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Aus der Gemeinderatssitzung vom 17.12.2025

Prackenbach, den 22.​12.​2025

Seniorennachmittag auf dem Gründungsfest

Aus der Prackenbacher Gemeinderatssitzung – Auflösung der Arberland REGio GmbH zugestimmt

 

Prackenbach. Am Mittwochabend haben sich die Gemeinderäte im Sitzungssaal im Prackenbacher Rathaus zur letzten öffentlichen Sitzung im Jahr 2025 getroffen und mit einer langen Tagesordnung beschäftigt. Unter anderem war das Gründungsfest der Edelweißschützen Moosbach im kommenden Jahr Thema.

 

Als erstes gaben die Gemeinderäte ihre Zustimmung zu einer Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses durch Anbau eines Schlafzimmers in der Eismannsberger Straße in Voggenzell. Außerdem wurde der Flächennutzungsplan für das Gebiet „Am Sonnenhang“ im Gemeindeteil Moosbach geändert. Dort wurde in der vorangegangenen Sitzung eine Erweiterung des Baugebiets „Im Nahen Feld“ beschlossen. Außerdem gab das Gremium seine Zustimmung zur Auflösung der Arberland REGio GmbH. Das Vermögen, Vertragsverhältnisse, einzelne Aufgabengebiete und Arbeitsverhältnisse würden wieder auf den Landkreis übertragen, wie Eckl erklärte. Damit dies möglich sei, müssten alle Gesellschafter zustimmen, in vielen anderen Kommunen sei dies bereits geschehen.

 

Auf der Tagesordnung stand auch das im kommenden Jahr anstehende Gründungsfest der Edelweißschützen Moosbach. „Das ist das größte Fest in unserer Gemeinde in 2026“, freute sich der Bürgermeister, wie es inzwischen üblich sei, wolle man dazu auch die Senioren einladen und Verzehrgutscheine austeilen. Zwischen 110 und 150 hätten die letzten Male an solchen Aktionen teilgenommen, „eine schöne Sach und die Senioren freut´s!“ Um die zwölf Euro soll der Wert der Seniorentaler sein. Aus den Reihen des Gremiums kam Zustimmung, Eberhard Preiß regte kurz an, ob denn das Alter nicht wie in seines Wissens nach vielen Nachbarkommunen auf 70 angehoben werden solle, „sonst sehe ich mich gezwungen, auch bald daran teilzunehmen“, sagte er schelmisch. Doch es soll bei der bisherigen Regelung bleiben: Alle Gemeindebürger, die in 2026 das 67. Lebensjahr erreichen, dürfen sich auf die Seniorentaler freuen.

 

Gegen Ende der Sitzung berichtete Bürgermeister Andreas Eckl von den etwas gesunkenen Schlüsselzuweisungen für das kommende Jahr, rund 962.000 Euro statt 1,1 Millionen wie heuer, was an der gestiegenen Steuerkraft der Gemeinde liege. Über das vom Freistaat Bayern voraussichtlich für das Jahr 2026 aufgelegte kommunale Investitionsbudget könne das aber zum Glück sehr gut ausgeglichen werden.

 

Jahresrückblick in Märchenform

Satirische Jahresabschlussrede über „Andralin und seine 14 Träumer“ bei der Prackenbacher Gemeinderatssitzung – Ausschließlich Lob für gute Zusammenarbeit

 

Prackenbach. Nicht um „Aladdin und die 40 Räuber“, sondern um „Andralin und seine 14 Träumer“ – alias Bürgermeister Andreas Eckl die 14 Prackenbacher Gemeinderäte – ging es im märchenhaft satiriscchen Rückblick auf das Jahr 2025. Die Freie Wählergemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Ruhmannsdorf sorgte durch die beiden Amtsinhaber Johann Thurnbauer und Matthias Schedlbauer für einiges Schmunzeln und Lachen, als sie ihre Jahresabschlussrede bei der letzten öffentlichen Sitzung in diesem Jahr am Mittwochabend einmal in etwas anderer Form zum Besten gab. 

 

Nachdem sich das Gremium mit einigen Tagesordnungspunkten beschäftigt hatte (gesonderte Berichte), ergriff Eckl das Wort und lobte sowohl Zusammenhalt in den Reihen der Bürger als auch innerhalb der Gemeinderäte.

