Aus der Gemeinderatssitzung vom 29.04.2026
Trinkwasserbrunnen für die Grundschule
Gemeinderat stimmt waldwasser-Projekt zu – Gebühren für die Mittags- und Ganztagesbetreuung werden angepasst
Prackenbach. Ein ästhetisch ansprechender Trinkbrunnen, an dem die Grundschüler sich kostenlos mit frischem Leitungswasser versorgen können, wird in Kürze auch in der Aula der Prackenbacher Grundschule stehen. Der Gemeinderat gab in der öffentlichen Sitzung am Mittwochabend die Zustimmung, das Projekt der Wasserversorgung Bayerischer Wald zu unterstützen.
Der Wert des von einer Künstlerin gestalteten Brunnens liege bei 20.000 Euro zuzüglich Steuern, wie Bürgermeister Andreas Eckl erklärte. 16.000 Euro übernehme der Initiator des Projekts selbst. Örtliche Betriebe und Firmen hätten bereits Spendengelder in Höhe von rund 3.500 Euro zugesagt, so dass der Betrag, den die Gemeinde übernehmen müsse bei überschaubaren 600 Euro plus Installationskosten und Steuern liege. Mit der Schule sei man im Einklang, dass man Schülern das höchste Gut Wasser näherbringen und damit einen Trend weg von Süßgetränken unterstützen wolle.
Der zunächst angedachte Standpunkt neben dem Haupteingang habe sich aufgrund des Brandschutzes und zu langer Leitungswege als nicht praktikabel erwiesen. Mit dem neuen geplanten Standort beim ehemaligen Kiosk könnte dies umgangen werden. Bisher füllten sich Schüler ihre Trinkflaschen oft an den Waschbecken in den Toiletten auf, weshalb der Trinkbrunnen in jedem Fall eine Verbesserung sei, so die Meinung Eckls und auch des Gremiums. Nach einigen Diskussionen über die Spülautomatik stimmten die Gemeinderäte mehrheitlich dafür, das Projekt zu unterstützen.
Ein weiterer Punkt die Grundschule betreffend stand auf der Tagesordnung: Die Gebühren für die Mittags- und für die ab kommendem Schuljahr gesetzlich geregelte Ganztagesbetreuung. Bei einem Elternabend seien die Eltern der Schulanfänger bereits informiert worden. Bisher habe man den Gebührensatz bewusst niedrig gehalten, aufgrund des immer größer werdenden Defizits habe man sich nun geeinigt, die Gebühren anpassen zu müssen, so Eckl. Die Betreuung bis 14 Uhr soll ab dem Schuljahr 26/27 statt zehn Euro dann 50 Euro kosten, die Betreuung bis 15.30 Uhr statt 20 Euro 100 Euro. Das Gremium stimmte zu.
Abschied von scheidenden Gemeinderäten
Bürgermeister bedankt sich in letzter Sitzung der Wahlperiode für die außerordentlich gute Zusammenarbeit
Prackenbach. Das Ende der letzten Gemeinderatssitzung dieser Wahlperiode nutzte Bürgermeister Andreas Eckl am Mittwochabend, um sich vor allem bei den Gemeinderäten zu bedanken, die ab kommender Woche nicht mehr im Gremium mit dabei sind. Er lobte die herausragend gute Zusammenarbeit und hoffe, dass sich diese auch im neuen Gremium etabliere.
„Ihr habt es mir relativ leicht gemacht, mein Bürgermeisteramt auszuüben!“, sagte Eckl über die „stets sehr angenehme Atmosphäre ohne Partei- und Ortsteildenken“. Er blickte auf die schwierigen Voraussetzungen, die die Pandemie zu Beginn der Periode gefordert hatte. Auch dies sei vom Gremium hochprofessionell gelöst worden. Er wünsche sich, dass die gemeinsame Arbeit so weiter gehe, wie bisher, sei guter Dinge, nachdem er sich bereits mit den neuen Vertretern jeder Fraktion zusammengesetzt habe.
Dann bedankte er sich namentlich bei allen Gremiumsmitgliedern, für die die Mittwochssitzung die letzte war. Hans Miethaner, der auf eigenen Wunsch ausscheidet und das Amt des dritten Bürgermeisters bekleidet, sei ganze 24 Jahre lang Gemeinderat gewesen. „Ich hätte mir keinen loyaleren Stellvertreter wünschen können, du hast mir oft den Rücken freigehalten und warst immer da!“ Helmut Gierl, der sich ebenfalls nicht mehr zur Wahl gestellt hatte, sei seit seiner Anfangszeit im Jahr 2014 dabei gewesen. Mit sachlichen Fachbeiträgen habe er sich oft eingebracht und sei bei hitzigeren Diskussionen immer wieder der Ruhepol mit seinen gut überlegten, weisen Aussagen gewesen.
Auch Reinhold Högerl war zwölf Jahre lang mit im Gremium, sei stets sehr aktiv gewesen auch im Hauptausschuss. Er habe seine Meinung stets kundgetan und Dinge oft kritisch hinterfragt, was er sehr schätze, erklärte der Bürgermeister. Besonders zum Thema erneuerbare Energien habe sich der „PV-Gott“, wie er Högerl scherzhaft bezeichnete, immer wieder hervorgetan. Auch den Jüngsten, Martin Heiland, verabschiedete er. Heiland war seit 2020 mit dabei und stellte sich nicht mehr zur Wahl. „Der Martin ist einer, der nicht rumeiert. Wenn ihm was nicht passt, dann sagt er es, und wenn´s auch die große Politik trifft!“ Seine Ehrlichkeit habe er sehr geschätzt, auch beim neuen Feuerwehrhaus habe sich der Vorsitzende der Prackenbacher Wehr enorm eingebracht. Außerdem habe seine „Umtriebigkeit“ für viel gute Laune gesorgt, wenn sich was rührte, sei Heiland selten nicht mit dabei gewesen.
Viel Lob für seine Arbeit als Gemeinderat sprach Eckl auch Michael Kellermeier aus. Als Gegenkandidaten für das Bürgermeisteramt 2014 hätten sich die beiden richtig kennen und schätzen gelernt. „Fair Play wird bei dir immer groß geschrieben!“ Seit 2008 war Kellermeier im Gremium, bekleidete auch das Amt des zweiten Bürgermeisters. Auch er sage seine Meinung und nehme kein Blatt Papier vor den Mund. Eckl bedauerte sein Ausscheiden und sprach die Hoffnung aus, vielleicht in einer kommenden Wahlperiode wieder mit Kellermeier gemeinsam agieren zu können.
Für alle alten und neuen Gemeinderäte werde es in naher Zukunft ein kleines Abschieds- und Willkommensfest geben, lud Eckl ein. Der Termin werde noch bekannt gegeben. Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Gemeinderats findet am Mittwoch, 6. Mai, statt.
Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Bild zur Meldung: Gruppenbild des Prackenbacher Gremiums der bisherigen Wahlperiode.








