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Aus der Gemeinderatssitzung vom 30.09.2026

Prackenbach, den 06.​10.​2026

Gebühren für Fernwasser steigen

Aus dem Prackenbacher Gemeinderat: Mehreren Bauangelegenheiten zugestimmt

 

Prackenbach. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Mittwochabend im Prackenbacher Rathaus hat das Gremium mehreren Bauangelegenheiten die Zustimmung erteilt. Weiterhin gab Bürgermeister Andreas Eckl eine Erhöhung der Fernwassergebühren durch den Dienstleister WaldWasser bekannt, ebenso wie eine Stellungnahme der Kommunalaufsicht des Landratsamtes Regen zum Haushalt 2026.

 

Zunächst fielen die Abstimmungen für folgende Bauangelegenheiten einstimmig positiv aus: In Oberreisach wird Nutzungsänderung bestehender Garagen und landwirtschaftlicher Räume zu einer Werkstatt mit Technikraum beantragt, in Steinhof von Andreas Larisch Nutzungsänderung des Dachgeschosses eines bestehenden landwirtschaftlichen Gerätegebäudes zu einem „Cam´ania-Raum“ für Impulse.

 

Florian Hackl beantragt einen Vorbescheid auf Errichtung einer überdachten Reitfläche und Lagerflächen, eines Stallgebäudes für Pferde mit Aufstockung und Umbau eines landwirtschaftlichen Bestandsgebäudes in Viechtafell. Diesbezüglich habe man wegen des Oberflächenwassers, das dort regelmäßig Thema sei, bereits Zisternen und Rückhaltebecken in die Planungen eingebracht, so Eckl, und außerdem auf die zu wahrenden Abstände an der Grundstücksgrenze hingewiesen. Zu geplanten Einstellern sei derzeit noch nichts bekannt, im Falle von Vermietung wolle man aber auch darauf aufmerksam machen, dass ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden müssen.

 

Des Weiteren gab Eckl bekannt, dass die Gebühr für Fernwasser der Wasserversorgung Bayerischer Wald pro Kubikmeter von 1,28 Euro ab 1. Dezember 2026 für 2027 auf 1,40 Euro erhöht werde. Im Anschluss ging er kurz auf eine Stellungnahme der Kommunalaufsicht des Landratsamtes Regen zum Haushalt 2026 ein. Der zwar genehmigungsfreie Haushalt ohne Kreditaufnahmen erfordere dennoch eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 451.000 Euro. Sowohl die Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 290.000 Euro als auch die freie Finanzspanne in Höhe von 156.000 Euro seien im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken. Die „finanzielle Bewegungsfreiheit“ werde nur noch als „zufriedenstellend“ bewertet. Dennoch seien die Steuereinnahmen voraussichtlich nicht so niedrig wie prognostiziert, so Eckl, den Gürtel müsse man aber enger schnallen. Hingewiesen worden sei unter anderem auf das Kostendeckungsgebot bei Kindertagesstätten, „das ist aber nicht einfach“. Positiv bewertet worden sei der stetig sinkende Schuldenstand. Generell hätte es keine Beanstandungen und keine Auflagen gegeben. Das Gremium nahm dies zur Kenntnis.

 

Gemeinde lädt ein zum Herbstfrühstück

Veranstaltung für Familien, Senioren und alle Gemeindebürger im Prackenbacher Bürgerhaus

 

Prackenbach. Gemeinsam einen gemütlichen und unterhaltsamen Sonntagvormittag verbringen: Dazu lädt Bürgermeister Andreas Eckl alle Gemeindebürger am 25. Oktober ein. Nach dem erfolgreichen Senioren-Herbstfrühstück mit reichhaltigem Buffet vor zwei Jahren wolle man die Veranstaltung heuer auf alle ausweiten. Familien, Senioren, Neubürger, Menschen mit Handicap – alle seien willkommen, wie er bei der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend bekannt gab.

 

Gemeinsam mit dem Gemeinderat habe man sich der Organisation angenommen, es freue ihn, dass alle Fraktionen mit dabei sind. Vor Ort hätten alle Gelegenheit die neuen Gemeinderatsmitglieder kennen zu lernen und sich mit ihnen auszutauschen. Auch für musikalische Unterhaltung sei gesorgt, ebenso wie natürlich für beste Verpflegung. Insgesamt gebe es 130 Plätze, los geht´s um 8.30 Uhr bis mittags. Anmeldung ist möglich bis zum Dienstag, 20. Oktober. Die Kosten betragen 6,50 Euro pro Person, Kinder bis zwölf und Menschen mit Handicap frei.

