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Kath. Pfarrkirche Moosbach

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Telefon (09944) 560

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Homepage: www.pfarrei-moosbach-niederbayern.de

Gottesdienste:
So./Feiertage 09.30 Uhr
Sa. 19.00 Uhr


Aktuelle Meldungen

Kommunionkinder beteten Kreuzweg auf dem Pfahl

(22.03.2015)

An 14 Stationen symbolische Gegenstände abgelegt

 

Moosbach. 11 Kinder der Pfarrei Moosbach dürfen am Sonntag, 10. Mai das erste Mal die Hl. Kommunion empfangen. Bis zu dieser Zeit bereiten sich die Kinder, die sich schon sehr auf diesen Tag freuen, eifrig darauf vor. So waren sie am Dienstag gemeinsam mit ihren Müttern auf den Pfahl unterwegs, um betend den Kreuzweg abzugehen. Er wurde organisiert von Tischmutter Bettina Eckl, die für die Kinder einen etwas anderen Kreuzweg ausgesucht hatte, den sie sehr beeindruckend fanden.

 

An jeder der 14 Stationen legten die Kinder symbolisch zur jeweiligen Station einen Gegenstand nieder, zum Beispiel an der 1.Station: - Jesus wird zum Tode verurteilt – eine Dornenkrone. Dann hefteten sie einen Zeitungsartikel mit einem Kriegsbild ans Kreuz, stellten eine Kerze ab oder fassten sich bei den Händen. Schließlich schlugen die Kinder an der 11. Station – Jesus wird an Kreuz genagelt - einen Nagel in ein Holzbrett.

So wurden die Kinder nicht müde und hatten für jede Station passend einen Gegenstand mitgebracht: eine Kerze, eine Gartenschere, einen Verband oder einen Satz aus dem Neuen Testament.

Zum Schluss legte jedes Kind als Zeichen ihres Glaubens an die Auferstehung und ihrer Hoffnung über den Tod hinaus eine Blume unter das Kreuz am Kalvarienberg.

Froh gestimmt über ihren schön gestalteten Kreuzweg traten die Kinder mit ihren Müttern den Heimweg an und dankten Bettina Eckl für die Organisation.

 

Foto: die Kinder unter der Kreuzigungsgruppe am Kalvarienberg

Foto zu Meldung: Kommunionkinder beteten Kreuzweg auf dem Pfahl

Dank für die Ernte des Jahres

(28.09.2014)

Die Pfarrgemeinde Moosbach feierte das Erntedankfest

 

Moosbach. Wie jedes Jahr versammelten sich auch in diesem Jahr wieder die örtlichen Vereine, um in einem feierlichen Festzug zusammen mit Pfarrer Josef Drexler, den Ministranten und einer Musikkapelle zu einem Dankgottesdienst in die Kirche einzuziehen. Vertreter der Katholischen Landjugend trugen eine Erntekrone mit, die sie zu Beginn des Gottesdienstes vor dem Altar absetzten. Für den Einzug der Vereine standen Pfarrer Drexler und die Ministranten vor der Kirchentür Spalier.

 

Der Dank ist es, der den heutigen Tag durchzieht, so sagte der Geistliche zu Beginn des Gottesdienstes. Es ist ein Dank an Gott für die Ernte des Jahres. In seiner Predigt erinnerte er an den heiligen Franz von Assisi, der aufgerufen hat, das Evangelium zu predigen und zu verkünden. Es sind dabei nicht als erstes die Worte wichtig, sondern die Taten, beispielsweise im Umgang mit der Natur und den Mitmenschen. Blickt man auf Menschen aus der Vergangenheit zurück, so erinnert man sich weniger an ihre Worte, sondern an ihre Taten und Verhaltensweisen gegenüber Mitmenschen und der Natur.

Unsere Welt ist voll von Sprüchen, die ganz klar dar liegen, dass nicht die Worte, sondern die guten Taten entscheidend sind. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, oder „der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“ sind beispielsweise solche Sprüche. Das Erntedankfest ist ein Dankgebet für die guten Taten der Natur, von Mitmenschen und dem Segen Gottes.

 

Unter Anleitung der Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl legten die einzelnen Vereine Ente-Gaben als Dank vor dem Altar nieder. Marianne Vogl trug dazu einen passenden Text vor, der auf die einzelnen Gaben abgestimmt war. Es waren vor allem Gaben des Feldes und der Gärten wie Obst, Gemüse oder Brot, aber auch Hopfen und Getreide oder veredelte Produkte, die es auf den Märkten zu kaufen gibt.

Der Kirchenchor unter Leitung von Walter Stöger sang dazu passend das Lied: „ Wir legen unsere Gaben nieder“. Zum Schluss bedankte sich Pfarrer Drexler bei allen, die mitgeholfen haben, alles zu organisieren. Besonders erwähnte er dabei die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl und die Mesnerin  Margarete Früchtl, die auch im heurigen Jahr wieder zwei verschiedene Kürbissuppen gekocht hatte.

Wie in den letzten Jahren eingeführt, wurden auch in diesem Jahr nach dem Gottesdienst wieder alle Pfarrangehörigen vor der Kirche zu einem Frühschoppen mit Kürbissuppe, Brot und Getränken eingeladen. Die Ministranten verkauften Kuchen und Gabi Schedlbauer bot Waren aus der Dritten Welt an. Der Erlös dieser Veranstaltung wird dem ehemaligen Dekan Josef Renner in Ghana zur Verfügung gestellt. Dank des wunderbaren Herbstwetters blieben die Pfarrangehörigen noch lange sitzen und nutzten dabei die Gelegenheit, gegenseitig ins Gespräch zu kommen. Auch dies wird als wichtiger Beitrag dieses organisierten Frühschoppens gesehen.

Foto zu Meldung: Dank für die Ernte des Jahres

Pfarrausflug in den Pfaffenwinkel

(20.09.2014)

Moosbach. Bei schönstem Ausflugswetter ging diesmal der Pfarrausflug des neuen Pfarrverbandes Moosbach, Prackenbach-Krailing nach Oberbayern in den Pfaffenwinkel. Besonders erfreut zeigte sich Pfarrer Josef Drexler bei der Begrüßung, dass neben vielen Moosbachern auch eine Reihe von Prackenbacher und Krailinger Pfarrangehörigen an diesem Ausflug teilnahmen. Dies sah er als gute Möglichkeit, dass der Pfarrverband stärker zusammen wächst.

Erstes Ziel des Ausflugs war der Staffelsee bei Murnau. Ab Seehausen ging es mit dem Schiff auf zu einer 1,5 stündigen Seerundfahrt über den 7,6 km² großen Staffelsee. Bei der Rundfahrt um die 7 Inseln des Sees hatte man auch einen herrlichen Rundblick zu dem nahegelegenen Karwandel- und Wettersteingebirge.

Nach dem Mittagessen in einem nahe dem See gelegenen Gasthaus fuhr man weiter zur bekannten Wieskirche. Diese weltweit bekannte Rokokokirche ist seit 1983 in die Liste als Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen worden. Die prächtig ausgestattete Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies gehört zur Gemeinde Steingaden im sogenannten bayerischen Pfaffenwinkel. Erbaut wurde die Kirche von 1745 bis 1754 von den Brüdern Johann Baptist und Dominikus Zimmermann im Stile des Rokoko. Durch den Tiroler Bildhauer Anton Sturm wurden auch die vier großen Theologen des Abendlandes Hieronymus, Ambrosius, Augustinus und Gregor der Große verewigt. Die Fülle an Bildern, Ornamenten und Skulpturen war für alle sehr beeindruckend. Bei einem Rundgang durch die Kirche gab Pfarrer Josef Drexler noch eine Vielzahl von Hinweisen zu einzelnen Objekten.

Wegen der internationalen Bedeutung dieses Bauwerkes besuchen jährlich mehr als eine Million Menschen diese Kirche. Nach einer kurzen Kaffeepause bei der Wieskirche ging es zum letzten Programmpunkt dieses Pfarrausfluges.

In der Klosterkirche Rottenbuch wurde durch Pfarrer Drexler der Vorabendgottesdienst abgehalten. Diese Kirche wurde ursprünglich in den Jahren von 1468 bis 1480 im romanischen Stil erbaut und später wie die Wieskirche im Rokokostil umgebaut. Viele Teilnehmer waren der Ansicht, dass dieses prächtig ausgestattete Augustinerchorstift der Mariä Geburt in der beeindruckenden Ausstattung mit der Wieskirche mithalten kann. Umso beeindruckender war dann auch der Gottesdienst in dieser wunderschön ausgestatteten Kirche.

Mit vielen positiven Eindrücken ging es dann  wieder auf die Heimfahrt. Pfarrer Drexler bedankte sich zum Schluss bei Alois Laumer und Josef Ettl für die Organisation des Ausfluges und wünschte allen noch ein schönes Wochenende.

 

Foto: vor der Wieskirche

Foto zu Meldung: Pfarrausflug in den Pfaffenwinkel

Erster offizieller Gottesdienst in der Pfarreiengemeinschaft

(07.09.2014)

Pfarrer Josef Drexler wurde in Prackenbach und Krailing herzlich aufgenommen

 

Prackenbach/Krailing. Die Ordinariatskonferenz Regensburg hat entschieden, die Pfarreien Moosbach, Prackenbach und Krailing ab 1. September zu einer Pfarreiengemeinschaft zusammen zu führen, deren Aufgabe Pfarrer Drexler anvertraut wurde. Am Samstag bzw. Sonntag (Krailing und Prackenbach) feierte er nun bei einem ersten Begrüßungsgottesdienst als bestellter Pfarradministrator offiziell Einzug in der Pfarrei.

 

Musikalisch wurde der Gottesdienst in Krailing mit Volksgesang und Orgelbegleitung von Ulrike Altmann und in Prackenbach durch Ramone Höcherl und Ulrike Altmann von der Gruppe Vocale Glissando mit einem erbauenden Gesang mitgestaltet, instrumentalisch begleitet an der Orgel von Hans Preiß.

 

Nach dem Einzug in die Kirche begrüßte Pfarrer Drexler die Kirchenbesucher in Krailing bzw. in Prackenbach. Er freute sich über das zahlreiche Kommen mit dem Vertrauen, dass sie wegen dem Gekreuzigten zu Ehren gekommen sind, denn er allein ist der Grund der sonntäglichen Zusammenkunft.

 

Anschließend trat in Krailing Sebastian Fleischmann und in Prackenbach Johannes Wolf in den Altarraum und brachten dem Geistlichen keck einen Willkommens- und Blumengruß dar und begrüßten ihn voll Herzlichkeit.

Ihnen folgten in Krailing Kirchenpfleger Peter Fleischmann, der ihn mit Handschlag herzlich willkommen hieß und ihm viel Kraft und Ausdauer in seiner administrativen Arbeit wünschte.

Des Weiteren trat in Prackenbach Pfarrgemeinderatssprecherin Margit Eidenschink an den Ambo und zitierte das Leitwort des 99. Deutschen Katholikentage: „Mit Christus Brücken bauen“. „Wir sind gefordert, Brücken zu ihnen und nach Moosbach zu bauen, um ein Miteinander zu fördern“, so Eidenschink und dankte ihm, dass er es möglich machte, dass sie noch jede Woche die Sonntagsglocken läuten hören. Schließlich versprach sie Drexler, ihn tatkräftig zu unterstützen, so gut es geht, „denn nur gemeinsam können wir es schaffen“.

 

Anlehnend an das Evangelium vom Tage, in dem es heißt, „weise deinen auf Abwege geratenen Glaubensbruder zu recht“, meinte er. Es ist schon hart, was uns Jesus im Evangelium da zumutet und trotzdem ist es Tatsache, dass sich eine christliche Gemeinde der Verantwortung füreinander bewusst sein soll. Alle sollen sich als Weggefährten auf der Pilgerschaft verstehen, merkte er an.

Auch einem Leiter der christlichen Gemeinde kommt Verantwortung zu, dies sei selbstverständlich, so Pfarrer Drexler weiter. Er muss nach allem Eingeständnis seiner eigenen Fehler und Mängel seiner Gemeinde zu Herzen reden, wenn er sie in Gefahr sieht und umgekehrt muss auch eine Gemeinde ihrem Pfarrer zu Herzen reden, wenn sie ihn in Gefahr sieht. In diesem Sinne wollte er allen die neue Pfarreiengemeinschaft ans Herz legen.

 

In Prackenbach trat am Schluss des Gottesdiensts der 2. Bürgermeister Michael Kellermeier für den verhinderten 1. Bürgermeister Andreas Eckl an den Ambo und hieß Pfarrer Josef Drexler im Namen der Gemeinde sehr herzlich willkommen. „Als vor Jahrzehnten die Gemeinde Prackenbach, Moosbach und Ruhmannsdorf vereint wurden, haben wir das Ganze jetzt kirchlich getätigt§“. „So sind wir nun politisch wie kirchlich eine starke Gemeinschaft“, so der 2. Bürgermeister.

Alle Seelen zufrieden zu stellen erlangt von Pfarrer Drexler noch mehr Zeit und Fleiß, meinte Kellermeier. In diesem Sinne appellierte er an die Gläubigen, ihn zu unterstützen und nicht alles auf die Geldwaage zu nehmen.

Er freute sich auch ganz besonders, dass die Pfarrei mit Drexler als gebürtigen Bodenmaiser, einen hiesigen Pfarrer bekommen hat und unseren Dialekt versteht und wünschte ihm zum Schluss eine segensreiche und glückliche Hand für die Zukunft.

Auch Ministrant Simon Eidenschink begrüßte seinen Seelsorger mit einer Rose und herzlichen Worten.

 

Bevor bei den Gottesdiensten jeweils das Schlusslied erklang und der Geistliche den Segen spendete, dankt er den Rednern für die sinnvollen Worte und die freundliche Aufnahme, sowie den Gläubigen für ihr Kommen.

 

Foto: Margit Eidenschink, Pfarrer Drexler mit Johannes Wolf und Ministranten, hi. Michael Kellermeier

Foto zu Meldung: Erster offizieller Gottesdienst in der Pfarreiengemeinschaft

Übergabe der Pfarrei Prackenbach-Krailing

(31.07.2014)

Von Pfarrer John Kodiamkunnel an Pfarrer Josef Drexler

Prackenbach. Am vergangenen Donnerstag, 31. Juli 2014 hat Pfarrer John Kodiamkunnel zur Übergabe der Pfarrei Prackenbach-Krailing an Pfarrer Josef Drexler ins Pfarrbüro eingeladen. Auch die Anwesenheit von der PGR-Sprecherin Margit Eidenschink sowie der beiden Kirchenpfleger Peter Fleischmann von der Filialkirche Krailing und Ferdl Klement, für die Kirchenverwaltung Prackenbach waren erwünscht und auch anwesend.

Dabei wurden die Ordner und Bücher, wie Taufbücher, Sterbebücher, Beschlussbücher, Bücher mit dem Messstipendien usw. gesichtet, geprüft und anschließend übernommen. Ein kleiner Rundgang im Pfarrhaus, wegen der groben Prüfungen des Inventars sowie des Inventarverzeichnisses schloss sich an.

Zum Schluss wurden dann noch alle Schlüssel übergeben. Der letzte Akt war dann noch die Übergabe der Kirchenschlüssel an Pfarrer Josef Drexler, welcher ab 1. September 2014 die beiden Pfarreien Moosbach und Prackenbach-Krailing leitet.

Pfarrer Drexler wünschte dem scheidenden Pfarrer John Kodiamkunnel für seine weitere Zukunft alles Gute und Gottes reichsten Segen.

 

Foto: Bilder von der Schlüsselübergabe

Foto zu Meldung: Übergabe der Pfarrei Prackenbach-Krailing

Firmung in der Pfarrkirche St. Georg in Prackenbach – Gott schenkt uns in Christus seinen Geist

(25.06.2014)

Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner spendet 54 Jungen und Mädchen das Hl. Sakrament

 

Prackenbach/Moosbach. Nach einem starken Regen in der Nacht, der weiß Gott bitter notwendig war, lockerte sich der Himmel am Mittwoch immer wieder etwas auf, als in der Pfarrei St. Georg in Prackenbach die Firmung gefeiert wurde. Dazu war Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner aus Regensburg im Auftrag von Diözesanbischof Rudolf Voderholzer gekommen, um 54 Jungen und Mädchen aus der Pfarrei Prackenbach/Krailing (35) und Moosbach (19) in der Pfarrkirche in Prackenbach das Hl. Sakrament zu spenden.

 

Nach dem Einzug des Firmspenders und der Ortsgeistlichen John Kodiamkunnel (Prackenbach) und Pfarrer Josef Drexler (Moosbach) mit den Minstranten in die geschmückte Kirche, hieß Pfarrer John den Dompropst im Namen der beiden Pfarreien ganz herzlich willkommen. „Es ist eine große Freude für uns, dass sie zu uns, in ihre nahe Heimat Teisnach gekommen sind, um für die Kinder zu beten, ihnen die Hände aufzulegen und ihnen die Gabe des Hl. Geistes zu bringen. Auch alle, die gekommen sind, den Gottesdienst mitzufeiern, wünschte der Pfarrer schöne Stunden und viel Kraft auf dem Lebensweg.

 

Ein Grüß Gott überbrachte auch der Firmspender, der sich freute in Prackenbach die Firmung spenden zu dürfen, da der Ort nicht unbekannt für ihn sei, denn mit acht/neun Jahren habe er hier bei Onkel und Tante Einsele oft Ferien verbracht.

In Konzelebration mit dem Dompropst und den beiden Geistlichen wurde die Eucharistie gefeiert, den der Kirchenchor in feierlicher Manier unter der Leitung von Regina Christof mit gestaltete. An der Orgel spielte Hans Preiß Ulrike Altmann bereicherte den Gottesdienst mit Querflöte. Kyrierufe und die Lesung sprachen Firmlinge und die Fürbitten trugen die beiden Ortspfarrer, zwei Firmlinge und eine Mutter vor.

 

Wenn wir die Natur beobachten würde bei solchem Wetter niemand auf die Idee kommen, dass ein Vogel vom Baum herunter fällt oder ein Fisch ertrinkt, wenn er in seinem Element ist, begann der Firmspender seine beeindruckenden Predigt. Er meinte damit, dass auch wir Menschen  in unserem Element sind, wenn wir jemanden gern haben. Dann gibt es nicht nur den berühmten Schmetterling im Baum, dann können wir nicht genug Zeit mit ihm verbringen. Auch Paulus erwähnte in seinem Brief an die Ephesser, dass er die Menschen gerne angenommen hätte. Das hatten die ersten Christen gespürt, sind aber nicht neidisch gewesen.

 

Dann gab er den Firmlingen mit Mut, Friedfertigkeit und Demut drei Eigenschaften mit auf den Weg. Mutig seid ihr, wenn ihr etwas ertragen könnt, ja sogar mich darüber freue oder andere Mitmenschen auch gelten lasse. Wie schnell streiten wir denn, meinte er, es sind oft Kleinigkeiten und wie viel Mut brauchen wir, zu jemanden hin zu gehen und die Hände zu reichen, so der Redner. Seien sie immer wieder zum Versöhnen bereit, bat er die Anwesenden, dass ihr den, welchen man liebt, nicht verliert.

 

Schließlich richtete der Firmspender das Wort an die Paten und Patinnen, das schönste und wichtigste Geschenk, das sie ihren Schützlingen geben können sei, die Hand auf ihre Schulter zu legen und versprechen: ich halte zu dir und ich bin immer bei dir. Auch bat er sie, sie mögen den jungen Christen den Glauben vorleben und ein gutes Beispiel geben, denn der Glaube bestimmt das Leben. Auch für ein kleines Kind, das getauft wird, wollen wir, dass es den Glauben kennen lernt und in der Gemeinschaft zu Jesus Christus gehört. Er brachte dabei den Fußball ins Gespräch und meinte, wer ein bisschen was davon versteht, weiß wie wichtig dabei die Gemeinschaft ist.

 

Anschließend erneuerte der Firmspender mit den Firmanwärtern das Taufgelübte und erteilte allen seinen Segen, bevor er  ihnen das heilige Sakrament spendete, wobei er nach der Salbung mit Chrisam, einer Mischung aus Öl und Balsam, in herzlicher Weise einige persönliche Worte mit den Jugendlichen wechselte und mit ihnen mit unter auch scherzte.

 

Am Ende des Gottesdienstes richtete der Dompropst ein Vergelt´s Gott an alle, die in irgendeiner Weise für die Vorbereitung im Einsatz war, insbesondere dem Kirchenchor für die schöne Gestaltung des Gottesdienstes, den Mesnerinnen und den Ministranten.

Nach einem Gruppenfoto am Pfarrheim boten die Pfarrhausfeen Sekt und leckere Happen an.

 

Foto: 1 – Dompropst Gegenfurtner am Altar, 6 – Spendung der Firmung – Pfr. John, Dompropst und Pfr. Drexler , 7 – Pfarrer John und Dompropst, 9 – bei den Fürbitten, 11 – Gruppenfoto mit den Firmlingen, 1.R.Mitte Pfarrer Drexler, Dompropst und Pfr. John – seitlich die Ministranten.

Foto zu Meldung: Firmung in der Pfarrkirche St. Georg in Prackenbach – Gott schenkt uns in Christus seinen Geist

Evangelium unter den drei Kreuzen

(19.06.2014)

Fronleichnamsprozession führte über den malerischen Pfahl

Ein herrlicher Blumenteppich vor dem Volksaltar in der Pfarrkirche

 

Moosbach. - „Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi“ – Fronleichnam, das Fest des hl. Leibes und Blutes Christi, ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie erstmals 1246 im Bistum Lüttich gefeiert wurde und 1264 Papst Urban IV zum Fest der Gesamtkirche erhob.

 

Während man im letzten Jahr die Fronleichnamsprozession durch unaufhörliche Regenschauer in die Kirche verlegen musste, begleitete heuer strahlender Sonnenschein die Gläubigen der Pfarrei Moosbach wieder wie gewohnt über den malerischen Pfahl. Zunächst verkündete Pfarrer Josef Drexler bei den ersten beiden Altären der Familie Freund bzw. bei der Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl die Evangelien. Anschließend ging es auf dem weichen Pfahlweg hinauf zur Kreuzigungsgruppe am Kalvarienberg, wo der dritte Altar der Familie Eckl aufgerichtet war.

 

Nach dem Segen zog man dann durch die geschmückte Viechtacher- bzw. die Hauptstraße, angeführt von der Kapelle Norbert Ernst aus Böbrach und sämtlichen Vereinen – dem „Himmel“ unter dem Pfarrer Drexler die Monstranz mit dem Allerheiligsten trug – dem Chor, Ministranten und den übrigen Pfarrangehörigen zurück zur Kirche, wo er das vierte Evangelium verkündete und der Geistliche, wie bei den anderen Altären seinen eucharistischen Segen spendete.

 

Doch zunächst zelebrierte Pfarrer Drexler feierlich das Hochamt. Mit 13 Ministranten zog er in die schön geschmückte Kirche ein, wo unter den Stufen des Altarraums ein wunderschöner Blumenteppich, gelegt von Mitgliedern des Frauenbundes, her grüßte. Er hieß die Gläubigen sehr herzlich willkommen, im Besonderen die Vereine, Kongregationen, Vertreter der kirchlichen und öffentlichen Gremien und nicht zuletzt die Kommunion- und Firmkinder und erklärte ihnen, dass vor genau 750 Jahren das erste Mal im Bistum Lüttich das Fronleichnamsfest gefeiert wurde.

 

In seiner Predigt erzählte Pfarrer Drexler den Anwesenden, dass er die Schulkinder aufschreiben ließ, was ihnen zu einer Fronleichnamsprozession alles einfällt. Es kam dabei eine Menge zusammen und er meinte, es sei schon erstaunlich, was die Christen in den 750 Jahren alles aufgewendet haben, um den in der geweihten Hostie gegenwärtigen Herrn in einer ansprechenden Prozession öffentlich durch die Straßen zu tragen und zu verehren.

Er erzählte von Monstranzen von unschätzbarem Wert, wie zum Beispiel die Diamantenmonstranz in der Schatzkammer des Prager Loretoheiligtums, die 1699 in Gestalt einer Sonne gefertigt, ein Meter hoch und 12 Kilo schwer mit 6222 Diamanten besetzt ist. Doch, will Jesus so einen Aufwand für sich überhaupt?

Auch Jesus lässt sich unsere Liebe zu ihm gefallen, auch in maßloser, verschwenderischer Art und Weise, so der Geistliche. Er hat es sich auch gefallen lassen, als jene Frau in der Bibel ihn mit dem sündhaften Öl salbte, das einen ganzen Jahreslohn wert war.

Möge auch der Aufwand, den wir für unsere Fronleichnamsprozession 2014 betreiben, einzig und allein Ausdruck unserer maßlosen und verschwenderischen Liebe zu Jesus Christus sein, so der Prediger.

