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Erntedank in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach, Prackenbach/Krailing gefeiert

Prackenbach, den 07.10.2018

„Wir haben gepflanzt – Gott aber ließ wachsen“ - Hirtenbrief des Bischofs von Regensburg

 

Moosbach, Prackenbach-Krailing. An den letzten beiden Wochenenden feierte die Pfarreiengemeinschaft, Moosbach, Prackenbach-Kreiling das alljährliche Erntedankfest und zudem den Jahrestag der Amtseinführung des neuen Diakons Andreas Dieterle. Den Erntealtar in der Filiale, den eine große Sonne zierte mit der Aufschrift: „Wir danken Gott“, war zu diesem Vorabendgottesdienst sehr geschmackvoll gestaltet. Die musikalische Gestaltung übernahm der Prackenbacher Jugendchor unter der Leitung von Alexandra van Beek, dem Pfarrer Drexler zum Schluss für den erbauenden Gesang herzlich dankte sowie allen, die mitgeholfen haben, den Erntealtar zu gestalten. Am Ausgang der Kirche verteilten Ministranten geweihte Erntedank-Brote für eine freiwillige Spende.

 

In Moosbach versammelten sich am Sonntag, wie seit vielen Jahren, die örtlichen Vereine mit ihren Erntegaben am Dorfbrunnen, um in einem feierlichen Kirchenzug durch den Ort, zusammen mit Pfarrer Drexler und Diakon Dieterle, einer Reihe von Ministranten und der Kapelle Pfeffer zum Dankgottesdienst in die geschmückte Kirche einzuziehen. Die Landjugend stellte ihre neu gestaltete Erntekrone im Altarraum unter dem Volksaltar, den ein riesiger Brotlaib zierte, so dass sich nach der Gabenprozession ein reich geschmückter Erntealtar präsentierte.

 

Pfarrer Drexler begrüßte zu Beginn der Gottesdienste die Gläubigen und besonders die Kinder, die Öffentlichkeit und Vereine. Dank durchzieht unseren Gottesdienst heute stärker als sonst, so Pfarrer Drexler. Dank müssen wir Gott abstatten, auf Grund des extrem heißen Sommers, war es trotz Einbußen in unserer Gegend immer noch gut, von der Obsternte abzusehen. Zu danken haben wir auch, dass nicht irgendein blindes Schicksal Freud und Leid willkürlich über uns verhängt wurde.

Nach der Lesung und dem Evangelium zum 26. Sonntag im Jahreskreis verlas Diakon Dieterle statt einer Predigt zum Erntedank den Hirtenbrief von Bischof Rudolf von Regensburg anlässlich der Veröffentlichung der MHG-Studie der Deutschen Bischofskonferenz über das ernste Thema „körperliche Gewalt und sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen“. Denn dieses Thema ist zu wichtig, als dass ich dazu schweigen dürfte, so der Bischof. Die von den Bistümern seit dem Jahr 2002 eingeleiteten Präventionsmaßnahmen werden von der Studie ausdrücklich gewürdigt. Es darf uns nicht daran hindern, diese Maßnahmen zu verbessern und sie auch innerlich überzeugt mitzutragen zur Gegenseitigen Wertschätzung und Achtung gerade im Bereich der Kinder-und Jugendarbeit.

 

Vor der Gabenbereitung brachten die Vereine in einer Prozession ihre Erntegaben an den Altar: Blumen, gefüllte Einkaufskörbe, Feld- und Gartenfrüchte, Obst, Hopfen, Malz und Weintrauben, wobei die Lektorin die dazu passende Meditation sprach.

Den Gottesdienst in Moosbach hat der Kirchenchor in Zusammenspiel mit dem Jugendchor Moosbach in einmaliger Manier musikalisch ausgeschmückt, instrumental mitgestaltet durch Anna Hornberger und Sofie Kolmer (Gitarre), Christina Höcherl und Tanja Jänicke-Stöger (Querflöte) begleitet durch Matthias Jänicke auf der Orgel. Die Gesamtleitung hatte Walter Stöger.

 

Bevor Pfarrer Drexler die Kirchenbesucher mit dem Segen und dem Tedeum entließ, dankte er dem Chor für den herrlichen Gesang, den Vereinen und allen für die Mitfeier. An der Kirchentür verteilten die Ministranten geweihte Brötchen und wie jedes Jahr bot der Pfarrgemeinderat am Aufgang der Kirche Dritte-Welt-Waren an, zu Gunsten der Flutopfer in Indien.

Am Feuerhaus lud schließlich die KLJ zu ihrem Erntedankfest ein, wo sie auch Dinkel- und Kürbissuppe an den „Mann“ brachten.

