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Pflegeinsel Kuhn

Vorschaubild Pflegeinsel Kuhn

Ringstraße 15
94267 Prackenbach

(09942) 9032010
(09942) 9032011

E-Mail:
Homepage: https://www.krankenpflege-kuhn.de/

Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Mo. - Fr. von 07.30 bis 16.30 Uhr

Unsere Einrichtung erbringt Pflege im häuslichen Bereich, damit bieten wir dem Menschen mit unseren Leistungen die Möglichkeit,  sich so lange wie möglich in seiner vertrauten Umgebung aufzuhalten und wohlzufühlen.

Wir erbringen Grundpflege oder med. Leistungen ein- oder mehrmals am Tag und sieben Tage die Woche, falls erforderlich


Aktuelle Meldungen

Gemeinsam leben, lachen und füreinander da sein

(28.​05.​2026)

Katharina Hoffmann erzählt von ihrer Passion, die sie zum Beruf gemacht hat – Sie übernimmt in Kürze den ambulanten Pflegedienst und zwei Tagespflegeeinrichtungen in Prackenbach und Ruhmannsfelden von Peter Kuhn

 

Prackenbach. „Zum Geburtstag viel Glück…“, schallt es durch den Gemeinschaftsraum. Grinsend holt der Seppe Luft und bläst die Kerze auf seinem Stück Kuchen aus. „Darfst dir was wünschen!“, sagt Katharina Hoffmann lächelnd und legt dem Senior eine Hand auf die Schulter. Die hübsche junge Frau mit den langen dunklen Haaren blickt freudig in die Runde am Tisch: „So, und was machen wir heute alles? Jetzt frühstücken erst mal noch die Letzten und nachher fahren wir nach Viechtach, kaufen Blumen und kümmern uns um den Balkon, einverstanden?“ Fröhliches Nicken. Die 29-Jährige neigt zufrieden den Kopf und geht gemeinsam mit Peter Kuhn, ihrem Noch-Chef, in die Küche, wo gerade von den anderen Pflegedienst-Mädels Hackbraten für den Mittag zubereitet wird. Bald schon wird Katharina Hoffmann seine Rolle übernehmen und damit die Leitung der Tagespflegeeinrichtungen in Prackenbach und Ruhmannsfelden sowie des ambulanten Pflegedienstes.

 

Schon in der Schulzeit ist für Katharina klar: Sie will in einen Beruf ausüben, in dem sie Kontakt zu Menschen hat. Der Weg in die Pflege – eine Herzensentscheidung. 2013 macht sie in Chamerau ihre Ausbildung zur Altenpflegerin, wechselt anschließend in den ambulanten Dienst nach Cham. Vor sieben Jahren, 2019, fängt sie in der Tagespflege Kuhn in Prackenbach an, absolviert parallel dazu die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung. Zu den denkbar schwierigsten Voraussetzungen. Corona-Pandemie. „Schon damals hat sich gezeigt, dass sie Führungsqualitäten besitzt“, lobt der Gründer des Pflegedienstes seine Angestellte. Man habe gemerkt, dass sie Krisenzeiten meistere, stets ohne Überforderung den Überblick behalte.

 

In hellen Shorts und hellem Hemd sitzt der 53-jährige Peter Kuhn mit überkreuzten Beinen im Büro und erinnert sich an die gemeinsame Zeit, aus der seine Entscheidung entstanden ist, sein Lebenswerk an seine Angestellte zu übergeben. Zunächst ist Katharina in der Tagespflege tätig, übernimmt mit der Zeit immer mehr Verantwortung, auch im mobilen Pflegedienst, wie sie selbst erklärt. „Es hat durchaus auch Reibereien zwischen uns gegeben, wenn man das so nennen kann“, sagt sie mit einem Grinsen. Da sie ja ein Teil des Teams sei, habe sie immer versucht die Grätsche zwischen der Unternehmer- und Arbeitnehmersicht zu schaffen. „Und das ist auch gut so“, sagt Peter Kuhn, „sie hat sich immer loyal zum Team gestellt.“ Augenzwinkernd fügt er hinzu: „Aber mittlerweile kann sie auch meine Ansichten besser nachvollziehen.“

 

 Vor rund 30 Jahren wird der ambulante Pflegedienst Peter Kuhn gegründet. Mittlerweile gehören seit 2013 die Tagespflege in Prackenbach und seit 2023 eine weitere Einrichtung in Ruhmannsfelden zum Unternehmen sowie auch ein Menü- und Hauswirtschaftsservice.