 

Nach dem Rückzug der Prozession in die Pfarrkirche und dem feierlichen Segen mit der Monstranz beim vierten Evangelium war man sich einig, es war wieder eine schöne außergewöhnliche Fronleichnamsprozession durch den malerischen Pfahlweg, den nicht gleich eine zweite Pfarrei anbieten kann. Mit dem „Großer Gott wir loben dich“ endeten die Feierlichkeiten.

 

Foto: Segen vom Kalvarienberg mit Hl. Grab hinter der SV-Fahne

Foto zu Meldung: Evangelium unter den drei Kreuzen

Letzte Maiandacht in der Dorfkapelle zum Hl. Wendelin

(31.05.2014)

Der Bergler Gsang gestaltete die Andacht mit schönen Liedern

 

Viechtafell. Vor 32 Jahren hat die Dorfgemeinschaft Viechtafall eine Kapelle zum Hl. Wendeling errichtet, wo am Freitagabend die letzte Maiandacht stattfand, die Pfarrer Josef Drexler mit mindestens 70 Marienverehrern aus Viechtafell, Moosbach und Umgebung feierte. Auch sonst finden das ganze Jahr immer wieder Andachten statt und so mancher kehrt auf einen Stoßseufzer hier ein. In Bälde soll sogar eine Trauung einer gebürtigen Viechtafellerin gefeiert werden.

 

Der Bergler Gsang mit Erika Rabenbauer (Zither), Siglinde Weindl, Edeltraud Straub und Josef Höcherl schmückten mit wunderschönen Liedern die Andacht aus, von denen die Teilnehmer sehr ergriffen waren und gestärkt für neue Aufgaben am Schluss den Heimweg antraten.

 

Mit „ich geh, wenn ich traurig bin, zur lieben Mutter Gottes hin“, eröffneten die Sänger die Andacht und Pfarrer Drexler stellte sie bei seiner Begrüßung unter den Leitsatz „in Christus sein, in Christus bleiben“, das bedeute, dass wir in seiner Kirche bleiben und Maria als Urbild der Kirche stets in den Blick nehmen sollten.

Zwischen den Gebeten des Geistlichen und einem Rosenkranzgesätzes lauschten die Umstehenden immer wieder den Marienliedern, wie „Rosenkranzkönigin“, „mein Herz ist voll Demut“ oder „du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte“ mit dem jeweiligen Zusatz, „dann jauchst das Herz dir großer Herrscher zu, wie groß bist du“.

Bevor Pfarrer Drexler alle mit seinem Segen entließ, dankte er dem Bergler Gesang für die stimmungsvolle Gestaltung der Maiandacht und allen, die für die Pflege und den Erhalt der Kapelle das ganze Jahr Sorge tragen und hob anerkennend hervor, dass den ganzen Mai sehr fleißig Andachten zu Ehren der Muttergottes gebetet wurden.

Ferdl Rabenbauer schloss sich den Dankesworten an Pfarrer Drexler an, der die Maiandacht gefeiert hat, dem Bergler Gsang und allen, welche sich das ganz Jahr um die Pflege um und in der Kapelle sorgen und honorierte den guten Besuch, die unter anderem sogar aus der Pfarrei Kollnburg gekommen waren.

 

Foto: Pfarrer Drexler vor der Kapelle

Foto zu Meldung: Letzte Maiandacht in der Dorfkapelle zum Hl. Wendelin

Kommunionausflug nach Kelheim und Weltenburg

(26.05.2014)

Ein erlebnisreicher Tag in der Regensburger Gegend

 

Moosbach/Prackenbach. Nach einem unvergesslichen Erstkommuniontag am Sonntag brachen die Kinder

von Moosbach, Prackenbach und Krailing am Montag zu einem Kommunionausflug in die Gegend von Regensburg auf.

Ein voller Bus des Unternehmens Haimerl startete am Morgen ab Schulhaus mit den Kommunionkindern, Eltern, ihrem Seelsorger Pfarrer Josef Drexler und Mesnerin Margarete Früchtl über Kelheim und mit dem Schiff zum Kloster Weltenburg , wo eine Dankmesse gefeiert. Anschließen ließ man sich im Klostergarten ein Mittagessen munden.

 

Weltenburg ist nicht nur bekannt durch den Donaudurchbruch, die tiefste und engste Stelle der Bayerischen Donau, sondern wegen der ältesten Benediktinerabtei Bayerns, gegründet etwa 620 n.Chr. wo über allem majestätisch die Befreiungshalle thront, so erzählte ihnen Pfarrer Drexler.

 

Als nächstes Ziel steuerten die Teilnehmer das Schulerloch, eine Tropfsteinhöhle bei Essing in Bayern an.

Die 420 m lange Höhle im Jurakalk befindet sich 55 m über der Talsole. Der große Raum ist 793 m groß. Die Gegend wird als Geotop geführt und 1783 erstmals erwähnt.

 

Ein wenig müde aber glücklich über den herrlichen Tag kamen die Erstkommunionkinder mit ihren Eltern wieder wohlbehalten gegen 18.00 Uhr in der Heimat an.

Foto zu Meldung: Kommunionausflug nach Kelheim und Weltenburg

Kommunionkinder aus Prackenbach und Moosbach beim Brot-Backen

(19.04.2014)

Prackenbach/Moosbach/Obergschaidt. Mit großem Eifer bereiten sich die Erstkommunionkinder auf ihren großen Tag ihrer ersten Hl. Kommunion am Sonntag, 25. Mai 2014 vor.

Neben Basteln einer Schauwand bzw. eines „Leuchtturms“ oder unter anderem der Teilnahme und Mitgestaltung diverser Gottesdienste, wie zum Beispiel der Karwoche, wo sie sich zahlreich beteiligten, durften sie letzte Woche bei Anneliese Breu in Obergschaidt beim Brotbacken helfen.

 

An die 25 Kinder waren in der Backstube angetreten und haben unter Leitung der Bäckerin den Teig angemischt und Brote geformt, bis sie über und über mit Mehl bestäubt waren.

Während der Teig ging und sich die Brote vergrößerten und schließlich gebacken wurden, spendierte die freundliche Bäckerin den Kindern etwas zu Schnabulieren und auch der Spaß kam nicht zu kurz, denn zum Herumtollen auf er großen Wiese gab es in der Zwischenzeit viel Gelegenheit.

 

Zum Schluss durfte jedes Kind das Brot, das es geformt hatte, mit nach Hause nehmen und sie bedankten sich bei Anneliese Breu mit einem Gutschein.

 

Foto: Kommunionkinder mit Anneliese Breu hinten mit Hut

Foto zu Meldung: Kommunionkinder aus Prackenbach und Moosbach beim Brot-Backen

Fußwaschung zu Beginn der drei österlichen Tage – Entblössung des Hauptaltars als Zeichen der Trauer

(17.04.2014)

An sechs Katholiken der Pfarrei Moosbach stellvertretend für alle

 

Moosbach. Nicht nur Papst Franziskus hat beim traditionellen Abendmahlsamt am Gründonnerstag, in Erinnerung an den Tag, an dem Jesus das heiligen Altarsakrament eingesetzt hat, Fußwaschungen an 12 Behinderten eines Therapiezentrums die Füße gewaschen. Auch in der Pfarrei St. Johannes in Moosbach hat Pfarrer Josef Drexler heuer wieder sechs Angehörigen der Pfarrei den christlichen Liebesdienst der Fußwaschung erwiesen.

 

Zu Beginn des Gottesdienstes wies der Geistliche darauf hin, dass diese drei österlichen Tage, dem Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht als eine Einheit zu sehen sind. In diesem Triduum vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Jesus ist als der besondere Höhepunkt des christlichen Kirchenjahres zu sehen.

 

In seiner Predigt betonte Pfarrer Drexler, dass der Gründonnerstag den Blick auf die seelischen Leiden Jesus lenkt, wobei am Karfreitag die körperlichen Leiden in Vordergrund sehen. Zur Bedeutung der Fußwaschung meinte Drexler, dass Jesus durch diese Zeremonie einen Sklavendienst an den Jüngern leistete. Denen war es jedoch nicht bewusst, in welcher Todesangst sich Jesus befindet als bei der Wache die Jünger schlafen und auch bei der Festnahme bleiben nur Johannes und einige Frauen bei ihm, betonte der Sprecher. In der nach dem Gottesdienst folgenden Anbetung können auch die Kirchenbesucher symbolisch eine Stunde am Seitenaltar für Jesus Wache halten und beten, so Drexler.

 

Anschließend legte der Geistliche das weiße Messgewand ab, umhüllte sich mit einem weißen Tuch und kniete sich an den Stufen des Presbyteriums nieder, wo er an den sechs Pfarrangehörigen den Liebesdienst der Fußwaschung vollzog. Diese ausgewählten Personen sind stellvertretend für alle Pfarrangehörigen zu sehen, merkte Pfarrer Drexler an. Ausgewählt wurden dazu Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl, Kommunionhelfer, Lektor und Sammler Arthur Wasner, die Haushälterin des Pfarrers Vera Letavcofa, Sammler Thomas Freund und zwei Ministranten Anna Haimerl und Luka Klingl. Diese Demutsgeste der Fußwaschung wollte er aber auch im Hinblick auf mögliche Verfehlungen verstanden wissen, die er anderen gegenüber begangen hat. Dafür möchte er sich ausdrücklich entschuldigen.

 

Am Ende des Gottesdienstes wurde das Allerheiligste vom Hauptaltar zum Seitenaltar getragen und als Zeichen der Trauer der Altar von allen Gegenständen entblößt. Eine Zeremonie, die unbedingt zum Gründonnerstag dazu gehört, so Drexler. Da die Gottesdienste der drei Tage als einer zu sehen sind, wurde am Ende dieses Abendmahlsamtes auch kein Segen erteilt.

Anschließend lud er die Gläubigen zur Mitfeier der Ostergottesdienste ein.

 

Foto: Luka Klingl, Anna Haimerl, Vera Letavcova, Thomas Freund, Maria Rackl, Arthur Wasner

Foto zu Meldung: Fußwaschung zu Beginn der drei österlichen Tage – Entblössung des Hauptaltars als Zeichen der Trauer

Palmweihe am Osterbrunnen

(13.04.2014)

Prozession und Gottesdienst mit vielen Gläubigen

 

Moosbach. Mit der Palmweihe am Osterbrunnen wurde in der Pfarrei Moosbach die Karwoche eingeleitet. Die Erstkommunionkinder und eine große Schar von Gläubigen trafen sich mit Palmbüscheln um den geschmückten Johannisbrunnen, der auch heuer wieder von Agathe und Stefan Obermeier mit Girlanden und Ostereien prachtvoll dekoriert wurde. Dank gebührt den Eheleuten Obermeier sowie auch Franz Xaver Pongratz, der sich das ganze Jahr über für die Pflege des Brunnens sorgt.

 

Nach dem feierlichen Glockengeläute begrüßte Pfarrer Josef Drexler an der obersten Stufe des Kirchenaufgangs die vielen Menschen zur Feier des Palmsonntags sehr herzlich und meinte, dass wir uns mehr als sonst im Jahreslauf erinnern, wie weit Jesus Christus aus lauter Liebe zu uns zu gehen bereit war, bis zum qualvollen Verbrechertod am Kreuz. Mit „Hosianna dem Sohne Davids“ bereitete ihm die Menge in Jerusalem einen jubelnden Empfang, doch schon bald schlägt der Jubelruf um in das hasserfüllte Geschrei: „Kreuzige ihn“. Dieser Stimmungsumschwung der Masse vom „Hosianna“ zum Kreuzige ihn, sollte uns immer wieder und nicht nur am Palmsonntag tief unter die Haut gehen. Die immergrünen Zweige, die wir heute in den Händen halten, sind uns ein Zeichen, dass letztlich Gottes Allmacht siegt.

 

Anschließend segnete Pfarrer Drexler die mitgebrachten Palmbüschel und ein langer Zug, angeführt vom Kreuz, das die Mesnerin für die 33 Lebensjahre von Jesus symbolisch mit 33 roten Nelken geschmückt hatte, bewegte sich in die Kirche, die bis zum letzten Platz gefüllt, wo der Geistliche einen feierlichen Gottesdienst zelebrierte. Statt einer Predigt trugen zwei Lektoren mit dem Pfarrer die Leidensgeschichte vor.

 

Zum Schluss dankte er den Gläubigen für die Mitfeier und lud die Gläubigen ein, die Tage der Karwoche mit zu feiern.

 

Foto: Pfarrer Drexler weihe die Palmbüschel, hier mit dem Rachfass

Foto zu Meldung: Palmweihe am Osterbrunnen

Bildung einer Pfarreiengemeinschaft Moosbach/Prackenbach

(26.02.2014)

Moosbach/Prackenbach. Die Ordinariatskonferenz in Regensburg hat entschieden, die Pfarrei Moosbach und Prackenbach/Krailing, wie von der Pastoralen Planung vorgesehen und im Dekanat angenommen, zum 1. September 2014 zu einer Pfarreiengemeinschaft zusammen zu führen und Pfarrer Josef Drexler aus Moosbach diese Aufgabe anzuvertrauen.

 

Mit Schreiben vom 11. November 2013 hat Pfarrer John Kodiamkunnel gebeten, nach 12 Jahren Dienst in der Diözese Regensburg zum 1. September 2014 in seine Heimat zurückkehren zu dürfen. Da es aber durch die personelle Situation nicht möglich ist, alle frei werdenden Seelsorgestellen wieder zu besetzten, ist die Pfarrei Prackenbach neu zu regeln, so Dr. Franz Frühmorgen.

 

Pfarrer Josef Drexler aus Moosbach ist bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen, so dass er ab 1. September 2014 die Sorge für beide Pfarreien übernimmt, obwohl die neue Situation ein Mehr an Aufgaben und Belastung auf ihn zukommen wird. Domkapitular Dr. Franz Frühmorgen bittet schon heute die Gläubigen in beiden Pfarreien um Verständnis, Rücksicht und Entgegenkommen, wenn der künftige Pfarrer für zwei bislang selbständig geführte Pfarrorte zuständig ist, denn er wird künftig noch mehr als bisher auf ehrenamtliche Mithilfe und Einsatzbereitschaft angewiesen sein, erwähnte der Domkapitular in seinem Schreiben vom 20. Februar 2014. Pfarrer Drexler aber dankte er für seine Einsatzbereitschaft und übermittelte ein herzliches Vergelt´s Gott und wünschte der neuen Pfarreiengemeinschaft Gottes reichsten Segen. Allen, die ihn hier unterstützen, sprach der Domkapitular im Voraus ebenfalls die besten Dankesworte aus.

Foto zu Meldung: Bildung einer Pfarreiengemeinschaft Moosbach/Prackenbach

„Jesus Licht meines Lebens“

(01.02.2014)

10 Kommunionkinder von 2014 stellten sich den Gläubigen vor

 

Moosbach. 10 Kinder der Pfarrei Moosbach dürfen heuer das erste Mal die Hl. Kommunion empfangen. Am Samstag haben sie sich bei einem sehr feierlichen Gottesdienst namentlich den Gläubigen vorgestellt.

 

Beim Einzug der Erstkommunionkinder, dem Pfarrer Josef Drexler und den Ministranten segnete der Geistlicher im Rahmen Mariä Lichtmess zunächst am Schriftenstand die Kerzen und mit ihnen die Kerzen der Kommunionkinder. Dann nahmen sie in den ersten der für sie reservierten Bänke ihre Plätze ein.

 

In seiner Begrüßung erinnerte der Geistliche an die Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess), an dem Jesus im Tempel Gott dargestellt wurde und mit Gottesfürchtigen Menschen wie dem greisen Simeon und Hanna im Tempel zusammen kamen, wo Simeon das Jesuskind als das Licht preist, das alle Menschen erleuchtet.

 

In seiner eindrucksvollen Predigt ging Pfarrer Drexler auf das Leitmotiv, den Leuchtturm“ ein, den die diesjährigen Erstkommunionkinder gewählt hatten „Jesus soll euer Leuchtturm sein und wir verstehen uns als Boote, die auf dem manchmal stürmischen und dunklen Meer des Lebens unterwegs sind, so der Pfarrer.

Und wenn ihr von den Lichtsignalen, die dieser Leuchtturm – dieser Jesus- aussendet, leiten lasst, werdet ihr auch den sicheren Hafen des Himmels erreichen.

 

Jesus ist nicht aufdringlich, sagt der Pfarrer zu den Kindern, dementsprechend soll auch euer Wunschsatz sein, mit dem jeder sich den Gläubigen vorstellt, „ich möchte, dass Jesus das Licht meines Lebens wird“. Dieses Licht kennen lernen, das ist sicher ein langer und mühevoller, aber zugleich ein wunderbarer Weg und er erfordert viel Konsequenz in religiösen Dingen und dieses Vorbild sind Maria und Josef, Simeon und Hanna, so der Seelsorger.

 

Nach der Predigt traten die Kommunionkinder mit ihrem keinen Boot nach vorne und stellten sich namentlich den Gläubigen vor mit ihrem Versprechen: „Ich möchte, dass Jesus das Licht meines Lebens wird“ und stellten das Boot am Leuchtturm ab und Pfarrer Drexler übergab den Kindern anschließend ihre geweihte Kerze. Zum Schluss dankte er den Kindern für die Mitfeier und den Eltern für die Unterstützung und bat sie, die Kinder mit ihrem Gebet zu unterstützen.

Den wunderschönen Leuchtturm und die kleinen Boote hatten einige Eltern der Kinder gefertigt.

Im Anschluss an den Gottesdienst erteilte Pfarrer Drexler den Kindern und allen Gläubigen den Blasiussegen.

 

Foto:  Vorstellung der Kinder: Jolina Loth, Leonie Stürmer, Sandra Probst, Pfarrer Josef Drexler, Kilian Stiglbauer, Lukas Ruber, Moritz Schedlbauer, Robin Reimer, Stefan Haimerl, Tobias Derr, Niko Jänicke

Foto zu Meldung: „Jesus Licht meines Lebens“

„Lasst uns dem Leben trauen“

(31.12.2013)

Jahresschluss in der Pfarrei – Rückblick und Dankbarkeit

 

Moosbach. Der Jahresschlussgottesdienst wurde in der Pfarrei St. Johannes sehr festlich begangen. Nach einer beeindruckenden Predigt durch Pfarrer Josef Drexler erinnerte Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl an einige Ereignisse aus der Kirche und Pfarrei 2013.

 

Mit einem herzlich willkommen begrüßte der Geistliche alle Kirchenbesucher und meinte, wir müssten am Silvesterabend inne halten und zurück schauen in Dankbarkeit gegenüber Gott und den Menschen für alles Gelungene und Beglückende, aber auch über vertane Chancen oder Lieblosigkeiten, mit denen wir uns einander schwergemacht haben aber auch von Gott entfernt haben.

 

Über seine Predigt stellte Pfarrer Drexler den Leitgedanken „lasst uns dem Leben trauen“, ein Zitat, das Jesuitenpater Alfred Delp vor 40 Jahren hinterlassen hat und in den Katholikentag in München vor fast 30 Jahren aufgenommen wurde. Um so einen Zuruf zu hören, bräuchte man freilich nicht unbedingt in die Kirche zu gehen, meinte der Sprecher. Vielmehr sollten wir dem Leben trauen, weil wir es nicht alleine zu leben haben, sondern weil Gott es mit uns lebt.

Pfarrer Drexler erinnerte an einige Passagen von Pater Alfred Delp, der sich unter der Hitler-Diktatur für einen gesellschaftliche Neuordnung nach dem Ende der Naziherrschaft einsetzte und der am 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee erhängt wurde, weil man ihn mit dem Attentat an Hitler in Verbindung gebracht hatte.

Mit so einem Gott an der Seite konnte Pater Delp dem Leben selbst angesichts des Todes trauen und so einem Gott an der Seite können auch wir dem Neuen Jahr und dem Leben überhaupt trauen, auch wenn wir nicht wissen, was es uns an Licht und Schatten bringen mag.

 

Am Schluss des Gottesdienstes blickte die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl zurück auf wesentliche Ereignisse in der Kirche im Allgemeinen und der Pfarrei und zeigte auf, dass auch unsere Glaubensgemeinschaft immer wieder abwechselnd Höhen und Tiefen zu durchleben hat.

Sie erinnerte an die Kirchenverwaltungswahl im Januar, als Diplomingenieur Frank Hornberger zum neuen Kirchenpfleger gewählt wurde und uns im Februar die Rücktrittserklärung von Papst Benedikt XVI überraschte. Schließlich die Wahl des neuen Papstes „Franziskus“.

In der Pfarrei wurden 13 Kinder getauft und drei Angehörige sind auf eigenen Wunsch von der Kirche ausgetreten. Dafür sei eine sechsköpfige Familie nach Moosbach zugezogen und suchten um Taufe bzw. Wiederaufnahme in die weltweite Kirche Gottes nach. Weiter berichtete Rackl, dass für 14 Pfarrangehörige der irdische Pilgerpfad zu Ende ging, 11 Kinder die erste Hl. Kommunion empfingen und sechs den Ministrantendienst antraten. Schließlich haben sich vier Brautpaare am Traualter in Moosbach Treue geschworen und eins in Neurandsberg. Möge Gott der Herr uns auch im neuen Jahr 2014 durch alle Höhen und Tiefen geleiten, war ihr Wunsch an die Pfarrgemeinde.

Stellvertretend für viele, die unserer Pfarrei und damit der weltweiten Kirche Gottes dienen, überreichte Maria Rackl an Pfarrer Drexler und an die Mesnerin Margarete Früchtl als Zeichen der Dankbarkeit eine Buchgeschenk und wünschte allen ein gutes Jahr und lud anschließend am Kirchplatz zu Punsch und Stellen ein.

 

Foto: Pfarrer Josef Drexler und Maria Rackl (Pfarrgemeinderatssprecherin)

Foto zu Meldung: „Lasst uns dem Leben trauen“

Das Licht von Bethlehem in der Pfarrkiche in Moosbach

(24.12.2013)

Moosbach In einer feierlichen Christmette wurde in der Pfarrkiche St. Johannes an die Geburt Jesus Christi vor gut 2000 Jahren gedacht. Zu Beginn der Christmette brachte die Mesnerin Margarete Früchtl in einer Laterne das Licht von Bethlehem in die Kirche. Dazu trug die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Maria Rackl einige besinnliche Gedanken vor. Weihnachten ist der Sieg des Lichtes über die Nacht. In dem Wort Weihnacht ist das Wort Nacht verborgen. Ein Licht kann bereits die Nacht erhellen. Dies trifft umso mehr zu, wenn die Menschen bereit sind, dieses Licht zu teilen. Dieses Friedenslicht, das von Bethlehem über das Bistum und die Dekanate in die verschiedenen Pfarreien getragen wurde, kann uns alle erhellen. Mit diesem einen Licht aus Bethlehem wurden dann alle Kerzen in der Kirche angezündet.

 

Eingestimmt wurden die Gläubigen mit dem Lied des Kirchenchores „Heilige Nacht“. Pfarrer Drexler verband das Evangelium mit einem Krippenspiel. Maria und Josef brachten das Jesuskind in die Krippe vor dem Altar. Dann eilten Hirten und Engel herbei um dem Christuskind zu huldigen. Vorgetragen wurde dieses Krippenspiel von zahlreichen Kindern aus der gesamten Pfarrei. In der anschließenden Predigt wies Pfarrer Drexler auf den wirklichen Sinn von Weihnachten hin. Die menschlichen Erwartungen für Weihnachten sind häufig so hoch, dass diese nicht erfüllt werden können. Nach Weihnachten geht das Leben wieder so weiter wie vorher. Vor der erhofften Glückseligkeit bleibt dann oft nichts mehr erhalten. Die wahre Weihnachtsglückseligkeit hängt aber von dem Kind in der Krippe ab. Wie es in einem bekannten Weihnachtslied heißt: „oh Kindelein von Herzen, dich will ich lieben sehr“ so kann der Sinn von Weihnachten erreicht werden. Dazu muss aber mit Bescheidenheit mit Demut dem Kind in der Krippe das Leben übergeben werden.

Pfarrer Drexler schloss die Predigt mit Gedanken von Karl Rahner einem der bedeutendsten katholischen Theologen, der in kurzen Worten das Leben Jesus beschrieb und diese Beschreibung mit den Worten beendete „Jesus, dir will ich mein Leben übergeben, dann empfange ich die Kraft, die zum ewigen Leben führt“. Mit vielen weihnachtlichen Liedern durch den Kirchenchor wurden die Kirchenbesucher weiter auf das Fest eingestimmt.