 

Am Sonntag war auch in der Pfarrei Prackenbach das Erntedankfest angesagt, auf das sich vor allem die Kindergartenkinder schon seit Tagen freuten. Ministranten und Geistliche geleiteten sie in einem langen Zug in die Kirche, wo sie vor dem Altarraum ihre Erntekörbchen abstellten, wo schon ein reich gezierter Gabenaltar aufgebaut war. An der Empore hatte sich bereits der Jugendchor Prackenbach unter der Leitung von Alexandra van Beek postiert, welche den Gottesdienst wie immer musikalisch ausschmückten, instrumental begleitet von Eva Maria Eidenschink (Orgel) und Simon Eidenschink am Keyboard.

Nach der Lesung aus dem Korintherbrief, die Gerlinde Zweck vortrug und den Worten aus dem Evangelium nach Markus durch Diakon Dieterle bemerkte Pfarrer Drexler in seiner Predigt, anknüpfend an die heutige Lesung, vom Pflanzen und Begießen und von der selbstwachsenden Saat und von diesem der Natur innegewordenen Automatismus: Wir Menschen können immer nur säen, pflanzen, begießen, düngen, aber das Wachsen und Reifen bringt die Erde, dank der ihr innegewordenen Kraft – still und unauffällig hervor. Gläubige Menschen sehen zwar angesichts der Gaben der Natur aber noch tiefer: Sie erkennen hinter diesem kraftvollen Automatismus in der Natur das Wirkten Gottes – des Schöpfers und Lenkers des Alls – und sie danken ihm.

Was sich da in der Natur jedes Jahr von neuem auf so automatische, wunderbare Weise abspielt, das können wir zumindest in der Rückschau oft auch in der Menschheitsgeschichte beobachten. Dabei erwähnte er den Tag der Deutschen Einheit und die schmerzhafte Teilung unseres Vaterlandes und den unüberwindlichen „eisernen Vorhang“, den viele noch miterlebt haben und das Wunder der deutschen Wiedervereinigung wie von selbst möglich wurde und der polnische Kardinal Karol Wojtyla auf dem Papstthron an der deutschen Einheit erheblichen Anteil hatte.

Die wunderbaren, automatischen, aber letztendlich doch von Gott gewirkten Ereignisse des Wachstums und Reifen in der Natur möchten uns Mut machen, dass wir Gottes Wirken auch in unserem persönlichen Leben ansehen.

 

In den folgenden Fürbitten bat Gerlinde Zweck um Hilfe für alle Christen, dass sie die Gaben der Schöpfung dankbar annehmen, bat um Hilfe für die Verantwortlichen der Völker, für die Menschen, die nicht das Nötigste zum Leben haben. Öffne uns die Augen für deine Liebe und schloss alle Gläubigen und die Verstorbenen ein.

 

Bevor Pfarrer Drexler alle Kirchenbesucher mit dem Segen entließ und allen für ihre Mitfeier dankte, sprach er nach dem Tedeum ein großes Dankeschön für die unentbehrlichen Helfer aus insbesondre erwähnte er den Jugendchor für die herrliche Gestaltung des Gottesdienstes und die Ministranten teilten Erntedankbrötchen aus.

Im Rahmen des Erntedanksonntages war es Pfarrer Drexler ein Bedürfnis im Namen aller Frau Gertraud Holzapfel für ihren Dienst in der Pfarrei zu danken. Sie zeichnet nunmehr seit 25 Jahren mit verantwortlich, still, unauffällig, unspektakulär und viel Hingabe für die Sauberkeit des Prackenbacher Gotteshaus. Pfarrgemeinderatssprecherin Margit Eidenschink überreichte einen Blumenstrauß, einen Gutschein und eine Dankesurkunde.

Zum Schluss gab Pfarrer Drexler noch einige Termine aus dem Pfarrbrief bekannt, dabei erwähnte er unter anderem besonders den 09.10. 19.00 Uhr Frauenbund in Altrandsberg, zeitgleich mit Terminabsprache mit der Gemeinde und Vereinsvorständen, 12.10. Treffen im Pfarrhof, die an landwirtschaftlich nutzbaren Pfründegrundstücke interessiert sind, 12.10. Herbstfest der Grundschule, Messe in Schwaben am 18.10. verlegt auf 17.10. da Bildungsabend über Pfr. Renner um 19.00 Uhr im Gasthaus Freund in Moosbach.

 

Foto: Diakon Dieterle, Gertraud Holzapfel, Pfarrer Drexler und Margit Eidenschink

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Erntedank in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach, Prackenbach/Krailing gefeiert

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