Xaver Eckl, Abordnungen des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung, des Frauenbundes und Gartenbauvereins. Auch Mesnerin Margarete Früchtl und Reimund Seidl von der GenoBank waren gekommen sowie Verwandte, Nachbarn und viele Freunde. Nicht zuletzt ließ der Schützenverein Edelweiß, bei denen Maria Rackl 1968 als Fahnenmutter fungierte, hoch leben und überraschten sie mit den drei Musikanten Florian, Erich und Adi, die den ganzen Abend zünftig aufspielten.
Nach dem gemeinsamen Abendessen hatte Pfarrer Drexler die ehrenvolle Aufgabe, im Namen des Diözesanbischofs der Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl, die ihr Amt bereits seit 10 Jahren gewissenhaft inne hat, die Bischof-Johann-Michael-von-Sailer-Medaille, überreichen zu dürfen. Der Bischof würdigte mit der Verleihung ihre jahrzehntelangen Verdienste in der Pfarrei St. Johannes und für die Kirche überhaupt.
Die Jubilarin ist seit 1968 – so lange es Pfarrgemeinderäte in der Diözese Regensburg gibt – im Pfarrgemeinderat und stand – auch heute noch – den Pfarrern Albert Zahnweh gottselig (10 Jahre,) Erwin Zach (31) und nun schon eineinhalb Jahre Pfarrer Drexler mit Rat und Tat zur Seite. „Ich schätze ihre Mitarbeit sehr“, gesteht er, weil ich weiß, dass sie, obwohl sie heute ihr 80. Lebensjahr vollenden, in ihrem Herzen jung und dynamisch geblieben sind, so wie es unsere fortschrittliche Pfarrei braucht, in der Altes und Neues nicht als Widerspruch empfunden wird, sondern organisch die Hände reichen.“
Anschließend brachte Alexandra Wittenzellner, (Enkelin von Mesnerin Früchtl), ein Gedicht für die Jubilarin zu Gehör, in dem sie viele Ereignisse aus dem oft sehr stressigen Alltagsleben der Jubilarin schmunzelnd verriet. Auch Schützenmeister Hermann Fleischmann war in seinem Element und gab so manche Anekdoten aus dem Viehhandel preis, welche die Jubilarin mit ihrem Mitarbeiter Xaver Wenzl erlebte.
Schließlich genoss die Geburtstagsgesellschaft noch einige Aufnahmen aus dem Leben der Jubilarin, die Tanja Jänikcke-Stöger aus dem Projektor an die Leinwand zauberte und Ludwig Klingl gab noch einen Jodler zum besten.
Die Jubilarin freute sich sehr über das Kommen der Gäste und bedankte sich schließlich gerührt für alle guten Wünsche und Geschenke.
Maria Rackl erblickte 1931 in Beckendorf bei Bad Kötzting das Licht der Welt. Auf dem landwirtschaftlichen Anwesen ihrer Eltern Max und Anna Vogl wuchs sie mit einem Bruder auf und besuchte in Kötzting die Schule. 1956 gab sie dem Landwirt und Viehhändler Josef Rackl das Jawort und hielt Einzug in Moosbach.
Von Kindheit an ans Arbeiten gewöhnt, packte die Jubilarin überall an, ob im Haus, Stall oder auf dem Feld. Nicht zuletzt begleitete sie ihren Gatten zum Viehhandel, was ihr in späterer Zeit von großem Nutzen sein sollte. Denn nach 30-jähriger glücklicher Ehe starb völlig unerwartet ihr Gatte mit erst 62 Jahren.
Dieser Schicksalsschlag traf die tapfere Frau bis ins Mark. Allein war sie nun auf sich gestellt. Um sich abzulenken und unter Menschen zu kommen, führte die Jubilarin den Viehhandel weiter und betreibt ihn heute noch mit Leib und Seele.
Mit großem Interesse nimmt Maria Rackl am öffentlichen Leben Anteil, übernimmt Lektorendienste und ist im Pfarrgemeinderat und in vielen Vereinen durch ihre Aufgeschlossenheit und ehrliche Art aber auch ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sehr geschätzt.
Ja die Jubilarin ist ein Begriff im Ort und darüber hinaus. Schon im Ordinariat in Regensburg, als Pfarrer Drexler den Namen Maria Rackl aussprach, wusste man sofort Bescheid.
Erwähnenswert sei auch, dass neben ihrem Viehhandel und den ehrenamtlichen Tätigkeiten in der Pfarrei auch die Familie von Maria Rackl ihren Tribut forderte, als sie zuerst ihre Mutter pflegte und dann ihren Bruder Max nach seinem Schlaganfall sechs Jahre bei sich aufnahm und sich um ihn sorgte. Auch bei ihrem Neffen im Elternhaus packt sie immer noch an, dass man sich fragen muss, wie sie das schafft und wer ihr diese Kraft und Energie verleiht.
So wünschte die ganz Pfarrgemeinde, die sie schätzt und liebt, der Rackl Marl zu ihrem Ehrentag von Herzen weiterhin Gesundheit, Gottes Segen und noch viele zufriedene Jahre.
Foto: Maria Kolmer (FB) Gisela Schedlbauer (Gartenbauverein) Franz Xaver Pongratz (Kirchenverwaltung), Christl Buerschaper (Gartenbauverein), Josef Lorenz (Kirchenpfleger), Hermann Fleischmann (Schützen), vorne Maria Rackl mit Pfarrer Josef Drexler und BM Eckl

Foto: Große Ehrung von Bischof Gerhard Ludwig zum 80. Geburtstag von Maria Rackl