 

Zum Schluss der sehr feierlichen Christmette bedankte sich Pfarrer Drexler bei allen, die dazu beigetragen haben, diesen Gottesdienst so schön zu gestalten. So sind dies vor allem die Mesnerin, die 17 Ministranten, der Kirchchor unter der Leitung von Walter Stöger, die Kinder des Krippenspiels, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung, Lektoren, Sammler und den Frauen, die sich um die Gestaltung und Reinigen der Kirche kümmern. Außerdem wies er noch einmal darauf hin, das wie in den letzten Jahren auch, am Sonntag, 29. Dezember zum Fest der Heiligen Familie wieder ein Pfarrgottesdienst mit Kindersegnung stattfindet. Beendet wurde die Christmette traditionell mit dem Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“.

Foto zu Meldung: Das Licht von Bethlehem in der Pfarrkiche in Moosbach

Der Begler Gsang gestaltete Rorateamt

(21.12.2013)

Moosbach. Der Bergler Gsang, eine Gruppe mit 3 Frauen und einem Mann, hat am Samstag Abend beim Vorabendgottesdienst zum 4. Advent-Sonntag das Rorate musikalisch mitgestaltet. Und welches Instrument würde am besten für die Begleitung der besinnlichen und zarten Advents- und Weihnachtslieder besser passen, als die Zither, mit der Erika Rabenbauer schon viele Zuhörer erfreute.

„Ruck ma nada zam, dann is net so koit ...dann macht eng de Weihnacht erst innwendig froh“, sang eingangs die Gruppe. Im Verlauf des Rorates erfreuten die Bergler die Zuhörer mit verschiedenen herrlichen Liedern wie „in Nacht und Dunkel liegt die Welt“, „der Engel begrüße die Jungfrau Maria“ und endeten mit „af da welt solls friedle wern, habt euch doch gern“.

In aller Namen dankte Pfarrer Drexler dem Bergler Gsang für den wunderbaren Gesang und die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes und die Gläubigen dankten es ihnen mit einem kräftigen Appllaus.

 

Foto: Siglinde Weindl, Erika Rabenbauer, Edeltraud Straub, Josef Höcherl

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Sieben neue Ministranten in den Dienst am Altar aufgenommen

(24.11.2013)

„Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“

 

Moosbach. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes zum Christkönigssonntag – an der Schwelle vom alten zum neuen Kirchenjahr – hat Pfarrer Josef Drexler drei Mädchen und vier Buben – offiziell in die Ministrantenschar der Pfarrei Moosbach aufgenommen.

 

Den Gottesdienst hat der Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Tanja Jänicke-Stöger (Querflöte) musikalisch mit Liedern ausgeschmückt. Sie wurden von Michael Meindl (Gitarre), Birgit Schedlbauer (Gitarre), Matthias Jänicke (Keyboard) und Walter Stöger (an der Kirchenorgel) instrumentalisch begleitet. „eines Tages kam einer, der hatte einen Zauber in seiner Stimme“ sangen sie Eingangs und „dass du mich einstimmen lässt in deinen Jubel, o Herr“ erklang es zum Gloria und die Kirchenbesucher waren angetan von ihrem Gesang.

 

Pfarrer Drexler brachte in seiner Predigt die Botschaft des Evangelisten Lukas zu Gehör, als Jesus dem reumütigen Schächer verspricht, der neben ihm am Kreuz hängt: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“, was wohl eines der schönsten und tröstlichsten Jesus-Worte überhaupt ist.“ Typisch für Lukas ist auch das „Heute“ als er sagte, dass Engel den Hirten die Freudenbotschaft verkündeten: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren, der Heiland/der Heil-macher der Menschheit!“

Ja Jesus kann das Leben eines jeden Menschen heil machen, wenn der Mensch nur bereit ist, sich zu ihm hinzuwenden – und sei es erst ganz zuletzt wie im Fall des reumütigen Schächers, betonte Pfarrer Drexler.

Die Haltung der beiden Schächer, bei denen sich der eine Hinwendet zu Jesus und für die Ewigkeit gerettet ist und der andere als Folge der Abwendung für Zeit und Ewigkeit selbst verloren ist.

Diese Haltung der beiden Schächer stellt auch uns vor die alles entscheidende Wahlmöglichkeit, nicht erst am Ende, sondern schon hier und heute. Tröstend sagt der Geistliche zum Schluss: Jesus kann auch gerade mit den Scherben unseres Lebens etwas anfangen. Hauptsache wir übergeben ihm all das, wie der reumütige Schächer.

 

Nach den Fürbitten nahm Pfarrer Drexler mit der Überreichung des Ministrantenkreuzes, das er vorher segnete, Kerstin Eckl, Alfons Freund, seinen Bruder Ludwig Freund, deren Cousin Fabian Freund, Christina Höcherl, Vanessa Prieselmeier und Felix Schedlbauer in die Schar der Ministranten auf. Sie stammen aus dem Kreis der diesjährigen Erstkommunionkinder und einer aus dem letzten Jahr. Die Zahl der Moosbacher Ministranten erhöhte sich somit auf eine stolze Zahl von 17 Minis. Pfarrer Drexler freute sich über ihre Bereitschaft, dass sie diesen wichtigen Dienst für Gott und für die Menschen heute offiziell übernommen haben.

 

Dem Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Tanja Jänicke-Stöger dankte er für den erbauenden Gesang und die Gottesdienstbesucher bekräftigten es mit Applaus.

 

Foto: Pfarrer Josef Drexler, Vanessa Prieselmeier, Christian Höcherl, Kerstin Eckl, Alfons Freund, Fabian Freund, hi. Ludwig Freund und Felix Schedlbauer

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„Wir erinnern an das Vergangene, um den Blick für künftige Gefahren zu schärfen“

(17.11.2013)

Gottesdienste und Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in Prackenbach, Moosbach und Krailing

 

Prackenbach. Mit Gottesdiensten und Gedenkfeiern wurde auch in der Gemeinde Prackenbach am Volkstrauertag der gefallenen und vermissten Kameraden der Weltkriege gedacht und am Kriegerdenkmal zur Erinnerung Kränze niedergelegt.

 

Mit großen Abordnungen nahmen die Vereine mit ihren Fahnen zunächst an den Hochämtern in Krailing, Prackenbach und Moosbach teil, die Pfarrer John Kodiamkunnel bzw. Pfarrer Josef Drexler zelebrierten.

Bei seiner Begrüßung in Prackenbach erinnerte Pfarrer John, dass auch Menschen aus unserer Gemeinde am Krieg beteiligt waren und wir an jeden einzelnen denken sollten.

In seiner Ansprache gedachte Pfarrer John nicht nur der Toten der beiden Weltkrieg, sondern auch der Mitbürgerinnen und Mitbürger, die unter der Gewaltherrschaft wegen ihrer Überzeugung, ihres Glaubens oder ihrer Herkunft verfolgt oder ermordet und Opfer von Unrecht, Hass und Fanatismus wurden.

 

Doch es folgte als Erkenntnis nicht der Friede, denn weiterhin werden Menschenrechte missachtet, so der Geistliche weiter. Wir brauchen den Blick zurück, um unsere Verantwortung für das Geschehen zu erkennen. Wirkliche Trauer darf nicht passiv bleiben, wir müssen sie für uns begreifbar machen als Kraft zum Einsatz für den Frieden. Unser aller Auftrag für die Zukunft soll sein, nie wieder Gewalt und Krieg, sondern Versöhnung, Verständigung und Frieden, denn mit Hass, Verachtung und Krieg sind keine Konflikte zu lösen. Diesen Auftrag zu erneuern, ist der Sinn des Volkstrauertages, ein Tag der Mahnung, ein Tag gegen das Vergessen.

 

„Erlöse uns Herr, allmächtiger Vater von allem Bösen und gib Frieden in unseren Tagen“ zitierte Pfarrer Josef Drexler in Moosbach in bei seiner Predigt das Gebet, das seinen festen Platz bei jeder Messfeier hat und mit „Gebt acht, dass man euch nicht irreführt“ trifft es genau die Mitte des Evangeliums. Es gab Kräfte, die versuchten und versuchen, uns von Jesus abzubringen und uns in die Irre zu führen, wobei wir immer wieder an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte denken, dem Nationalsozialismus, die noch nicht einmal 70 Jahre zurückliegt, so Pfarrer Drexler.

Wie war es nur möglich, dass unser christlich geprägtes Volk so einem Irre-Führer in die Fänge gehen konnte, betonte Pfarrer Drexler und es auch heute noch in manchen Teilen der Welt möglich ist, dass sich einzelne Menschen als Tyrannen gebärden und millionenfaches Leid über andere bringen?

Jesus Christus ist die echte Alternative und ein Ausweg aus dem Kreislauf von Gewalt in der Menschheitsgeschichte, die einzig und allein auf der Liebe gründet, versicherte Pfarrer Drexler schließlich, denn die Liebe ist seine Macht. Und er verlangt von denen, die sich frei für ihn entschieden haben, nicht anderes als das, was er nicht zuallererst selber durchlebt und durchlitten hat, bis zum Tod am Kreuz.

Er endete mit dem Zitat des Physikers und Nobelpreisträgers Albert Einstein, der sagte: Es gibt wirklich nur eine Person auf der Welt, bei der wir keinen Widerspruch finden, es ist die Person Jesus Christus.

 

Bei der Ansprache an den Kriegerdenkmälern in Prackenbach und Moosbach stellte Bürgermeister Xaver Eckl fest, dass das Gedenken am Kriegerdenkmal Menschen zusammen führt mit völlig unterschiedlichen Lebenserfahrungen, Erinnerungen und Schicksalen. Es soll uns an diesem Tag bewusst werden, zu welchem unsinnigen Denken und Handeln Menschen fähig sind. Aufbauend auf die Erinnerung an das Vergangene rief er die Umstehenden auf, zur Erkenntnis zu gelangen, dass wir in allen Bereichen unseres Lebens auch heute noch um den Schutz der Werte menschlicher Zivilisation bemühen müssen.

 

Dann berichtete vom ersten Volkstrauertag im März 1922 im Rahmen einer Gedenkstunde mit Reichstagspräsidenten Paul Löbe im Berliner Reichstag, der ausdrücklich Tote der anderen am Weltkrieg beteiligten Völker mit einzog. Schon 1934 wurde dieser Tag von den Nationalsozialisten in einen „Heldengedenktag“ umbenannt. 1939 legte das NS-Regime bewusst Heldengedenktag und Jahrestag der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht zusammen. Am Ende standen 55 Mio. Tote , Ruinen, Massenmord, Schutt und Asche in ganz Europa und darüber hinaus. Dann zitierte er aus den Erinnerungen der polnischen Jüdin Sofia Kann, die ins KZ Ravensbrück verschleppt worden war: Sie erzählte von zerstörten Städten, von deutschen Kriegsgefangenen und sie plötzlich spürte , dass sie nicht hassen konnte, obwohl sie doch fünf Jahre lang nur in Hass gelebt hatte. Diese Bilder des Krieges lehrten uns: Es gibt am letzten Tag keine Sieger und keine Verlierer. Nur Menschen, Mill. von Menschen, die mit unsäglichem Leiden und sogar mit dem Tod für den Hass derjenigen bezahlt haben, die sich für Übermenschen hielten“

 

Dass die Trauer um die deutschen gefallenen Soldaten ohne ein Gedenken der von Deutschen begangenen Verbrechen nicht möglich sein kann, entwickelte sich der Volkstrauertag zum gemeinsamen Totengedenken für alle Opfer von Krieg und Gewalt als Kern unseres kulturellen Gedächtnisses. Neben den Mill. Gefallenen erinnerte an die über 20 000 deutsche Soldaten, die von ihren eigenen Landsleuten hingerichtet wurden und neben den in Gefangenschaft gestorbener Soldaten der nahezu drei Mill. Russischer Kriegsgefangener, die nicht im Kampf sondern in deutschen Lagern an Hunger und Entkräftung starben.

Auch derer, die sadistischen Misshandlungen durch SA Leute nicht überlebten, schloss er in die Erinnerung ein, 2200 jüdischer Frauen, Männer und Kinder in den Ghetto und Todeslagern umgebracht wurden und noch viele, die wir nicht vergessen sollten. Das seelische und körperliche Leid, das viele erdulden mussten, können wir mit der Achtung vor den Toten zum Ausdruck bringen und aufzeigen, wohin es führen kann, wenn große Teile eines Volkes gegenüber sichtbaren Fehlentwicklungen gleichgültig bleiben oder gar einem verbrecherischen Regime folgen. Erinnern wir an das Vergangene, bat der Bürgermeister, um den Blick für künftige Gefahren zu schärfen.

Zum Gedenken und zur steten Mahnung legte Eckl am Ehrenmal in Prackenbach und Moosbach einen Kranz nieder.

 

Stellvertretend für alle anwesenden Vereine in Prackenbach dankte Erwin Holzapfel Pfarrer John für die würdige Gestaltung des Gottesdienstes und legte im Namen des Krieger- und Reservistenvereins als Zeichen der Verbundenheit und des Dankes einen Kranz nieder. Vergessen wollte er auch nicht die Kameraden der Bundeswehr, die in den Friedensmissionen gefallen sind merkte an, dass uns dieser Tag auch noch nach 67 Jahren eine Mahnung sein und zugleich erinnern soll, dass der Friede in der Welt auch heute noch Opfer fordert, so Holzapfel.

 

Während die Vereine salutierten und Böller krachten, ließen zum Schluss die Pfahlspatzen den „guten Kameraden“ bzw. das “Deutschlandlied“ erklingen. Abschließend dankte auch der Vorsitzende des KuSV Moosbach Stefan Obermeier, Pfarrer Drexler für den Gottesdienst, Bürgermeister Eckl für die ergreifenden Worte, der Wache, dem Böllerschützen  und der Musikkapelle. Auch in Krailing gedachte man der Toten und Vermissten der Weltkriege.

 

Foto: in Prackenbach BM Eckl, Pfarrer John, links Erwin Holzapfel, am Kranz Franz Holzapfel und Alfons Krieger

Foto zu Meldung: „Wir erinnern an das Vergangene, um den Blick für künftige Gefahren zu schärfen“

Bildungsabend über Indien

(15.11.2013)

Pfarrer John Kodiamkunnel erzählt von seiner Heimat Indien im Bundesstaat Kerala

 

Moosbach/Prackenbach. Die älteste bekannte Zivilisation auf dem indischen Subkontinent und eine der ältesten Hochkulturen der Welt, ist die Induskultur. Ihre Geschichte reicht mindestens 5000 Jahre zurück, erzählte Pfarrer John Kodiamkunnel unter anderem in seinem sehr interessanten Vortrag von seiner Heimat Indien, den er mit sehr vielen Bildern durch eine Power-Point Präsentation bereicherte.

 

Zum Bildungsabend am Freitag Abend hatten die Pfarreien aus Prackenbach und Moosbach sowie die Kath. Erwachsenenbildung Regen ins Gasthaus Kerscher eingeladen. Der Referent Pfarrer John Kodiamkunnel konnte neben den gut 80 Besuchern auch den 1. und 2. Bürgermeister Xaver Eckl und Karl Engl herzlich willkommen heißen und dankte Josef Ettl, Beiratsmitglied der KEB für seine Unterstützung.

 

Der Name Indien stammt aus dem alten Indus-Tal am Ufer des großen Flusses Indus, der eine Länge von 2900 km hat. „In meiner Heimat sagt man zu Indien „Bharath“ wie zum Beispiel zu Deutschland im Englischen „Germany“, erzählt Pfarrer John. Indien ist ein parlamentarischer Staat und liegt in Südasien, ist Mitglied des Commonwealth und in 28 Bundesstaaten eingeteilt. Flächenmäßig ist es mit 3.287.469 km² das siebtgrößte Land der Erde. Bevölkerungsmäßig ist es mit 1,23 Mrd. Einwohnern nach  China das 2. größte Land der Erde. Die Hauptstadt ist Neu Delhi, erzählt Pfarrer John weiter und meinte, er könne sich nur auf einen kleinen Teil beschränken, da es sonst den Rahmen sprengen würde. Übrigens, die Entfernung von Deutschland nach Indien ist mit dem Flugzeug in 10 Stunden zu erreichen.

 

Das Klima, erzählt Pfarrer John, ist maßgeblich vom Monsun geprägt. Der Südwest und Nordostmonsun haben tiefgreifende Auswirkungen auf Temperatur und Niederschlag. Man unterscheidet in Indien von einer Regenzeit, einer kühlen und einer heißen Jahreszeit.

Sehr aufschlussreich zeigte sich die Aussage des Pfarrers über die Sprachen in Indien, das 1950 18 offizielle Sprachen hatte. Die indischen Schüler müssen drei Sprachen lernen, zu denen „Hindi“ die Nationalsprache mit 40,22 % ist. Englisch ist die Amtssprache und die Muttersprache. „Jana gana mana“ heißt die Nationalhymne, die der Redner in der „Hindi“-Sprache den Zuhörern zum Besten gab, wobei die Zuhörer kräftig applaudierten.

In Deutsch heißt es: „Herrscher über den Geist des Volkes, Heil dir Indiens Schicksalslenker...“

 

2001 wurden in Indien sieben Religionen gezählt, berichtet Pfarrer John weiter, von denen der Hinduismus mit 900 Mill. die meisten Anhänger hat. Es folgt der Islam, die zweitgrößte Glaubensrichtung. Das Judentum ist eine religiöse Minderheit, während das Christentum sich als drittgrößte Religion beweist. In diesem Zusammenhang erzählte Pfr. John vom Apostel Thomas, der um 53 nach Christus mit jüdischen Händlern in den Süden Indiens reiste. Er missionierte die Malabarküste des Bundesstaates Kerala im südwestlichen Indien entlang und gründete eine Anzahl von Gemeinden.

 

Schließlich erinnerte Pfarrer John auch an Vasco da Gama, der 1498 den Seeweg nach Indien entdeckte. Dahinter steckte nicht einfach der Entdeckergeist, sondern es ging ihm hauptsächlich darum, die so genannte Gewürzroute zu erschließen, damit man die wertvollen Gewürze direkt von Indien nach Europa transportieren konnte. Es war der Beginn der Kolonialisierung und auch der christlichen Mission. Dafür waren besonders die Jesuiten verantwortlich, von denen der Hl. Franz Xaver 1542 nach Indien kam. Heute gibt es 2,3% Christen in Indien, 143 Diözesen, 158 Bischöfe und 5 Kardinäle.

 

Anschließend zeigte Pfarrer John eine Übersichtskarte vom Bundesstaat Kerala, seiner Heimat. Die Landwirtschaft dort ist eher auf industriebezogene Produkte, wie z.B. Kautschuk für die Gummiindustrie, ausgerichtet, als auf die Produkte von Nahrungsmitteln. Kerala produziert 92 % Gummi und 72 % Kokos, auch Bananen, Ingwer, Pfeffer, Muskat, Kaffee, Tee und noch vieles mehr. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr nicht unter 18 Grad. Im Juli gibt es fast 25 Regentage. In Kerala fällt jährlich 3.171 mm Regen.

 

Die Religion teilt sich auf in 56,20 % Hindu, Muslims 24,7 und Christen 19 %. Davon leben 60 % der Katholiken Indiens in Kerala, davon besuchen 95% der Christen jeden Sonntag die Sonntagsmesse.

Vor der Trauung muss sich die Frau einer dreitägigen Vorbereitung unterziehen, auch werden Familien-Gebetskreise organisiert.

 

Auch Feste werden gefeiert, bemerkte der Redner. Es ist ein Fest der Farben, die mindestens zwei Tage dauern und in einigen Gegenden sogar 10 Tage kein Ende nehmen. Man besprengt sich gegenseitig mit gefärbtem Wasser oder Puder und es wird ausgelassen gefeiert und es scheinen an diesen Tagen alle Schranken aufgehoben.

 

In die vielen Ausführungen über Kultur, Sprache, Natur und vieles mehr zeigte Pfarrer John sehr viele Bilder, wie das Taj Machal, es ist ein 59 m hohes und 56 m breites Mausoleum, das in Agra im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh auf einer 100 x 100 m großen Marmorplattform errichtet wurde. Großmogul Shah Jaham ließ es für seine im Jahre 1631 verstorbene Frau erbauen.

Auch Tänze von elegant gekleideten Frauen zeigte der geborene Inder, viele Kinder und herrliche Kirchen. Er erzählte von 2000 Kindern in einer Schule, von wahnsinnig viel Verkehr, wo die Reisenden noch auf den Bussen oder sich auf den Waggons der Züge niederlassen.

 

Der äußerst außergewöhnliche Vortrag über Indien endete mit einigen Aufnahmen über Tänze der Inder und Pfarrer John bedankte sich für die Aufmerksamkeit. Josef Ettl lobte das interessante Thema über Land und Leute des großen Landes, der Heimat von Pfarrer John und überreichte ihm ein Präsent.

 

Fotos: Die Kirche in Velamkamy, Heimatkirche von Pfarrer John, Straßenverhältnisse in Indien, Tänzerinnen, Schulkinder, alle gleich gekleidet (sind alle von Pfarrer John), Josef Ettl bedankt sich bei Pfarrer John Kodiamkunnel für den interessanten Vortrag

Foto zu Meldung: Bildungsabend über Indien

„Zündet an ein Licht in der Dunkelheit“

(12.11.2013)

Laternenumzug durchs Dorf und Martinsfeier

 

Moosbach. In der großen Schulturnhalle in Moosbach feierte der Kindergarten St. Johannes am Dienstag eine stimmungsvolle Andacht mit einer selbst verfassten Geschichte vom Hl. Martin und dem Bettler und Pfarrer Josef Drexler verteilte zum Schluss Lebkuchenherzen an die Kinder.

 

Die Martinsfeier begann mit einem langen Laternenzug, angeführt von der kleinen Martinireiterin Tatjana Rabenbauer aus Viechtafell auf ihrem Pony, begleitet von ihrem Papa Thomas. Am Pfarrhof machten die 70 Teilnehmer inkl. Kindern halt am Pfarrhof, wo sie Pfarrer Josef Drexler mit seinen fünf Ministranten abholten. Der Zug endete dann in der Turnhalle, wo sich die Kinder in einem Kreis setzten und der Geistliche sie, die Erzieherinnen und die übrigen Teilnehmer herzlich begrüßte. Ungebrochen sei die Verehrung des Hl. Martin, merkte er an und so wird alle Jahre das Andenken dieses frommen Mannes gefeiert.

 

Unter der Leitung von der Erzieherin Julia spielten einige Kinder die Geschichte, die in einem fremden Land spielt, nämlich in Frankreich in der Stadt Tour. Es erzählte von der großen Mauer um die Städte und dem Nachtwächter, der abends das Tor zusperrte. Als das Stadttor bereits in Sicht ist, scheut das Pferd von Martin und er entdeckt einen Bettler im Straßengruben, der vor Kälte wimmert. Martin teilt seinen Mantel in zwei Hälften und gibt die eine dem Bettler. Er nimmt ihn sogar auf sein Pferd und reitet mit ihm in die Stadt, wo er in seiner Wohnung sogar mit ihm sein Brot teilt.

In der Nacht hat St. Martin einen sonderbaren Traum. Es erscheint ihm Gott, der aus dem Bettler spricht und sagt, du hast mir deine Liebe geschenkt und er verrät ihm ein Geheimnis, dass er bei allen Menschen wohnt besonders bei den Armen. Plötzlich weiß Martin: „ich muss mein Leben ändern, Jesus braucht mich und fortan wurde er für viele ein Licht.

 

Eine Kerze wurde anschließend in den Kreis der Kinder gestellt und zwei Kinder sangen jeweils zwei Strophen von dem Lied: “Was würde St. Martin heute tun? Mit anderen teilen, ein Licht anzünden, den anderen trösten, mit anderen beten und helfen...“ und jeder erhielt ein Teelicht, das er in sein Haus stellte.

 

Bevor Pfarrer Drexler alle Anwesenden seinen Segen erteilte, erklärte Sonja Schmelmer den Anwesenden, dass der Kindergarten eine Spendenaktion für ein Kinderheim in Lemberg in der Ukraine plant. Von den Eltern seien bereits 200,- € zusammen gekommen und auch der Elternbeirat würde noch seinen Teil drauf legen.

„Tragt in die Welt nun ein Licht“ sangen zum Schluss die Kinder und Pfarrer Drexler verteilte Lebkuchen an sie und bat sie, stets das Teilen nicht zu vergessen. Den Kindern aber dankte er für das schöne Spiel und den Erzieherinnen, das sie ganz lieb aufgeführt hatten.

 

Am Parkplatz des Kindergartens wärmten sich dann die Teilnehmer mit Glühwein, Kinderpunsch. Dazu gab es Kuchen und Wurstsemmeln, organisiert vom Elternbeirat des Kindergartens.

