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Historischer Rückblick auf Marienverehrung

Prackenbach, den 04. 06. 2024

„Maria – Patrona Bavariae“: Vortrag von Kaplan Stefan Hackenspiel im Prackenbacher Pfarrheim

 

Prackenbach. Als „Abschiedsgeschenk“ des ehemaligen Herrscherhauses der Wittelsbacher bezeichnete Kaplan Stefan Hackenspiel das „außerordentliche Privileg“, Maria ganz offiziell als Hauptpatronin Bayerns verehren zu können. Kürzlich waren Interessierte ins Prackenbacher Pfarrheim und Bürgerhaus eingeladen, seinem Vortrag zum Thema „Maria – Patrona Bavariae“ im Rahmen der KEB (Katholischen Erwachsenenbildung) zu folgen. Rund 25 Teilnehmer waren gekommen.

 

Nach einer kurzen Begrüßung durch Pfarrgemeinderatsvertreterin Eva Siebert ergriff der Referent das Wort. Er dürfe die ganz besondere Beziehung zwischen der Gottesmutter Maria und unserer bayerischen Heimat näher beleuchten, was ihm eine große Ehre sei. Die lange Tradition der Marienverehrung habe feste Gestalt angenommen im Jahre 1917, als ganz offiziell das Hochfest „Maria Patrona Bavariae“ vom Heiligen Stuhl bestätigt worden war. Damit sei ein liturgischer Rahmen geschaffen und Maria zur Hauptpatronin Bayerns erhoben worden. Seither werde das Fest jährlich begangen, ursprünglich am 14. Mai, doch seit 1970 am 1. Mai. Die Verlegung auf den staatlichen Feiertag sei durch einen Beschluss der Bischofskonferenz geschehen, auch um einen angemesseneren Festrahmen zu ermöglichen.

 

Durch das offizielle Hochfest seien jedoch nur bereits geübte Sitten der Herrscher und der bayerischen Bevölkerung bestätigt worden, erklärte Hackenspiel und gab einen historischen Überblick. Er wolle nur einige geschichtliche Schlaglichter der jahrhundertelangen Tradition nennen, sagte er und gab im Folgenden Informationen zu Stiftungen, Bauten, Bitt- und Dankesveranstaltungen. Außerdem erwähnte er verschiedene Wallfahrten und marianische Vereinigungen und Kongregationen.

 

Auch auf eine finstere Zeit ging der Kaplan ein: Inmitten der nationalsozialistischen Barbarei des Dritten Reiches habe sich „aus christlich wertfundierter Weltanschauung erwachsende Opposition“ gebildet, was unter anderem ein Verbot von Blumenschmuck an der Mariensäule nach sich gezogen habe. Das Erkennungszeichen des kirchlich-royalistischen Widerstandskreises um Adolf Harnier sei eine Anstecknadel der Patrona Bavariae gewesen, nach der Enttarnung hätten die Mitglieder mit KZ-Haft und Tod bezahlen müssen.

 

„Doch selbst diese dunklen Zeiten konnten die Verehrung der Muttergottes als Patronin Bayerns im Herzen der bayerischen Bevölkerung nicht auslöschen“, betonte er. Am 7. Mai 2017 sei 100 Jahre nach der Einführung des Hochfestes vor der Mariensäule in München das Land durch Kardinal Marx als Metropolit und das versammelte Episkopat Bayerns erneut Maria geweiht worden.

 

Auf die Frage hin, ob er persönlich denn schon Hilfe durch die Gottesmutter erhalten habe, erzählte Hackenspiel einige Anekdoten und Erfahrungen aus seinem Leben. Zum Abschluss konnte er von Eva Siebert einen Präsentkorb mit Gaben für das leibliche Wohl in Empfang nehmen. Organisatoren der Veranstaltung waren der gesamte Pfarrgemeinderat der Pfarreiengemeinschaft Moosbach-Prackenbach-Krailing und der Verein für Gartenbau und Landespflege Moosbach.

 

BU´s:

1: Im Rahmen der KEB waren zahlreiche Interessierte zum Vortrag von Kaplan Stefan Hackenspiel „Maria – Patrona Bavariae“ gekommen.

2: Eva Siebert überreichte als Vertreterin des Pfarrgemeinderats einen Präsentkorb als Dankeschön.


Dieser Bericht wurde von Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt. 

 

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Historischer Rückblick auf Marienverehrung (04. 06. 2024)

 
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