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Aus dem Gemeinderat Prackenbach

Prackenbach, den 29.11.2017

Überarbeitung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Prackenbach

Die Gemeinde Prackenbach überarbeitet derzeit in enger Zusammenarbeit mit der Planungsgemeinschaft Brunner Architekten und den Landschaftsarchitekten und Stadtplanern Jocham+Kellhuber den derzeit gültigen Flächennutzungsplan der Gemeinde Prackenbach. Hintergrund ist, dass zwar mit insgesamt 10 Deckblättern der bestehende Flächennutzungsplan in den vergangenen zwei Jahrzehnten punktuell geändert wurde, jedoch eine Anpassung an die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse unumgänglich war.

Die federführende Architektin Petra Kellhuber schickte voraus, dass der Flächennutzungsplan zur vorbereitenden Bauleitplanung zähle und somit zwar grundsätzlich behördenverbindlich sei, jedoch kein unmittelbares Baurecht für die betroffenen Grundstückseigentümer gewähre oder versage. Vielmehr soll der Flächennutzungsplan die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten und –ziele der Gemeinde darstellen.

Innerhalb von vier Arbeitskreissitzungen mit Vertretern aus dem Gemeinderat, der Verwaltung und den Planern wurden die vom Gemeinderat zur Überarbeitung festgelegten Gemeindeteile durchleuchtet und die möglichen und notwendigen Anpassungen erarbeitet. Sie stellte das Ergebnis in der vergangenen Sitzung dem gesamten Gremium vor und erläuterte die einzelnen durchgeführten Änderungen. Resümierend stellte Kellhuber fest, dass anhand des, durchaus komplizierten, aber bei drei unterschiedlichen Bezirksregierungen anerkannten Berechnungsmodells, ein gesamter Baulandbedarf, welcher bis zum Jahr 2028 prognostiziert wird, von rund 80 neuen Bauparzellen besteht. Ebenso hat die aufwändige Bestandsaufnahme aber auch ergeben, dass im gesamten Gemeindegebiet aktuell rund 100 Bauparzellen als sog. Baulandreserven verfügbar sind. Geht man davon aus, dass mindestens 50% davon jedoch nicht verfügbar sind, weil häufig in Privatbesitz, so verbleibt ein Rest von insgesamt lediglich 30 Bauparzellen, die in den kommenden 10 Jahren benötigt werden. Ein Teil davon wird durch die aktuellen Planungsaktivitäten der Gemeinde in den Ortsteilen Moosbach und Prackenbach bereits aufgebraucht. Der Gemeinderat nahm den Vortrag der Landschaftsarchitektin Kellhuber interessiert zur Kenntnis und stellte fest, dass die vielen, nicht verfügbaren Baulandreserven die bauliche Entwicklung der Gemeinde nicht unerheblich beeinträchtigen. Neue Bebauungspläne, welche nach aktueller Rechtsprechung grundsätzlich auf Vollzug ausgelegt sind, so Kellhuber, müssten in jedem Fall mit einem Bauzwang belegt werden, sofern nicht die Gemeinde selbst Eigentümerin der Baugrundtücke sei. Abschließend wurde vereinbart, dass dieses vorläufige Ergebnis mit den vorgeschlagenen Änderungen nochmals im Rahmen des Arbeitskreises in die Planung eingearbeitet werden sollen um dann zeitnah zu Beginn des Jahres 2018 die Planung im Gemeinderat abschließen zu können. Im Anschluss daran soll ein gemeinsamer Termin zur Erörterung der Planung mit den Fachstellen und den Trägern öffentlicher Belange sowie Bürgersprechstunden im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung geben um deren Einwände und Anregungen gegebenenfalls berücksichtigen zu können.

 

Antrag auf Aufforstung

Der Gemeinderat hatte keine Bedenken gegen die beantragte Aufforstung eines Grundstücks von ca. 0,5 ha nördlich des Ortes Prackenbach. Die Fläche befindet sich inmitten eines Waldes und bietet sich deshalb für die Aufforstung durchaus an. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bereich Forsten ist darüber entsprechend zu informieren.

 

Antrag auf Vorbescheid

Ebenso keine Einwendungen wurden gegenüber dem Antrag auf Vorbescheid auf Teilabbruch eines Gebäudes und Wohnhausanbau im Gemeindeteil Engelsdorf erhoben. Der Gemeinderat stimmte der Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens zu.

 

Bevor man in die nichtöffentliche Sitzung einstieg, berichtete Bürgermeister Eckl, dass die Arbeiten bis auf ein paar Kleinigkeiten in Viechtafell abgeschlossen seien. Der Gemeinderat ist zur Besichtigung eingeladen.

Auch die Sanierungsarbeiten am Rathaus in Prackenbach sind abgeschlossen. Neben dem Planungsbüro Brunner und die beteiligten Firmen sind auch die Mitglieder des Gemeinderates am 08.12.17 um 12.30 Uhr zu einem kleinen Empfang ins Rathaus eingeladen.