 

Foto: Martinsreiter Tatjana Rabenbauer mit Pfarrer Drexler

Foto zu Meldung: „Zündet an ein Licht in der Dunkelheit“

Gedenktag des Hl. Wendelin würdig begangen

(20.10.2013)

Dem Kirchenpatron der Viechtafeller zu Ehren Gottesdienst gefeiert

 

Viechtafell. Am 11. Juli 2013  waren es bereits 31 Jahre, dass der damalige Moosbacher Pfarrer Erwin Zach die neue Kapelle, zu Ehren des Hl. Wendelin, welche engagierte Bürger mit großem Fleiß errichteten, den Segen Gottes auf sie herab rief. Seit dieser Zeit feiern die Viechtafeller jedes Jahr um den Gedenktag (20.Oktober) (Namenstag) des Heiligen einen Gottesdienst, den Pfarrer Josef Drexler am Freitag sehr feierlich zelebrierte.

 

Am Eingang der Kapelle begrüßte der Geistliche die Gläubigen aus Viechtafell und Umgebung und erzählte ihnen einige Gedanken aus dem Leben des hl. Wendelin, zu dessen Kirchen- und Dorfpatron ihn die Viechtafeller erwählten. Wendelin war der Sohn eines Königs von Schottland. Er genoss zwar königliche Erziehung, doch er wollte allein und zurückgezogen leben und machte sich heimlich davon. Er begann bei einem Bauern die Schweine und dann die Schafe zu hüten. Der Bauer, der bald merkte, dass er einen Heiligen eingestellt hatte, gab ihm Geld, dass er sich ein kleines Häuschen in der Nähe des Benediktinerklosters Tollei bauen konnte. Als der Abt des Klosters starb, begehrte man Wendelin zum Abt. Erst auf dem Totenbrett (617), erzählte er von seiner hohen Abstammung.

 

Mit „hier liegt vor deiner Majestät“. stimmte der Geistliche die Messfeier an und die Kirchenbesucher sangen kräftig mit und die Lesung übernahm Christine Schedlbauer. Am Schluss des Gottesdienstes freute es Pfarrer Drexler sehr, dass in Viechtafell ein großer Gemeinschaftsgeist herrscht, was die Unterhaltung und die Pflege der Kapelle betrifft. Ganz besonders dankte er Angela Fischl, Marille Engl, der Familie Schedlbauer mit Christine, Hans jun., sen. und Gisela. Wortes des Dankes gab es auch von Ferdl Rabenbauer für Pfarrer Josef Drexler und der Mesnerin Gretl Früchtl.

Nach dem Segen verteilte er an die fleißigen Helfer selbstgemachte Marmeladen und wünschte allen alles Gute und  bat weiterhin für Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft.

 

Foto: Pfarrer Josef Drexler, Christine Schedlbauer (Lektorin), Angela Fischl

im Hintergrund das Altarblatt mit dem Hl. Wendelin, von Kunstmaler Hans Höcherl geschaffen.

Foto zu Meldung: Gedenktag des Hl. Wendelin würdig begangen

Der Moosbacher Pfahl – ein Geheimtipp für Wanderer

(14.10.2013)

Moosbach/Regen. In einer neuen Wanderreihe möchte die Kath. Erwachsenenbildung vom Landkreis Regen (KEB) interessierte Naturfreunde christliche Kultur und Naturschönheiten nahe bringen. Zu diesem Zweck hat der Vorsitzende der KEB Sepp Schlecht zu einer Wanderung nach Moosbach entlang des Pfahls eingeladen. Die Führung wurde durch Josef Ettl Beiratsmitglied der KEB und aktiver Wanderführer geleitet.

Leider war der Besuch trotz schönem Wanderwetter gering. Umso intensiver konnte im kleinen Kreis über die interessanten Dinge am Wegesrand diskutiert werden.

Startpunkt war ein kurzer Besuch in der Pfarrkirche, wo auch Pfarrer Josef Drexler einige Erläuterungen gab. Am Jakobsweg ging es dann entlang des Pfahl zuerst Richtung Altrandsberg, wo noch die gewaltigen Abbaumulden zu sehen sind.

 

Der wichtigste Teil des Moosbacher Pfahls wurde bereits seit 1939 unter Naturschutz gestellt. Dies war auch deshalb notwendig, weil, wie bei der Wanderung schön zu sehen war, im Westen – Richtung Altrandsberg – bereits große Teile des Pfahlrückens abgebaut wurden. Dieses Material wurde als Schottermaterial für Straßen, aber auch zur Glaserzeugung verwendet.

Entlang des Moosbacher Pfahls verläuft ein Kreuzweg, der am 25. Juli 1853 eingeweiht wurde. Im Zuge von Renovierungsmaßnahmen wurde er 1887 und letztmals 1989 renoviert. Der in Moosbach wohnhafte Maler Hans Höcherl hat dabei die Bilder zu den Kreuzwegstationen neu gestaltet. Zu dieser Zeit wurden auch im Auftrag des damaligen Pfarrers Erwin Zach die Figuren des Kalvarienberges neu überarbeitet.

Über dem Moosbacher Pfahl verläuft auch der Fernwanderweg „Pandurensteig“, der von Waldmünchen bis nach Passau führt. Gekreuzt wird dieser von einem der vielen Jakobswege, der an der Moosbacher Kirche vorbei zum Kirchlein nach Neurandsberg und über Konzell und dem Gallner Richtung Alpen führt.

 

Der Pfahl stellt eine weltweit einmalige geologische Besonderheit dar. Deshalb wurde er durch das Bayerische Geologische Landesamt 2004 auch als erstes von 100 schützenswerten Geotopen in Bayern ausgezeichnet. Der Bayerische Pfahl erstreckt sich vom Landkreis Passau bis Amberg auf einer Länge von etwa 150 km. An dieser Störungslinie zwischen dem Vorderen und Hinteren Bayerischen Wald drangen vor ca. 250 Mill. Jahren heiße, quarzhaltige Lösungen mit Temperaturen von 200 bis 400 Grad Celsius ein. Dieser auskristallisierte Quarz enthält etwa 95 bis 98 % Kieselsäure (SiO²)und ist deutlich härter als das angrenzende Urgestein aus Gneis und Granit.

Die enormen Drücke bei der Entstehung des Pfahls führten zur Verschieferung von Gneis und Granit. Das umgebende weichere Material verwitterte im Laufe von Jahrmillionen und der Pfahl wurde als „Härtling“ immer mehr sichtbar. Für die damalige Bevölkerung waren diese Felswände unbegreiflich, deshalb diese mit Namen wie Teufelsmauer oder Drachenfelsen belegt wurden. Im Laufe seiner Entstehung bildeten sich auch verschiedene Kristalle heraus, die heute in Sammlerkreisen sehr begehrt sind. Dazu gehören beispielsweise der Bergkristall, der Rauchquarz, der Rosenquarz oder der Turmalin.

Aber auch viele seltene Tiere und Pflanzenarten haben entlang des Pfahl seinen Lebensraum gefunden. Dazu gehören seltene Moose und Farne, Orchideenarten wie Stendelwurz oder Waldhyazinthen, verschiedenste Nelkenarten oder eine Vielzahl verschiedener Korbblütler. Bei den Tieren sind es eine Vielzahl verschiedener Insekten, Amphibien, Vogelarten oder Fledermausarten. Je nach Tages- und Jahreszeit sind immer wieder andere Arten zu entdecken.

 

Vom Pfahlrücken aus hat man auch wunderschöne Ausblicke zu vielen Bayerwaldbergen sowohl des Vorwaldes als auch des Hauptkammes wie dem Hohen Bogen, Kaitersberg oder Arber. Dies ist auch ein Grund, warum inzwischen an Wochenenden Einheimische und Urlaubsgäste dieses Naturjuwel entdeckt haben und an den Wochenenden am Pfahl entlang wandern. Zur Erhaltung dieser schönen Landschaft ist es aber erforderlich, sich an das Wegegebot zu halten. Damit bleibt diese geologische Besonderheit auch unbeschädigt nachfolgenden Generationen erhalten.

 

Foto: Pfarrer Josef Drexler, Diakon Sepp Schlecht,Edwin Fleischmann, Max und Klara Schedlbauer  

Foto zu Meldung: Der Moosbacher Pfahl – ein Geheimtipp für Wanderer

Im Hamsterrad des immer Mehr, immer Schneller und Perfekter gefangen

(29.09.2013)

 

Feierliches Erntedankfest - Kirchenzug und Gabenprozession – Eine Welt waren für die Mission

 

Moosbach. Die Pfarrei St. Johannes hat am Sonntag bei herrlichem Spätsommerwetter das Erntedankfest mit einem festlichen Erntezug sämtlicher Ortsvereine und einem anschließendem Dankgottesdienst, den Pfarrer Josef Drexler sehr feierlich gestaltete, begangen. Am Ende saß man noch bei Dinkel- und Kürbissuppe gemütlich zusammen.

 

Angeführt von der Kapelle Fleischmann und der Erntekrone, dem Pfarrherrn und seinen Ministranten marschierten die Vereine mit großen Abordnungen und ihren Erntegaben durch den Ort bis zum ehemaligen Schulhaus und wieder zurück zur Kirche, wobei Glockengeläut und Orgelspiel den Einzug umrahmte. Von der Landjugend geschmückte Erntekrone und ein riesiger Brotlaib zierte den Volksaltar, der sich nach der Gabenprozession als reich geschmückter Erntealtar präsentierte. Auch den Hochaltar zierten zwei herrliche Sträuße aus Sonnenblumen und ebenso die Kirchenbänke waren mit Sonnenblumen geschmückt.

 

„Erde singe, dass es klinge“ sang zur Eröffnung der Eucharistiefeier der Chor unter der Leitung von Walter Stöger und die Kirchenbesucher stimmten kräftig mit ein. Anschließend begrüßte Pfarrer Josef Drexler alle Kirchenbesucher insbesondere die kirchliche und politische Gemeinde sowie die Vereinsmitglieder sehr herzlich.

 

 

In seiner eindrucksvollen Predigt sprach der Geistliche unsere Leistungsgesellschaft an, die uns – Produzenten und Konsumenten – antreibt zum stündigen Überfluss, zu immer Mehr, zum Schneller und zum Perfekter, merkte der Geistliche an. Wer nicht mitkommt wird schonungslos zum Außenseiter gestempelt.

Schon die Jüngsten im Kindergarten bekommen das knallhart zu spüren. Der Preis ist Unfreiheit, Mitmachenmüssen, ob wir wollen oder nicht.

 

Was können wir tun, damit wir die Vorsorge für unser ewiges Leben nach unserem Tod bei Gott im Himmel dabei nicht vergessen, stellte der Redner die Frage. Er riet den Anwesenden, ab und zu einmal auszubrechen bei einem Gang in Gottes herrliche Natur und stellte dabei fest, dass die Natur sich ihre Ruhephasen gönnt, wir oft nicht!

 

Wer wachen Sinnes durch die Natur geht, der muss hinter all dem Großartigen doch den Schöpfergott erkennen und der muss dabei seiner eigenen menschlichen Unzulänglichkeit bewusst werden, so der Redner. Keinen Baum kann der Mensch wachsen lassen und keinen Sommer in den Herbst verwandeln, betone Pfr. Drexler. Doch wenn wir einsichtig sind, muss die Dankbarkeit gegenüber Gott erwachsen, betonte Pfarrer Drexler weiter. Denn diese Dankbarkeit ist die dem Menschen angemessene Haltung, nicht nur am Erntedanksonntag, sondern immer und überall, mahnte er die Gläubigen.

 

Schließlich fasste Pfarrer seine Predigt zusammen mit dem Gedicht von Joseph von Eichendorff, das entstanden ist, aus seiner tiefen Natur- und Gottverbundenheit. Einer Zeit des frühen 19. Jahrhunderts, wo der Mensch Gottes Natur wieder als Trost- und Kraftquell empfand, es war die Zeit des Biedermeier und der Romantik. Es ist ein Gedicht, das die Natur mit dem Schöpfer-Gott in Einklang bringt: „O Täler weit, o Höhen, o schöner grüner Wald! Du meiner Lust und Wehen, andächtger Aufenthalt. Da draußen stets betrogen, saust die geschäftge Welt, schlag noch einmal die Bogen, um mich, du grünes Zelt!....“

 

Vor der Gabenbereitung brachten dann die Vereine in einer Prozession ihre Erntegaben an den Altar: Blumen, gefüllte Einkaufskörbe, Feld- und Gartenfrüchte, Obst, Hopfen und Malz und zuletzt Brot und Weintrauben. Dabei sprach eine Lektorin die passende Meditation.

 

Bevor Pfarrer Josef Drexler allen seinen Segen erteilte und der Chor das „Großer Gott wir loben dich“ anstimmte, bedankte sich der Seelsorger bei den Kirchenbesuchern für die Mitfeier, dem Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger für die musikalische Umrahmung. Er honorierte auch das Schmücken der Kirche und dankte den Vereinen, der Landjugend für das Schmücken der großen Erntekrone sowie der Familie Kerscher für die Mithilfe und allen, die in irgendeiner Weise am Gelingen des Erntedankfestes beigetragen haben. Anschließend lud er alle zum gemütlichen Beisammensein bei Dinkel und Kürbissuppe welche Mesnerin Margarete Früchtl zubereitete und bat um eine freiwillige Spende zu Gunsten der Pfarrkirche und der Außenanlagen.

 

Auch traditionell zum Erntedankfest wurden Eine-Welt-Waren angeboten. Der Erlös kommt dem Missionswerk zu Gute.

 

Foto: Pfr. Drexler beim Segen und Erntealtar

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Beim Pfarrausflug ins Böhmische gereist

(21.09.2013)

Vom hl. Berg mit seiner herrlichen Basilika in Pribram waren die Fahrtteilnehmer sehr beeindruckt.

 

Moosbach. Grau in Grau war der Himmel am Samstag-Morgen, als ein fast vollbesetzter Bus mit 46 Teilnehmern zum Pfarrausflug nach Tschechien aufbrach. Doch sie hatten Glück, denn der mitgebrachte Regenschirm erwies sich als überflüssig.

Pfarrer Josef Drexler hieß seine Schäflein herzlich willkommen und stellte den Ausflug nach Pribram, die wohl älteste, bekannteste und berühmteste Wallfahrt von Böhmen, unter den Segen Gottes.

 

Die Fahrtrute führte auf der B85 nach Furth im Wald und über Pilsen zur königlichen „Montanstadt“ Pribram mit seinen 35.000 Einwohnern, die sich sechzig Kilometer süd-westlich von Prag am Fuße des Gebirgszuges Brdy befindet. Leider konnte man die kürzere Rute nicht ansteuern, denn so manche Unterführung hatte nicht die erforderliche Höhe wie der große Haimerl-Bus.

 

In Pribram angekommen steuerten die Teilnehmer gleich den Hl. Berg an, welcher der Legende nach im 13. Jahrhundert entstand und schrittweise zum berühmtesten böhmischen Wallfahrtsort und zum bedeutendsten Zentrum der Marienverehrung in Europa wurde. Die auf dem Hügel über der Stadt Pribram gebaute Kapelle wurde dank der Sorgfältigkeit der Jesuiten 1653 zu einer prachtvollen Residenz umgebaut.

 

Die Basilika Mariä Himmelfahrt mit den Kapellen befindet sich auf der Terrasse. Den unteren Barockkomplexes bildet der mit Bildern und Stuck prächtig verzierte Rundgang mit vier geschlossenen und neun offenen Kapellen. Die Gnadenstatue der Jungfrau Maria und der Hauptaltar, ganz in Silber, sind Juwelen der Basilika.

 

Seit 1861 waren auf dem Hl. Berg die Redemptoristen tätig. Im Jahr 1903 wurde die Kirche renoviert und ihr ältester Teil, der bisher die Ausschmückung entbehrte, mit Stuck bedeckt. Nach der Rekonstruktion wurde dem Hl. Berg von Papst Pius X der Titel einer Basilika erteilt. Am 24. März 1990 wurden die Redemptoristen, die 1950 den Hl Berg verlassen mussten, wieder mit der Verwaltung des Hl. Berges beauftragt.

 

In der prachtvollen Wallfahrts-Basilika feierte Pfarrer Josef Drexler mit den Fahrtteilnehmern einen teilweise lateinischen Gottesdienst. Im Refektorium des Klosters der Redemtoristen, das noch von einigen Mönchen besetzt ist, wurde zu Mittag gegessen, was schon etwas Außergewöhnliches darstellte. Vera, die tschechische Haushälterin von Pfarrer Drexler hatte dieses Essen organisiert.

Anschließend besichtigten die Fahrtteilnehmer mit einem deutschsprachigen Fremdenführer das riesige Wallfahrtsareal, bis sie nach einem kurzen Aufenthalt zum Kauf von Andenken die Weiterfahrt nach Pilsen zur Urquellbrauerei antraten.

Pilsen Urquell ist seit 1842 in Pilsen produziertes Bier. Anfang des 19. Jahrhunderts entschlossen sich Bürger Pilsens zum Bau einer neuen Brauerei und beriefen 1842 den Bayer Josef Groll zum Braumeister. 1898 wurde die Schutzmarke Pilsner Urquell eingetragen.

 

Da in den großen Hallen der Brauerei kein Platz für die Pfarrausflügler war, schlug man die Fahrt zurück in den Bayerischen Wald ein, wo der freundliche Lindner Bräu in Kötzting eine reichliche Abendbrotzeit kredenzte und bei guter Unterhaltung den Abend ausklingen ließen.

 

Pfarrer Josef Drexler dankte bei der Heimfahrt Frau Vera für die Organisation des Mittagessens, Haimerl-Chef Dorostkar für die umsichtige Fahrt sowie allen für die Mitfahrt, die ihrerseits dem Seelsorger für die Organisation der sehenswerten Fahrt ins Böhmen zu Dank verpflichtet sind.

 

Foto: Gruppenfoto auf dem Hl. Berg

Foto zu Meldung: Beim Pfarrausflug ins Böhmische gereist

Fünf neue Ministranten in den Dienst am Altar aufgenommen und drei Minis verabschiedet

(25.11.2012)

Pontius Pilatus und Jesus Christus – zwei gegensätzliche Persönlichkeiten

 

Moosbach. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes zum Christkönigssonntag – an der Schwelle vom alten zum neuen Kirchenjahr – hat Pfarrer Josef Drexler drei Mädchen und zwei Buben, die schon einige Monate den Ministrantendienst ausüben, offiziell in die Schar der Messdiener  von Moosbach aufgenommen. Er dankte dabei auch drei eifrigen Minis, die aus dem Dienst ausgeschieden sind.

 

Den Gottesdienst hat der Kinderchor unter der Leitung von Tanja Jänicke-Stöger musikalisch mit Liedern ausgeschmückt, die sie mit Gesten mitgestalteten. Sie wurden von Michael Meindl und Andrea Penzkofer (Gitarre), Tanja Jänicke(Querflöte) und Walter Stöger instrumentalisch begleitet.

 

In seiner Predigt stellte Pfr. Drexler zwei Persönlichkeiten vor, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Es war zum einen der römische Stadthalter Pontius Pilatus, der ein zutiefst ich-schwacher, ängstlicher und damit unfreier Mensch war. Obwohl er selbst von der Unschuld Jesu überzeugt war, verurteilt er ihn zum Tod um der Masse zu Willen zu sein.

Ganz anders verhält es sich bei Jesus, obwohl er Pilatus auf Gedeih und Verderben ausgesetzt ist, bleibt er doch der Herr der Lage und bleibt souverän und königlich, inmitten der Leidensgeschichte. Christus hat uns zu Königen gemacht, heißt es in der Lesung, so der Redner. Darum haben wir es gar nicht nötig, wie Pilatus der Masse zu Willen zu sein, weil kein einziger Mensch auf Erden die königliche Würde, die wir bei Gott haben, noch steigern oder mindern kann.

 

Bevor sechs Ministranten die Fürbitten vorgetragen hatten, nahm Pfarrer Drexler mit der Überreichung des Ministrantenkreuzes, das er vorher segnete Anna Hornberger, Stefan Jänicke, Luca Klingl, Sophie Kolmer und Jasmin Schlecht mit Handschlag offiziell in die Schar der Ministranten auf.

Im Rahmen des feierlichen Gottesdienstes wurden auch drei eifrige Ministranten aus dem Dienst verabschiedet. Der Geistliche dankte Florian Fuchs, Sabine Hauptmann und Thomas Schlecht für ihren Einsatz zur Ehre Gottes und zur Erbauung unserer Gemeinde und überreichte ihnen als Zeichen der Dankbarkeit ein handgemaltes Hinterglasbild, das den Kirchenpatron Johannes d. Täufer zeigt.

 

Pfarrer Drexler hatte noch eine Besonderheit mitzuteilen, über die er sich sehr freute. Denn eine langjährige Ministrantin, nämlich Theresa Eder, hatte sich entschlossen, wieder als Ministrantin weiter zu machen, obwohl sie ihre Beendigung bereits in Aussicht gestellt hatte. Für die erneute Bereitschaft zum Ministrantendienst freute sie sich ebenfalls über ein Hinterglasbild.

„Freilich hört keiner von uns auf, ein Ministrant – wörtlich: Diener – des einen Königs Jesus Christus zu sein“, sagte der Geistliche zum Schluss und meinte schließlich, dass es eine schöne Sache sei, wenn wieder junge Leute nachkommen. Dem Kinderchor unter der Leitung von Tanja Jänicke-Stöger dankte er für den erbauenden Gesang und die Gottesdienstbesucher bekräftigten es mit Applaus.

 

Foto: aufgenommene und verabschiedete Ministranten: vorne Jasmin Schlecht, Sophie Kolmer, Stefan Jänicke, Anna Hornberger, Luca Klingl, hi. Pfarrer Drexler, Theresa Eder, Thomas Schlecht, Florian Fuchs, Sabine Hauptmann

Foto zu Meldung: Fünf neue Ministranten in den Dienst am Altar aufgenommen und drei Minis verabschiedet

„Gott würfelt nicht. Gott spielt Schach!“

(30.09.2012)

Feierliches Erntedankfest – Kirchenzug und Gabenprozession -

Gemütliches Beisammensein bei Dinkel- und Kürbissuppe

 

Moosbach. „Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen...“ heisst es in einem Gedicht und weiter „bald siehst du wenn der Schleier fällt“. So entpuppte sich der Tag zu einem herrlichen Spätsommerwetter, als am Sonntag die Pfarrei St. Johannes das Erntedankfest mit einem festlichen Erntezug sämtlicher Ortsvereine und einem Dankgottesdienst feierte, den Pfarrer Josef Drexler in der vollbesetzten Kirche sehr feierlich zelebrierte und lud zum Schluss zum gemütlichen Beisammensein bei Dinkel- und Kürbissuppe ein.

 

Angeführt von der Kapelle Fleischmann und der Erntekrone, dem Pfarrherrn und seinen Ministranten marschierten die Vereine mit großen Abordnungen und ihren Erntegaben durch den Ort bis zum ehemaligen Schulhaus und wieder zurück zur Kirche, wobei Glockengeläut und Orgelspiel den Einzug umrahmten. Von der Landjugend geschmückte Erntekrone und ein riesiger Brotlaib zierte den Volksaltar, der sich nach der Gabenprozession als reich geschmückter Erntealtar präsentierte.

 

„Wir feiern heut ein Fest“, sang der Kinderchor unter der Leitung von Tanja Stöger-Jänicke bei der Eröffnung der Eucharistiefeier, bei der Pfarrer Drexler alle Kirchenbesucher insbesondere die kirchliche und politischen Gemeinde sowie die Vereinsmitglieder herzlich begrüßte.

 

In seiner beeindruckenden Predigt sprach der Geistliche die Dankbarkeit, Freude und ein Nichtfassenkönnen an, wenn wir vor unsern über und über mit Früchten beladenen Obstbäumen stehen und es drängt uns der Gedanke an Gott, den Schöpfer und Erhalter aller Lebens, direkt auf. Dann sprach er die die Geburt eines Kindes an, wo die jungen Eltern an diesem Wunder nur sehr wenig beitragen konnten und sie allererstens an Gott gedacht haben. „Und so feiern wir heute, staunend vor dem Wunder des Lebens und der Natur, Erntedank und loben Gott für seine Vatergüte,“ so der Sprecher.

 

Werden wir aber nicht irre an Gottes Vatergüte, wenn er uns nicht immer nur gibt, sondern manchmal auch nimmt und Schweres und Unverständliches zu tragen zumutet. Auch dies geschieht nach seiner Vorsehung und seinem Plan, betont der Geistliche. Dazu passe ein toller Spruch aus einem Zitatenbuch, meinte Drexler: „Gott würfelt nicht. Gott spielt Schach“. Wenn er nämlich ein Würfelspieler wäre, dann wäre er ein Willkürgott, der in seiner Spielerlaune Freud und Leid ganz zufällig über uns ausschüttet, das müssten wir fürchten, betonte Drexler. Er spielt aber Schach, das bedeutet, er überlegt sich sehr gut und sehr lange Zug um Zug.