 

Er bedankte sich bei allen Bürgern und Vereinen für zwei „herausragende“ Weihnachtsmärkte in Moosbach und Prackenbach. „Ein Wahnsinn, was zu schaffen ist, wenn man zusammenarbeitet!“ Dies übertrug er auch auf die Arbeit im Gremium. Diese Sitzung sei eine besondere, „die letzte Weihnachtssitzung in dieser Besetzung“. Für die vergangene Zeit hatte er nur Lobesworte: Tolles Klima, tolle Zusammenarbeit, tolle Errungenschaften. „Es hat Spaß gemacht, mit euch etwas zu entwickeln. Und wir haben einiges geschafft in den letzten Jahren!“ 18 Millionen seien in den letzten zwölf Jahren für die Allgemeinheit investiert worden, im Vergleich dazu nannte er den sehr niedrigen Schuldenstand von rund 465.000 Euro.

 

Auch die Leistungen sämtlicher Gemeindemitarbeiter lobte er in den höchsten Tönen und hob vor allem den Bauhof hervor, der unter anderem ganz aktuell bei der Errichtung der Lagerhalle einen großen Teil der Zimmererarbeiten übernommen hatte. „Da muss man schon die richtigen haben – und wir haben sie!“ Außerdem war es ihm ein Anliegen, auch einem weiteren „wichtigen Mann“, Geschäftsleiter Manfred Maier, seinen Dank auszusprechen für ständigen Einsatz und Erreichbarkeit – es folgte Applaus der Gemeinderäte.

 

„Die Kommunalwahl ist die ehrlichste“, sagte Eckl und betonte, dass es ihm eine Freude sei, 2026 ein weiteres Mal zu kandidieren und gemeinsam mit den Bürgern das „Beste für die Gemeinde rauszuholen“. Er hoffe, dass die Zusammenarbeit im Gremium so gut weiterlaufe, wie bisher: Keine Parteipolitik, nur das Beste für den Bürger im Blick.

 

Dann übergab er die letzten Worte für 2025 an die Freie Wählergemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Ruhmannsdorf: „Auch ihr dürft mitmachen!“, kündigten Johann Thurnbauer und Matthias Schedlbauer an, als sie Zettel zum Lesen der Rollen verteilten und mit ihrem satirischen Märchen von 2025 begannen: Zum allmonatlichen Symposium hatten sich der Herrscher Andralin seine 14 Träumer versammelt und besprachen die aktuellen Errungenschaften, wie den fertiggestellten Palast in Viechtafell. Nun müsse weiter Gold investiert werden, in Krailing und Moosbach sollten weitere Paläste entstehen – oder neue Baugebiete.

 

Für so manches amüsierte Lachen sorgte die Aktion unter anderem, als Schutztruppenkommandant Santl vom neuen Camp der Schutztruppe berichtete (neues Feuerwehrhaus), Träumer Heiland sich in Rage redete aufgrund der seiner Meinung nach nichtsnutzigen söderianischen Vorgaben wie der Ganztagesbetreuung oder Träumer Högerl für eine „kurzweilige“ Stunde sorgte, indem er langwierige Erklärungen lieferte. Um etwas Zeit zu schinden und Ruhe vor dem Steinbruch zu haben, kam von Träumer Thanner die Idee, Tierchen auszusetzen. Er habe von der Aktion Tafertshof noch Gelbbauchunken zu Hause und stelle sie gerne zur Verfügung, so die Satire. Das gestiegene Selbstbewusstsein des Herrschers Andralin wurde mit seinem – „gekauften“ – Sieg beim Quiz des Dorfvereins Hagengrub erklärt, er sei nun Alleinherrscher der Bushäuschen und dürfe dekorieren, wie er wolle.

 

Am Ende der lustigen Vorführung schloss sich auch Listenführer Johann Thurnbauer den Worten Eckls an. Die Zusammenarbeit im Gremium solle am besten so weiter gehen, wie bisher, keine Parteipolitik, guter Zusammenhalt – „Ich hoffe, dass alles so bleibt!“

 

Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

 

Bild zur Meldung: Bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Mittwochabend in Prackenbach wurde unter anderem beschlossen, einen Seniorennachmittag mit Verzehrgutscheinen im Rahmen des 75-jährigen Gründungsfestes der Edelweißschützen Moosbach zu organisieren.

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Aus der Gemeinderatssitzung vom 17.12.2025 (22.​12.​2025)

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