Volkstrauertag in Prackenbach und Moosbach
Gedenken an Gefallene und Opfer von Krieg und Gewalt – Ansprachen an den Kriegerdenkmälern
Prackenbach/Moosbach. Mit Gottesdiensten und Ansprachen an den Kriegerdenkmälern ehrten die Gläubigen in Prackenbach und Moosbach die Gefallenen der beiden Weltkriege sowie die Opfer von Krieg und Gewalt. In der Prackenbacher Pfarrkirche Sankt Georg fanden Heilige Messe und Totengedenken bereits am Samstag statt, in Sankt Johannes in Moosbach am Sonntag. Auch die gemeindlichen Vereine waren eingeladen und erwiesen den Toten mit Vereinsfahnen ihre Ehre.
In Prackenbach begrüßte Ruhestandspfarrer Alexander alle Gottesdienstbesucher, darunter auch Bürgermeister Andreas Eckl und Mitglieder des Krieger- und Reservistenvereins, der Freiwilligen Feuerwehr, des Handwerkervereins, des Sportvereins sowie der Bergschützen Schwaben. Wir lebten gerade in einer Welt, zum Fürchten und hätten mit vielen Herausforderungen zu kämpfen sowie mit der Angst, ob das Leben noch einen Sinn mache. Doch Christus leite uns, uns der Macht Gottes anzuvertrauen.
Nach Lesung und Fürbitten, die Anton Ecker vortrug, ging der Priester in seiner Predigt auf den Volkstrauertag ein. Dies sei ein Tag der Stille, Schmerzen und Mahnung, der die Brüchigkeit des Lebens vor Augen führe. In einer Prophezeiung habe Jesus vom Verfall gesprochen, kein Stein werde auf dem anderen bleiben. Er verglich dies mit den Schlagzeilen, mit denen wir in der Gegenwart konfrontiert würden, Kriege, Erdbeben, Seuchen, Hungersnöte. Doch unsere Aufgabe sei, Gewalt und Hass zu widerstehen, Wege der Versöhnung zu suchen und Frieden zu stiften, damit das Opfer der Gefallenen nicht umsonst gewesen sei. Die größte Ehre könne ihnen erwiesen werden, wenn wir uns für Frieden einsetzten.
Im Anschluss an den Gottesdienst zogen alle nach draußen zum Kriegerdenkmal, wo das Totengedenken stattfand und Kränze niedergelegt wurden. Anton Ecker hielt stellvertretend für den Krieger- und Reservistenverein eine Ansprache: Er blickte auf 80 Jahre Frieden in Deutschland zurück, doch dies gelte nur für die Kampfhandlungen. Trotzdem habe es noch viel länger Kummer, Nachwirkungen des Krieges und Tod in Gefangenenlagern gegeben. Heute scheine es, als seien die schlimmen Ereignisse vergessen, wenn man die Berichte von Krieg und Gewalt sehe. Ecker schloss seine Ausführungen mit einem Zitat des Preußischen Offiziers von Clausewitz vor 200 Jahren: Der Krieg kenne keine Sieger, jeder Triumph erweise sich in Wahrheit als Niederlage aller Beteiligten.
Auch Bürgermeister Eckl ergriff das Wort und erinnerte daran, wie kostbar Frieden sei und wie zerbrechlich er stets bleibe. Die Erinnerung an die schrecklichen Schicksale der Kriege solle wachgehalten werden, damit aus der Geschichte gelernt werden könne. Gedenken sei nicht nur Rückschau, sondern auch ein Auftrag an die Gegenwart und die Zukunft. Frieden sei kein Selbstläufer, so Eckl, daran solle man sich am Volkstrauertag erinnern. Gemeinsam solle eine Welt gestaltet werden, in der Gewalt, Hass und Intoleranz keinen Platz mehr haben.
In Moosbach zelebrierte Pfarrvikar Kiran Varigeti einen feierlichen Sonntagsgottesdienst und zog ebenfalls begleitet von Gläubigen und örtlichen Vereinen, dem Krieger- und Soldatenverein, der Freiwilligen Feuerwehr, den Edelweißschützen und dem Sportverein, zum Kriegerdenkmal. Auch dort gedachte Bürgermeister Andreas Eckl in einer Ansprache der Gefallenen und Opfer und legte einen Kranz nieder.
Foto 1: Josef Schollerer
Foto 2: Margit Eidenschink
Foto 3: Peter Schötz
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Bild zur Meldung: In Moosbach fand nach dem Gottesdienst am Sonntag das Totengedenken am Kriegerdenkmal mit Kranzniederlegung und Ansprache statt.








