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Weiteres aus der Gemeinderatssitzung vom 17.12.2025

Prackenbach, den 22.​12.​2025

Gute Finanzlage in Prackenbach

Kämmerer gibt bei Gemeinderatssitzung Überblick über Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2024

 

Prackenbach. Von einer positiven Finanzlage in der Gemeinde Prackenbach berichtete am vergangenen Mittwochabend Geschäftsleiter und Kämmerer Manfred Maier bei der letzten Gemeinderatssitzung im Jahr 2025. Er gab einen Überblick über die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2024.

 

Das Gesamtvolumen des Haushalts habe 9.822.730 Euro betragen, 6.200.930 Euro davon im Verwaltungshaushalt, die übrigen 3.621.800 Euro im Vermögenshaushalt. Das Ergebnis des Gesamthaushalts belaufe sich auf 10.280.699,98 Euro, liege damit etwas über den Planungen – die Haushaltsansätze der Planung hätten durch das gute Ergebnis verbessert werden können. Es gebe hierbei erste Verschiebungen. „Wir konnten Rücklagen machen, die werden jedoch in Investitionen fließen, die nicht planungsgemäß ausgeführt werden konnten“, wie Maier erklärte, unter anderem in den Bereichen Wasserversorgung und Straßenbau. Gleichzeitig hätten Mehreinnahmen erzielt werden können. Die Rücklage Ende 2024 beträgt rund 2,3 Millionen Euro, in der Jahresrechnung 2023 noch gut 1 Million.

 

Im Folgenden erläuterte er detailliert Einnahmen und Ausgaben in der Kommune und betonte wiederum die positive Entwicklung des Schuldenstandes, die auch mit den durch die fortschreitende Tilgung sinkenden Zinsen zusammenhänge: Zum 31. Dezember 2024 habe der Schuldenstand 758.137,83 Euro betragen, die Pro-Kopf Verschuldung 275 Euro, 2014 noch 2.897.623 Euro und 1.077 Euro. Maier verglich auch mit dem Landkreisdurchschnitt, der bei einer Pro-Kopf-Verschuldung von 920 Euro liege.

 

„In der Regel kalkulieren wir den Einnahmenbereich so vorsichtig wie möglich, bei den Ausgaben rechnen wir eher mir mehr – damit sind wir in den vergangenen Jahren gut gefahren“, erklärte der Geschäftsleiter das Vorgehen. Die freie Finanzspanne habe sich 2024 auf 1.664.032 Euro belaufen, „für eine Kommune unserer Größenordnung ist das mehr als zufriedenstellend!“ Der Verwaltungshaushalt sei gesund, manchmal gerate man durch unvorhergesehene Ausgaben in Schieflage, was jedoch bisher immer gut gelöst habe werden können. Ein weiteres Mal wurde der Bereich der Kinderbetreuungsstätten herangezogen, bei dem mittlerweile jährlich große Defizite gemacht würden – im Jahr 2024 rund 260.000 Euro – auch, weil das Angebot deutlich verbessert worden sei. „Für die Eltern ist das natürlich eine tolle Sache, die Last trägt aber der Gesamtsteuerzahler.“ Einen positiven Blick warf er auf den Bereich Wasser und Abwasser bei dem voraussichtlich die Gebühren gleich bleiben oder gar sinken könnten, berechnet werde dies jedoch erst genau im kommenden Jahr.

Das Gremium beschloss einstimmig die Vorlage der Jahresrechnung und erteilte den Prüfungsauftrag an den örtlichen Rechnungsprüfungsausschuss.

 

Vorerst keine neuen Geschwindigkeitsbegrenzungen

Prackenbacher Gemeinderäte beantragen stattdessen nochmals Entschärfung auf der Kuppen-Abzweigung nach Moosbach

 

 

Prackenbach. Mit zwei Anträgen auf Geschwindigkeitsbegrenzungen haben sich die Prackenbacher Gemeinderäte am Mittwochabend in der öffentlichen Sitzung beschäftigt: im Gebiet Tafertshof aufgrund der neuen Verbindungsstraße und auf der B 85 als Verlängerung der 70er Zone bis zur Abzweigung nach Moosbach auf der Kuppe. Bei beiden war sich das Gremium zum großen Teil einig: nicht sinnvoll.

 

Auf der Bürgerversammlung hatte ein Bürger gebeten, zu beraten, ob auf der B 85 die bestehende 70er Zone auf Höhe Prackenbach bis zur Kuppe, auf der sich die Abzweigung nach Moosbach befindet, verlängert werden könnte. Angeführt waren vor allem Lärmschutzgründe aufgrund Beschleunigung worden wie auch zahlreiche kleinere Einmündungen, die die Verkehrssituation verschärften. In einer ausgiebigen Diskussion wurde der Vorschlag im Gremium von verschiedenen Seiten beleuchtet. Einige waren der Meinung, dass die aufgeführten Gründe durchaus dafür sprächen. Von anderen kamen Bedenken, da eine Bundesstraße eben dafür da sei, den Fernverkehr flüssig zu halten und eben nicht nur für Tempo 70. Außerdem sei die Lage durch einige Abbiegespuren vor einigen Jahren ohnehin entschärft worden, so unter anderem Johann Miethaner. Kurz stand der Vorschlag von zwei geteilten beschränkten Abschnitten im Raum, der jedoch schnell verworfen wurde, da dadurch an der eigentlich angeführten Lärmbelästigung nichts ändern würde.

 

Was sich jedoch herauskristallisierte, war die schon einmal thematisierte Gefahrenstelle bei der Abzweigung nach Moosbach im Kuppenbereich. Dass dort eine Abbiegespur oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung durchaus sinnvoll sei, wurde von den Gemeinderäten bejaht. Deshalb soll statt der Verlängerung der 70er Zone nun ein entsprechender Antrag zur Entschärfung der Kuppen-Situation an das Straßenbauamt gestellt werden.

 

Weiterhin lag dem Gremium ein Antrag auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer im Bereich Tafertshof vor. Dort wurde kürzlich die neue Verbindungsstraße zum Tafertsberg fertiggestellt. Vom Antragsteller angeführte Gründe seien das erhöhte Verkehrsaufkommen sowie eine sehr hohe Dichte an Fußgängern und Radfahrern auf der schmalen Fahrbahn, wie Eckl zitierte. Vorgegebene Voraussetzungen für eine 30er Zone seien nicht gegeben, da sich Tafertshof nicht innerorts befinde, nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 sei möglich. Auch die Polizei habe eine Verkehrsschau gehalten und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass Tempo 30 nicht nötig sei, unter anderem, weil sich voraussichtlich der Großteil des Verkehrsaufkommens auf die kürzere und auch praktischere Verbindung zur B85 zum Dorf hin gerichtet und nicht durch den Gemeindeteil Tafertshof konzentrieren werde. Nach einigen Wortmeldungen und Lösungsvorschlägen kamen die Gemeinderäte einstimmig zu dem Ergebnis, sich die Entwicklung der Situation erst einmal anzusehen und das Thema dann noch einmal auf die Tagesordnung zu setzen.

 

Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

 

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