Weiteres aus der Gemeinderatssitzung vom 28.10.2026
Gebühren für Wasser und Entwässerung sinken
Aus dem Prackenbacher Gemeinderat: Kämmerer Manfred Maier stellt Kalkulation vor
Prackenbach. Für die momentane Zeit sei das durchaus etwas Besonderes, daher freue es ihn umso mehr: Am Mittwochabend gab Bürgermeister Andreas Eckl bekannt, dass nach einer Neukalkulation, die alle vier Jahre durchgeführt werde, die Gebühren für Wasser und Entwässerung in der Gemeinde Prackenbach sinken könnten. Nach Ausführungen von Geschäftsleiter und Kämmerer Manfred Maier bei der Gemeinderatssitzung beschloss das Gremium die Senkung im Bereich Wasser von 2,58 Euro pro Kubikmeter auf 1,95 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer von sieben Prozent) und im Bereich Entwässerung von 3,31 Euro auf 2,88 Euro pro Kubikmeter bei Mischwasser beziehungsweise von 3,01 Euro auf 2,57 Euro für reines Schmutzwasser.
Mit dem Gutachten beauftragt worden sei Rechtsanwältin Bettina Radlbeck aus Straubing. Die Berechnungen hätten einen Überschuss der Einnahmen im Vergleich zu den Kosten ergeben. Da es sich bei der Wasserversorgung gesetzlich um eine kostendeckende Einrichtung handele, müsse dies nun im Rahmen von Senkungen an die Bürger weitergegeben werden. Maier ging auf einige Details ein, unter anderem sei der Überschuss wegen Planungen zustande gekommen, die bisher jedoch noch nicht umgesetzt hätten werden können: die großen Investitionen in einen neuen Moosbacher Hochbehälter. In den vergangenen Jahren seien diese bereits in den Wassergebühren veranschlagt gewesen, aufgrund von unvorhergesehenen Verzögerungen hätte das Projekt jedoch bisher nicht umgesetzt werden können. Allerdings sei es diesbezüglich nicht unwahrscheinlich, dass die Gebühren im nächsten Kalkulationszeitraum wieder stiegen. Für die aktuelle Periode habe außerdem der Zusammenschluss mit der Stadt Viechtach im Bereich Kläranlage erste Kostenvergünstigungen nach sich gezogen, so Maier.
Auch im Bereich Entwässerung herrsche Überdeckung, in den vergangenen vier Jahren sei ein Überschuss durch die Gebühren erwirtschaftet worden. Nun werde dieser als Senkung der Gebühren für Entwässerung wieder an die Bürger zurückgegeben. Unter anderem berichtete er von günstigeren Stromkosten aufgrund der PV-Anlage auf dem Dach der neuen Pumpstation Kugelbach, allerdings auch vom schnellen Verschleiß einiger Bauteile. Dies sei ärgerlich, jedoch würde derzeit noch einiges auf Kulanz nachgebessert. Man hoffe, dass diese Reparaturkosten für die Zukunft im Rahmen blieben. Weiterhin werde die Kommune aufgrund des Zusammenschlusses prozentual beteiligt, sollte die Stadt Viechtach größere Summen in den Entwässerungsbereich investieren müssen, was ebenfalls Auswirkungen auf die nächste Kalkulation in vier Jahren hätte.
Gesondert berechnet wurde der Kostenanteil der Niederschlagswasserableitung an den durch Gebühren zu deckenden Kosten. Hier werde die sogenannte Erheblichkeitsschwelle noch unterschritten, wobei in den vergangenen Jahren eine lineare Steigerung festzustellen gewesen sei, wie Maier erklärte. Nicht ausgeschlossen sei deshalb, dass diese Schwelle künftig überschritten wird und dann die Erhebung einer sogenannten gesplitteten Abwassergebühr erforderlich würde, bei der eine Aufteilung in Schmutzwasser und Regenwasser erfolgt. Dies verursache einen erheblichen Mehraufwand bei den Erstberechnungen, da für Niederschlagswasser unterschiedliche Maßstäbe der Versiegelungsgrade zu Grunde gelegt werden müssten – zum Beispiel fließe bei Dachflächen alles ab, im Garten könne hingegen ein Großteil versickern.
Das Gremium beschloss die Senkungen einstimmig.
Der Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.
Bild zur Meldung: Geschäftsleiter und Kämmerer Manfred Maier erläuterte Details zur Wasserabgabe- und Entwässerungssatzung.








