Außerordentliche Mitgliederversammlung der Edelweißschützen Moosbach
Infos zum neuen Schießstand und anstehendem Gründungsfest – Franz Haberl zum Ehrenschützenmeister ernannt
Moosbach. Viel zu besprechen gab es am Freitagabend bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Edelweißschützen Moosbach im Gasthaus Kerscher. Der Schützenmeister Hermann Fleischmann hatte diese einberufen, um zu den Themen 75-jähriges Gründungsfest und Schießstandumbau zu informieren. Es wurde um Mithilfe aus den Mitgliederreihen gebeten. Außerdem wurde Franz Haberl überrascht und zum Ehrenschützenmeister ernannt.
„Wir haben viel vor, aber wir schaffen das!“, hieß Fleischmann alle willkommen. Er begrüßte als Vertreter der Gemeinde zweiten Bürgermeister Eberhard Preiß und übergab das Wort an Norbert und Paul Illinger, die sich sämtlicher Planung und Organisation rund um den Umbau des Schießstandes angenommen haben. Die beiden traten nach vorne und erklärten anhand einer Präsentation verschiedene Details: Die Entscheidung sei aufgrund einer Reduzierung des möglichen Fördersatzes zum Jahreswechsel – von 55 auf 25 Prozent – sehr spontan Mitte Dezember getroffen worden. Man habe eine Arbeitsgruppe gegründet, um Themen zu klären, zu organisieren und über einzelne Dinge abzustimmen. Rund 49.000 Euro koste der gesamte Umbau auf technisch moderne elektronische Schießstände, 26.000 davon seien förderfähig. Abgemacht worden sei im Vorfeld, dass dazu das Vereinskonto nicht belangt werde, da ja zusätzlich das Gründungsfest anstehe. Man habe bisher mehrere Sponsoren und Großsponsoren gewinnen können, bei denen sich beide gleich ausgiebig bedankten. Um die 12.000 Euro fehlten jedoch derzeit noch, außerdem müsste man bis zum Eintreffen der Fördergelder zwischenfinanzieren. Deshalb wurde aufgerufen, weitere Sponsoren zu gewinnen und eventuell auch aus den Reihen der Vereinsmitglieder kleinere Summen zu spenden. Denn die Schießstände seien schließlich ausschlaggebend für einen Schützenverein und kämen allen Mitgliedern zu Gute, wie betont wurde.
Bereits viele Sponsoren, weitere gesucht
Weitere Infos folgten: Das System sei wie auch beim schon eingesetzten Lasergewehr „DISAG“ und damit optimal kombinierbar, auch bei Veranstaltungen für Familien. Statt bisher sechs werden künftig fünf Schießstände etabliert, aufgrund neuer Richtlinien den Mindestabstand betreffend. Die hohe Summe erklärten Norbert und Paul Illinger mit verschiedensten ineinandergreifenden Anschaffungen, die nötig seien: „Es hängt einfach mehr dran und geht von einem ins andere, sonst stimmt nichts mehr zusammen!“ Neuer Putz, neuer Schießtisch, schallschluckende Decke, komplette Erneuerung der Elektronik, neuer Schießschrank – diese und weitere Investitionen seien unausweichlich bei der Erneuerung der Schießhalle.
Auch bei den Arbeiten sei man auf Hilfe aus den Reihen der Mitglieder angewiesen. Der Zeitplan sei bewusst eng gehalten, um Kapazitäten für das im Juli anstehende Gründungsfest freizuhalten, denn bis dahin sollten alle größeren Arbeitseinsätze abgeschlossen sein. „Helfer sind jederzeit willkommen!“, schlossen sie ihre Ausführungen und bedankten sich bereits bei allen, die in irgendeiner Weise unterstützten, auch dem Gasthaus Kerscher als Vereinslokal.
Zweitägiges Gründungsfest am 11. und 12. Juli
Dann ergriff wieder Hermann Fleischmann das Wort und ging auf anstehende Termine, unter anderem in Verbindung mit dem Gründungsfest vom 11. bis 12. Juli ein. Am 9. April sei eine Bierprobe geplant, Anmeldungen dazu würden entgegengenommen. Am 10. April finde die Saisonabschlussfeier und Meisterfeier der Mannschaft statt. Für den 9. Mai lud er zum Gauschützenball im Gasthaus Kerscher ein, egal ob Schütze oder nicht, jeder dürfe kommen. Das Schirmherrn- und Festmutterbitten sei für den 16. Mai geplant, Theo Lorenz werde das Amt des Schirmherrn übernehmen, Heidi Gregori wird Festmutter. Am 6. Juni ist die Gedenksteineinweihung geplant, gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr und anschließendem Gedenkgottesdienst und Umtrunk.
