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Liebe muss wie Rebstöcke gepflegt werden

Prackenbach, den 27.​10.​2025

Gottesdienst zum Ehejubiläum vierer Jubelpaare in der Prackenbacher Pfarrkirche

 

Prackenbach. Gott als Winzer der Welt, die Menschen als Reben am Weinstock, die Pflege brauchen, um zu „edlen Tropfen“ werden zu können – mit diesem bildlichen Vergleich thematisierte Pfarrer Werner Konrad am vergangenen Samstag in seiner Predigt beim Gottesdienst zum Ehejubiläum in der Prackenbacher Pfarrkirche Sankt Georg auch die Ehe. Gott sei die Liebe, durch ihn könnten gute und schlechte Zeiten gemeinsam gemeistert werden, so die Aussage. Der festliche Gottesdienst wurde vom Prackenbacher Kirchenchor mit stimmungsvollen Darbietungen musikalisch ausgeschmückt.

 

Zu Beginn hieß der Geistliche alle Gläubigen willkommen, vor allem die vier Jubelpaare. Auch Bürgermeister Andreas Eckl war gekommen. Der Herbst, den wir nun erleben, spiegle auch das Leben der Jubilare wider, sie seien im Herbst des Lebens angekommen, viele seien schon Großeltern. In Liebe und Treue seien sie verbunden und hätten schon so viele Jahrzehnte gemeinsam verbracht, der Ursprung ihrer Liebe liege in Gott.

 

Hedwig Penzkofer trug die Lesung vor, es folgte das Evangelium nach Johannes, auf das Pfarrer Konrad auch in der Predigt einging. In der Eucharistie und im Alten und Neuen Testament spiele der Wein eine wichtige Rolle. Die Weinpflanze sei eine Schlingpflanze, die sehr wuchere und viele Früchte trage, nicht alle davon gut. Wie ein Weingärtner um die Reben kümmere sich Gott um die Menschen. Auch wir sollten andere nicht überwuchern und damit erdrücken, nahm Konrad Bezug auf die Liebe und Ehe. Liebe sei nicht immer harmonisch, es gebe süße, aber auch bittere Erfahrungen. Deshalb müsse sie immer gepflegt werden, wie der Rebstock, Menschen sollten immer an sich arbeiten. Er bezeichnete Gott als Winzer der Welt, der seine Hand über alle halte und in richtige Bahnen lenke.

 

Nach dem Segen für die Ehejubilare trug Hedwig Penzkofer Fürbitten vor, die sich auf die Liebe und die Ehe bezogen. Am Ende des feierlichen Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Werner Konrad beim Kirchenchor unter Leitung von Ramona Preiß-Höcherl und an der Orgel begleitet von Hans Preiß für wunderbare musikalische Ausgestaltung, außerdem beim Pfarrgemeinderat, der Kirchenverwaltung, den Mesnerinnen und allen, die an der Organisation mitgewirkt hatten. Mit einem ganz besonderen Stück beendete der Chor die Messe und sang mehrstimmig: „Gern hom tut gut, gern hom is sche, des Gfühl, des sollt nimma vergeh!“ Die Jubelpaare erhielten eine Botschaft überreicht, auf der liebevoll Hausmittel für Ehepaare aufgelistet waren, die Damen erhielten eine Rose. Gemeinsam machte man sich auf den Weg in Richtung Restaurant Nashvilla, wo zu Abend gegessen wurde und sich eine kleine Feier anschloss.

Dieser Bericht wurde von der Journalistin Lisa Brem verfasst und für unsere Homepage zur Verfügung gestellt.

 

Fotos: Margit Eidenschink

 

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