Für so einen Gott und Vater sollten wir wirklich jeden Tag tiefe Dankbarkeit empfinden und ganz für ihn leben, sagte schließlich der Geistliche.

 

Vor der Gabenbereitung brachten dann die Vereine in einer Prozession ihre Erntegaben an den Altar: Blumen, gefüllte Einkaufkörbe, Feld- und Gartenfrüchte, Obst, Hopfen und Mals und zuletzt Brot und Weintrauben. Dabei sprach eine Lektorin die passende Meditation.

 

Bevor Pfarrer Drexler allen seinen Segen erteilte und der Chor das „Großer Gott wir loben dich“ anstimmte, bedankte sich der Seelsorger bei den Kirchenbesuchern für die Mitfeier, dem Kinder- und Kirchenchor für die musikalische Umrahmung. Er honorierte auch das Schmücken der Kirche und dankte den Vereinen und allen, die in irgend einer Weise am Gelingen des Erntedankfestes beigetragen haben und lud alle zu gemütlichen Beisammensein bei Dinkel- und Kürbissuppe, von Mesnerin Margarete Früchte zubereitet, und bat um eine freiwillige Spende für die Orgelsanierung.

Auch traditionell zum Erntedankfest wurden Eine-Welt-Waren angeboten, wobei die Anwesenden durch ihren Kauf Solidarität für die Armen der Welt bekundeten.

 

Foto: Frauenbund mit Erntegaben

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Fronleichnamsprozession über den Pfahl – Evangelium unter den drei Kreuzen

(07.06.2012)

Ein herrlicher Blumenteppich vor dem Volksaltar in der Pfarrkirche

 

Moosbach. Nach den Regenschauern am Vortag kam am Donnerstag die Sonne heraus und begleitete die vielen Gläubigen der Pfarrei Moosbach bei der Fronleichnamsprozession am Vormittag über den malerischen Pfahl, als Pfarrer Josef Drexler zunächst bei den ersten beiden Altären der Familie Kerscher bzw. bei der Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl die Evangelien verkündete und anschließend auf dem weichen Pfahlweg hinauf zur Kreuzigungsgruppe am Kalvarienberg führte, wo der dritte Altar von der Familie Eckl aufgerichtet war.

 

Nach dem Segen zog man dann durch die Viechtacher- bzw. die Hauptstraße, angeführt von der Kapelle Norbert Ernst aus Böbrach und sämtlichem Vereinen – dem „Himmel“ unter dem Pfarrer Drexler die Monstranz mit dem Allerheiligsten trug – dem Chor, Ministranten und den übrigen Pfarrangehörigen zurück zur Kirche, wo er das vierte Evangelium verkündete und der Geistlich, wie bei den anderen Altären seinen eucharistischen Segen spendete.

 

Doch zunächst zelebrierte Pfarrer Drexler feierlich das Hochamt, wobei er nach dem Einzug mit 10 Ministranten in die schön geschmückte Kirche die vielen Gläubigen, welche die Pfarrkirche bis zum letzten Platz füllten, herzlich begrüßte und ihnen die Bedeutung von Fronleichnam erklärte.

Als Leitgedanke seiner Predigt nahm der Geistliche dann das Gebet, das die Kinder zur ihrer ersten Hl. Kommunion beteten und gegen Ende des Gottesdienstes wiederholten, das lautet: „O mein Heiland großer König, du bist bei mir eingekehrt...“doch als Denkmal deiner Liebe gabst du uns dies Sakrament“.

Hier ist natürlich das Allerheiligste Altarsakrament – die Hostie – der Leib des Herrn – gemeint, den wir an Fronleichnam besonders verehren, so der Priester.

All die Liebe, die Jesus ausgemacht hat und ausmacht, ist in dieser kleinen Hostie konzentriert, so der Geistliche weiter. Daran sollten wir immer denken, wenn wir uns anstellen, um sie zu empfangen. Unwürdig empfange ich diese Hostie wohl dann, wenn ich selber für diese göttliche Liebe nichts mehr übrig habe, wenn ich gleichgültig für sie geworden bin, denn die Gleichgültigkeit verwischt auch die stärksten Spuren der göttlichen Liebe.

 

Nach dem Rückzug der Prozession in die Pfarrkirche und dem feierlichen Segen mit der Monstranz beim vierten Evangelium dankte Pfarrer Drexler den Frauen des Kath. Frauenbundes für den herrlichen Blumenteppich, der in besonderer Weise eine Verehrung des Allerheiligten ist und dankte alle, die in irgendeiner Weise am Gelingen des Fronleichnamstages ihren Beitrag geleistet haben und das „Großer Gott wir loben dich„ beendete die Feierlichkeiten.

Foto zu Meldung: Fronleichnamsprozession über den Pfahl – Evangelium unter den drei Kreuzen

Wolfgang Früchtl war Vorbeter im Dienst der Pfarrei

(06.06.2012)

Mit 82 Jahren gestorben

Moosbach. Die Pfarrkirche St. Johannes konnte die Trauergäste kaum fassen, als viele Vereinskameraden, Verwandte, Bekannte und Freunde den allseits geschätzten Wolfgang Früchtl aus Moosbacherau das letzte Geleit gaben, der nach langer Krankheit, doch ganz plötzlich und unerwartet im Alter von 82 Jahren in die Ewigkeit abberufen wurde.

 

Das Requiem, das der Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger musikalisch ausschmückte, zelebrierte Pfarrer Josef Drexler. Er bezeichnete den Verstorbenen als einen wirklichen katholischen Christen, der seinen Glauben lebenslang treu praktiziert hat – ob am Sonntag oder am Werktag. Darüber hinaus habe er als Vorbeter im Dienst der Pfarrei vielen Verstorbenen das letzte Geleit zum Grab gegeben, hob dankend der Geistliche hervor.

Noch am Krankenlager hat der Verstorbene, obwohl ihm das Sprechen seit seinem Schlaganfall schwer fiel, seine lebenslang gesprochenen Gebete nach wie vor fließend beherrscht. Treu im Glauben habe Wolfgang Früchtl sicher seinen letzten Weg angetreten, als er im Beisein seiner Tochter Karoline, die ihn liebevoll pflegte, von der Erde abberufen wurde.

 

1930 wurde der Verstorbene in Moosbacherau geboren und erlernte nach der Schule zunächst den Beruf als Schmied. 1954 heiratete er seine Frau Erna, die ihm vor zwei Jahren in die Ewigkeit vorausging. Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor, denen er durch viel Fleiß neben seiner Landwirtschaft zunächst in Oberbayern und zuletzt bei Bischof und Klein einen guten Start ins Leben ermöglichte. So dass heute der Spruch auf dem Sterbebildchen sehr Zutreffend erscheint, wenn es heißt: „Du liebes treues Vaterherz, nun ruhst du aus von deinem Schmerz… geschafft hast du so spät und früh hab Dank für deine Lieb und Müh.“

 

Früchtl war aber auch trotz der vielen Arbeit und seines nicht gerade leichten Lebens ein geselliger und stets zu Scherzen aufgelegter Mensch, der noch vor einem Jahr regelmäßig die monatlichen Seniorennachmittage besuchte, so der Geistliche weiter. Glaube und Frohsinn gehören zusammen, meinte Pfarrer Drexler, denn ein gläubiger Mensch sieht trotz manch Schwerem einen letzten Sinn und ein ewiges Ziel. Das lässt ihn froh und gelassen bleiben.

 

Weil Wolfgang Früchtl ein großer Marienverehrer und 60 Jahre der Marianischen Männerkongregation treu angehörte, so hat er noch vor einigen Tagen eine Maiandacht in der Moosbacherau mit gefeiert, als wollte er sich hier von seinen Bekannten auf Erden verabschieden. „Wenn auch das Haus jetzt öd und leer ist, heißt es auf dem Sterbebildchen, gab Pfarrer Drexler seinen Lieben die tröstenden Worte auf dem Weg, dass Gott für seine Getreuen ein ewiges Haus im Himmel bereit hält, wenn ihr flüchtiges Zelt hier auf Erden abgebrochen wird. Er war ein Diener seines Herrn, der immer bei ihm sein wird und seine väterliche Sorge vom Himmel her seine Lieben begleiten wird.

 

Angeführt von der Kapelle Fleischmann begleiteten seine Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und viele Gläubige den Verstorbenen zum Gottesacker, wo Vorstand Xaver Wenzl eine Schale am offenen Grab ablegte. Er würdigte ihn als treuen Vereinskameraden, der 62 Jahre dem Verein angehörte. Dann senkte sich die Fahne und die Kapelle Fleischmann spielte das Lied vom „Guten Kameraden“.

Firmlinge bastelten Papierflammen

(27.05.2012)

Moosbach. Im Rahmen der Vorbereitung auf die Firmung, bastelten dieser Tage die 22 Firmanwärter der Pfarrei Moosbach im Jugendheim Flammen, auf die sie ein kurzes Wort schrieben, das ihnen sehr wichtig erschien und das sie auch den Kirchgängern mit auf den Weg geben wollten, als sie diese am Ende des Gottesdienstes verteilten.

„Beachten sie diese Sprüche in ihrem Alltag„ meinte Pfarrer Drexler zu den Gläubigen, „vielleicht möchte ihnen der Hl. Geist durch das Wort auf der Flamme etwas sagen“.

 

Im Verlauf des Gottesdienstes ließ man im Altarraum symbolisch rote Schnipsel aus Seidenpapier aus der Kirchenkuppe herabrieseln. Sie sollten an die Pfingstbotschaft erinnern, in der es aus der Apostelgeschichte heißt: Am Pfingstfest waren alle Jünger an demselben Ort beisammen, als plötzlich vom Himmel ein Brausen, gleich eines gewaltigen Windes daherfuhr und das ganze Haus, wo sie waren, erfüllte. Und es erschienen ihnen Zungen wie Feuer und sie ließen sich auf jeden von ihnen nieder. Alle wurden vom Hl. Geist erfüllt und fingen an, in verschiedenen Sprachen zu reden, so dass jeder sie in seiner Muttersprachen reden hörte.

 

Die 22 Firmlinge aus der Pfarrei Moosbach, denen am Freitag, 27. Juli 2012  Domkapitular Prälat Anton Wilhelm aus Regensburg die Firmung spendet:

Verena Achatz und Sandra Eckl aus Moosbach; Florian Fuchs (Allmannsdorf), Daniel Höcherl (Moosbach), Julia Fischl (Eismannsberg), Elena Fleischmann (Allmannsdorf), Anna Haimerl (Moosbach), Sabine Hauptmann (Kreilstein), Anna Hornberger (Moosbacherau), Andreas Kappl (Moosbach), Corinna Klingl (Viechtafell), Sophie Kolmer, (Allmannsdorf), Sophia Liebl (Moosbach), Kristin Lorenz (Allmannsdorf), Andre Loth (Voggenzell), Romana Münch (Viechtafell), Michaela Probst (Moosbach), Sophia Rabenbauer, Julia Schedlbauer, Lena Schedlbauer (Viechtafell), Stefanie Schubert (Allmannsdorf ) Manuel Staudacher (Moosbach).

 

Foto: Firmlinge, die in den Altarraum herunter rieselten

Papierflammen verteilten die Firmlinge, unter den Gläubigen auch Pfarrer Drexler

Foto zu Meldung: Firmlinge bastelten Papierflammen

Maiandacht mit dem Bergler Gsang

(25.05.2012)

 

Viechtafell: „Da woid hat eatz oglegt sei allerschönst Gwand“ sang am Freitag Abend der Bergler Gsang bei der letzten Maiandacht an der Kapelle in Viechtafell.

Viele Gläubige aus Viechtafell, Moosbach und Umgebung waren gekommen und auch die Erstkommunion-Kinder und Firmlinge hatte Pfarrer Josef Drexler eingeladen, der eine feierliche Maiandacht gestaltete.

 

Der Bergler Gsang, diesmal in kleiner Besetzung von Erika Rabenbauer in Begleitung mit der Zither, Siglinde Weindl und Josef Höcherl schmückten mit einfühlsamen volkstümlichen Liedern die Andacht aus, welche die Teilnehmer, über ihnen das abendliche Firmament eines wunderschönen Maitages, sehr genossen und gestärkt für neue Aufgaben den Heimweg antraten.

Foto zu Meldung: Maiandacht mit dem Bergler Gsang

„Kommt mit, wir suchen einen Schatz“

(17.05.2012)

11 Erstkommunionkinder hielten Mahlgemeinschaft mit Jesus – Dankmesse in Weltenburg

 

Moosbach. Die Sonne setzte schon am Morgen des Himmelfahrtstages ihr strahlendstes Lächeln auf, als wollte sie sich für die frostigen Temperaturen der Nacht entschuldigen, als sich sieben Buben und vier Mädchen der Pfarrei Moosbach anschickten, den schönsten Tag in ihrem bisherigen jungen Leben, mit einem feierlichen Gottesdienst zu begehen, bei dem sie das erste Mal das Brot des Lebens empfangen durften.

 

Der Dorfbrunnen mit dem Hl. Johannes , dem Kirchenpatron, war wie immer der Treffpunkt , wo Pfarrer Josef Drexler die Kinder mit ihren Eltern abholte und in einem feierlichen Zug, angeführt mit dem Kreuz und den Ministranten in das vollbesetzte Gotteshaus geleitete, während alle Glocken der Pfarrkirche St. Johannes und ein mächtiges Orgelspiel sie empfing.

 

Bei der Begrüßung der Erstkommunionkinder hieß Pfarrer Drexler auch die Eltern und Angehörigen willkommen sowie alle, die den Festtag mit ihnen begingen und mit „Komm mit, komm mit, wir suchen einen Schatz“, eröffnete freudig klatschend der neugegründete Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Tanja Stöger-Jänicke den Gottesdienst, den Ulrich Stöger auf der Orgel umrahmte.

 

Als Thema der Predigt wählte Pfarrer Drexler das Motto der Schatzsuche, das die Kinder in ihrer Vorbereitungszeit ständig begleitete und das die Kinder in ihrem Lied es ausgedrückt haben. „Diesem Ruf zur Schatzsuche werden nur diejenigen Menschen folgen, die noch Visionen haben, die noch träumen können und in deren Herzen noch die Sehnsucht nach einem Mehr an Leben brennt“, meinte der Geistliche.

 

Viele Menschen würden von dem sagenhaften Schatz, nämlich von Gottes Wort, nichts oder noch nichts erahnen, betonte er. Es könne aber auch für sie einmal die Zeit kommen, wo ihnen die materiellen Dinge nicht mehr reichen, weil sie im Grunde ihres Herzens doch Sehnsucht haben nach einem ewigen Ziel, für das es sich zu leben lohnt. Er machte den Kindern deutlich, dass der größte Schatz, der Sinn in unser Leben bringt, das Gottes Wort ist, von dem auch die Bibel schreibt. Darum hat Maria, seine Mutter auch recht, wenn sie uns rät: „Was er euch sagt, das tut“, so der Geistliche.

 

Zum Schluss kam der Seelsorger noch auf die Schatztruhe zu sprechen, die noch fast leer war, als die Kinder bei ihrem Vorstellungsgespräch die ersten Goldmünzen hineingelegt hatten. Jedes Mal, wenn sie zum Gottesdienst gekommen sind, haben sie mit weiteren Münzen die Schatztruhe gefüllt und heute, drei Monate später, glitzert es nur so aus der Truhe. „Alle Leute können sehen, wie ernst ihr es mit eurer Liebe zu Jesus gemeint habt“, lobte er die Kinder. Möge es immer so bleiben, unsere guten Wünsche und Gebete für ein mit Jesus verbundenes und damit sinnvolles und glückliches Leben begleiten euch, versprach er abschließend.

 

Ehe Pfarrer Drexler den Schlusssegen spendete, dankte er den Eltern, dem Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Tanja Stöger-Jänicke sowie allen, die in irgendeiner Weise zum Gelingen beigetragen haben. Dann läuteten wiederum alle Kirchenglocken und die Kirchenbesucher sangen gemeinsam das „Großer Gott wir loben dich“.

 

Am Freitag starteten die Erstkommunionkinder, Pfarrer Drexler und einige Begleiter zum Ausflug über Kelheim nach Weltenburg, wo sie eine Dankmesse feierten. Dann ging´s weiter über Kloster Rohr und Bad Abbach wieder zurück nach Hause.

Foto zu Meldung: „Kommt mit, wir suchen einen Schatz“

Den Bund fürs Leben geschlossen

(05.05.2012)

Spalier für Brautpaar Tobias und Stefanie Früchtl

 

Moosbach. Hochzeitsglocken läuteten am Samstag in Moosbach, als sich der Industriemechaniker Tobias Früchtl aus Moosbach und die Alten- und Krankenpflegerin Stefanie Früchtl, geborene Zistler aus Vilzing das Ja-Wort gaben.

 

Die Hochzeitsfeier begann mit dem Abschied des Brautpaares vom Elternhaus, wo ihnen mit Weihwasser das Kreuzzeichen auf die Stirn gezeichnet wurde. Anschließend ging´s zur „Gaglhen“ (Morgenmahl) ins Gasthaus Freund, alsdann in die geschmückte Pfarrkirche, wo Pfarrer Josef Drexler den feierlichen Hochzeitsgottesdienst zelebrierte. In seiner Predigt ging der Geistliche auf die Rose von Jericho ein, die immer wieder aufblüht, wenn man sie mit Wasser begießt, was man als Symbol für eine belebende Partnerschaft nennen könnte. Er ermahnte schließlich die jungen Leute, eine christliche Ehe zu führen und den Herrgott in ihr künftiges Leben einzubeziehen.

 

Nach der Trauung, die vom Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger musikalisch umrahmt wurde, erwartete das junge Paar ein Spalier der Feuerwehr Moosbach und Teisnach, der Edelweißschützen Moosbach sowie die Altenpflegerinnen vom Pflegeheim Zandt, die Arbeitskolleginnen der Braut.

Zum Schluss hatte die Oma der Braut noch eine Überraschung parat. In einem weißen Käfig warteten sieben weiße Tauben, welche die Braut ins Freie entließ.

 

Mit dem ausgedienten Feuerwehraute der Moosbacher Wehr, chauffierte Gastwirt Freund, der neue Besitzer das Brautpaar zum Burggasthof nach Neurandsberg, wo die weltliche Feier stattfand und Hochzeitslader Hermann Fleischmann aus Moosbach und das Grenzlandtrio für Stimmung und Unterhaltung sorgten.

 

Foto: Xaver Wenzl gratuliert mit Blumen

Foto zu Meldung: Den Bund fürs Leben geschlossen

Nur Versöhnung erneuert die Lebendigkeit einer Beziehung

(15.03.2012)

Gut besuchter Bildungsabend mit Josef Kratschmann aus Regensburg

 

Moosbach. Viele Prozesse scheitern, weil wir das Gesicht oben halten wollen. Um wirklich Verzeihung zu erwarten, muss echte Reue im Spiel sein.

 

Zum Bildungsabend am Donnerstag Abend im Gasthaus Freund, veranstaltet vom Pfarrgemeinderat Moosbach, dem FB Moosbach/Altrandsberg, MMC und KLJB Moosbach, konnte der Bildungsbeauftragte Josef Ettl fast 50 Teilnehmer begrüßen. Besonders erfreut zeigte er sich über die rege Beteiligung der Landjugend an diesem Bildungsabend. Neben Pfarrer Josef Drexler, Mesnerin Margarete Früchtl, Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl, Rupert Stieglbauer von der MMC konnte er die neue Vorstandschaft des Frauenbundes (Hedwig Plötz, Marianne Laumer und Irmi Meindl) begrüßen und bedankte sich bei der frühen Sprecherin  Maria Kolmer für die gute Zusammenarbeit.

 

Über das Thema „Versöhnung – Streitkultur im Konflikt“ sprach Pastoralreferent für Ehe und Familie der Diözese Regensburg Josef Kratschmann und zeigte dabei Wege auf, wie man bei Konfliktsituationen umgehen soll, um wieder zu einer Versöhnung zu gelangen. Aus Umfragen ist bekannt, dass es in Familien etwa zwischen 17,00 bis 18.00 Uhr am häufigsten zu Streit kommt. Es hat sich dabei gezeigt, dass bei aufkommenden Aggressionen zusätzliches Streitpotential oder das fluchtartige Verlassen des Streitortes häufig kontraproduktiv sind. Genauso können aber auch andauernde Schuldgefühle die Lebendigkeit einer Beziehung hemmen. Es gibt inzwischen verschiedene psychologische und pädagogische Wege, wie im Falle eines Konfliktes vorgegangen werden soll oder kann. Dabei ist es aber schwierig, immer zu einer befriedigenden Lösung zu kommen, da die vielen verschiedenen menschlichen Charaktere nach verschiedenen Lösungen verlangen. Bewährt haben sich aber folgende Ansätze zur Kurzzeit- und zur Langzeittherapie.

 

Bei der der lösungsorientierten Kurzzeittherapie können die Streitpartner durch das Erinnern an frühere gemeinsame Erlebnisse positiver gestimmt werden und den Druck reduzieren. Ziel muss es dann sein, nicht gegenseitige Schuldzuweisungen zu betreiben, sondern nach Lösungen zu suchen. So ist jede Seite gefordert, Verantwortung zu übernehmen. Dabei auf Wunder zu hoffen, ist häufig nicht die Lösung. Aber der einzelne Partner kann durch ein positives Ausnahmeverhalten den Weg zur Versöhnung sehr beschleunigen. Dabei darf der Partner aber nicht gedemütigt werden und das ganze muss auf Gegenseitigkeit beruhen. Bringen die aufgezeigten Schritte nicht die erwünschte Lösung, so kann es vorteilhaft sein, sich eine Auszeit zu gönnen, um ruhiger zu werden und aus der Distanz wieder zu einem objektiven Blick zu gelangen.

 

Zur Prävention und zum Management von Konflikten hat sich die sogenannte 5-B-Regel bewährt. Mit dem Besinnen, Bereuen, Bekennen, Büßen und Bessern gibt es Wege, um nach einem Konflikt zu einer Versöhnung zu gelangen. Jede Krise kann so auch eine neue Chance sein. Gerade in der Fastenzeit liefert auch die Religion gute Hinweise zum richtigen Weg. Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße und Petrus wehrt ab. Hier gilt der Spruch von Dostojewski: “Du aber liebst mich auch, wenn ich schmutzig bin“. „Wo wir Dreck am Stecken haben, lassen wir uns nicht gerne anfassen, denn das kostet mich Überwindung, sagt der Referent. Versöhnung verlangt nach echter ehrlicher Reue, ohne dabei aber das Selbstwertgefühl des anderen stark zu verletzen. So können durch das Ansprechen der Probleme, dem daraus resultiertem Verstehen und Anerkennen, dem ehrlich erbittenden Verzeihen und gewähren sowie einer Wiedergutmachung neue Wege gemeinschaftlicher Partnerschaft zu erhalten. Nur die Versöhnung erneuert die Lebendigkeit einer Beziehung.

 

Wenn sie sich schäbig und daneben benommen haben und werden sie zum Schluss wieder geliebt, das ist was Wunderbares, sagt Kratschmann. Denn wenn mich jemand mag, das ist Lebensqualität. Jesus hat es uns vorgelebt, als er sagte: „Rechnet es ihnen nicht als Sünde an“ Wenn der Partner um Verzeihung bittet, einen Akt der Gutmachung demonstriert, das ist doch ein Zeichen, dass er wirklich wieder gut sein will.

 

Schließlich  verteilte Kratschmann zu einer Meditation Holzstückchen mit Einkerbungen in der Mitte. Zwei dieser Stücke konnten zu einem Kreuz zusammengelegt werden. Hier zeigte sich, dass sich zwei Teile zu einem harmonischen, stabilen Ganzen zusammenfügen können. Im übertragenen Sinne zeigt es, wie zwei Menschen in der Partnerschaft zu einem stabilen Ganzen werden können.

 

Zum Schluss bedankte sich Josef Ettl für die interessanten Ausführungen mit einem Präsent und meinte, dass ein Streit oft mit Kleinigkeiten beginnt. Was für den einen richtig ist, ist für den anderen falsch und lächelnd fügte er hinzu: „Manchmal bräuchte man einen Hammer und manchmal Samthandschuhe.“

 

Pfarrer Josef Drexler bedankte sich ebenfalls bei Josef Kratschmann für den informativen Vortrag und für die guten geistlichen Anregungen. Die Osterbeichte ansprechend, meinte er, „die Beichte ist ein höchst therapeutisches Sakrament, bedenken wir, Gott liebt uns, denn auch wir werden schmutzig“.