 

Neben der fachlichen Kompetenz schätzt der bisherige Chef an seiner baldigen Nachfolgerin die Leidenschaft zum Pflegeberuf. Zur Lebensaufgabe, die er für beide gleichermaßen ist. „Wie eine Familie“, beschreiben sie das Miteinander im Team, die freundschaftlichen Beziehungen zu den Senioren. Privatleben und Beruf seien schwerlich trennbar, und das sei auch gut so. „Ich denke oft auch an meinen freien Tagen daran, ob zum Beispiel die Geburtstagsfeier eines Tagespflege-Gastes so geklappt hat, wie wir das die Tage zuvor eifrig geplant haben“, die junge Frau grinst und zuckt mit den Schultern. Das sei teils anstrengend, doch gehöre zu ihrem Traumberuf einfach dazu.

 

Seine „soziale Ader“, wie Kuhn es nennt, habe er schon früh gespürt. Nach ersten Erfahrungen bei einem Krankenhaus-Praktikum entscheidet er sich für die Krankenpflege, mit dem Wunsch, Menschen nicht nur zu versorgen, sondern zu begleiten. „Da hat sich die Liebe zum Beruf dann richtig entfaltet, der Mensch im Mittelpunkt.“ Anderen zu helfen sei für ihn zu einer Profession, zu einem gesellschaftlichen Auftrag geworden. „Wir sehen uns auch als Krisenmanager, als kurzfristige Ansprechpartner für Angehörige und unvorhergesehen, schwierigen Situationen.“ Viele Betroffene hätten wenig Ahnung, wie es nach einer plötzlichen Pflegebedürftigkeit weitergehen solle. Katharina Hoffmann lächelt zustimmend.

 

Gemeinsam Lebensqualität pflegen

 

Im Mittelpunkt stehe stets die Selbstbestimmung der Senioren. „Wenn trotz eines Schicksalsschlags Lebensqualität gepflegt werden kann und die Leute in gewissem Maße ein selbstständiges Leben führen können.“ Senioren wie auch deren Familie, betont sie. In der Zeit, die Familienangehörige wieder uneingeschränkt und ohne schlechtes Gewissen ihrem eigenen Leben nachgehen können, wolle sie auch den Besuchern der Tagespflege eine schöne, selbstbestimmte Zeit bieten. „Jeder kann bei uns eigentlich machen, was er will. Wir machen Angebote, aber entscheiden kann jeder selbst. Ob nun basteln, Dinge wie Palmbuschbinden, kochen, gemeinsam singen und musizieren oder einfach spazieren gehen und ratschen. Auch Besucher dürfen natürlich jederzeit vorbeikommen.“ Die Wochenspeisepläne werden gemeinsam erstellt, jeder kann seine Wünsche und Lieblingsgerichte auf die Liste setzen. „Richtig gefallen und geschmeckt haben ihnen letztens die Früchte aus dem Schokobrunnen, auch Kuchen, Waffeln oder einen Hoiwa-Datsch machen wir immer wieder gemeinsam.“ Das Herz gehe einem auf, wenn Senioren, die ihr Leben größtenteils nur noch allein im Haus verbrachten, auf einmal freudig neue Schuhe und Schmuck kaufen, sich schminken und herrichten, um Bekannte zu treffen. „Sich einfach wertvoller fühlen“, fügt Peter Kuhn hinzu.

 

Bei ihrer eigenen Großmutter sehe Katharina Hoffmann, wie viel schon einfache Gespräche mit Freunden oder Bekannten zur Lebensfreude beitragen, wenn man selbst nicht mehr einfach ins Auto steigen könne und jemanden besuchen. Oder niemand aus dem Freundeskreis mehr da sei. Die immer noch oft negative Bewertung in der Gesellschaft, wenn Betreuung im Alter in Anspruch genommen wird, verstehe sie überhaupt nicht. Das sei wie ein Ausflug, den die Senioren selbst nicht mehr organisieren könnten. „Wenn die Oma jetzt von der Tagespflege heimkommt, hat sie jede Menge zu erzählen, das ist richtig schön anzusehen!“ Katharina Hoffmann lächelt und neigt nachdenklich den Kopf. „Aber auch gemeinsam trauern gehört selbstverständlich mit dazu.“