Am Samstag, 11. Juli, beginne das Gründungsfest zum 75-jährigen Jubiläum mit einem Seniorennachmittag ab 13.30 Uhr. Alle Senioren der Gemeinde erhielten dazu wieder Seniorentaler seitens der Gemeinde, wofür Fleischmann seinen Dank aussprach. Um 17.30 Uhr ziehe der Verein los, hole Schirmherrn, Festmutter und Vereine beim Dorfbrunnen ein. Um 19 Uhr folge der Bieranstich sowie Kanonen- und Böllerschüsse zur Eröffnung und musikalische Unterhaltung im Zelt durch „GrodAso“ bis in die Nacht hinein. Auch zahlreiche Ehrengäste hätten ihr Kommen für die Festtage bereits zugesagt, darunter MDL Stefan Ebner, Landrat Ronny Raith, eventuell auch Landwirtschaftsminister Alois Rainer sowie verschiedene Bürgermeister der Nachbarkommunen.
Der Festsonntag, 12. Juli, beginnt mit dem Weckruf der Böller um 7 Uhr, um 7.30 Uhr werden Vereine eingeholt, um 10 Uhr findet der Festgottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Johannes statt. Verschiedene Ansprachen und zünftige Musik der „Gamsjäger“ werden die Mittagszeit gestalten, bevor um 13.30 Uhr ein großes Böllerschießen ertönt. Ab 16 Uhr wird ein großes Musikantentreffen ausgerichtet, dessen Ende sich ganz nach den anwesenden Gruppen und Besuchern richten wird, so der Schützenmeister. Die Festküche habe Wolfgang Stoiber aus Regen inne, die Brauerei Rhaner liefere das Festbier. Das 1000-Mann-Zelt wird unterhalb des Feuerwehrhauses aufgestellt sein, die Bar im Keller des Feuerwehrhauses. Rund 35 bis 40 Vereine, darunter um die 20 Schützenvereine, hätten bisher ihr Kommen zugesagt. Als Festleiter fungiere er selbst gemeinsam mit Alfons Eckl.
Anschließend trat Eberhard Preiß nach vorne und überbrachte die Grüße der Gemeinde. „Es ist enorm, was ihr euch heuer vorgenommen habt“, begann er. Doch die Vorstandschaft und der Verein seien gut aufgestellt, auch mit vielen jungen Leuten – und das sei bei Schützenvereinen nicht mehr üblich. Er wies auch darauf hin, dass seitens der Gemeinde ein Zuschuss zum neuen Schießstand geplant sei, worüber in einer Sitzung noch abgestimmt werde.
Zum Abschluss der Versammlung stand eine Überraschung auf dem Plan: Hermann Fleischmann bat Franz Haberl nach vorne und ehrte dessen jahrelangen Einsatz mit der Ernennung zum Ehrenschützenmeister. Von 1985 bis 1997 habe er das Amt des ersten Schützenmeisters bekleidet, und das sehr erfolgreich. Unter anderem sei unter seiner Führung 1986 das erste Mal eine Mannschaft der Edelweißschützen für die Gaurunde im Schützengau Viechtach gemeldet worden. Fleischmann blickte auf verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen zurück, an denen Haberl mitgewirkt hatte, wie auch auf mehrere Auszeichnungen durch den BSSB. „Wir haben dir viel zu verdanken“, sagte er und überreichte eine Urkunde und ein Ehrenabzeichen.
Mit den Worten „Halt ma zam, dann pack mas scho!“ endete die Mitgliederversammlung, der sich gemütliches Beisammensein anschloss.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Bild zur Meldung: Franz Haberl wurde zum Ehrenschützenmeister ernannt (v.l.): Zweiter Bürgermeister Eberhard Preiß, zweiter Schützenmeister Martin Daffner, Ehrenschützenmeister Franz Haberl und Schützenmeister Hermann Fleischmann.