 

Foto: Ettl, Kratschmann und Pfr. Drexler

die Hand zur Versöhnung

Foto zu Meldung: Nur Versöhnung erneuert die Lebendigkeit einer Beziehung

Die Erstkommunionkinder von 2012 stellten sich den Gläubigen vor

(11.02.2012)

Premiere für den neu gegründeten Kinder- und Jugendchor

 

Moosbach. 11 Kinder der Pfarrei Moosbach dürfen am Donnerstag, 17. Mai 2012, dem Fest Christi Himmelfahrt, das erste Mal die Hl. Kommunion empfangen, auf die sie sich schon lange vorbereiten.

Am Samstag stellten sie sich bei einem feierlichen Gottesdienst namentlich den Gläubigen vor.

 

Der vor kurzem gegründete Kinder- und Jugendchor feierte an diesem Tag Premiere und übernahm die musikalische Begleitung des Familiengottesdienstes. Die Leitung hat Tanja Stöger-Jänicke (Querflöte) übernommen mit Unterstützung von Andrea Penzkofer (Gitarre) und Walter Stöger (Keyboard).

 

Nach dem Einzug der Erstkommunionkinder mit Pfarrer Josef Drexler und der Ministranten sang der Chor mit frischen Stimmen zur Einführung „Effata, öffne dich ...wenn deine Ohren offen sind, fängst du zu leben an“.

Dann begrüßte der Seelsorger die Gläubigen, insbesondere die 11 Erstkommunion-Anwärter und erwähnte das Sonntags-Evangelium vom sechsten Sonntag im Jahreskreis, wo ein Menschsein absolutes Vertrauen auf Jesus setzte.

 

In seiner Predigt führte Pfarrer Drexler die Gedanken des Evangeliums weiter, als er sagte, dass ein Vierfaches notwendig ist, damit der an Aussatz Erkrankte im heutigen Evangelium von Jesus geheilt werden kann: Der Hilfesuchende muss glauben, „wenn du Jesus es willst, kannst du machen,, dass ich rein werde“. Zweitens muss der Aussätzige Jesus ausdrücklich um Heilung bitten. Er möchte gerne etwas für uns tun, aber er lässt sich schon von uns darum bitten, so Pfr. Drexler. Drittens muss Jesus sein nachgebietendes Wort sprechen: „Ich will es! Werde rein!“ Und schließlich braucht es den heilsamen Körperkontakt mit Jesus, der seine Hand ausstreckt und den Aussätzigen berührt.

 

Genau dieses Vierfache ist auch heute noch notwendig, wenn wir von Jesus geheilt werden wollen – von körperlichen und seelischen Leiden, so Pfarrer Drexler. Es geschieht besonders durch das Sakrament der Kommunion, auf das sich elf Kinder vorbereiten und nur bei einem gläubigen Menschen und bei jenen die bittend nach seinem Heiland in der Gestalt der Hostie verlangt. Zum Dritten kommt das machtvolle Wort hinzu: „Der Leib Christi“ das der Empfangende mit dem „Amen“ - Ja so ist es“, beantwortet.

Der wohl intensivste und heilsamste Körperkontakt mit Jesus geschieht schließlich bei der Kommunion, wenn wir die Hostie entgegen nehmen und sein Leib uns in Fleisch und Blut übergeht. Er schloss mit einem Gebet vom Hl. Thomas von Aquin, der eine tiefe Ahnung von der Heilwirkung der Kommunion hatte.

 

Als Motto für die Vorbereitungszeit haben die Kinder das Thema gewählt: „Komm, wir finden einen Schatz!“, erklärte Pfarrer Drexler anschließend den Kirchenbesuchern. Sie wollen in dieser Zeit den Heiland als den Schatz ihres Lebens entdecken. Als Zeichen dafür stellten zwei Erstkommunionmütter eine Schatztruhe auf mit den Namen der Kommunionanwärter. Dann traten die Kinder nach vorne und stellten sich namentlich den Gläubigen vor und legten eine Silbermünze in die noch leere Schatztruhe.

Jedes Mal, wenn die Erstkommunionkinder zum Gottesdienst kommen, darf es bis zum 17. Mai eine solche Silbermünze in die Truhe legen. „So sollt ihr durch viele solcher Münzen der ganzen Pfarrgemeinde euren guten Willen und eure Liebe zu Jesus zeigen, sagte der Seelsorger und meinte: „Ich bin schon gespannt, wie der Schatz bis zu eurer Erstkommunion anwächst.“ Er dankte ihnen und versprach ihnen, sie mit den Eltern zu unterstützen, auch im Gebet.

Bevor Pfarrer Drexler alle Kirchenbesucher mit dem Segen entließ, dankte er dem Chor für die Mitgestaltung des Gottesdienstes und der Leiterin Tanja Stöger-Jänicke und den beiden Instrumentalisten. Sie haben die Premiere hervorragend bestanden und die Kirchenbesucher belohnten sie mit einem kräftigen Applaus.

 

Foto: Pfarrer Josef Drexler mit den Erstkommunikanten:

Maria Schedlbauer, Julia Rabenbauer, Jana Landstorfer, Jasmin Schlecht, Kevin Früchtl, Stefan Jänicke, Ludwig Freund, Lukas Schedlbauer, Marcus Haimerl, Andreas Ruber, Simon Zedelmayr.

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Pfarrer Drexler: „Gott stieg vom Himmel herab, vom königlichen Thron“

(24.12.2011)

Gut besuchte Christmette – Kinder spielen die Weihnachtsbotschaft – Botschaft vom Licht zu Betlehem

 

Moosbach. Das Wetter war zwar trüb und regnerisch, doch tausend Lichter verzauberten die Häuser von Moosbach, als die Glocken der Pfarrkirche St. Johannes zur Christmette riefen, die Pfarrer Josef Drexler ganz besonders feierlich gestaltete und Kinder die Weihnachtsbotschaft mit einem Krippenspiel bereicherten.

 

Nur das matte Licht der Kerzen erhellte den Altarraum, wo auf der rechten Seite des Hochaltars ein herrlicher Christbaum mit roten Kugeln und Strohsternen seinen Platz behauptete. An den Stufen des Altarraumes auf der linken Seite war eine große Krippe aufgebaut, die vor Jahren Christian Kolmer aus Allmannsdorf liebevoll zusammengestellt hatte und vor dem Volksaltar stand, umgeben von weißen Weihnachtssternen die noch leere Krippe.

 

Noch bevor Pfarrer Drexler mit seinen Ministranten in die Kirche einzog, begrüßte die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl die vielen Gläubigen, welche das Gotteshaus bis zum letzten Platz füllten, sehr herzlich und sprach einstimmende Worte über das Friedenslicht von Betlehem, das Pfadfinderorganisationen jedes Jahr zur Weihnachtszeit in alle Welt tragen. Es stammt aus der Geburtsgrotte unseres Herrn in Bethlehem und gelangte auch in unsere Diözese in Regensburg. So kam es schließlich auch in unsere Pfarrei.

Die Nacht ist der Zustand unserer Hilflosigkeit und Verlorenheit, meinte Rackl. Aber schon eine einzige Flamme kann die Nacht erhellen, wenn Menschen bereit sind, dieses Licht zu ergreifen und weiterzutragen. Ausgehend von einer Flamme wurde dann der Kirchenraum erhellt. Am Schluss des Gottesdienstes nahmen sich viele Christmettenbesucher dieses Licht in ihren Laternen mit nach Hause.

 

Während nach der Lesung Pfarrer Drexler sehr feierlich das Weihnachtsevangelium sang, wurde von einigen Kindern dieses Weihnachtsgeschehen vor über 2000 Jahren sehr lieb dargestellt. Es begann mit der Szene, als auf Geheiß des Kaisers, als Josef und Maria nach Betlehem wandern mussten, um sich einschreiben zu lassen. Dabei zogen Josef und Maria durch die Kirche bis zur Krippe, wo Maria ihren neugeborenen Sohn in die Krippe legte. In der zweiten Szene kamen Hirten ins Geschehen, die zu dieser Zeit mit ihren Schafen auf dem Feld lagerten. Sie fürchteten sich sehr, als plötzlich ein Licht aufstrahlte und der Engel des Herrn vor ihnen stand und ihnen die Frohbotschaft von der Geburt Christi verkündete, so der Geistliche in seiner Weihnachtsbotschaft. Schließlich trat eine große Heerschar Engl auf, welche Gott lobten und priesen.

 

In seiner eindrucksvollen Ansprache führte Pfarrer Drexler die Zuhörer noch einmal hinein in das Geschehen der Menschwerdung, als die allermeisten Menschen die Geburt Jesu, die Sternstunde der Menschheitsgeschichte verpasst hatten, etwa die Spaßgesellschaft im Palast eines Königs Herodes. Nur die Hirten wurden vom hellen Glanz des Herrn umstrahlt und ließen alles liegen und eilten nach Bethlehem, wo sie Josef und Maria fanden. Millionen von Christen in aller Welt tun es am Heiligen Abend den Hirten gleich: „Venite adoremus – Kommt lasset uns anbeten unseren Herrn“, heißt es in dem Lied und viele Weihnachtslieder schärfen uns immer wieder diesen Aufbruch zum Kind hin, ein, völlig entgegen unserer Bequemlichkeit. Der Weg zur Quelle, der Weg zu Christus hin, führt gegen den Strom der Masse und gegen den Strom meiner Bequemlichkeit, so der Geistliche in seinen deutlichen Worten von der Aufbietung all unserer Kräfte, um zu diesem Christus hin und in ihm Seligkeit und ewiges Leben zu finden.

 

Bevor Pfarrer Drexler den Segen an die Gläubigen erteilte, lobte er die Kinder für die Darstellung der Weihnachtsbotschaft, den Ministranten, der Messnerin, der Landjugend und den Männern, welche den Christbaum aufgestellt und die Krippe aufgebaut hatten. Dank richtet er an den Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger und allen, die sich in irgendeiner Weise ehrenamtlich beteiligten. Er wies auch auf die Sternsinger Aktion hin, die den Armen in der Welt zukommt und lud die Kirchenbesucher ein, sich das Friedenslicht mit nach Hause zu nehmen.

Nach den Wünschen für ein gnadenreiches Weihnachtsfest wurde es dunkel im Gotteshaus, nur der Christbaum verströmte sein funkelndes Licht und aus aller Munde erklang das vertraute Lied von Franz Xaver Gruber: „Stille Nacht, heilige Nacht.“

 

Foto: Krippenspiel – Maria und Josef und in der Mitte der Verkündigungsengel (Aileen Rinkl) mit allen Teilnehmern

         

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Pfarreien und Kindergärten freuten sich über eine Spende

(19.12.2011)

Der Frauenbund machte 800,- € locker

 

Moosbach/Altrandsberg. Noch vor den Weihnachtsfeiertagen hat der Katholische Frauenbund Moosbach/Altrandsberg sein Geldsäckchen aufgetan und der Kirche in Altrandsberg und Moosbach sowie den beiden Kindergärten in Altrandsberg und Moosbach eine Spende zukommen lassen.

 

Pfarrer Johannes aus Harrling, der auch noch Altrandsberg und Zandt zu versorgen hat, freute sich und bedankte sich über den Betrag von 250.- €, den man für ein Taufbecken in Altrandsberg verwenden will.

Auch die Pfarrei in Moosbach erhielt einen Betrag von 250,- €, worüber sich dankend Pfarrer Josef Drexler und Franz Xaver Pongratz von der Kirchenverwaltung zeigten. Der Betrag soll den Senioren zu Gute kommen.

 

Auch die Kindergärten in Altrandsberg und Moosbach bedachte man mit einer Spende von je 150,- €, das die beiden Leiterinnen Maria Kolmer bzw. Gerdi Dietl in Empfang nahmen. In Altrandsberg will man in Bücher investieren und in Moosbach werden sich die Kleinen nach den Weihnachtsferien über Gymnastikbälle für die Turnhalle freuen können. Ein herzliches Vergelt´s Gott ließ man zum Schluss dem Frauenbund, vertreten durch die beiden Sprecherinnen Maria Kolmer und Rosemarie Weigl und Schatzmeisterin Marianne Vogl, angedeihen und man trennte sich mit segensreichen Weihnachts- und Neujahrswünschen.

 

Ebenfalls eine Spende von 200,- € ließ man dem Solidaritätsfonds „Frauen helfen Frauen in Not“ in Regensburg zukommen. Die Diözesanvorsitzende des Kath. Frauenbundes Elisabeth Popp und die Geschäftsführerin Edeltraud Reisinger bedankten sich in ihrem Schreiben dafür sehr herzlich. Die Organisation „Frauen helfen Frauen in Not“ hilft Frauen oder Familien, die unverschuldet in finanzielle Not geraten sind, sei es durch Tod des Ehepartners, Scheidung, Arbeitslosigkeit oder ungewollte Schwangerschaft.

Popp und Reisinger bedankten sich für den Einsatz im Zweigverein und wünschten für die Zukunft alles Gute, viel Freude und Gottes Segen.

 

Foto: Bei der Übergabe der Spenden: Maria Kolmer, Rosemarie Weigl, Franz Xaver Pongratz, Pfarrer Johannes, Pfarrer Josef Drexler, Gerdi Dietl, Marianne Vogl

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„Gaudete“ – Freuet euch zu jeder Zeit

(11.12.2011)

Zwei kleine Mädchen stellten sich als die Hl. Luzia vor

 

Moosbach. Unter den vielen Heiligen, welche die Katholische Kirche das ganze Jahr verehrt, kommen im Dezember drei eine besondere Bedeutung zu. Die Hl. Barbara, welcher am 4. Dezember gedacht wurde, starb durch Enthauptung um das Jahr 306. Seit jeher werden an ihrem Gedenktag Barbarazweige (Kirschzweige) ins Wasser gestellt, die an Weihnachten zu blühen beginnen. Ein markanter Heiliger ist auch der Hl. Nikolaus. Seit Jahren wird der, als mildtätiger Bischof dargestellt, an seinem Sterbetag, dem 6. Dezember im Jahre 345, von den Kindern erwartet, weil sie von ihm Süßigkeiten erhoffen.

 

Und weil am Dienstag die Hl. Luzia im Kalender steht, ließ Pfarrer Josef Drexler bei den Gottesdiensten am 3. Adventsonntag je ein Mädchen die Märtyrerin in Erinnerung rufen, die leider früher als Schreckensgestalt dargestellt wurde, jedoch eine historische Bedeutung beigemessen wird.

Sie war ein sizilianisches Mädchen und nahm Anfang des 4. Jahrhunderts lieber den Martertod auf sich, als sich von Christus zu trennen. Ihr Name bedeutet „die Lichte“, „die Leuchtende“. Darum der Lichterkranz, den am Samstag und Sonntag Jasmin Schlecht bzw. Julia Rabenbauer auf dem Kopf trugen.

 

Nach der Predigt, die Pfarrer Drexler an den Leitgedankten („Gaudete“) „Freut euch zu jeder Zeit“ und im gleichen Atemzug „Betet ohne Unterlass“ anknüpfte, ging jeweils die Darstellerin der „Hl. Luzia“ von hinten durch den mittleren Gang zum Altarraum, wo sie der Geistliche in Empfang nahm und sie den Gottesdienst auf einem der Stühle neben dem Volksaltar mitfeiern durfte.

 

Bevor Pfarrer Drexler die Kirchenbesucher mit seinem Segen entließ, dankte er den beiden Mädchen für die Darstellung der Hl. Luzia und wünschte allen einen guten Sonntag und eine besinnliche Vorbereitung auf das Weihnachtsfest.

 

Foto: Luzia -Darstellerin Julia Rabenbauer mit Pfarrer Drexler

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Feierliches Erntedankfest – Kirchenzug und Gabenprozession sämtlicher Ortsvereine

(25.09.2011)

Segnung der geschnitzten Muttergottes – Gemütliches Beisammensein bei Dinkel- und Kürbissuppe

 

Moosbach. Ein beeindruckendes Erntedankfest feierte am Sonntag die Pfarrei Moosbach wieder mit einem festlichen Erntedankzug sämtlicher Ortsvereine und einem Dankgottesdienst, den Pfarrer Josef Drexler in der vollbesetzten Kirche sehr feierlich zelebrierte. Am Ende des Gottesdienstes segnete der Geistliche die Marienstatue, die Werner Klingl aus Viechtafell geschnitzt und unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte und lud zum gemütlichen Beisammensein mit Dinkel- und Kürbissuppe ein.

 

Bereits im Vorfeld hatten fleißige Helfer des Gartenbauvereins die Außenanlagen der Kirche in einen top-Zustand gebracht und die Kirche wurde durch Mesnerin Margarete Früchtl und Brigitte Kappl mit herrlichen Sonnenblumen sowie gelben Fähnchen an den Bänken geschmückt. Ebenso war der Johannesbrunnen durch Franz Xaver Pongratz erntedankmäßig dekoriert.

 

Auch das wunderschöne Spätsommerwetter war ein Garant des gelungenen Festtages, als angeführt durch die Kapelle Fleischmann und der Erntekrone, dem Pfarrherrn und seinen Ministranten die Vereine mit ihren Erntegaben durch den Ort bis zum ehemaligen Schulhaus und wieder zurück zur Kirche marschierten, wo Glockengeläut und Orgelspiel den Einzug umrahmten. Die von der Landjugend geschmückte Erntekrone und ein riesiger Brotlaib zierte den Volksaltar, der sich nach der Gabenprozession als riesiger Erntealtar präsentierte.

 

„Erde singe, dass es klinge“ sang die Kirchengemeinde bei der Eröffnung der Eucharistiefeier, bei der Pfarrer Drexler die zahlreich erschienenen Kirchenbesucher insbesondere die kirchliche und politische Gemeinde sowie die Vereinsmitglieder herzlich begrüßte. „Danken kommt von Denken“, sagte der Geistliche. Seien wir uns immer wieder bewusst, dass wir nicht einen einzigen Apfel wachsen und gedeihen lassen können. Hinter allem Reichtum steht der Schöpfer-Gott, was uns immer wieder erschauern lässt.

 

In seiner Predigt erwähnte Pfarrer Drexler die umfangreiche Apostolische Reise des Papstes, an der uns vor allem das Fernsehen teilnehmen lässt. Viele Teilnehmer wurden nach Veranstaltungen von den Reportern gefragt, welchen Eindruck der Papst auf sie gemacht habe und die Antworten fielen durchweg positiv aus, wenn auch Ausnahmen die Regel sind. „Mich beeindruckt der Papst vor allem durch seine Person und seine menschliche Bescheidenheit und feine Zurückhaltung“ sagte Pfr. Drexler, der den Papstbesuch nur über das Fernsehen verfolgt. „Die ganze Gestalt dieses Papstes sei im Grunde ein einziger Verweis auf diesen viel, viel Größeren – auf Gott“, so der Redner.

 

Leider erwarten sich die Menschen von Benedikt sensationelle Neuerungen in der von Krisen geschüttelten deutschen Kirche, hob der Priester hervor. Die Ursache für die Krisen unserer Tage liege aber im sinnlosen Dahinleben der meisten Menschen – so als ob es Gott nicht gäbe.

Deshalb sollen wir am Erntedanksonntag Gott vor allem für unseren Glauben dankbar sein, bemerkte der Geistliche weiter. Der Glaube ist unser höchstes Gut, das es treu zu hüten und weiterzugeben gilt. Denn der Mensch, der keinen Glauben hat ist wirklich armselig. Dann zitierte er die Lesung, in der es heißt, „Vergiss bei all deinem Wohlstand deinen Gott nicht“. Sonst wird dein Leben trotz deines Wohlstandes sinn- und ziellos und damit menschenunwürdig.

Dann schloss er mit dem Gedicht des Schriftstellers und Fliegers Antoine de Saint Exupery, der 1944 mit seine Maschine abgestürzt ist. Es drückt aus, was alles auf dem Spiel steht, wenn uns der Glaube an Gott abhanden kommt – wenn wir gott-los werden, was heute wieder brennende Aktualität ist.

 

Vor der Gabenbereitung brachten dann die Vereine in einer Prozession ihre Erntegaben an den Altar: Blumen gefüllte Einkaufkörbe, Feld- und Gartenfrüchte, Obst, Hopfen und Malz und zuletzt Brot und Weintrauben. Dabei sprach eine Lektorin die passenden Texte.

 

Bevor Pfarrer Drexler allen seinen Segen erteilte, bedankte er sich bei den Kirchenbesuchern für die Mitfeier, insbesondere beim Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger, den beiden Damen, für das Schmücken der Kirche, den Vereinen und allen, die in irgend einer Weise am Gelingen des Erntedankfestes beigetragen haben.

 

Anschließend erteilte Pfarrer Drexler der Muttergottesstatue seinen Segen, die Werner Klingl, Viechtafell aus einer Langesche geschnitzt hatte und der Pfarrei Moosbach zur Verfügung stellte. Pfr. Drexler dankte dankte anschließend nicht nur Werner Klingl, sondern Johann Haimerl und  Christian Schedlbauer, die bei dem Schmuckstück Hand anlegten mit einem Hinterglasbild. Er dankte auch Arthur Wasner für die ständige Hilfe in der Kirche und Margarete Holzfurtner für die Berichterstattung bei den Veranstaltungen mit einem Urlaubsmitbringsel.

 

Bürgermeister Xaver Eckl nutze die Gelegenheit und dankte neben Werner Klingl auch Ludwig Fleischmann, von dem die Idee zur Madonna stammte. Außerdem bat er um Unterstützung zur Kandidatur zum Landrat. Unterschriften seien noch während der ganzen Woche möglich.

 

Am Kirchplatz ließen sich dann die Gottesdienstbesucher nieder und ließen sich bei guter Unterhaltung Dinkel- und Kürbissuppe schmecken, die in Gemeinschaftsproduktion unter der Leitung von Mesnerin Margarete Früchtl ganz lecker zubereitet wurde. Pfarrer Drexler bat um eine freiwillige Spende für die Außenanlagen der Kirche.

Auch traditionell zum Erntedankfest wurden Eine-Welt -Waren angeboten, wobei die Anwesenden durch ihren Kauf Solidarität für die Armen der Welt bekundeten.

 

Foto: Chr. Schedlbauer, Maria Rackl, Pfr. Drexler, BM Eckl

Foto zu Meldung: Feierliches Erntedankfest – Kirchenzug und Gabenprozession sämtlicher Ortsvereine

Geschnitzte Muttergottes am Kirchanger aufgestellt

(19.09.2011)

Idee stammt von Ludwig Fleischmann - Sponsor und Schnitzer ist Werner Klingl

 

Moosbach. Vor ein paar Tagen hat der Bauhofarbeiter Ludwig Fleischmann mit einem Radlader in Zusammenarbeit mit Werner Klingl eine 1,80 Meter hohe Muttergottesstatue am oberen Ende des Kirchangers, unweit des Eingangs zum Friedhof auf den Baumstumpf einer Langesche aufgestellt.

 

Ludwig Fleischmann hat vor kurzem Bürgermeister Xaver Eckl darauf aufmerksam gemacht, dass der Baum krank ist, da er bereits Faulholz angesetzt an. Sie könnte eine Gefahr für vorübergehende Menschen werden, meinte Fleischmann. Auch Kreisfachberater Klaus Eder wurde zu Rate gezogen, der ebenfalls den Schnitt der Esche befürwortete. So ging Bürgermeister Xaver Eckl ans Werk, reservierte jedoch vom Stamm auf Anraten von Ludwig Fleischmann ein ca. zwei Meter langes Stück für eine Marienstatue.

 

Der begabte Schnitzer Werner Klingl aus Viechtafell wurde anschließend gebeten, eine Madonna zu schnitzen. Er hat fürwahr aus dem Stamm des Prachtbaumes ein wunderschönes Meisterwerk geschaffen und es der Pfarrei Moosbach zur Verfügung gestellt. Hans Haimerl aus Viechtafell hat der Statue noch ein Dach über dem Kopf gezimmert, das Christian Schedlbauer noch mit einem Kupferdach versehen wird.

 

Die Kirchgänger am Sonntag, welche die Muttergottes bereits begutachteten, zollten dem „Künstler“ und seinem Werk großes Lob und honorierten zudem das Geschenk, das er der Pfarrei gemacht hat, was mit Sicherheit zum Image von Moosbach beiträgt.

Pfarrer Josef Drexler wird der Muttergottes am Sonntag im Rahmen des Erntedankfestes seinen Segen erteilen.

Foto zu Meldung: Geschnitzte Muttergottes am Kirchanger aufgestellt

Kräuterbüschel-Weihe in den Pfarreien

(15.08.2011)

Von Urlaubsgeistlichen Pfarrer Mathew Jacob gesegnet

 

Prackenbach/Moosbach. Für den Monat August vertritt Pfarrer Mathew Jacob Choorapoikayil die Pfarreien Prackenbach und Moosbach.

