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Zwei „Ja“-Worte für die Edelweißschützen

Moosbach, den 28.​05.​2026

Festmutter- und Schirmherrnbitten in Moosbach für 75-jähriges Gründungsfest im Juli

 

Moosbach. Süffig, lustig und traditionell ging´s zu, am Samstagabend in Moosbach. Die Edelweißschützen haben sich auf die Suche nach Repräsentanten für ihr 75-jähriges Gründungsfest im Juli gemacht – und sind fündig geworden: Nach einiger Anstrengung bei amüsanten Aufgabenstellungen willigten Heidi Gregori und Theo Lorenz ein, die Rollen als Festmutter und Schirmherr zu übernehmen. Im Anschluss wurde gemeinsam im Vereinslokal Kerscher gefeiert.

 

Zunächst machten sich die Schützen, begleitet von der Blasmusikkapelle „Heibod´n-Musi“ aus der Gemeinde Rötz sowie Bürgermeister Andreas Eckl und Gattin Manuela Eckl, im Gleichschritt auf zum Treffpunkt am Pfahl, wo sie die beiden zu Überzeugenden einholten und begrüßten. „A Schirmherr und a Festmutter gang uns etz no o, und desweg´n samma mir heut alle do. Um an Theo und d´Heidi heut zum frog´n, ob ma mia se für diese Ämter kannt´n hom“, erklärte Schützenmeister Hermann Fleischmann in Reimform und leitete zum Rückmarsch zum Sportplatz über, wo schon alles für das Schirmherrn- und Festmutterbitten vorbereitet war.

 

Mit Lobesworten versuchte sich der Schützenmeister alsdann einzuschmeicheln, um die begehrten Ja-Worte zu erreichen: „Du, lieber Theo, warst uns recht, wennst uns du an Schirmherrn mocha mechst. Du host a Ausstrahlung und Humor, a so stell ma uns mia des vor!“ Als den „Patron vom Lorenz-Bau, tüchtig, sympathisch und a schlau, bist gesellig und bekannt, weitum im ganzen Bayernladn“, hofierte Fleischmann den angehenden Schirmherrn, der daraufhin nicht Nein sagen konnte und einen Schirm als Symbol seiner Rolle überreicht bekam.

 

Ganz so leicht machte es Heidi Gregori den Bittstellern nicht. „Heidi, derfst ma´s wirklich glaub´n – wärst als Festmutter unser Traum, a Frau mit Herz und Verstand, de guad ausschaut a im Festtagsgwand“, versuchte der Schützenmeister sie zum Ja-Wort zu überzeugen. Doch die Angebetete wollte zuvor fünf Aufgaben mit Leidenschaft und Engagement erfüllt sehen.

 

Der erste Schützenmeister und Festleiter, der zweite Schützenmeister Martin Daffner, Festleiter Alfons Eckl und Ausschankmeister Alfred Laumer durften nach vorne treten und es sich auf einem Holzscheit bequem machen. Nach einigen Minuten und einigen Schnäpsen erklärte Heidi Gregori die Aufgabe als bestanden.

 

Bei Nummer zwei traf es wieder dieselben Schützenkameraden, diesmal durften sie sitzen – und dabei leckere Biersuppe auf Zeit löffeln. Natürlich mit durchlöchertem Besteck. „Do segt ma glei, wer unter Stress am schnellsten is, oder wer den größten Durst hod!“, so der Kommentar der angehenden Festmutter.

 

Bei der dritten Aufgabe gesellte sich Ludwig Fleischmann zum bisherigen Vierergespann, getestet werden sollten die Koordination und Zusammenarbeit im Team: Mit Fußfesseln musste im synchronen Schritt ein Slalom-Parcours gemeistert werden, in der Hand jeweils ein volles Schnapsglas, das bei jedem Verschütten von allen geleert werden musste und sogleich wieder gefüllt wurde.

 

Nach einem Eierlauf mit Promille-Brille musste bei der letzten Aufgabe der gesamte Festausschuss aktiv werden, unterstützt von allen Vereinsmitgliedern: Die Musikanten stimmten das Lied „Mia san vom Woid dahoam“ an und gemeinsam wurde lautstark gesungen.

 

Lachend sagte Heidi Gregori im Anschluss endlich „Ja“ und nahm einen Blumenstrauß in Empfang. Nach einem Gruppenfoto marschierte der Schützenfestzug weiter ins Vereinslokal Kerscher. 

 

 

Dort begrüßte Fleischmann nochmals alle und sprach Dankesworte. Auch Bürgermeister Eckl schloss sich an und überreichte Blumen. Einiges rühre sich heuer bei den Edelweißschützen, kürzlich beim Gauschützenball, heute bei der Veranstaltung, am 6. Juni bei der Gedenksteineinweihung und dann am 11. und 12. Juli beim Gründungsfest. Gemeinsam genoss man schmackhafte Bewirtung, feierte noch lange und stieß auf die beiden neu gewonnenen Fest-Repräsentanten an.

 

Der Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem erstellt und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

 

Bild zur Meldung: Zwei „Ja“-Worte für die Edelweißschützen

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