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Ausflug der Senioren aus Moosbach Opf. nach Moosbach Ndb.

Prackenbach, den 14.05.2019

Moosbach. Ein voll besetzter Reisebus von knapp 40 Senioren aus Moosbach Opf. besuchte am Dienstag mit ihrem Pfarrer Josef Most unsere gleichnamige Ortschaft in Ndby. wo sie durch Diakon Andreas Dieterle viel von der Geschichte der Pfarrei und der Pfarrkirche St. Johannes erfuhren.

 

Nach einem Mittagessen im Gasthaus Kerscher trafen sie sich alle in der Pfarrkirche, wo sie Diakon Andreas Dieterle herzlich begrüßte und sich über den Besuch aus der Oberpfalz sehr freute, da er selbst ein gebürtiger Oberpfälzer ist und 1979 von Josef Most, der damals Kaplan in Schwarzenfeld war, getauft wurde. Er erklärte ihnen, dass er 2017 in Regensburg zum Diakon geweiht wurde. Seit dem ist Dieterle in der Pfarreiengemeinschaft Moosbach, Prackenbach-Krailing eingesetzt, wo er sein Amt mit großem Eifer, verantwortungsvoll und mit Liebe ausübt.

Aufmerksam hörten die „Moosbacher“ zu, als er ihnen eine sehr aufschlussreiche Führung über die lange Geschichte Moosbach´s und der wunderschön ausgestatteten Kirche angedeihen ließ.

Erwähnenswert sei, dass die Besiedlung Moosbachs um 800 nach Christus vom Kloster Chammünster ausging. In welchem Jahr die Tochterpfarrei von Chammünster Moosbach eine eigenständige Pfarrei geworden ist, lässt sich kaum mehr feststellen, was 1326 gewesen sein dürfte. Denn im ältesten Pfarreiverzeichnis des Bistums Regensburg aus dem Jahr 1326 ist die Pfarrei bereits erwähnt, somit gehört die Pfarrei Moosbach zu einer der ältesten Pfarreien im Bistum Regensburg. Im Laufe der Geschichte wurde die Kirche oftmals umgeändert und renoviert und auch mit gotischen und barocken Elementen ausgestattet.

Politisch ist die Pfarrei Moosbach heute sehr zerrissen, denn sie gehört zu drei politischen Gemeinden, nämlich Prackenbach, Miltach und Rattenberg und zu drei Landkreisen (Regen, Straubing-Bogen und Cham).

 

Zur Pfarrkirche St. Johannes dem Täufer erwähnte Diakon Dieterle, dass im Mittelalter nicht der Hl. Johannes der Täufer als Kirchenpatron galt, sondern der Hl. Blasius und Johannes der Evangelist. 1691 erfolgte eine Erweiterung der Kirche um 2 Seitenkapellen. Beim Hochaltar handelt es sich um eine Rokokoschöpfung um 1720. Er enthält als Altarwächter die lebensgroßen Figuren der Hl. Helena und des Kaisers Heraklius. Als zentrales Bild war auf dem Hochaltar früher die Mutter Gottes abgebildet. Seit 1990 erhält der Hochaltar wieder das Bild von Johannes dem Täufer, dem Kirchenpatron der Pfarrkirche.

Prachtvoll ist die restaurierte Kanzel aus dem Jahre 1691, die mit Bildern der vier Evangelisten ausgeschmückt ist. Die rechte Seitenkapelle ist mit einem schönen Altar aus dem Jahre 1730 ausgestattet. Er zeigt die Statue des Täufers Johannes. Die linke Seitenkapelle ist die Marienkapelle. Das Altarbild ziert die Hl. Anna, ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind, was in der Kunst als Anna Selbdritt bezeichnet wird.

Außerdem zieren weitere Figuren das Kirchenschiff. Unter anderem der Hl. Florian, der Hl. Jakobus, Isidor oder dem Hl. Blasius.

 

Mit einer Besonderheit ist die Kirche durch den Hinterglas-Kreuzweg aus Neukirchen Hl. Blut ausgestattet, auf den die Moosbacher sehr stolz sind. Die Familie Wittmann hat ihn im Jahre 1795 geschaffen. Eine Signatur ist noch an der 14. Station zu sehen. Die einzelnen Bilder weisen mit 90 cm und 65 cm Breite eine ungewöhnliche Größe auf.

Ein außergewöhnliches Kleinod von Moosbach ist jedoch der Kreuzweg und Kalvarienberg auf dem Moosbacher Pfahl. Er wurde im Jahre 1852 auf dem Rücken des Pfahls mit Handarbeit errichtet. An der höchsten Stelle dieses Pfahlabschnittes und als Abschluss der Kreuzwegstationen ist eine Nachbildung des Kalvarienbergs gestaltet worden. Die Moosbacher schätzen diesen außergewöhnlichen Kreuzweg sehr, so dass am Karfreitag von der Dorfgemeinschaft und vielen Gläubigen der Umgebung dort der Kreuzweg gebetet wird.

 

Nach der ausführlichen Führung durch Diakon Dieterle begrüßte auch Franz Xaver Pongratz die Senioren aus Moosbach Opf., wobei er sich über ihren Besuch sehr freute und sie einlud, den sehenswerten Kreuzweg am Pfahl zu besichtigen, während auch die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl erfreut war über den Besuch und verwickelte sich gleich mit ihrer Amtskollegin Anni Hanauer zu einem Gespräch.

 

Anschließend feierten die Gäste mit ihrem Pfarrer Josef Most und Diakon Dieterle in der Pfarrkirche eine Maiandacht zu Ehren Maria, Mutter der Glaubenden und begannen mit dem Lied: „Gegrüßet seist du Königin“. In ihrem Gebet zu Maria ließ sie Gottes Unbegreiflichkeit an sich geschehen und folgte dem Weg ihres Sohnes bis zum Kreuz. So ist Maria unter den Glaubenszeugen die größte. Darum nennen wir sie: „Mutter der Glaubenden“ und die Antwort lautete: „Selig bist du, weil du geglaubt hast“. Die Andacht endete mit dem Segen des Diakons.

 

Pfarrer Josef Most bedankte sich schließlich bei Dieterle für die wunderbare Führung und lud die Moosbacher zu einem Gegenbesuch ein. Auch die Pfarrgemeinderatssprecherin überreichte zum Dank an Dieterle ein Geschenk und am Aufgang der Kirche stellten sie sich zu einem Gruppenfoto.

 

Foto: unt. Reihe v. re. Diakon Dieterle, Pfr. Josef Most, ganz oben re. F.X.Pongratz mit Frau Helga aus Moosbach Ndb., oben links Maria Rackl

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Ausflug der Senioren aus Moosbach Opf. nach Moosbach Ndb.

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