Wie zum Fest Mariä Himmelfahrt üblich, wurden vor Erteilung des Segens die mitgebrachten Kräuterbüschel, welche vom Kath. Frauen- und Mütterverein Prackenbach/Krailing sowie vom Kath. Frauenbund Moosbach/Altrandsberg am Vortag mühevoll gebunden wurden, gesegnet. Dazu wurden die verschiedensten Kräuter nach einer bestimmten Zahlsymbolik verwendet. So steht die Kräuterzahl sieben für die Wochen- oder Schöpfungstage, die zwölf für die Apostel oder die Stämme Israels oder die Zahl vierzehn für die Zahl der 14 Nothelfer. Auf alle Fälle sollte von den Kräutern die Königskerze, Johanniskraut, Wermut, Beifuss, Schafgarbe, Kamille, Baldrian und das Eisenkraut Verwendung finden. Pfarrer Mathew Jacob dankte zum Schluss des Gottesdienstes für die Mitfeier und wünschte noch einen schönen Feiertag.

 

Foto: Segnung der Kräuterbüschel in der Pfarrkirche St. Georg  

Foto zu Meldung: Kräuterbüschel-Weihe in den Pfarreien

Patrozinium zum Geburtsfest Johannes des Täufers

(26.06.2011)

20. Jahrestag der Weihe des „Volksaltares“ in der Pfarrkirche

 

Moosbach. „Ehre sei Gott“ lautete der Schriftzug auf dem Blumenteppich, den der Kath. Frauenbund für das Fronleichnamsfest am Donnerstag vor den Volksaltar kunstvoll gelegt hatte und den man am Sonntag noch mit aller Pracht bewundern konnte. Warum man ihn nicht gleich wieder wegräumte, hatte zwei Gründe. Zum einen sollte er eine Verehrung für den Volksaltar ausdrücken, der vor genau zwei Jahrzehnten von Bischof Manfred Müller geweiht wurde und zudem wäre es schade gewesen für das prachtvolle Stück, das viel Arbeit abverlangte.

Der Volksaltar entstand damals aus der Werkstatt des hiesigen ehemaligen Schreinermeisters Rudolf Klingl auf Anregung des damaligen Pfarrers Erwin Zach. Die Gestaltung übernahm, passend zum Hochaltar, der Kirchenmaler Preiß aus Chammünster.

 

Moosbach und seine Kirche kann auf eine sehr lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Nachforschungen des Bischöflichen Zentralarchivs in Regensburg haben ergeben, dass die Pfarrei bereits in den ältesten Pfarreiverzeichnissen des Bistums von 1326 bzw. von der Zeit um 1350 enthalten ist. Es muss also zu dieser Zeit schon eine Pfarrkirche bestanden haben, die somit über 900 Jahre hindurch das Zentrum katholischen Gemeinschaftslebens, eine Stätte religiöser Bildung und auch ein Ort sozialer Begegnung ist, schreibt der ehemalige Pfarrer BGR Erwin Zach in seinem verfassten Buch.

 

Die Kirche wurde in den Jahren mehrmals renoviert. Eine Erneuerung und Erweiterung erfuhrt sie im Jahre 1963, als die rückwärtige Wand der Kirche abgerissen und die Kirche an dieser Stelle um elf Meter verlängert wurde. Eine weitere gründliche Außen- und Innenrenovierung wurde 1988 unter Pfarrer Erwin Zach vorgenommen und 1990 die Außenanlagen gestaltet. Im Laufe der Jahres 1990/91 erhielten die Altäre, Kanzel, die Heiligenfiguren und des Hinterglaskreuzweges einer gründlichen Renovierung, so dass die Pfarrkinder von Moosbach mit Recht über ihre Kirche stolz sein können.

 

Im Rahmen des Patroziniums zum Geburtsfest Johannes des Täufers hat Pfarrer Josef Drexler den Gottesdienst zum 20. Jahrestag am Sonntag ganz besonders feierlich zelebriert. Dabei hat er die Gläubigen zu Beginn der Predigt durch die Weiheurkunde, unterzeichnet vom damaligen Diözesanbischof Manfred Müller, an den festlichen Tag in der Pfarrei vor genau zwei Jahrzehnten erinnert.

 

Pfarrer Drexler wies weiter auf die Ganzhingabe Christi bei der Messe hin, von der auch die Urkunde von der Weihe des Volksaltars spricht, die der Bischof damals vorgenommen hat und knüpfte anschließend an das Evangelium an, wo es heißt: „Wer Vater oder Mutter, Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert!“ Denn Christus ist nicht nur stark im Geben, er ist auch stark im Nehmen, so der Pfarrer. Er begnügt sich also nicht damit, dass wir für ihn nur etwas an Liebe übrig haben, nein er verlangt, dass wir ihn mindestens ebenso lieben, wie die liebsten Mensch, die wir haben, so Pfr. Drexler. Von so einer Liebe sind wir wohl noch meilenweit entfernt, gesteht der Geistliche.

Dann zitierte er das wunderbare Christus-Lied von Angelus Silesius, „Ich will dich lieben meine Krone, ich will dich lieben meinen Gott...“was eine tiefe Ahnung wie sich selber vergessend, Jesus in Wahrheit geliebt werden will.

 

Ehre und Ansehen weiter ansprechend, meinte Pfarrer Drexler: Wenn wir für Ehre und Ansehen bei den Menschen leben, dann sind wir wirklich arm dran, wir müssten es allen recht machen und können es doch nicht – ein heilloses Unterfangen! Aufrecht und frei bleiben wir, wenn wir Gott mehr als allem anderen, Bedeutung beimessen.

Bei unserem Pfarrpatron seien wir da ganz an der richtigen Fährte, meinte er. Er ist ein Heiliger, der in keine Erwartungsschablone der Menschen passt. Er verlangte von den Menschen, wenn es um die Liebe zu Gott ging, alles oder nichts und ging in seinen Forderungen den Menschen an die Wurzel.

 

Bevor Pfarrer Drexler den Kirchenbesuchern seinen Segen spendete, dankte er dem Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger für die schöne Mitgestaltung des Gottesdienstes und der Verstärkung des Chores durch den Regensburger Domspatz Lukas Kallup aus Altrandsberg und gedachte dankend allen, die in irgend einer Weise mitgeholfen haben und wünschte eine gute und segensreiche kommende Woche.

 

Foto: Pfarrer Drexler zeigt bei der Predigt die Weiheurkunde

Foto zu Meldung: Patrozinium zum Geburtsfest Johannes des Täufers

Fronleichnamsprozession über den Pfahl – Evangelium unter den drei Kreuzen

(23.06.2011)

Ein herrlicher Blumenteppich vor dem Volksaltar

 

Moosbach. Wenn auch am Nachmittag wieder vereinzelt trübe Wolken aufzogen, begleitete am Vormittag strahlender Sonnenschein die vielen Gläubigen bei der Fronleichnamsprozession, die heuer Pfarrer Josef Drexler zunächst bei den ersten beiden Altären der Familie Kerscher bzw. bei der Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl die Evangelien verkündete und anschließend durch den malerischen Pfahl hinauf zur Kreuzigungsgruppe am Kalvarienberg führte, wo der dritte Altar von der Familie Eckl aufgerichtet war.

 

Nach dem Segen zog man dann durch die Viechtacher- bzw. die Hauptstraße, angeführt von der Kapelle Ernst-Pfeffer aus Böbrach und sämtlichen Vereinen – dem „Himmel“ unter dem Pfarrer Drexler die Monstranz mit dem Allerheiligsten trug - dem Chor, Ministranten und den übrigen Pfarrangehöriger zurück zur Kirche, wo das vierte Evangelium verkündet wurde und der Geistliche, wie bei den anderen Altären, seinen eucharistischen Segen spendete.

 

Doch zunächst zelebrierte Pfarrer Drexler feierlich das Hochamt, bei dem er Eingangs die vielen Gottesdienstbesucher, welche die Pfarrkirche bis zum letzten Platz füllten, herzlich begrüßte und ihnen das Fronleichnamsfest erklärte, das seit über 600 Jahren mit einer Prozession gefeiert wird, während das Allerheiligste in Form einer Hostie durch die Ortschaften und Städte getragen wird. Es ist der Leib unseres Herrn Jesus Christus, der sich aus Liebe für uns hingegeben hat, dass wir das Leben haben, so der Pfarrer.

 

Als Predigt trug Pfarrer Drexler einen eucharistischen Hymnus auf das Allerheiligste Altarsakrament vor, ein Preislied auf den Leib Christi in Gestalt der Hostie. Es ist zu finden unter anderem in Rückers Gesangbuch von 1867, gebräuchlich in der Erzdiözese Breslau, in dem es im letzten Absatz heißt:

„Dornenvoll ist unsre Reise und der Weg zur Heimat (im Himmel) weit. Darum wirst du uns zur Speise, reich an Kraft und Süßigkeit. Um sie selig zu verklären, will dein Leib uns Pilger nähren. Sei gelobt ohne End im hochheiligen Sakrament.“

 

Nach dem Rückzug der Prozession in die Pfarrkirche sprach der Geistliche den Frauen des Kath. Frauenbundes ein herzliches Vergelt´s Gott für den herrlichen Blumenteppich aus, der in besonderer Weise eine Verehrung des Allerheiligsten ist. Er dankte auch allen, die in irgend einer Weise mitgeholfen haben, das Fronleichnamsfest vorzubereiten und durchgeführt haben, insbesondere Franz Xaver Pongratz, der bei der Prozession für Ordnung sorgte und lud unter anderem die Himmelträger der KLJ, Vorbeter und Chor zu einer Brotzeit ins Gasthaus Freund ein.

Foto zu Meldung: Fronleichnamsprozession über den Pfahl – Evangelium unter den drei Kreuzen

Sieben Erstkommunikanten hielten Mahlgemeinschaft mit Jesus

(02.06.2011)

Niemand kommt zum Vater, außer durch mich

 

Moosbach. Der Himmel meinte es noch einmal recht gut mit den Kindern, denn nach einem trüben Morgen kam gegen Mittag sogar vereinzelt die Sonne heraus, als am Himmelfahrtstag vier Mädchen und drei Buben der Pfarrei Moosbach bei einem feierlichen, sehr beeindruckenden Gottesdienst das erste Mal die Hl. Kommunion empfangen durften.

 

Der Dorfbrunnen mit dem Hl. Johannes, dem Kirchenpatron war wie jedes Jahr zu diesem Anlass der Treffpunkt, wo Pfarrer Josef Drexler die Kinder mit ihren Eltern abholte. Bevor er sie in einem feierlichen Zug, angeführt mit dem Kreuz und den Ministranten in das geschmackvoll ausstaffierte Gotteshaus geleitete, weihte er die Kreuze, die er dann jedem einzelnen Kind umhängte. Mit Glockengeläut und einem mächtiges Orgelspiel, das überging in das Eingangslied „Halleluja, lasst uns singen“ zogen die Kinder ins Gotteshaus ein.

 

„Ein lang ersehnter Tag und ich hoffe, ein unvergesslicher dazu, ist endlich da“, sagte Pfarrer Drexler, als er Eingangs die Erstkommunionkinder begrüßte und mit ihnen die Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde. Heute dürft ihr das erste mal das Brot des Lebens empfangen und ich möchte, dass alle dieses Brot empfangen und von ihm durchströmt werden, bat er.

 

In die Messfeier, die der Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger mit Volksgesang musikalisch umrahmte, band Pfarrer Drexler auch die Eltern der Kinder in das eucharistische Geschehen mit ein. So trug nach einem kräftigen Glorialied die Tischmutter Renate Schedlbauer die Lesung aus der Apostelgeschichte vor und auch die Fürbitten wurden von den Eltern übernommen.

 

„O mein Heiland, großer König...“ Mit diesem Gebet, das die Erstkommunionkinder für ihren Festtag gelernt hatten, begann Pfarrer Josef Drexler seine Ansprache und merkte an, dass das Doppelfest, nämlich Christ Himmelfahrt und Erstkommunion eine Einheit bilden. Denn darin heißt es auch „Glorreich bist du auferstanden, fuhrst empor zum Firmament. Doch als Denkmal seiner Liebe gabst du uns dies Sakrament.“

 

Dann erklärte er den Gläubigen die Bedeutung des Festes Christi Himmelfahrt und meinte, das dies auch uns Mut machen soll, dass wir einmal nach dem Tod nicht in das Dunkel fallen, sondern mit ihm beim Vater im Himmel ewig zu Hause sein dürfen.

 

Die Apostel waren darüber sehr traurig, als Jesus sie verließ, stellte er weiter fest, doch dieser hatte ihnen versprochen, „seid gewiss, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt. Jesus wusste auch, dass wir Menschen seine Nähe anschauen, anfassen und spüren wollen. Und deshalb gab er uns, wie es in dem Gebet heißt, dies Sakrament, die Hostie, den Leib Christ, die Kommunion gemeint, so Pfarrer Drexler. Es ist wirklich ein „Denkmal“ ein Erinnerungszeichen an seine Liebe. „Kommt daher immer wieder zur Messe, um euch Jesu brennende Liebe in der Kommunion schenken zu lassen, mahnte er die Kinder. Und sie sollten sich dabei die Herz-Jesu-Statue ansehen, die sichtbar an der linken Seite zum Presbyterium aufgestellt wurde, nach dem sie vorher wenig beachtet über der Sakristeitür hing.

 

Schließlich mahnte der Geistliche auch die Eltern, dass die Kinder unsere Hilfe brauchen. Es muss ihnen von den Erwachsenen immer wieder vorgelebt werden, dass Jesus für unser ewiges Leben bei Gott dem Vater wichtig ist, nämlich „niemand kommt zum Vater, außer durch mich“ und speisen wir unsere Kinder nicht mit Vordergründigem und Vergänglichem ab, unterstrich er.

 

Beim „Vater unser“ durften die Kinder an den Altar treten, wo sie sich an den Händen fassten und eine Gebetsgemeinschaft bildeten. Dabei sangen sie das Vater unser und Andrea Penzkofer begleitete sie mit ihrer Gitarre. Auch nach dem Empfang der HL. Kommunion sangen die Kinder das Lied „Efata“ mit Gitarrenbegleitung.

 

Ehe Pfarrer Drexler den Schlusssegen spendete, dankte er der Tischmutter, den Eltern für die Lektorendienste und nicht zuletzt dem Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger , Andrea Penzkofer und allen, die in irgend einer Weise zum Gelingen beigetragen haben.

Am Abend wurde noch eine Dankandacht und Weihe der Andachtsgegenständen gefeiert und am Freitag lud Pfarrer Drexler Kommunionkinder und Eltern zum Ausflug ein.

Foto zu Meldung: Sieben Erstkommunikanten hielten Mahlgemeinschaft mit Jesus

Maiandacht bei der St. Josef Kapelle

(30.05.2011)

Obergschaidt. Die Kapelle zum Hl. Josef in dem beschaulichen Weiler Obergschaidt, Gmd. Miltach, war am Montag das Ziel von mindestens 150 Muttergottesverehrern, die auf Einladung des Erbauers Josef Höcherl und dessen Familie zu einer stimmungsvollen Maiandacht gekommen waren.

 

Da der Ort zur Pfarrei Moosbach gehört, hat Pfarrer Josef Drexler im Rahmen der Bittwoche zu einer Prozession nach Obergschaidt eingeladen, dessen nicht nur viele Pfarrkinder, sondern auch weitere Pilger der näheren und weiteren Umgebung, teils zu Fuß oder mit dem Auto, gefolgt waren.

 

Da viele der Wallfahrer die schöne St. Josef-Kapelle, die im August vorigen Jahres gesegnet wurde, noch nicht kannten, warfen sie zunächst, mit einem „Stoßseufzer“, einen Blick in das Innere der Kapelle, welche mit einem Bildnis des Hl. Josef und einem einzigartig marmoriertem Altar ausgestattet ist, die aus dem Atelier von Kunstmalers Hans Höcherl stammen. Im Übrigen sieht man dem ganzen Werk mit der exakten Verarbeitung des aus Holz gefertigten Baues an, dass man ihm nur Meisterhände angedeihen ließ.

 

Mit „Mutter lieb, in deinem Garten wachsen Rosen wunderbar“ begann die stimmungsvolle Maiandacht mit einer kleinen Besetzung des Bergler Gsang, zu der Pfarrer Josef Drexler alle herzlich begrüßte. Er lobte die schöne Kapelle in der wunderbaren Umgebung und zitierte Josef Höcherl, der sagte, dass eine kurze Andacht in der Kapelle am Morgen und Abend den Menschen verwandeln könne.

Er dankte Höcherl, dass die Gläubigen hier sein dürfen und sagte: „Wir haben unsere Anliegen mit gebracht und dürfen sie Maria zu Füßen legen, die ein Herz hat für die Menschen.“ Beten wir besonders für die Einheit der Christen und die Erneuerung der Christenheit und bilden wir mit Maria eine betende Gemeinschaft, bat Pfr. Drexler.

 

Im weiteren Verlauf der Maiandacht, bei der Pfarrer Drexler Gebete sprach, sang der Bergler Gsang mit kleiner Besetzung von Erika Rabenbauer und Josef Höcherl noch einige herrliche Lieder erklingen, unter anderem „du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte, dann jauchzt das Herz dir großer Herrscher zu,“ oder zum Schluss: „leiser sinkt er Abend nieder und das Tagwerk ist vollbracht will dich Mutter noch mal grüßen, und dir sagen gute Nacht“.

 

Nach dem Segen überreichte Pfarrer Josef Drexler mit Kirchenpfleger Josef Lorenz und Pfarrgemeinderats-sprecherin Maria Rackl im Namen der Pfarrgemeinde an Josef Höcherl einen Weihwasserkessel aus Messing in Antik für die Kapelle, der für den Außenbereich geeignet ist.

Josef Höcher dankte Pfarrer Drexler für die stimmungsvoll gestaltete Maiandacht und das schöne Geschenk und lud zu einem Umdrunk ein. Viel Lob gab es von Seiten der Pilger für die wunderschöne Andacht, vor allem für die musikalische Gestaltung und den bekannt harmonischen Lieder von Erika Rabenbauer und Josef Höcherl.

Foto zu Meldung: Maiandacht bei der St. Josef Kapelle

Festliches Abendmahlsamt in der Pfarrkirche St. Johannes - „Tut dies zu meinem Gedächtnis“

(21.04.2011)

Das zweite Mal Fußwaschung bei sechs Pfarrkindern

 

Moosbach. Nach dem Zeugnis des Johannesevangeliums verpflichtet der in den Tod gehende Herr seine Apostel beim letzten Abendmahl zu einer gewichtigen Zeichenhandlung, die sein Andenken den kommenden Generationen lebendig halten soll. Nämlich einander die Füße zu waschen und in Liebe selbst den niedrigsten Sklavendienst zu erweisen.

 

Dieses Andenken ließ Pfarrer Josef Drexler beim Abendmahlsamt am Gründonnerstag Abend, wenn die Kirche die feierliche Erinnerung an den Tag, an dem Jesus das heilige Altarsakrament eingesetzt hat, wieder aufleben und vollzog im Namen und im Auftrag Jesu das zweite Mal an sechs Pfarrkindern den Liebesdienst der Fußwaschung.

 

Nach dem feierlichen Einzug der acht Ministranten und dem Geistlichen, der an diesem Tag mit einem weißen Kleid an den Altar trat, begrüßte Pfarrer Drexler die Kirchenbesucher und stimmte anschließend das Gloria in excelsis deo an. Noch einmal läuteten sämtliche Glocken und Klingel, die von da an bis zum Karsamstag verstummen. Auch der Orgel entlockte der Kurregent keinen Laut mehr und im Verlauf des Gottesdienstes bediente man sich nur noch mit „Ratschen“, zum Zeichen der Trauer, um Jesu Leiden und Tod anzudeuten.

 

In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Drexler an die Worte, die bei jeder Hl. Messe fallen: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. „Wenn ihr Brot und Wein in meinem Namen teilt, dann erinnern euch diese Zeichen daran, dass ich selber es bin, der sich an euch austeilt“, zitierte er Jesus, der auch zuletzt am Kreuz alles gegeben hat, was ihm noch geblieben ist: seinen Leib, sein Blut und letztendlich sein Leben, so der Geistliche. Bereitwillig hätten die Christen aller Jahrhunderte und aller Konfessionen diesen letzten Auftrag Jesu erfüllt und bis zum heutigen Tag die Hl. Messe gefeiert, stellte der Geistliche fest. „Nehmt hin und denket meiner Liebe, wenn opfernd ihr ein Gleiches tut!“, so heißt es treffend in einem Lied der Schubertmesse, betonte Pfarrer Drexler.

 

Die Fußwaschung ansprechend, meinte der Geistliche, dass es wenig Bibelstellen gibt, an denen Jesus so ausdrücklich vom MÜSSEN spricht wie an dieser Stelle: „Wenn nun ich der Herr und Meister euch die Füße gewaschen haben, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen“. Jesus wollte dadurch den Jüngern einen Beweis seiner innigen Liebe und ein Beispiel der tiefsten Demut geben, welche auch sie nachahmen sollten.

 

Anschließend legte Pfarrer Drexler das Messgewand ab, umgürtete sich mit einem weißen Tuch und kniete sich an den Stufen des Presbyteriums nieder, wo er an den sechs Pfarrkindern im Namen Jesu Christi stellvertretend für alle Schwerstern und Brüder den Liebesdienst der Fußwaschung vollzog.

Ausgewählt wurde dazu die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl, ihr Stellvertreter Josef Ettl, Franz Xaver Pongratz, Mitglied der Kirchenverwaltung, die Pfarrhaushälterin Vera Letavcova und aus der Ministrantenschar Cornelia Probst und Andreas Kappl.

 

Zum Schluss erklärte der Geistliche, dass der Gottesdienst an diesem Tag ohne Segen endet, um auszudrücken, dass die Feier der drei Tage zusammen gehören und eine Einheit bilden. Dann wurde die Monstranz und der Kelch in einer feierlichen Prozession durch Pfarrer Drexler, Kommunionhelfer Arthur Wasner und den Ministranten zum Seitenaltar gebracht, wo bereits das verhüllte Hl. Grab seinen Platz fand.

 

Bevor einige Gläubige eine stille Anbetung vor dem Allerheiligsten anfügten, wurden die Altäre entblößt, um unter anderem anzudeuten, dass Jesus bei der Kreuzigung aller seiner Kleider gewaltsam beraubt wurde, welche die Soldaten unter sich verteilten. Die Gläubigen werden dadurch ermahnt, den alten sündhaften Menschen mit seinen Handlungen auszuziehen und durch Erniedrigung ihrer selbst Christi gleichförmig zu werden.

Foto zu Meldung: Festliches Abendmahlsamt in der Pfarrkirche St. Johannes - „Tut dies zu meinem Gedächtnis“

Der Johannisbrunnen präsentiert sich wieder im Osterkleid

(16.04.2011)

Moosbach. Seit 11 Jahren bereichert der Johannisbrunnen am Fusse der Pfarrkirche St. Johannes die am Südhang gelegene Ortschaft  Moosbach und bietet nicht nur für Einheimische, sondern auch für Besucher einen herrlichen Blickfang. Er ist Treffpunkt für Vereine und liefert für Familienfotos, Kommunion und dergleichen den idealen Hintergrund.

 

Festlich geschmückt präsentiert sich der Johannesbrunnen wieder seit Sonntag im Osterschmuck. Und obwohl Agathe und ihr Mann Stefan Obermeier nicht in Moosbach sondern in Moosbach/Pfahl ihren Wohnsitz haben, sorgen sie sich jedes Jahr ehrenamtlich um das passende Osterkleid des Brunnens.

 

Auch Franz Xaver Pongratz aus Moosbacherau kümmert sich seit Jahren um den Blumenschmuck, reinigt das Becken und setzt das Wasser in Betrieb, das nun wieder den ganzen Sommer über plätschernd in das runde Brunnenbecken fließt.

 

Nicht zuletzt waren im vergangenen Jahr fleißige Helfer überwiegend vom Gartenbauverein und vom Bauhof im Bereich der Kirche am Werk, haben mit Wohlwollen des Pfarrers Josef Drexler Blumen und Sträucher gepflanzt und den Treppenaufgang angelegt. Ein großes Vergelt´s Gott gebührt allen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Die Bewohner freuen sich über die Verschönerung, was mit Sicherheit auch das Image des ganzen Ortes hebt. Auch der GenoBank gebührt ein Dankeschön, denn sie legt zuweilen eine Spende für den Blumenschmuck am Dorfbrunnen drauf.