 

Bis zu 25 Prozent Zuschuss

Gemeinde beteiligt sich künftig an Waldwegsanierungen, die die Öffentlichkeit betreffen – Einzelne Anträge und gesonderte Abstimmungen

 

Prackenbach. Ein Antrag der Jagdgenossenschaft Prackenbach hat bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Mittwochabend für regen Austausch und kleinere Diskussionen gesorgt, die letztendlich dennoch zu einem einstimmigen Ja geführt haben: Künftig wird sich die Gemeinde an kleineren Sanierungen und Instandsetzungen von Wald- und Forstwegen beteiligen. Voraussetzung ist, dass diese von der Öffentlichkeit genutzt werden.

 

Bereits bei der heurigen Prackenbacher Jagdversammlung habe er signalisiert, dass dies seiner Meinung nach denkbar sei, wie Bürgermeister Andreas Eckl betonte. Drei Jagdgenossenschaften gebe es in der Gemeinde, Prackenbach, Moosbach und Ruhmannsdorf, erklärte er die Gegebenheiten. Die jeweiligen Jagdvorsteher machten sich regelmäßig ein Bild des Zustandes der Wege und leiteten Instandsetzungen ein. Die Kosten seien bisher allein durch den Jagdpachtschilling übernommen worden, was er als „sehr löblich“ bezeichnete. Gerade wenn jedoch auch viele Radfahrer, Wanderer oder Jogger die betreffenden Wege nutzten (Beispiel Distelberg) oder diese Verbundwege zwischen Ortsteilen darstellten, sehe er einen gemeindlichen Zuschuss als gerechtfertigt. Bis zu 25 Prozent war sein Vorschlag zur Deckelung mit vorheriger Antragstellung und Angaben zu Kosten und Maßnahmen. Entschieden werden solle dann im Einzelfall, ob oder wie hoch ein Zuschuss geleistet werden könne. Außerdem seien davon kein Forstwegebau oder Sanierungen im großen Stil umfasst, lediglich Instandhaltungs- und -setzungsmaßnahmen wie Gräben putzen. Die Kosten dafür seien überschaubar und beliefen sich erfahrungsgemäß auf insgesamt nur hunderte oder wenige tausende Euro pro Jahr.

 

Es folgte eine Diskussion im Gremium mit zahlreichen Wortmeldungen: Wichtig sei, dass kein hoher bürokratischer Aufwand entstehe, wie Johann Thurnbauer (Jagdvorsteher Moosbach) und Matthias Thanner (Jäger und Mitglied der Jagdgenossenschaft Prackenbach) als klare Befürworter betonten. Mirko Penzkofer gab die verschlechterte finanzielle Situation der Kommune zu bedenken, dass man in den letzten Jahren die Maßstäbe für Sanierungen bei anderweitigem Wegebau eher zurückgeschraubt habe und dass es sich hierbei um eine Küraufgabe handele, nicht um Pflicht.

 

Generell wurde immer wieder die Arbeit des Jagdvorstands in Prackenbach gelobt, Eberhard Preiß (selbst Mitglied) betonte, dass man für relativ wenig Geld mittlerweile wieder alles gut im Griff habe. Auch der Prackenbacher Jagdvorsteher und Antragsteller Günther Fraundorfner bekam das Wort zugesprochen: Er betonte, dass es wichtig sei, zu wissen, welche Wald- und Forstwege gewidmet seien, und forderte für diese Wege eine generelle Kostenbeteiligung der Gemeinde. Eckl äußerte teilweise Zustimmung, gab jedoch zu bedenken, dass von Gemeindeseite keine Pflicht für Top-Instandhaltung von Forststraßen bestehe, lediglich für „einigermaßen durchkommen“ und daher die Kostenbeteiligung an entsprechenden Maßnahmen durchaus eine freiwillige Leistung sei. 

 

„Gleiches Recht für alle“, schloss der Bürgermeister den regen Austausch und weitete damit die Abstimmung, die einstimmig ausfiel, auf alle drei gemeindlichen Jagdgenossenschaften aus. Künftig können per Antrag Maßnahmen samt Kosten eingereicht werden, das Gremium wird jeweils über eine gemeindliche Beteiligung von bis zu 25 Prozent entscheiden. Auch ein bereits vorliegender Antrag der Jagdgenossenschaft Prackenbach mit einem Gesamtbetrag von 589,05 Euro wurde danach behandelt und erhält 25 Prozent Zuschuss.

 

Der Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

 

Bild zur Meldung: Aus der Gemeinderatssitzung vom 30.09.2026

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Aus der GR-Sitzung vom 30.09.2026 (05.​10.​2026)

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