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Sie gehört zum Inventar der Prackenbacher Kirche

Prackenbach, den 18.​11.​2025

Thekla Holzapfel für 30-jährigen Mesnerdienst geehrt – Rührende Lobes- und Dankesworte

 

Prackenbach. Die „geheimen Herrscher der Pfarreien“ seien sie, ihr Geist lebe in den Gotteshäusern und sei überall zu spüren, erklärte Pfarrer Werner Konrad beim Vorabendgottesdienst am Samstag in der Pfarrkirche Sankt Georg. In Prackenbach seien das Güte und Herzlichkeit – und die entsprängen dem Wesen von Mesnerin Thekla Holzapfel, die im Rahmen der Heiligen Messe für ihr 30-jähriges Dienstjubiläum geehrt wurde.

 

Bereits zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Konrad den heutigen Ehrengast besonders. Thekla Holzapfel gehöre einfach zur Kirche, die sei ohne sie nicht vorstellbar. Auch begrüßte er die Verstorbenen mit einem Blick auf die seit Allerheiligen aufgestellten Sterbebilder. Sie seien nicht verschwunden, nur vorausgegangen. Im Christentum sei die Beschäftigung mit dem Tod eine Lebensaufgabe. Im Gottesdienst bereite man sich auf einen guten Lebensweg vor.

 

Mit verschiedenen mehrstimmigen Darbietungen und Stücken untermalte der Prackenbacher Kirchenchor unter Leitung von Ramona Preiß-Höcherl und an der Orgel begleitet von Johann Preiß den stimmungsvollen Gottesdienst. Helga Schnitzbauer übernahm die Funktion der Lektorin und trug die Lesung wie auch die Fürbitten vor.

 

Nachdem Pfarrer Konrad das Evangelium gelesen hatte, ging er in seiner Predigt auf einen Zwiespalt ein, der sich bereits durch alle Zeitalter zieht: Philosophen und heute Intellektuelle versuchten, Probleme ausschließlich mit dem Verstand zu lösen und machten sich seit jeher über den Glauben lustig, bezog sich Konrad auf das Evangelium, in dem Jesus Antworten auf spöttische Fragen zum Leben nach dem Tod gab. Das ewige Leben sei nicht nur eine einfache Fortsetzung des irdischen, so Konrad. Das sei viel zu einfach. Er zeigte auf, dass gerade größte Verbrecher der Menschheit am erfolgreichsten seien. „Wo bleibt da die Gerechtigkeit?“ Untrennbar mit dem Glauben an die Auferstehung sei auch der Glaube an das letzte Gericht verbunden, in dem eben diese wieder hergestellt werde. Alle, die den Glauben ablehnten, müssten mit der Absurdität der Welt leben, dass es keine Gerechtigkeit gebe. Und darauf finde auch die bloße Vernunft keine Antwort.

 

Nachdem sich Pfarrer Konrad für die wunderbare musikalische Gestaltung der Messe bedankt hatte, folgte der Höhepunkt: Mehrere Redner bedankten sich bei Thekla Holzapfel für drei Jahrzehnte Engagement in der Pfarrei. Den Anfang machte Konrad selbst: Er lobte die durchwegs positive Grundstimmung in Kirche und Sakristei, wofür nicht der Pfarrer ausschlaggebend sei, und bedankte sich für 30 Jahre herzlichen und gütigen Einsatz. Pfarrgemeinderatssprecherin Margit Eidenschink blickte in ihrer Ansprache zurück: Im November 1995 habe Thekla Holzapfel ihren Dienst angetreten. Seither sei sie mit Leib und Seele Mesnerin, der Glaube sei ihr Fundament und den lebe sie mit Liebe und Hingabe. Eidenschink ging auf die vielfältigen Aufgaben ein, die stets akribisch und mit Leidenschaft ausgeführt würden, wie die Gewänder zurecht machen wie auch die Messgegenstände, Aktionen wie Sternsinger, das Rosenkranzbeten oder auch die Dekoration der Kirche. Sie freue sich schon, wenn Kinder wieder vor dem von Thekla Holzapfel und Gerlinde Zweck liebevoll gestalteten Kripperl stünden und vor Freude strahlten.

 

Thekla Holzapfel sei Ansprechpartnerin für alle, mit ihrer Ruhe und Freude sei sie die Seele der Sakristei und werde von den Ministranten passend „Mutter Thekla“ genannt. Außerdem sei sie seit 43 Jahren Lektorin und präge zusammen mit Gerlinde Zweck das gesamte Kirchenjahr in Prackenbach. „Immer da, doch stets im Hintergrund“, beschrieb die Pfarrgemeinderatssprecherin den Charakter der Mesnerin, die ganz gerührt daneben stand. „Vergelt´s Gott für dein großes Engagement und deine Zuverlässigkeit! Möge Gott es dir reichlich lohnen!“

 

Als nächstes bedankten sich die Ministranten in Reimform bei ihrer „Mutter Thekla“ und honorierten ebenfalls, zu jeder Zeit Unterstützung zu erhalten und auf Verständnis zu stoßen. Auch Bürgermeister Andreas Eckl war gekommen, das sei eine Selbstverständlichkeit für ihn, zu diesem Tag seinen Respekt zu zollen. „Du gehörst zum Inventar der Kirche!“, sagte er. Auf Leute wie Thekla Holzapfel könne man nicht verzichten, so Eckl am Ende seiner Dankesworte. Nachdem sie mehrere Präsente entgegen genommen hatte, ergriff auch die sichtlich gerührte und fast sprachlose Mesnerjubilarin das Wort. Mit glitzernden Augen bedankte sie sich ihrerseits bei allen für das Lob und auch die Unterstützung bei ihrer Tätigkeit.

 

Fotos: Lisa Brem

 

Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt

 

Bild zur Meldung: Mesnerin Thekla Holzapfel (vo.2.v.l.) wurde für 30 Jahre Dienst als Mesnerin in Prackenbach geehrt.

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