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Sieben Erstkommunionkinder stellten sich vor – Sie treten am 2. Juni an den Tisch des Herrn

(29.01.2011)

„Lasst euch von Jesus anrühren und öffnen“

 

Moosbach. „Effata – öffne dich“ sangen sieben Erstkommunionkinder, nachdem sie sich mit ihrem Namen am Samstag beim Vorabendgottesdienst den Kirchenbesuchern vorstellten und dabei bekundeten „ich freue mich, ein Kommunionkind zu sein.“ Pfarrer Drexler verband dies mit einem sehr feierlichen Gottesdienst zum Fest der Darstellung Jesu im Tempel (Mariä Lichtmeß 2. Februar).

 

Nach der Begrüßung weihte der Geistliche, die am Schriftenstand aufgerichteten Kerzen und zog dann mit den Ministranten und den Erstkommunionkindern in einer Lichterprozession zum Altar, wo er anschließend das Gloria anstimmte.

 

In seiner Predigt ging Pfarrer Drexler auf das Sonntagsevangelium von der Darstellung des Herrn ein, als die Eltern als strenggläubige Juden sich an die jüdischen Gesetzesvorschriften hielten und Jesus im Tempel auch mit einem Reinigungsopfer -zwei Tauben – Gott weihten. Er wurde auch von den Eltern als strenggläubiger Jude erzogen und blieb dies Zeit seines Lebens. Was wäre wohl aus Jesus geworden, wenn er von seinen Eltern nicht in diesem strengen jüdischen Glauben erzogen worden wäre, fragte Drexler? Hätte er später einmal so einzigartig von Gott sprechen können, wie er es getan hat?

 

Dann richtete der Seelsorger ein Wort an die Eltern, die für die Kinder die große Verantwortung tragen, sie in unseren katholischen Glauben hineinwachsen zu lassen. Es wäre unverantwortlich, zu sagen, „Mein Kind soll später selber einmal entscheiden, ob ihm der katholische Glaube was bringt oder nicht, so der Geistliche. Dann könnte nämlich der Zug des Glaubens für ihr Kind schon abgefahren sein, meint Drexler, denn „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“

 

Deshalb seine Bitte zum Schluss an die Eltern und Großeltern, sie sollten ihrem Kind die ganze Schönheit unseres Glaubens erschließen. „Tun sie es vor allem durch den regelmäßigen Besuch des Sonntagsgottesdienstes“ das Verständnis wird folgen, wie es auch vom Jesuskind geheißen hat, „das Kind wuchs (dank seiner Eltern) heran, Gott erfüllte es mit Weisheit und seine Gnade ruhte auf ihm.

 

Der symbolische Apfel, aus Papier kreiert und einem Foto, mit dem sich die Kinder mit ihrem Namen vorstellten, heftete anschließend Renate Schelbauer an das gebastelte Apfelbäumchen, das an den Stufen des Altarraumes aufgestellt war. Bevor die Kinder ihr Kommunionlied:“ Effata – öffne dich“, begleitet von Andrea Penzkofer auf der Gitarre sangen , erzählte ihnen Pfarrer Drexler eine Geschichte vom „Apfelbäumchen“, auf dem ein Apfel mit vielen Apfel-Brüdern und -Schwestern am Baum hing. Sie alle träumten von der Zeit der Ernte. Nur einem Apfel dauerte es zu lang, bis er reif war und wollte vom Baum abspringen. Die anderen aber warnten ihn und trotzdem sprang er. Die anderen Äpfel wurden immer größer und bunter, der Apfel am Boden aber wurde immer hässlicher, faulte und starb schließlich.

 

Der Baum, von dem die Äpfel ihren Saft bekommen ist Jesus und die Gemeinschaft der Apfelbrüder und -Schwestern ist die Gemeinschaft der Glaubenden/die Kirche, erklärte er den Kindern. Sie ermuntert jeden einzelnen Apfel, immer wieder am Baum/bei Jesus zu bleiben, ohne den unser Leben nicht gelingen kann.

 

Zum Schluss des Gottesdienstes dankte der Geistliche Renate Schedlbauer und der Gittarrenspielerin Andrea Penzkofer und den Tischmüttern für die Unterstützung. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor und den Gläubigen mitgestaltet und da am Mittwoch das Fest des Hl. Blasius in der Kirche gefeiert wird, erteilte Pfarrer Drexler allen Kirchenbesuchern, insbesondere auch an die Erstikommunionanwärter, den Blasiussegen mit den Worten: „Auf die Fürsprache des Hl. Blausus bewahre er dich vor allen Halskrankheiten und allem Übel.“  

 

Foto: Vanessa Kraus, Magdalena Schedlbauer, Josefa Schedlbauer, Marina Vogl, Niklas Dziamba, Samuel Rinkl, Josef Haimerl

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Advent im Wandel der Zeit

(28.11.2010)

14. Moosbacher Adventsingen mit schönen Darbietungen und besinnlichen Texten

 

Moosbach. Mit dem 1. Adventsonntag kam mit einer dicken Schneeschicht der Wintereinbruch und sorgte mit einem Mal für Weihnachtliche Stimmung. Die Menschen, die am Abend in die matt beleuchtete Pfarrkirche St. Johannes huschten, wurden ein weiteres Mal eingestimmt in die vorweihnachtliche Zeit, als die Sänger und Instrumentalisten bei dem schon zu Tradition gewordenen Adventsingen den nahezu 70 Menschen über eine Stunde einerseits einen musikalischen Ohrenschmaus lieferten, zum anderen aber aufhorchen ließen über die, im niederbayerischen Dialekt vorgetragenen Geschichten über den Advent.

 

Walter Stöger, Organisator und Texter hatte diese aufgegliedert in: „Advent im Wandel der Zeit - die Verkündigung - über den hl. Josef - vom Befehl des Kaisers Augustus und schließlich über Bethlehem und diese zwischen den adventlichen Liedern und zur Adventszeit passenden Instrumentalstücken vorgetragen. Man merkte schon im Laufe der Veranstaltung, dass Stöger nur Adventliches in seine Veranstaltung einbaute, denn wie er so schön sagte: „Advent ist nicht Weihnachten“. Es ist die Zeit der Freude über die Geburt Jesu, während Advent die Zeit der Hoffnung und des Wartens darstellt. Wer Advent lebt, besitzt die Fähigkeit, auf etwas warten zu können.

 

Im Altarraum hatten sich vier Gruppen postiert, von denen die fünf Blechbläser mit den drei Klarinetten mit einem Herbstlied das Adventsingen eröffneten. Es war sicher eine gute Idee, diese Bläser ins Adventsingen herein zu holen, denn von den stimmgewaltigen und mit unter doch so feinfühlend aufspielenden Instrumente waren alle Zuhörer sehr angetan.

 

Die gemischte Singgruppe mit Alina und Stella Börste, Alexandra Wittenzellner, Matthias Jänike und Tanja Stöger-Jänicke sangen als dann mit ihren jungen Stimmen sehr zart: „Und aitz is halt Winta worn“, begleitet von Walter Stöger auf dem Akkordeon und im Hintergrund die Klänge der drei Klarinetten, die anschließend ein Menuett wiedergaben und weiter die Blechbläser mit Adventsklängen und Adventskadenzen das Adventsingen bereicherten.

 

Bekannt durch ihre sympathischen Männerstimmen meldeten sich dann die sieben Wolfersdorfer Sänger unter der Leitung von Josef Meindl (Akkordeon) und gaben das altbekannte „Rorate“ zum Besten, von dem Walter Stöger behauptet, dass fai gor nimmer wissn, wos Advent is und warum am 24. Dezember de Glockn leiten. In weiteren Auftritten erfreuten sie mit dem Lied „In Nacht und Dunkel“, „Es hot da Kaisa Augustus“ und d´s Nachtns spat erst umra neune“.

 

Nach einem Choral der fünf Bläser bat der Kirchenchor Moosbach unter der Leitung von Walter Stöger „ach wann kommen jene Stunden“ und erzählten  später vom „Segen, der sich ergossen hat“ und „Maria wie gefährlich“ bevor erneut die gemischte Singgruppe ein Lied über den hl. Josef zum Besten gab.

„Heit is oft genau so wia damals, vor 2000 Jahr, meinte Stöger in einem seiner beeindruckenden Texte. Koana hot a Geid, net amoi da Kaiser, als Josef mit der Maria nach Bethlehem wandern muaß, wos no dazua für a Schwangere äußerst gefährlich war.

 

Nach einer kurzen Stille beschlossen alle vier Gruppen das Adventsingen mit dem Andachtsruf, das die Klarinettengruppe begann und sich dann die Wolfersdorfer Sänger und gewaltig die Blechbläser mitmischten und sich schließlich alle Sängerinnen und Musikanten zum andächtigen stimmungsvollen Jodler vereinten.

 

Walter Stöger dankte in seinen Schlussworten allen Mitwirkenden, die sofort alle bereit waren, mitzumachen. Ob Bläser, Klarinetten und die Freunde von Wolfersdorf und auch der Kirchenchor und die junge Singgruppe und dankte allen Kirchenbesuchern für ihr Kommen.

Pfarrer Josef Drexler war voll des Lobes für alle Mitwirkenden und dankte ihnen im Namen aller Anwesenden sehr herzlich, insbesondere der Familie Walter Stöger mit Ulrich an der Orgel. Walter Stöger hat es verstanden, die Texte so zu gestalten, wie es die Leute verstehen, so der Pfarrer. Wenn wir jetzt in die Stille entlassen werden, sollten wir hinein horchen in die Stille der Nacht und wenn wir dazu bereit sind, wird es auch eine stille Hl. Nacht.

 

Nach einem anhaltenden Applaus der Kirchenbesucher ließ Ulrich Stöger auf der Orgel das stimmungsvolle Adventsingen am 1. Adventsonntag ausklingen, während dessen draußen dicke Schneeflocken die Landschaft in ein tiefes Wintermärchen verwandelte.

 

Foto: Adventsingen – Organisator Walter Stöger bei der Lesung seiner beeindruckenden Texte

Foto zu Meldung: Advent im Wandel der Zeit

Feierliche Minstrantenaufnahme am Christkönigssonntag

(21.11.2010)

Hirtenbrief des Bischofs zum Jahrestag seiner Amtseinführung vor acht Jahren

 

Moosbach. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes zum Christkönigssonntag, dem letzten Sonntag im Kirchenjahr hat Pfarrer Josef Drexler fünf Ministranten in den Dienst am Altar aufgenommen und drei stets eifrige Minis offiziell aus ihrem Dienst verabschiedet.

 

Zum Thema „unser Weg – die Erneuerung in Christus“ verlas Pfarrer Josef Dexler das Hirtenwort des Diözesanbischofs Gerhard Ludwig, der vor acht Jahren am Christkönigssonntag zum Oberhirten der Diözese Regensburg berufen wurde. Der Bischof ermahnte die Christen, den Blick zu allen Zeiten fest auf Christus zu richten. Er sei der gerade Weg ins Reich zum himmlischen Vater. „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist“, so der Bischof. Wer auf Christus hört, der durchschaut auch die Tricks und Schliche der antikirchlichen Propaganda, mit dem man uns den Glauben ausreden will, das Vertrauen zu Papst und Bischöfe vergiften und so abspenstig von Christus machen will.

 

Weiter erinnerte der Bischof die Gläubigen, dass Christus am Kreuz sogar für seine Feinde gebetet hat. Wir sollen nicht Böses mit Bösem vergelten, doch wenn wir bei Christus bleiben, haben wir keinen Grund uns einschüchtern oder mundtot machen zu lassen. Unsere Antwort auf die Herausforderungen der nächsten Zeit, sei der Weg zur Erneuerung aller in Christus.        

 

Dazu nannte der Bischof drei Schwerpunkte zur wahren Reform der Kirche. Das wichtigste Zeichen einer Erneuerung sei eine neue Wertschätzung der heiligen Messe. Für diese Feier ist der Dienst der geweihten Priester unerlässlich, denen er für ihren treuen Dienst am Altar dankte. Damit verbunden sei die Wiederentdeckung des Sakramentes der Buße, so der Oberhirte. In ihr erfahren wir die grenzenlose Vergebungsbereitschaft Gottes. Schließlich gilt es in den Anstrengungen im karitativen Wirken vor Ort neu anzusetzen, schreibt der Bischof weiter. Das bedeutet, in den Armen, Einsamen und Leidenden Christus selbst zu erkennen. Wenn Christen schließlich zweifelnd geworden sind unter anderem am Glauben, müde in ihrer religiösen Praxis oder schwach im Leben nach seinen Geboten, sollte er den Blick auf den Herrn am Kreuz richten, der uns geliebt und sich für uns dahingegeben hat.

 

Nach den Fürbitten nahm Pfarrer Drexler zwei Mädchen und drei Buben offiziell in die Ministrantenschar von Moosbach auf, von denen drei ihren Dienst seit längerer Zeit verrichten. Dann traten Sandra Eckl, Florian Fuchs, Anna Haimerl, Matthias Jänicke und Andreas Kappl an den Altar, um von Pfarrer Drexler das Ministrantenkreuz als offizielles Zeichen ihrer Neuaufnahme entgegen zu nehmen, die er zuvor segnete.

 

Im Rahmen des feierlichen Gottesdienstes wurden auch drei Ministranten offiziell aus ihrem Dienst verabschiedet. Der Geistliche dankte Dominik Breu, Michaela Probst und Oberministrantin Alexandra Wittenzellner für ihren Einsatz zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Gemeinde und überreichte ihnen zur Erinnerung an die Ministrantenzeit, passend zum Christkönigssonntag, ein handgeschnitztes Christusbild.

 

Pfarrer Drexler ermahnte sie, dass ihre Dienstquittierung natürlich nicht bedeuten dürfe, nun in Zukunft auch dem Gottesdienst fernzubleiben. Das würde den jahrelangen Dienst am Altar in ein schiefes, sehr fragwürdiges Licht rücken.

Bleiben wir alle lebendige Rebzweige am Weinstock Jesus Christus, der sich uns immer wieder neu als Speise schenkt in dem Opfermahl, das wir Sonntag für Sonntag feiern.

Nach dem Gottesdienst spendete er allen seinen Segen und dankte den Anwesenden für die Mitfeier.

 

Foto: Pfarrer Drexler weiht die Ministrantenkreuze – neben Pfr. Drexler Ministrantin Theresa Eder und Mesnerin Margarete Früchtl

Foto zu Meldung: Feierliche Minstrantenaufnahme am Christkönigssonntag

Feierliches Erntedankfest – Kirchenzug sämtlicher Vereine und Gabenprozession

(03.10.2010)

Eine großes Dankeschön des Pfarrers an Gemeinde und Pfarrei

 

Moosbach. Herrliches Spätsommerwetter überstrahlte am Sonntag das Erntedankfest, das die Pfarrei St. Johannes wieder mit einem festlichen Erntezug sämtlicher Ortsvereine und einem Dankgottesdienst feierte, den Pfarrer Josef Drexler in der vollbesetzten Kirche sehr feierlich zelebrierte. Am Ende des Gottesdienstes verteilte der Geistliche mit seinen Ministranten Brötchen an die Kirchenbesucher, die er beim Gottesdienst gesegnet hatte.

 

Angeführt von der Kapelle Pfahlspatzen und der Erntekrone, dem Pfarrherrn und seinen Ministranten marschierten die Vereine mit großen Abordnungen und ihren Erntegaben durch den Ort bis zum ehemaligen Schulhaus und wieder zurück zur Kirche, wobei Glockengeläut und Orgelspiel den Einzug umrahmten.

Blumengebinde mit Sonnenblumen standen am Hochaltar und die von der Landjugend geschmückte Erntekrone und ein riesiger Brotleib zierte den Volksaltar, der sich nach der Gabenprozession als riesiger Erntealtar präsentierte.

 

„Erde singe, dass es klinge“, sang die Kirchengemeinde bei der Eröffnung der Eucharistiefeier, bei der Pfarrer Drexler die zahlreich erschienenen Kirchenbesucher insbesondere die kirchliche und politische Gemeinde sowie die Vereinsmitglieder herzlich begrüßte. 

 

Anlehnend an das Evangelium vom Gleichnis der Geheilten, bei dem nur einer zurückkehrte und Gott dankte, sollte man sich die Frage stellen, wann wir das letzte Mal echte Dankbarkeit empfunden und Gott die Ehre gegeben haben, so der Geistliche in seiner beeindruckenden Predigt.

Bei Pfarrer Drexler war dies vor zwei Wochen der Fall, als er den neu gestalteten Aufgang zu Kirche, die neu errichtete Grotte und die Anlage rund um Kirche und Leichenhaus sah, ein sehr stolzes Ergebnis vieler seiner Moosbacher „Schäflein“, lobte er. Es war eine großartige Gemeinschaftsaktion von politischer Gemeinde und Pfarrei, betonte der Geistliche, für das er, passend zum Erntedankfest herzlich dafür dankte. Sein Dank galt auch dem Herrgott, dass er auch heute noch Menschen anspornt, sich für seine Kirche zu engagieren.

 

Der Geistliche erzählte in seiner Predigt weiter, dass ihn ein ganz spontanes Bedürfnis, Gott zu danken auch diese Woche überkam, als er in Kaikenried das 90 Minuten dauernde Lebens- und Glaubenszeugnis von Hubert Liebherr, des Sohnes des weltbekannten Unternehmers Liebherr hörte. Zwar katholisch ging diesem der Glaube nie richtig zu Herzen, was sich jedoch durch einen Verkehrsunfall grundlegend änderte. Von da an trat Gott nach und nach neu in sein Leben und er kam systematisch in seine Nachfolge. Von der Firma ausgestiegen, macht Liebherr es sich seit dem zur Aufgabe, anderen von seinen Glaubenserfahrungen mitzuteilen und sie für Gott zu gewinnen. 

 

Ja Gott tut auch heute noch seine Wunder, sagte der Geistliche. Er führt auch heute noch seine Sache treffsicher ans Ziel – mit Hilfe von Menschen, die sich von ihm ergreifen lassen, so Pfarrer Drexler. Jeder von uns kann aus einigem zeitlichen Abstand wenigstens erahnen, warum Gott manches gerade so und nicht anders gefügt hat, betonte er .

Für dieses Wirken Gottes in unserem Leben sollten wir dankbar sein, mahnte der Prediger. Nicht der Geist der Verzagtheit steht uns zu, sondern der Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Das gelte gerade auch für unser deutsches Volk, das an diesem Wochenende auf 20 Jahre Wiedervereinigung zurückblicken darf, verkündete er. Schließlich sollten wir bedenken, dass Erntedank viel mehr ist als nur für die landwirtschaftlichen Erträge eines Jahres zu danken. Wir sollten vielmehr danken, dass Gott auch heute noch seine Wunder tut. Je mehr jeder von uns sich von ihm ergreifen lässt, desto mehr Wunder kann er auch heute noch zum Wohl aller tun und uns einmal zur Ente des ewigen Lebens führen.

 

Vor der Gabenbereitung brachten dann die Vereine in einer Prozession ihre Erntegaben an den Altar: Blumen, gefüllte Einkaufskörbe, Feld- und Gartenfrüchte, Obst, Hopfen und Malz und zuletzt Brot und Weintrauben. Dabei sprach eine Lektorin die passenden Texte.

 

Bevor Pfarrer Dexler allen seinen Segen erteilte, bedankte er sich bei den Kirchenbesuchern für die Mitfeier, insbesondere beim Kirchenchor, den Vereinen für die Teilnahme am Kirchenzug und den Erntegaben und lud alle ein, beim Kauf von Dritte Welt-Waren mit den Armen der Welt zu teile. Dann verteilte er mit den Ministranten vor dem Kirchenportal geweihte Brötchen.

Foto zu Meldung: Feierliches Erntedankfest – Kirchenzug sämtlicher Vereine und Gabenprozession

Kapelle zum Hl. Josef geweiht

(14.08.2010)

BGR Erwin Zach gestaltete mit dem Bergler Gsang die Feier

Kunstmaler Hans Höcherl schuf das Innere der künftigen Wallfahrt

 

Obergschaidt. Auf einem beschaulichen Fleckchen Erde, eingerahmt von Wiesen und Wäldern liegt in dem Weiler von Obergschaidt (Gmd. Miltach) das Anwesen von Josef Höcherl, wo am Samstag der ehemalige Pfarrer von Moosbach BGR Erwin Zach einer, von der Familie errichteten Kapelle den kirchlichen Segen erteilte.

 

Der Betrachter steht vor einem Werk, dem schon beim ersten Blick anzusehen ist, dass man ihm Meisterhände angedeihen ließ. Schon der exakten Verarbeitung des aus Holz gefertigten Baues wäre kein Laie mächtig. Die Eingangstüre ist zur oberen Hälfte mit Glas eingerahmt, so dass jedem Pilger die Sicht ins Innere freigibt. Im unteren Teil schnitzte der Meister das Monogramm Jesu „IHS“ ein und zwei Birken halten schützend ihre Aste über die Stätte der Gegenwart Gottes.

 

Wer das Innere der künftigen Wallfahrt betritt, dem fällt der Blick auf ein wunderbar gemaltes, gerahmtes Bildnis des Hl. Josef mit einer Lilie für Reinheit, der das Jesuskind auf dem Arm hält. Dieses Bildnis hat kein anderer geschaffen, als der Kunstmaler Hans Höcherl, der Bruder des Erbauers der Kapelle. Auch der herrliche kleine Altar darunter, ist ein Werk des Künstlers, dem er eine einzigartige Marmorierung angedeihen ließ. In der vorderen Front hat er die Symbole für das alte und neue Testament eingearbeitet. Die beiden Seitenwände der Kapelle zieren außerdem auf der rechten Seite eine Herz-Jesu-Statue und links, die Mutter Gottes, die mit dem Hl. Josef und dem Jesuskind als Hl. Familie eine Einheit bilden.

 

Bevor der Bergler Gsang sein erstes Lied „Unsern Glaubn lass ma net“ in die Abgeschiedenheit der Waldheimat erschallen ließ, begrüßte Josef Högerl im Namen seiner Familie neben 50 geladenen Gästen BGR Erwin Zach mit seiner Haushälterin Rita sehr herzlich, sowie den Bergler Gsang, bei dem er selber mitmischt und entschuldigte seinen Bruder Hans, den Kunstmaler, der verhindert war, jedoch später noch erschien. Er sprach ihm für die Gestaltung der Kapelle ein herzliches Vergelt´s Gott aus.

 

Ganz herzliche Begrüßungsworte richtete Pfarrer Zach an die Anwesenden zur Kapellenweihe. „Ich freue mich, dass man mich als ehemaligen Pfarrer eingeladen hat, diese zu segnen um auch den Bergler Gsang wieder einmal hören zu dürfen“, gestand er.

Zum Kapellenbau erklärte er, es sei aus einem Anliegen heraus und dem Versprechen, das die Familie vor Jahren machte, entstanden, für das sie sich nun dankbar erweisen. In unserer aller Namen beglückwünschen wir sie zu diesem Werk, so Pfarrer Zach. .

Eine Kapelle sei Ausdruck des Vertrauens und sie  verkörpert die Gegenwart Gottes. Sie lädt uns zum Verweilen und zum Gebet ein. Jesus sagt schon: Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, dann bin ich mitten unter ihnen. Und im Psalm, den er anschließend vortrug, heißt es: „Friede wohne in seinen Mauern, in seinen Häusern Geborgenheit.“ Auch von dieser Kapelle soll das Heil ausgehen, für alle die zu ihr kommen, so Pfarrer Zach.    

 

Die Kapelle ist dem Hl. Josef geweiht, erklärte der Geistliche, dem Mann Marias und Pflegevater Jesu. In der Bibel steht:  „er war gerecht, er blickte auf Gott und tat, was Gott befohlen hatte.“ Der hl. Josef ist Patron der Arbeiter, der Familie und der Sterbenden, der uns mit Maria hinübergeleitet in das andere Leben. 

Dann segnete Pfarrer Zach die Kapelle und der Bergler Gsang trug passend dazu vor: „Hl. Josef hör uns flehen“.

 

Im weiteren Verlauf des Wortgottesdienst trug Josef Ettl die Fürbitten vor und der Bergler Gsang ( Ferdl Rabenbauer, Siglinde Weindl, Edeltraud Straub, Josef Höcherl) unter der Leitung von Erika Rabenbauer mit ihrer Zither ließ noch einige herrliche Lieder  erklingen, unter anderem  „du Großer Gott, wenn ich die Welt betrachte, Rosenkranzperlen oder zum Schluss der Feier: „Jetz geh i voll Frieden“  und die  Zuhören genossen ergriffen die schönen  Weisen. 

 

Zum Schluss dankte Josef Höcherl dem Geistlichen, Pfarrer Erwin Zach  für die beeindruckende Gestaltung der  Feier und dem Bergler Gsang für die schöne musikalische Begleitung und lud alle zum „Interbrout“ ein. Wer dieses echt Bayerische Wort nicht kennt, meint Höcherl, der ist zu einer Brotzeit eingeladen. 

Foto zu Meldung: Kapelle zum Hl. Josef geweiht


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