 

Eine wichtige gemeinsame Aktivität sind Besuche am Friedhof. „Es berührt uns und die anderen Senioren sehr, wenn jemand aus unserer Runde verstirbt. Vor allem, wenn der- oder diejenige lange bei uns gewesen ist.“ Regelmäßig wird gemeinsam gebetet, bei Todesfällen über die Trauer gesprochen und an schöne gemeinsame Momente erinnert.

 

Aus dem Pflegedienst will Peter Kuhn sich künftig etwas zurückziehen, in beratender Funktion aber jederzeit zur Verfügung stehen. Doch ihn ziehe es in die Ferne, um zu helfen. „Ich möchte einen tropenmedizinischen Kurs machen, Sprachen lernen und für Auslandsorganisation wie ´Ärzte ohne Grenzen´ arbeiten.“ Das Bewerbungsverfahren laufe bereits. Das sei schon immer ein Herzensanliegen von ihm gewesen, jetzt wolle er das in Angriff nehmen. Die Zukunft seines Pflegedienstes sehe er in besten Händen. Was er sich für seine Nachfolgerin wünscht? „Dass die Zusammenarbeit im Landkreis mit den anderen Pflegediensten einfacher wird.“ Das Angebot sei groß, doch etwa wie in München gemeinsam organisierte Nachtdienste oder auch nur ein Verweis auf freie Plätze bei anderen Einrichtungen gestalte, sich als schwierig. „Es sollte in unserem Beruf kein Konkurrenzdenken geben. Ein Netzwerk, das gemeinsam organisiert, wäre wirklich toll.“

 

Der Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem erstellt und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

Foto zur Meldung: Gemeinsam leben, lachen und füreinander da sein
Foto: Gemeinsam leben, lachen und füreinander da sein

Pflegeinsel Kuhn geht auf eigene Initiative in die Impfoffensive

(25.​02.​2021)

Über 50 Personen wurden in der Pflegeinsel gegen COVID-19 geimpft

 

Am Mittwoch, 17.02.2021 hatte das mobile Impfteam aus dem Landkreis Regen ihren ersten Einsatz in einer Tagespflegeeinrichtung mit angeschlossenem ambulanten Pflegedienst, der Pflegeinsel Kuhn aus Prackenbach. Seit Januar bemühte sich Geschäftsleiter Peter Kuhn diese für seine Einrichtung zu gewinnen, da auch die Nachfrage bei den pflegebedürftigen Personen und deren Angehörigen immer mehr anstieg. Kuhn selbst war es ein persönliches Anliegen ein Zeichen zu setzen und die Impfungen voranzubringen um einen ausreichenden Schutz für seine Pflegeinsel zu erlangen.

 

Dank dieser vorbildlichen Eigeninitiative konnten am Mittwoch über 50 Personen geimpft werden, der Termin für die zweite Impfung findet am 10.03.2021 statt. Pflegebedürftige Personen, die über keine Fahrmöglichkeit verfügen, wurden vom hauseigenen Fahrdienst kostenlos in die Pflegeinsel gebracht um dort den Impftermin wahrnehmen zu können. Derzeit bemüht man sich um weitere Impfungen für bettlägerige Personen durch das mobile Impfteam, jedoch ist die Transportfähigkeit der aufgezogenen Injektionslösungen noch nicht abschließend geklärt.

 

Geschäftsleiter Kuhn bedankte sich im Anschluss beim mobilen Impfteam für die tolle Zusammenarbeit und bei seinen Mitarbeitern, die zur Organisation und dem reibungslosen Gelingen beigetragen haben. Zum Termin erschien auch Bürgermeister Eckl Andreas und machte sich ein Bild vom mobilen Impfteam und der perfekten Organisation durch die Pflegeinsel Kuhn.

Foto zur Meldung: Pflegeinsel Kuhn geht auf eigene Initiative in die Impfoffensive
Foto: Bild: Bürgermeister Eckl Andreas (links), Geschäftsleiter Kuhn Peter (rechts), mob. Impfteam (Mitte)


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